Wirkstoff(e) Kaliumcitrat
Zulassungsland Deutschland
Hersteller OPTOPAN Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code A12BA02
Pharmakologische Gruppe Kalium

Zulassungsinhaber

OPTOPAN Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Zur Kaliumsubstitution bei:

  • ausgepr√§gtem Kaliummangel (Hypokali√§mie; Serumkalium unter 3,2 mmol/l), insbesondere bei gleichzeitig bestehendem √úberschu√ü an sauren Stoffwechselprodukten im Blut (metabolische Azidose);
  • kaliummangelbedingten neuromuskul√§ren St√∂rungen oder Herzrhythmusst√∂rungen;
  • Kaliummangel (Hypokali√§mie) bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden (Digitalistherapie).


Zur Vorbeugung eines Kaliummangels (Prophylaxe einer Hypokaliämie) bei:

  • √úbers√§uerung des Blutes durch Ketonk√∂rper (Ketoazidose).


Zur Verhinderung der Bildung und zur Behandlung bei:

  • Kalziumsteinen (z.B. bei renaler tubul√§rer Azidose, bei Hypocitraturie [kleiner als 320 mg/die] verschiedener Genese).
  • Harns√§uresteinen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Kalium-Optopan darf nicht angewendet werden
Wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Kaliumcitrat oder einem der sonstigen Bestandteile von Kalium-Optopan sind.
Wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie eine Unvertr√§glichkeit gegen√ľber einigen Zuckern haben, halten Sie R√ľcksprache mit Ihrem Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
Bei Krankheiten, die häufig mit einem erhöhten Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie) verbunden sind:
- Volumenmangelzustände (Dehydratation)
- Nierenfunktionsstörungen mit eingeschränkter Ausscheidungsfähigkeit der Niere (eingeschränkte exkretorische Nierenfunktion)
- Funktionsschwäche der Nebennierenrinde (Morbus Addison)
- anfallsweise auftretender Muskelschwäche (Adynamia episodica hereditaria).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Kalium-Optopan ist erforderlich
Kalium-Optopan sollte nur mit Vorsicht und nach R√ľcksprache mit dem Arzt angewendet werden bei Sichelzellenan√§mie sowie gleichzeitiger Therapie mit kaliumsparenden harntreibenden Medikamenten (Diuretika), Aldosteronantagonisten, ACE-Hemmern, Arzneimittel, die der Acetylcholinwirkung entgegenwirken (Anticholinergika) oder potentiell nephrotoxischen Medikamenten [nichtsteroidalen entz√ľndungshemmende Arzneimittel (Antiphlogistika) u.a.].
Durch Interaktion mit diesen Arzneimitteln, durch plötzlich auftretende Übersäuerung des Blutes (Azidose), akute Einschränkung der Nierenfunktion oder andere Zustände kann es zu akzidentell auftretender Überschuß an Kalium (Hyperkaliämie) kommen.
Vor der Anwendung sind Elektrolyt- und S√§ure-Basen-Status, der Herzrhythmus und besonders bei √§lteren Patienten die Nierenfunktion zu kontrollieren. Diese Parameter sind w√§hrend der Therapie zun√§chst in k√ľrzeren, sp√§ter in l√§ngeren Intervallen zu √ľberwachen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Hinweise auf schädliche Wirkungen während der Schwangerschaft und Stillzeit sind nicht bekannt.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.
Wichtige Warnhinweise √ľber bestimmte Bestandteile von Kalium-Optopan:
Der h√§ufige und dauernde Gebrauch von Kalium-Optopan kann aufgrund des enthaltenen Zuckers sch√§dlich f√ľr die Z√§hne sein (Karies).

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Kalium-Optopan einzunehmen?
Nehmen Sie Kalium-Optopan immer genau nach der Anweisung dieser Gebrauchsinformation ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Kalium-Optopan nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Kalium-Optopan sonst nicht richtig wirken kann!
L√∂sen Sie bitte das Pulver in einem Glas mit mindestens 150 ml Fl√ľssigkeit (entsprechend einem gro√üen Glas Wasser) und trinken Sie den Inhalt des Glases aus. Die Einnahme sollte w√§hrend oder nach den Mahlzeiten erfolgen.
Zur Kaliumsubstitution:
Soweit nicht anders verordnet, je nach dem zu ersetzenden Defizit, 2-5 x täglich 1 Briefchen entsprechend 40 mmol (1,56 g) - 100 mmol (3,9 g) Kalium. Es sollten nicht mehr als 5-7 Briefchen pro Tag, entsprechend 100 mmol (3,9 g) - 140 mmol (5,6 g) Kalium, eingenommen werden.
Zur Verhinderung der Bildung und zur Therapie von Nierensteinen:
Soweit nicht anders verordnet, 2-3 mal t√§glich 1 Briefchen, entsprechend 40 mmol (1,56 g) ‚Äď 60 mmol (2,34 g) Kalium. Die Citratausscheidung soll gr√∂√üer als 320 mg t√§glich sein und der Urin-pH 6,2 - 6,8 betragen.
Wie lange sollten Sie Kalium-Optopan einnehmen?
Die Dauer der Behandlung ist individuell zu entscheiden. In gew√∂hnlichen F√§llen reichen oft Tage bis Wochen f√ľr den Ausgleich des Kaliumdefizits aus.
√úberdosierung und andere Anwendungsfehler
Was ist zu tun, wenn Kalium-Optopan in zu großen Mengen eingenommen wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Bei einer √úberdosierung kann es zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusst√∂rungen kommen. Symptome einer √úberdosierung k√∂nnen auch Mi√üempfindungen, L√§hmungen und Verwirrtheitszust√§nde sein. Wenden Sie sich deshalb bei dem Verdacht auf √úberdosierung unverz√ľglich an einen Arzt.
Was m√ľssen Sie beachten, wenn Sie zuwenig Kalium-Optopan eingenommen haben oder eine Einnahme vergessen haben?
Nehmen Sie beim n√§chsten Mal nicht mehr Brausetabletten zur Herstellung einer L√∂sung zum Einnehmen ein, sondern setzen Sie die Behandlung mit der √ľblichen Dosis fort.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe bzw. Präparategruppen kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Kalium- Optopan beeinflusst werden.

  • Herzglykosiden: eine Erh√∂hung der Kaliumkonzentration au√üerhalb der Zelle (extrazellul√§r) vermindert deren Wirkung, eine Erniedrigung verst√§rkt deren Herzrhythmusst√∂rung erzeugende (arrhythmogene) Wirkung
  • Aldosteronantagonisten, kaliumsparende harntreibende Medikamente (Diuretika), ACE-Hemmer, nichtsteroidale entz√ľndungshemmende Mittel (Antiphlogistika) und periphere schmerzstillende Mittel (Analgetika) vermindern die Kaliumausscheidung durch die Nieren.
  • Anticholinergika (Arzneimittel, die der Acetylcholinwirkung entgegenwirken) hemmen die Darmmotilit√§t und erh√∂hen daher bei gleichzeitiger Anwendung das Risiko von Nebenwirkungen im Magen- Darmbereich (gastrointestinale Nebenwirkungen)
  • Die Resorption von Aluminium- und Wismutsalzen und damit auch deren Toxizit√§t wird durch die in Kalium-Optopan enthaltene Citronens√§ure gesteigert.


Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Kalium-Optopan auftreten?
Wie alle Arzneimittel kann Kalium-Optopan Nebenwirkungen haben. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrundegelegt:
sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
selten: weniger: als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfällen
Selten kann die Einnahme von Kaliumcitrat bei pr√§disponierten Patienten zu √úbelkeit und Erbrechen f√ľhren. Selten wurden Aufsto√üen, Sodbrennen, Bl√§hungen, Leibschmerzen und Durchf√§lle beschrieben.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgef√ľhrt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Sollten Sie obengenannte Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie Ihren Arzt, damit er √ľber den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Ma√ünahmen entscheiden kann.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Beh√§ltnis und der Faltschachtel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

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Weitere Informationen

Was enthält Kalium-Optopan?
Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Kaliumcitrat
1 Briefchen mit 5,5 g Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen enthält 2,157 g Kaliumcitrat ?1H2O entsprechend 780 mg bzw. 20 mmol Kalium.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Sucrose, Citronensäure, Magnesiumcitrat, Natriumcyclamat, Saccharin-Natrium, Siliciumdioxid, Aromastoffe.
Hinweis f√ľr Diabetiker: Ein Briefchen enth√§lt 2,0 g Sucrose (Zucker), entsprechend 0,17 BE.
Darreichungsform und Inhalt:
Kalium-Optopan Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen ist in Packungen mit
20 Briefchen (N1), 50 Briefchen (N2) und 100 Briefchen (N3) erhältlich.
Pharmazeutische Unternehmen und Hersteller
Optopan Pharma GmbH
Adalperostrasse 37
85737 Ismaning
Tel.: 089-99 65 53 27 7
Fax: 089-99 65 53 32 77
Stand der Information
März 2008

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Betäubungsmittel Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden