Wirkstoff(e) Metergolin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller TEOFARMA S.R.L.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 15.01.1990
ATC Code G02CB05
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Gynäkologika

Zulassungsinhaber

TEOFARMA S.R.L.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Liserdol ist ein Prolaktinhemmer (Arzneimittel zur Unterdr√ľckung des Milchflusses sowie zur Senkung einer krankhaften Erh√∂hung der Konzentration des Hormons Prolaktin im Blut).

Liserdol wird angewendet:

  • zur Verhinderung des Einschie√üens der Milch (prim√§res Abstillen) oder Unterbindung eines bestehenden Milchflusses (sekund√§res Abstillen), wenn dies medizinisch begr√ľndet ist,
  • bei krankhafter Milchbildung (Galaktorrhoe),
  • bei prolaktinbedingtem Ausbleiben der Monatsblutung (Amenorrhoe),
  • bei prolaktinbedingter Unfruchtbarkeit bei Frauen,
  • bei prolaktinbedingten Fruchtbarkeits-, Geschlechtstriebs- und Potenzst√∂rungen des Mannes (z.B. als Folge von Hypophysentumoren).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Liserdol darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Metergolin, andere Ergotalkaloide (Substanzen mit √§hnlicher chemischer Struktur wie Metergolin) oder einen der sonstigen Bestandteile von Liserdol sind,
  • von Patienten mit Bluthochdruck nach der Entbindung oder unkontrolliertem Bluthochdruck,
  • von Patienten mit schweren peripheren Durchblutungsst√∂rungen und Erkrankung der Herzkranzgef√§√üe,
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Phenylpropanolamin,
  • bei schwangerschaftsbedingten Erkrankungen wie geschwollenen H√§nde, F√ľ√üe und hoher Blutdruck (Pr√§eklampsie/Eklampsie),
  • von Patienten mit schweren psychischen St√∂rungen,
  • von Patienten, bei denen fibrotische (bindegewebsartige) Organver√§nderungen in der Vorgeschichte bekannt sind, die die Lunge, den hinteren Bauchbereich, die Nieren oder das Herz betreffen,
  • wenn Patienten √ľber l√§ngere Zeit hinweg mit Liserdol behandelt werden und fibrotische Reaktionen (Narbengewebe) vorhanden waren oder sind, die das Herz betrafen bzw. betreffen,
  • von Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion oder eingeschr√§nkter Leberfunktion,
  • w√§hrend der Schwangerschaft und Stillzeit (siehe unter ‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Liserdol ist erforderlich,

Wenn Sie irgendeine der folgenden Erkrankungen haben, m√ľssen Sie vor der Einnahme von Liserdol Ihren Arzt dar√ľber informieren, da dieses Arzneimittel f√ľr Sie dann m√∂glicherweise nicht geeignet ist:

  • schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Magengeschw√ľr oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt (es kann zu schwarzem Stuhlgang oder blutigem Erbrechen kommen)
  • wenn Sie eine Psychose haben oder in der Vergangenheit gehabt haben oder wenn bei Ihnen das Risiko besteht, nach der Entbindung eine Psychose zu bekommen
  • Raynaud-Krankheit (bei K√§lte werden die Finger und Zehen bl√§ulich-wei√ü, haben keinen Puls, sind kalt, gef√ľhllos und ungelenk)
  • niedriger Blutdruck
  • schwere Beschwerden in der Brust (z.B. Brustschmerzen beim Atmen, Fl√ľssigkeit in den Lungen, Entz√ľndung oder Infektion der Lungen)
  • wenn bei Ihnen fibrotische Reaktionen (Narbengewebe) vorhanden waren oder sind, die Ihr Herz, Ihre Lunge oder Ihren Bauchraun betrafen bzw. betreffen.

Falls Sie Liserdol √ľber l√§ngere Zeit erhalten, pr√ľft Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung, ob Ihr Herz, Ihre Lunge und Ihre Nieren in gutem Zustand sind. Er/sie erstellt au√üerdem vor Beginn der Behandlung und in regelm√§√üigen Abst√§nden w√§hrend der Behandlung ein Echokardiogramm (Durchf√ľhrung einer Ultraschalluntersuchung des Herzens). Sollten fibrotische Reaktionen (Narbengewebe) auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie oder Ihre Familie/Betreuer bemerken, dass Sie einen Drang oder Verlangen danach entwickeln, sich auf f√ľr Sie ungewohnte Weise zu verhalten und Sie dem Impuls, Trieb oder der Versuchung nicht widerstehen k√∂nnen, bestimmte Handlungen auszuf√ľhren, die Sie selbst oder andere sch√§digen k√∂nnten. Hierbei handelt es sich um sogenannte Impulskontrollst√∂rungen, die sich in Verhalten wie Spielsucht, √ľberm√§√üigem Essen oder Geldausgeben, einem anormal starken sexuellen Verlangen oder vermehrten sexuellen Gedanken oder Gef√ľhlen √§u√üern k√∂nnen. M√∂glicherweise muss Ihr Arzt dann Ihre Dosis anpassen oder absetzen.

Eine regelmäßige Kontrolle des Blutdruckes ist bei Behandlung mit Liserdol erforderlich!

Im Zusammenhang mit der Anwendung von Liserdol als Abstillmittel im Wochenbett wurden in seltenen Fällen Bluthochdruck, Herzinfarkt, Krampfanfälle und Schlaganfälle (postpartale Angiopathie) berichtet. Sollten diese Ereignisse auftreten und wird ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Behandlung mit Liserdol und dem Auftreten dieser Ereignisse vermutet, sollte die Behandlung umgehend abgebrochen werden, um die Entwicklung von Bluthochdruck, anhaltenden Kopfschmerzen oder sonstigen Anzeichen einer Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems bei Frauen, die mit Liserdol abstillen, zu vermeiden.

Unter der Behandlung mit Dopamin-Agonisten wie Liserdol k√∂nnen Halluzinationen, Albtr√§ume, Desorientierung und Verwirrtheit auftreten, insbesondere bei √§lteren Personen und bei hoher Dosierung. Zu Beginn der Behandlung sollte Ihr Arzt Sie sorgf√§ltig auf solche Anzeichen hin √ľberwachen. Bei Fortbestehen sollte die Dosis reduziert und die Behandlung im weiteren Verlauf gegebenenfalls abgebrochen werden.

Falls Sie aufgrund eines bestimmten Tumors im Gehirn (Prolactin freisetzendes Adenom), mit Dopamin-Agonisten wie Liserdol behandelt werden, kann es zu einer Absonderung von Fl√ľssigkeit durch die Nase kommen. Suchen Sie in diesem Fall sofort Ihren Arzt auf! Dieser entscheidet √ľber die Fortsetzung oder Unterbrechung der Therapie.

Da ein Blutdruckabfall im Stehen (orthostatische Hypotonie) in seltenen F√§llen zu einer Ohnmacht (Synkope) f√ľhren kann, wird empfohlen den Blutdruck in den ersten Tagen der Therapie im Stehen und im Liegen zu messen.

Vorsicht ist geboten bei Patienten, die Arzneimittel mit beruhigender (sedierender) Wirkung (z.B. Benzodiazepine, Antipsychotika oder Antidepressiva) in Kombination mit Dopamin-Agonisten wie Liserdol zu sich nehmen, da deren beruhigende (sedierende)

Wirkung verst√§rkt werden kann (siehe auch ‚ÄěBei Einnahme von Liserdol mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Beim Abstillen darf weder das Kind angelegt noch die Milch abgepumpt werden, damit der Laktationsreiz entfällt.

Bei Frauen, die Liserdol einnehmen, kann eine Unfruchtbarkeit aufgehoben werden und es kann zu einer Schwangerschaft kommen, bevor sich der Menstruationszyklus normalisiert hat. Deshalb sollten, falls erforderlich, w√§hrend der Behandlung geeignete Methoden zur Empf√§ngnisverh√ľtung angewendet werden.

Bei Patienten, die mit Fluoxetin behandelt wurden, wurde 24 Stunden nach Einnahme von Metergolin, dem Wirkstoff von Liserdol, das Wiederaufbrechen zwanghafter psychischer Erkrankungssymptome sowie pr√§menstrueller Verstimmungen beobachtet. Patienten mit √§hnlicher Vorgeschichte sollten daher Ihren Arzt √ľber die Behandlung mit Fluoxetin sowie jede Ver√§nderung Ihrer Stimmungslage unterrichten.

Einnahme von Liserdol zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen mit Fluoxetin, einem Wirkstoff der zur Behandlung psychischer Erkrankungen wie Depression eingesetzt wird, sind beschrieben.

Bestimmte Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks sowie bestimmte Arzneimittel (z.B. Phenothiazin, Butyrophenon) zur Behandlung psychischer Erkrankungen (Schizophrenie oder Psychosen) können bei gleichzeitiger Einnahme von Liserdol die Wirkung von Liserdol abschwächen bzw. aufheben.

Der behandelnde Arzt sollte daher von der gleichzeitigen Einnahme solcher Arzneimittel wissen. Eine Dosisanpassung ist vom behandelnden Arzt vorzunehmen.

Obwohl Wechselwirkungen mit anderen Mutterkornalkaloiden (z.B. Methylergometrin) nicht nachgewiesen wurden, wird von einer gleichzeitigen Einnahme mit Liserdol nach der Geburt und im Wochenbett abgeraten.

Bei vorausgegangener oder gleichzeitiger Behandlung mit auf den Blutdruck einwirkenden Arzneimitteln ist besondere Vorsicht geboten.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Levodopa-Präparaten (Mittel zur Behandlung von Parkinson) sollte nach der Dosissteigerung von Liserdol die Levodopa-Dosis verringert werden, um das Auftreten von Levodopa-typischen Nebenwirkungen zu verringern.

Liserdol sollte nicht gemeinsam mit Makrolidantibiotika (wie z.B. Erythromycin) eingenommen werden, da dies den Blutspiegel von Liserdol erhöhen und seine Wirkung damit verlängert oder verstärkt werden kann. Wechselwirkungen mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln sollten in Betracht gezogen werden.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Sympathomimetika (Substanzen, die am Zentralnervensystem wirken wie z.B. Norephedrin, Adrenalin, Serotonin, Angiotensin) besteht das Risiko einer Gefäßverengung (Vasokonstriktion) und/oder Krisen mit hohem Blutdruck (hypertensiver Krisen).

Einnahme von Liserdol zusammen mit Alkohol

Die Auswirkungen von Alkohol auf die Gesamtverträglichkeit von Liserdol sind bisher nicht bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sollte w√§hrend der Einnahme von Liserdol die Periode ausbleiben, sollte fr√ľhestm√∂glich ein Schwangerschaftstest durchgef√ľhrt werden. In diesem Falle und w√§hrend einer Schwangerschaft darf Liserdol nicht weiter eingenommen werden. Wenn Sie w√§hrend der Einnahme von Liserdol schwanger werden, sind keine nachteiligen Folgen f√ľr den Embryo zu erwarten, und die vorausgegangene Einnahme von Liserdol ist allein kein Grund f√ľr einen Schwangerschaftsabbruch.

Falls kein Kinderwunsch besteht, sollten zur Schwangerschaftsverh√ľtung nur ausnahmsweise "Anti-Baby-Pillen"
(Ovulationshemmer), die Estrogene und Gestagene enthalten, angewandt werden. Die Verordnung von sogenannten Mini-Pillen, die ausschließlich Gelbkörperhormon-Derivate enthalten, ist möglich.

Stillzeit

Unter der Behandlung mit Liserdol sollte auf das Stillen verzichtet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen:

Die Einnahme von Liserdol kann Sie auch bei bestimmungsgem√§√üem Gebrauch m√ľde machen und in sehr seltenen F√§llen zu √ľberm√§√üiger Tagesm√ľdigkeit und zu Schlafattacken f√ľhren. Daher m√ľssen Sie im Stra√üenverkehr, beim Bedienen von Maschinen sowie bei Arbeiten ohne sicheren Halt besonders vorsichtig sein. Wenn bei Ihnen √ľberm√§√üige Tagesm√ľdigkeit und Schlafattacken aufgetreten sind, d√ľrfen Sie kein Fahrzeug f√ľhren und keine Maschinen bedienen, durch die Sie sich selbst oder andere dem Risiko schwerwiegender oder t√∂dlicher Verletzungen aussetzen k√∂nnten.

Liserdol kann ab und an zu einem pl√∂tzlichen Blutdruckabfall f√ľhren und auf diese Weise das Reaktionsverm√∂gen so weit ver√§ndern, dass die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt ist. Der Genuss von Alkohol sollte w√§hrend der Behandlung mit Liserdol vermieden werden.

Liserdol enthält Lactose

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Liserdol daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach der nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Liserdol nicht anders verordnet.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, sollte Liserdol unabhängig vom jeweiligen Anwendungsgebiet zu Beginn der Behandlung einschleichend, entsprechend dem folgenden Schema dosiert werden:

morgensmittagsabends
1. und 2. Tag--1
3. und 4. Tag-11
ab dem 5. Tag111

Soweit nicht anders verordnet, nehmen Sie Liserdol danach wie folgt ein:

Primäres Abstillen:

3 x täglich 1 Filmtablette.

Die Behandlung soll innerhalb von 24 Stunden nach der Entbindung begonnen werden. Nach 7, höchstens 10 Tagen wird die Einnahme von Liserdol beendet.

In seltenen Fällen erneuten Milchflusses kann dieser durch eine weitere 5-tägige Behandlung mit Liserdol gestoppt werden.

Sekundäres Abstillen:

3 x täglich 1 Filmtablette.

Die Behandlung wird 3 Tage nach dem Stillstand des Milchflusses beendet.

Erkrankungen und Zustände, die mit einem erhöhten Prolaktinspiegel ursächlich in Zusammenhang stehen, wie Ausbleiben der Monatsblutung (Amenorrhoe), Unfrucht- barkeit der Frau oder krankhafte Milchbildung (Galaktorrhoe):

Bis zu 3 x täglich 1 Filmtablette.

Die Dosierung sollte sich am Prolaktinspiegel orientieren.

Die Behandlung wird bis zum vollst√§ndigen Versiegen des Milchflusses bzw. bis zum Wiedereintritt normaler Monatsblutungen (oft √ľber mehrere Monate) durchgef√ľhrt.

Senkung erhöhter Prolaktinspiegel beim Mann:

Die √ľbliche Dosierung betr√§gt 3 Filmtabletten t√§glich. Falls erforderlich kann die Dosis bis auf 6 Filmtabletten t√§glich erh√∂ht werden.

Die Behandlung des erh√∂hten Prolaktinspiegels beim Mann sollte bis zum Abklingen der Symptomatik durchgef√ľhrt werden, bei Fruchtbarkeitsst√∂rungen mindestens √ľber 3 Monate.

Art der Anwendung

Liserdol wird zu den Mahlzeiten eingenommen. Die Filmtabletten werden unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit geschluckt.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Einnahme von Liserdol richtet sich nach dem Anwendungsgebiet und wird Ihnen entsprechend von Ihrem Arzt mitgeteilt.

Wenn Sie eine größere Menge Liserdol eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn versehentlich zu viele Filmtabletten Liserdol eingenommen werden, kann es zu zunehmender √úbelkeit, Erbrechen, Schwindelgef√ľhl, pl√∂tzlicher Abfall des Blutdruckes beim Aufstehen, Kreislaufkollaps, Verwirrtheit/Psychosen oder Halluzinationen kommen. Die Neben-wirkungen sind im Allgemeinen nicht sehr ausgepr√§gt und mit Ausnahme des Absetzens bzw. des Aussetzens der Therapie sind in der Regel keine weiteren Ma√ünahmen erforderlich.

Wenn Sie die Einnahme von Liserdol vergessen haben

Wenn Sie einmal vergessen haben eine Filmtablette einzunehmen, nehmen Sie die n√§chste Filmtablette wie √ľblich ein. Es ist nicht erforderlich, die vergessene Filmtablette nachtr√§glich einzunehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Liserdol abbrechen

Beenden Sie die Einnahme von Liserdol nicht eigenm√§chtig, es sei denn, Sie vermuten eine schwerwiegende Nebenwirkung. In diesem Fall sollten Sie umgehend R√ľcksprache mit Ihrem Arzt halten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Liserdol Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar.

Mögliche Nebenwirkungen:

Herzerkrankungen:

Nicht bekannt:

Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufkollaps oder Neigung dazu,

Bei Patienten unter Behandlung mit Ergotamin-Derivaten wie Liserdol wurde √ľber Herzbeutelentz√ľndung (Perikarditis) und Fl√ľssigkeitsansammlung zwischen dem Herzbeutel und dem Herzen selbst (Perikarderguss) berichtet. W√§hrend der Behandlung mit Ergotamin-Derivaten wie Liserdol wurden auch Wirkungen auf die Herzklappe festgestellt.

Fr√ľhe Anzeichen (Symptome) derartiger Wirkungen auf das Herz k√∂nnen sich wie folgt √§u√üern: erschwertes Atmen, Kurzatmigkeit, Brust- oder R√ľckenschmerzen und/oder geschwollene Beine. Wenn Sie eines oder mehrere der genannten Anzeichen (Symptome) an sich bemerken, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Gelegentlich: √úbelkeit, Erbrechen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden

Nicht bekannt Generelle Schwäche und Kraftlosigkeit

Leber- und Gallenerkrankungen

Nicht bekannt: abnorme Leberwerte

Erkrankungen des Nervensystems:

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Schwindelgef√ľhl ¬†
Nicht Bekannt: Benommenheit, Übermäßige Schläfrigkeit während des Tages,
  Abgeschlagen    

Psychiatrische Erkrankungen

   
Nicht Bekannt: Angst, Körperbildstörung, Verwirrung, Konversionsstörungen,
  Depression, Ruhelosigkeit, pathologische Spielsucht, Libidosteigerung,
  Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen,
  Essattacken und Esszwang    
Liserdol¬ģ (05/2020) ¬† ¬† ¬†

Es könnte sein, dass Sie folgende Nebenwirkungen bemerken: Die Unfähigkeit, dem Impuls, dem Trieb oder der Versuchung zu widerstehen, bestimmte Dinge zu tun, die Ihnen selbst oder anderen schaden können; dazu gehören:

  • Spielsucht ohne R√ľcksicht auf ernste pers√∂nliche oder famili√§re Konsequenzen
  • Ver√§ndertes oder vermehrtes sexuelles Interesse und Verhalten, das Sie oder andere stark beunruhigt, z.B. ein verst√§rkter Sexualtrieb,
  • unkontrolliertes ma√üloses Einkaufen oder Geldausgeben,
  • Essattacken (Verzehr gro√üer Nahrungsmittelmengen innerhalb kurzer Zeit) oder zwanghaftes
  • Essen (Verzehr gr√∂√üerer Nahrungsmengen als normal und √ľber das S√§ttigungsgef√ľhl hinaus).

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine dieser Verhaltensweisen bei Ihnen auftritt; er wird mit Ihnen Maßnahmen zur Verhinderung oder Behebung der Symptome besprechen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn,

Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blister nach

‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

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Weitere Informationen

Was Liserdol enthält:

Der Wirkstoff ist: Metergolin

1 Filmtablette Liserdol enthält 4 mg Metergolin.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Carmellose-Natrium, Povidon K25, Dimeticon, Macrogol 6000, Hypromellose, Titandioxid

Wie Liserdol aussieht und Inhalt der Packung:

Weißliche, runde, gewölbte Filmtabletten.

Die Filmtabletten sind auf einer Seite mit einer Bruchrille versehen und können in gleiche Hälften geteilt werden.

Liserdol ist in Originalpackungen mit 30 Filmtabletten (N2) und 100 Filmtabletten (N3) erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Teofarma S.r.l.

Via F.lli Cervi 8

l-27010 Valle Salimbene (F)

Fax 0039 0382 525845

E-Mail: servizioclienti@teofarma.it

Hersteller

Teofarma S.r.l.

Viale Certosa, 8/A

27100 Pavia

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im 05/2020.

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Zuletzt aktualisiert: 03.07.2022

Quelle: Liserdol - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metergolin
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Hersteller TEOFARMA S.R.L.
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Zulassungsdatum 15.01.1990
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Abgabestatus Apothekenpflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden