Dopergin 0,2 mg Tabletten

Dopergin 0,2 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Lisurid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Bayer
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N04BX
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Dopaminerge Mittel

Zulassungsinhaber

Bayer

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Dopergin ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung, des postenzephalitischen Parkinsonismus (durch Entz√ľndung des Gehirns hervorgerufen) und des Parkinsonismus anderer Herkunft (mit Ausnahme der durch Medikamente hervorgerufenen Form).

Dopergin geh√∂rt zu der Gruppe der Arzneimittel, die als Ergotaminderivate bekannt sind. Aufgrund seiner Wirkung an bestimmten Stellen der Nervenzellen bessert oder beseitigt Dopergin die bei der Sch√ľttell√§hmung (Morbus Parkinson) bestehenden Symptome wie Muskelzittern (Tremor), Muskelstarre (Rigor), verminderte Bewegungsf√§higkeit (Hypokinesie) und motorische Fehlfunktion (Dyskinesie).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Spielsucht und zwanghaft gesteigertes sexuelles Verlangen wurde bei Patienten, die Dopamin- Agonisten zur Behandlung von Parkinson-Erkrankungen angewendet haben, berichtet.

Dopergin darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich gegen Lisuridhydrogenmaleat oder einen der sonstigen Bestandteile von Dopergin sind,
  • wenn Sie an schwerwiegenden Durchblutungsst√∂rungen und einer bestimmten Herzerkrankung (Koronarinsuffizienz) leiden,
  • Vorsicht ist erforderlich bei Patienten mit Psychosen
  • wenn Sie gleichzeitig Phenylpropanolamin anwenden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Dopergin ist erforderlich

  • Wenn Sie an einer Psychose (geistige Erkrankung) leiden oder gelitten haben, soll die klinische Indikation besonders sorgf√§ltig auf das Verh√§ltnis des Schadens zum Nutzen der Behandlung √ľberpr√ľft werden, da eine Verschlechterung oder das Wiederauftreten der Anzeichen und Symptome m√∂glich sind.
  • Halluzinationen, Albtr√§ume, Desorientiertheit und Verwirrtheit k√∂nnen unter der Behandlung mit Dopaminagonisten auftreten, mit gr√∂√üerer Wahrscheinlichkeit bei √§lteren Personen und hoher Dosierung. Ihr Arzt wird Sie zu Beginn der Behandlung sorgf√§ltig auf solche Anzeichen √ľberwachen. Bei Fortbestehen soll die Dosis reduziert werden und die Behandlung gegebenenfalls abgebrochen werden.
  • Vorsicht ist geboten bei der Anwendung von Arzneimitteln mit beruhigender Wirkung (z.B. Benzodiazepine, Psychopharmaka oder Antidepressiva) in Kombination mit Lisurid, da deren Wirkung verst√§rkt werden kann.
  • √úberm√§√üige Schl√§frigkeit (Somnolenz) w√§hrend des Tages wurde bei Patienten, die mit Dopergin behandelt wurden, ebenso berichtet wie pl√∂tzliches Einschlafen bei Patienten, die mit Dopaminagonisten behandelt wurden, insbesondere bei Parkinson-Patienten. Ihr Arzt wird Sie hier√ľber unterrichten und zu besonderer Wachsamkeit bei der Teilnahme am Stra√üenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen auffordern. Wenn bei Ihnen bereits Somnolenz aufgetreten ist, d√ľrfen Sie nicht am Stra√üenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.
  • Wenn Ihre Behandlung mit Dopamin beendet wird, sollte dies ausschleichend geschehen. Bei einem abrupten Entzug k√∂nnten Symptome, die auf ein malignes neuroleptisches Syndrom hindeuten, auftreten.
  • Wenn Sie eine schwere peripher-arterielle oder koronare Durchblutungsst√∂rung (Funktionsschw√§che der Herzkranzgef√§√üe) haben, muss die Indikation sehr sorgf√§ltig gestellt werden.
  • Wenn Sie an Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie) leiden, k√∂nnen Sie zu Beginn der Behandlung einen pl√∂tzlichen Blutdruckabfall erfahren. Daher wird Ihnen Dopergin mit Vorsicht verabreicht werden. Vor allem zu Beginn der Behandlung sollte Ihr Blutdruck √ľberwacht werden.
  • Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschr√§nkt ist, insbesondere bei Dialysepatienten, sind Sie besonders empfindlich auf Dopergin. Die Behandlung mit Dopergin sollte daher immer mit der niedrigsten m√∂glichen Dosis eingeleitet und diese sollte anschlie√üend langsam erh√∂ht werden.
  • Da bei Patienten mit schweren Leberfunktionsst√∂rungen keine ausreichenden kontrollierten Daten zur Verwendung von Lisurid vorliegen, sollte die Behandlung mit besonderer Vorsicht und in niedrigen Dosierungen eingeleitet werden.
  • Wenn es bei Ihnen in der Vergangenheit oder gegenw√§rtig zu krankhafter Vermehrung des Bindegewebes (fibrotischer Ver√§nderung) im Bereich von Herz, Lunge oder Bauchraum gekommen ist.

Vor der Therapie wird Ihr Arzt untersuchen, ob sich Ihr Herz, die Lungen und Nieren in gutem Zustand befinden. Während der Behandlung achtet Ihr Arzt besonders auf Zeichen, die in Verbindung mit fibrotischen Veränderungen stehen könnten. Falls erforderlich, wird bei Ihnen

eine Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens) durchgef√ľhrt. Sollten fibrotische Ver√§nderungen auftreten, muss die Behandlung beendet werden.

Bei Einnahme von Dopergin mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wenn Sie Phenylpropanolamin anwenden, d√ľrfen Sie Dopergin nicht gleichzeitig einnehmen.

Die Anwendung bestimmter Arzneimittel (antipsychotische Neuroleptika (mit Ausnahme von Clozapin), Alpha-Sympathomimetikum, indirekte Sympathomimetika, anticholinerge Antiparkinsonika, vasokonstriktive Ergotaminalkaloide) gemeinsam mit Dopergin ist nicht empfohlen.

Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Geisteskrankheiten (Neuroleptika) und andere Dopaminantagonisten (z.B. Haloperidol, Sulpirid, Metoclopramid, Chlorpromazin) können die Wirkung von Dopergin abschwächen.

Domperidon hemmt nur die peripheren, nicht aber die zentralen Effekte von Dopergin und hat daher keinen Einfluss auf die Symptome des Parkinsonismus.

Die beruhigende Wirkung von Lisurid kann durch andere Arzneimittel, die einen beruhigenden Einfluss auf das zentrale Nervensystem haben, oder durch Alkohol verstärkt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Dopergin nicht anwenden. Im Falle einer vermuteten Schwangerschaft sollte Dopergin abgesetzt werden. W√§hrend der Behandlung von Dopergin ist auf eine geeignete Empf√§ngnisverh√ľtungsmethode zu achten.

Stillen wird unter der Behandlung mit Lisurid nicht empfohlen, da Lisurid in die Muttermilch √ľbergehen kann.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wenn bei Ihnen unter der Behandlung mit Dopergin √ľberm√§√üige Schl√§frigkeit auftritt,

  • sollten Sie nicht am Stra√üenverkehr teilnehmen und T√§tigkeiten, bei denen eingeschr√§nkte Aufmerksamkeit sie selbst oder andere gef√§hrden kann, unterlassen. Dopergin kann sehr gelegentlich zu einem pl√∂tzlichen Blutdruckabfall f√ľhren und daher das Reaktionsverm√∂gen insoweit ver√§ndern, dass die F√§higkeit zur Teilnahme am Stra√üenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen eingeschr√§nkt ist. Vermeiden Sie den Genuss von Alkohol w√§hrend einer Doperginbehandlung.

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Dopergin

Jede Tablette enthält 59,2 mg Lactosemonohydrat. Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie einzelne Zucker nicht vertragen, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Dopergin immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Tabletten sind stets w√§hrend einer Mahlzeit oder einer Zwischenmahlzeit einzunehmen. Dopergin wird im allgemeinen besser vertragen, wenn die Behandlung mit stufenweise ansteigender Dosierung und m√∂glichst abends begonnen wird. Dies gilt besonders f√ľr h√∂here Dosierungen.

Zum Halbieren einer 0,2 mg Tablette die Tablette mit der Bruchrille nach unten auf eine feste Unterlage legen und mit einem Finger auf die Tablette dr√ľcken.

F√ľr die Behandlung gelten die folgenden Richtlinien:

Die Dosis muss entsprechend den Anforderungen im Einzelfall angepasst werden.

Die Behandlung beginnt mit einer halben Tablette Dopergin 0,2 mg (0,1 mg) abends und sollte wöchentlich um 0,1 mg erhöht werden, bis ein klinischer Effekt erkennbar wird.

Behandlungswoche

Anzahl der Dopergin-0,2-mg-Tabletten

 

morgens

mittags

abends


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falls erforderlich, weitere wöchentliche

 

Dosiserh√∂hungen um ¬Ĺ Tablette

 

Die Tagesdosis h√§ngt von der Vertr√§glichkeit und Wirksamkeit sowie vom Schweregrad der Erkrankung ab und liegt im Allgemeinen zwischen 0,6 und 2 mg. In Einzelf√§llen k√∂nnen jedoch h√∂here Dosierungen notwendig sein. Sie wird √ľblicherweise in 3 bis 4 Teildosen aufgeteilt, die zusammen mit Levodopa und/oder anderen Antiparkinsonmitteln genommen werden k√∂nnen. Bei ausgepr√§gter Schwankung der Symptome (Fluktuation) empfiehlt sich eine Aufteilung der Tagesdosis in noch kleinere Einzelgaben.

In den Fr√ľhphasen des Parkinsonismus sollte die Dosis niedrig sein und nur langsam erh√∂ht werden. Die Dosis des Levodopa-Pr√§parats kann bei gleichzeitiger Erh√∂hung der Dopergin-Dosis reduziert werden. Eine Monotherapie mit Dopergin ist in Einzelf√§llen ebenfalls m√∂glich.

Nach jeder Dosissteigerung sollen Wirkung und Verträglichkeit mindestens eine Woche lang kontrolliert werden, ehe eine weitere Dosissteigerung erfolgt.

Die Dosis darf unter keinen Umständen bei Auftreten von Nebenwirkungen erhöht werden.

Gegen√ľber einigen der Nebenwirkungen (√úbelkeit, Kopfschmerzen, M√ľdigkeit, Schwindel) entwickelt sich gew√∂hnlich eine Toleranz, so dass die Dosis nach Abklingen der Nebenwirkungen sofern notwendig weiter erh√∂ht werden kann. Je mehr die Gesamttagesdosis auf Einzeldosen verteilt wird, desto besser ist die Vertr√§glichkeit von Dopergin.

Bei fortgeschrittenem Parkinsonismus kann die Dosis manchmal je nach Verträglichkeit und Wirksamkeit schneller erhöht werden.

Ist ein schneller Wirkungseintritt von Dopergin aufgrund des klinischen Bildes w√ľnschenswert, k√∂nnen die oben genannten Nebenwirkungen durch gleichzeitige Verabreichung von Domperidon behoben werden und die Dosierung kann weiter wie erforderlich erh√∂ht werden. Der weitere Bedarf einer Domperidon Medikation sollte nach l√§ngstens 4 Wochen durch Absetzen √ľberpr√ľft werden. Eine zeitweilige Dosisreduktion von Dopergin empfiehlt sich bei ausgepr√§gten Nebenwirkungen.

Ihre Behandlung mit Dopergin soll ausschleichend beendet werden, da bei einem abrupten Entzug √ľber Symptome, die auf ein malignes neuroleptisches Syndrom hindeuten, berichtet wurde.

Wenn Sie eine größere Menge von Dopergin eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie umgehend Ihren Arzt!

Wenn Sie versehentlich einmalig große Mengen von Tabletten (z. B. 30 Tabletten Dopergin) eingenommen haben, können Übelkeit, Erbrechen und Schwindel auftreten.

Bei leichteren Fällen einer Überdosierung können gegebenenfalls Domperidon oder in schweren Fällen bis zu 100 mg Sulpirid i.m. als Gegenmittel gegeben werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Dopergin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

In der folgenden Liste sind die Nebenwirkungen von Dopergin aufgef√ľhrt, die aus Daten aus klinischen Studien oder nach der Zulassung zusammengestellt wurden. Es ist zu bedenken, dass Dopergin √§hnliche Nebenwirkungen wie andere verwandte Stoffe zeigt. Bei Parkinsonismus wird Dopergin fast ausschlie√ülich in Kombination mit anderen Arzneimitteln verwendet. Es liegen nur sehr wenige Erfahrungen sowohl aus klinischen Studien als auch aus Postmarketingdaten √ľber eine Monotherapie mit Dopergin vor. Eine Neubewertung der gesamten Anti-Parkinson- Behandlung ist daher bei unerw√ľnschten Wirkungen unter der Behandlung erforderlich.

Kopfschmerzen, Schwindel, √úbelkeit, Mundtrockenheit, M√ľdigkeit, Schwitzen und selten Erbrechen k√∂nnen zu Beginn der Behandlung bei zu rascher Dosissteigerung oder zu hoher Dosierung und wenn die Tabletten nicht zusammen mit einer Mahlzeit oder Zwischenmahlzeit eingenommen werden, auftreten.

Lisurid wird mit √ľberm√§√üiger Schl√§frigkeit in Verbindung gebracht. Pl√∂tzliches Einschlafen wurde bei Patienten, die mit Dopaminagonisten behandelt wurden, insbesondere bei Parkinson- Patienten, berichtet.

Ein plötzlicher Blutdruckabfall (bis hin zum Kollaps beim Stehen) und heftiges Erbrechen wurden in Einzelfällen bei besonderer individueller Empfindlichkeit beobachtet. Sulpirid kann bei solch unverhältnismäßig starken Unverträglichkeitsreaktionen verabreicht werden.

Diese Nebenwirkungen erfordern f√ľr gew√∂hnlich keinen Therapieabbruch und k√∂nnen durch ein Verringern der Dosis unter Kontrolle gebracht werden. Im Laufe der Behandlung treten im Allgemeinen auch bei deutlich h√∂heren Dosen keine Nebenwirkungen mehr auf.

Zu beachten ist auch, dass manche der als Nebenwirkungen bewerteten Symptome Zeichen der Grunderkrankung sein können.

Nachstehend sind m√∂gliche Nebenwirkungen nach H√§ufigkeit aufgef√ľhrt:

Sehr häufig: 10 oder mehr von 100 Patienten sind betroffen Häufig: Zwischen 1 und 10 von 100 Patienten sind betroffen

Gelegentlich: mindestens 1 bis 10 von 1.000 Patienten, aber weniger als 1 von 100 sind betroffen Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr häufig: Verminderter Appetit

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr h√§ufig: Halluzinationen1, Angstgef√ľhle H√§ufig: Verwirrtheit1, Albtr√§ume1, Schlaflosigkeit

Nicht bekannt: Paranoide Reaktionen1, Desorientierung1, gesteigertes sexuelles Verlangen3 (Libidosteigerung und Hypersexualität),Spielabhängigkeit3

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr h√§ufig: Dyskinesie, Schl√§frigkeit, Schwindelgef√ľhl, Kopfschmerzen

Häufig: Störungen der Muskelspannung (Dystonie), Muskelkrämpfe (Myoklonus)

Herzerkrankungen

Häufig: Herzklopfen (Palpitationen)

Nicht bekannt: Herzbeutelentz√ľndung (Perikarditis) und Fl√ľssigkeitsansammlung zwischen dem Herzbeutel und dem Herzen selbst (Perikarderguss)

Gefäßerkrankungen

Sehr häufig: Blutdruckabfall beim Aufstehen (orthostatische Hypotonie), kalte Gliedmaßen Häufig: schmerzhafte Schwellung der Gliedmaßen (Erythromelalgie)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig: Atemnot (Dyspnoe)

Nicht bekannt: Fl√ľssigkeitsansammlung im Brustfellraum (Pleuraerguss), Vermehrung von Bindegewebe in der Lunge (Lungenfibrose), Fl√ľssigkeitsansammlung im Brustfellraum (Pleurafibrose).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Übelkeit, Mundtrockenheit, Verstopfung Häufig: Erbrechen

Nicht bekannt: Vermehrung von Bindegewebe hinter dem Bauchfell (retroperitoneale Fibrose)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Sehr h√§ufig: Anschwellen der Gliedma√üen (periphere √Ėdeme), Schwitzen

Erkrankungen des Immunsystems

Nicht bekannt: allergische Haut- oder Schleimhautreaktionen

Untersuchungen

Nicht bekannt: Gewichtszunahme2

1 Ereignisse treten fast ausschließlich bei Patienten mit Parkinsonismus auf und sind häufiger bei älteren Patienten, gleichzeitiger Demenz (hirnorganisches Syndrom), akuten Infektionen, Entwässerung (Dehydratation) und hoher Dosierung von Dopergin und/oder anderen Dopaminagonisten. Die Symptome lassen sich meist durch eine Dosisreduktion steuern.

2 Wurde bei einigen Patienten mit Parkinsonismus berichtet. In der Regel wird dies als positiver Nebeneffekt angesehen.

3 Diese Ereignisse, die bei Dosisreduktion oder Behandlungsabbruch im Allgemeinen reversibel sind, wurden bei einigen Patienten mit Parkinsonismus, die mit Dopaminagonisten behandelt wurden, vor allem bei hoher Dosierung berichtet.

Die Entwicklung einer Vermehrung von Bindegewebe in der Lunge (Lungenfibrose), im Brustfellraum (Pleurafibrose), von Fl√ľssigkeitsansammlung im Brustfellraum (Pleuraerguss) oder einer Vermehrung von Bindegewebe hinter dem Bauchfell (retroperitoneale Fibrose) wurde in Einzelf√§llen nach Langzeitanwendung √§hnlicher Substanzen, einschlie√ülich Dopergin, beobachtet. Bei Atemnot, st√§ndigem Hustenreiz oder St√∂rungen der Nierenfunktion unter der Behandlung mit Dopergin m√ľssen Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Dyskinesie ist eine Komplikation bei Langzeitbehandlung von Parkinsonismus mit Dopaminergika, insbesondere mit Levodopa. Eine sorgfältige Dosisfindung und Nutzenbewertung ist zur optimalen Dosierung von Dopaminergika einschließlich Dopergin bei Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit, die eine Dyskinesie zeigen, erforderlich.

Bei Patienten unter Behandlung mit Ergotamin-Derivaten wie Lisurid wurde sehr selten (d.h. bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten) √ľber Perikarditis (Herzbeutelentz√ľndung) und Perikarderguss (Fl√ľssigkeitsansammlung zwischen dem Herzbeutel und dem Herzen selbst) berichtet. W√§hrend der Behandlung mit Ergotamin-Derivaten wurden auch Wirkungen auf die Herzklappen festgestellt. Fr√ľhe Symptome derartiger Wirkungen auf das Herz k√∂nnen sich wie folgt √§u√üern: Probleme beim Atmen, Kurzatmigkeit, Brust- oder R√ľckenschmerzen und/oder geschwollene Beine. Wenn Sie eines oder mehrere der genannten Symptome an sich bemerken, informieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.

Es wurde berichtet, dass Patienten, die Dopamin-Agonisten zur Behandlung des Morbus- Parkinson insbesondere in hohen Dosierungen angewendet haben, Zeichen von Spielsucht und zwanghaft gesteigertes sexuelles Verlangen zeigten, die allgemein bei Dosisreduktion oder mit Beendigung der Behandlung zur√ľckgingen.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Dopergin enthält:

Der Wirkstoff ist Lisuridhydrogenmaleat. 1 Tablette enthält 0,2 mg Lisuridhydrogenmaleat.

Die sonstigen Bestandteile sind Lactosemonohydrat, Cellulosepulver mikrokristallin, Magnesiumstearat, Weinsäure, Natriumedetat.

Wie Dopergin aussieht und Inhalt der Packung

Dopergin Tabletten sind weiße bis cremefarbige Tabletten mit einer Bruchkerbe.

Sie sind in einem Braunglasbeh√§ltnis mit Verschluss mit Trockenmittel zu 30 und 100 St√ľck erh√§ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Bayer Austria Ges.m.b.H.

1160 Wien

Hersteller:

Delpharm Lille SAS

Lys-Lez-Lannoy

Frankreich

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Februar 2011

Z.Nr.: 1-18041

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Wirkstoff(e) Lisurid
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Bayer
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code N04BX
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Dopaminerge Mittel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden