Was ist es und wofür wird es verwendet?

Immunobion ist ein pflanzliches Arzneimittel bei Erkältungskrankheiten.
Immunobion wird angewendet zur unterstützenden Behandlung häufig wiederkehrender (rezidivierender) Infekte im Bereich der Atemwege und der ableitenden Harnwege.

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Immunobion darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Echinaceae purpureae herba (Purpursonnenhutkraut), Gelborange S, Ponceau 4R oder gegen einen der sonstigen Bestandteile von Immunobion oder gegen andere Korbblütler sind
- aus grundsätzlichen Erwägungen bei fortschreitenden Systemerkrankungen wie Tuberkulose, Leukämie bzw. Leukämie-ähnlichen Erkrankungen, entzündlichen Erkrankungen des Bindegewebes (Kollagenosen), multipler Sklerose, AIDS-Erkrankungen, HIV-Infektionen, chronischen Viruserkrankungen und Autoimmunerkrankungen
- bei bekannter Lactose-Unverträglichkeit
Vorsorglich darf Immunobion nicht eingenommen werden
- bei Asthma oder allergischem Schnupfen (Rhinitis)
- bei Lebererkrankungen
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Immunobion ist erforderlich
Zur Anwendung bei Atemwegsinfekten:
Bei länger anhaltenden Beschwerden, bei Atemnot, bei Fieber oder eitrigem oder blutigem Auswurf sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Zur Anwendung bei Harnwegsinfekten:
Bei Blut im Urin, bei Fieber, bei Anhalten der Beschwerden über 5 Tage sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Kinder und Heranwachsende unter 12 Jahren
Zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern unter 12 Jahren liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Es soll deshalb bei Kindern unter 12 Jahren nicht angewendet werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Zur Anwendung dieses Arzneimittels während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Untersuchungen vor. Es soll deshalb während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Immunobion
Dieses Arzneimittel enthält u.a. Lactose. Bitte nehmen Sie Immunobion daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

WIE IST IMMUNOBION EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie Immunobion immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene und Heranwachsende über 12 Jahre: 2- bis 3-mal täglich eine überzogene Tablette.
Die Einzeldosis entspricht 3 ml Presssaft aus frischem, blühendem Purpursonnenhutkraut.
Nehmen Sie die überzogene Tablette bitte unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein (vorzugsweise ein Glas Wasser).
Überzogene Tablette nicht im Liegen einnehmen!
Dauer der Einnahme:
Sie sollten Immunobion nicht länger als 2 Wochen einnehmen.
Bitte beachten Sie auch die Hinweise unter ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Immunobion ist in folgenden Fällen erforderlich?.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Immunobion zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Immunobion eingenommen haben, als Sie sollten
Für Zubereitungen aus Purpursonnenhutkraut sind bisher keine Vergiftungs-erscheinungen bekannt.
Wenn Sie eine größere Menge von Immunobion eingenommen haben, als Sie sollten, benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt. Dieser kann über gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden.
Wenn Sie die Einnahme von Immunobion vergessen haben
Wenn Sie zuwenig von Immunobion genommen haben oder die Einnahme von Immunobion vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht etwa die doppelte Menge ein, sondern fahren Sie mit der Einnahme, wie Ihnen vom Arzt verordnet oder in der Gebrauchsinformation beschrieben, fort.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Immunobion mit anderen Arzneimitteln
Für Zubereitungen aus Purpursonnenhutwurzel wurde festgestellt, dass diese die Aktivität bestimmter Enzyme (Cytochrom-P450-Isoformen CYP3A oder CYP1A2) beeinflussen.
Das vorliegende Arzneimittel ist dahingehend nicht ausreichend untersucht.
Bitte fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, nach der Möglichkeit einer solchen Beeinflussung.
Vorsorglich sollten Arzneimittel aus Purpursonnenhutkraut nicht zusammen mit Medikamenten, die die Leber beeinträchtigen (wie anabole Steroide, Amiodaron, Methotrexat oder Ketoconazol) eingenommen werden.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Immunobion Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Behandelten auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Mögliche Nebenwirkungen
Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
Für Arzneimittel mit Zubereitungen aus Purpursonnenhutkraut wurden Hautausschlag, Juckreiz, selten Gesichtsschwellungen, Atemnot, Schwindel und Blutdruckabfall beobachtet.
Gelborange S, Ponceau 4R können allergische Reaktionen hervorrufen.
Sollten Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, setzen Sie Immunobion ab und informieren Sie sofort Ihren Arzt, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden kann.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blistern nach ?verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen:
Nicht über 30°C aufbewahren.

Weitere Informationen

Was Immunobion enthält
Der Wirkstoff ist Purpursonnenhutkraut-Presssaft, getrocknet.
Eine überzogene Tablette enthält:
175 mg getrockneter Presssaft aus frischem, blühendem Purpursonnenhutkraut (DEV 3856:1).
Die sonstigen Bestandteile sind:
Hochdisperses Siliciumdioxid methyliert, Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Lactose, Magnesiumstearat, Maltodextrin, Sucrose, Talkum, Titandioxid (E 171), Povidon K 25, Macrogol 6000, Basisches Butylmethycrylat-Copolymer, hochdisperses Siliciumdioxid, Eisen(III)-hydroxid-oxid (E172), Gelborange S (E 110), Ponceau 4R (E 124), Montanglycolwachs
Hinweis für Diabetiker:
Eine überzogene Tablette entspricht ca. 0,02 Broteinheiten (BE).
Wie Immunobion aussieht und Inhalt der Packung:
Immunobion ist in Originalpackungen mit 10, 20, 50 oder 100 überzogenen Tabletten erhältlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Rodisma-Med Pharma GmbH
Kölner Straße 48
51149 Köln
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt überarbeitet im
März 2010

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