Lercadip 20 mg Filmtabletten

Abbildung Lercadip 20 mg Filmtabletten
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Richard Bittner
Betäubungsmittel Nein

Zulassungsinhaber

Richard Bittner

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Lercadip gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Kalziumkanalblocker (Dihydropyridinderivate) bezeichnet werden. Lercadip wird zur Behandlung von Bluthochdruck, auch als Hypertonie bekannt, bei Erwachsenen, die älter als 18 Jahre sind, angewendet.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Lercadip darf nicht eingenommen werden,
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Lercanidipinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Lercadip sind.
  • wenn Sie bereits allergische Reaktionen bei Arzneimitteln gehabt haben, die eng mit Lercadip- Filmtabletten verwandt sind (wie Amlodipin, Nicardipin, Felodipin, Isradipin, Nifedipin oder Lacidipin).
  • wenn Sie an bestimmten Herzerkrankungen leiden: o Unbehandelte Herzleistungsschw√§che o Behinderung des Blutstroms aus dem Herzen o Instabile Angina pectoris (Angina pectoris in Ruhe oder stufenweise zunehmend) o Innerhalb eines Monats nach einem Herzinfarkt
  • wenn Sie schwerwiegende Leber- oder Nierenprobleme haben
  • wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Hemmer des CYP3A4 Isoenzyms sind: o Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (wie Ketoconazol oder Itraconazol) o Makrolidantibiotika (wie Erythromycin oder Troleandomycin) o Antivirale Arzneimittel (wie Ritonavir)
  • wenn Sie einen Wirkstoff einnehmen, der als Ciclosporin oder Cyclosporin bezeichnet wird (wird nach Transplantationen zur Vermeidung einer Organabsto√üung angewendet)
  • mit Grapefruit oder Grapefruitsaft

W√§hrend der Schwangerschaft oder Stillzeit d√ľrfen Sie das Arzneimittel nicht einnehmen (siehe Abschnitt "Schwangerschaft und Stillzeit" f√ľr weitere Informationen).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lercadip ist erforderlich,
  • wenn Sie bestimmte andere Herzbeschwerden haben oder einen Schrittmacher tragen oder bereits an Angina pectoris leiden.
  • wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben oder Dialysepatient sind.
Bei Einnahme von Lercadip mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn

  • Sie andere Arzneimittel einnehmen oder vor kurzem eingenommen haben, einschlie√ülich rezeptfreier Arzneimittel.
  • Sie Beta-Blocker, z.B. Metoprolol, Diuretika (Entw√§sserungstabletten) oder ACE-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck) einnehmen.
  • Sie Cimetidin (in einer Dosierung mehr als 800 mg pro Tag, Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Geschw√ľren, Verdauungsst√∂rungen oder Sodbrennen) einnehmen.
  • Sie Digoxin (Arzneimittel zur Behandlung einer Herzschw√§che) einnehmen.
  • Sie Midazolam (Arzneimittel, das den Schlaf f√∂rdert) einnehmen.
  • Sie Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose) einnehmen.
  • Sie Astemizol oder Terfenadin (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien) einnehmen.
  • Sie Amiodaron oder Chinidin (Arzneimittel zur Behandlung eines schnellen Herzschlags) einnehmen.
  • Sie Phenytoin oder Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie) einnehmen. Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck h√§ufiger als √ľblich √ľberwachen.
  • Sie Simvastatin (Arzneimittel zur Behandlung eines erh√∂hten Cholesterinspiegels) einnehmen.
Bei Einnahme von Lercadip zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
  • Wenn Sie w√§hrend der Behandlung mit Lercadip Alkohol trinken, kann es zu Schwindelgef√ľhl/Ohnmacht, M√ľdigkeit oder Schw√§che kommen, da das Arzneimittel im Zusammenwirken mit Alkohol Ihren Blutdruck betr√§chtlich senken kann.
  • Sie d√ľrfen w√§hrend der Behandlung mit Lercadip-Tabletten keine Grapefruit essen oder Grapefruitsaft trinken, da die Wirkung von Lercadip dadurch gesteigert werden kann.
Schwangerschaft und Stillzeit

Lercadip darf w√§hrend der Schwangerschaft und Stillzeit, oder wenn Sie schwanger werden m√∂chten oder keine Verh√ľtungsmethode anwenden, nicht eingenommen werden.

Wenn Sie Lercadip einnehmen und vermuten, schwanger zu sein, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Die klinische Erfahrung mit Lercanidipin zeigt, dass eine Beeintr√§chtigung der Fahrt√ľchtigkeit und der F√§higkeit, Maschinen zu bedienen, unwahrscheinlich ist. Dennoch ist Vorsicht geboten, da Schwindel, Schw√§che, Erm√ľdung und selten Somnolenz auftreten k√∂nnen. Fahren Sie erst mit dem Auto und Bedienen Sie Maschinen erst, wenn Sie wissen, welche Wirkung Lercadip bei Ihnen hat.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Lercadip

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Lercadip 20mg Filmtabletten erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Lercadip immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene:Die empfohlene Dosis beträgt 1-mal täglich Lercadip 20mg Filmtablette (entsprechend 10 mg Lercanidipinhydrochlorid).

Die Filmtablette sollte jeden Tag zur selben Zeit, vorzugsweise am Morgen mindestens 15 Minuten vor dem Fr√ľhst√ľck eingenommen werden, da die gleichzeitige Einnahme mit einer fetten Mahlzeit die Blutwerte des Arzneimittels deutlich erh√∂hen kann.

Ihr Arzt kann die Dosis bei Bedarf auf 1-mal täglich 1 Lercadip 20mg Filmtablette (entsprechend 20 mg Lercanidipinhydrochlorid) erhöhen.

Die Tabletten k√∂nnen in gleiche H√§lften geteilt werden. Bewahren Sie die verbleibende Tablettenh√§lfte lichtgesch√ľtzt auf, z.B. indem Sie diese zur√ľck in den Blister geben und im Umkarton aufbewahren. Nehmen Sie diese zweite Tablettenh√§lfte mit der n√§chsten Dosis ein.

Die Tabletten bzw. Tablettenhälften sollten vorzugsweise unzerkaut mit ausreichend Wasser geschluckt werden.

√Ąltere Patienten:Es ist keine √Ąnderung der t√§glichen Dosis erforderlich. Zu Beginn der Behandlung ist jedoch besondere Vorsicht geboten.

Patienten mit Leber- oder Nierenproblemen:Bei diesen Patienten ist zu Beginn der Behandlung besondere Vorsicht geboten und eine Erhöhung der täglichen Dosis auf 20 mg sollte mit Vorsicht erfolgen.

Kinder und Jugendliche:Dieses Arzneimittel sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Lercadip eingenommen haben, als Sie sollten

Nehmen Sie nicht mehr als die vorgeschriebene Dosis ein.

Wenn Sie mehr als die vorgeschriebene Dosis einnehmen oder im Falle einer Überdosis, suchen Sie sofort einen Arzt auf und nehmen Sie, wenn möglich, Ihre Tabletten und/oder die Verpackung mit.

Ein √úberschreiten der richtigen Dosierung kann den Blutdruck zu stark senken und das Herz unregelm√§√üig oder schneller schlagen lassen. Es kann auch zu Bewusstlosigkeit f√ľhren.

Wenn Sie die Einnahme von Lercadip vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben, lassen Sie diese Dosis einfach aus und fahren danach wie gewohnt fort. Nehmen Sie keine doppelte Dosis ein.

Wenn Sie die Einnahme von Lercadip abbrechen

Wenn Sie die Einnahme von Lercadip beenden, kann Ihr Blutdruck wieder steigen. Fragen Sie bitte Ihren Arzt, bevor Sie die Behandlung beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Lercadip Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Einige Nebenwirkungen können ernsthaft sein:

Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen feststellen, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt.

Selten(betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):Angina pectoris (Brustschmerzen aufgrund eines Blutstrommangels zum Herzen)

Sehr selten(betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000):Brustschmerzen, Absinken des Blutdrucks, Ohnmacht und allergische Reaktionen (zu den Symptomen zählen Juckreiz, Hautausschläge und Nesselsucht)

Wenn Sie an einer bereits bestehenden Angina pectoris leiden, könnten Sie bei der Gruppe von Arzneimitteln, zu der Lercadip gehört, eine erhöhte Häufigkeit, Dauer und Schwere dieser Anfälle haben. Vereinzelte Fälle eines Herzinfarkts können beobachtet werden.

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Gelegentlich(betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000):Kopfschmerzen, Schwindel, schnellere Herzschläge, Palpitationen (Herzklopfen oder Herzrasen), plötzliches Erröten des Gesichts, des Halses odes des oberen Brustkorbs, Anschwellen der Knöchel.

Selten(betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):Schl√§frigkeit, √úbelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Magen/Bauchschmerzen, Durchfall; Hautausschl√§ge, Muskelschmerzen, gro√üe Harnmengen, M√ľdigkeit, Schw√§che.

Sehr selten(betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000):Anschwellen des Zahnfleisches, √Ąnderungen in der Leberfunktion (durch Bluttests nachgewiesen), Anstieg in der H√§ufigkeit des Urinierens.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Lercadip enthält

Der Wirkstoff ist: Lercanidipinhydrochlorid

1 Filmtablette enthält Lercanidipinhydrochlorid 20 mg, entsprechend 18,8 mg Lercanidipin. Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium, Povidon, Magnesiumstearat

Film√ľberzug:Hypromellose, Talkum, Titandioxid (E171), Macrogol 6000, und Eisenoxid (E172).

Wie Lercadip aussieht und Inhalt der Packung

Pinke, kreisförmige, bikonvexe Filmtablette mit einseitiger Bruchkerbe. Die Tabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.

Lercadip ist in Blisterpackungen zu 7, 10, 14, 28 und 30 Tabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Interpharm ProduktionsgmbH, 1160 Wien

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Nov/2011

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden