Mometason

Mometason
ATC Code D07AC13, D07XC03, R01AD09, R03BA07
Summenformel C22H28Cl2O4, C27H30Cl2O6 (Furoat)
Molare Masse (g·mol−1) 427.361, 521,4 (Furoat)
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt (°C) 218-220
CAS-Nummer 105102-22-5
PUB-Nummer 441335
Drugbank ID DB00764
Löslichkeit praktisch unlöslich in Wasser, schwer löslich in Ethanol 96%, löslich in Dichlormethan und Aceton

Grundlagen

Mometason und sein gĂ€ngigstes Salz Mometasonfuroat sind mittelstark wirksame Vertreter der Gruppe der Glucocorticoide. Glucocorticoide sind Hormone, die in der Nebennierenrinde produziert werden und entzĂŒndunghemmende Eigenschaften aufweisen. Mometason wirkt antiinflammatorisch, juckreizstillend und vasokonstriktorisch. Die Hauptanwendungsgebiete von Mometason sind die Behandlung von Asthma bronchiale, die Behandlung von diversen Hauterkrankungen und die Behandlung der allergischen Rhinitis. 

Mometason ist als Creme oder Salbe, Nasenspray oder als Mittel zur Inhalation erhÀltlich.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Mometason wirkt aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit zu körpereigenen Glucocorticoiden. Ungebunden kann es die Membran der Zelle durchdringen und dann mit hoher AffinitĂ€t an intrazellulĂ€re Glucocorticoid-Rezeptoren binden. 

Die antiinflammatorische (entzĂŒndungshemmende) Wirkung wird durch einen Eingriff in den sogenannten ArachidonsĂ€urestoffwechsel erreicht. Mometason bewirkt, dass am Ende dieses Stoffwechsels weniger Prostaglandine und Leukotriene produziert werden. Diese sind maßgeblich am EntzĂŒndungsgeschehen des menschlichen Körpers beteiligt.

Mometason wirkt antiallergisch, indem es die Freisetzung von Histamin verhindert und gleichzeitig die Zahl und AktivitÀt von bestimmten B- und T-Lymphozyten verringert.

Pharmakokinetik

Mometason wird von Enzymen des CYP450 Systems in den Zellen der Leber abgebaut. Es besitzt eine Plasmahalbwertszeit von rund 5-8 Stunden und ist zu 98-99% an Proteine des Blutplasmas gebunden.

ToxizitÀt

Die Chancen fĂŒr eine Überdosierung bei der Anwendung eines Inhalators oder einer Creme sind niedrig.

Zeichen einer Überdosierung sind: Akne, MuskelschwĂ€che und Gewichtszunahme.

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen bei der Anwendung von Mometason sind lokale Hautirritationen wie Reizung, Rötung, Juckreiz und AusschlÀge.

Quellenangaben

Redaktionelle GrundsÀtze

Alle fĂŒr den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprĂŒften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter UniversitĂ€ten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
Markus FalkenstÀtter, BSc

Markus FalkenstÀtter, BSc
Autor

Markus FalkenstÀtter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der UniversitÀt Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der UniversitÀt Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

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