Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten

Abbildung Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Gr√ľnenthal
Betäubungsmittel Nein

Zulassungsinhaber

Gr√ľnenthal

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten enthalten den schmerzstillenden und fiebersenkenden Wirkstoff Paracetamol.

Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten werden angewendet bei:

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Panadol Optizorb 500 mg Filmtablettend√ľrfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Paracetamol oder einen der sonstigen Bestandteile von Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten sind
  • wenn Sie an einer schweren Beeintr√§chtigung der Leberfunktion leiden
  • wenn Sie an einer bestimmten erblich bedingten Stoffwechselst√∂rung leiden (Mangel an Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase)
  • wenn Sie chronisch alkoholkrank sind
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten ist erforderlich,
  • bei √ľberm√§√üigem Alkoholgenuss (Verst√§rkung der lebersch√§digenden Wirkung)
  • wenn Sie an einer Beeintr√§chtigung der Leberfunktion leiden, wie zum Beispiel Leberentz√ľndung oder einer angeborenen Erkrankung mit Gelbsucht (Gilbert-Syndrom)
  • bei ausgepr√§gter Nierenfunktionsst√∂rung
  • bei chronischer Fehl- bzw. Unterern√§hrung
  • bei Auftreten bestimmter Harnsteine (durch Vermehrung von Oxals√§ure im Harn)

Da in diesen Fällen ärztliche Kontrolle während der Anwendung vonPanadol Optizorb 500 mg Filmtabletten erforderlich ist, informieren Sie bitte gegebenenfalls den Arzt entsprechend.

Um das Risiko einer √úberdosierung zu vermeiden, muss sichergestellt werden, dass gleichzeitig eingenommene Medikamente kein Paracetamol enthalten.

Eine √úberschreitung der empfohlenen Dosis kann zu Nierensch√§den und sehr schweren Lebersch√§den f√ľhren. Die Gabe eines Gegenmittels muss dann so rasch wie m√∂glich erfolgen (siehe Abschnitt 3).

Allgemeine Hinweise zu Schmerzmitteln:
Mögliche Begleiterkrankungen

Bei Weiterbestehen von Fieber, Anzeichen einer (Zweit-)Infektion oder Anhalten der Beschwerden √ľber mehr als drei Tage, ist √§rztliche Kontrolle erforderlich.

Schmerzmittelkopfschmerz

Bei l√§ngerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgem√§√üem Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erh√∂hte Dosen des Arzneimittels behandelt werden d√ľrfen.

Nierenschädigung

Ganz allgemein kann die gewohnheitsm√§√üige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe zur dauerhaften Nierensch√§digung mit dem Risiko eines Nierenversagens f√ľhren.

Absetzen von Schmerzmitteln

Bei abruptem Absetzen nach l√§ngerem hoch dosiertem (nicht bestimmungsgem√§√üen) Gebrauch von Schmerzmitteln k√∂nnen Kopfschmerzen sowie M√ľdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosit√§t und vegetative Symptome (wie z.B. Schwei√üneigung, Schwindelgef√ľhl, Zittern, Herzklopfen). auftreten. Diese Beschwerden klingen innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme nicht ohne √§rztlichen Rat erfolgen.

Bei Einnahme von Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Medikamente einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Kombination von Paracetamol (dem    
Wirkstoff in Panadol Optizorb 500 mg   Mögliche Wechselwirkungen
Filmtabletten) mit:    
Arzneimittel, die auf Grund ihrer    
Eigenschaften einen Einfluss auf die Leber   Leberschädigung
haben wie z.B.: Tuberkulosemittel  
(Rifampicin ) oder Mittel gegen Epilepsie    
Blutgerinnungshemmende Mittel   Die blutgerinnungshemmende Wirkung kann
(?Antikoagulanzien?) wie zum Beispiel   bei länger dauernder Anwendung (mehr als
Warfarin oder Fluindion   eine Woche) verstärkt werden.
Bestimmte Mittel gegen Schmerzen und   verzögerte Ausscheidung von Paracetamol
Fieber (Salicylamide)  
    Der Abbau von Paracetamol kann
Bestimmtes Arzneimittel gegen Gicht   verlangsamt sein; die Dosis von Panadol
(Probenecid)   Optizorb 500 mg Filmtabletten soll daher
    verringert werden.
Bestimmtes Antibiotikum = Arzneimittel   Der Abbau des Antibiotikums kann verzögert
gegen Infektionen (Chloramphenicol )   sein (verstärkte Nebenwirkungen möglich).
    Die Neigung zur Verminderung weißer
    Blutkörperchen (Neutropenie) wird verstärkt.
Bestimmtes Arzneimittel gegen Infektionen   Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten soll
mit HIV (Zidovudin)   daher nur nach ärztlichem Anraten
    gleichzeitig mit Zidovudin eingenommen
    werden.
Bestimmtes Arzneimittel gegen Magen-   erhöhte Blutspiegel von Paracetamol
Darm-Geschw√ľre (Nizatidin) ¬†
Bestimmtes Arzneimittel gegen Magen- ¬† steigert Verf√ľgbarkeit von Paracetamol
Darm-Beschwerden (Cisaprid)  
Bestimmtes Arzneimittel gegen Epilepsie ¬† verminderte Verf√ľgbarkeit von Lamotrigin
oder Depressionen (Lamotrigin)  
Arzneimittel zur Verzögerung der   Aufnahme und Wirkungseintritt von
Magenentleerung (z.B. Propanthelin)   Paracetamol können verzögert werden.
Arzneimittel, die zur Beschleunigung der   Aufnahme und Wirkungseintritt von
Magenentleerung f√ľhren (z.B. ¬†
  Paracetamol können beschleunigt werden.
Metoclopramid)  
Bestimmtes Mittel zur Senkung erhöhter   Aufnahme und Wirksamkeit von
Blutfettwerte (Cholestyramin)   Paracetamol können verringert sein.
    Leberschädigung (siehe Abschnitt ?2. Was
Alkohol ¬† m√ľssen Sie vor der Einnahme von Panadol
    Optizorb 500 mg Filmtabletten beachten??)
Auswirkungen auf Laboruntersuchungen:    
  3

Die Einnahme von Paracetamol kann Laboruntersuchungen, wie die Harnsäurebestimmung, sowie die Blutzuckerbestimmung beeinflussen.

Bei Einnahme von Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

W√§hrend der Einnahme von Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten d√ľrfen Sie keinen Alkohol trinken.

Die Einnahme nach den Mahlzeiten kann zu einem verz√∂gerten Wirkungseintritt f√ľhren.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt um Rat.

Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten sollten nur nach strenger Abwägung des Nutzen- Risiko-Verhältnisses während der Schwangerschaft eingenommen werden. Über eine Anwendung während der Schwangerschaft entscheidet daher Ihr Arzt.

Sie sollten Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten w√§hrend der Schwangerschaft nicht √ľber einen l√§ngeren Zeitraum, in h√∂heren Dosen oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln einnehmen, da die Sicherheit der Anwendung f√ľr diese F√§lle nicht belegt ist.

Stillzeit:

Paracetamol geht in die Muttermilch √ľber. Da nachteilige Folgen f√ľr den S√§ugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein.

Die Dosierung sollte jedoch möglichst niedrig und die Anwendungsdauer möglichst kurz gehalten werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Paracetamol, der Wirkstoff in Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten hat keinen Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen. Trotzdem ist nach Einnahme eines Schmerzmittels wegen m√∂glicher Nebenwirkungen immer Vorsicht geboten.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten immer genau nach der in der Gebrauchsinformation angegeben Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Dosierung

Prinzipiell sollten Schmerzmittel so gering wie f√ľr eine ausreichende Wirkung n√∂tig ist, dosiert werden - um das Risiko des Auftretens unerw√ľnschter Wirkungen m√∂glichst klein zu halten.

Der zeitliche Abstand zwischen zwei Einnahmen sollte 6 Stunden betragen.

Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Die √ľbliche Dosis ist:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:

1 Tablette bis höchstens 4mal täglich

Die Tagesh√∂chstdosis von 4 Tabletten (entsprechend 2000 mg Paracetamol) darf nicht √ľberschritten werden.

Kinder unter 12 Jahren

Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten sind nicht geeignet f√ľr Kinder. F√ľr sie stehen besser geeignete, nach K√∂rpergewicht dosierbare Darreichungsformen des Wirkstoffes zur Verf√ľgung. Lassen Sie sich bitte diesbez√ľglich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

√Ąltere Patienten (ab 65 Jahre)

Es ist keine spezielle Dosisanpassung auf Grund des Alters erforderlich. Im Fall von Untergewicht und Organfunktionsstörungen bitte entsprechende Hinweise beachten.

Patienten mit Leberfunktionsstörungen

Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom (eine angeborene Erkrankung) muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall (=der Zeitabstand zwischen 2 Einnahmen) verlängert werden.

Patienten mit Nierenfunktionsstörungen

Bei schwerer Nierenfunktionsstörung muss ein Dosisintervall (=der Zeitabstand zwischen 2 Einnahmen) von mindestens 8 Stunden eingehalten werden.

Art und Dauer der Anwendung

Tabletten mit ausreichend Fl√ľssigkeit (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser) einnehmen.

Die Anwendungsdauer soll auf die Erkrankungsdauer beschränkt werden.

Falls die Beschwerden länger als 3 Tage anhalten, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Wenn Sie eine größere Menge Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten eingenommen haben als Sie sollten

Um das Risiko einer √úberdosierung zu verhindern, muss sichergestellt werden, dass andere, gleichzeitig angewendete Arzneimittel kein Paracetamol enthalten!

Bei einer Überdosierung treten im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Blässe und Bauchschmerzen auf.

Ein Vergiftungsrisiko besteht insbesondere bei älteren Menschen, kleinen Kindern, Personen mit Lebererkrankungen, chronischem Alkoholmissbrauch, chronischer Fehl- bzw. Unterernährung und bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die eine Wirkung auf die Leberfunktion haben.

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten eingenommen haben als empfohlen, rufen Sie unverz√ľglich einen Arzt zu Hilfe!

F√ľr √Ąrzte: Informationen zur Behandlung einer √úberdosierung mit Paracetamol sind am Ende dieser Gebrauchsinformation zu finden!
Wenn Sie die Einnahme von Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie die n√§chste Dosis zur √ľblichen Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten abbrechenkönnten Schmerzen und gegebenenfalls Fieber wieder auftreten.

Bei plötzlichem Absetzen nach längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen und weitere Beschwerden auftreten. Siehe dazu: Allgemeine Hinweise zu Schmerzmittelnin Abschnitt 2.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel k√∂nnen Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10
Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1000
Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Veränderungen des Blutbildes (Verminderung aller Blutzellen, Verminderung der Anzahl von Blutplättchen, oder starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen); bestimmte Störung des roten Blutfarbstoffes (Methämoglobinämie)

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: bei empfindlichen Personen asthmaartige Verengung der Atemwege Überempfindlichkeitsreaktionen von einfacher Hautrötung oder Urtikaria (Nesselausschlag) bis hin zur Schockreaktion mit Kreislaufversagen.

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Anstieg bestimmter Leberwerte

Bei ersten Anzeichen einer √úberempfindlichkeitsreaktion (z.B. Atembeschwerden, Hautreaktion) d√ľrfen Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten nicht nochmals eingenommen werden, und es ist sofort ein Arzt um Rat zu fragen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 30¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren!

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ?Verwendbar bis? angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten enthalten

Der Wirkstoff ist: Paracetamol

1 Tablette enthält 500 mg Paracetamol.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenkern:

Prägelatinierte Stärke, Kalziumkarbonat, Alginsäure (E 400), Crospovidon Typ A, Povidon

(K-25), Magnesium Stearat, Kolloidales Siliziumdioxid

Tabletten√ľberzug:

Titandioxid E171, Hypromellose, Macrogol 400, Polysorbat 80, Carnaubawachs

Wie Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten sind weiße bis cremefarbene, kapselförmige Filmtabletten. Auf einer Seite ist ein ?P? in einer dreieckigen Umrandung eingeprägt, auf der anderen Seite ist eine Bruchkerbe. Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

Panadol Optizorb 500 mg Filmtabletten sind in Blisterpackungen 20 St√ľck erh√§ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pharmazeutischer Unternehmer

GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG

Bußmatten 1

DE-77815 B√ľhl

Hersteller

GlaxoSmithKline Dungarvan Limited

Knockbrack

Dungarvan

Co.Waterford

Irland

Zulassungsnummer:

1-18710

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im April 2012
Die folgenden Informationen sind f√ľr √§rztliches bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:
√úberdosierung
Symptome:

Ein Intoxikationsrisiko besteht insbesondere bei √§lteren Menschen, kleinen Kindern, Personen mit Lebererkrankungen, chronischem Alkoholmissbrauch, chronischer Fehl- bzw. Unterern√§hrung und bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer Enzyminduktion f√ľhren.

In diesen F√§llen kann eine √úberdosierung zum Tod f√ľhren.

In der Regel treten Symptome innerhalb von 24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Blässe und Bauchschmerzen. Danach kann es zu einer Besserung des subjektiven Befindens kommen, es bleiben jedoch leichte Leibschmerzen als Hinweis auf eine Leberschädigung.

Eine √úberdosierung mit ca. 6 g oder mehr Paracetamol als Einzeldosis bei Erwachsenen oder mit 140 mg/kg K√∂rpergewicht als Einzeldosis bei Kindern f√ľhrt zu Leberzellnekrosen, die zu einer totalen irreversiblen Nekrose und sp√§ter zu hepatozellul√§rer Insuffizienz, metabolischer Azidose und Enzephalopathie f√ľhren k√∂nnen. Diese wiederum k√∂nnen zu Koma, auch mit t√∂dlichem Ausgang, f√ľhren. Gleichzeitig wurden erh√∂hte Konzentrationen der Lebertransaminasen (AST, ALT), Laktatdehydrogenase und des Bilirubins in Kombination mit einer erh√∂hten Prothrombinzeit beobachtet, die 12 bis 48 Stunden nach der Anwendung auftreten k√∂nnen. Klinische Symptome der Lebersch√§den werden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar und erreichen nach 4 bis 6 Tagen ein Maximum.

Auch wenn keine schweren Leberschäden vorliegen, kann es zu akutem Nierenversagen mit akuter Tubulusnekrose kommen. Zu anderen, leberunabhängigen Symptomen, die nach einer Überdosierung mit Paracetamol beobachtet wurden, zählen Myokardanomalien und Pankreatitis.

Therapie:
  • intraven√∂se Gabe von SH-Gruppen-Donatoren schon bei Verdacht
  • Dialyse
  • Bestimmungen des Plasmaspiegels

Bereits bei Verdachtauf Intoxikation mit Paracetamol ist in den ersten 10 Stunden die intravenöse Gabe von SH-Gruppen-Donatoren wie z. B. N-Acetyl-Cystein sinnvoll. N-Acetylcystein kann aber auch nach 10 und bis zu 48 Stunden noch einen gewissen Schutz bieten. In diesem Fall erfolgt eine längerfristige Einnahme.

Durch Dialyse kann die Plasmakonzentration von Paracetamol abgesenkt werden. Bestimmungen der Plasmakonzentration von Paracetamol sind empfehlenswert.

Die weiteren Therapiem√∂glichkeiten zur Behandlung einer Intoxikation mit Paracetamol richten sich nach Ausma√ü, Stadium und klinischen Symptomen entsprechend den √ľblichen Ma√ünahmen in der Intensivmedizin.

Anzeige

Zulassungsland Deutschland
Hersteller Gr√ľnenthal
Betäubungsmittel Nein

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden