Leukeran 2 mg Filmtabletten

Abbildung Leukeran 2 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Chlorambucil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Aspen Pharma Trading Limited
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.01.2004

Zulassungsinhaber

Aspen Pharma Trading Limited

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Leukeran enthält einen Wirkstoff namens Chlorambucil, welcher zu einer Gruppe von Arzneimitteln gehört, die als Cytotoxine bezeichnet werden (auch Chemotherapeutika genannt). Dieses Arzneimittel wird zur Behandlung von bestimmten Krebsarten verwendet, die das menschliche Blut und das lymphatische System betreffen. Ihr Arzt kann Ihnen erklären, wie Chlorambucil bei Ihrer Erkrankung helfen kann.

Sie erhalten Leukeran, wenn Sie an den folgenden bösartigen Neubildungen des lymphatischen Systems leiden:

  • Chronisch lymphatische Leuk√§mie (CLL), Krebs gebildet aus Zellen des lymphatischen Systems.
  • niedrig maligne Non-Hodgkin-Lymphome. Eine Art von Blutkrebs, bei dem das Knochenmark eine gro√üe Anzahl abnormaler wei√üer Blutk√∂rperchen bildet.
  • Waldenstr√∂ms Makroglobulin√§mie. Ein seltenes Lymphom, bei dem es zu einer unkontrollierten Zunahme von B-Zellen, einer Art von wei√üen Blutk√∂rperchen, kommt, was zur Freisetzung eines abnormalen Proteins in das Blut f√ľhrt.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Leukeran darf nicht eingenommen werden, wenn:

Sie allergisch gegen Chlorambucil oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen

Bestandteile von Leukeran 2 mg Filmtabletten sind.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Leukeran einnehmen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, wenn:

  • Sie k√ľrzlich geimpft wurden oder planen mit einem Lebendimpfstoff geimpft zu werden (siehe Einnahme von Leukeran zusammen mit anderen Arzneimitteln), weil Leukeran die F√§higkeit Ihres K√∂pers, Infektionen abzuwehren, verringern kann.
  • Sie ein m√∂glicher Kandidat f√ľr eine Knochenmarkstransplantation sind (√úbertragung von eigenen Stammzellen), weil Leukeran die Menge an Stammzellen verringern kann.
  • Sie an einer Knochenmarkssch√§digung leiden.
    Da Leukeran die Bildung von Blutzellen im Knochenmark, haupts√§chlich die Bildung wei√üer Blutzellen (Lymphozyten), weniger die Bildung von Neutrophilen, Blutpl√§ttchen oder des Blutfarbstoffes, stark unterdr√ľcken kann, wird Ihr Arzt Ihre Blutwerte sorgf√§ltig √ľberwachen und, falls erforderlich, Ihre Behandlung vor√ľbergehend unterbrechen, um einen zu starken Abfall in der Zahl bestimmter Blutzellen zu vermeiden. Es ist daher zwingend erforderlich, dass Sie Ihren Arzt zu den mit ihm abgesprochenen Terminen aufsuchen.
  • Sie sich vor kurzem einer Strahlenbehandlung oder einer Behandlung mit Arzneimitteln, die das Zellwachstum hemmen (Zytostatika), unterzogen haben, da die Blutzellbildung im Knochenmark in verst√§rktem Ma√üe beeintr√§chtigt sein kann.
  • Sie eine Nierenerkrankung (nephrotisches Syndrom) haben, ein Hochdosierungsschema hatten oder jemals einen Anfall oder Krampfanf√§lle hatten. Wenn Sie jemals einen Anfall oder Krampfanfall hatten, k√∂nnte bei Ihnen ein h√∂heres Risiko bestehen, Anf√§lle oder Krampfanf√§lle zu bekommen, wenn Sie Leukeran einnehmen.
  • Sie unter irgendwelchen Lebererkrankungen leiden, da die Dosis an Leukeran m√∂glicherweise verringert werden muss.
  • Sie unter irgendwelchen Nierenerkrankungen leiden, da bei Ihnen ein erh√∂htes Risiko einer durch Leukeran bedingten Blutarmut (An√§mie) oder einer Harnvergiftung (Ur√§mie) besteht, und es zu einer zus√§tzlichen Unterdr√ľckung der Knochenmarksfunktion in Verbindung mit einem krankhaften Anstieg des Reststickstoffs im Blut (Azot√§mie) kommen k√∂nnte. Ihr Arzt wird Sie sorgf√§ltig auf Anzeichen eines erh√∂hten Risikos hin √ľberwachen.

Es besteht die M√∂glichkeit, insbesondere bei langfristiger Anwendung von Leukeran, dass sich das Risiko f√ľr die Entwicklung eines sekund√§ren Blutkrebses erh√∂ht. In vielen F√§llen, in denen Patienten einen solchen entwickelt haben, erhielten sie auch noch eine andere Art von Chemotherapie oder eine Form von Strahlentherapie. Symptome eines sekund√§ren Blutkrebses beinhalten M√ľdigkeit, Fieber, Infektionen und blaue Flecken. Verst√§ndigen Sie baldm√∂glichst Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eines dieser Symptome auftritt (siehe Abschnitt 4).

Einnahme von Leukeran zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Folgendes einnehmen/erhalten bzw. vor kurzem eingenommen/erhalten haben:

  • Lebendimpfstoffe (wie beispielsweise oraler Polio-Impfstoff, Masern, Mumps, R√∂teln).
  • Andere zellwachstumshemmende Mittel aus der Chemotherapie (wie z. B. Fludarabin, Pentostatin oder Cladribin) oder R√∂ntgenbestrahlung, die zur Behandlung von bestimmten Blutkrebsarten verwendet werden k√∂nnen. Bei gleichzeitiger Verabreichung von Phenylbutazon (Arzneimittel zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen und Gicht) k√∂nnen die Nebenwirkungen von Leukeran verst√§rkt werden. Ihr Arzt wird pr√ľfen, ob in Ihrem Fall eine verringerte Dosis an Leukeran erforderlich ist.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, vor kurzem eingenommen haben oder einnehmen werden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Dies gilt auch f√ľr pflanzliche Arzneimittel.

Einnahme von Leukeran zusammen mit Nahrungsmitteln

Leukeran sollte auf n√ľchternen Magen eingenommen werden. Siehe Abschnitt 3.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme von Leukeran Ihren Arzt um Rat.

Sie d√ľrfen Leukeran nicht einnehmen, wenn Sie eine Schwangerschaft planen. Dies gilt sowohl f√ľr M√§nner als auch f√ľr Frauen.

Eine Behandlung mit Leukeran wird w√§hrend der Schwangerschaft nicht empfohlen, da sie sehr sch√§dlich f√ľr das ungeborene Kind sein kann.

Stillzeit

Sie d√ľrfen w√§hrend der Behandlung mit Leukeran nicht stillen.

Fortpflanzungsfähigkeit

Leukeran kann die Eierst√∂cke bzw. die Spermien beeintr√§chtigen, was zu Unfruchtbarkeit (Unf√§higkeit ein Kind zu bekommen) f√ľhren kann. Bei Frauen kann die monatliche Regelblutung ausbleiben (Amenorrhoe) und bei M√§nnern kann ein vollst√§ndiges Fehlen von Spermien (Azoospermie) beobachtet werden.

Verwenden Sie eine verl√§ssliche Form der Empf√§ngnisverh√ľtung zur Vermeidung einer Schwangerschaft, wenn entweder Sie oder Ihr Partner Leukeran einnehmen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

M√§nner sollten w√§hrend und bis 6 Monate nach der Behandlung keine Kinder zeugen. Wenn Sie einen Kinderwunsch f√ľr die Zeit nach Abschluss der Behandlung haben sollten, wird Ihnen empfohlen, sich wegen der M√∂glichkeit einer auf Dauer bestehenden Unfruchtbarkeit durch die Behandlung mit Leukeran vor Therapiebeginn genetisch beraten zu lassen, ob eine Spermakonservierung durchgef√ľhrt werden sollte.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es stehen keine Informationen zu den Auswirkungen von Leukeran auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen zur Verf√ľgung.

Leukeran-Tabletten enthalten Lactose

Leukeran-Tabletten enthalten Lactose, eine Zuckerart. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihr Arzt Ihnen gesagt hat, dass Sie unter einer Lactose- Unvertr√§glichkeit leiden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Leukeran immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Leukeran soll Ihnen nur durch einen Facharzt verordnet werden, der Erfahrung in der Behandlung von Krebs hat. Ihr Arzt wird Ihnen erkl√§ren, wieviel und wie oft Sie dieses Arzneimittel einnehmen m√ľssen. Ihre Dosierung wird anhand Ihres K√∂rpergewichts und Ihrer Erkrankung berechnet.

Die Leukeran-Tabletten sollen t√§glich auf n√ľchternen Magen (mindestens 1 Stunde vor oder 3 Stunden nach einer Mahlzeit) mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

Die Tabletten d√ľrfen nicht zerbrochen oder zerkaut werden.

Die Leukeran-Dosis hängt von der Art Ihrer Erkrankung ab (siehe Abschnitt 1).

  • Es besteht die M√∂glichkeit, dass Ihr Arzt w√§hrend der Behandlung die Dosis entsprechend Ihrer Bed√ľrfnisse ver√§ndert, wenn Sie bereits √§lter sind oder Probleme mit der Leber haben. Wenn Sie bereits √§lter sind, werden m√∂glicherweise Ihre Nieren- oder Leberwerte w√§hrend der Behandlung √ľberwacht.
  • W√§hrend Sie Leukeran einnehmen, f√ľhrt Ihr Arzt m√∂glicherweise regelm√§√üig Bluttests durch, um die Anzahl der Blutk√∂rperchen in Ihrem Blut zu √ľberpr√ľfen. In der Folge

kann es sein, dass Ihre Arzneimitteldosis angepasst wird.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Die Dosis an Leukeran, die Sie erhalten, richtet sich nach Ihrem K√∂rpergewicht oder K√∂rpergr√∂√üe (K√∂rperoberfl√§che) und nach den Ergebnissen der Blutkontrollen. Ihr Arzt wird individuell f√ľr Sie die Tagesmenge an Leukeran, die sich im Laufe der Behandlung √§ndern kann, festlegen. Ohne vorherige R√ľcksprache mit Ihrem Arzt d√ľrfen Sie keine Behandlungs- oder Dosis√§nderungen vornehmen, um den Behandlungserfolg nicht zu gef√§hrden.

Die nachfolgenden Dosierungsempfehlungen stellen nur allgemeine Richtwerte dar. Leukeran kann sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit Kortikosteroiden gegeben werden.

Chronisch lymphatische Leukämie:

Als Monotherapie wird Leukeran als Einmaldosis alle 14 Tage gegeben. Die anfängliche Dosierung beträgt 0,4 mg/kg Körpergewicht; sie wird ab dem 2. Behandlungskurs stufenweise um 0,1 mg/kg Körpergewicht bis zum Wirkungseintritt oder zum Auftreten toxischer Wirkungen gesteigert.

In Kombination mit Prednison beträgt die anfängliche Dosierung an Leukeran 5 mg/m² an den

Tagen 1 bis 3, der Behandlungszyklus wird alle 14 Tage wiederholt. Ab dem 2. Behandlungskurs wird die Dosis stufenweise um 1,3 mg/m²/Tag bis zum Wirkungseintritt oder zum Auftreten toxischer Wirkungen gesteigert.

Niedrig maligne Non-Hodgkin-Lymphome:

In Kombination mit Prednison wird Leukeran als Einmaldosis alle 14 Tage gegeben. Die anfängliche Dosierung beträgt 0,4 mg/kg Körpergewicht; sie wird ab dem 2. Behandlungskurs stufenweise um 0,1 mg/kg Körpergewicht bis zum Wirkungseintritt oder zum Auftreten toxischer Wirkungen gesteigert.

Waldenströms Makroglobulinämie:

Als Monotherapie kann Leukeran kontinuierlich oder intermittierend gegeben werden. Bei kontinuierlicher Anwendung betr√§gt die t√§gliche Dosis 0,1 mg/kg K√∂rpergewicht. Bei intermittierender Anwendung wird Chlorambucil in einer Dosis von 0,3 mg/kg K√∂rpergewicht/Tag √ľber 7 Tage gegeben. Der Behandlungszyklus wird alle 6 Wochen wiederholt. Die Therapiedauer betr√§gt in der Regel mehr als 6 Monate.

Eine Kombinationstherapie mit Leukeran und Prednison wird ebenfalls häufig angewendet (Dosierungen sind der Fachliteratur zu entnehmen).

Ihr Arzt wird √ľber Dosisanpassungen entscheiden, wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsst√∂rung oder an einer Knochenmarkssch√§digung leiden. Wenn Sie an einer Nierenfunktionsst√∂rung leiden, wird Ihr Arzt Sie sorgf√§ltig auf Anzeichen vermehrter Nebenwirkungen hin √ľberwachen.

Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt; sie richtet sich nach Ihrer körperlichen Verfassung und dem verwendeten Behandlungsprotokoll.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Leukeran zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Leukeran eingenommen haben, als Sie sollten

Verst√§ndigen Sie sofort Ihren Arzt oder gehen Sie unverz√ľglich in das n√§chste Krankenhaus. Vergewissern Sie sich, dass Sie die Packung des Arzneimittels mitnehmen, auch wenn sie keine Tabletten mehr enth√§lt.

Wenn Sie die Einnahme von Leukeran vergessen haben

Informieren Sie Ihren Arzt. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Leukeran abbrechen

Beenden Sie die Einnahme von Leukeran nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt, sprechen Sie sofort mit Ihrem Facharzt oder suchen Sie unverz√ľglich ein Krankenhaus auf:

  • jedes Anzeichen von Fieber oder einer Infektion (Halsschmerzen, wunde Stellen im Mund oder Probleme beim Wasserlassen)
  • jeder unerwartete blaue Fleck oder jede unerwartete Blutung, da dies bedeuten k√∂nnte, dass zu wenig Blutzellen einer bestimmten Art gebildet werden
  • wenn Ihnen pl√∂tzlich unwohl ist (auch bei normaler K√∂rpertemperatur)
  • wenn Sie beginnen, sich extrem m√ľde zu f√ľhlen
  • wenn Sie ein Taubheits- oder Schw√§chegef√ľhl in Ihren Muskeln versp√ľren
  • wenn Hautausschl√§ge, Bl√§schen auf der Haut, wunde Stellen im Mund oder gereizte Augen und eine hohe K√∂rpertemperatur auftreten

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen haben, die ebenfalls unter diesem Arzneimittel auftreten können:

Sehr häufig (tritt bei mehr als 1 von 10 Personen auf)

Unterdr√ľckung der Knochenmarkfunktion (Knochenmarkdepression) sowie Verminderung der Zahl von wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie, Neutropenie), von Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie) oder von allen Blutk√∂rperchen (Panzytopenie)

Häufig (tritt bei weniger als 1 von 10 Personen auf)

  • √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall oder wunde Stellen im Mund (Geschw√ľre)
  • Sekund√§rer Blutkrebs (akute b√∂sartige Neubildungen des Blutes)
  • Anf√§lle (Konvulsionen) bei Kindern mit Nierenerkrankung, bekannt als nephrotisches Syndrom
  • Verminderung der roten Blutk√∂rperchen (Blutarmut), die zu M√ľdigkeit, Schw√§che und Kurzatmigkeit f√ľhren kann

Gelegentlich (tritt bei weniger als 1 von 100 Personen auf)

  • Hautausschlag
  • Lungenentz√ľndungen und Lungensch√§digungen durch Ver√§nderung des Lungengewebes (interstitielle Lungenfibrose, interstitielle Pneumonie)
  • Lebersch√§digung (Hepatotoxizit√§t), Gelbf√§rbung des Wei√üen im Auge oder der Haut ‚Äď Gelbsucht (Ikterus)

Aussetzen der monatlichen Regelblutung (Amenorrhoe), Fehlen der Spermien in der Samenfl√ľssigkeit (Azoospermie)

Selten (tritt bei weniger als 1 von 1.000 Personen auf)

  • Allergiesymptome wie Beulen auf der Haut, Quaddeln (Nesselsucht) oder Schwellung von Geweben (√Ėdeme)
  • Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (schwere Hautausschl√§ge),
  • Fieber
  • Anf√§lle und Krampfanf√§lle

Sehr selten (tritt bei weniger als 1 von 10.000 Personen auf)

  • Irreversibles Knochenmarksversagen ‚Äď Ihr K√∂rper kann aufh√∂ren, Blutk√∂rperchen zu bilden
  • nicht im Zusammenhang mit Krampfanf√§llen stehende Bewegungsst√∂rungen einschlie√ülich Tremor, Zuckungen und Muskelkr√§mpfe
  • Periphere Nervenleiden
  • Entz√ľndung der Blase, sogenannte Zystitis

Wenn eine dieser Nebenwirkungen schwerwiegend wird oder Sie eine Nebenwirkung bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage steht, kontaktieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3

D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Flasche und dem Umkarton nach dem angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Im K√ľhlschrank lagern (2¬ļC bis 8¬ļC).

Wenn Ihnen Ihr Arzt mitteilt, die Einnahme der Tabletten zu beenden, ist es wichtig, dass Sie Ihrem Apotheker alle √ľbrig gebliebenen Tabletten zur√ľckgeben, der diese entsprechend der Entsorgungsvorschriften f√ľr gef√§hrliche Substanzen entsorgen wird. Behalten Sie die Tabletten nur, wenn Ihr Arzt Ihnen dies sagt.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Leukeran enthält

Der Wirkstoff ist Chlorambucil.

Jede Filmtablette enthält 2 mg Chlorambucil.

Die sonstigen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose, Lactose, hochdisperses Siliciumdioxid, Stearinsäure, Hypromellose, Titandioxid (E 171), gelbes Eisenoxid (E 172), rotes Eisenoxid (E 172), Macrogol 400.

Wie Leukeran aussieht und Inhalt der Packung

Leukeran 2 mg Filmtabletten sind in Packungen zu 25 bzw. 50 Filmtabletten erh√§ltlich. Sie erhalten Leukeran als braune, runde, mit einem Film√ľberzug versehene, bikonvexe Tabletten. Auf einer Tablettenseite tragen sie die Pr√§gung ‚ÄěGX EG 3‚ÄĚ, auf der anderen Seite ‚ÄěL‚ÄĚ.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Aspen Pharma Trading Limited, 3016 Lake Drive, Citywest Business Campus, Dublin 24, Irland Tel: +49 3056 796 862

Mitvertrieb

Aspen Germany GmbH, Montgelasstra√üe 14, 81679 M√ľnchen, Deutschland

Hersteller

EXCELLA GmbH & Co. KG, N√ľrnberger Stra√üe 12, 90537 Feucht, Deutschland.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2019.

INFORMATION F√úR FACHKREISE

Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Weitere Hinweise zur Dosierung:

Die im Abschnitt ‚ÄúWie ist Leukeran einzunehmen?‚ÄĚ genannten Dosierungsempfehlungen stellen nur allgemeine Richtwerte dar. Die exakte Dosierung ist Behandlungsprotokollen zu entnehmen, die sich in der Therapie der jeweiligen Erkrankung als wirksam erwiesen haben. F√ľr weitergehende Informationen √ľber die Behandlungsschemata und zu den Einzelheiten √ľber die zur Verf√ľgung stehenden Behandlungsm√∂glichkeiten sollte die entsprechende Literatur zu Rate gezogen werden.

Bei lymphatischer Infiltration des Knochenmarks oder bei hypoplastischem Knochenmark darf die tägliche Chlorambucil-Dosis nicht mehr als 0,1 mg/kg Körpergewicht betragen.

Durch eine Einnahme der Leukeran 2 mg Filmtabletten unmittelbar nach einer Mahlzeit wird die Resorption des Wirkstoffs verz√∂gert und insgesamt auch verringert. Die Filmtabletten sollen t√§glich auf n√ľchternen Magen (mindestens 1 Stunde vor bzw. 3 Stunden nach einer Mahlzeit) mit reichlich Fl√ľssigkeit eingenommen werden. Die Tablette darf nicht zerbrochen oder zerkaut werden.

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Behandlungsprotokoll sowie der zugrunde liegenden Erkrankung. Die Therapie sollte abgesetzt werden bei Auftreten von toxischen Effekten, die der Weiterf√ľhrung der Therapie entgegenstehen.

Maßnahmen bei Überdosierung:

Bei Überdosierung traten in erster Linie reversible Panzytopenien auf. Außerdem wurden neurologische Symptome wie Erregungszustände, Ataxien und wiederholte Grand-Mal-Anfälle beobachtet.

Da es kein Antidot f√ľr Chlorambucil gibt, sollte das Blutbild laufend kontrolliert werden. Entsprechende Allgemeinma√ünahmen (z. B. rechtzeitige Magensp√ľlung, Infektionsprophylaxe) sollten durchgef√ľhrt und, falls notwendig, Bluttransfusionen verabreicht werden.

Fertilität und Schwangerschaft:

Chlorambucil wirkt erbgutsch√§digend und kann die Entwicklung eines Embryos beeintr√§chtigen. Chlorambucil sollte nicht w√§hrend der Schwangerschaft, besonders nicht w√§hrend des ersten Trimenons, angewendet werden. Bei vitaler Indikation zur Behandlung einer schwangeren Patientin sollte eine medizinische Beratung √ľber das mit der Behandlung verbundene Risiko von sch√§digenden Wirkungen f√ľr das Kind erfolgen.

Chlorambucil kann die Funktion der Eierst√∂cke unterdr√ľcken und nach Chlorambuciltherapie wurde Amenorrhoe berichtet.

Als Folge der Behandlung mit Chlorambucil wurde das Auftreten von Azoospermie beobachtet, wobei einer Gesamtdosis von 400 mg Chlorambucil oder mehr notwendig zu sein scheint. Über eine Erholung der Spermienbildung unterschiedlichen Ausmaßes wurde bei Patienten mit Lymphomen berichtet, die zuvor mit Gesamtdosen von 410 bis 2600 mg Chlorambucil behandelt wurden.

Stillzeit:

M√ľtter, die Chlorambucil erhalten, d√ľrfen nicht stillen.

Handhabung und Entsorgung:

Beim Umgang mit Leukeran sollen die Vorschriften zur Handhabung von Zytostatika beachtet werden. Die Leukeran 2 mg Filmtabletten sollten nicht geteilt werden. Solange der Film√ľberzug von Leukeran 2 mg Filmtabletten intakt ist, besteht kein Kontaminationsrisiko.

Nicht verwendete Arzneimittel oder Abfallmaterial sind entsprechend den örtlichen Vorschriften zur Entsorgung von gefährlichen Substanzen zu entsorgen. Es wird die Hochtemperatur-Verbrennung empfohlen.

[Aspen-Logo]

Anzeige

Zuletzt aktualisiert: 03.07.2022

Quelle: Leukeran 2 mg Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Chlorambucil
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Aspen Pharma Trading Limited
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.01.2004

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden