Metopiron 250 mg Weichkapseln

Abbildung Metopiron 250 mg Weichkapseln
Wirkstoff(e) Metyrapon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller HRA Pharma Rare Diseases SAS
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 08.07.2014
ATC Code V04CD01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Andere Diagnostika

Zulassungsinhaber

HRA Pharma Rare Diseases SAS

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Metopiron enth√§lt 250 mg Metyrapon. Metyrapon geh√∂rt zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Tests zur Beurteilung der Hypophysenfunktion verwendet werden. Metyrapon wird als Diagnosetest verwendet, bei dem festgestellt wird, ob Ihr ACTH-Spiegel unzureichend ist. ACTH ist ein von der Hirnanhangsdr√ľse gebildetes Hormon, das die Cortisolproduktion steuert. Metyrapon kann au√üerdem bei der Diagnose einer bestimmten Art des Cushing-Syndroms verwendet werden.

Das Arzneimittel kann auch zur Behandlung der Anzeichen und Symptome des Cushing-Syndroms eingesetzt werden, indem es die erh√∂hten Konzentrationen von Cortisol (dies ist ein von den Nebennierendr√ľsen produziertes Hormon) senkt. Als Cushing-Syndrom bezeichnet man eine Gruppe von Symptomen, die durch hohe Konzentrationen des von den Nebennierendr√ľsen gebildeten Hormons Cortisol verursacht werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Metopiron darf nicht als Diagnosetest f√ľr ACTH-Mangel angewendet werden:

wenn Sie an der Addison-Krankheit leiden. Dies ist eine Erkrankung, bei der die Nebennierendr√ľsen nicht gen√ľgend Steroidhormone (Cortisol oder Aldosteron) bilden.

Metopiron darf nicht eingenommen werden:

  • wenn Sie allergisch gegen Metyrapon, Natriumethyl-4-hydroxybenzoat, Natriumpropyl-4- hydroxybenzoat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie Metopiron einnehmen d√ľrfen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Metopiron f√ľr einen Diagnosetest einnehmen, wenn

  • Ihr Hormonspiegel niedrig ist oder sein k√∂nnte (z. B. verminderte Cortisolproduktion durch die Nebennierendr√ľsen oder schwere Hypophysenunterfunktion). Ihr Arzt muss einen Test durchf√ľhren, um festzustellen, ob Metopiron f√ľr Sie geeignet ist.
  • Sie eine Lebererkrankung oder -sch√§digung haben, da das Arzneimittel in dem Fall langsamer wirken k√∂nnte.
  • Sie Arzneimittel wie Glucocorticoide einnehmen, da Ihr Arzt in dem Fall den Metopiron- Test m√∂glicherweise nicht durchf√ľhrt, weil Sie diese Arzneimittel absetzen m√ľssten.

Während der Behandlung mit Metopiron

Die Anwendung von Metopiron kann dazu f√ľhren, dass Ihre Nebennierendr√ľsen vor√ľbergehend weniger Hormone (Cortisol) bilden. Ihr Arzt wird dies durch eine geeignete Hormonmedikation korrigieren.

Wenn Sie ein Cushing-Syndrom haben, verordnet Ihnen der Arzt m√∂glicherweise auch Arzneimittel zur Verhinderung von Infektionen. Wenn bei Ihnen jedoch √ľber mehrere Stunden oder Tage anhaltende Kurzatmigkeit und Fieber auftreten, wenden Sie sich so bald wie m√∂glich an Ihren Arzt, da es sich um eine beginnende schwerwiegende Lungeninfektion handeln kann.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eines der folgenden Symptome bei Ihnen auftritt: Schw√§che, M√ľdigkeit, Appetitverlust, √úbelkeit, Erbrechen. Diese Symptome sowie niedriger Blutdruck, hohe Kaliumspiegel, niedrige Natriumspiegel oder niedrige Glukosespiegel im Blut k√∂nnen Anzeichen von Hypocortisolismus (zu geringe Cortisolspiegel im Blut) sein. Ihr Arzt wird deshalb Ihren Blutdruck pr√ľfen und einen Bluttest durchf√ľhren. Bei dokumentiertem Hypocortisolismus verabreicht der Arzt Ihnen m√∂glicherweise vor√ľbergehend eine Steroid- (Glucocorticoid-) Ersatztherapie, und/oder die Metopiron-Dosis wird verringert oder die Behandlung ausgesetzt.

Stillzeit

W√§hrend der Behandlung mit Metopiron d√ľrfen Sie nicht stillen, da die M√∂glichkeit besteht, dass Ihr Kind Metyrapon √ľber die Muttermilch aufnimmt.

Bei Langzeitanwendung von Metopiron

Bei Einnahme dieses Arzneimittels kann der Blutdruck steigen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken

Die Anwendung von Metopiron kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Einnahme von Metopiron zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden, da diese die Ergebnisse der Tests mit diesem Arzneimittel beeinflussen k√∂nnen. Die folgenden Arzneimittel k√∂nnen die Ergebnisse des Metopiron-Tests beeinflussen:

  • Antikonvulsiva zur Kontrolle von Epilepsie (z. B. Phenytoin, Barbiturate)
  • Antidepressiva und Neuroleptika zur Behandlung von Angstgef√ľhl, Depression oder psychischen Problemen (z. B. Amitriptylin, Chlorpromazin, Alprazolam)
  • Die Hypothalamus-Hypophysen-Achse beeinflussende Hormone, die zahlreiche K√∂rperfunktionen wie Stress, Gef√ľhle, Energieniveau, Verdauung und das Immunsystem regulieren (z. B. Cortisol, Hydrocortison, ACTH, Tetracosactid)
  • Corticosteroide
  • Thyreostatika zur Behandlung von Schilddr√ľsenerkrankungen (z. B. Thyroxin, Liothyroxin, Carbimazol)
  • Cyproheptadin zur Behandlung von Allergien (z. B. Periactin)

    4 -

Ohne vorherige Absprache mit Ihrem Arzt d√ľrfen Sie Metopiron nicht zusammen mit Paracetamol einnehmen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

Anwendung in der Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, d√ľrfen Sie Metopiron nicht einnehmen. Bei Frauen im geb√§rf√§higen Alter, die keine Empf√§ngnisverh√ľtung anwenden, wird die Anwendung von Metopiron nicht empfohlen.

Anwendung in der Stillzeit

W√§hrend der Behandlung mit Metopiron d√ľrfen Sie nicht stillen, da die M√∂glichkeit besteht, dass Ihr Kind Metyrapon √ľber die Muttermilch aufnimmt.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie sich nach der Einnahme dieses Arzneimittels schwindelig oder benommen f√ľhlen, d√ľrfen Sie kein Fahrzeug f√ľhren und keine Maschinen bedienen, solange diese Wirkungen anhalten.

Metopiron enthält Natrium-Parahydroxybenzoate (E 215) und Natrium-4- Hydroxybenzoesäurepropylester (E 217) die Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen können.

Metopiron enthält Natrium

Dieses Medikament enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Weichkapsel. Somit ist es im Prinzip ‚Äúnatriumfrei‚ÄĚ.

√úberwachung und Aufsicht

Bei der Anwendung als Diagnosetest darf die Einnahme dieses Arzneimittels nur im Beisein einer medizinischen Fachkraft erfolgen, die √ľberwacht, wie Ihr K√∂rper auf das Arzneimittel reagiert.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Wenn Sie Metopiron zur Diagnose des Cushing-Syndroms erhalten, m√ľssen Sie zur Durchf√ľhrung einiger Tests im Krankenhaus bleiben.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Einige Nebenwirkungen können schwerwiegend sein:

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar).

Abnahme der Menge an roten Blutk√∂rperchen, wei√üen Blutk√∂rperchen oder Blutpl√§ttchen im Blut. Zu den Symptomen geh√∂ren: l√§nger als normal anhaltende Blutungen oder Bluterg√ľsse, Zahnfleisch-, Nasen- oder Hautblutung und anhaltende M√ľdigkeit, Kurzatmigkeit, st√§ndig wiederkehrende Erk√§ltungen.

Siehe auch Abschnitt 2 ‚ÄěW√§hrend der Behandlung mit Metopiron‚Äú.

Weitere Nebenwirkungen:

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Schwindelgef√ľhl
  • M√ľdigkeit oder Schl√§frigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Hypotonie (niedriger Blutdruck)
  • √úbelkeit
  • Erbrechen

Seltene Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • Nebenniereninsuffizienz (geringe Hormonproduktion): Eines oder mehrere der folgenden Anzeichen k√∂nnen auftreten: Schw√§che, M√ľdigkeit, Appetitverlust, √úbelkeit, Erbrechen, Hypotonie (niedriger Blutdruck), hoher Kaliumspiegel, niedriger Natriumspiegel, niedriger Glukosespiegel

    6 -

  • Bauch- (Magen-) schmerzen
  • Hirsutismus (Haarwuchs an ungew√∂hnlichen Stellen, z. B. Brustbehaarung bei Frauen)
  • Allergische Hautreaktionen (wie Ausschlag, R√∂tung, Entz√ľndung und Juckreiz)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Flasche und dem Umkarton nach ‚ÄěVerw. bis‚Äú bzw. ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nach dem √Ėffnen innerhalb von zwei Monaten aufbrauchen.

Flasche fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen. Unter 25 ¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Metopiron enthält

  • Der Wirkstoff ist Metyrapon. Jede Kapsel enth√§lt 250 mg Metyrapon.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: 3-Ethoxy-4-hydroxybenzaldehyd, Gelatine, Glycerol, Macrogol 400, Macrogol 4000, 1-(4-Methoxyphenyl)ethanon, Natriumethyl-4- hydroxybenzoat (Ph.Eur.), Natriumpropyl-4-hydroxybenzoat (Ph.Eur.), Titandioxid (E171) und gereinigtes Wasser. Die (rote) Drucktinte auf den Kapseln enth√§lt: Carmins√§ure (E120), Aluminiumchlorid-Hexahydrat, Natriumhydroxid, Hypromellose und Propylenglykol.

Wie Metopiron aussieht und Inhalt der Packung

Eine wei√üe bis gelblich-wei√üe, l√§ngliche, opake Weichkapsel aus Gelatine mit dem Aufdruck ‚ÄěHRA‚Äú in roter Tinte und einem schwach gelblichen viskosen bis gelartigen Inhalt. Weichkapselgr√∂√üe: L√§nge 18,5 mm, Durchmesser 7,5 mm.

Jede Kunststoffflasche enthält 50 Kapseln.

Pharmazeutischer Unternehmer

HRA Pharma Rare Diseases 200 avenue de Paris

92320 CHATILLON

Frankreich

Hersteller

DELPHARM LILLE S.A.S Parc d’activités Roubaix - Est 22 Rue de Toufflers CS 55070 59452 LYS LEZ LANNOY Frankreich

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Irland, Bulgarien, Kroatien, Tschechische Republik, Griechenland, Lettland, Rumänien, Dänemark, Finnland, Niederlande, Portugal, Polen, Spanien, Schweden: Metopirone

Slowakei: METOPIRONE

Slowenien, √Ėsterreich, Norwegen: Metycor Frankreich: Metyrapone HRA Pharma Deutschland: Metopiron

Italien, Estland, Ungarn, Litauen: Cormeto

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2020

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Zuletzt aktualisiert: 07.07.2022

Quelle: Metopiron 250 mg Weichkapseln - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Metyrapon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller HRA Pharma Rare Diseases SAS
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 08.07.2014
ATC Code V04CD01
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden