Wirkstoff(e) Sertindol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller H. Lundbeck A/S Beiname: Kefalas A/S
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.06.1997
ATC Code N05AE03
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antipsychotika

Zulassungsinhaber

H. Lundbeck A/S Beiname: Kefalas A/S

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Serdolect 20 mg Sertindol H. Lundbeck A/S Beiname: Kefalas A/S
Serdolect 12 mg Sertindol H. Lundbeck A/S Beiname: Kefalas A/S
Serdolect 16 mg Sertindol H. Lundbeck A/S Beiname: Kefalas A/S

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Serdolect enthält den Wirkstoff Sertindol und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Antipsychotika genannt wird. Es wirkt auf Nervenbahnen im bestimmten Teilen des Gehirns und hilft, dort chemische Ungleichgewichte auszugleichen, die Ihre Symptome verursachen.

Serdolect wird zur Behandlung der Schizophrenie angewendet, in Fällen, in denen ein anderes Arzneimittel nicht wirksam war.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

  • wenn Sie allergisch gegen Sertindol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn bei Ihnen ein unbehandelter, zu niedriger Kalium- oder Magnesiumspiegel des Blutes besteht.
  • wenn Sie unter einer schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden.
  • wenn Sie an einer schwerwiegenden Herzerkrankung leiden wie
    • Herzmuskelschw√§che mit Gewebeschwellungen, verursacht durch Fl√ľssigkeitsansammlung
    • Vergr√∂√üerung des Herzens
    • unregelm√§√üiger oder langsamer Herzschlag.
  • wenn Sie eine angeborene oder sp√§ter aufgetretene Verz√∂gerung im Reizleitungssystem des Herzens haben, die im EKG gemessen wird, oder wenn jemand in Ihrer Familie diese Herzrhythmusst√∂rung hat.
  • wenn Sie unter einer schwerwiegenden Leberfunktionsst√∂rung leiden.

wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die zu einer Verz√∂gerung im Reizleitungssystem des Herzens f√ľhren oder die Leberfunktion beeinflussen. Siehe die ersten beiden Punkte unter ‚ÄěEinnahme von Serdolect mit anderen Arzneimitteln‚Äú in Abschnitt 2.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Serdolect einnehmen,

  • wenn w√§hrend der Behandlung mit Serdolect Erbrechen oder Durchfall auftreten.
  • wenn Sie an einer Leberfunktionsst√∂rung leiden.
  • wenn Sie an der Parkinson-Krankheit leiden.
  • wenn Sie an Diabetes leiden oder Risikofaktoren f√ľr Diabetes bestehen.
  • wenn Sie ein erh√∂htes Schlaganfallrisiko oder eine vor√ľbergehende Verringerung der Blutversorgung des Gehirns haben. Risikofaktoren f√ľr einen Schlaganfall sind u. a. Bluthochdruck, ein vorangegangener Schlaganfall oder Herzanfall, Diabetes, hohe Cholesterin-Werte, Demenz, Rauchen.
  • wenn Sie √ľber 65 Jahre alt sind.
  • wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal ven√∂se Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn Arzneimittel zur Behandlung der Schizophrenie werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.
  • wenn bei Ihnen Krampfanf√§lle aufgetreten sind.
  • wenn bei Ihnen ungew√∂hnliche Mund- und Zungenbewegungen aufgetreten sind, die ein fr√ľhes Anzeichen f√ľr eine St√∂rung des Nervensystems sein k√∂nnen, die Sp√§tdyskinesie genannt wird.
  • wenn hohes Fieber, ungew√∂hnliche Muskelsteifheit und Bewusstseinsver√§nderungen auftreten, besonders in Verbindung mit Schwitzen und beschleunigtem Herzschlag. Dies k√∂nnen Anzeichen einer seltenen aber schwerwiegenden St√∂rung sein, die malignes neuroleptisches Syndrom genannt wird.

Zu Beginn der Behandlung mit Serdolect k√∂nnen Sie sich schwindlig f√ľhlen wenn Sie aus dem Bett oder vom Sitzen aufstehen. Ihr Arzt wird dieses Risiko vermindern, indem er Ihnen zun√§chst eine niedrige Dosis verschreibt, die dann √ľber mehrere Wochen hinweg langsam gesteigert wird. Dieses Gef√ľhl verschwindet im Allgemeinen, nachdem Sie Serdolect einige Zeit eingenommen haben.

Untersuchungen vor und während der Behandlung

Vor und w√§hrend der Behandlung mit Serdolect wird Ihr Arzt Untersuchungen durchf√ľhren, und zwar:

  • ein EKG Ihrer Herzkammeraktivit√§t, um zu √ľberpr√ľfen, ob das QT-Intervall verl√§ngert ist. Diese Untersuchung wird nach etwa 3-w√∂chiger Behandlung wiederholt oder, wenn eine
    Tagesdosis von 16 mg Sertindol erreicht wird. Im weiteren Verlauf der Behandlung sollte sie alle 3 Monate durchgef√ľhrt werden. Au√üerdem wird ein EKG vor und nach jeder Dosiserh√∂hung durchgef√ľhrt. Dies gilt auch bei Dosis√§nderungen von anderen Arzneimitteln, die den Sertindol- Blutspiegel beeinflussen k√∂nnen.
  • eine Laborkontrolle des Kalium- und Magnesium-Blutspiegels.
    Ist der Kalium- oder Magnesiumspiegel zu niedrig, wird Ihr Arzt Gegenmaßnahmen einleiten. Nehmen Sie Serdolect nicht ein, wenn bei Ihnen ein unbehandelter, zu niedriger Kalium- oder Magnesiumspiegel des Blutes besteht.
    Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn bei Ihnen Erbrechen, Durchfall oder St√∂rungen des Elektrolythaushalts auftreten oder wenn sie Arzneimittel einnehmen, die die Wasserausscheidung f√∂rdern. Ihr Arzt wird m√∂glicherweise eine Kontrolle des Kalium- Blutwertes durchf√ľhren.
  • die √úberwachung Ihres Blutdrucks.

Kinder unter 18 Jahren

Serdolect sollte in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden, da keine Daten vorliegen.

Einnahme von Serdolect zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Wenn Sie die folgenden Arzneimittel einnehmen, darf Serdolect nicht eingenommen werden:

Arzneimittel, die den Herzrhythmus beeinflussen können wie:

    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusst√∂rungen, wie Chinidin, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid
    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von psychischen St√∂rungen, wie Thioridazin
    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, mit Wirkstoffen, deren Bezeichnung auf ‚Äěmycin‚Äú endet, wie Erythromycin
    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Allergien, wie Terfenadin, Astemizol
    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, mit Wirkstoffen, deren Bezeichnung auf ‚Äěoxacin‚Äú endet, wie Gatifloxacin, Moxifloxacin
    • Cisaprid, ein Arzneimittel zur Behandlung von Magen- und/oder Darmproblemen
    • Lithium, ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und psychischen St√∂rungen
  • Arzneimittel, von denen bekannt ist, dass sie die Leberfunktion beeinflussen:
    • Arzneimittel zum Einnehmen, zur Behandlung von Pilzinfektionen, wie Ketoconazol, Itraconazol
    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, mit Wirkstoffen, deren Bezeichnung auf ‚Äěmycin‚Äú endet, wie Erythromycin, Clarithromycin
    • Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen, mit Wirkstoffen, deren Bezeichnung auf ‚Äěnavir‚Äú endet, wie Indinavir
    • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen, die Calciumkanalblocker genannt werden, wie Diltiazem, Verapamil
    • Cimetidin, ein Arzneimittel zur Verminderung von Magens√§ure

Andere Arzneimittel, die Einfluss auf Serdolect haben oder von Serdolect beeinflusst werden:

  • Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, die Dopaminagonisten genannt werden
  • bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Angstst√∂rungen, wie Fluoxetin und Paroxetin
  • Rifampicin, ein Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose oder bestimmten anderen Infektionen
  • Carbamazepin, Phenytoin, Phenobarbital: Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie
  • Arzneimittel, die die Wasserausscheidung f√∂rdern und dadurch den Kaliumspiegel im Blut verringern.

Einnahme von Serdolect zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Vermeiden Sie Alkohol während der Behandlung mit Serdolect, obwohl ein Einfluss von Alkohol auf Serdolect nicht zu erwarten ist.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit

‚ÄĘ SchwangerschaftSerdolect darf w√§hrend der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Bei neugeborenen Babys von M√ľttern, die Serdolect im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, k√∂nnen folgende Symptome auftreten:

  • Zittern
  • Muskelsteifheit und/oder -schw√§che
  • Schl√§frigkeit, Ruhelosigkeit
  • Atembeschwerden
  • Schwierigkeiten beim Stillen

Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

‚ÄĘ StillzeitSerdolect sollte in der Stillzeit nicht angewendet werden, au√üer wenn der Arzt sagt, dass dies absolut notwendig ist. Wenn eine Behandlung mit Sertindol notwendig ist, sollte Abstillen in Erw√§gung gezogen werden, da Serdolect in die Muttermilch √ľbergeht.

‚ÄĘ Zeugungs-/Geb√§rf√§higkeitSertindol kann Nebenwirkungen haben, die Ihre sexuelle Aktivit√§t und Fruchtbarkeit beeintr√§chtigen k√∂nnen. Diese Wirkungen sind nicht von Dauer. Bitte besprechen Sie alle Probleme, die mit Ihrer sexuellen Aktivit√§t zusammenh√§ngen, mit Ihrem Arzt.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

F√ľhren Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie wissen, wie Serdolect auf Sie wirkt, obwohl Serdolect keine Schl√§frigkeit verursacht.

Serdolect enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Serdolect erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Es stehen neben Serdolect 4 mg auch die folgenden Tablettenst√§rken zur Verf√ľgung: Serdolect 12 mg, Serdolect 16 mg und Serdolect 20 mg.

Die empfohlene Dosis beträgt

  • Anfangsdosis: 1 Serdolect 4 mg Tablette, einmal pro Tag.
    Die Dosis wird alle 4 bis 5 Tage um 1 Serdolect 4 mg Tablette erhöht, bis die Erhaltungsdosis erreicht ist.
  • Erhaltungsdosis: 1 Serdolect 12 mg Tablette bis 1 Serdolect 20 mg Tablette, einmal pro Tag.
  • H√∂chstdosis: 2 Serdolect 12 mg Tabletten, einmal pro Tag, was nur in sehr seltenen F√§llen in Betracht kommen wird.
    Alternativ kann die Höchstdosis durch die Einnahme von 1 Serdolect 20 mg Tablette und zusätzlich 1 Serdolect 4 mg Tablette erreicht werden.

Patienten √ľber 65 Jahren

Ihr Arzt wird wahrscheinlich die Dosissteigerung √ľber einen l√§ngeren Zeitraum vornehmen, als √ľblich. Eventuell wird Ihr Arzt auch eine niedrigere Erhaltungsdosis verschreiben, als √ľblicherweise empfohlen.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Sollten Sie an einer leichten oder mittelschweren Leberfunktionsst√∂rung leiden, kann es sein, dass Ihr Arzt Ihren Gesundheitszustand √∂fter kontrollieren und die Dosissteigerung √ľber einen l√§ngeren Zeitraum hinweg vornehmen wird. Eventuell wird Ihr Arzt auch eine niedrigere Erhaltungsdosis verschreiben, als √ľblicherweise empfohlen.

Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen darf Serdolect nicht angewendet werden.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Nierenfunktionsst√∂rungen kann Serdolect in der √ľblichen Dosierung angewendet werden.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten im Ganzen mit einem Glas Wasser, jeden Tag um dieselbe Uhrzeit. Die Tabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Dauer der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten solange ein, wie Ihr Arzt es Ihnen empfiehlt.

√Ąndern Sie die Dosis des Arzneimittels nie, ohne dies zun√§chst mit Ihrem Arzt zu besprechen. Wenn Sie die Einnahme des Arzneimittels beenden wollen, beachten Sie bitte die Informationen in Abschnitt 3 unter ‚ÄěWenn Sie die Einnahme von Serdolect abbrechen‚Äú.

Wenn Sie eine größere Menge von Serdolect eingenommen haben, als Sie sollten

Nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt oder dem nächstgelegenen Krankenhaus auf, wenn dieser Fall eintritt. Tun Sie dies auch, wenn Sie keine Beschwerden haben. Zeichen einer Überdosierung können unter anderem sein:

  • zunehmende Ersch√∂pfung
  • verwaschene Sprache
  • beschleunigter Pulsschlag
  • erniedrigter Blutdruck.

Wenn Sie die Einnahme von Serdolect vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Arzt auf, wenn Sie vergessen haben, Ihre tägliche Dosis einzunehmen. Ihr Arzt wird sicherstellen, dass die Behandlung auf die richtige Art und Weise wieder aufgenommen wird.

Wenn Sie die Einnahme von Serdolect abbrechen

Beenden Sie die Einnahme von Serdolect nicht ohne das Einverst√§ndnis Ihres Arztes, auch wenn Sie beginnen, sich besser zu f√ľhlen. Die zu Grunde liegende Krankheit kann √ľber eine lange Zeit fortbestehen. Wenn Sie die Behandlung zu fr√ľh beenden, k√∂nnen die Symptome ihrer Krankheit zur√ľckkehren und es k√∂nnen auch unwillk√ľrliche Bewegungen auftreten.

Ihr Arzt wird entscheiden, wann und wie die Behandlung beendet werden sollte, um unangenehme Symptome zu vermeiden, die auftreten können. Eine plötzliche Beendigung der Behandlung mit Serdolect kann Absetzsymptome verursachen wie:

  • √úbelkeit, Erbrechen
  • Schwitzen
  • Schlafst√∂rungen

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Nehmen Sie sofort Kontakt mit Ihrem Arzt oder einem Krankenhaus auf, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die in den nächsten vier Aufzählungspunkten genannt sind:

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • sehr schneller, unregelm√§√üiger oder starker Herzschlag, Schwindel, Ohnmachtsanfall, Atemnot oder Schmerzen in der Brust.
    Diese Symptome können Hinweise auf lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen sein.
  • unkontrollierbare Bewegungen, haupts√§chlich von Mund, Zunge und Gliedma√üen
    Dies können Anzeichen einer Störung des Nervensystems sein, die Spätdyskinesie genannt wird.

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

eine Kombination von Fieber, beschleunigter Atmung, Schwitzen, Muskelsteifheit und Benommenheit oder Schläfrigkeit Diese Symptome können auf eine lebensbedrohliche Krankheit des Nervensystems hinweisen, die malignes neuroleptisches Syndrom genannt wird.

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

  • Blutgerinnsel in den Venen, vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und R√∂tungen der Beine), die m√∂glicherweise √ľber die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen k√∂nnen.

Andere mögliche Nebenwirkungen, die mit den angegebenen Häufigkeiten auftreten können, sind:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Entz√ľndung im Inneren der Nase, die Niesen, Juckreiz und eine laufende oder verstopfte Nase zur Folge hat
  • Ausbleiben der Ejakulation

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Schwindel oder pl√∂tzlicher Schwindel aufgrund eines Blutdruckabfalls beim Aufstehen
  • Mundtrockenheit
  • Gewichtszunahme
  • Atemnot
  • Schwellungen der H√§nde oder F√ľ√üe
  • merkw√ľrdiges Gef√ľhl auf der Haut, wie Kribbeln und Nadelstiche
  • verminderte Samenfl√ľssigkeitsmenge
  • Impotenz
  • Ver√§nderungen der elektrischen Aktivit√§t Ihres Herzens (‚ÄěQT-Verl√§ngerung‚Äú genannt). QT- Verl√§ngerung kann zu Symptomen wie Herzrasen und Ohnmachtsanf√§llen f√ľhren.
  • rote und wei√üe Blutk√∂rperchen im Urin.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • hoher Blutzuckerspiegel
  • Herzrhythmusst√∂rungen, die Torsade de Pointes genannt werden.
  • erh√∂hter Blutspiegel eines Hormons, das Prolaktin genannt wird
  • spontaner Ausfluss von Milch aus den Br√ľsten
  • Krampfanf√§lle, Ohnmacht

Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein geringer Anstieg in der Anzahl der Todesfälle im Vergleich mit denjenigen, die keine Antipsychotika einnahmen, berichtet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de, anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Serdolect 4 mg enthält

  • Der Wirkstoff ist: Sertindol.
    Jede Filmtablette enthält 4 mg Sertindol.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    • Maisst√§rke
    • Lactose-Monohydrat
    • Hyprolose, Hypromellose
  • Mikrokristalline Cellulose
  • Croscarmellose-Natrium
  • Magnesiumstearat (Ph. Eur.)
  • Macrogol 400
  • Titandioxid (E 171)
  • Eisen(III)-hydroxid-oxid H2O (E 172)

Wie Serdolect 4 mg aussieht und Inhalt der Packung

Ovale, gelbe Filmtabletten, deren obere und untere Seite abgerundet ist, mit dem Aufdruck ‚ÄěS4‚Äú auf der einen Seite.

Serdolect 4 mg ist in Blisterpackungen mit 30 und 50 Filmtabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber/Hersteller

H. Lundbeck A/S

Ottiliavej 9

2500 Valby

Dänemark

Mitvertrieb

Lundbeck GmbH Ericusspitze 2 20457 Hamburg

Telefon: 040 / 23649-0 Telefax: 040 / 23649-255

E-mail: germany@lundbeck.com

Dieses Arzneimittel ist in den folgenden Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Name des Mitgliedsstaates:Name desArzneimittels:
BelgienSerdolect
BulgarienSerdolect
DänemarkSerdolect
DeutschlandSerdolect
EstlandSerdolect
FinnlandSerdolect
GriechenlandSerdolect
IrlandSerdolect
IslandSerdolect
KroatienSerdolect
LettlandSerdolect
NiederlandeSerdolect
NorwegenSerdolect
√ĖsterreichSerdolect
PolenSerdolect
RumänienSerdolect
SchwedenSerdolect
SlowakeiSerdolect
SpanienSerdolect
Tschechische RepublikSerdolect
UngarnSerdolect
Vereinigtes KönigreichSerdolect

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2015.

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2023

Quelle: Serdolect 4 mg - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Sertindol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller H. Lundbeck A/S Beiname: Kefalas A/S
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.06.1997
ATC Code N05AE03
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden