Nasipral 0,3 mg/ml Nasenspray, Lösung

Abbildung Nasipral 0,3 mg/ml Nasenspray, Lösung
Wirkstoff(e) Ipratropiumbromid
Zulassungsland Österreich
Hersteller InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 07.12.2021
ATC Code R01AX03
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Dekongestiva und andere Rhinologika zur topischen Anwendung

Zulassungsinhaber

InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Der Wirkstoff in Nasipral ist Ipratropiumbromid, eine Substanz, die die Bildung von Nasensekret verringert (Gruppe der nasalen Anticholinergika).

Dieses Arzneimittel wird angewendet zur symptomatischen Behandlung von Rhinorrhoe (laufende Nase) bei allergischer und nicht-allergischer Rhinitis bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren.

Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter fĂŒhlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Nasipral darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Ipratropiumbromid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Schließen Sie die Augen, wĂ€hrend Sie Nasipral in der Nase anwenden. Nicht in die Augen sprĂŒhen. Falls Nasipral in die Augen gelangt, spĂŒlen Sie diese sofort mit kaltem Wasser aus. Danach können bei Ihnen fĂŒr einige Stunden Sehstörungen und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auftreten.
  • Vorsicht ist bei Patienten mit vergrĂ¶ĂŸerter Prostata, Blasenauslassobstruktion (Verengung des Blasenausgangs), Glaukom (Erkrankung der Augen aufgrund eines erhöhten Augeninnendrucks) oder Harnverhalt geboten.
  • Wenn Sie bereits andere Arzneimittel anwenden, lesen Sie auch den Abschnitt „Anwendung von Nasipral zusammen mit anderen Arzneimitteln“.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Nasipral anwenden.

Kinder und Jugendliche

Das Arzneimittel soll bei Kindern unter 6 Jahren nicht angewendet werden.

Anwendung von Nasipral zusammen mit anderen Arzneimitteln

  • Es sind keine Wechselwirkungen mit Antihistaminika, abschwellenden Mitteln oder Kortikosteroiden zur Anwendung in der Nase bekannt.
  • Es besteht ein Risiko der Zunahme von Nebenwirkungen, wenn das Arzneimittel zusammen mit anderen (oralen oder inhalierten) anticholinergen Arzneimitteln angewendet wird.
  • Es besteht auch ein Risiko von Wechselwirkungen mit Salbutamol (in einigen Arzneimitteln zur Behandlung von Asthma enthalten).

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Als Vorsichtsmaßnahme sollte die Anwendung von Nasipral wĂ€hrend der Schwangerschaft und Stillzeit vermieden werden.

PrĂ€klinische Studien mit Ipratropiumbromid haben keine unerwĂŒnschten Wirkungen auf die FortpflanzungsfĂ€higkeit ergeben. Klinische Daten zur FortpflanzungsfĂ€higkeit stehen fĂŒr Ipratropiumbromid nicht zur VerfĂŒgung.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Wenn Sie Nasipral anwenden, kann bei Ihnen Schwindel auftreten oder Sie können Schwierigkeiten haben, den Blick zu fokussieren oder Sie sehen verschwommen. Wenn bei Ihnen eine dieser Wirkungen auftritt, fahren Sie nicht Auto und bedienen Sie keine Maschinen.

Nasipral enthÀlt Benzalkoniumchlorid (Konservierungsmittel).

Benzalkoniumchlorid kann eine Reizung oder Schwellung der Nasenschleimhaut hervorrufen, insbesondere bei lÀngerer Anwendung.

Nasipral enthĂ€lt 17,5 Mikrogramm Benzalkoniumchlorid pro SprĂŒhstoß entsprechend 0,25 mg/ml.

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis betrÀgt:

Erwachsene
- Zwei- bis dreimal tĂ€glich 2 SprĂŒhstĂ¶ĂŸe in jedes Nasenloch.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

  • Jugendliche ĂŒber 12 Jahre: Zwei- bis dreimal tĂ€glich 2 SprĂŒhstĂ¶ĂŸe in jedes Nasenloch.
  • Kinder von 6 bis 12 Jahren: Zweimal tĂ€glich 2 SprĂŒhstĂ¶ĂŸe in jedes Nasenloch.

Wenden Sie das Arzneimittel bei Kindern unter 6 Jahren nicht an. Art der Anwendung

  1. Entfernen Sie die Schutzkappe.
  2. Aktivieren Sie die Pumpe bei der ersten Anwendung, oder wenn die Pumpe mehr als 2 Wochen nicht verwendet wurde: Die SprĂŒhflasche mit dem Daumen am Flaschenboden und dem Zeige- und Mittelfinger auf der weißen GriffflĂ€che festhalten (Abb. 1). Die Flasche senkrecht halten und nicht auf die Augen richten. Siebenmal schnell und krĂ€ftig drĂŒcken. Die Pumpe ist nun aktiviert und gebrauchsfertig. Die Pumpe muss erneut aktiviert werden, wenn sie lĂ€nger als 24 Stunden und bis zu maximal zwei Wochen nicht verwendet wurde. Zwei SprĂŒhstĂ¶ĂŸe reichen aus, um die Pumpe erneut zu aktivieren.
  3. Putzen Sie vor der Anwendung von Nasipral die Nase, um die Nasenlöcher durchgÀngig zu machen.
  4. Schließen Sie ein Nasenloch, indem Sie einen Finger gegen den NasenflĂŒgel drĂŒcken und fĂŒhren Sie dann die SprĂŒhöffnung in das andere Nasenloch ein. Dabei den Kopf leicht nach vorne neigen und die Flasche gerade halten (Abb. 2).
  5. Schnell und krĂ€ftig drĂŒcken. Nach jedem SprĂŒhstoß tief durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen.
  6. Beugen Sie nach dem SprĂŒhstoß und Entfernen der SprĂŒhflasche vom Nasenloch den Kopf zurĂŒck, um die Lösung auf der gesamten Nasenschleimhaut zu verteilen.
  7. Wiederholen Sie die Schritte 4 bis 6 fĂŒr das andere Nasenloch.
  8. Setzen Sie die Schutzkappe nach Gebrauch wieder auf.

Sollte die SprĂŒhöffnung verstopft sein, die Schutzkappe entfernen. Den SprĂŒhkopf etwa eine Minute lang unter laufendem warmem Wasser abspĂŒlen. Den SprĂŒhkopf abtrocknen, die Pumpe des Nasensprays erneut aktivieren und die Schutzkappe aus Kunststoff wieder aufsetzen.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Nasipral angewendet haben, als Sie sollten

  • Symptome wie Mundtrockenheit, Akkommodationsstörungen der Augen und beschleunigter Herzschlag können auftreten.
  • Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge an Nasipral angewendet haben, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt, Apotheker oder die nationale Giftnotrufzentrale.

Wenn Sie die Anwendung von Nasipral vergessen haben

Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Die meisten Nebenwirkungen können auf die anticholinergen Eigenschaften von Nasipral zurĂŒckgefĂŒhrt werden. Wie jede topische Behandlung kann auch Nasipral lokale Reizungen hervorrufen. Die Nebenwirkungen basieren auf Daten aus klinischen PrĂŒfungen und der Anwendungsbeobachtung des Arzneimittels.

Die hÀufigsten Nebenwirkungen sind Nasenbluten, trockene Nasenschleimhaut, Kopfschmerzen, Nasenbeschwerden und Reizungen im Rachenraum.

Beschwerden, auf die Sie achten sollten
Allergien (Überempfindlichkeit und anaphylaktische Reaktionen):

  • Es können Beschwerden wie Juckreiz oder Nesselausschlag auftreten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen).
  • In schweren FĂ€llen gehören zu den Symptomen Schwellungen von Mund, Zunge, Lippen und/oder Gesicht, Hautausschlag, plötzlich auftretende Atemprobleme, Abfall des Blutdrucks und EngegefĂŒhl im Hals (Laryngospasmus, Pharynxödem) (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen).
  • Beschleunigter Herzschlag, unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
  • Palpitationen (schneller oder unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag) (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

Wenden Sie sich sofort an einen Arzt, wenn bei Ihnen solche Symptome auftreten. Beenden Sie die Anwendung von Nasipral.

HĂ€ufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Schwindel
  • Übelkeit, brennendes GefĂŒhl
  • Gastrointestinale MotilitĂ€tsstörung (Verdauungsprobleme)
  • Wunde Stellen im Mund
  • Mundtrockenheit, Trockenheit im Hals
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Harnverhalt)
  • Akkommodationsstörungen (der Augen), erweiterte Pupillen, erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), Augenschmerzen, verschwommenes Sehen, RĂ€nder- und Farbigsehen (Halosehen), Reizung oder Rötung der Augen, Hornhautödem

Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

Herzklopfen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem (Details siehe unten) anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.http://www.bfarm.de/

Deutschland:
Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

Österreich:
Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett nach „Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht ĂŒber 30 °C lagern. Nicht einfrieren. Verwenden Sie diese Flasche nicht lĂ€nger als 3 Monate nach Anbruch.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals ĂŒber das Abwasser (z. B. nicht ĂŒber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Nasipral enthÀlt

  • Der Wirkstoff ist: Ipratropiumbromid. 1 ml Nasenspray, Lösung enthĂ€lt 0,3 mg Ipratropiumbromid (entsprechend 0,31 mg Ipratropiumbromid- 1 H2O)
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Benzalkoniumchlorid, Natriumedetat (Ph. Eur.), SalzsĂ€ure 36 %, Natriumhydroxid und gereinigtes Wasser.

Wie Nasipral aussieht und Inhalt der Packung

Nasenspray, Lösung: Flasche mit 20 ml Lösung, mit Dosier-SprĂŒhpumpe zur nasalen Anwendung. Ein ml Lösung enthĂ€lt 300 Mikrogramm Ipratropiumbromid (entsprechend 310 Mikrogramm Ipratropiumbromid-1 H2O). Mit jedem SprĂŒhstoß werden 21 Mikrogramm des wasserfreien Wirkstoffs (22 Mikrogramm als Monohydrat) freigesetzt. Eine Flasche enthĂ€lt 240 Dosen.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH Von-Humboldt-Str. 1

64646 Heppenheim Deutschland

Österreich: Z.-Nr.:

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

Deutschland: Nasipral 0,3 mg/ml Nasenspray, Lösung Österreich: Nasipral 0,3 mg/ml Nasenspray, Lösung

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Mai 2021

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Nasipral 0,3 mg/ml Nasenspray, Lösung - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Ipratropiumbromid
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Zulassungsdatum 07.12.2021
ATC Code R01AX03
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden