Calciumgluconat B. Braun 10 % Injektionslösung

Abbildung Calciumgluconat B. Braun 10 % Injektionslösung
Wirkstoff(e) Calciumgluconat
Zulassungsland Österreich
Hersteller B. Braun Melsungen AG
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 28.12.2005
ATC Code A12AA03; B05BB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Calcium

Zulassungsinhaber

B. Braun Melsungen AG

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Calci - Hydramin - Creme Diphenhydramin Calciumgluconat Graben-Apotheke "Zum schwarzen BĂ€ren" Mag. pharm. M. Derflinger OG
Calcium "Fresenius" - Ampullen Calciumgluconat Calciumsaccharat Fresenius Kabi Austria GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Calciumgluconat B. Braun 10 % ist eine Injektionslösung zur Zufuhr von Calcium.

Calciumgluconat B. Braun 10 % wird angewendet zur Zufuhr von Calcium bei stark erniedrigtem Cal- ciumspiegel im Blut (HypocalcĂ€mie) mit akuten Anzeichen wie Empfindungsstörungen der Haut (Taubheit, Kribbeln, Brennen), krampfartiger Muskelstarre (Tetanie), KrĂ€mpfen an HĂ€nden und FĂŒ- ßen, Koliken, MuskelschwĂ€che und Verwirrtheit, bis hin zu epilepsieartigen KrampfanfĂ€llen und Herzsymptomen (z. B. unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag und sogar akutes Herzversagen).

Anzeige

Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Was sollten Sie vor der Anwendung von Calciumgluconat B. Braun 10 % beachten?

Calciumgluconat B. Braun 10 % darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Calciumgluconat oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie einen erhöhten Calciumspiegel im Blut (HypercalcĂ€mie) haben z. B. bei Überfunk- tion der NebenschilddrĂŒsen, erhöhtem Vitamin-D-Spiegel im Blut, Tumorerkrankungen mit Knochenabbau, eingeschrĂ€nkter Nierenfunktion, Osteoporose durch fehlende Bewegung, Sar- koidose und das sogenannte Milch-Alkali-Syndrom,
  • bei ĂŒberhöhter Calciumausscheidung im Urin,
  • bei Vergiftung mit DigitalisprĂ€paraten (eine Art von Herzmedikamenten),
  • bei Behandlung mit DigitalisprĂ€paraten, sofern Ihr Calciumspiegel nicht extrem erniedrigt ist und Sie lebensbedrohliche Symptome haben, die nur durch sofortige Injektion von Calcium behoben werden können.
  • Das Antibiotikum Ceftriaxon darf nicht bei FrĂŒhgeborenen und Neugeborenen (≀ 28 Tage alt) angewendet werden, wenn sie calciumhaltige PrĂ€parate erhalten (oder voraussichtlich erhalten werden), die in eine Vene verabreicht werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Calciumgluconat B. Braun 10 % anwenden.

Wenn Sie regelmĂ€ĂŸig DigitalisprĂ€parate einnehmen und bei Ihnen ausnahmsweise eine Calciuminjek- tion zwingend erforderlich ist (siehe oben), wird Ihr Arzt Ihre Herzfunktion sorgfĂ€ltig ĂŒberwachen. Die Überwachung stellt sicher, dass eine eventuelle Verschlechterung der Herzfunktion, z. B. schwere Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) unverzĂŒglich behandelt werden können.

Ihr Arzt wird sehr sorgfĂ€ltig abwĂ€gen, ob dieses Arzneimittel fĂŒr Sie geeignet ist, wenn Sie unter

  • Nierenverkalkung (Nephrokalzinose),
  • Herzerkrankungen,
  • Sarkoidose (Morbus Boeck)

leiden. In diesen FĂ€llen sollten Sie Calciuminjektionen nur erhalten, wenn diese zwingend erforderlich sind. Dies gilt auch, wenn Sie Adrenalin erhalten (siehe „Anwendung von Calciumgluconat B. Braun 10 % zusammen mit anderen Arzneimitteln“) und ebenso bei höherem Lebensalter.

Eine BeeintrĂ€chtigung der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) kann mit einem erhöhten Calciumspie- gel im Blut und einer Überfunktion der NebenschilddrĂŒsen einhergehen. Wenn Sie unter einer Nie- reninsuffizienz leiden, sollten Sie daher Calciuminjektionen nur erhalten, wenn dies zwingend erfor- derlich ist. Ihr Calcium- und Phosphat-Haushalt muss dabei ĂŒberwacht werden.

Ihr Arzt wird besondere Sorgfalt walten lassen, wenn Sie das Antibiotikum Ceftriaxon erhalten. Er wird es Ihnen nicht gleichzeitig mit Calciumgluconat verabreichen, auch nicht ĂŒber verschiedene Infu- sionsschlĂ€uche oder verschiedene Injektionsstellen.

Eine Calciuminjektion muss langsam durchgefĂŒhrt werden, damit es möglichst nicht zu einer Erweite- rung der BlutgefĂ€ĂŸe oder zu einer BeeintrĂ€chtigung der Herzfunktion kommt.

Bei der Injektion in eine Vene (intravenöse Injektion) sollte der Puls oder das EKG ĂŒberwacht werden.

WĂ€hrend einer Behandlung mit Calciumsalzen werden Sie im Hinblick auf eine normale Calciumbi- lanz (VerhĂ€ltnis von Calciumaufnahme und Calciumausscheidung) und zur Vermeidung von Kalkab- lagerungen im Gewebe sorgfĂ€ltig ĂŒberwacht werden. DafĂŒr werden insbesondere bei hochdosierten Calciuminjektionen der Calciumspiegel im Blut und die Calciumausscheidung im Urin ĂŒberwacht.

Calcium ist in Fettgeweben nicht löslich und kann dort zu entzĂŒndlichen Reaktionen mit nachfolgen- der Abszessbildung, GewebeverhĂ€rtung und Gewebezerstörung (Nekrosen) fĂŒhren, wenn es versehent- lich in diese Bereiche injiziert wird.

Nach versehentlicher Injektion neben ein BlutgefĂ€ĂŸ oder nach zu oberflĂ€chlicher intramuskulĂ€rer In- jektion kann es zu örtlich begrenzten Gewebereizungen, nachfolgend auch zu Hautablösungen oder sogar Gewebenekrosen kommen (siehe auch Abschnitt 4). Ihr Arzt wird dafĂŒr sorgen, dass keine Lö- sung in das die BlutgefĂ€ĂŸe umgebende Gewebe austritt, und wird die Injektionsstelle sorgfĂ€ltig be- obachten.

Hohe Dosen von Vitamin D sind zu vermeiden.

Kinder und Jugendliche

Bei Kindern (Anwendung von Calciumgluconat B. Braun 10 % zusammen mit anderen Arzneimitteln:Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder kĂŒrzlich andere Arzneimit- tel eingenommen haben.

Die Wirkung von Herzmedikamenten wie Digoxin und anderen DigitalisprĂ€paraten kann durch Cal- cium bis hin zu einer Digitalisvergiftung verstĂ€rkt werden. Wenn Sie DigitalisprĂ€parate erhalten, dĂŒr- fen Ihnen daher calciumhaltige Arzneimittel nur injiziert werden, wenn schwere, unmittelbar lebensbe- drohliche Symptome eines stark erniedrigten Calciumspiegels bestehen.

Gleichzeitige Gabe von Calcium und Adrenalin nach einer Herzoperation schwÀcht die Wirkung von Adrenalin auf das Herz und den Kreislauf.

Calcium und Magnesium hemmen sich gegenseitig in ihren Wirkungen.

Calcium kann die Wirkungen von bestimmten Arzneimitteln zur Regulierung der Herzfunktion (Calcium-Antagonisten) abschwÀchen.

Gleichzeitige Gabe von Calcium und bestimmten Arzneimitteln zur Steigerung der Harnbildung und -ausscheidung (Thiazid-Diuretika) kann zu ĂŒberhöhten Blut-Calciumspiegeln (HypercalcĂ€mie) fĂŒhren, da diese Arzneimittel die Calciumausscheidung ĂŒber die Nieren vermindern.

Die gleichzeitige Verabreichung von Calcium mit Ceftriaxon fĂŒhrt zu AusfĂ€llungen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Schwangerschaft

Calcium geht ĂŒber die Plazenta in den Kreislauf des Fötus ĂŒber und erreicht im fötalen Blut höhere Konzentrationen als im mĂŒtterlichen Blut.

Schwangere sollten daher Calciuminjektionen nur erhalten, wenn dies zwingend erforderlich ist. Die Dosis muss dann sorgfĂ€ltig berechnet und der Calciumspiegel im Blut regelmĂ€ĂŸig ĂŒberwacht werden, damit es nicht zu einem ĂŒberhöhten Calciumspiegel im Blut kommt, der sich schĂ€digend auf das Un- geborene auswirken könnte.

Stillzeit

Calcium wird in die Muttermilch ausgeschieden. Ihr Arzt wird dies berĂŒcksichtigen, wenn er Ihnen Calcium in der Stillzeit verabreicht.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel beeinflusst nicht die VerkehrstĂŒchtigkeit und die FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen.

Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen fĂŒr die Anwendung

Bei Patienten jeden Alters darf Ceftriaxon nicht mit calciumhaltigen Injektionslösungen vermischt o- der zusammen verabreicht werden, auch nicht ĂŒber unterschiedliche InfusionsschlĂ€uche oder ZugĂ€nge.

Es wurden Reaktionen, auch mit tödlichem Ausgang, aufgrund von Calcium-CeftriaxonprĂ€zipitaten in Lunge und Nieren bei zu frĂŒh geborenen und bei reifen Neugeborenen im Alter von weniger als einem Monat beobachtet.

Bei Patienten die Ă€lter als 28 Tage sind, können Ceftriaxon und calciumhaltige Lösungen jedoch nach- einander verabreicht werden, wenn die Infusionssysteme an unterschiedlichen Stellen angelegt werden oder das Infusionssystem ausgewechselt wird oder zwischen den Infusionen grĂŒndlich mit einer physi- ologischen Kochsalzlösung durchgespĂŒlt wird, um eine AusfĂ€llung zu verhindern.

Bei HypovolÀmie ist die sequenzielle Infusion von Ceftriaxon und calciumhaltigen Arzneimitteln zu vermeiden.

InkompatibilitÀten

Calciumsalze können Komplexe mit vielen Arzneistoffen bilden, was zu AusfĂ€llungen fĂŒhren kann.

Calciumsalze sind mit oxidierenden Substanzen, Citraten, löslichen Carbonaten, Bicarbonaten, Oxala- ten, Phosphaten, Tartraten und Sulfaten inkompatibel.

Physikalische InkompatibilitĂ€t wurde ĂŒberdies fĂŒr Amphotericin, Cephalothin-Natrium, Ceftriaxon (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“), Cephazolin-Natrium, Cephamandolnafat, Novobi- ocin-Natrium, Dobutaminhydrochlorid, Prochlorperazin und Tetracycline beschrieben.

Dieses Arzneimittel darf, außer mit den im Abschnitt „VerdĂŒnnung“ aufgefĂŒhrten, nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, es sei denn, die KompatibilitĂ€t wurde hinreichend sicher nachgewie- sen.

VerdĂŒnnung

Zur intravenösen Infusion kann Calciumgluconat B. Braun 10 % 1:10 auf eine Konzentration von 10 mg/ml mit folgenden Infusionslösungen verdĂŒnnt werden: 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchloridlösung

zur Injektion oder 50 mg/ml (5 %) Glucoselösung zur Injektion. Die gebrauchsfertigen Lösungen sind nach VerdĂŒnnung mit den empfohlenen Infusionslösungen zur sofortigen einmaligen Anwendung be- stimmt. Die VerdĂŒnnung sollte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgen. Nach der Zugabe sollte der BehĂ€lter zur Sicherstellung der HomogenitĂ€t leicht geschĂŒttelt werden.

Behandlung bei Überdosierung

Am Anfang der Behandlung steht die Rehydratation; bei schwerer HypercalcĂ€mie kann die intrave- nöse Infusion von Natriumchloridlösung zur VergrĂ¶ĂŸerung des extrazellulĂ€ren Volumens erforderlich sein. Zur Absenkung der ĂŒberhöhten Plasma-Calciumkonzentration kann Calcitonin angewandt wer- den. Zur Erhöhung der Calciumausscheidung kann Furosemid gegeben werden, nicht jedoch Thiazid- Diuretika, da diese die renale Calcium-RĂŒckresorption steigern.

Die Serumelektrolyte sind wĂ€hrend der gesamten Behandlung der Überdosierung sorgfĂ€ltig zu ĂŒber- wachen.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihr Arzt wird die Dosis so wÀhlen, dass Ihr Blut-Calciumspiegel/der Blut-Calciumspiegel Ihres Kindes auf normale Werte angehoben wird.

Erwachsene

Die ĂŒbliche Anfangsdosis ist 10 ml, d. h. eine Ampulle Calciumgluconat B. Braun 10 %. Bei Bedarf kann dieselbe Dosis noch einmal gegeben werden. Die weiteren Dosen werden Ihrem aktuellen Blut- Calciumspiegel angepasst.

Anwendung bei SĂ€uglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen

Der Arzt wird Dosis und Art der Anwendung in AbhÀngigkeit von Blut-Calciumspiegel und Art und Schwere der Symptome bestimmen. Bei leichten Anzeichen, die Nerven und Muskulatur betreffen, ist die Gabe von calciumhaltigen Arzneimitteln zum Einnehmen vorzuziehen.

Die folgende Tabelle gibt ĂŒbliche Richtwerte fĂŒr die Initialdosis an:

Alter

ml/kg

3 Monate 0,4-0,9
6 Monate 0,3-0,7
1 Jahr 0,2-0,5
3 Jahre 0,4-0,7
7,5 Jahre 0,2-0,4
12 Jahre 0,1-0,3
> 12 Jahre wie fĂŒr Erwachsene

Stark erniedrigte Calciumspiegel bei Neugeborenen und SĂ€uglingen, die z. B. mit Störungen der Herz- funktion einhergehen, können höhere Anfangsdosen fĂŒr eine schnelle Anhebung des Blut-Calcium- spiegels erforderlich machen (bis zu 2 ml pro kg Körpergewicht).

Die Calciumgabe kann auch, falls erforderlich, wiederholt werden. Die Höhe der nachfolgenden Do- sen richtet sich nach dem jeweils vorliegenden Blut-Calciumspiegel. Gegebenenfalls, so z. B. in FÀllen von Vitamin-D-Mangel, ist nach der intravenösen Behandlung eine Weiterbehandlung mit Calcium- PrÀparaten zur Einnahme (orale Anwendung) notwendig.

Ältere Patienten

Bestimmte Störungen, die manchmal mit dem Altern einhergehen, wie BeeintrÀchtigung der Nieren- funktion und MangelernÀhrung können die VertrÀglichkeit von Calciumgluconat beeinflussen. Daher muss eine geringere Dosis gewÀhlt werden.

Art der Anwendung

Calciumgluconat B. Braun 10 % wird Ihnen als Injektion langsam in eine Vene oder tief in einen gro- ßen Muskel verabreicht. Es sollte Ihnen in einer liegenden Position gegeben werden, und insbesondere Ihre Herzfunktion sollte wĂ€hrend der Injektion ĂŒberwacht werden.

Wegen der Gefahr örtlicher Gewebereizungen sollten Injektionen in einen Muskel (intramuskulĂ€re In- jektionen) nur durchgefĂŒhrt werden, wenn eine intravenöse Gabe nicht möglich ist. Ihr Arzt wird sorg- fĂ€ltig darauf achten, dass intramuskulĂ€re Injektionen ausreichend tief erfolgen, vorzugsweise in den großen GesĂ€ĂŸmuskel.

Die Zufuhr bei intravenöser Infusion oder Injektion sollte ausreichend langsam geschehen.

SĂ€uglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche

Zur intravenösen Anwendung (Verabreichung in eine Vene) als langsame Injektion oder langsame in- travenöse Infusion (Venentropf), beides nach VerdĂŒnnung.

Bei Kindern sollte dieses Arzneimittel nicht in einen Muskel oder unter die Haut injiziert werden.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge Calciumgluconat B. Braun 10 % erhalten haben, als Sie sollten

Symptome eines ĂŒberhöhten Blut-Calciumspiegels (HypercalcĂ€mie) können sein: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Ausscheidung großer Urinmengen, starker Durst, FlĂŒssigkeitsverlust, MuskelschwĂ€che, Nierenverkalkung, SchlĂ€frigkeit, Verwirrtheit, hoher Blutdruck (Hypertonie) und in schweren FĂ€llen Herzrhythmusstörungen bis hin zu Herzstillstand und Bewusstlo- sigkeit.

Nach zu rascher intravenöser Injektion können Anzeichen eines hohen Blut-Calciumspiegels (Hyper- calcÀmie) auftreten sowie kalkiger Geschmack, Hitzewallungen und Blutdruckabfall.

Die Behandlung hat die Absenkung des ĂŒberhöhten Blut-Calciumspiegels zum Ziel.

Ihr Arzt wird die notwendige Behandlung festlegen. Diese kann die Zufuhr von FlĂŒssigkeit oder be- sonderen Medikamenten zur Senkung des Blut-Calciumspiegels einschließen. In schweren FĂ€llen wird

möglicherweise eine Dialyse erforderlich.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei den HĂ€ufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr hÀufig: mehr als 1 Behandelter von 10

HĂ€ufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Nebenwirkungen auf Herz und Kreislauf oder andere Körperfunktionen können als Anzeichen einer HypercalcĂ€mie nach Überdosierung oder zu rascher intravenöser Injektion auftreten. Vorkommen und HĂ€ufigkeit der Symptome hĂ€ngen unmittelbar von der Injektionsgeschwindigkeit und der angewand- ten Dosis ab.

Die folgenden Nebenwirkungen können schwerwiegend sein. Wenn irgendeine dieser Nebenwir- kungen auftritt, informieren Sie umgehend Ihren Arzt; er wird dieses Medikament dann abset- zen:

Nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

  • verlangsamter oder unregelmĂ€ĂŸiger Herzschlag
  • Blutdruckabfall (Hypotonie)
  • Kreislaufkollaps (mit möglicherweise tödlichem Ausgang)

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000):

Schwerwiegende und in einigen FĂ€llen tödliche unerwĂŒnschte Reaktionen wurden bei FrĂŒhgeborenen und reifen Neugeborenen (Alter 

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Das Arzneimittel darf nach dem auf der Ampulle und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwendet werden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

FĂŒr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nach Öffnen der Ampulle ist die Lösung sofort zu verwenden.

Nach VerdĂŒnnen ist die gebrauchsfertige Lösung baldmöglichst zu verwenden; sie sollte aber nicht lĂ€nger als 24 Stunden bei 2–8 °C aufbewahrt werden.

Dieses Arzneimittel darf nicht verwendet werden, wenn folgende VerÀnderungen erkennbar sind:

BeschĂ€digung der Ampulle, VerfĂ€rbung oder TrĂŒbung (TurbiditĂ€t) der Lösung oder sichtbare Partikel in der Lösung.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Calciumgluconat B. Braun 10 % enthÀlt:

  • Der Wirkstoff ist Calciumgluconat.
  • 1 ml Lösung enthĂ€lt 94 mg Calciumgluconat, entsprechend 0,21 mmol Calcium
    10 ml enthalten 940 mg Calciumgluconat als Wirkstoff, entsprechend 2,10 mmol Calcium.
  • Bestandteile mit bekannter Wirkung: Das Produkt enthĂ€lt darĂŒber hinaus den Bestandteil Cal- cium-D-saccharat-Tetrahydrat in einer Menge, die 0,02 mmol Calcium pro ml (bzw. 0,15 mmol Calcium pro 10 ml) entspricht.
  • Der sonstige Bestandteil ist Wasser fĂŒr Injektionszwecke.

Der Calcium-Gesamtgehalt betrÀgt: 0,23 mmol pro ml (2,25 mmol pro 10 ml).

Wie Calciumgluconat B. Braun 10 % aussieht und Inhalt der Packung

Calciumgluconat B. Braun 10 % ist eine Injektionslösung (eine in einer Spritze zu verabreichende Lö- sung). Es ist eine klare, farblose bis hellbraune, wÀssrige Lösung.

Sie ist erhÀltlich in:

Ampullen aus Polyethylen: Inhalt 10 ml in Packungen zu 20 x 10 ml

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

B. Braun Melsungen AG

Carl-Braun-Str. 1

34212 Melsungen

Deutschland

Postanschrift:

34209 Melsungen

Deutschland

Tel.: +49/5661/71-0

Fax: +49/5661/71-4567

[fĂŒr Österreich]: Z.Nr.: 1 - 26230

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des EuropÀischen Wirtschaftsraumes (EWR) un- ter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien : Calcium Gluconate 10 % B. Braun oplossing voor injectie
DĂ€nemark : Calciumgluconat B. Braun 100 mg/ml
Finnland : Calciumgluconat B. Braun 100 mg/ml
Frankreich : Gluconate de Calcium 10 % B. Braun, solution pour perfusion
Deutschland : Calciumgluconat B. Braun 10% Injektionslösung
Italien : Calcio gluconato 10% B. Braun soluzione iniettabile
Niederlande : Calciumgluconaat 10 % B. Braun, oplossing voor injectie 100 mg/ml
Österreich : Calciumgluconat B. Braun 10% Injektionslösung
Portugal : Gluconato de CĂĄlcio 10 % B. Braun
Slowakei : Calcium Gluconicum 10% B. Braun
Tschechische Republik : Calcium Gluconicum 10 % B. Braun
Vereinigtes Königreich : Calcium Gluconate 10 % w/v Injection BP

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Oktober 2015.

Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt: Art der Anwendung

FĂŒr eine sichere Positionierung der Injektion im Muskel und nicht im Fettgewebe sollte bei fettleibi- gen Patienten eine lĂ€ngere KanĂŒle gewĂ€hlt werden.

FĂŒr weitere Injektionen sollte jedes Mal die Injektionsstelle gewechselt werden.

Kinder und Jugendliche (

Ausschließlich langsame intravenöse Injektion oder Infusion (beides nach VerdĂŒnnung), um ausrei- chend niedrige Zufuhrgeschwindigkeiten zu erzielen und Gewebereizungen oder Nekrosen infolge versehentlicher Extravasation zu vermeiden. Die intravenöse Zufuhrgeschwindigkeit sollte bei Kin- dern und Jugendlichen 5 ml pro Minute einer 1:10 verdĂŒnnten Calciumgluconat B. Braun 10 % Lö- sung nicht ĂŒbersteigen.

Anzeige

Wirkstoff(e) Calciumgluconat
Zulassungsland Österreich
Hersteller B. Braun Melsungen AG
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 28.12.2005
ATC Code A12AA03; B05BB01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Calcium

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-QualitĂ€tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen ĂŒber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten fĂŒr hĂ€ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden