Calciumacetat

ATC CodeV03AE07
CAS-Nummer62-54-4 (wasserfrei) 114460-21-8 (Hydrat)
PUB-Nummer6116
Drugbank IDDB00258
SummenformelC4H6CaO4
Molare Masse (g·mol−1)158,17 g·mol−1
Aggregatzustandfest
Dichte (g·cm−3)2,34 g·cm−3
Schmelzpunkt (°C)ab 160 °C
Siedepunkt (°C)117,1 °C

Grundlagen

Calciumacetat ist ein Calclium-Salz (E 263) der Essigsäure und ist im Erscheinungsbild ein weißer Feststoff mit leichtem, der Essigsäure ähnlichem Geruch. Als Arzneimittel ist es ein Wirkstoff aus der Gruppe der Phosphatbinder und kommt bei der Therapie von erhöhtem Phosphatspiegel zum Einsatz. 

Als Arzneimittel wird es als Filmtabletten (oral zu den Mahlzeiten) bzw. Infusionslösung angewendet und wird über die Niere (je nach Calciumspiegel im Serum) wieder ausgeschieden.

Bei der Kristalldestillation, der Herstellung von Aceton aus Calciumcarbonat und Essigsäure, ist es ein Zwischenprodukt.

Des Weiteren wird Calciumacetat als konservierender und festigender Lebensmittelzusatzstoff (Innerhalb der EU: E 263) verwendet. Zusammen mit brennspritus kann es zur Brennpaste verarbeitet werden. Viele Wärmekissen enthalten eine Calcium- bzw. Natriumacetatlösung. Calciumacetat wird auch als Extraktionsmittel für Bodenproben benutzt. 

Pharmakologie

Indikationen

Wird zur Vorbeugung und Therapie bei renal bedingter chronischer Niereninsuffizienz indiziert.

Pharmakodynamik/Wirkmechanismus:

Der Wirkstoff kann durch die Bindung mit den Phosphat-Ionen (durch die Nahrung eingenommen) im Magen bzw. Darm unlösliche Calciumsalze bilden. Dadurch wird die Absorption von Phosphat-Ionen im Darm verringert, was in weiterer Folge zur Ausscheidung von diesen über den Stuhlgang führt. 

Bei einer Therapie müssen die eventuellen Arzneimittel-Wechselwirkungen beachtet werden, da unerwünschte Wirkungen entstehen können.

Toxizität

Unerwünschte Wirkungen:

  • Hypercalcämie
  • Hypercalciurie
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Obstipation
  • Übelkeit
  • Schweißausbrücke
  • Hitzegefühl

Mögliche Kontraindikationen:

  • Überempfindlichkeit 
  • Hypercalcämie
  • Hypophosphatämie
  • Behandlung mit Vitamin D3
  • calciumhaltige Nierensteine 
  • Nephrocalcinose

Toxikologische Daten:

4280 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)

Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Lektor


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