Lercadip 10 mg Filmtabletten

Lercadip 10 mg Filmtabletten

Hersteller: Richard Bittner

Zulassungsland: Deutschland

Betäubungsmittel
Nein

Alle Informationen

Zulassungsinhaber

Richard Bittner

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Lercadip gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Kalziumkanalblocker (Dihydropyridinderivate) bezeichnet werden. Lercadip wird zur Behandlung von Bluthochdruck, auch als Hypertonie bekannt, bei Erwachsenen, die älter als 18 Jahre sind, angewendet.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lercadip darf nicht eingenommen werden,
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Lercanidipinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Lercadip sind.
  • wenn Sie bereits allergische Reaktionen bei Arzneimitteln gehabt haben, die eng mit Lercadip- Filmtabletten verwandt sind (wie Amlodipin, Nicardipin, Felodipin, Isradipin, Nifedipin oder Lacidipin).
  • wenn Sie an bestimmten Herzerkrankungen leiden: o Unbehandelte Herzleistungsschwäche o Behinderung des Blutstroms aus dem Herzen o Instabile Angina pectoris (Angina pectoris in Ruhe oder stufenweise zunehmend) o Innerhalb eines Monats nach einem Herzinfarkt
  • wenn Sie schwerwiegende Leber- oder Nierenprobleme haben
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Hemmer des CYP3A4 Isoenzyms sind: o Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (wie Ketoconazol oder Itraconazol) o Makrolidantibiotika (wie Erythromycin oder Troleandomycin) o Antivirale Arzneimittel (wie Ritonavir)
  • wenn Sie einen Wirkstoff einnehmen, der als Ciclosporin oder Cyclosporin bezeichnet wird (wird nach Transplantationen zur Vermeidung einer Organabstoßung angewendet)
  • mit Grapefruit oder Grapefruitsaft

Während der Schwangerschaft oder Stillzeit dürfen Sie das Arzneimittel nicht einnehmen (siehe Abschnitt "Schwangerschaft und Stillzeit" für weitere Informationen).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lercadip ist erforderlich,
  • wenn Sie bestimmte andere Herzbeschwerden haben oder einen Schrittmacher tragen oder bereits an Angina pectoris leiden.
  • wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben oder Dialysepatient sind.
Bei Einnahme von Lercadip mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn

  • Sie andere Arzneimittel einnehmen oder vor kurzem eingenommen haben, einschließlich rezeptfreier Arzneimittel.
  • Sie Beta-Blocker, z.B. Metoprolol, Diuretika (Entwässerungstabletten) oder ACE-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck) einnehmen.
  • Sie Cimetidin (in einer Dosierung mehr als 800 mg pro Tag, Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Geschwüren, Verdauungsstörungen oder Sodbrennen) einnehmen.
  • Sie Digoxin (Arzneimittel zur Behandlung einer Herzschwäche) einnehmen.
  • Sie Midazolam (Arzneimittel, das den Schlaf fördert) einnehmen.
  • Sie Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose) einnehmen.
  • Sie Astemizol oder Terfenadin (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien) einnehmen.
  • Sie Amiodaron oder Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung eines schnellen Herzschlags) einnehmen.
  • Sie Phenytoin oder Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie) einnehmen. Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck häufiger als üblich überwachen.
  • Sie Simvastatin (Arzneimittel zur Behandlung eines erhöhten Cholesterinspiegels) einnehmen.
Bei Einnahme von Lercadip zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
  • Wenn Sie während der Behandlung mit Lercadip Alkohol trinken, kann es zu Schwindelgefühl/Ohnmacht, Müdigkeit oder Schwäche kommen, da das Arzneimittel im Zusammenwirken mit Alkohol Ihren Blutdruck beträchtlich senken kann.
  • Sie dürfen während der Behandlung mit Lercadip-Tabletten keine Grapefruit essen oder Grapefruitsaft trinken, da die Wirkung von Lercadip dadurch gesteigert werden kann.
Schwangerschaft und Stillzeit

Lercadip darf während der Schwangerschaft und Stillzeit, oder wenn Sie schwanger werden möchten oder keine Verhütungsmethode anwenden, nicht eingenommen werden.

Wenn Sie Lercadip einnehmen und vermuten, schwanger zu sein, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die klinische Erfahrung mit Lercanidipin zeigt, dass eine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit und der Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, unwahrscheinlich ist. Dennoch ist Vorsicht geboten, da Schwindel, Schwäche, Ermüdung und selten Somnolenz auftreten können.Fahren Sie erst mit dem Auto und Bedienen Sie Maschinen erst, wenn Sie wissen, welche Wirkung Lercadip bei Ihnen hat.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Lercadip

Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Lercadip 10mg Filmtabletten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lercadip immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene:Die empfohlene Dosis ist 1-mal täglich 1 Lercadip 10 mg Filmtablette.

Die Filmtablette sollte jeden Tag zur selben Zeit, vorzugsweise am Morgen mindestens 15 Minuten vor dem Frühstück eingenommen werden, da die gleichzeitige Einnahme mit einer fetten Mahlzeit die Blutwerte des Arzneimittels deutlich erhöhen kann.

Ihr Arzt kann die Dosis bei Bedarf auf 1-mal täglich 2 Lercadip 10 mg Filmtabletten erhöhen.

Die Tabletten sollten vorzugsweise unzerkaut mit ausreichend Wasser geschluckt werden. Die Bruchkerbe dient der Teilung der Tablette für ein leichteres Schlucken.

Ältere Patienten:Es ist keine Änderung der täglichen Dosis erforderlich. Zu Beginn der Behandlung ist jedoch besondere Vorsicht geboten.

Patienten mit Leber- oder Nierenproblemen:Bei diesen Patienten ist zu Beginn der Behandlung besondere Vorsicht geboten und eine Erhöhung der täglichen Dosis auf 20 mg sollte mit Vorsicht erfolgen.

Kinder und Jugendliche:Dieses Arzneimittel sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Lercadip eingenommen haben, als Sie sollten

Nehmen Sie nicht mehr als die vorgeschriebene Dosis ein.

Wenn Sie mehr als die vorgeschriebene Dosis einnehmen oder im Falle einer Überdosis, suchen Sie sofort einen Arzt auf und nehmen Sie, wenn möglich, Ihre Tabletten und/oder die Verpackung mit.

Ein Überschreiten der richtigen Dosierung kann den Blutdruck zu stark senken und das Herz unregelmäßig oder schneller schlagen lassen. Es kann auch zu Bewusstlosigkeit führen.

Wenn Sie die Einnahme von Lercadip vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, lassen Sie diese Dosis einfach aus und fahren danach wie gewohnt fort. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Lercadip abbrechen

Wenn Sie die Einnahme von Lercadip beenden, kann Ihr Blutdruck wieder steigen. Fragen Sie bitte Ihren Arzt, bevor Sie die Behandlung beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lercadip Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Einige Nebenwirkungen können ernsthaft sein:

Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen feststellen, informieren Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt.

Selten(betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):Angina pectoris (Brustschmerzen aufgrund eines Blutstrommangels zum Herzen)

Sehr selten(betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000):Brustschmerzen, Absinken des Blutdrucks, Ohnmacht und allergische Reaktionen (zu den Symptomen zählen Juckreiz, Hautausschläge und Nesselsucht)

Wenn Sie an einer bereits bestehenden Angina pectoris leiden, könnten Sie bei der Gruppe von Arzneimitteln, zu der Lercadip gehört, eine erhöhte Häufigkeit, Dauer und Schwere dieser Anfälle haben. Vereinzelte Fälle eines Herzinfarkts können beobachtet werden.

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Gelegentlich(betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000):Kopfschmerzen, Schwindel, schnellere Herzschläge, Palpitationen (Herzklopfen oder Herzrasen), plötzliches Erröten des Gesichts, des Halses odes des oberen Brustkorbs, Anschwellen der Knöchel.

Selten(betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):Schläfrigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Magen/Bauchschmerzen, Durchfall; Hautausschläge, Muskelschmerzen, große Harnmengen, Müdigkeit, Schwäche.

Sehr selten(betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000):Anschwellen des Zahnfleisches, Änderungen in der Leberfunktion (durch Bluttests nachgewiesen), Anstieg in der Häufigkeit des Urinierens.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Was Lercadip enthält

Der Wirkstoff ist: Lercanidipinhydrochlorid

1 Filmtablette enthält Lercanidipinhydrochlorid 10 mg, entsprechend 9,4 mg Lercanidipin. Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium, Povidon, Magnesiumstearat

Filmüberzug:Hypromellose, Talkum, Titandioxid (E171), Macrogol 6000, und Eisenoxid (E172).

Wie Lercadip aussieht und Inhalt der Packung

Gelbe, kreisförmige, bikonvexe Filmtablette mit einseitiger Bruchkerbe. Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Lercadip ist in Blisterpackungen zu 7, 10, 14, 28 und 30 Tabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Interpharm ProduktionsgmbH, 1160 Wien

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Nov/2011