Wirkstoff(e) Zuclopenthixol
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Bayer Vital GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 02.07.1985
ATC Code N

Zulassungsinhaber

Bayer Vital GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Ciatyl-z 10mg Zuclopenthixol Bayer Vital GmbH
Ciatyl-z Depot Zuclopenthixol Bayer Vital GmbH
Ciatyl-Z Acuphase Zuclopenthixol Bayer Vital GmbH
Ciatyl-z 2mg Zuclopenthixol Bayer Vital GmbH
Ciatyl-z 25mg Zuclopenthixol Bayer Vital GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml sind ein Arzneimittel zur Behandlung von bestimmten Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Sie enthalten den Wirkstoff Zuclopenthixol.

Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml werden angewendet

zur Behandlung bestimmter Krankheitsbilder bei seelischen Erkrankungen (bestimmte Psychoseformen, Erregungszustände).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml d√ľrfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Zuclopenthixol oder verwandte Stoffe (Thioxanthene und Phenothiazine, den Substanzklassen, denen Zuclopenthixol zugeordnet wird) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn bei Ihnen eine akute Vergiftung durch Alkohol, Schlafmittel, Schmerzmittel oder Psychopharmaka vorliegt;
  • wenn bei Ihnen ein Kreislaufschock vorliegt;
  • wenn bei Ihnen ein Koma vorliegt;
  • wenn Sie an einem Nebennierentumor (Ph√§ochromozytom) leiden;
  • wenn Ihr Blutbild Ver√§nderungen aufweist;
  • wenn Sie an einer Leistungsverminderung des blutbildenden (h√§matopoetischen) Systems leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml einnehmen, wenn Sie:

eine Leber- oder Nierenschädigung haben;

  • an einer schweren Herzkrankheit, besonders klinisch bedeutsamen Herzrhythmusst√∂rungen (z. B. Torsade de Pointes, angeborenes QT-Syndrom) leiden. Eine regelm√§√üige √úberwachung der Herzfunktion wird empfohlen;
  • ein vorgesch√§digtes Herz haben. Es k√∂nnen St√∂rungen der Erregungsleitung auftreten. Eine regelm√§√üige √úberwachung der Herzfunktion wird empfohlen;
  • gleichzeitig Arzneimittel, die ebenfalls zu bestimmten EKG-Ver√§nderungen (QT-Intervall-
    Verl√§ngerung) f√ľhren k√∂nnen, einnehmen bzw. solche bei Ihnen angewendet werden (siehe auch Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml mit anderen Arzneimitteln‚Äú). Eine regelm√§√üige √úberwachung der Herzfunktion wird empfohlen;
  • an einem Brusttumor leiden. Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml k√∂nnen zu einer erh√∂hten Prolaktin- Aussch√ľttung (ein Hormon, das unter anderem die Milchbildung in der weiblichen Brust beeinflusst) f√ľhren. Experimente an Gewebekulturen sprechen daf√ľr, dass etwa ein Drittel menschlicher Brusttumore prolaktinsensitiv sind;
  • einen stark erniedrigten oder erh√∂hten Blutdruck haben oder es bei Ihnen zu Kreislaufst√∂rungen beim pl√∂tzlichen Wechsel vom Liegen zum Stehen kommt;
  • an einer Erkrankung des Gehirns bzw. an organischen Hirnsch√§den leiden oder bei Ihnen fr√ľher einmal Krampfanf√§lle aufgetreten sind. Es ist zu ber√ľcksichtigen, dass Zuclopenthixol die Krampfschwelle herabsetzt. Regelm√§√üige Kontrollen der Hirnstr√∂me (EEG) werden empfohlen. Eine bestehende Therapie der Krampfanf√§lle sollte w√§hrend der Behandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml nicht unterbrochen werden;
  • an der Parkinsonschen Krankheit leiden;
  • an gr√ľnem Star (Glaukom), Harnverhalten oder Vergr√∂√üerung der Vorsteherdr√ľse (Prostatahypertrophie) leiden. Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml sind dann vorsichtig zu dosieren, da bestimmte Nebenwirkungen (anticholinerge Wirkungen) von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml diese Leiden verst√§rken k√∂nnen;
  • Da Ciaytl-Z Tropfen 20 mg/ml dazu f√ľhren k√∂nnen, dass Sie empfindlich auf Sonnenbestrahlung reagieren (Photosensibilisierung), sollten Sie w√§hrend der Behandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml l√§ngere oder starke Sonnenbestrahlung vermeiden.

Vor einer Behandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml muss Ihr Arzt das Blutbild (einschließlich eines Differentialblutbildes) sowie die Blutplättchenzahl kontrollieren. Bei stark von der Norm abweichenden Blutwerten darf keine Behandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml erfolgen.

Außerdem sollte Ihr Arzt während der Behandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml in angemessenen Abständen Blutbild und Leberfunktionswerte kontrollieren.

Vor der Behandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml und regelm√§√üig w√§hrend der Behandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml muss Ihr Arzt EKG-Kontrollen (Herzfunktion) durchf√ľhren.

Niedrige Kalium-Blutspiegel k√∂nnen bestimmte Herzrhythmusst√∂rungen (QT-Intervall-Verl√§ngerung im EKG) beg√ľnstigen. Daher wird Ihr Arzt vor Beginn der Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml Therapie den Kalium-Blutspiegel kontrollieren und eventuell einen Kaliummangel (Hypokali√§mie) entsprechend ausgleichen.

Bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, welche den Zuclopenthixol- (Wirkstoff von Ciatyl-Z

Tropfen 20 mg/ml) Plasmaspiegel erh√∂hen k√∂nnen, ist Vorsicht geboten (siehe auch Abschnitt ‚ÄěEinnahme von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Patienten mit einer Nieren-, Herzsch√§digung oder einer Einschr√§nkung der Gehirnfunktion (zerebrale Insuffizienz) zeigen h√§ufiger blutdrucksenkende Reaktionen auf die Gabe von Zuclopenthixol und sollten deshalb sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

W√§hrend einer Langzeitbehandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml sollte der Therapieerfolg √ľberwacht werden, um entscheiden zu k√∂nnen, ob eine Reduktion der Erhaltungsdosis angezeigt ist. Dies gilt insbesondere bei hohen Dosierungen.

Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen

Bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein geringer Anstieg in der Anzahl der Todesfälle im Vergleich mit denjenigen, die keine Antipsychotika einnahmen, berichtet.

Seien Sie (auch) besonders vorsichtig,

  • wenn Sie ein erh√∂htes Schlaganfall-Risiko oder eine vor√ľbergehende Verringerung der Blutversorgung des Gehirns haben.
  • wenn Sie oder ein Verwandter schon einmal ven√∂se Thrombosen (Blutgerinnsel) hatten, denn derartige Arzneimittel werden mit dem Auftreten von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.

√Ąltere Menschen

Bei älteren Patienten und Patienten mit Vorschädigung des Herzens können Störungen der Erregungsleitung auftreten. Eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion wird empfohlen.

Kinder und Jugendliche

Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml werden nicht f√ľr die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen, da keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vorliegen.

Einnahme von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml zusammen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml mit Schmerzmitteln, Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln oder anderen, das zentrale Nervensystem d√§mpfenden Medikamenten kann es zu verst√§rkter M√ľdigkeit, zu Benommenheit und Atemst√∂rungen kommen.

Durch die gleichzeitige Einnahme von Carbamazepin (Wirkstoff zur Behandlung von Krampfanfällen), Phenobarbital (Wirkstoff zur Behandlung von Krampfanfällen bzw. Schlaflosigkeit), Diphenylhydantoin (Wirkstoff zur Behandlung von Krampfanfällen und Herzrhythmusstörungen) oder Rifampicin (Wirkstoff zur Behandlung der Tuberkulose), Griseofulvin (Wirkstoff zur Behandlung von Pilzerkrankungen), Doxycyclin (Antibiotikum) sowie durch Rauchen kann der Blutspiegel von Zuclopenthixol durch schnelleren Substanzabbau erniedrigt werden.

Die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten kann bei gleichzeitiger Anwendung von

Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml verst√§rkt werden, w√§hrend die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin, Clonidin und őĪ-Methyldopa (spezielle bluthochdrucksenkende Mittel) abgeschw√§cht

werden kann.

Bei gleichzeitiger Gabe von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml und Propranolol (Betablocker zur Behandlung

von Herzrhythmusstörungen oder leichtem Bluthochdruck), Chloramphenicol (Antibiotikum) oder

Ovulationshemmern (‚ÄěAnti-Baby-Pille‚Äú) k√∂nnen sich die Plasmaspiegel beider Medikamente erh√∂hen.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit Dopaminagonisten (z. B. Levodopa, Wirkstoff zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit) kann die Wirkung des Dopaminagonisten abgeschwächt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Pentetrazol (Mittel gegen niedrigen Blutdruck) kann es zur Auslösung von Krampfanfällen kommen.

Die schwachen anticholinergen, das vegetative oder unwillk√ľrliche Nervensystem betreffenden Wirkungen von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml k√∂nnen durch Anticholinergika oder andere Medikamente mit anticholinergen Wirkungen verst√§rkt werden. Dadurch kann es zu Mundtrockenheit, verschwommenem Sehen, Verwirrtheit, Darmtr√§gheit und Harnverhalten kommen.

Durch anticholinerge Antiparkinsonmittel wie Biperiden kann die Wirkung von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml abgeschwächt werden.

Die gleichzeitige Behandlung mit Piperazin-haltigen Wurmmitteln und dem Magen-Darm-Mittel Metoclopramid f√ľhrt zu einem erh√∂hten Risiko von St√∂rungen des Bewegungsablaufs.

Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml k√∂nnen die Verstoffwechselung bestimmter Antidepressiva ver√§ndern, was zu erh√∂hten Plasmakonzentrationen f√ľhrt. Die sich daraus ergebenden klinischen Wirkungen sind nicht vorhersehbar. Vorsicht ist auch bei der Kombination mit MAO-Hemmern geboten.

Bei gleichzeitiger Gabe von Lithium (Wirkstoff, der bei bestimmten psychotischen Erkrankungen, den Manien, gegeben wird) kann es sehr selten zu Vergiftungssymptomen des Nervensystems mit Bewusstseinsst√∂rungen und K√∂rpertemperaturerh√∂hung kommen. Au√üerdem kann die gleichzeitige Einnahme von Lithium vermehrt zu extrapyramidalmotorischen St√∂rungen, M√ľdigkeit, Zittern und Mundtrockenheit f√ľhren.

Epinephrin (Adrenalin, ein Mittel zur Behandlung einer akuten Herzschwäche) sollte nicht zusammen mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml verabreicht werden (Gefäßerweiterung, Blutdruckabfall, beschleunigte Herzfrequenz).

Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml können in Verbindung mit Polypeptidantibiotika (z. B. Capreomycin, Colistin, Polymyxin B) eine zentrale Atemstörung verstärken.

Wegen der durch Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml hervorgerufenen Prolaktinerhöhung (Hormon) kann die Reaktion auf die Anwendung von Gonadorelin (Wirkstoff zur Diagnostik bzw. Behandlung von bestimmten Hormonstörungen) abgeschwächt werden.

Wenn Patienten, die Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml erhalten haben, operiert werden, muss sorgfältig auf einen eventuellen Blutdruckabfall geachtet werden. Die Dosis des Narkosemittels bzw. von Stoffen, die das Nervensystem dämpfen, ist unter Umständen zu verringern.

Unter der Behandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml kann das Ergebnis eines Schwangerschaftstests verfälscht sein (falsch positives Ergebnis).

Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verlängern (z. B. Mittel gegen Herzrhythmusstörungen [Antiarrhythmika Klasse IA oder III] oder bestimmte Antibiotika wie z. B. Erythromycin, Malariamittel, einige Mittel gegen Allergien [Antihistaminika], Mittel zur Behandlung psychischer Erkrankungen [bestimmte Neuroleptika oder Antidepressiva]), sollte vermieden werden.

Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch f√ľr bis vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten k√∂nnen.

Einnahme von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Vermeiden Sie es w√§hrend der Behandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml Alkohol zu sich zu nehmen, da dies zu einer Verst√§rkung der Alkoholwirkung und der Wirkung von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml sowie zu einer Blutdrucksenkung f√ľhren kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Es liegen keine ausreichenden Daten und Erfahrungen vor, die die Sicherheit der Anwendung von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml in der Schwangerschaft belegen. Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml sollten w√§hrend der Schwangerschaft, insbesondere im letzten Schwangerschaftsdrittel, nur angewendet werden, wenn Ihr Arzt die Behandlung nach einer sorgf√§ltigen Bewertung von Nutzen und Risiko f√ľr erforderlich h√§lt.

Bei neugeborenen Babys von M√ľttern, die Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml im letzten Trimenon (letzte drei Monate der Schwangerschaft) einnahmen, k√∂nnen folgende Symptome auftreten: Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schw√§che, Schl√§frigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und

Schwierigkeiten beim Stillen. Wenn Ihr Baby eines dieser Symptome entwickelt, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Da der Wirkstoff von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml in die Muttermilch √ľbergeht, sollten Sie bei notwendiger Behandlung nicht stillen.

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Sie d√ľrfen sich nicht an das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzen, weil m√∂glicherweise w√§hrend einer Behandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml M√ľdigkeit auftritt. Ebenfalls kann es zu einem Schwindel- und Schw√§chegef√ľhl kommen, wodurch Ihr Reaktionsverm√∂gen sowie Ihre Urteilskraft vermindert sind. Sie k√∂nnen dann auf unerwartete und pl√∂tzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren.

Fahren Sie nicht Auto oder andere Fahrzeuge.

Sie d√ľrfen keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen bedienen. Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt.

Beachten Sie besonders, dass Alkohol Ihre Verkehrst√ľchtigkeit noch weiter verschlechtert.

Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml enthalten 14,2 Vol.-% Alkohol (Ethanol)! Eine Dosis von 75 mg Zuclopenthixol (75 Tropfen) enthält 425 mg Alkohol, dies entspricht annähernd 11 ml Bier oder 5 ml Wein.

Ein gesundheitliches Risiko besteht u. a. bei Leberkranken, Alkoholkranken, Epileptikern, Patienten mit organischen Erkrankungen des Gehirns, Schwangeren und Kindern.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis

Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml ist ein Arzneimittel, dessen Verabreichungsmenge je nach Art und Schwere der Erkrankung f√ľr den einzelnen Patienten in sehr unterschiedlicher H√∂he festzusetzen ist. W√§hrend einer Langzeitbehandlung mit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml sollte der Therapieerfolg √ľberwacht werden, um entscheiden zu k√∂nnen, ob eine Reduktion der Erhaltungsdosis angezeigt ist. Dies gilt insbesondere bei hohen Dosierungen. Die folgenden Angaben sind deshalb Durchschnittswerte und gelten nur, soweit Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml von Ihrem Arzt nicht anders verordnet wurde.

Bei Erwachsenen wird eine durchschnittliche Dosierung bei Psychosen von 20 - 50 Tropfen Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml (20 - 50 mg Zuclopenthixol) täglich empfohlen. Bei Bedarf ist eine Steigerung nach 2 bis 3 Tagen auf eine Dosis von 75 Tropfen Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml (75 mg Zuclopenthixol) täglich möglich. Eine höhere Dosierung kann jedoch nötig sein.

Zur Behandlung von Erregungs- und Verwirrtheitszuständen werden je nach Schweregrad 2 - 40 Tropfen Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml (2 - 40 mg Zuclopenthixol) täglich verordnet.

Die Tagesdosis kann auf Anweisung des Arztes als Einmaldosis abends eingenommen oder auf 2 bis 3 Einzeldosen verteilt werden.

√úber die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr Arzt.

Es gibt keine Erfahrungen bei Kindern (siehe auch Abschnitt ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Anwendung von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml ist erforderlich‚Äú).

Die Tropfen k√∂nnen in Wasser verd√ľnnt eingenommen, aber auch Speisen und Getr√§nken beigemischt werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml eingenommen haben, als Sie sollten

Bei √úberdosierung kann es zu M√ľdigkeit, Blutdruckabfall, erh√∂hter Herzschlagfolge, Muskelverkrampfungen, Gangunsicherheit und Desorientiertheit kommen. In der Regel ist mit einer vollst√§ndigen R√ľckbildung der Beschwerden nach wenigen Tagen zu rechnen. Verst√§ndigen Sie jedoch sofort Ihren Arzt, der Ihnen ein geeignetes Gegenmittel verabreichen kann.

Wenn Sie die Einnahme von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Behandlung mit der verordneten Dosis fort.

Beachten Sie aber bitte, dass Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml nur sicher und ausreichend wirken können, wenn sie regelmäßig eingenommen werden.

Wenn Sie die Einnahme von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml abbrechen

Besprechen Sie bei unangenehmen Nebenwirkungen bitte unverz√ľglich mit Ihrem Arzt, welche Gegenma√ünahmen es gibt und ob andere Arzneimittel f√ľr die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt:H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Mögliche Nebenwirkungen

Die meisten Nebenwirkungen sind dosisabh√§ngig. H√§ufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen sind in der fr√ľhen Behandlungsphase am st√§rksten ausgepr√§gt und nehmen in der Regel w√§hrend der Weiterbehandlung ab.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Selten: Blutzellzahlabnahmeschäden bei Laboruntersuchungen (Leukopenie, Neutropenie, Thrombopenie, Agranulozytose). Daher sollten Sie der Aufforderung Ihres Arztes, sich zu den erforderlichen Blutbildkontrollen einzufinden, unbedingt nachkommen.

Sehr selten: Bestimmte Störungen im Blutbild bei Laboruntersuchung (Eosinophilie, Panzytopenie)

Erkrankungen des Nervensystems

Sehr h√§ufig: Muskelverspannungen und St√∂rungen des Bewegungsablaufs (z. B. Zungen- Schlund-Kr√§mpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkr√§mpfe, Blickkr√§mpfe, Versteifung der R√ľckenmuskulatur), St√∂rungen √§hnlich denen bei der Parkinsonschen Erkrankung (Zittern, Steifheit, Bewegungslosigkeit, √ľberm√§√üiger Speichelfluss), Zittern, Bewegungsdrang und Unf√§higkeit, sitzen zu bleiben, M√ľdigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung), Unruhe, Bewegungsarmut, Schwindel. In diesen F√§llen kann der Arzt die Dosis verringern und/oder auch ein Gegenmittel verabreichen, das diesen Nebenwirkungen sofort entgegenwirkt.

Häufig: Erregung, Depression, Kopfschmerzen, Störungen der Bewegungen und Muskelspannung, Hautkribbeln, Aufmerksamkeitsstörungen, Gedächtnisstörungen, Gangstörungen, Schlaflosigkeit, Angst, anormale Träume

Gelegentlich: Krampfanfälle, Bewegungsstörungen sowie abnormale Körperhaltungen, gesteigerte Reflexe bei der Untersuchung, Koordinationsstörungen, Sprachstörungen, Teilnahmslosigkeit, Albträume, verringerte Muskelspannung, Migräne, Zeichen von Erregung und Verwirrtheit, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter anderer Wirkstoffe (anticholinerg wirksamer Substanzen)

Selten: Benommenheit, Schl√§frigkeit und Teilnahmslosigkeit (Lethargie), Verst√§rkung der urspr√ľnglichen psychischen Krankheitssymptome

Sehr selten: Wasseransammlung im Gewebe (√Ėdem) des Gehirns, lebensbedrohlicher Zustand mit hohem Fieber, Muskelstarre und St√∂rungen des vegetativen Nervensystems (z.B. Herzjagen, Blutdruck√§nderungen, Bewusstlosigkeit), der das sofortige Absetzen der Medikation erfordert.

Augenerkrankungen

Sehr häufig: Störungen der Fähigkeit des Auges zur Scharfeinstellung (Akkommodationsstörungen)

Häufig: Erhöhung des Augeninnendrucks, gestörtes Sehvermögen Selten: Pigmenteinlagerungen in Hornhaut und Linsen des Auges

Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths

Häufig: Kreislaufstörungen beim Wechsel vom Liegen zum Stehen (orthostatische Dysregulation)

Gelegentlich: gesteigerte Schallempfindlichkeit, Tinnitus

Herzerkrankungen

Häufig: Beschleunigung des Herzschlags, Veränderungen auf Elektrokardiogramm (Aufzeichnung der Aktivität der Herzmuskeln), Herzklopfen

Selten: Verlängerung der sog. QT-Zeit auf Elektrokardiogramm (EKG)

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums H√§ufig: Schweres Atmen, Gef√ľhl verstopfter Nase

Sehr selten: Asthma, Lungenentz√ľndung, Wasseransammlung im Gewebe des Kehlkopfs

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Sehr häufig:Mundtrockenheit
Häufig:Verstopfungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen
Gelegentlich:Bauchschmerzen, Blähungen
Sehr selten:Lebensbedrohliche Darmlähmung

Lichtempfindlichkeit (direkte Sonneneinstrahlung meiden!), √ľberm√§√üige

Schweißproduktion

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Häufig: Muskelschmerzen

Endokrine Erkrankungen

Selten: Erh√∂hung des Prolaktinspiegels (Prolaktin: ein Hormon, das Einfluss auf das Wachstum der Brustdr√ľse und die Milchproduktion w√§hrend der Schwangerschaft und Stillen haben kann)

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Häufig: Gewichtszunahme, Appetitzunahme, Appetitverlust
Gelegentlich: Gewichtsverlust
Selten: Erhöhung des Blutzuckers, verminderte Glukosetoleranz im Labortest, Erhöhung
  der Blutfettwerte

Gefäßerkrankungen

Häufig: Blutdruckerniedrigung
Gelegentlich: Hitzewallungen
Nicht bekannt: Blutgerinnsel in den Venen, z.B. vor allem in den Beinen (mit Schwellungen,
¬† Schmerzen und R√∂tungen der Beine), die m√∂glicherweise √ľber die Blutbahn in die
  Lunge gelangen und dort Brustschmerzen sowie Schwierigkeiten beim Atmen

verursachen k√∂nnen. Wenn Sie eines dieser Symptome bei sich beobachten, holen Sie bitte unverz√ľglich √§rztlichen Rat ein.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

H√§ufig: Schw√§chegef√ľhl, Unwohlsein, Schmerzen

Gelegentlich: Durst, starke Schwankungen der Körpertemperatur

Erkrankungen des Immunsystems

Selten: Anaphylaktische Reaktion, allergische Reaktionen

Sehr selten: Lupus-erythematodes-ähnliche Syndrome (Hautveränderungen)

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Leberfunktionsstörungen
Selten: Abflussstörungen der Galle, Gelbsucht
Sehr selten: √Ąnderungen der Leberwerte bei Laboruntersuchungen, bedingt durch den gest√∂rten
  Abfluss von Galle

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Häufig: Störungen der Regelblutung, sexuelle Funktionsstörungen
Gelegentlich: trockene Scheide
Selten: Absonderung von Milch aus der Brust ohne Stillen, Vergr√∂√üerung der Brustdr√ľsen
¬† beim Mann, Priapismus (eine behandlungsbed√ľrftige Dauererektion des Penis)

Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen

Nicht bekannt: Arzneimittelentzugserscheinungen bei Neugeborenen (siehe Abschnitt

‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú)

Pl√∂tzliches Absetzen von Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml kann Entzugserscheinungen hervorrufen. Die h√§ufigsten Anzeichen sind √úbelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall, eine laufende Nase (Rhinorrhoe), Schwitzen, Muskelschmerzen, Hautkribbeln (Par√§sthesie), Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst und gesteigerter Bewegungsdrang. Ferner kann es zu Schwindel, wechselndem W√§rme- und K√§ltegef√ľhl sowie Tremor kommen. Die Symptome beginnen im Allgemeinen 1 ‚Äď 4 Tage nach dem Absetzen des Medikamentes und klingen innerhalb von 7 ‚Äď 14 Tagen ab.

Gegenmaßnahmen

Bei Auftreten entz√ľndlicher Erscheinungen im Mund- und Rachenraum, bei Fieber sowie bei grippalen Infekten sollten Sie Ihren Arzt umgehend informieren, da es sich hierbei um Hinweise auf das Auftreten der selten vorkommenden Blutzellsch√§den handeln kann.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Flaschenetikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Aufbewahrungsbedingungen

Im K√ľhlschrank lagern (2 ¬įC ‚Äď 8 ¬įC).

Nach Anbruch des Behältnisses können Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml bei Raumtemperatur gelagert werden.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung

Verwenden Sie Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml nach Anbruch des Behältnisses nicht länger als 3 Monate.

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Weitere Informationen

Was Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml enthalten

  • Der Wirkstoff ist: Zuclopenthixol (als Hydrochlorid)
    1 ml Lösung (= 20 Tropfen) Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml enthält 20 mg Zuclopenthixol (als Hydrochlorid).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Ethanol und gereinigtes Wasser

Wie Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml aussieht und Inhalt der Packung

Ciatyl-Z Tropfen 20 mg/ml sind in Packungen zu 30 ml Lösung (N1) erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Bayer Vital GmbH

D-51368 Leverkusen

Telefon: (0214) 30 ‚Äď 5 13 48

Telefax: (0214) 30 ‚Äď 5 16 03

E-Mail: medical-information@bayer.com

Hersteller

Bayer AG

51368 Leverkusen

KVP Pharma + Veterinärprodukte GmbH

Projensdorfer Str. 324

24106 Kiel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2019.

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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2022

Quelle: Ciatyl-z Tropfen 20mg/ml - Beipackzettel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden