Formoterol

Formoterol
ATC Code R03AC13
Summenformel C19H24N2O4
Molare Masse (g·mol−1) 344,41
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt (°C) 116-120ºC
Siedepunkt (°C) 603.2ºC
PKS Wert 7,9;
CAS-Nummer 73573-87-2
PUB-Nummer 3410
Drugbank ID DB00983
Löslichkeit 20 mg/ml in DMSO

Grundlagen

Formoterol ist ein Medikament aus der Gruppe der β2-Sympathomimetika. Es wird per Inhalator bei Asthma bronchiale und COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) eingesetzt. Oft wird es in einem Inhalator mit einem ICS (inhalativen Kortikosteroid) kombiniert appliziert.

Pharmakologie

Pharmakodynamik
Durch Aktivierung der β-Rezeptoren des sympathischen Nervensystems führt Formoterol zur Bronchodilatation durch Entspannung der glatten Muskulatur der Atemwege. Die Wirkung setzt schnell ein und hält vergleichsweise lang an, weshalb Formoterol als RABA (rapid-acting beta-agonist) und LABA (long-acting beta-agonist) gilt.

Pharmakokinetik
Das Medikament gehört zu den langwirksamen β-Sympathomimetika, da es eine Halbwertszeit von etwa 7 Stunden aufweist. Nach der Inhalation wird ein Zehntel des Wirkstoffes über die Schleimhaut der Atemwege aufgenommen. Der Wirkstoff wird im Blut zu etwa 60 % an die Plasmaeiweiße gebunden. Etwa zwei Drittel des Medikamentes werden, zum Teil nach Metabolisierung (Glukuronidierung) über den Urin ausgeschieden. Ein Drittel wird über den Fäzes eliminiert.

Wechselwirkungen
Formoterol sollte nur unter besonderer Vorsicht mit Medikamenten kombiniert werden, die am Herzen das QT-Intervall verlängern (z.B. Makrolid-Antibiotika), kombiniert werden. Ebenfalls kann der Wirkstoff mit anderen Sympathomimetika, MAO-Hemmern, Theophyllin, Glukokortikoiden, Betablockern, Diuretika, L-Dopa, L-Thyroxin und Oxytozin wechselwirken.

Toxizität

Nebenwirkungen
Die Nebenwirkungen des Präparats sind vor allem durch die Aktivierung des Sympathikus bedingt und schließen Zittern, Herzklopfen und Kopfschmerzen ein. Unruhe und vermehrtes Schwitzen wurden ebenfalls berichtet. Es kann auch zu Überzucker (Hyperglykämie), erhöhtem Blutdruck und Hypokaliämie kommen.

Toxikologische Daten
Bei Überdosierungen kommt es zu verstärkten Nebenwirkungen, insbesondere Blutdruckveränderungen, Brustenge, Zittern, Krämpfe und Herzrasen. Patienten sollten nach Überdosierungen besonders kardial überwacht werden.

Quellenangaben

Markus Falkenstätter

Markus Falkenstätter
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm Stefanie Lehenauer

Mag. pharm Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

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