Wirkstoff(e) Butylscopolamin Metamizol-Natrium
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Boehringer Ingelheim Vetmedica Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.06.2003
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig

Zulassungsinhaber

Boehringer Ingelheim Vetmedica Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Buscosol Butylscopolamin Metamizol-Natrium CP-Pharma Handelsgesellschaft mbH
Spasmipur 20 mg/ml Injektionslösung Butylscopolamin Richter Pharma AG
Butylscopolamin-Rotexmedica Butylscopolamin Rotexmedica GmbH Arzneimittelwerk
BS-ratiopharm 20 mg/ml Injektionslösung Butylscopolamin Ratiopharm GmbH
Buscopan plus Paracetamol Butylscopolamin Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Buscopan compositum

Injektionsl√∂sung f√ľr Pferde, Rinder, Schweine, Hunde

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Zur Behandlung von Spasmen oder einer nachhaltigen Tonusverstärkung der glatten Muskulatur im Bereich des Magen-Darm-Kanals oder der harn- und galleableitenden Organe, die mit starken Schmerzen einhergehen.

PFERD:

Spastische Kolik

RIND/KALB, SCHWEIN, HUND:

als Begleittherapie bei akuter Diarrhoe

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bedingt durch den Inhaltsstoff Metamizol-Natrium sollte Buscopan compositum bei folgenden Zuständen nicht angewendet werden:

  • St√∂rungen des h√§matopoetischen Systems
  • Vorliegen von Magen-Darm-Ulcera
  • chronischen gastrointestinalen St√∂rungen
  • Niereninsuffizienz
  • Koagulopathien

Aus der pharmakologischen Wirkung von N-Butylscopolaminiumbromid leiten sich folgende Gegenanzeigen ab:

  • mechanische Stenosen im Magen-Darm-Bereich
  • Tachyarrhythmie
  • Glaukom
  • Prostataadenom.

Die Anwendung von Buscopan compositum bei trächtigen Tieren wird nur unter strenger Indikationsstellung empfohlen.

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Wie wird es angewendet?

DOSIERUNG F√úR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG

PFERD, RIND: zur intravenösen Anwendung SCHWEIN: zur intramuskulären Anwendung

HUND: zur intravenösen oder intramuskulären Anwendung

Dosierungsanleitung:

PFERD: 25 mg Metamizol-Natrium/kg KGW und 0,2 mg N-Butylscopolaminiumbromid/kg KGW entspricht 2,5 ml Buscopan compositum pro 50 kg KGW

RIND: 40 mg Metamizol-Natrium/kg KGW und 0,32 mg N-Butylscopolaminiumbromid/kg KGW entspricht 4 ml Buscopan compositum pro 50 kg KGW

KALB: 50 mg Metamizol-Natrium/kg KGW und 0,4 mg N-Butylscopolaminiumbromid/kg KGW entspricht 1 ml Buscopan compositum pro 10 kg KGW

SCHWEIN: 50 mg Metamizol-Natrium/kg KGW und 0,4 mg N-Butylscopolaminiumbromid/kg KGW entspricht 1 ml Buscopan compositum pro 10 kg KGW

HUND: 50 mg Metamizol-Natrium/kg KGW und 0,4 mg N-Butylscopolaminiumbromid/kg KGW entspricht 0,1 ml Buscopan compositum pro kg KGW

Rinder und K√§lber k√∂nnen 2 mal t√§glich √ľber die Dauer von 3 Tagen behandelt werden.

Beim Pferd und Schwein erfolgt eine einmalige Injektion.

Beim Hund erfolgt ebenfalls eine einmalige Injektion, die gegebenenfalls nach 24 Stunden wiederholt werden kann.

Siehe oben: Dosierung f√ľr jede Zieltierart, Art und Dauer der Anwendung

10. WARTEZEIT(EN)

 
Pferd, Rind (i.v.): essbare Gewebe 12 Tage
Rind (i.v.): Milch 4 Tage
Schwein (i.m.): essbare Gewebe 15 Tage

Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch f√ľr den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Hunden treten unmittelbar nach der Injektion Schmerzreaktionen auf, die jedoch schnell abklingen und keinen negativen Einfluss auf den erwarteten Behandlungserfolg haben.

Wegen der parasympatholytischen Aktivität des N-Butylscopolaminiumbromids kann bei Pferden und Rindern gelegentlich ein leichter Anstieg der Herzfrequenz beobachtet werden.

In sehr seltenen Fällen können anaphylaktische Reaktionen und kardiovaskulärer Schock auftreten.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

  • Sehr h√§ufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
  • H√§ufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
  • Gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1000 behandelten Tieren)
  • Selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
  • Sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschlie√ülich Einzelfallberichte).>

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgef√ľhrt sind, bei Ihrem Tier/Ihren Tieren feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel unzug√§nglich f√ľr Kinder aufbewahren.

Vor Lichtsch√ľtzen. Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Beh√§ltnis und √§u√üerer Umh√ľllung angegebenen Verfallsdatums nicht mehr anwenden.

Die Haltbarkeit nach Anbruch des Behältnisses beträgt: 28Tage.

Nach Ablauf dieser Frist sind im Behältnis verbleibende Reste des Arzneimittels zu verwerfen.

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Weitere Informationen

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr die Anwendung bei Tieren:
Wegen einer möglichen Schockgefahr sollten Metamizol-haltige Lösungen bei intravenöser Anwendung besonders langsam injiziert werden.

Besondere Vorsichtsma√ünahmen f√ľr den Anwender:
Keine Angaben.

Trächtigkeit und Laktation:
Obgleich in Laboruntersuchungen keine teratogenen Effekte an Ratten und Kaninchen gefunden wurden, sollte die Anwendung von Buscopan compositum bei Trächtigkeit nur unter strenger Indikationsstellung erfolgen, da Buscopan compositum auch auf die glatte Muskulatur des Geburtsweges wirken kann.

Die Metaboliten von Metamizol √ľberwinden die Plazentaschranke und gehen in die Milch √ľber.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:> Bei gleichzeitiger Anwendung von Induktoren der Lebermikrosomenenzyme (z.B. Barbiturate, Phenylbutazon) wird die Halbwertszeit von Metamizol und damit die Wirkungsdauer verk√ľrzt. Die gleichzeitige Gabe von Neuroleptika, insbesondere Phenothiazinderivaten, kann zu schwerer Hypothermie f√ľhren. Weiterhin steigt die Gefahr gastrointestinaler Blutungen bei gleichzeitiger Anwendung von Glucocorticoiden. Die diuretische Wirkung von Furosemid wird abgeschw√§cht.

Gleichzeitige Gabe von anderen schwachen Analgetika verstärkt die Wirkungen und Nebenwirkungen von Metamizol.

Buscopan compositum kann die anticholinerge Wirkung von Chinidin und

Antihistaminika sowie die tachykarden Wirkungen von ő≤-Sympathomimetika verst√§rken.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):
Die akute Toxizität beider Wirkstoffe ist sehr gering. Die Symptome einer Überdosierung an Ratten sind unspezifisch und beinhalten: Ataxie, Mydriasis, Tachykardie, Prostration, Krämpfe, Bewusstlosigkeit und respiratorische Anzeichen. Bei Anzeichen einer Überdosierung ist Buscopan compositum abzusetzen.

Als Antidot gegen N-Butylscopolaminiumbromid empfiehlt sich Physostigmin. Ein spezifisches Antidot f√ľr Metamizol-Natrium steht nicht zur Verf√ľgung. Deswegen sollte im Falle einer √úberdosierung eine symptomatische Therapie erfolgen.

Wegen der parasympatholytischen Aktivität von N-Butylscopolaminiumbromid wurde bei Pferden und Rindern in einigen Fällen ein leichter Anstieg der Herzfrequenz nach der doppelten therapeutischen Dosierung beobachtet.

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Zuletzt aktualisiert: 04.07.2022

Quelle: Buscopan compositum - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Butylscopolamin Metamizol-Natrium
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden