Trasicor 80mg Filmtabletten

Abbildung Trasicor 80mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Oxprenolol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Novartis Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
ATC Code C07AA02
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

Novartis Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Trasicor 40mg Filmtabletten Oxprenolol Novartis Pharma GmbH
Trasicor 160mg Retardtabletten Oxprenolol Novartis Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

- Koronarer Herzkrankheit (Angina pectoris)
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
- Funktionellen, sympathikotonen Herz-Kreislauf-Störungen, wie hyperkinetisches Herzsyndrom (z. B. in Verbindung mit starkem Herzklopfen und Angst) oder psychogene Herz-Kreislauf-Störungen.
- Herzrhythmusstörungen, insbesondere bei supraventrikulärer und ventrikulärer Steigerung der Herzfrequenz (Tachykardie), Vorhofflimmern, unregelmäßiger Herztätigkeit nach Gabe von Digitalis.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Trasicor darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie √ľberempfindlich gegen Oxprenololhydrochlorid oder verwandte Substanzen, andere -Rezeptoren-Blocker oder gegen√ľber einem der sonstigen Bestandteile von Trasicor sind;
- bei Herzmuskelschwäche (manifeste Herzinsuffizienz);
- nach einem frischen Herzinfarkt;
- bei einer bestimmten Art einer Angina pectoris (vasospastische Angina pectoris, Prinzmetal-Angina);
- bei Schock;
- bei Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AVBlock 2. und 3. Grades);
- bei Sinusknoten-Syndrom;
- bei gestörter Erregungsleitung zwischen Sinusknoten und Vorhof (sinuatrialer Block);
- bei stark verlangsamtem Puls vor Behandlungsbeginn (weniger als 4550 Schlägen pro Minute);
- bei Übersäuerung des Blutes (Azidose);
- bei Bronchialasthma und Neigung zur Verkrampfung der Atemwege;
- bei schweren Durchblutungsstörungen in den Armen oder Beinen (schwere periphere arterielle Durchblutungsstörungen);
- bei einem unbehandelte hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom);
- bei gleichzeitiger Gabe von MAO-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe);
- bei erniedrigtem Blutdruck (Hypotonie).
W√§hrend der Behandlung mit Trasicor d√ľrfen Sie keine Kalzium-Antagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen (Antiarrhythmika wie Disopyramid) intraven√∂s erhalten (Ausnahme Intensivmedizin).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Trasicor ist erforderlich bei,
- geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block 1. Grades)
- längerem strengem Fasten und schwerer körperlicher Belastung (Zustände mit stark erniedrigtem Blutzucker möglich);
- Patienten mit einem bekannten oder vermuteten hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom; vorherige Therapie mit -Rezeptoren-Blockern erforderlich)
- unbehandelter Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz). Die Herzmuskelschwäche soll zuvor beherrscht werden;
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion;
- zuckerkranken Patienten (Patienten mit Diabetes mellitus), speziell wenn sie Insulin oder andere blutzuckersenkende Mittel anwenden. Es kann sein, dass Trasicor Anzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglyk√§mie) wie Herzrasen unterdr√ľckt. Vorsicht ist insbesondere bei zuckerkranken Patienten mit stark schwankenden Blutzuckerwerten geboten, da es hier das Auftreten einer starken Unterzuckerung (schwere hypoglyk√§mische Zust√§nde) m√∂glich ist.
- Patienten mit bestimmten Gefäßerkrankungen (Raynaud-Krankheit oder bestimmte Formen der peripheren Verschlusskrankheit [Claudicatio intermittens]);
- Patienten mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen);
- Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie);
Hinweis: Schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen, die durch andere Mittel verursacht wurden, k√∂nnen w√§hrend der Behandlung mit Trasicor besonders schwerwiegend sein und gegen√ľber √ľblichen Dosen von Adrenalin resistent sein;
- Patienten mit bekannter oder vermuteter Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Trasicor kann einige klinische Anzeichen einer √úberfunktion der Schilddr√ľse [Hyperthyreose], z. B. einen beschleunigten Herzschlag [Tachykardie] verdecken);
- Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen;
- Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vorgeschichte.
Wegen des Risikos einer Verkrampfung der Atemwege (Bronchokonstriktion), sollen nicht selektive -Rezeptoren-Blocker wie Trasicor bei Patienten mit chronischer Bronchitis oder einem Emphysem nur mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden.
Zur Überwachung der Behandlung mit Trasicor sollte Ihr Arzt regelmäßig den Blutdruck und die Herzfrequenz kontrollieren. Der Ruhepuls sollte nicht unter 45 Schläge pro Minute abfallen.
Wenn Ihr Puls es w√§hrend der Behandlung unter 50‚Äď55 Schl√§ge pro Minute sinkt, ist die Dosis nach R√ľcksprache mit dem behandelnden den Arzt schrittweise zu reduzieren bzw. die Behandlung mit Trasicor ausschleichend zu beenden.
Die Behandlung mit Trasicor sollte, speziell bei Patienten mit isch√§mischer Herzkrankheit, nicht pl√∂tzlich abgebrochen werden. Um eine Verschlechterung einer Angina pectoris zu vermeiden, sollte die Dosis durch den Arzt schrittweise √ľber 1‚Äď3 Wochen erniedrigt werden. Falls erforderlich sollte gleichzeitig eine alternative Behandlung eingeleitet werden.
Wenn Sie dauerhaft mit Trasicor behandelt werden und operiert werden m√ľssen, sollte ein kardiologisch erfahrener Arzt pr√ľfen, ob Trasicor vor der Operation abgesetzt werden muss. Das Risiko einer Narkose oder eines chirurgischen Eingriffs kann erh√∂ht sein. Die Vorteile der Fortsetzung einer Behandlung mit Trasicor sollten in jedem Einzelfall gegen die Risiken des Absetzens abgewogen werden. Vor einer Narkose ist der Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Trasicor zu informieren. Wenn es f√ľr notwendig erachtet wird, Trasicor vor einem chirurgischen Eingriff abzusetzen, sollte dies schrittweise erfolgen und ca. 48 Stunden vor der Narkose beendet sein.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Symptome wie trockene Augen, entweder allein oder gleichzeitig mit Hautauschlag, auftreten. In diesem Fall sollte ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden.
Da w√§hrend der Behandlung mit anderen -Rezeptoren-Blocker schwere Lebersch√§den beobachtet wurden, sollten Ihre Leberwerte, insbesondere bei einer Dauertherapie, regelm√§√üig √ľberpr√ľft werden.
Nach einer gleichzeitigen Behandlung mit Trasicor und Clonidinhydrochlorid kann es zu einem √ľberschie√üenden Blutdruckanstieg kommen, wenn Clonidinhydrochlorid abrupt abgesetzt wird, ohne einige Tage vorher Trasicor abgesetzt zu haben. Daher ist bei Beendigung der Behandlung mit Clonidinhydrochlorid zun√§chst Trasicor abzusetzen. Anschlie√üend kann Clonidinhydrochlorid stufenweise abgesetzt werden. Erst mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidinhydrochlorid kann die Behandlung mit Trasicor wieder aufgenommen werden.
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Lidocain kann es zu erhöhten Plasmaspiegeln von Lidocain kommen. Achten Sie besonders auf mögliche Nebenwirkungen von Lidocain und teilen Sie dies ggf. Ihrem Arzt mit.
Kinder
√úber die Anwendung von Trasicor bei Kindern liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Trasicor kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
Im Allgemeinen sollten während der ersten 3 Monate einer Schwangerschaft keine Arzneimittel angewendet werden. Die relativen Nutzen und die Risiken einer Behandlung sind während der gesamten Schwangerschaft sorgfältig abzuwägen.
Trasicor darf w√§hrend der Schwangerschaft (insbesondere w√§hrend der ersten drei Monate) und in der Stillzeit nur bei strenger Indikationsstellung und Nutzen-Risiko-Abw√§gung angewendet werden, da bisher keine Erfahrungen mit einer Anwendung in der Fr√ľhschwangerschaft vorliegen. Bei der Anwendung im 2. und 3. Trimester sind die bisherigen Erfahrungen f√ľr eine abschlie√üende Beurteilung des Risikos nicht ausreichend. -Rezeptoren-Blocker k√∂nnen die Durchblutung der Plazenta verringern. Es sollte die niedrigste m√∂gliche Dosis verwendet werden.
Um ein gesteigertes Sichzusammenziehen (Kontraktilit√§t) der Geb√§rmutter und die Auswirkungen einer -Blockade beim Neugeborenen (Herzschlagverlangsamung, erniedrigter Blutdruck, erniedrigter Blutzuckerspiegel) zu vermeiden, sollte die Behandlung mit Trasicor 4872 Stunden vor der Geburt beendet werden. Ist dies nicht m√∂glich, m√ľssen Neugeborene 4872 Stunden nach der Entbindung sorgf√§ltig √ľberwacht werden.
Stillzeit
Obwohl die mit der Muttermilch aufgenommene Wirkstoffmenge wahrscheinlich keine Gef√§hrdung darstellt, sollte der S√§ugling bei einer Behandlung w√§hrend der Stillzeit auf Anzeichen einer Substanzwirkung √ľberwacht werden.
Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsverm√∂gen so weit ver√§ndert sein, dass die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeintr√§chtigt wird. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe bei Behandlungsbeginn, Dosiserh√∂hung und Pr√§paratewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol. Bitte achten Sie darauf, dass Schwindel, M√ľdigkeit oder Sehst√∂rungen auftreten k√∂nnen.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Trasicor einzunehmen?
Nehmen Sie Trasicor immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Trasicor ist unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) einzunehmen. Die Filmtabletten sind bei Verteilung der Tagesdosis auf 2 Gaben morgens und abends und bei Verteilung der Tagesdosis auf 3 Gaben morgens, mittags und abends einzunehmen.
Beim Vorliegen von Leberfunktionsstörungen ist Trasicor vorsichtig zu dosieren. Unter Dauerbehandlung sollten die Leberwerte regelmäßig kontrolliert werden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine Anpassung der Dosierung von Trasicor im Allgemeinen nicht erforderlich.
Die erforderliche Anwendungsdauer ist individuell verschieden. Zur Überwachung der Behandlung empfiehlt sich generell neben der Blutdruckkontrolle eine Pulskontrolle. Der Ruhepuls sollte nicht unter 45 Schläge pro Minute abfallen.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Trasicor nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Trasicor sonst nicht richtig wirken kann!
Koronare Herzkrankheit (Angina pectoris)
24 Filmtabletten (entsprechend 160320 mg Oxprenololhydrochlorid) täglich, verteilt auf 2 Einzelgaben (morgens und abends).
Bluthochdruck (arterielle Hypertonie)
14 Filmtabletten (entsprechend 80320 mg Oxprenololhydrochlorid) täglich, verteilt auf 12 Einzelgaben.
Herzrhythmusstörungen
Bei unzureichender Behandlung mit 4060 mg Oxprenololhydrochlorid: 1‚Äď3 Filmtabletten (entsprechend 80240 m Oxprenololhydrochlorid) t√§glich, verteilt auf 2‚Äď3 Einzelgaben.
Funktionelle, sympathikotone Herz-Kreislauf-Störungen
1mal t√§glich ¬Ĺ Filmtablette (entsprechend 40 mg Oxprenololhydrochlorid). Falls erforderlich, kann die Dosis auf 1 Filmtablette t√§glich (entsprechend 80 mg Oxprenololhydrochlorid) verteilt auf 1‚Äď2 Einzelgaben, erh√∂ht werden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Trasicor zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge von Trasicor eingenommen haben, als Sie sollten
Verst√§ndigen Sie bei Verdacht auf eine √úberdosierung sofort einen Arzt/Notarzt, damit dieser √ľber das weitere Vorgehen entscheiden kann! Weitere Informationen zu √úberdosierungen befinden sich am Ende dieser Packungsbeilage.
Wenn Sie die Einnahme von Trasicor vergessen haben
Wenn Sie einmal die Einnahme vergessen haben, besteht kein Anlass zur Sorge. Nehmen Sie Trasicor ein, sobald es Ihnen einf√§llt, und setzen Sie die Behandlung dann wie bisher fort. Wenn Sie Trasicor an einem Tag vergessen haben, nehmen Sie am n√§chsten Tag die √ľbliche Dosis. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis.
Wenn Sie die Einnahme von Trasicor abbrechen
Wenn Sie die Einnahme von Trasicor unterbrechen oder vorzeitig beenden, f√ľhrt dies dazu, dass sich Ihre urspr√ľnglichen Beschwerden wieder einstellen. Halten Sie deshalb zuvor unbedingt R√ľcksprache mit Ihrem Arzt.
Bei längerer Anwendung soll die Medikation nicht abrupt abgesetzt, sondern ausschleichend beendet werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Trasicor mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Insulin und blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen (orale Antidiabetika)
Ihre Wirkung kann bei gleichzeitiger Gabe von Trasicor verstärkt oder verlängert werden. Die Anzeichen eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels (besonders eine erhöhte Herzschlagfolge und Zittern) können verschleiert oder abgemildert sein.
Andere blutdrucksenkende Arzneimittel, harntreibende Mittel (Diuretika), Phenothiazine, Narkotika, gefäßerweiternde Mittel, trizyklische Antidepressiva, Glyceroltrinitrat, Barbiturate, Alkohol
Verstärkter Blutdruckabfall.
Kalzium-Antagonisten vom Nifedipinityp
Verstärkte Blutdrucksenkung; gelegentlich Ausbildung einer Herzimuskelschwäche.
Kalzium-Antagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder andere Antiarrhythmika (z. B. Disopyramid, Chinidin)
Erniedrigter Blutdruck (vor allem durch intravenös verabreichtes Verapamil), verringerte Herzfrequenz oder andere Herzrhythmusstörungen, mögliche Verstärkung der dämpfenden Wirkung von Trasicor auf das Herz. Eine sorgfältige Überwachung ist daher angezeigt.
Die intravenöse Gabe von Calciumantagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen ist kontraindiziert (Ausnahme: Intensivmedizin).
Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Disopyramid, Chinidin oder Amiodaron können bei gleichzeitiger Gabe mit Trasicor einen verstärkten Einfluss auf die Reizleitung im Herzen (AV-Überleitungszeit) haben und die Herzleistung beeinträchtigen (negativ inotrope Wirkung).
Reserpin, Alpha-Methyl-Dopa, Herzglykoside (z. B. Digoxin), Guanfacin, Guanethidin, Clonidinhydrochlorid
Verstärkter Blutdruckabfall, stärkeres Absinken der Herzfrequenz bzw. Verzögerung der Überleitung durch Verstärkung der dämpfenden Wirkungen beider Substanzen auf das Herz.
Überschießender Blutdruckanstieg ist möglich beim abrupten Absetzen von Clonidinhydrochlorid, wenn nicht einige Tage zuvor bereits Trasicor abgesetzt wurde.
Lidocain
Mögliche Erhöhung des Plasmaspiegels von Lidocain.
Nicht steroidale Entz√ľndungshemmer (z. B. Indometacin, Ibuprofen, Diclofenac)
Verringerung der blutdrucksenkenden Wirkung.
Adrenalin, Noradrenalin, Isoprenalin, Ephedrin, Phenylephedrin (z. B. bei Lokalanästhesie beim Zahnarzt, in Nasen- und Augentropfen)
Verstärkung der Reaktionen auf sympathikomimetische Substanzen, die sich als Blutdrucksteigerung, zum Teil mit beträchtlichem Blutdruckanstieg, und Bradykardie bemerkbar machen.
MAO-Hemmstoffe (ausgenommen MAO-B-Hemmstoffe)
Sie sind wegen m√∂glicher √ľberschie√üender Blutdrucksteigerung kontraindiziert.
Periphere Muskelrelaxantien (z. B. Suxamethonium, Tubocurarin)
Verstärkung der neuromuskulären Blockade durch die -Rezeptorenhemmung.
Narkotika
Verstärkte Blutdrucksenkung. Die dämpfenden Wirkungen beider Substanzen auf das Herz können sich addieren. Daher ist ein Narkosemittel mit möglichst geringer herzdämpfender Wirkung zu wählen.
F√ľr den Fall, dass Trasicor vor Eingriffen in Allgemeinnarkose oder vor Anwendung peripherer Muskelrelaxantien nicht abgesetzt werden kann, muss der Narkosearzt √ľber die Behandlung mit Trasicor informiert werden.
Cimetidin
Verstärkung der Wirkung von Trasicor.
Ergot-Alkaloide
Verstärkung der verengenden Wirkung von Ergot-Alkaloiden auf die Blutgefäße und Verschlechterung der Durchblutung von Armen und Beinen.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.
Bei Einnahme von Trasicor zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Sie können Trasicor unabhängig von einer Mahlzeit einnehmen. Während der Behandlung mit Trasicor sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Trasicor Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:Mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig:Weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich:Weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten
Selten:Weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
Sehr selten:Weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Die folgenden Nebenwirkungen wurden beschrieben:
Augenerkrankungen

Gelegentlich:
Selten:
Verminderter Tr√§nenfluss (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Sehst√∂rungen, Bindehautentz√ľndung (Konjunktivitis)
Trockene Augen, Keratokonjunktivitis

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten:Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich:
Sehr selten:
Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe
Gelenkerkrankung (Mono- und Polyarthritis)

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig:
Häufig:
Gelegentlich:
Trockener Mund, Verstopfung
√úbelkeit
Durchfall, Erbrechen, Flatulenz

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Häufig:
Selten:
Allergische Hautreaktionen (z. B. urtikariell, psoriasiform, ekzematös, lichenoid), Rötung, Juckreiz, Schwitzen
Auslösen einer Schuppenflechte (Psoriasis) oder Verschlechterung der Symptome dieser Erkrankung, psoriasiforme Exantheme

Herzerkrankungen

Häufig:
Sehr selten:
Herzklopfen (Palpitationen), Herzmuskelschwäche, erniedrigte Herzfrequenz (Bradykardie), Erregungsleitungsstörungen.
Verstärkung der Anfälle bei Patienten mit Angina pectoris.

Gefäßerkrankungen

Häufig:
Sehr selten:
Erniedrigter Blutdruck, Ohnmacht, Durchblutungsst√∂rungen mit K√§ltegef√ľhl in den Armen und Beinen
Verstärkung der Beschwerden von Patienten mit peripheren Durchblutungsstörungen (einschließlich Claudicatio intermittens, Raynaud-Syndrom)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums

Häufig:Atemnot (Dyspnoe), Bronchospasmus

Sonstige Befunde

Gelegentlich:Rasche Erm√ľdung nach Anstrengung

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich:Auftreten einer latenten oder Verschlechterung einer bereits bestehender Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Verschleierung der Symptome eines erniedrigten Blutzuckers (z. B. schnelle Herzschlagfolge) oder einer thyreotoxischen Krise

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Häufig:Potenzstörungen

Erkrankungen des Nervensystems

Häufig
Gelegentlich:
Sehr selten:
M√ľdigkeit, Schwindelgef√ľhl, Kopfschmerzen, Benommenheit, Verwirrtheit, Nervosit√§t
Symptome ähnlich wie bei Myasthenia gravis pseudoparalytica mit Muskelschwäche, Kribbeln in den Gliedmaßen
Verstärkung einer bestehenden Muskelschwäche (Myasthenia gravis pseudoparalytica)

Psychische Erkrankungen:

Häufig:
Gelegentlich:
Depression, Schlafstörungen und Alpträume, Libidostörungen
Halluzinationen

Untersuchungen:

Sehr selten:Erhöhung der Transaminasen im Serum

M√ľdigkeit, Schwindelgef√ľhl, Kopfschmerzen, Schwitzen, Schlafst√∂rungen und Alptr√§ume sowie selten Halluzinationen und raschere Erm√ľdung nach Anstrengung k√∂nnen insbesondere zu Beginn der Behandlung auftreten. Diese Symptome sind gew√∂hnlich leichterer Art und verschwinden in der Regel innerhalb von 1‚Äď2 Wochen nach Behandlungsbeginn.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.
Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach ?Verwendbar bis? (?Verw. bis?) angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

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Weitere Informationen

Was Trasicor enthält
- Der Wirkstoff ist: Oxprenololhydrochlorid. Eine Filmtablette enthält 80 mg Oxprenololhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind: Maisstärke, Povidon K30, Tricalciumphosphat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Talkum, Poly(O-carboxymethyl)stärke, Natriumsalz, hochdisperses Siliziumdioxid, Hypromellose, Polysorbat 80, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-hydroxid-oxid (E 172, gelb)
Wie Trasicor aussieht und Inhalt der Packung
Leicht gelbe, runde Filmtabletten.
Eine Seite mit Prägung ?CG?, die andere mit ?C? Bruchkerbe ?G?.
Jede Blisterpackungen enthält 100 (N3) Filmtabletten.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Novartis Pharma GmbH
90327 N√ľrnberg
Telefon: (09 11) 273-0
Telefax: (09 11) 273-12 653
Internet/E-Mail: www.novartispharma.de
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im März 2008.
Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:
√úberdosierung
a) Anzeichen einer √úberdosierung
Eine √úberdosierung kann zu starkem Blutdruckabfall, Herzschlagverlangsamung, Unterzuckerung, Verringerung der Herzleistung, kardiogenem Schock, √úberleitungsst√∂rungen (AV-Block 1. und 2.¬†Grades, komplettem Herzblock, Pumpversagen) bis zum Herzstillstand f√ľhren. Zus√§tzlich k√∂nnen Atembeschwerden, Bronchospasmen, Erbrechen, Bewusstseinsst√∂rungen und auch generalisierte Krampfanf√§lle auftreten.
Die Merkmale einer Vergiftung mit -Rezeptoren-Blockern sind von den pharmakologischen Eigenschaften der jeweiligen Substanz abh√§ngig. Obwohl sich die Anzeichen im Allgemeinen rasch einstellen, k√∂nnen sie bei massiver √úberdosierung tagelang anhalten. Insbesondere ist auf eine kardiovaskul√§re oder respiratorische Verschlechterung zu achten, die einer √úberwachung in der Intensivstation bedarf. Dies gilt in besonderem Ma√üe f√ľr die ersten Stunden. Selbst bei geringf√ľgiger √úberdosierung soll eine mindestens 4-st√ľndige √úberwachung hinsichtlich des Auftretens von Vergiftungssymptomen erfolgen.
b) Therapie bei √úberdosierung
Bei Patienten, die kurz (innerhalb von 4 Stunden) nach einer potenziell lebensgef√§hrdenden √úberdosierung behandelt werden, ist eine Magensp√ľlung und anschlie√üend die Gabe von Aktivkohle angezeigt. Die Behandlung soll mit den in der Intensivstation zur Verf√ľgung stehenden Methoden erfolgen wie kontinuierliche Messung der kardialen Funktion, Blutgase und Elektrolyte und, wenn erforderlich, mit Notfallma√ünahmen wie k√ľnstliche Beatmung, Reanimation oder Herzschrittmacher.
Eine deutliche Herzschlagverlangsamung soll anfänglich mit Atropin behandelt werden. Zur Beherrschung der Herzfrequenz und des Blutdruckabfalls können größere Dosen von Orciprenalin erforderlich sein. Positiv chronotrope und inotrope Wirkung zeigt Glucagon auf das Herz, ohne eine Wechselwirkung mit -adrenergen Rezeptoren, somit ist Glucagon eine brauchbare Alternative zur Behandlung des Blutdruckabfalls und der Herzinsuffizienz. Bei Krampfanfällen empfiehlt sich Diazepam als Mittel der Wahl.
F√ľr die Behandlung von Bronchospasmen sind 2-Agonisten (Salbutamol oder Terbutalin) oder Aminophyllin wirksame Bronchodilatatoren. Eine √úberwachung auf Rhythmusst√∂rungen w√§hrend und nach der Applikation ist erforderlich. Nach dem Verschwinden der Intoxikationssymptome sollen die Patienten auf Anzeichen von -Rezeptoren-Blocker-Entzugsph√§nomenen √ľberwacht werden.

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Wirkstoff(e) Oxprenolol
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ATC Code C07AA02
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden