Resochin - Filmtabletten

Abbildung Resochin - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Chloroquin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Bayer Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 19.10.1959
ATC Code P01BA01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Malariamittel

Zulassungsinhaber

Bayer Austria GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

WAS IST RESOCHIN UND WOF√úR WIRD ES ANGEWENDET?

Resochin wird zur Vorbeugung und Behandlung der Malaria eingesetzt, einer Infektionskrankheit, die in tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, Lateinamerikas und Asiens sowie in Ländern des Pazifikraumes weit verbreitet ist.

Durch den Stich der Anopheles-M√ľcken werden die Malariaerreger auf den Menschen √ľbertragen. Chloroquin, der Wirkstoff von Resochin, t√∂tet diese im Blut vorhandenen Malariaerreger ab. Resochin weist auch antirheumatische Eigenschaften auf, seine Wirksamkeit gegen systemischen Lupus erythematodes wurde best√§tigt.

Resochin wird angewendet

  • zur Vorbeugung und Behandlung der vier menschenpathogenen Malariaerregerarten au√üer Resochin-resistenter St√§mme
  • bei chronischer Polyarthritis (rheumatische Erkrankung mehrerer Gelenke) einschlie√ülich rheumatischer Gelenkserkrankungen bei Kindern (juvenile rheumatoide Arthritis)
  • bei systemischem Lupus erythematodes (Erkrankung des Immunsystems).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Resochin darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff Chloroquinphosphat bzw. andere 4-Aminochinoline oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • bei bestehender Sch√§digung der Netzhaut des Auges (Retinopathie) oder Gesichtsfeldeinschr√§nkungen
  • bei Erkrankungen der blutbildenden Organe (Knochenmark, Milz‚Ķ)
  • bei Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel (eine seltene Erkrankung mit m√∂glicher Zerst√∂rung der roten Blutk√∂rperchen).
  • bei Myasthenia gravis (schwere Muskelschw√§che).
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit (Ausnahme: Malaria-Therapie und kurzzeitige Prophylaxe) (siehe Abschnitt Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Resochin einnehmen.

Erste Anzeichen von Nebenwirkungen sowie der Eintritt einer Schwangerschaft sind dem Arzt zu melden!

Resochin ist nicht gegen alle Malariaerreger und in jedem Malariagebiet wirksam (aufgrund von Chloroquin-resistenten Malariaerreger-St√§mmen). Daher sollten Sie Ihrem Arzt bzw. √Ąrztin das Reiseziel mitteilen, um geeignete Malaria Prophylaxe einzusetzen.

Herz: QT-Verlängerung

Chloroquin kann bei einigen Patienten zu Herzrhythmusst√∂rungen f√ľhren: Chloroquin sollte mit Vorsicht angewendet werden, wenn Sie von Geburt an ein verl√§ngertes QT-Intervall haben oder dies in Ihrer Familie vorkommt, wenn sich bei Ihnen eine QT-Verl√§ngerung entwickelt hat (sichtbar im EKG, einer Aufzeichnung elektrischer Aktivit√§t des Herzens), wenn Sie an Herzerkrankungen leiden oder in der Vergangenheit einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) hatten, wenn Sie an einer St√∂rung des Elektrolythaushaltes im Blut leiden (insbesondere geringe Kalium- oder Magnesiumspiegel, siehe Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Chloroquin zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Wenn es w√§hrend der Behandlung bei Ihnen zu Herzklopfen oder unregelm√§√üigem Herzschlag kommt, sollten Sie sofort Ihren Arzt benachrichtigen. Mit zunehmender Dosis kann sich das Risiko f√ľr Herzprobleme erh√∂hen. Daher ist die empfohlene Dosierung einzuhalten.

Wenn es w√§hrend der Behandlung bei Ihnen zu unregelm√§√üigem Herzschlag kommt, sollten Sie sofort Ihren Arzt benachrichtigen. Die Behandlung sollte beendet und ein EKG abgeleitet werden (siehe Abschnitt ‚ÄěWenn Sie eine gr√∂√üere Menge Resochin eingenommen haben als Sie sollten‚Äú).

Kardiotoxizität (das Herz betreffende schädliche Wirkung von Arzneimitteln)

Chloroquin kann bei akuter √úberdosierung und bei der empfohlenen Dosis eine Kardiotoxizit√§t hervorrufen. Bei akuter √úberdosierung kann Chloroquin akutes Herzversagen (der Herzmuskel kann das Blut nicht stark genug pumpen, um den ganzen K√∂rper mit Blut zu versorgen) und schwerwiegende Herzrhythmusst√∂rungen verursachen (siehe Abschnitt ‚ÄěWenn Sie eine gr√∂√üere Menge Resochin eingenommen haben als Sie sollten‚Äú).

Bei der empfohlenen Dosis kann Kardiomyopathie (eine Erkrankung, die den Herzmuskel und die St√§rke des Herzschlags schw√§cht) auftreten. Kardiomyopathie kann zu Herzversagen, manchmal mit t√∂dlichem Ausgang, f√ľhren (siehe Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen).

Bei Anzeichen eines unregelmäßigen Herzschlags während der Behandlung mit Chloroquin sollten Sie sofort Ihren Arzt benachrichtigen.

Leberfunktionsstörung:

Wenn Sie an einer Leberfunktionsst√∂rung leiden, m√ľssen Sie m√∂glicherweise eine geringere Menge Resochin einnehmen bzw. muss Ihre Dosis angepasst werden, da sich Resochin in der Leber anreichert.

Nierenfunktionsstörung:

Wenn Sie an einer Nierenfunktionsst√∂rung leiden, m√ľssen Sie m√∂glicherweise eine geringere Menge Resochin einnehmen bzw. muss Ihre Dosis angepasst werden, da Resochin zum Teil √ľber die Nieren ausgeschieden wird.

Terminale Niereninsuffizienz (TNI)

Wenn Sie an Nierenversagen leiden (eine schwere Beeinträchtigung der Nieren zur Ausscheidung von Kreatininin, (Kreatinin-Clearence-Wert unter 10 ml/min)), wird eine Anwendung nicht empfohlen, da es keine ausreichenden Erfahrungen gibt.

Nervensystem:

Bei Epileptikern ist wegen der Möglichkeit einer Anfallsauslösung (Anfälle, Muskelkrämpfe mit Bewusstlosigkeit) besondere Vorsicht geboten. Deshalb ist eine sorgfältige ärztliche Betreuung erforderlich.

Stoffwechsel:

Wenn Sie an einer Porphyrie leiden (ungen√ľgende Produktion von roten Blutk√∂rperchen), ist Vorsicht geboten, da die Anwendung von Chloroquin die Beschwerden verschlechtern k√∂nnte.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes:

Wenn Sie an Psoriasis leiden, ist Vorsicht geboten, da die Anwendung von Chloroquin die Beschwerden verschlechtern könnte.

Hypoglykämie:

Chloroquin kann den Blutglukosespiegel senken, bitte ersuchen Sie Ihren Arzt, Sie √ľber Anzeichen und Beschwerden eines niedrigen Blutzuckerspiegels zu informieren. Eine Kontrolle Ihres Blutglukosespiegels kann erforderlich sein.

Schädigung der Netzhaut (Retinopathie):

Im Hinblick auf die m√∂glichen unerw√ľnschten Wirkungen am Auge muss vor Beginn einer l√§ngerfristigen Behandlung und w√§hrend dieser Behandlung in Abst√§nden von 3 Monaten eine augen√§rztliche Kontrolluntersuchung durchgef√ľhrt werden. Bei ersten Anzeichen einer Sch√§digung der Netzhaut (Unf√§higkeit, die Farbe Rot zu erkennen) muss die Behandlung abgebrochen werden.

Chloroquin sollte nur bei Kindern angewendet werden, bei denen Farbsehtests durchgef√ľhrt werden k√∂nnen.

Wenn Sie eine Langzeit-Behandlung mit Resochin erhalten, sind Kontrollen der Netzhaut empfohlen, da eine durch Resochin verursachte Retinopathie bleibende Sehst√∂rungen hervorrufen kann. Eine kumulative Totaldosis von 1 g Base/kg K√∂rpergewicht oder 50-100 g Totaldosis wurde mit einer Sch√§digung der Netzhaut in Verbindung gebracht. Die empfohlene Dosis zur Malariaprophylaxe f√ľhrte in seltenen F√§llen zu einer Retinopathie.

Im Zusammenhang mit einer Vorbeugung von Malaria durch Resochin ist eine Retinopathie daher nur bei Langzeitanwendung (mehr als 5 Jahre) von Bedeutung.

Blutuntersuchung:

Vor Beginn einer Dauerbehandlung und danach in Abst√§nden von 2 Monaten wird Ihr Arzt Kontrollen des gesamten Blutbildes (rote und wei√üe Blutk√∂rperchen, Blutpl√§ttchen) durchf√ľhren.

Langzeit-Prophylaxe bei Frauen im gebärfähigen Alter:

Weibliche Patienten, welche Resochin f√ľr eine Langzeit-Malaria-Vorbeugung einnehmen, sollten sicher gehen, dass sie entsprechende Verh√ľtungsmethoden w√§hrend dieser Zeit verwenden und sie sollten eine Schwangerschaft bis 3 Monate nach dem Ende der Behandlung zur Vorbeugung vermeiden (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú).

Langzeit-Prophylaxe bei Kindern:

Resochin sollte bei Kindern nicht f√ľr eine Langzeit-Vorbeugung angewendet werden.

Vorsichtsma√ünahmen sollten bez√ľglich der kumulativen Gesamtdosis bei der indizierten Langzeiteinnahme von Resochin getroffen werden (siehe Abschnitt ‚ÄěWie ist Resochin einzunehmen?‚Äú).

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Resochin darf während der gesamten Schwangerschaft nicht eingesetzt werden. Im Falle der Anwendung bei einer Malariabehandlung oder -therapie entscheidet der Arzt.

Vor Beginn einer Behandlung mit Resochin muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden (Ausnahme: Malaria).

F√ľr die Dauer der Behandlung und mindestens 3 Monate nach Beendigung muss ein wirksamer Empf√§ngnisschutz eingehalten werden.

Zur Vorbeugung der Malaria mit bestimmungsgem√§√üer Dosierung ist ein Empf√§ngnisschutz f√ľr die Dauer und 3 Monate nach Abschluss der Vorbeugung angeraten.

Stillzeit

Stillende M√ľtter d√ľrfen Resochin nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch √ľbertritt. Ist die Einnahme erforderlich, muss abgestillt werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen von Resochin auf das Zentralnervensystem (Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Verwirrtheit) und auf das Sehvermögen (Sehstörungen, Schädigung der Netzhaut) kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr sowie zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Dies gilt in verstärktem Maße am Therapiebeginn und im Zusammenwirken mit Alkohol.

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Wie wird es angewendet?

WIE IST RESOCHIN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung Zum Einnehmen.

Die Tabletten sollen nach einer Mahlzeit unzerkaut mit ein wenig Wasser geschluckt werden.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Dosierung

Wenn Sie eine größere Menge von Resochin eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge Resochin eingenommen haben als Sie sollten oder wenn ein Kind das Arzneimittel versehentlich eingenommen hat, suchen Sie bitte sofort die Notfallambulanz des nächstgelegenen Krankenhauses auf.

Eine akute Chloroquin Vergiftung (nach schweren √úberdosierungen von 2 g bis 5 g Chloroquin) kann infolge der l√§hmenden Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und die Atmung in 1 bis 3 Stunden zum Tode f√ľhren.

Erste Anzeichen zu Beginn einer akuten Chloroquin-Vergiftung sind: Kopfschmerzen, Sehstörungen und Herzrhythmusstörungen.

Da kein Gegengift bekannt ist, ist es unbedingt notwendig, dass Sie sofort das nächstgelegene Krankenhaus aufsuchen. Dort werden geeignete Behandlungsmaßnahmen eingesetzt werden.

Wenn Sie die Einnahme von Resochin vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben und setzen Sie die Einnahme wie verordnet fort.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Dosierung, Art und Dauer der Anwendung

Erwachsene:

Laut WHO-Richtlinien wurden kumulative Gesamtdosierungen von 1 g Chloroquin Base/kg K√∂rpergewicht bzw. 50-100 g Gesamtdosis (Base) mit einem Netzhautschaden in Zusammenhang gebracht. Deshalb darf die kumulative Gesamtdosis 50 g Chloroquin Base bei Erwachsenen nicht √ľberschreiten.

Bei Kindern sollte die kumulative Gesamtdosis von 1 g/kg KG nicht √ľbersteigen und bei der H√∂chstdauer soll die typische Gewichtszunahme bei Kindern im Wachstum ber√ľcksichtigen werden.

Unter Ber√ľcksichtigung dieser kumulativen Gesamtdosis kann die Gesamtdauer der Behandlung, abh√§ngig vom K√∂rpergewicht des Patienten und dem spezifischen Dosierungsschema, das verschrieben wurde, variieren. Es wird empfohlen, die gesamte Behandlungsdauer individuell f√ľr jeden Patienten zu berechnen, wenn die Behandlung zum ersten Mal verschrieben wurde und auch sicherzustellen, dass die Behandlungsdauer bei jeder √Ąnderung der Verschreibungsparameter neu berechnet und dem Patienten mitgeteilt wird. Man sollte besonders darauf achten, dass die gesamte Behandlungsdauer nicht √ľberschritten wird.

Nachdem die individuell berechnete maximale Behandlungszeit erreicht ist, darf eine erforderliche Prophylaxe nur mit einem Arzneimittel, das kein Chloroquin enthält, fortgesetzt werden.

Bitte beachten Sie, dass bei Kindern die maximale Dosis bereits nach 3 Jahren ununterbrochener Einnahme dieses Medikaments erreicht werden kann.

Zur Prophylaxe ist das Doppelte der totalen Wochendosis von 10 mg/kg √ľber 2 Tage (5 mg/kg/Tag) bei k√ľrzeren Aufenthalten in bestimmten Malariagebieten anzuraten. Bitte befolgen Sie die Empfehlungen Ihres Arztes.

Malariaprophylaxe

Erwachsene:

Laut WHO-Richtlinien wurde eine kumulative Gesamtdosis von 1 g Base/kg K√∂rpergewicht bzw. 50- 100 g Gesamtdosis (Base) mit einem Netzhautschaden in Zusammenhang gebracht. Deshalb darf die kumulative Gesamtdosis 50 g Chloroquin Base bei Erwachsenen nicht √ľberschreiten.

Malariatherapie

Die Gesamtdosis zur Behandlung einer durch Chloroquin-empfindliche Plasmodien verursachten Malaria betr√§gt 25-30 mg Chloroquin-Base pro kg K√∂rpergewicht. Diese Dosis sollte oral verabreicht √ľber 3-4 Tage verteilt werden: anfangs 10 mg Chloroquin-Base/kg, nach 6 Stunden 5 mg Chloroquin- Base/kg und weitere 5 mg Chloroquin-Base/kg als Tagesdosis f√ľr die n√§chsten 2-3 Tage.

Erwachsene:

Erwachsene erhalten anf√§nglich 4 x 250 mg Resochin Filmtabletten, 6 Stunden sp√§ter 2 x 250 mg Resochin Filmtabletten, anschlie√üend 2 x 250 mg Resochin Filmtabletten als Tagesdosis f√ľr die n√§chsten 2-3 Tage.

Fädiatrische Patienten:

Kinder erhalten eine Dosis zum Einnehmen entsprechend ihres Körpergewichts.

Anzahl der Tabletten zur Malariatherapie in √úbereinstimmung mit der Dosierungsrichtlinie: erste Dosis 10 mg Chloroquin Base/kg, 6 Stunden sp√§ter weitere 5 mg/kg und anschlie√üend 5 mg/kg/Tag √ľber die n√§chsten 2-3 Tage.

Bei Kindern mit einem K√∂rpergewicht √ľber 25 kg sollte die 250 mg Resochin Tablette wie in Tabelle 3 beschrieben dosiert werden.

Chronische Polyarthritis (rheumatoide Arthritis); systemischer Lupus erythematodes Erwachsene:

Die Behandlung kann fr√ľhestens nach 4 bis 12 Wochen bewertet werden. Die Behandlung muss abgebrochen werden, wenn nach 6 Monaten keine Besserung eingetreten ist.

Fädiatrische Patienten:

Die tägliche Dosis bei Kindern beträgt 2,5 mg Chloroquin-Base pro kg Körpergewicht. Wenn nach 6 Monaten keine Besserung eintritt, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Patienten mit eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion:

Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion muss gegebenenfalls eine Dosierungsanpassung vorgenommen werden.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und einer Kreatinin-Clearance unter 10 ml/min wird eine Anwendung nicht empfohlen.

√úberdosierung Akute √úberdosierung

Eine akute Chloroquin-Vergiftung (nach schweren √úberdosierungen von 2 g bis 5 g) kann infolge der l√§hmenden Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und die Atmung in 1 bis 3 Stunden zum Tode f√ľhren.

Symptome des Prodromalstadiums sind Kopfschmerzen, Sehstörungen und Herzrhythmusstörungen. Ein Blutdruckabfall kann von einem Schockzustand mit Bewusstlosigkeit und Krämpfen gefolgt sein. Der Tod tritt als Folge von Atem- und Herzstillstand ein.

Eine akute Chloroquin-Überdosis kann eine Verlängerung des QT-Intervalls, Torsades de pointes und ventrikuläre Arrhythmien bedingen.

Chronische √úberdosierung

Eine chronische √úberdosierung kann zu einer potentiell t√∂dlichen Kardiomyopathie f√ľhren. Der herztoxische Effekt kann bei rechtzeitiger Erkennung reversibel sein.

Eine chronische √úberdosierung kann zu einem kompletten Herzblock f√ľhren (KAVB).

Therapiemaßnahmen

Ein Antidot ist nicht bekannt. Die sofortige Entfernung des Giftes durch eine Magensp√ľlung muss versucht werden. Danach muss fr√ľhzeitig eine Atem- und Kreislaufunterst√ľtzung (Adrenalin) einsetzen. Die Kr√§mpfe m√ľssen durch Benzodiazepine (Diazepam) und Phenobarbital, wenn n√∂tig mit peripher wirkenden Muskelrelaxanzien und k√ľnstlicher Beatmung, unterdr√ľckt werden. Ungeeignet ist H√§modialyse. Eine ausgepr√§gte Hypokali√§mie muss ausgeglichen werden.

Elektrophysiologische Untersuchungen in vitro zeigten Anzeichen, dass CQ ein Multi-Ionen- Kanalblocker ist, der auf gro√üe, das Herz depolarisierende und repolarisierende Str√∂me bei IC50 Konzentrationen im Bereich von 0,22 bis 20 őľmol/l wirkt und somit auf ein Risiko f√ľr QT Verl√§ngerung/Kardiotoxizit√§t hinweist

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Resochin zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M√ĖGLICH?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen
Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen
Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen
Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Häufige Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Appetitlosigkeit
  • Hornhauttr√ľbung
  • Sehst√∂rungen
  • Umkehrbare Ver√§nderungen beim Farbsehen
  • Schmerzen im Magen- Darmbereich
  • Durchfall
  • √úbelkeit
  • Erbrechen
  • Gewichtsverlust

Gelegentliche Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Angstreaktion
  • Verwirrung und Desorientiertheit
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Schlafst√∂rungen
  • ungew√∂hnliche Hautempfindungen (Par- und Dys√§sthesie)
  • Schl√§frigkeit
  • St√∂rungen im Anpassungsverm√∂gen des Auges an die √§u√üeren Bedingungen
  • Blutdruckabfall

Seltene Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)

  • Blutbildver√§nderungen, starke Verminderung bestimmter wei√üer Blutzellen (Agranulozytose), starke Verminderung der Blutzellen aller Systeme (Panzytopenie), Verminderung der Blutpl√§ttchen (Thrombozytopenie)
  • Verschlechterung einer Stoffwechselkrankheit (Porphyrie) mit Ausscheidung von nat√ľrlichem Farbstoff (Porphyrinurie) im Harn.
  • psychotische Reaktionen
  • Krampfanf√§lle
  • Gef√ľhlsverlust im unteren Bereich der Beine und in den F√ľ√üen (periphere Neuropathie, Polyneuropathie).
  • Nicht umkehrbare Sch√§digung der Netzhaut (Retinopathie)
  • Gesichtsfeldeinschr√§nkung
  • Flimmerempfindung mit gleichzeitiger Beeintr√§chtigung der Sehsch√§rfe
  • H√∂rverlust
  • Ohrger√§usche
  • Erkrankung des Herzmuskels (Kardiomyopathie), die bei langfristiger Anwendung hoher Dosen zum Tode f√ľhren kann (siehe Abschnitt 2, Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen)
  • Leberfunktionsst√∂rung
  • Haarausfall
  • Verschlechterung einer Schuppenflechte
  • Pigmentst√∂rungen an Haut und Haaren
  • Lichtempfindlichkeitsreaktionen
  • Juckreiz
  • Verf√§rbung der Mundschleimhaut
  • Hautausschlag
  • Krankhafte gesteigerte Erm√ľdbarkeit bestimmter Muskelgruppen (Myasthenisches Syndrom)
  • Entz√ľndliche Muskelerkrankung (Myopathie)
  • abweichende Laborwerte
  • Anstieg der Serumenzyme (Transaminasen)

Sehr seltene Nebenwirkungen: (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

Vermehrung einer bestimmten Art weißer Blutkörperchen (Eosinophilie); erhöhte Konzentration des roten Blutfarbstoffes (Met-Hb) im Blut (Methämoglobinämie).

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen gegen√ľber bestimmten Arzneimitteln; Erh√∂hung der Anzahl bestimmter Blutk√∂rperchen in der Lunge (pulmonale Eosinophilie).
  • Vermehrte Speicherung von Lipiden im Gewebe (erworbene Lipidose).
  • schmerzhafte Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich mit schwerer St√∂rung des Allgemeinbefindens und hohem Fieber (Stevens-Johnson Syndrome)
  • Abl√∂sen der Oberhaut als Bl√§schen- oder Blasenbildung (Toxisch-epidermale Nekrolyse)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Allergische und akute Reaktionen des Immunsystems (anaphylaktische Reaktionen), einschlie√ülich Nesselsucht (Urtikaria) und Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angio√∂dem)
  • gesenkte Blutglukosespiegel
  • anormaler Herzrhythmus, lebensbedrohlicher unregelm√§√üiger Herzrhythmus (im EKG sichtbar) (siehe Abschnitt 2 ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú)
  • atrioventrikul√§rer Block (Grad I-III oder Schenkelblock), QT-Verl√§ngerung

:

Meldungen von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (siehe folgende Details). Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Beh√§ltnis und der Blisterpackung nach angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Resochin enthält

Der Wirkstoff ist Chloroquinphosphat. 1 Filmtablette enthält 250 mg Chloroquinphosphat (entsprechend 155 mg Chloroquin-Base).

Die sonstigen Bestandteile sind: Maisstärke, Talkum, Magnesiumstearat, Hypromellose, Macrogol 4000 und Titandioxid (E 171).

Wie Resochin aussieht und Inhalt der Packung

Runde, wei√üe Filmtabletten mit 11 mm Durchmesser, 20 mm konvexer Kr√ľmmungsradius mit Bruchkerbe und einem theoretischen Gewicht von 408 mg zum Einnehmen. Eine Seite bedruckt mit E U, die andere Seite bedruckt mit dem Bayer Kreuz.

Blisterpackungen aus F/Al zu 30 St√ľck.

Pharmazeutischer Unternehmer

Bayer Austria, 1160 Wien

Hersteller

Bayer AG, 51368 Leverkusen, Deutschland

oder

Bayer HealthCare Manufacturing S.r.I., Garbagnate, Italien

Z. Nr.: 8313

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Oktober 2018.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Resochin - Filmtabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Chloroquin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Bayer Austria GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 19.10.1959
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden