Wirkstoff(e) Pyrimethamin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.05.2004
ATC Code P01BD01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Malariamittel

Zulassungsinhaber

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Daraprim ist ein Arzneimittel (Antibiotikum) zur Behandlung von Infektionen mit Protozoen (tierische Einzeller).

Daraprim wird immer in Kombination mit einem zusammen wirkenden Arzneimittel (einem Antibiotikum, z. B. Sulfadiazin) angewendet zur Behandlung der Toxoplasmose (Erkrankung hervorgerufen durch Toxoplasmen [Protozoen]), einschließlich Augeninfektionen und angeborener (kongenitaler) Infektionen sowie zur Behandlung der Toxoplasmose bei Patienten mit einer Immunschwäche.

Daraprim soll nicht als alleinige Behandlung eingesetzt werden.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Daraprim darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Pyrimethamin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie stillen.

Wenn Sie gerade schwanger sind und sich in der Fr√ľhschwangerschaft, in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten befinden, soll Daraprim nicht eingenommen werden (siehe Abschnitt Schwangerschaft).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Daraprim einnehmen.

Beeinträchtigung der Blutbildung (Hämatopoese)

Bei den empfohlenen täglichen Dosen von Daraprim ist bei 25 bis 50 % der Patienten eine Beeinträchtigung der Blutbildung zu beobachten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es infolge der Behandlung mit Daraprim zu einer Blutarmut (Anämie), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenie)

oder Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) kommt, wird durch gleichzeitige Gabe von Kalziumfolinat vermindert (siehe auch Abschnitt 4. Nebenwirkungen).

Vorbeugung von Blutbildveränderungen (hämatologische Toxizität)

W√§hrend der Behandlung mit Daraprim ist eine Folins√§ure-Substitution vorzunehmen (siehe Abschnitt 3. Wie ist Daraprim einzunehmen?). Kontrollen des Blutbilds sollten w√∂chentlich w√§hrend der Behandlung und nach Behandlungsende f√ľr weitere zwei Wochen durchgef√ľhrt werden. Bei immunsupprimierten Patienten sollte das Blutbild zweimal w√∂chentlich kontrolliert werden. Bei Anzeichen eines Fols√§uremangels muss die Behandlung mit Daraprim abgebrochen werden und die Gabe hoher Dosen Kalziumfolinat erfolgen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Daraprim ist erforderlich,

  • wenn Sie krankheitsbedingt oder durch Mangelern√§hrung f√ľr einen Fols√§uremangel anf√§llig sind, da Daraprim einen Fols√§uremangel verst√§rken kann.
  • wenn Sie aufgrund eines Fols√§uremangels an einer Reifest√∂rung der roten Blutk√∂rperchen (megaloblastische An√§mie) leiden. Dann sollten Risiko und Nutzen vor Beginn einer Behandlung mit Daraprim besonders sorgf√§ltig abgewogen werden.
  • wenn Sie unter Krampfanf√§llen leiden oder gelitten haben. Hohe Anfangsdosen sollten bei Ihnen vermieden werden (siehe Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?).

Risiko der Ausscheidung von Harnkristallen (Kristallurie)

Wenn Daraprim zusammen mit einem Sulfonamid angewendet wird, ist bei der Einnahme auf eine reichliche Fl√ľssigkeitszufuhr zu achten, um das Risiko einer Kristallurie zu verringern.

Einnahme von Daraprim zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Fols√§ure-Hemmstoffe/Substanzen, die zu einer Knochenmarksch√§digung f√ľhren k√∂nnen

Daraprim kann aufgrund seines Wirkmechanismus den Fols√§urespiegel weiter herabsetzen bei Patienten, die andere Fols√§ure-Hemmstoffe oder Substanzen, die zu einer Knochenmarksch√§digung (Knochenmarkdepression) f√ľhren k√∂nnen (z. B. Cotrimoxazol, Trimethoprim, Proguanil, Zidovudin oder Methotrexat), erhalten.

Bei Patienten, die an einer bestimmten Form der Leukämie litten (akute myeloische Leukämie), wurde das Auftreten einer Schädigung des Knochenmarks (Knochenmarkaplasie) mit tödlichem Ausgang mit der gleichzeitigen Anwendung von Daunorubicin, Cytarabin und Daraprim in Zusammenhang gebracht.

Wird Daraprim zusammen mit Trimethoprim/Sulfonamid-haltigen Arzneimittelkombinationen angewendet, kann es gelegentlich zum Auftreten von Reifungsstörungen der roten Blutkörperchen (megaloblastische Anämie) kommen.

Methotrexat

Bei Kindern mit Leuk√§mie mit Beteiligung des zentralen Nervensystems (Gehirn und R√ľckenmark) sind nach gleichzeitiger Anwendung von Methotrexat und Daraprim Krampfanf√§lle aufgetreten.

Malariamittel

Gelegentlich wurde von Krampfanfällen berichtet, wenn Daraprim gleichzeitig mit Malariamitteln angewendet wurde.

Lorazepam

Die gleichzeitige Gabe von Daraprim und Lorazepam kann zu einer leichten Sch√§digung der Leber f√ľhren.

Antazida/Kaolin

In-vitro-Daten lassen vermuten, dass die Aufnahme von Pyrimethamin durch Mittel zur Behandlung

der Übersäuerung des Magens (Antazida) und Kaolin (einem Mittel gegen Diarrhö) herabgesetzt wird.

Substanzen mit hoher Proteinbindung

Pyrimethamin kann andere Wirkstoffe aus Proteinbindungsstellen verdr√§ngen und folglich zu erh√∂hten freien Konzentrationen des Wirkstoffs f√ľhren. Dies kann insbesondere f√ľr Wirkstoffe mit hoher Proteinbindung bei gleichzeitig enger therapeutischer Breite von klinischer Bedeutung sein.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Wenn w√§hrend der Schwangerschaft Folat-Inhibitoren, die Substanzklasse, zu der der Wirkstoff von Daraprim geh√∂rt, gegeben werden, besteht ein theoretisches Risiko f√ľr das Auftreten von Missbildungen beim ungeborenen Kind. Aus Erfahrungen mit der Anwendung von Daraprim in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung der Toxoplasmose w√§hrend der Schwangerschaft konnte solch ein Missbildungsrisiko bisher nicht eindeutig best√§tigt werden. In tierexperimentellen Studien f√ľhrte der Wirkstoff aus Daraprim zu Missbildungen bei den Nachkommen.

Daraprim darf nicht w√§hrend der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, Ihr Arzt h√§lt es f√ľr eindeutig erforderlich. W√§hrend der Schwangerschaft ist eine Behandlung mit Daraprim nur angezeigt, wenn die Infektion der Plazenta oder des ungeborenen Kindes nachgewiesen wurde oder wenn f√ľr die Mutter das Risiko ernsthafter Krankheitsfolgen besteht.

Allerdings sollte in Anbetracht des theoretischen Risikos f√ľr Missbildungen durch die Gabe von Daraprim in der fr√ľhen Schwangerschaft die Anwendung der Kombinationstherapie mit Daraprim auf das 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel beschr√§nkt werden. F√ľr die Fr√ľhschwangerschaft wird eine Alternativtherapie empfohlen. Dies entscheidet Ihr Arzt.

Während der Anwendung von Daraprim bei schwangeren Frauen muss immer auch zusätzlich Folinsäure (Kalziumfolinat) gegeben werden.

Stillzeit

Da der Wirkstoff aus Daraprim in die Muttermilch gelangt, darf daher während der Behandlung nicht gestillt werden. Ist eine Behandlung erforderlich, muss abgestillt werden.

Zeugungsfähigkeit

In Tierstudien wurde die Fortpflanzungsf√§higkeit durch den Wirkstoff aus Daraprim beeintr√§chtigt, es wurde eine Hemmung der Spermienentwicklung beobachtet. Diese Effekte traten jedoch nur vor√ľbergehend auf. √Ąhnliche Beobachtungen sind bisher beim Menschen nicht beschrieben.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen von Daraprim auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen durchgef√ľhrt. Da bei einigen Patienten Schwindel oder Krampfanf√§lle auftreten k√∂nnen, ist bei der aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr und dem Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten (siehe Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?).

Wichtiger Warnhinweis √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Daraprim

Dieses Arzneimittel enth√§lt Lactose. Bitte nehmen Sie Daraprim daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet, wird zur Behandlung der Toxoplasmose Daraprim zusammen mit Sulfadiazin oder einem anderen geeigneten Antibiotikum nach dem Behandlungsschema (Tabelle 1) gegeben.

Tabelle 1

Behandlungsschema1. Tag (Initialdosis)Tägliche Dosis
Erwachsene und Kinder √ľber 6 Jahre4 Tabletten (100 mg Pyrimethamin)1 bis 2 Tabletten (25 bis 50 mgPyrimethamin)
Kinder von 3 bis 6 Jahren2 mg/kg KG (max. 2 Tabletten/50 mg Pyrimethamin)1 mg/kg KG (max. 1 Tablette/25 Pyrimethamin)mg
Kinder von 10 Monaten bis 2 Jahren-1 mg/kg KG (max. 1 Tablette/25 Pyrimethamin)mg
Kinder von 3 bis 9 Monaten-6,25 mg Pyrimethamintäglich
S√§uglinge unter 3 Monaten (kongenitale Toxoplasmose)1. und 2. Taganschlie√üend f√ľr 6 Monateanschlie√üend f√ľr weitere 6 Monate
1 mg/kg zweimal täglich1 mg/kg einmal täglich1 mg/kg dreimal pro Woche

Falls Einzeldosierungen unter 25 mg benötigt werden, sollten entsprechend dosierte Darreichungen unter pharmazeutischer Aufsicht hergestellt werden.

Behandlung der Toxoplasmose bei immungeschwächten Erwachsenen und Jugendlichen:

Zur Behandlung von Patienten mit einer stark ausgepr√§gten Immunschw√§che, besonders Patienten mit einer Entz√ľndung des Gehirns bei Toxoplasmose (Toxoplasmose-Enzephalitis) als Komplikation von AIDS, gibt es kein festes Behandlungsschema. Die folgenden alternativen Dosierungsschemata wurden an Erwachsene verabreicht und erbrachten eine Kontrolle der Symptome, aber keine Heilung. Es kann daher notwendig sein, eine Dauertherapie mit Daraprim in Kombination mit anderen Arzneimitteln durchzuf√ľhren:

Tabelle 2

InitialdosisTägliche Dosis
1. Alternative4 Tabletten (100 mg Pyrimethamin) t√§glich √ľber 2 bis 3 Tage1 bis 2 Tabletten (25 bis 50 mg Pyrimethamin)
2. Alternative-1 bis 2 Tabletten (25 bis 50 mg Pyrimethamin)

Behandlung der Toxoplasmose bei immungeschwächten Kindern

Zur Behandlung von Kindern mit Immunschw√§che liegen keine speziellen Dosierungsempfehlungen vor. Bitte beachten Sie die oben genannten Dosierungsempfehlungen f√ľr Kinder (Tabelle 1).

Bei allen Patienten, die Daraprim erhalten, ist eine Folinsäure-Substitution (in Form von Kalziumfolinat) vorzunehmen, um das Risiko einer Knochenmarkschädigung (Knochenmarkdepression) zu verringern (siehe Einnahme von Daraprim zusammen mit anderen Arzneimitteln).

√Ąltere Patienten

Bisher liegen keine genauen Informationen zur Anwendung von Daraprim bei älteren Patienten vor. Es ist allerdings theoretisch möglich, dass bei älteren Patienten ein Folsäuremangel eher zu erwarten ist, wenn Daraprim in den zur Behandlung der Toxoplasmose empfohlenen Dosierungen angewendet wird.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Es liegen keine Daten zur Anwendung von Daraprim bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion vor. Daher sollte Daraprim bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion mit Vorsicht angewendet werden.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Daten zur Anwendung von Pyrimethamin bei Patienten mit Lebererkrankungen sind begrenzt vorhanden. Daraprim sollte bei Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion mit Vorsicht angewendet werden. Es gibt keine generellen Empfehlungen zur Dosisreduktion f√ľr Patienten mit eingeschr√§nkter Leberfunktion. Eine Dosisreduktion sollte jedoch im Einzelfall erwogen werden.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tabletten nach dem Essen unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit ein (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser).

Entnahme einer Tablette

Diese Tabletten werden in einer speziellen Verpackung geliefert, um einer Entnahme der Tabletten durch Kinder vorzubeugen.

1. Trennen Sie eine Tablette ab: Rei√üen Sie einen Streifen entlang der Ausstanzung von der Durchdr√ľckpackung ab.

2. Ziehen Sie die Außenschicht ab: Beginnen Sie am schwarz markierten Ende, legen Sie die

Außenschicht frei und lösen Sie diese von der Aussparung ab.

3. Dr√ľcken Sie die Tablette heraus: Dr√ľcken Sie behutsam ein Ende der Tablette durch den Folien√ľberzug.

Da Daraprim gem√§√ü des Anwendungsgebiets in Kombination mit einem weiteren Arzneimittel einzunehmen ist, ist die Produktinformation dieses Arzneimittels zu ber√ľcksichtigen.

Wenn Sie eine größere Menge von Daraprim eingenommen haben, als Sie sollten

Informieren Sie Ihren Arzt. Dieser wird allgemein unterst√ľtzende Ma√ünahmen, einschlie√ülich des Freihaltens der Atemwege, einleiten. Dar√ľber hinaus ist m√∂glichen Krampfanf√§llen vorzubeugen, gegebenenfalls sind diese zu behandeln.

Im Falle von schweren, akuten √úberdosierungen treten Erbrechen und Krampfanf√§lle auf. St√∂rung der Koordination von Bewegungsabl√§ufen (Ataxie), Zittern (Tremor) und Unterdr√ľckung des Atemantriebs (Atemdepression) k√∂nnen ebenfalls auftreten.

Chronische √úberdosierung kann aufgrund des Fols√§uremangels zur Knochenmarksch√§digung f√ľhren.

Zur Gew√§hrleistung einer optimalen Harn-Ausscheidung ist auf eine angemessene Fl√ľssigkeitszufuhr zu achten.

Um einem möglichen Folsäuremangel entgegenzuwirken, sollte bis zum Abklingen von Vergiftungsanzeichen Kalziumfolinat gegeben werden. Da bis zum Auftreten einer Leukozytopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen) sieben bis zehn Tage nach Einnahme vergehen können, sollte Kalziumfolinat während des Risikozeitraums gegeben werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den unten angegebenen H√§ufigkeiten der einzelnen Nebenwirkungen handelt es sich um Sch√§tzungen, da Daten zur genauen Berechnung der H√§ufigkeit nicht verf√ľgbar sind. Dar√ľber hinaus ist der m√∂gliche Einfluss des gleichzeitig eingenommenen zusammen wirkenden Arzneimittels nicht bekannt. Einige Effekte k√∂nnen auch mit der Grunderkrankung im Zusammenhang stehen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt: Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr häufig: Verminderung der roten Blutkörperchen (Anämie)

Häufig: Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozytopenie) sowie der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Sehr selten: Verminderung aller Blutzellreihen (Panzytopenie)

Bei den f√ľr die Toxoplasmose-Therapie empfohlenen t√§glichen Dosen von Daraprim ist bei 25 bis 50 % der Patienten eine Beeintr√§chtigung der Blutbildung zu beobachten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es infolge der Behandlung mit Daraprim zu einer solchen Beeintr√§chtigung der Blutbildung kommt, wird durch gleichzeitige Verabreichung von Kalziumfolinat reduziert (siehe Abschnitt 2. unter Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen).

Eine Verminderung aller Blutzellreihen (Panzytopenie), die mit Folinsäure (in Form von Kalziumfolinat) behandelbar ist, wurde bei Patienten, bei denen ein vorbestehender Folsäuremangel angenommen wurde, berichtet. Tödliche Fälle traten dann auf, wenn keine Folinsäurebehandlung (mit Kalziumfolinat) vorgenommen wurde.

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr häufig: Kopfschmerzen

Häufig: Schwindel

Sehr selten: Krampfanfälle

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Sehr selten: Bestimmte Form der Lungenentz√ľndung (so genannte Pneumonie mit zellul√§rer und eosinophiler pulmonaler Infiltration)

Hier√ľber wurde berichtet, wenn Pyrimethamin einmal w√∂chentlich mit Sulfadoxin verabreicht wurde.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Erbrechen, Übelkeit, Durchfall

Sehr selten: Schmerzhafter Krampf der glatten Muskulatur (Kolik), Geschw√ľre der Mundschleimhaut

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr häufig: Hautausschlag

Gelegentlich: Ungewöhnliche Hautverfärbungen

Sehr selten: Entz√ľndungen der Haut (Dermatitis)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Gelegentlich: Fieber

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Daraprim enthält

  • Der Wirkstoff ist: Pyrimethamin.
    1 Tablette enthält 25 mg Pyrimethamin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose-Monohydrat, Maisst√§rke, Maisst√§rkehydrolysat, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Docusat-Natrium.

Wie Daraprim aussieht und Inhalt der Packung

Daraprim Tabletten sind weiße, runde, bikonvexe Tabletten, die auf der einen Seite mit einer Bruchrille und der Prägung GS A3A versehen sind.

Daraprim ist in kindergesicherten Packungen mit 30 Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, 80700 M√ľnchen; Service-Tel.: +49 (0)89 36044 8701; http://www.glaxosmithkline.de

Hersteller:

GlaxoSmithKline Trading Services Limited, 12 Riverwalk, Citywest Business Campus, Dublin 24,

Irland

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Februar 2021.

Ein Originalprodukt der GlaxoSmithKline Forschung

[GSK-Logo]

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 06.07.2022

Quelle: Daraprim - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Pyrimethamin
Zulassungsland Deutschland
Hersteller GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.05.2004
ATC Code P01BD01
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Malariamittel

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden