Ultracain Dental Zylinderampullen

Abbildung Ultracain Dental Zylinderampullen
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Laboratorios Liconsa
Betäubungsmittel Nein

Zulassungsinhaber

Laboratorios Liconsa

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Ultracain ist ein Mittel zur örtlich begrenzten und reversiblen Betäubung der Nerven (Lokalanästhetikum) mit gefäßverengendem Zusatz zur Infiltrations- und Leitungsanästhesie in der Zahnheilkunde (lokale Schmerzausschaltung eines bestimmten Gebiets bzw. gezielte Betäubung eines größeren Gebiets).
Ultracain wird angewendet bei zahnärztlichen Routineeingriffen wie:
  • komplikationslosen Einzel- und Reihenextraktionen (Ziehen eines Zahns bzw. von mehreren Z√§hnen),
  • Hohlraum- (Kavit√§ten-) und Kronenstumpfpr√§parationen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ultracain Dental darf nicht angewendet werden,
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Articainhydrochlorid oder Epinephrinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile (insbesondere auch sog. Sulfite) von Ultracain sind.
  • wenn Sie √ľberempfindlich gegen andere √∂rtliche Bet√§ubungsmittel vom Amidtyp sind, au√üer eine Articain-√úberempfindlichkeit wurde durch entsprechende Testmethoden eindeutig ausgeschlossen.
  • wenn Sie an schweren St√∂rungen des Reizbildungs- oder Reizleitungssystems des Herzens (z.B. hochgradige Verlangsamung der Herzt√§tigkeit, AV-Block II und III. Grades) leiden.
  • wenn Sie an einer pl√∂tzlich auftretenden, nicht mehr auszugleichenden Herzschw√§che leiden.
  • wenn Sie einen stark erniedrigten Blutdruck haben.
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  • wenn Sie einen stark erh√∂hten Blutdruck haben.
  • wenn Sie an anfallartiger schneller Herzt√§tigkeit leiden (paroxsymale Tachykardie).
  • wenn Sie an einer bestimmten Form der Herzrhythmusst√∂rung leiden (hochfrequente absolute Arrhythmie).
  • wenn Sie am gr√ľnen Star erkrankt sind (Engwinkelglaukom).
  • wenn Sie gleichzeitig nicht-kardioselektive Betablocker anwenden (Mittel gegen Bluthochdruck und bestimmte Herzerkrankungen z.B. Propanolol, da es durch den Epinephringehalt zu einer Bluthochdruckkrise und schweren Verlangsamung der Herzt√§tigkeit kommen kann).
  • wenn Sie gleichzeitig mit Arzneimitteln gegen psychische Erkrankungen behandelt werden (Trizyklische Antidepressiva, MAO-Hemmer (auch bei Anwendung innerhalb der letzten 14 Tage)).
  • wenn bei Ihnen gleichzeitig eine Bet√§ubung an peripheren K√∂rperteilen (insbesondere Finger, Zehen, Penis und Nasenspitze) durchgef√ľhrt wird.
  • wenn Sie an einer √úberfunktion der Schilddr√ľse erkrankt sind.
  • wenn Sie an einem Tumor des Nebennierenmarks leiden (Ph√§ochromozytom).
  • zur intravasalen Injektion (Einspritzen in ein Blutgef√§√ü).
  • bei Kindern unter 4 Jahren

Ultracain Dental Ampullen und Ultracain Dental forte Ampullen enthalten Natriummetabisulfit und d√ľrfen daher nicht bei Patienten, die an einer anfallsweise auftretenenden Atemnot leiden, und bei Personen mit eine √úberempfindlichkeit gegen√ľber Sulfit angewendet werden, da pl√∂tzliche allergische Reaktionen ,h√§ufig einhergehend mit Blutdruckabfall, Schwindel, √úbelkeit und z.B. pl√∂tzliche Atemnot durch Verengung der Atemwege (Bronchialspasmus), ausl√∂st werden k√∂nnen.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ultracain Dental ist erforderlich
Bitte informieren Sie einen Arzt, wenn Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden:
  • bestimmter Leberenzymmangel (Cholinesterasemangel). In diesem Fall wird der Arzt Ultracain nur in zwingenden F√§llen anwenden, da die Wirkung verl√§ngert und u.U. zu stark sein kann.
  • Sch√§digung des Gef√§√üsystems (v.a. h√∂hergradige Cerebralsklerose und Bluthochdruck) oder unzureichende Durchblutung der Herzkranzgef√§√üe oder √úberfunktion der Schilddr√ľse. Wegen des Epinephringehalts ist hier gr√∂√üte Vorsicht geboten. Der Arzt wird eine Anwendung nur nach einer strengen Nutzen/Risiko-Einsch√§tzung in Erw√§gung ziehen.
Weiters ist Vorsicht geboten bei:
  • entz√ľndeten (infizierten) Geweben. In diesem Fall darf keine Injektion durchgef√ľhrt werden.
  • Schmerzen im Brustraum, die in die Umgebung ausstrahlen k√∂nnen (Angina pectoris).
  • Gef√§√üverkalkungen.
  • St√∂rungen der Blutgerinnung.
  • schwerer Nieren- und Leberfunktionsst√∂rung.
  • bekannten Allergien gegen Articain (Lokalan√§sthetikum).
Der Arzt wird die Anwendung von Ultracain Dental Ampullen (sie haben gegen√ľber Ultracain Dental forte Ampullen einen geringeren Epinephringehalt von 0,0006 mg/ml (1:200.000)) bei Patienten mit folgenden Grunderkrankungen in Erw√§gung ziehen:
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  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus),
  • schwere Angstzust√§nde.

Die Anwendung eines lokalen Bet√§ubungsmittels erfordert bestimmte Vorsichtsma√ünahmen. Der Arzt wird daher Vorsorge treffen, bei Bedarf bestimmte Kontrollen durchf√ľhren zu k√∂nnen, bzw. Ma√ünahmen zu setzen:

  • Befragung des Patienten zur Patientengeschichte und gegenw√§rtiger Begleitmedikation
  • Im Falle eines Risikos auf eine allergische Reaktion wird eine Testinjektion mit 5 ? 10% der Dosis durchgef√ľhrt
  • Langsame Injektion unter st√§ndiger Kontrolle, um eine unabsichtliche Injektion in ein Gef√§√ü zu vermeiden
  • Fortlaufende √úberwachung von Kreislauf, Atmung und Bewusstsein,
  • Bereitstellung der Instrumente zur Wiederbelebung (insbesondere Sauerstoffquelle) und der entsprechenden Arzneimittel (z.B. Benzodiazepine oder Barbiturate, Myorelaxantien, Atropin und Vasopressoren oder Epinephrin zur Schockbek√§mpfung).
Bei Anwendung von Ultracain Dental mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich nicht um verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Arzneimittel gegen psychische Erkrankungen (Trizyklische Antidepressiva, MAO-Hemmer (auch bei Anwendung innerhalb der letzten 14 Tage))

Die blutdrucksteigernde Wirkung von Ultracain kann verstärkt werden.

Arzneimittel zur Behandlung von Zuckerkrankheit (orale Antidiabetika)

Epinephrin kann die Freisetzung von Insulin aus der Bauchspeicheldr√ľse hemmen und somit die Wirkung oraler Diabetika verringern.

Inhalationsnarkose (Mittel zur Einleitung oder Aufrechterhaltung einer Narkose

Bestimmte Inhalationsnarkotika (z.B. Halothan) k√∂nnen das Herz f√ľr Arzneimittel, die zur St√§rkung des Herzens eingenommen werden (Katecholamine), empfindlicher machen und daher eine unregelm√§√üige Herzt√§tigkeit nach Gabe von Ultracain ausl√∂sen.

Blutgerinnungshemmer

W√§hrend der Behandlung mit Blutgerinnungshemmern (z.B. Heparin, Acetylsalicyls√§ure) kann eine versehentliche Verletzung eines Blutgef√§√ües zu ernsthaften Blutungen f√ľhren. Auch die allgemeine Blutungsneigung ist erh√∂ht.

nicht-kardioselektiveb-Blocker

(Mittel gegen Bluthochdruck und bestimmte Herzerkrankungen): bei gleichzeitiger Gabe von nicht- kardioselektiven b-Blockern kann es aufgrund des Epinephrins in Ultracain zu einem Anstieg des Blutdruckes kommen (siehe Abschnitt 2).

Phenothiazin (Mittel gegen geistig-seelische Störungen):

k√∂nnen die blutdrucksteigernde Wirkung von Epinephrin verringern oder umkehren. Daher soll die gleichzeitige Anwendung vermieden werden. Ist gleichzeitige Behandlung notwendig, muss der Patient sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Bei Anwendung von Ultracain Dental zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Es sollte solange keine Nahrung aufgenommen werden, bis die örtliche Betäubung abgeklungen ist.

Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft:
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√úber die Anwendung in der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Untersuchungen f√ľr eine Beurteilung der Anwendungssicherheit vor. Ihr Arzt wird eine Behandlung mit Ultracain w√§hrend der Schwangerschaft deshalb erst nach einer strengen Nutzen-Risiko-Abw√§gung durchf√ľhren.

Aufgrund des geringen Gehaltes an Epinephrin ist Ultracain Dental (1:200.000) zu bevorzugen.

Stillzeit:

Es treten in der Muttermilch keine relevanten Mengen an Wirkstoffen auf. Daher erscheint eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Ihr Zahnarzt entscheidet, wann Sie nach dem Eingriff wieder aktiv am Stra√üenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen d√ľrfen, da es im Rahmen der √∂rtlichen Bet√§ubung bei Ihnen zu Erwartungsangst und Operationsstress und somit zu einer Ver√§nderung der Leistungsf√§higkeit kommen kann.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Ultracain Dental

Ultracain Dental Ampullen enthalten 0,500 mg/ml Natriummetabisulfit und 1,000 mg/ml Natriumchlorid (Gesamtnatriumgehalt: 0,518 mg/ml). Natriummetabisulfit kann in seltenen Fällen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchialkrämpfe (Bronchospasmen) hervorrufen (siehe auch Abschnitt 4).

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro ml, d.h. es ist nahezu ?natriumfrei?.

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Wie wird es angewendet?

Ultracain Dental Ampullen sind ausschlie√ülich f√ľr die Zahnmedizin und zur alleinigen Anwendung durch den Arzt bestimmt.

Um eine zu hohe Konzentration des Arzneimittels im Blut zu vermeiden, ist grundsätzlich die niedrigste Dosis mit der sich eine ausreichende Betäubung erreichen lässt, zu verwenden.

Dosierung:

Erwachsene

F√ľr die komplikationslose Zangenextraktion von Oberkieferz√§hnen im nicht-entz√ľndlichen Stadium gen√ľgt meist ein vestibul√§res Depot von 1,7 ml pro Zahn. In wenigen F√§llen kann eine vestibul√§re Nachinjektion von 1-1,7 ml erforderlich sein, um eine komplette An√§sthesie zu erreichen. Auf die schmerzhafte palatinale Injektion kann in den meisten F√§llen verzichtet werden. Wenn am Gaumen ein Schnitt oder eine Naht indiziert ist, gen√ľgt ein palatinales Depot von ca. 0,1 ml pro Einstich. Bei Reihenextraktion benachbarter Z√§hne l√§sst sich in den meisten F√§llen die Zahl der vestibul√§ren Depots verringern.

Bei glatten Zangenextraktionen von Unterkiefer-Pr√§molaren im nicht entz√ľndlichen Stadium kann auf die Mandibularan√§sthesie verzichtet werden, da eine Terminalan√§sthesie von 1,7 ml pro Zahn in der Regel gen√ľgt. Falls danach noch keine volle Wirkung eintritt, ist zun√§chst eine vestibul√§re Nachinjektion von 1-1,7 ml zu setzen. Erst wenn auch dann eine vollst√§ndige Bet√§ubung ausbleibt, ist die sonst √ľbliche Mandibularan√§sthesie angezeigt.

F√ľr Kavit√§tenpr√§parationen und Kronenstumpfbeschleifungen sind je nach Umfang und Dauer der Behandlung ? mit Ausnahme der Unterkiefermolaren ? 0,5-1,7 ml pro Zahn vestibul√§r angezeigt. Bei chirurgischen Eingriffen ist nach Schwere und L√§nge des Eingriffs individuell zu dosieren.

Erwachsene k√∂nnen im Lauf einer Behandlung bis zu 7 mg Ultracain/kg KG erhalten. Unter Aspirationskontrolle wurden 500 mg Articain-HCl (das entspricht 12,5 ml Injektionsl√∂sung) gut vertragen. Diese Tagesmaximaldosis darf nicht √ľberschreiten werden.

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Die Anästhesiedauer beträgt ca. 45 Minuten (Ultracain Dental Ampullen) bzw. ca. 75 Minuten (Ultracain Dental forte Ampullen).

Kinder und Jugendliche

Kinder unter 4 Jahren: Bei Kindern unter 4 Jahren d√ľrfen Ultracain Dental Ampullen nicht angewendet werden.

Kinder ab 4 Jahren und Jugendliche: Die injizierte Menge richtet sich nach dem Gewicht. Ein √Ąquivalent (genaue Menge) von 5 mg Articainhydrochlorid pro Kilogramm K√∂rpergewicht darf nicht √ľberschritten werden.

√Ąltere Patienten, Patienten mit schweren Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen

Ihr Arzt wird die Mindestmenge f√ľr eine ausreichende Tiefe der Bet√§ubung verwenden.

Art der Anwendung:

Ultracain Dental Ampullen sind zur Anwendung in der Mundh√∂hle bestimmt und werden unter die Schleimhaut injiziert (submuk√∂s). Ihr Arzt wird pr√ľfen, dass bei der Injektion kein Blutgef√§√ü verletzt wurde.

Um eine intravasale Injektion zu vermeiden, ist vor der Injektion grunds√§tzlich ein Aspirationstest in zwei Ebenen ? d.h. Drehung der Kan√ľle um 90¬į oder besser um 180¬į - durchzuf√ľhren.

Der Injektionsdruck muss der Empfindlichkeit des Gewebes angepasst werden. Die Injektion sollte langsam (1ml/min) und gleichmäßig erfolgen.

Angebrochene Ampullen d√ľrfen zur Verh√ľtung von Infektionen nicht weiterverwendet werden. Eine angebrochene Zylinderampulle darf nur im Fall einer Zusatzan√§sthesie beim selben Patienten w√§hrend einer Behandlung weiterverwendet werden.

Zur h√∂heren Dosierung stehen auch Ultracain Dental forte Ampullen zur Verf√ľgung.

Dauer der Behandlung:

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Auftreten der Beschwerden und wird vom behandelnden Arzt festgelegt.

Wenn Sie eine größere Menge von Ultracain Dental angewendet haben, als Sie sollten

Der Arzt muss beim Auftreten einer Überdosierung bei ersten Nebenwirkungs- und Vergiftungsanzeichen, wie z.B. ZNS-Erregung, ZNS-Depression und/oder Herz- und Kreislaufdepression die Anwendung unterbrechen und mit geeigneten Gegenmaßnahmen beginnen.

Weitere wichtige Hinweise befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Ultracain Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien verwendet:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000

H√§ufigkeit nichtH√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht bekannt:absch√§tzbar

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Herz-Kreislaufsystem:

Sehr selten:durch Epinephrin bedingte Nebenwirkungen (schnelle Herztätigkeit, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg) treten bei niedrigen Konzentrationen nur sehr selten auf (1:200.000 (0,5 mg/100 ml) bzw. 1:100.000 (1,0 mg/100 ml)).

Häufigkeit nicht bekannt:Verlangsamung der Herztätigkeit, Herzversagen, Schock.

Nervensystem:

Häufig:Kopfschmerzen.

H√§ufigkeit nicht bekannt:Dosisabh√§ngig (v.a. bei zu hoher Dosierung oder Injektion in eine Vene): Benommenheit, die manchmal in Bewusstlosigkeit √ľbergeht; Zittern; Muskelzuckungen, die manchmal in epileptische Kr√§mpfe, die den ganzen K√∂rper betreffen, √ľbergehen k√∂nnen (Grand Mal). Schwindel; Missempfinden (Kribbeln oder Taubheitsgef√ľhl); herabgesetzte Empfindung von Sinnesreizen (Hypo√§sthesie).

Wird bei der Anwendung von örtlichen Betäubungsmitteln im zahnärztlichen Bereich eine nicht korrekte Injektionstechnik angewendet, kann es u.U. zu Nervenschädigungen kommen. In solchen Fällen kann ein bestimmter Gesichtsnerv (N. facialis) geschädigt werden, woraus eine Gesichtslähmung (Facialisparese) resultieren kann.

Augen:

H√§ufigkeit nicht bekannt:Vor√ľbergehende Sehst√∂rungen (verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Sehverlust) k√∂nnen nach einer √∂rtlichen Bet√§ubung im Kopfbereich auftreten.

Atmung:

H√§ufigkeit nicht bekannt:St√∂rung der Atemfunktion, die manchmal zu Atemstillstand f√ľhren.

Magen-Darm-Trakt:

Häufigkeit nicht bekannt:Übelkeit, Erbrechen.

Gefäße:

Sehr selten:Bluthochdruck.

Häufigkeit nicht bekannt:niedriger Blutdruck.

Allgemeine Beschwerden:

H√§ufigkeit nicht bekannt:eine versehentliche Verabreichung in ein Blutgef√§√ü kann die lokale Durchblutung an der Einstichstelle verringern. Das kann manchmal zu einer Gewebesch√§digung f√ľhren kann (Gewebsnekrose).

Immunsystem:

H√§ufigkeit nicht bekannt:√úberempfindlichkeitsreaktionen an der Injektionsstelle k√∂nnen zu Schwellungen durch Fl√ľssigkeitsansammlungen im Gewebe oder Entz√ľndungen f√ľhren. Andere allergische √úberempfindlichkeitsreaktionen umfassen Hautr√∂tung, Juckreiz, Nesselsucht, Bindehautentz√ľndung, Schnupfen, schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut v.a. im Gesichtsbereich, allergischer Schock.

Aufgrund des Gehalts an Natriummetabisulfit kann es im Einzelfall, besonders bei Asthmatikern, zu √úberempfindlichkeitsreaktionen kommen, die sich als Brechreiz, Durchfall, keuchende Atmung, akuter Asthmaanfall, Bewusstseinsst√∂rungen oder Schock √§u√üern k√∂nnen. Diese Reaktionen verlaufen individuell unterschiedlich und k√∂nnen auch zu lebensbedrohlichen Zust√§nden f√ľhren.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angef√ľhrt sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Orginalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Ultracain Dental Ampullen enthalten

Die Wirkstoffe sind: Articainhydrochlorid und Epinephrinhydrochlorid. 1 ml Injektionslösung enthält 40 mg Articainhydrochlorid und 0,006 mg Epinephrinhydrochlorid (entsprechend 0,005 mg Epinephrin).

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriummetabisulfit (E 223), Natriumchlorid, Wasser f√ľr Injektionszwecke, Salzs√§ure und Natriumhydroxid zur pH-Werteinstellung.

Wie Ultracain Dental Ampullen aussehen und Inhalt der Packung

Farblose OPC-Ampullen aus Glas mit klarer, farbloser und partkelfreier Lösung.

Eine Packung enth√§lt 10 Ampullen zu je 2 ml oder 10 x 10 Ampullen zu je 2 ml (B√ľndelpackung).

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:sanofi-aventis GmbH Leonard-Bernstein-Straße 10 A-1220 Wien

Hersteller:

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Br√ľningstra√üe 50

D-65926 Frankfurt am Main

Z.Nr.:16.585

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Mai 2010

Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Maßnahmen bei Überdosierung
Symptome
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ZNS-Erregung, z.B. Unruhe, Angst, Verwirrtheit, Hyperpnoe, Tachykardie, Blutdruckanstieg, Übelkeit, Erbrechen, Tremor, Zuckungen, tonisch-klonische Krämpfe.

ZNS-Depression

z.B. Schwindel, Schwerhörigkeit, Verlust der Sprechfähigkeit, Bewusstlosigkeit, Muskelerschlaffung, Vasomotorenlähmung, Dyspnoe, Tod durch Atemlähmung.

Herz- und Kreislaufdepression

Bradykardie, Arrhythmie, Kammerflimmern, Blutdruckabfall, Zyanose, Herzstillstand.

Toxische Reaktionen (durch anomal hohe Konzentration des Lokalanästhetikums im Blut) können entweder sofort durch unbeabsichtigte intravaskuläre Injektion oder verzögert durch echte Überdosierung nach Injektion einer zu hohen Menge der Lösung des Anästhetikums auftreten.

Unerw√ľnschte verst√§rkte Wirkungen und toxische Reaktionen k√∂nnen auch durch Injektion in besonders stark durchblutetes Gewebe eintreten.

Therapie

Treten erste Nebenwirkungs- oder Intoxikationszeichen (z.B. Schwindel, motorische Unruhe, Benommenheit) während der Injektion auf, so ist diese abzubrechen und der Patient in Horizontallage zu bringen. Die Atemwege sind freizuhalten, Puls und Blutdruck zu kontrollieren. Es empfiehlt sich, eine Infusion - auch bei nicht schwerwiegend erscheinenden Symptomen - anzulegen, um einen intravenösen Injektionsweg offenzuhalten.

Bei Atemstörungen je nach Schweregrad Verabreichung von Sauerstoff gegebenenfalls als "Atemspende" (z. B. Mund-zu-Nase-Beatmung) bzw. als endotracheale Intubation und kontrollierte Beatmung.

Zentrale Analeptika sind kontraindiziert.

Muskelzuckungen oder generalisierte Kr√§mpfe sind mit intraven√∂ser Injektion von Suxamethonium (unter k√ľnstlicher Beatmung), Diazepam und kurz- oder ultrakurz wirkenden Barbituraten aufhebbar. Es empfiehlt sich, unter Sauerstoffapplikation und Kreislaufkontrolle Barbiturate langsam und nach Wirkung zu injizieren (cave: Kreislaufst√∂rungen, Atemdepression) und an die liegende Kan√ľle eine Infusionsl√∂sung anzuschlie√üen.

Blutdruckabfall und Tachykardie - oder Bradykardie - sind häufig allein durch Horizontallagerung oder leichte Kopftieflagerung kompensierbar.

Bei Bedarf können Vasokonstringenzien vom Typ der Alpha-Sympatomimetika (Methoxamin, Norfenefrin) intravenös injiziert oder infundiert werden.

Bei schweren Kreislaufstörungen und Schock - gleich welcher Genese - sind nach Abbruch der Injektion Sofortmaßnahmen angezeigt:

Horizontal- bzw. Kopf-Tieflagerung und Freihalten der Atemwege (Sauerstoff-Insufflation),

Anlegen einer intravenösen Infusion (Vollelektrolytlösung),

intravenöse Applikation von Glukokortikoiden (z.B. 250-1000 mg Prednisolon),

Volumensubstitution (eventuell zusätzlich Plasmaexpander, Humanalbumin).

Bei drohendem Kreislaufversagen und zunehmender Bradykardie sofortige Gabe von Epinephrin (Adrenalin) i.v.: Nach Verd√ľnnen von 1 ml der handels√ľblichen Epinephrin-L√∂sung 1:1000 auf 10 ml werden zun√§chst davon 0,25 ml bis 1 ml (= 0,025 mg bis 0,1 mg Epinephrin) unter Puls- und Blutdruckkontrolle langsam injiziert (cave: Herzrhythmusst√∂rungen). Als intraven√∂se Einzeldosis

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soll 0,1 mg Epinephrin (Adrenalin) nicht √ľberschritten und bei weiterem Bedarf Epinephrin (Adrenalin) mit der Infusionsl√∂sung gegeben werden (Tropfgeschwindigkeit nach Pulsfrequenz und Blutdruck einstellen).

Bei Asystolie ist unverz√ľglich die extrathorakale Herzmassage, n√∂tigenfalls ein externer Schrittmacher, anzuwenden.

Bei starker Tachykardie oder Tachyarrhythmie kann die vorsichtige intraven√∂se Injektion von antiarrhythmischen Arzneimitteln angezeigt sein, z.B. bei Patienten mit Herzinsuffizienz, fr√ľherem Herzinfarkt oder pektangin√∂sen Beschwerden (cave: nicht gemeinsam mit kardioselektiven Beta- Blockern anwenden). Sauerstoffzufuhr und Kreislaufkontrolle sind auf alle F√§lle erforderlich.

Blutdruckanstieg muss bei Patienten mit Hypertonie gegebenenfalls mit peripher gefäßerweiternden Mitteln behandelt werden. Kammerflimmern muss mittels elektrischer Defibrillation bekämpft werden.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden