Wirkstoff(e) Penicillamin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sandoz GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.10.1967
ATC Code M01CC01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Spezifische Antirheumatika

Zulassungsinhaber

Sandoz GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Artamin 150 mg - Kapseln Penicillamin Sandoz GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Artamin enthält Penicillamin. Das ist eine Aminosäure (ein Baustein von Eiweißstoffen), die keine antibiotischen Eigenschaften hat.

Anwendungsgebiete bei Erwachsenen und Kindern (0 ‚Äď 18 Jahre)

  • schwere, aktive rheumatoide Arthritis, einschlie√ülich Morbus Still:
    Artamin wird dann angewendet, wenn mit schmerzlindernden Mitteln keine ausreichende Besserung der Beschwerden erzielt werden kann.
  • Wilson'sche Krankheit (krankhafte Speicherung von Kupfer in der Leber): Die Anwendung von Artamin kann lebensrettend sein.
  • Nierenerkrankung, genannt Cystinurie (Cystinsteine):
    Bei vermehrtem Auftreten von Cystin im Harn kann durch die Einnahme von Artamin das Auftreten von Nierensteinen, die aus Cystin entstehen können, verhindert werden; bereits vorhandene Steine können oft nach einer Anwendungszeit von einigen Monaten bis einem Jahr verkleinert oder schließlich aufgelöst werden.
  • Bleivergiftung:
    Schwermetalle werden an D-Penicillamin gebunden und dadurch entgiftet.

Anwendungsgebiete bei Erwachsenen

  • Sklerodermie (Bindegewebserkrankung)
  • zus√§tzlich zu Bleivergiftung: Vergiftung mit anderen Schwermetallen (Kupfer, Quecksilber, Zink)

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON ARTAMIN BEACHTEN? Artamin darf nicht eingenommen werden

wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff, Soja, Erdnuss oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind

  • wenn bei Ihnen w√§hrend einer fr√ľheren Anwendung von Penicillamin schwerwiegende Nebenwirkungen, insbesondere an den Nieren oder auf die Blutbildung aufgetreten sind
  • wenn Sie auf Penicillin √ľberempfindlich reagieren (Penicillinallergie)
  • bei mittelgradigen oder schweren Nierensch√§digungen
  • bei systemischem Lupus erythematodes (einer Erkrankung des Immunsystems) beziehungsweise Nachweis einer gr√∂√üeren Anzahl von Antik√∂rpern, die gegen Zellkerne gerichtet sind
  • bei Sch√§den des Lebergewebes
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit Gold oder Chloroquin (Medikamente, die bei rheumatoider Arthritis gegeben werden)
  • Vor Beginn der Behandlung m√ľssen bestimmte Laboruntersuchungen durch Ihren Arzt veranlasst und der Zustand des Nervensystems erhoben werden.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie besonders leicht erm√ľden, h√§ufig an Infektionskrankheiten (Erk√§ltung, Fieber) leiden, oder zu Blutungen neigen. Ihr Arzt wird kl√§ren, ob Sie dennoch Artamin einnehmen d√ľrfen.

Sie sollten Ihrem Arzt auch von vorangegangenen Nierenerkrankungen berichten, ebenso von vermehrtem Durst, Harndrang oder Wasser im K√∂rper (geschwollene Beine oder Augenlider), damit er die Funktion Ihrer Nieren √ľberpr√ľft.

Teilen Sie Ihrem Arzt Anzeichen wie z. B. Muskelschwäche, besonders der Augenmuskeln (Doppelbilder), der Sprach-, Schluck- und Kaumuskulatur mit.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Artamin einnehmen.

Unerl√§sslich f√ľr eine sichere und wirksame Therapie mit D-Penicillamin ist die enge Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient. Wie Sie gelesen haben, k√∂nnen bei der Einnahme von Artamin in ganz seltenen F√§llen schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten. Sie lassen sich durch regelm√§√üige Kontrolluntersuchungen und dadurch, dass Sie √ľber ungew√∂hnliche Erscheinungen und s√§mtliche Beobachtungen Ihrem Arzt berichten, weitgehend vermeiden.

Patienten mit einer Bereitschaft zu √úberempfindlichkeitsreaktionen (Heuschnupfen, Ekzem [Juckflechte], Nesselfieber, Atemnotanf√§lle [Asthmaanf√§lle]), bed√ľrfen einer besonders gr√ľndlichen √úberwachung.

Es gibt bestimmte Umst√§nde, unter denen die Therapie mit Artamin abgebrochen werden muss. Auch danach m√ľssen Sie eine Weile von Ihrem Arzt √ľberwacht werden.

Die vom Arzt vorgeschriebene Menge an Artamin sowie die vereinbarten Kontrolluntersuchungen sind unbedingt einzuhalten. Gegen Schmerzen soll nur das zusätzlich verschriebene Medikament verwendet werden.

Bei chirurgischen Eingriffen soll, wegen der möglichen Beeinflussung des Kollagen- und Elastingewebes (Bindegewebe) die Therapie mit Artamin ausgesetzt werden oder nach Möglichkeit die Dosis 6 Wochen vor einem größeren chirurgischen Eingriff und bis zum Abschluss der Wundheilung reduziert werden.

Wenn Sie Artamin wegen einer Schwermetallvergiftung erhalten, sollten Sie zusätzlich Vitamin B6 einnehmen.

Bei der Wilson'schen Erkrankung sollten Sie kupferreiche Nahrungsmittel, z. B. Schokolade, Kakao, N√ľsse, Pilze, Leber, Schalentiere, usw. meiden. Achten Sie ebenfalls darauf, dass zus√§tzlich eingenommene Mittel (z. B. Vitaminpr√§parate) kein Kupfer enthalten.

Bei Cystinurie achten Sie auch auf zus√§tzliche Ma√ünahmen (viel Fl√ľssigkeit trinken, besonders am Abend, evtl. Di√§t).

Teilen Sie die Einnahme von Artamin vor einer Operation dem behandelnden Arzt mit, denn es kann eventuell eine Verringerung der Artamin-Dosis notwendig sein.

Bei Auftreten einer Infektionskrankheit sollten Sie gleichzeitig kein Penicillin einnehmen.

Teilen Sie Ihrem Arzt mit, ob Sie in der Vergangenheit Goldverbindungen eingenommen haben, und ob Sie dadurch Beschwerden hatten. Er wird entscheiden, ob Sie Artamin danach einnehmen d√ľrfen.

Bei Auftreten von Übelkeit, Verdauungsstörungen, Störungen des Geschmackempfindens, bei Haut- und Schleimhautveränderungen (z. B. Neigung zu blauen Flecken, Blutungen, u. a.), bei eventuellen Augenbeschwerden (z. B. Lidschwäche, Doppelbilder) oder anderen Beobachtungen ist unbedingt der behandelnde Arzt zu verständigen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Artamin w√§hrend der Schwangerschaft in gr√∂√üeren Mengen eingenommen wird, kann es zu Sch√§digungen der Leibesfrucht kommen. Deshalb ist bei geb√§rf√§higen Frauen auf eine wirksame Schwangerschaftsverh√ľtung zu achten. Zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis darf Artamin w√§hrend der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden.

Wie alle Medikamente sollte Artamin in der Schwangerschaft nur nach strengster Indikationsstellung eingenommen werden. Zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis darf Artamin während der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden.

Bei einigen Erkrankungen (z. B. Wilson'sche Krankheit, Cystinurie - siehe oben) ist die Einnahme von Artamin während der Schwangerschaft jedoch notwendig.

D-Penicillamin geht in die Muttermilch √ľber. W√§hrend der Behandlung mit Artamin sollte nicht gestillt werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine Auswirkungen zu erwarten.

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Wie wird es angewendet?

WIE IST ARTAMIN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Artamin immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die vom Arzt nur f√ľr Sie vorgeschriebene Dosierung ist genau einzuhalten, denn sie wird f√ľr jeden Patienten pers√∂nlich festgesetzt.

Bei der Anwendung von Artamin m√ľssen Sie etwas Geduld haben, denn die Wirkung setzt nicht sofort ein. Gew√∂hnlich dauert es einige Wochen, manchmal auch Monate, bis eine deutliche Besserung der Beschwerden eintritt. Ihr Arzt wird Ihnen in den meisten F√§llen zun√§chst eine kleine Dosis Artamin verschreiben. Die Steigerung der Dosis erfolgt allm√§hlich. Sie sollten auf keinen Fall mehr einnehmen, als Ihr Arzt Ihnen verschreibt.

Wenn Sie eine größere Menge von Artamin eingenommen haben als Sie sollten

Es kann zu akuten √úberempfindlichkeitsreaktionen kommen, gelegentlich auch Appetitlosigkeit, √úbelkeit und Erbrechen, Geschmacksverlust, Schwei√üausbruch, Nierensch√§digung. Siehe auch Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú.

Informieren Sie einen Arzt. Er wird entsprechende Gegenmaßnahmen (Absetzen, Gabe von Korticosteroiden, akute Kontrolle von Nieren- und Leberfunktionswerten, später auch Blutbildkontrollen) ergreifen.

Wenn Sie die Einnahme von Artamin vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Fahren Sie mit der Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Artamin abbrechen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Artamin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

D-Penicillamin soll nicht gleichzeitig mit anderen Medikamenten, die die Nieren oder das blutbildende System schädigen können, wie Goldverbindungen, Antimalariamittel, Immunsuppressiva (Mittel, die das Immunsystem beeinflussen) oder Phenylbutazon (schmerzlinderndes Mittel) kombiniert werden.

F√ľr die Therapie der rheumatoiden Arthritis benutzt man auch Azathioprin, einen Wirkstoff zur Hemmung der Zellteilung (Zytostatikum). Eine Kombination mit Azathioprin verschlechtert die Vertr√§glichkeit von Artamin.

Teilen Sie daher Ihrem Arzt mit, ob andere Medikamente in Verwendung stehen, und fragen Sie, welche unbedenklich gleichzeitig mit Artamin verwendet werden können.

Schmerzlindernde Mittel sowie Kortisonpräparate können bei chronischer Polyarthritis von Ihrem Arzt gleichzeitig mit Artamin verordnet werden.

Wenn Sie Eisen ben√∂tigen, m√ľssen Sie darauf achten, dass zwischen der Einnahme von eisenh√§ltigen Medikamenten (auch rezeptfreie Kr√§ftigungsmittel enthalten oft Eisen) und der von Artamin mindestens zwei Stunden liegen. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie eisenh√§ltige Mittel einnehmen, damit er feststellen kann, ob die Dosierung von Artamin dadurch ge√§ndert werden muss. Dies gilt auch f√ľr magnesium- oder aluminiumh√§ltige Antazida und Sucralfat (Medikamente zum Binden von Magens√§ure).

Nach einer länger dauernden Behandlung mit Artamin kann es zu Vitamin-B6-Mangelzuständen kommen, die eine zusätzliche Einnahme von Vitamin B6 erforderlich machen.

Einnahme von Artamin zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Kapseln sollen mit einem Glas Wasser unzerkaut geschluckt werden.

Artamin ist am wirksamsten, wenn ca. 1 ¬Ĺ Stunden vorher und nachher keine Nahrungsaufnahme erfolgt.

Kinder: Die Einnahme erfolgt auf n√ľchternen Magen und mindestens eine halbe Stunde (eine

Stunde bei Kindern mit Wilson’scher Erkrankung oder Cystinurie) vor einer Mahlzeit mit einem Glas Wasser.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M√ĖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Oft k√∂nnen sie durch Verteilung der einzunehmenden Menge auf mehrere Einnahmen pro Tag oder Herabsetzung der Dosis (nur nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt) behoben oder vermindert werden.

Sehr häufige Nebenwirkungen sind (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10):

  • Beeintr√§chtigung bzw. Ausfall der Geschmacksempfindung (verschwindet meist bei vor√ľbergehender Dosisverminderung von Artamin). Wenn diese Nebenwirkung f√ľr Sie sehr st√∂rend ist, kann Ihr Arzt sie vielleicht durch Verschreibung von kupferh√§ltigen Medikamenten beheben.
  • Magendruck, Appetitlosigkeit, √úbelkeit, Magersucht, Druck im Oberbauch, Erbrechen, Durchfall
  • Ausscheidung von Eiwei√ü im Harn (Proteinurie), die manchmal von einer Ausscheidung von Blut im Harn (H√§maturie) begleitet wird. Dies sind Anzeichen einer Nierensch√§digung durch Antik√∂rper.

Häufige Nebenwirkungen sind (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100):

  • allergische Reaktionen von Haut und Schleimhaut, Zahnfleischentz√ľndung (Gingivitis), Geschw√ľrbildung an der Wangen- und Zungenschleimhaut (Glossitis und Stomatitis), Hautausschl√§ge, Juckreiz oder Gesichtsschwellung (√ľberwiegend aufgrund einer √úberempfindlichkeit gegen√ľber Artamin)
  • Sch√§digung des blutbildenden Knochenmarks mit Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen (Leukopenie), der roten Blutk√∂rperchen (An√§mie) und der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie). Es besteht dabei die Gefahr einer Agranulozytose und einer Panmyelopatie (sehr starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen beziehungsweise aller Blutk√∂rperchen). Anzeichen daf√ľr k√∂nnen sein: hohes Fieber, Sch√ľttelfrost und Geschw√ľre an den Schleimh√§uten des Rachens der Gaumenmandeln, des Afters und der Geschlechtsorgane. In diesen F√§llen ist Artamin sofort abzusetzen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Mitteln sollte unterbleiben. Da sich eine Agranulozytose (das Fehlen bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen) innerhalb weniger Stunden entwickeln kann, muss in diesen F√§llen rasch eine Blutbildkontrolle durchgef√ľhrt werden. Wenden Sie sich in so einem Fall an den n√§chsten erreichbaren Arzt.

Gelegentliche Nebenwirkungen sind (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000):

  • vorzeitige Erm√ľdung der willk√ľrlich bewegten Muskeln (besonders der Augenmuskeln), die unter Belastung zunimmt und sich in Ruhe zur√ľckbildet (myasthenisches Syndrom)
  • ein vermehrtes Auftreten von Antik√∂rpern im Blut, die gegen Zellkerne gerichtet sind. Dies ist ein Hinweis auf m√∂gliche Sch√§den, bei denen sich das k√∂rpereigene Abwehrsystem gegen normale K√∂rperbestandteile richtet (klinisch latentes, humorales, antinukle√§res Antik√∂rpersyndrom als Hinweis auf das Risiko der Induktion von Autoimmunsch√§den).
  • Auftreten eines verst√§rkten m√§nnlichen Behaarungstyps bei Frauen (Hirsutismus) oder Haarausfall
  • Fieber

Seltene Nebenwirkungen sind (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):

  • Gelenksschmerzen
  • Lymphknotenschwellungen, Blutarmut (bei Wilsonscher Erkrankung)
  • Bei Auftreten leichter Erm√ľdbarkeit, Anf√§lligkeit f√ľr Infektionskrankheiten (Halsschmerzen, h√§ufige Erk√§ltungen) und bei Blutungsneigung (vermehrt blaue Flecken oder punktf√∂rmige Blutungen) sollten Sie Ihrem Arzt umgehend von diesen Erscheinungen berichten.

Sehr seltene Nebenwirkungen sind (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000):

  • Schilddr√ľsenentz√ľndung (Thyreoiditis)
  • Ohrger√§usche (Tinnitus)
  • r√ľckbildungsf√§hige Lungenherde
  • chronisch fortschreitende Lungenver√§nderungen (chronische Entz√ľndung mit Verh√§rtung des Bindegewebes in der Lunge)
  • Colitis ulcerosa (langdauernde entz√ľndliche Erkrankung des Dick- und meist auch des Mastdarms mit schleimig blutigen Durchf√§llen, Darmgeschw√ľren und narbigen Verengungen des Darms)
  • schwere Erkrankungen des Immunsystems mit Autoimmunsyndromen wie systemischer Lupus erythematodes (eine Erkrankung des Immunsystems), Hauterkrankung mit Blasenbildung (Pemphigus vulgaris, Pemphigus erythematodes, Pemphigoid), Blutgerinnsel (Moschcowitz-Syndrom), Doppelbilder, Goodpasture-Syndrom (vorwiegend mit Beteiligung der Nieren und Lungen), siehe Hinweis am Ende der Aufz√§hlung
  • Polymyositis und Dermatomyositis (Erkrankungen mit Muskelschmerzen, Muskelschw√§che und Muskelschwund sowie Hautver√§nderungen)
  • allergische Reaktionen (Soja, Erdnuss)
  • Gallenstau in der Leber (intrahepatische Cholestase)
  • Erkrankung der Bauchspeicheldr√ľse (Pankreopathie)
  • Vergr√∂√üerung der Brustdr√ľse
  • schwere Hauterkrankungen (Lyell-Syndrom), verst√§rkter Haarausfall
  • Ver√§nderung des elastischen Gewebes an der Haut und Schleimhaut mit erh√∂hter Verletzlichkeit (Pseudoxanthoma elasticum, Elastosis perforans serpinginosa)
  • ‚ÄěKn√∂tchenflechte‚Äú, rote bis br√§unliche meist juckende Kn√∂tchen auf der Haut (Lichen planus)
  • Gelbf√§rbung der N√§gel
  • eventuell Verschlechterung von neurologischen Symptomen (z. B. Entz√ľndung des Sehnervs) bei Patienten mit Morbus Wilson. Eine Behandlung mit Artamin sollte dann nicht weiter fortgesetzt werden (in manchen F√§llen ist die Verschlechterung nach Abbruch der Therapie nicht mehr r√ľckbildungsf√§hig).
  • falsch positive Testergebnisse (Nitroprussid-Test, Untersuchung auf Ketonk√∂rper)

Wenn Ihr Harn tr√ľb erscheint oder sollten Schwellungen am K√∂rper, vermehrter Durst und Harndrang auftreten, suchen Sie ebenfalls Ihren Arzt auf. Er wird feststellen, ob die Gefahr einer Nierensch√§digung besteht.

√Ąu√üerst selten kann es zu einer Gelbf√§rbung der Haut und Augen sowie zu hellem Stuhl, Hautkribbeln, Schmerzen oder Gef√ľhllosigkeit an H√§nden oder F√ľ√üen, R√∂tung und Schuppung der Haut oder Haarausfall kommen.

Artamin kann das Immunsystem beeinflussen, was sich z. B. in einem schmetterlingsf√∂rmigen Ausschlag √ľber Nase und Wangen oder Blasenbildung an der Haut und den Schleimh√§uten √§u√üern kann. Doppelbilder, blutiger Harn, Muskelschw√§che, dunkelroter Ausschlag mit R√∂tung und Schwellung der Augenlider sind √§u√üerst selten, bed√ľrfen jedoch ebenfalls √§rztlicher Behandlung.

Bei fr√ľhzeitigem Erkennen einer Sch√§digung der Nieren, der Haut (Pemphigus [Blasensucht]) oder des Knochenmarks und sofortigem Absetzen von Artamin kommt es zu einem gutartigen Verlauf. In sehr seltenen F√§llen kann die Nichtbeachtung dieser Nebenwirkungen zu schweren Verl√§ufen mit unter Umst√§nden t√∂dlichem Ausgang f√ľhren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 30¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton bzw. Blister angegebenen Verfalldatum nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN Was Artamin enthält

  • Der Wirkstoff ist D-Penicillamin. 1 Kapsel enth√§lt 250 mg D-Penicillamin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Magnesiumstearat (pflanzlichen Ursprungs), Titandioxid (E-171), Gelatine, Schellack (E- 904), Propylenglycol (E-1520), Kaliumhydroxid (optional), Eisenoxid rot (E-172)

Wie Artamin aussieht und Inhalt der Packung

Hartgelatinekapsel, Gr√∂√üe 2, Kapselh√ľlle Ober- und Unterteil wei√ü opak, wei√ües bis cremefarbenes F√ľllpulver. Rote Bedruckung Ober- und Unterteil: ‚Äě250‚Äú.

PVC-Blisterpackung Packungsgr√∂√üe: 50 St√ľck

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, √Ėsterreich

Hersteller:

Sandoz GmbH, 6250 Kundl, √Ėsterreich

Lek Pharmaceuticals d.d., 1526 Laibach, Slowenien

Z.Nr.: 13611

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juni 2019.

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Wirkstoff(e) Penicillamin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sandoz GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.10.1967
ATC Code M01CC01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Spezifische Antirheumatika

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden