Wirkstoff(e) Zuclopenthixol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Bayer Vital GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 01.06.1981
ATC Code N05AF05
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antipsychotika

Zulassungsinhaber

Bayer Vital GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Ciatyl-z 2mg Zuclopenthixol Bayer Vital GmbH
Ciatyl-z 25mg Zuclopenthixol Bayer Vital GmbH
Ciatyl-z Tropfen 20mg/ml Zuclopenthixol Bayer Vital GmbH
Ciatyl-Z Acuphase Zuclopenthixol Bayer Vital GmbH
Ciatyl-z 10mg Zuclopenthixol Bayer Vital GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Ciatyl-Z Depot ist ein Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Es enthält den Wirkstoff Zuclopenthixol als Decanoat.

Ciatyl-Z Depot wird angewendet

zur Langzeitbehandlung bestimmter Krankheitsbilder bei seelischen Erkrankungen (bestimmte Psychoseformen).

Ciatyl-Z Depot darf nur bei Patienten angewendet werden, bei denen eine entsprechende orale Therapie mit einem Neuroleptikum nicht möglich ist.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ciatyl-Z Depot darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Zuclopenthixoldecanoat oder verwandte Stoffe (Thioxanthene und Phenothiazine, den Substanzklassen, denen Zuclopenthixoldecanoat zugeordnet wird) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn bei Ihnen eine akute Vergiftung durch Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel oder Psychopharmaka vorliegt;
  • wenn bei Ihnen ein Kreislaufschock vorliegt;
  • wenn bei Ihnen ein Koma vorliegt;
  • wenn Sie an einem Nebennierentumor (Ph√§ochromozytom) leiden;
  • wenn Ihr Blutbild Ver√§nderungen aufweist;
  • wenn Sie an einer Leistungsverminderung des blutbildenden (h√§matopoetischen) Systems leiden.

Aufgrund der Anwendungsart (intramuskuläre Injektion) darf Ciatyl-Z Depot nicht angewendet werden

wenn Sie an einer schweren Blutgerinnungsstörung leiden;

  • wenn Sie mit Mitteln zur Hemmung der Blutgerinnung (Antikoagulanzien, z. B. Phenprocoumon, Warfarin) behandelt werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Ciatyl-Z Depot bei Ihnen angewendet wird, wenn Sie:

  • eine Leber- oder Nierensch√§digung haben;
  • an einer schweren Herzkrankheit, besonders klinisch bedeutsamen Herzrhythmusst√∂rungen (z. B. Torsade de Pointes, angeborenes QT-Syndrom) leiden. Eine regelm√§√üige √úberwachung der Herzfunktion wird empfohlen;
  • ein vorgesch√§digtes Herz haben. Es k√∂nnen St√∂rungen der Erregungsleitung auftreten. Eine regelm√§√üige √úberwachung der Herzfunktion wird empfohlen;
  • gleichzeitig Arzneimittel, die ebenfalls zu bestimmten EKG-Ver√§nderungen (QT-Intervall-
    Verl√§ngerung) f√ľhren k√∂nnen, einnehmen bzw. solche bei Ihnen angewendet werden (siehe auch Abschnitt ‚ÄěAnwendung von Ciatyl-Z Depot mit anderen Arzneimitteln‚Äú). Eine regelm√§√üige √úberwachung der Herzfunktion wird empfohlen;
  • an einem Brusttumor leiden. Ciatyl-Z Depot kann zu einer erh√∂hten Prolaktin-Aussch√ľttung (ein Hormon, das unter anderem die Milchbildung in der weiblichen Brust beeinflusst) f√ľhren. Experimente an Gewebekulturen sprechen daf√ľr, dass etwa ein Drittel menschlicher Brusttumore prolaktinsensitiv sind;
  • einen stark erniedrigten oder erh√∂hten Blutdruck haben oder es bei Ihnen zu Kreislaufst√∂rungen beim pl√∂tzlichen Wechsel vom Liegen zum Stehen kommt;
  • an einer Erkrankung des Gehirns bzw. an organischen Hirnsch√§den leiden oder bei Ihnen fr√ľher einmal Krampfanf√§lle aufgetreten sind. Es ist zu ber√ľcksichtigen, dass Zuclopenthixoldecanoat die Krampfschwelle herabsetzt. Regelm√§√üige Kontrollen der Hirnstr√∂me (EEG) werden empfohlen. Eine bestehende Therapie der Krampfanf√§lle sollte w√§hrend der Behandlung mit Ciatyl-Z Depot nicht unterbrochen werden;
  • an der Parkinsonschen Krankheit leiden;
  • an gr√ľnem Star (Glaukom), Harnverhalten oder Vergr√∂√üerung der Vorsteherdr√ľse (Prostatahypertrophie) leiden. Ciatyl-Z Depot ist dann vorsichtig zu dosieren, da bestimmte Nebenwirkungen (anticholinerge Wirkungen) von Ciatyl-Z Depot diese Leiden verst√§rken k√∂nnen.
  • Da Ciatyl-Z Depot dazu f√ľhren kann, dass Sie empfindlich auf Sonnenbestrahlung reagieren (Photosensibilisierung) sollten Sie w√§hrend der Behandlung mit Ciatyl-Z Depot l√§ngere oder starke Sonnenbestrahlung vermeiden.

Vor einer Behandlung mit Ciatyl-Z Depot muss Ihr Arzt das Blutbild (einschließlich eines Differentialblutbildes) sowie die Blutplättchenzahl kontrollieren. Bei stark von der Norm abweichenden Blutwerten darf keine Behandlung mit Ciatyl-Z Depot erfolgen.

Außerdem sollte Ihr Arzt während einer Weiterbehandlung mit einem Ciatyl-Z Präparat in angemessenen Abständen Blutbild und Leberfunktionswerte kontrollieren.

Vor der Behandlung mit Ciatyl-Z Depot und regelm√§√üig w√§hrend der Weiterbehandlung mit einem Ciatyl-Z Pr√§parat muss Ihr Arzt EKG-Kontrollen (Herzfunktion) durchf√ľhren.

Niedrige Kalium-Blutspiegel k√∂nnen bestimmte Herzrhythmusst√∂rungen (QT-Intervall-Verl√§ngerung im EKG) beg√ľnstigen. Daher wird Ihr Arzt vor Beginn der Ciatyl-Z Therapie den Kalium-Blutspiegel kontrollieren und eventuell einen Kaliummangel (Hypokali√§mie) entsprechend ausgleichen.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, welche den Zuclopenthixol- (Wirkstoff von Ciatyl-Z Depot) Plasmaspiegel erh√∂hen k√∂nnen, ist Vorsicht geboten (siehe auch Abschnitt ‚ÄěAnwendung von

Ciatyl-Z Depot mit anderen Arzneimitteln“).

Patienten mit einer Nieren-, Herzsch√§digung oder einer Einschr√§nkung der Gehirnfunktion (zerebrale Insuffizienz) zeigen h√§ufiger blutdrucksenkende Reaktionen auf die Gabe von Zuclopenthixol und sollten deshalb sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

W√§hrend einer Langzeitbehandlung mit Ciatyl-Z Depot sollte der Therapieerfolg √ľberwacht werden, um entscheiden zu k√∂nnen, ob eine Reduktion der Erhaltungsdosis angezeigt ist. Dies gilt insbesondere bei hohen Dosierungen.

Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen

Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein geringer Anstieg in der Anzahl der Todesfälle im Vergleich mit denjenigen, die keine Antipsychotika einnahmen, berichtet.

Seien Sie (auch) besonders vorsichtig,

  • wenn Sie ein erh√∂htes Schlaganfall-Risiko oder eine vor√ľbergehende Verringerung der Blutversorgung des Gehirns haben.
  • wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal ven√∂se Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.

√Ąltere Menschen

Bei älteren Patienten und Patienten mit Vorschädigung des Herzens können Störungen der Erregungsleitung auftreten. Eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion wird empfohlen.

Kinder und Jugendliche

Ciatyl-Z Depot wird nicht f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen, da keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vorliegen.

Anwendung von Ciatyl-Z Depot mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ciatyl-Z Depot mit Schmerzmitteln, Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln oder anderen, das zentrale Nervensystem d√§mpfenden Medikamenten kann es zu verst√§rkter M√ľdigkeit, zu Benommenheit und Atemst√∂rungen kommen.

Durch die gleichzeitige Einnahme von Carbamazepin (Wirkstoff zur Behandlung von Krampfanfällen), Phenobarbital (Wirkstoff zur Behandlung von Krampfanfällen bzw. Schlaflosigkeit), Diphenylhydantoin (Wirkstoff zur Behandlung von Krampfanfällen und Herzrhythmusstörungen) oder Rifampicin (Wirkstoff zur Behandlung der Tuberkulose), Griseofulvin (Wirkstoff zur Behandlung von Pilzerkrankungen), Doxycyclin (Antibiotikum) sowie durch Rauchen kann der Blutspiegel von Zuclopenthixol durch schnelleren Substanzabbau erniedrigt werden.

Die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten kann bei gleichzeitiger Anwendung von Ciatyl-Z Depot verst√§rkt werden, w√§hrend die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin, Clonidin und őĪ-Methyldopa (spezielle bluthochdrucksenkende Mittel) abgeschw√§cht werden kann.

Bei gleichzeitiger Gabe von Ciatyl-Z Depot und Propranolol (Betablocker zur Behandlung von

Herzrhythmusstörungen oder leichtem Bluthochdruck), Chloramphenicol (Antibiotikum) oder

Ovulationshemmern (‚ÄěAnti-Baby-Pille‚Äú) k√∂nnen sich die Plasmaspiegel beider Medikamente erh√∂hen.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Dopaminagonisten (z. B. Levodopa, Wirkstoff zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit) kann die Wirkung des Dopaminagonisten abgeschwächt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Pentetrazol (Mittel gegen niedrigen Blutdruck) kann es zur Auslösung von Krampfanfällen kommen.

Die schwachen anticholinergen, das vegetative oder unwillk√ľrliche Nervensystem betreffenden Wirkungen von Ciatyl-Z Depot k√∂nnen durch Anticholinergika oder andere Medikamente mit anticholinergen Wirkungen verst√§rkt werden. Dadurch kann es zu Mundtrockenheit, verschwommenem Sehen, Verwirrtheit, Darmtr√§gheit und Harnverhalten kommen.

Durch anticholinerge Antiparkinsonmittel wie Biperiden kann die Wirkung von Ciatyl-Z Depot abgeschwächt werden.

Die gleichzeitige Behandlung mit Piperazin-haltigen Wurmmitteln und dem Magen-Darm-Mittel Metoclopramid f√ľhrt zu einem erh√∂hten Risiko von St√∂rungen des Bewegungsablaufs.

Ciatyl-Z Depot kann die Verstoffwechselung bestimmter Antidepressiva ver√§ndern, was zu erh√∂hten Plasmakonzentrationen f√ľhrt. Die sich daraus ergebenden klinischen Wirkungen sind nicht vorhersehbar. Vorsicht ist auch bei der Kombination mit MAO-Hemmern geboten.

Bei gleichzeitiger Gabe von Lithium (Wirkstoff, der bei bestimmten psychotischen Erkrankungen, den Manien, gegeben wird) kann es sehr selten zu Vergiftungssymptomen des Nervensystems mit Bewusstseinsst√∂rungen und K√∂rpertemperaturerh√∂hung kommen. Au√üerdem kann die gleichzeitige Einnahme von Lithium vermehrt zu extrapyramidalmotorischen St√∂rungen, M√ľdigkeit, Zittern und Mundtrockenheit f√ľhren.

Epinephrin (Adrenalin, ein Mittel zur Behandlung einer akuten Herzschwäche) sollte nicht zusammen mit Ciatyl-Z Depot verabreicht werden (Gefäßerweiterung, Blutdruckabfall, beschleunigte Herzfrequenz).

Ciatyl-Z Depot kann in Verbindung mit Polypeptidantibiotika (z. B. Capreomycin, Colistin, Polymyxin B) eine zentrale Atemstörung verstärken.

Wegen der durch Ciatyl-Z Depot hervorgerufenen Prolaktinerhöhung (Hormon) kann die Reaktion auf die Anwendung von Gonadorelin (Wirkstoff zur Diagnostik bzw. Behandlung von bestimmten Hormonstörungen) abgeschwächt werden.

Wenn Patienten, die Ciatyl-Z Depot erhalten haben, operiert werden, muss sorgfältig auf einen eventuellen Blutdruckabfall geachtet werden. Die Dosis des Narkosemittels bzw. von Stoffen, die das Nervensystem dämpfen, ist unter Umständen zu verringern.

Unter der Behandlung mit Ciatyl-Z Depot kann das Ergebnis eines Schwangerschaftstests verfälscht sein (falsch positives Ergebnis).

Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern (z. B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen [Antiarrhythmika Klasse IA oder III] oder bestimmte Antibiotika wie z. B. Erythromycin, Malariamittel, einige Mittel gegen Allergien [Antihistaminika], Mittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen [bestimmte Neuroleptika oder Antidepressiva]), sollte vermieden werden.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr bis vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.

Anwendung von Ciatyl-Z Depot zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Vermeiden Sie es w√§hrend der Behandlung mit Ciatyl-Z Depot Alkohol zu sich zu nehmen, da dies zu einer Verst√§rkung der Alkoholwirkung und der Wirkung von Ciatyl-Z Depot sowie zu einer Blutdrucksenkung f√ľhren kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Daten und Erfahrungen vor, die die Sicherheit der Anwendung von Ciatyl-Z Depot in der Schwangerschaft belegen. Ciatyl-Z Depot sollte während der Schwangerschaft,

insbesondere im letzten Schwangerschaftsdrittel, nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt die Behandlung nach einer sorgf√§ltigen Bewertung von Nutzen und Risiko f√ľr erforderlich h√§lt.

Bei neugeborenen Babys von M√ľttern, die Ciatyl-Z Depot im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) angewendet haben, k√∂nnen folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schw√§che, Schl√§frigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Da der Wirkstoff von Ciatyl-Z Depot in die Muttermilch √ľbergeht, sollten Sie bei notwendiger Behandlung nicht stillen.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie d√ľrfen sich nicht an das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzen, weil m√∂glicherweise w√§hrend einer Behandlung mit Ciatyl-Z Depot bzw. der Weiterbehandlung mit einem Ciatyl-Z Pr√§parat M√ľdigkeit auftritt. Ebenfalls kann es zu einem Schwindel- und Schw√§chegef√ľhl kommen, wodurch Ihr Reaktionsverm√∂gen sowie Ihre Urteilskraft vermindert sind. Sie k√∂nnen dann auf unerwartete und pl√∂tzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren.

Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge.

Sie d√ľrfen keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen bedienen. Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt.

Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrst√ľchtigkeit noch weiter verschlechtert.

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Wie wird es angewendet?

Ihr Arzt wird Ciatyl-Z Depot bei Ihnen unter Ber√ľcksichtigung der folgenden Hinweise anwenden.

Art der Anwendung

Zur intramuskulären Injektion.

Ciatyl-Z Depot ist eine ölige Lösung und darf deshalb nicht intravenös gegeben werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis

Ciatyl-Z Depot ist ein Arzneimittel, dessen Verabreichungsmenge je nach Art und Schwere der Erkrankung f√ľr den einzelnen Patienten in sehr unterschiedlicher H√∂he festzusetzen ist. W√§hrend einer Langzeitbehandlung mit Ciatyl-Z sollte der Therapieerfolg √ľberwacht werden, um entscheiden zu k√∂nnen, ob eine Reduktion der Erhaltungsdosis angezeigt ist. Dies gilt insbesondere bei hohen Dosierungen. Die folgenden Angaben sind deshalb Durchschnittswerte.

Bei Erwachsenen wird eine durchschnittliche Dosierung von 1 bis 2 ml Ciatyl-Z Depot (200 bis 400 mg Zuclopenthixoldecanoat) in Abständen von 2 bis 4 Wochen zur intramuskulären Injektion empfohlen.

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt.

Kinder und Jugendliche
Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern (siehe auch Abschnitt ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Anwendung von Ciatyl-Z Depot ist erforderlich‚Äú).

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Ciatyl-Z Depot zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Ciatyl-Z Depot in zu großen Mengen angewendet wurde

Bei √úberdosierung kann es zu M√ľdigkeit, Blutdruckabfall, erh√∂hter Herzschlagfolge, Muskelverkrampfungen, Gangunsicherheit und Desorientiertheit kommen. In der Regel ist mit einer

vollst√§ndigen R√ľckbildung der Beschwerden nach wenigen Tagen zu rechnen. Verst√§ndigen Sie jedoch sofort Ihren Arzt, der Ihnen ein geeignetes Gegenmittel verabreichen kann.

Wenn bei Ihnen eine Anwendung von Ciatyl-Z Depot ausgelassen wurde

Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, damit er die Anwendung fortsetzen kann.

Beachten Sie aber bitte, dass Ciatyl-Z Depot nur sicher und ausreichend wirken kann, wenn es regelmäßig angewendet wird.

Wenn die Anwendung von Ciatyl-Z Depot abgebrochen wird

Besprechen Sie bei unangenehmen Nebenwirkungen bitte unverz√ľglich mit Ihrem Arzt, welche Gegenma√ünahmen es gibt und ob andere Arzneimittel f√ľr die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Die meisten Nebenwirkungen sind dosisabh√§ngig. H√§ufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen sind in der fr√ľhen Behandlungsphase am st√§rksten ausgepr√§gt und nehmen in der Regel w√§hrend der Weiterbehandlung ab.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Blutzellzahlabnahmeschäden bei Laboruntersuchungen (Leukopenie, Neutropenie, Thrombopenie, Agranulozytose). Daher sollten Sie der Aufforderung Ihres Arztes, sich zu den erforderlichen Blutbildkontrollen einzufinden, unbedingt nachkommen.

Sehr selten: Bestimmte Störungen im Blutbild bei Laboruntersuchung (Eosinophilie, Panzytopenie)

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr h√§ufig: Muskelverspannungen und St√∂rungen des Bewegungsablaufs (z. B. Zungen- Schlund-Kr√§mpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkr√§mpfe, Blickkr√§mpfe, Versteifung der R√ľckenmuskulatur), St√∂rungen √§hnlich denen bei der Parkinsonschen Erkrankung (Zittern, Steifheit, Bewegungslosigkeit, √ľberm√§√üiger Speichelfluss), Zittern, Bewegungsdrang und Unf√§higkeit, sitzen zu bleiben, M√ľdigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung), Unruhe, Bewegungsarmut, Schwindel. In diesen F√§llen kann der Arzt die Dosis verringern und/oder auch ein Gegenmittel verabreichen, das diesen Nebenwirkungen sofort entgegenwirkt.

Häufig: Erregung, Depression, Kopfschmerzen, Störungen der Bewegungen und Muskelspannung, Hautkribbeln, Aufmerksamkeitsstörungen, Gedächtnisstörungen, Gangstörungen, Schlaflosigkeit, Angst, anormale Träume

Gelegentlich: Krampfanfälle, Bewegungsstörungen sowie abnormale Körperhaltungen, gesteigerte Reflexe bei der Untersuchung, Koordinationsstörungen, Sprachstörungen, Teilnahmslosigkeit, Albträume, verringerte Muskelspannung,

Migräne, Zeichen von Erregung und Verwirrtheit, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter anderer Wirkstoffe (anticholinerg wirksamer Substanzen)

Selten: Benommenheit, Schl√§frigkeit und Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Verst√§rkung der urspr√ľnglichen psychischen Krankheitssymptome

Sehr selten: Wasseransammlung im Gewebe (√Ėdem) des Gehirns, lebensbedrohlicher Zustand mit hohem Fieber, Muskelstarre und St√∂rungen des vegetativen Nervensystems (z.B. Herzjagen, Blutdruck√§nderungen, Bewusstlosigkeit), der das sofortige Absetzen der Medikation erfordert.

Augenerkrankungen

Sehr häufig: Störungen der Fähigkeit des Auges zur Scharfeinstellung (Akkommodationsstörungen)

Häufig: Erhöhung des Augeninnendrucks, gestörtes Sehvermögen Selten: Pigmenteinlagerungen in Hornhaut und Linsen des Auges

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Dysregulation)

Gelegentlich: gesteigerte Schallempfindlichkeit, Tinnitus

Herzerkrankungen

Häufig: Beschleunigung des Herzschlags, Veränderungen auf Elektrokardiogramm (Aufzeichnung der Aktivität der Herzmuskeln, Herzklopfen

Selten: Verlängerung der sog. QT-Zeit auf Elektrokardiogramm (EKG)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums H√§ufig: Schweres Atmen, Gef√ľhl verstopfter Nase

Sehr selten: Asthma, Lungenentz√ľndung, Wasseransammlung im Gewebe des Kehlkopfs

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Sehr häufig: Mundtrockenheit
Häufig: Verstopfungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen
Gelegentlich: Bauchschmerzen, Blähungen
Sehr selten: Lebensbedrohliche Darmlähmung

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Häufig: Störungen beim Wasserlassen, Harnverhalt, erhöhte Urinausscheidung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

H√§ufig: Hautreaktionen (z. B. Juckreiz, entz√ľndliche Hautreaktionen, Pigmentst√∂rungen, gesteigerte Talgproduktion, kleinfl√§chige Einblutungen in die Haut), Lichtempfindlichkeit (direkte Sonneneinstrahlung meiden!), √ľberm√§√üige Schwei√üproduktion

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelschmerzen

Endokrine Erkrankungen

Selten: Erh√∂hung des Prolaktinspiegels (Prolaktin: ein Hormon, das Einfluss auf das Wachstum der Brustdr√ľse und die Milchproduktion w√§hrend der Schwangerschaft und Stillen haben kann)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Gewichtszunahme, Appetitzunahme, Appetitverlust Gelegentlich: Gewichtsverlust

Selten: Erhöhung des Blutzuckers, verminderte Glukosetoleranz im Labortest, Erhöhung der Blutfettwerte

Gefäßerkrankungen

Häufig: Blutdruckerniedrigung Gelegentlich: Hitzewallungen

Nicht bekannt: Blutgerinnsel in den Venen, z.B. vor allem in den Beinen (mit Schwellungen, Schmerzen und R√∂tungen der Beine), die m√∂glicherweise √ľber die Blutbahn in die Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen verursachen k√∂nnen. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverz√ľglich √§rztlichen Rat ein.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort H√§ufig: Schw√§chegef√ľhl, Unwohlsein, Schmerzen

Gelegentlich: Reaktionen an der Injektionsstelle, Durst, starke Schwankungen der Körpertemperatur

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Anaphylaktische Reaktion, allergische Reaktionen

Sehr selten: Lupus-erythematodes-ähnliche Syndrome (Hautveränderungen)

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Leberfunktionsstörungen
Selten: Abflussstörungen der Galle, Gelbsucht
Sehr selten: √Ąnderungen der Leberwerte bei Laboruntersuchungen, bedingt durch den gest√∂rten
  Abfluss von Galle
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse
Häufig: Störungen der Regelblutung, sexuelle Funktionsstörungen
Gelegentlich: trockene Scheide
Selten: Absonderung von Milch aus der Brust ohne Stillen, Vergr√∂√üerung der Brustdr√ľsen
¬† beim Mann, Priapismus (eine behandlungsbed√ľrftige Dauererektion des Penis)

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

Nicht bekannt: Arzneimittelentzugserscheinungen bei Neugeborenen (siehe Abschnitt

‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú)

Pl√∂tzliches Absetzen von Ciatyl-Z Depot kann Entzugserscheinungen hervorrufen. Die h√§ufigsten Anzeichen sind √úbelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall, eine laufende Nase (Rhinorrhoe), Schwitzen, Muskelschmerzen, Hautkribbeln (Par√§sthesie), Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst und gesteigerter Bewegungsdrang. Ferner kann es zu Schwindel, wechselndem W√§rme- und K√§ltegef√ľhl sowie Tremor kommen. Die Symptome beginnen im Allgemeinen 1 ‚Äď 4 Tage nach dem Absetzen des Medikamentes und klingen innerhalb von 7 ‚Äď 14 Tagen ab.

Gegenmaßnahmen

Bei Auftreten entz√ľndlicher Erscheinungen im Mund- und Rachenraum, bei Fieber sowie bei grippalen Infekten sollten Sie Ihren Arzt umgehend informieren, da es sich hierbei um Hinweise auf das Auftreten der selten vorkommenden Blutzellsch√§den handeln kann.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett der Ampulle angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Ampullen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Nach Anbruch der Ampullen Reste verwerfen.

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Weitere Informationen

Was Ciatyl-Z Depot enthält

  • Der Wirkstoff ist: Zuclopenthixoldecanoat
    1 Ampulle Ciatyl-Z Depot mit 1 ml Injektionslösung enthält 200 mg Zuclopenthixoldecanoat (Ester).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: mittelkettige Triglyceride

Wie Ciatyl-Z Depot aussieht und Inhalt der Packung

Ciatyl-Z Depot ist als klare, gelbliche, ölige Lösung in Packungen mit 1 Ampulle zu 1 ml Injektionslösung (N1) und Packungen mit 5 Ampullen zu je 1 ml Injektionslösung (N3) erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Bayer Vital GmbH

D-51368 Leverkusen

Telefon: (02 14) 30 - 5 13 48

Telefax: (02 14) 30 - 5 16 03

E-Mail: medical-information@bayer.com

Hersteller

Bayer AG

51368 Leverkusen

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2019

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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2022

Quelle: Ciatyl-z Depot - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Zuclopenthixol
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Hersteller Bayer Vital GmbH
Betäubungsmittel Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden