Equest Pramox 19,5 mg/g + 121,7 mg/g

Abbildung Equest Pramox 19,5 mg/g + 121,7 mg/g
Wirkstoff(e) Moxidectin Praziquantel
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Zoetis Deutschland GmbH
Bet├Ąubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 22.06.2006
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig

Zulassungsinhaber

Zoetis Deutschland GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof├╝r wird es verwendet?

EQUEST PRAMOX 19,5 mg/g + 121,7 mg/g Gel zum Eingeben

F├╝r Pferde:
Zur Behandlung von Mischinfektionen mit Zestoden, Nematoden oder Arthropoden, die durch folgende Moxidectin- und Praziquantel-empfindliche St├Ąmme verursacht werden:

Gro├če Strongyliden:

  • Strongylus vulgaris (adulte Stadien)
  • Strongylus edentatus (adulte Stadien)
  • Triodontophorus brevicauda (adulte Stadien)
  • Triodontophorus serratus (adulte Stadien)
  • Triodontophorus tenuicollis (adulte Stadien)

Kleine Strongyliden (adulte und intraluminale Larvenstadien):

  • Cyathostomum spp.
  • Cylicocyclus spp.
  • Cylicostephanus spp.
  • Cylicodontophorus spp.

- Gyalocephalus spp.

Spulw├╝rmer:
- Parascaris equorum (adulte Stadien)

Andere Arten:

  • Oxyuris equi (adulte Stadien)
  • Habronema muscae (adulte Stadien)
  • Gasterophilus intestinalis (L2, L3)
  • Gasterophilus nasalis (L2, L3)
  • Strongyloides westeri (adulte Stadien)
  • Trichostrongylus axei (adulte Stadien)

Bandw├╝rmer (adulte Stadien):

  • Anoplocephala perfoliata
  • Anoplocephala magna
  • Paranoplocephala mammillana

Der Zeitraum bis zum Wiederauftreten von kleinen Strongyliden-Eiern (Egg Reappearance Period) betr├Ągt 90 Tage. Das Tierarzneimittel ist wirksam gegen sich entwickelnde intramukosale L4 Stadien von kleinen Strongyliden. 8 Wochen nach der Behandlung sind fr├╝he, hypobiotische EL3- Stadien der kleinen Strongyliden abget├Âtet.

Das Tierarzneimittel ist gegen Benzimidazol-resistente St├Ąmme von Cyathostomen wirksam.

Es hat sich gezeigt, dass das Tierarzneimittel sicher bei tr├Ąchtigen und laktierenden Stuten sowie f├╝r den Einsatz in der Zucht ist.

Die Verabreichung des Tierarzneimittels beeintr├Ąchtigt nicht die Fruchtbarkeit der Stuten.

Anzeige

Was m├╝ssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nicht bei Fohlen anwenden, die j├╝nger als 6 ┬Ż Monate sind.

Nicht anwenden bei ├ťberempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile.

Das Produkt wurde speziell zur Anwendung beim Pferd entwickelt.

Bei Hunden oder Katzen k├Ânnen auf Grund der Moxidectin-Konzentration in diesem Tierarzneimittel Nebenwirkungen auftreten, wenn die Tiere ausgelaufenes Gel aufnehmen oder Zugang zu benutzten Applikationsspritzen haben.

BESONDERE VORSICHTSMA├čNAHMEN F├ťR DIE ENTSORGUNG VON NICHT VERWENDETEM ARZNEIMITTEL ODER VON ABFALLMATERIALIEN, SOFERN ERFORDERLICH

Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den nationalen Vorschriften zu entsorgen. Wasserl├Ąufe d├╝rfen nicht mit dem Tierarzneimittel verunreinigt werden.

Der Wirkstoff Moxidectin ist f├╝r Fische und im Wasser lebende Organismen sehr giftig.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr ben├Âtigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Ma├čnahmen dienen dem Umweltschutz.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

DOSIERUNG F├ťR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

Zur einmaligen Anwendung.

Die empfohlene orale Dosis betr├Ągt 400 g Moxidectin/kg K├Ârpergewicht und 2,5 mg Praziquantel/kg K├Ârpergewicht, entsprechend einer Ma├čeinheit der kalibrierten Applikationsspritze f├╝r jeweils 25 kg Lebendgewicht. Es wird empfohlen, eine Waage oder ein Gewichtsband zu benutzen, um eine genaue Dosierung sicher zu stellen.

Stellen Sie den Injektor vor der ersten Dosis auf Null, indem Sie den Einstellring so bewegen, dass die linke Seite als erste vollschwarze Markierung eingestellt wird und dr├╝cken Sie den Kolben herunter, wobei jegliche ausgesto├čene Paste zu verwerfen ist.
Handhabung des Produktes:
Halten Sie die Spritze vor der ersten Dosis so, dass das verschlossene Ende nach links zeigt und Sie die Gewichtsma├če und Markierungen (kleine schwarze Linien) sehen k├Ânnen. Setzen Sie die Spritze auf Null, indem Sie den Skalenring so bewegen, dass die linke Seite auf die erste schwarze Markierung eingestellt ist. Dr├╝cken Sie den Kolben herunter, und verwerfen Sie die dabei ausgesto├čene Paste vollst├Ąndig und sicher.

Um das Tierarzneimittel zu dosieren, halten Sie die Spritze wie zuvor beschrieben. Jede Markierung bezieht sich auf 25 kg K├Ârpergewicht und 10 mg Moxidectin / 62,5 mg Praziquantel. Drehen Sie den Skalenring, bis die linke Seite des Rings dem Gewicht des Tieres entspricht.

Eine einzelne Applikationsspritze ist ausreichend f├╝r ein 700 kg schweres Pferd.

Zur erfolgreichen Kontrolle von Band- und Rundwurminfektionen sollte der Tierarzt ein geeignetes Behandlungsprogramm und Betriebsmanagement vorschlagen.

F├╝r die Behandlung von Zestoden wurde eine Praziquanteldosis im obersten Dosierungsbereich gew├Ąhlt.

Um ├ťberdosierungen zu vermeiden, sollte besonders bei Fohlen mit niedrigem K├Ârpergewicht oder Ponyfohlen auf genaue Dosierung geachtet werden.

Nicht mehr als ein Tier mit derselben Applikationsspritze behandeln, es sei denn die Pferde werden auf der Weide oder im Stall gemeinsam gehalten.

Anzeige

Was sind m├Âgliche Nebenwirkungen?

In seltenen F├Ąllen wurden Maulschmerzen, Schlaffheit der Unterlippe, Schwellung des Mauls, Hypersalivation und Anorexie beobachtet. ├ťber Ataxie wurde in seltenen F├Ąllen berichtet und ├╝ber Lethargie in sehr seltenen F├Ąllen. Diese Nebenwirkungen sind vor├╝bergehend und klingen spontan ab.

Bei sehr starkem Wurmbefall kann die Abt├Âtung der Parasiten vor├╝bergehend zu einer leichten Kolik und zu weichem Kot bei dem behandelten Pferd f├╝hren.

Die H├Ąufigkeit der Nebenwirkungen ist unter Verwendung der folgenden Konvention definiert:

  • Sehr h├Ąufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
  • H├Ąufig (mehr als 1, aber weniger als 10 Tiere von 100 behandelten Tieren)
  • Gelegentlich (mehr als 1, aber weniger als 10 Tiere von 1.000 behandelten Tiere)
  • Selten (mehr als 1, aber weniger als 10 Tiere von 10.000 behandelten Tiere)
  • Sehr selten (weniger als 1 Tier von 10.000 behandelten Tieren, einschlie├člich Einzelf├Ąlle).

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgef├╝hrt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht ├╝ber 25 ┬░C aufbewahren.

Nach Anbruch innerhalb von 6 Monaten aufbrauchen.

Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Beh├Ąltnis und ├Ąu├čerer Umh├╝llung angegebenen Verfalldatums nicht mehr anwenden.

Arzneimittel f├╝r Kinder unzug├Ąnglich aufbewahren.

Anzeige

Weitere Informationen

Das Tierarzneimittel kann Augen und Haut reizen sowie eine ├ťberempfindlichkeit der Haut verursachen.

Direkten Kontakt mit Haut und Augen vermeiden. Schutzhandschuhe tragen.

Nach Anwendung H├Ąnde oder andere betroffene K├Ârperstellen waschen. W├Ąhrend der Anwendung nicht essen, trinken oder rauchen.

Bei versehentlichem Augenkontakt reichlich mit klarem Wasser aussp├╝len und einen Arzt aufsuchen.

Bei versehentlicher Einnahme ist unverz├╝glich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage vorzulegen.

Besondere Sorgfalt sollte auf die Vermeidung nachfolgend aufgef├╝hrter Vorgehensweisen verwendet werden, da sie das Risiko der Entwicklung von Resistenzen erh├Âhen und schlie├člich zu einer nicht wirksamen Therapie beitragen k├Ânnen:

  • Zu h├Ąufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse ├╝ber einen l├Ąngeren Zeitraum hinweg
  • Zu niedrige Dosierung aufgrund eines untersch├Ątzten K├Ârpergewichtes, einer Anwendung des
    Tierarzneimittels, die nicht der Auszeichnung entspricht, oder bei fehlender Kalibrierung des Dosierungsbeh├Ąltnisses (falls zutreffend).
  • Bei klinischen F├Ąllen mit Verdacht auf Resistenzen gegen Anthelminthika sollten geeignete weiterf├╝hrende Untersuchungen durchgef├╝hrt werden (z.B. Bestimmung der reduzierten Eizahl im Kot). Wenn die Testergebnisse den Verdacht auf Resistenz gegen ein bestimmtes Anthelminthikum erh├Ąrten, sollte ein Anthelminthikum einer anderen Substanzklasse mit einem unterschiedlichen Wirkmechanismus angewendet werden.

Zur optimalen Behandlung gegen Magenbremsen sollte das Tierarzneimittel im Herbst, nach Ende der Fliegensaison und vor dem Fr├╝hling verabreicht werden, da sich die Larven ansonsten verpuppen und weniger empfindlich auf die Behandlung reagieren.

Die h├Ąufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse kann Parasitenresistenz gegen├╝ber anderen Wirkstoffen dieser Gruppe hervorrufen.

Zur erfolgreichen Kontrolle von Band- und Rundwurminfektionen sollten geeignete Behandlungsprogramme sowie das Betriebsmanagement mit dem behandelnden Tierarzt besprochen werden.

Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch f├╝r den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

├ťberdosierung (Symptome, Notfallma├čnahmen und Gegenmittel), falls erforderlich:

Vor├╝bergehend k├Ânnen bei Fohlen Nebenwirkungen nach Verabreichung der empfohlenen Behandlungsdosis auftreten. Bei erwachsenen Tieren k├Ânnen nach Verabreichen der dreifachen Menge der empfohlenen Dosis Nebenwirkungen auftreten. Die Symptome ├Ąu├čern sich 8 bis 24 Stunden nach einer Behandlung in Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Koordinationsst├Ârung und Schlaffheit der Unterlippe. Im Allgemeinen ist eine symptomatische Therapie nicht notwendig, da die Symptome normalerweise innerhalb von 24 bis 72 Stunden abklingen. Es gibt kein spezifisches Gegenmittel.

Sonstige Vorsichtsma├čnahmen bez├╝glich der Auswirkungen auf die Umwelt:
Moxidectin erf├╝llt die Kriterien f├╝r einen (sehr) persistenten, bioakkumulierbaren und toxischen (PBT) Stoff; daher muss die Exposition der Umwelt gegen├╝ber Moxidectin so weit wie m├Âglich beschr├Ąnkt werden. Behandlungen sind nur bei Notwendigkeit zu verabreichen und m├╝ssen auf der Anzahl der in den F├Ąkalien festgestellten Parasiteneier oder auf einer Bewertung des Risikos eines Befalls auf Einzeltier- und/oder Herdenebene basieren. Um die Emission von Moxidectin in Oberfl├Ąchengew├Ąsser zu reduzieren und basierend auf dem Ausscheidungsprofil von Moxidectin bei Verabreichung als Formulierung zum Eingeben an Pferde sollten behandelte Tiere w├Ąhrend der ersten Woche nach der Behandlung keinen Zugang zu Wasserl├Ąufen haben.

Wie andere makrozyklische Lactone besitzt Moxidectin das Potenzial, Nicht-Zielorganismen

negativ zu beeinflussen:
ÔÇó Moxidectin-enthaltende F├Ąkalien, die von behandelten Tieren auf die Weide ausgeschieden werden, k├Ânnen die Abundanz von Organismen, die sich von Dung ern├Ąhren, tempor├Ąr reduzieren. Nach einer Behandlung von Pferden mit dem Tierarzneimittel k├Ânnen ├╝ber einen Zeitraum von mehr als 1 Woche Moxidectin-Konzentrationen ausgeschieden werden, die potenziell toxisch f├╝r

Dungk├Ąfer und Dungfliegen sind und die Abundanz der Dungfauna reduzieren k├Ânnen.

ÔÇó Moxidectin ist f├╝r Wasserorganismen, einschlie├člich Fische, inh├Ąrent toxisch. Das

Tierarzneimittel sollte ausschlie├člich entsprechend den Anweisungen auf dem Etikett angewendet werden.

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 04.07.2022

Quelle: Equest Pramox 19,5 mg/g + 121,7 mg/g - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Moxidectin Praziquantel
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Zoetis Deutschland GmbH
Bet├Ąubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 22.06.2006
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig

Teilen

Anzeige

Ihr pers├Ânlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit├Ątslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo ├Âffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen ├╝ber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm├Âglichkeiten f├╝r h├Ąufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k├Ânnen f├╝r die Korrektheit der Daten keine Haftung ├╝bernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F├╝r Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden