Rebif 8,8 Mikrogramm - Injektionslösung in einer Fertigspritze

Abbildung Rebif 8,8 Mikrogramm - Injektionslösung in einer Fertigspritze
Wirkstoff(e) Interferon beta-1a
Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller Merck Europe B.V.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 03.05.1998
ATC Code L03AB07
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Immunstimulanzien

Zulassungsinhaber

Merck Europe B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Rebif wird zu einer Klasse von Arzneimitteln gez√§hlt, die man Interferone nennt. Das sind nat√ľrliche Substanzen, die Botschaften zwischen Zellen vermitteln. Interferone kommen im K√∂rper vor und spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem. Durch Mechanismen, die noch nicht genau bekannt sind, helfen Interferone, Sch√§den, die durch Multiple Sklerose im zentralen Nervensystem entstehen, zu begrenzen.

Rebif ist ein hochgereinigtes l√∂sliches Protein, das dem im menschlichen K√∂rper vorkommenden nat√ľrlichen Interferon beta sehr √§hnlich ist.

Rebif wird zur Behandlung der Multiplen Sklerose angewendet. Es verringert nachweislich die Anzahl und Schwere von Sch√ľben und verlangsamt das Fortschreiten der Behinderung. Das Arzneimittel ist au√üerdem f√ľr die Anwendung bei Patienten zugelassen, bei denen ein einzelnes klinisches Ereignis eingetreten ist, das wahrscheinlich ein erstes Zeichen einer Multiplen Sklerose darstellt.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Rebif darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen nat√ľrliches oder rekombinantes Interferon beta oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn Sie schwere Depressionen haben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Rebif anwenden.

  • Rebif darf nur unter Aufsicht Ihres Arztes angewendet werden.
  • Lesen Sie vor der Behandlung mit Rebif bitte sorgf√§ltig den Abschnitt "Wie ist Rebif anzuwenden?" und befolgen Sie genau die dort gegebenen Anweisungen. Dadurch kann das Auftreten von Gewebesch√§digungen an der Injektionsstelle (Nekrosen), die bei Rebif-Patienten beobachtet wurden, reduziert werden. Wenn bei Ihnen lokale Reaktionen an der Haut auftreten, die Sie beunruhigen, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Rebif anwenden, wenn Sie eine Allergie oder √úberempfindlichkeit gegen andere Arzneimittel haben.
  • W√§hrend der Behandlung k√∂nnen Blutgerinnsel in den kleinen Blutgef√§√üen auftreten. Diese Blutgerinnsel k√∂nnen Auswirkungen auf Ihre Nieren haben. Dies kann mehrere Wochen bis mehrere Jahre nach Beginn der Behandlung mit Rebif auftreten. Ihr Arzt wird Ihren Blutdruck, Ihr Blut (Anzahl der Blutpl√§ttchen) und Ihre Nierenfunktion √ľberwachen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie an einer Erkrankung

In diesen F√§llen muss Ihr Arzt die Behandlung und jede etwaige Verschlechterung dieser Leiden engmaschig √ľberwachen.

Anwendung von Rebif zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel anzuwenden. Bitte informieren Sie insbesondere Ihren Arzt, wenn Sie Antiepileptika oder Antidepressiva einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Es werden keine schädlichen Auswirkungen auf das gestillte Neugeborene/Kind erwartet. Rebif kann während der Stillzeit angewendet werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Auswirkungen der Krankheit oder ihrer Behandlung können Ihre Fähigkeiten bei der Bedienung von Maschinen beeinflussen. Falls Sie davon betroffen sind, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt.

Rebif enthält Natrium und Benzylalkohol

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h., es ist nahezu

‚Äěnatriumfrei‚Äú.

Dieses Arzneimittel enthält 1,0 mg Benzylalkohol pro 0,2 ml Dosierung bzw. 2,5 mg Benzylalkohol pro 0,5 ml Dosierung. Benzylalkohol kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Benzylalkohol wurde mit dem Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen, einschlie√ülich Atemproblemen (so genanntes ‚ÄěGasping-Syndrom‚Äú) bei Kleinkindern, in Verbindung gebracht.

Wenden Sie dieses Arzneimittel bei Kleinkindern (unter 3 Jahren) nicht länger als eine Woche an, außer auf Anraten Ihres Arztes oder Apothekers.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden,

fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, da sich in Ihrem K√∂rper gro√üe Mengen Benzylalkohol anreichern und Nebenwirkungen verursachen k√∂nnen (so genannte ‚Äěmetabolische Azidose‚Äú).

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Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Behandlungsbeginn

Die Behandlung beginnt mit einem langsamen Anstieg der Dosis, der sogenannten ‚ÄěDosistitration‚Äú, √ľber einen Zeitraum von 4 Wochen, um einige der Nebenwirkungen zu reduzieren. Hierf√ľr wird folgendes Dosierungsschema empfohlen:

  • W√§hrend der ersten und zweiten Woche ist dreimal w√∂chentlich Rebif 8,8 Mikrogramm zu injizieren.
  • W√§hrend der dritten und vierten Woche ist dreimal w√∂chentlich Rebif 22 Mikrogramm zu injizieren.

Ab der f√ľnften Woche, wenn Sie Ihre Einleitungsphase abgeschlossen haben, m√ľssen Sie das von Ihrem Arzt verschriebene normale Dosierungsschema befolgen.

Dosierung

Die √ľbliche Dosis betr√§gt dreimal w√∂chentlich 44 Mikrogramm (12 Millionen I.E.).

Eine niedrigere Dosierung von 22 Mikrogramm (6 Millionen I.E.) dreimal pro Woche wird empfohlen f√ľr Patienten mit Multipler Sklerose, die die h√∂here Dosierung nicht vertragen k√∂nnen.

Rebif sollte dreimal pro Woche und, wenn möglich:

  • immer an den gleichen drei Wochentagen (mit mindestens 48 Stunden Abstand, z. B. Montag, Mittwoch, Freitag) und
  • zur gleichen Tageszeit (vorzugsweise abends) verabreicht werden.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (2 bis 17 Jahre alt)

Es wurden keine formellen klinischen Pr√ľfungen mit Kindern oder Jugendlichen durchgef√ľhrt. Einige vorliegende klinische Daten deuten jedoch darauf hin, dass das Sicherheitsprofil bei Kindern und Jugendlichen, die Rebif 22 Mikrogramm oder Rebif 44 Mikrogramm dreimal w√∂chentlich erhalten, dem Sicherheitsprofil von Erwachsenen √§hnelt.

Anwendung bei Kindern (unter 2 Jahren)

Rebif wird nicht f√ľr die Anwendung bei Kindern unter 2 Jahren empfohlen.

Art der Anwendung

Rebif wird subkutan (unter die Haut) injiziert.

Die erste(n) Injektion(en) muss/m√ľssen unter der Aufsicht von entsprechend geschultem medizinischem Fachpersonal erfolgen. Nach einer entsprechenden Schulung k√∂nnen Sie selbst, ein Familienmitglied, Freund oder eine Pflegekraft Rebif Fertigspritzen zu Hause anwenden. Das Arzneimittel kann auch mit einem geeigneten Autoinjektor angewendet werden.

Zur Anwendung von Rebif lesen Sie bitte sorgfältig folgende Anweisungen:

Dieses Arzneimittel ist zur Einmalanwendung vorgesehen.

Die Lösung darf nur angewendet werden, wenn sie klar bis opaleszent ist, keine Schwebstoffe enthält und keine sichtbaren Anzeichen von Zersetzung erkennbar sind.

Wie wird Rebif injiziert

  • W√§hlen Sie eine Injektionsstelle. Ihr Arzt wird Sie √ľber geeignete Injektionsstellen informieren (g√ľnstige Stellen sind z.B. die Oberschenkel oder der Unterbauch). Halten Sie die Spritze wie einen Stift oder einen Wurfpfeil. Es ist zu empfehlen, dass Sie sich bei jeder Anwendung die Injektionsstelle notieren und die Injektionsstelle jedes Mal wechseln, damit an ein und derselben Stelle nicht zu h√§ufig injiziert wird. So verringern Sie das Risiko von Gewebssch√§digungen (Nekrosen). BITTE BEACHTEN SIE: W√§hlen Sie f√ľr die Injektion keine Stellen, an denen Sie Schwellungen, feste Knoten oder Schmerzen sp√ľren k√∂nnen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Pflegepersonal √ľber alle Auff√§lligkeiten, die Sie entdecken.

  • Waschen Sie sich Ihre H√§nde gr√ľndlich mit Wasser und Seife.
  • Entfernen Sie die Spritze mit Rebif aus der Blisterpackung, indem Sie die Plastikfolie abziehen.
  • Verwenden Sie vor der Injektion einen Alkoholtupfer, um die Haut an der Injektionsstelle zu reinigen. Lassen Sie die Haut trocknen. Wenn etwas Alkohol auf der Haut verbleibt, k√∂nnen Sie ein brennendes Gef√ľhl versp√ľren.
    • Dr√ľcken Sie die Haut um die Injektionsstelle herum vorsichtig zusammen (um sie etwas anzuheben).
    • Legen Sie Ihr Handgelenk auf die Haut nahe der Injektionsstelle und stechen Sie die Nadel mit einer schnellen, festen Bewegung in einem rechten Winkel in die Haut.
    • Injizieren Sie das Arzneimittel langsam und gleichm√§√üig (dr√ľcken Sie den Kolben in die Spritze bis diese leer ist).
    • Halten Sie einen Tupfer auf die Injektionsstelle. Entfernen Sie die Nadel aus der Haut.
  • Massieren Sie die Injektionsstelle sanft mit einem trockenen Wattebausch oder Baumwollgaze.
  • Entsorgen Sie alle gebrauchten Gegenst√§nde: Sobald Sie die Injektion beendet haben, werfen Sie die Spritze sofort in einen geeigneten Entsorgungsbeh√§lter.

Wenn Sie eine größere Menge von Rebif angewendet haben, als Sie sollten

Wenden Sie sich im Falle einer √úberdosis bitte sofort an Ihren Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Rebif vergessen haben

Falls Sie eine Dosis versäumt haben, fahren Sie bitte am Tag der nächsten geplanten Dosis mit den Injektionen fort. Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Rebif abbrechen

Die Wirkung von Rebif ist m√∂glicherweise nicht sofort bemerkbar. Deswegen d√ľrfen Sie die Behandlung mit Rebif nicht unterbrechen, sondern m√ľssen die Anwendung regelm√§√üig fortsetzen, um die gew√ľnschte Wirkung zu erzielen. Sollten Sie √ľber den Nutzen der Behandlung unsicher sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Sie d√ľrfen die Behandlung nicht abbrechen, bevor Sie Ihren Arzt konsultiert haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt und beenden Sie die Anwendung von Rebif, wenn bei Ihnen eine der folgenden schweren Nebenwirkungen auftritt:

  • Schwere allergische (√úberempfindlichkeits-) Reaktionen. Wenn Sie unmittelbar nach Anwendung von Rebif pl√∂tzliche Atemnot versp√ľren, die m√∂glicherweise zusammen mit Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, mit Nesselausschlag, Juckreiz am ganzen K√∂rper und einem Schw√§chegef√ľhl oder Mattigkeit auftritt, wenden Sie sich bitte unverz√ľglich an Ihren Arzt oder begeben sich dringend in √§rztliche Obhut. Diese Nebenwirkungen sind selten (k√∂nnen bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten).
  • Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome auftritt, das m√∂glicherweise auf ein Leberproblem hinweist: Gelbsucht (Gelbf√§rbung der Haut und der Aug√§pfel), ausgedehnter Juckreiz, Appetitverlust gepaart mit √úbelkeit und Erbrechen und Neigung zu Bluterg√ľssen. Schwere Leberprobleme k√∂nnen mit weiteren Symptomen einhergehen, z.B. Konzentrationsst√∂rungen, Schl√§frigkeit und Verwirrtheit.
  • Eine Depression tritt bei Patienten, die wegen Multipler Sklerose behandelt werden, h√§ufig (bei bis zu 1 von 10 Behandelten) auf. Wenn Sie depressiv sind oder Selbstmordgedanken entwickeln, berichten Sie dies sofort Ihrem Arzt.

Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

  • Grippe√§hnliche Symptome, wie Kopfschmerzen, Fieber, Sch√ľttelfrost, Muskel- und Gelenkschmerzen, M√ľdigkeit und √úbelkeit, sind sehr h√§ufig (k√∂nnen bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten).
    Diese Symptome sind gew√∂hnlich leicht, treten am Anfang der Behandlung h√§ufiger auf und gehen mit Fortdauer der Behandlung zur√ľck.
    Um die Symptome zu lindern, kann Ihr Arzt Sie anweisen, ein fiebersenkendes Schmerzmittel vor einer Rebif-Dosis und sodann f√ľr 24 Stunden nach jeder Injektion einzunehmen.
  • Reaktionen an der Injektionsstelle, einschlie√ülich Hautr√∂tung, Schwellung, Hautverf√§rbung, Entz√ľndung, Schmerzen und Hautdegeneration, sind sehr h√§ufig.
    Das Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle lässt gewöhnlich mit der Zeit nach. Gelegentlich (bei bis zu 1 von 100 Behandelten) treten Gewebezerstörung (Nekrose), ein
    Abszess und Schwellung an der Injektionsstelle auf.
    Beachten Sie die Empfehlungen im Abschnitt ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú, um das Risiko f√ľr das Auftreten von Reaktionen an der Injektionsstelle zu verringern.
    Die Injektionsstelle kann sich infizieren (gelegentlich); die Haut kann anschwellen, empfindlich werden oder verhärten, und das gesamte Hautareal kann stark schmerzen. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, falls eines dieser Symptome bei Ihnen auftritt.
  • Bestimmte Labortestergebnisse k√∂nnen sich ver√§ndern. Diese Ver√§nderungen werden im Allgemeinen vom Patienten nicht wahrgenommen (keine Symptome), sind normalerweise reversibel und leicht und machen meist keine besondere Behandlung erforderlich.
    Die Anzahl der roten Blutkörperchen, der weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen kann entweder unabhängig von einander (sehr häufig) oder gleichzeitig (selten) verringert sein.

M√∂gliche Symptome, die auf diese Ver√§nderungen zur√ľckzuf√ľhren sind, k√∂nnen M√ľdigkeit, eine reduzierte Infektabwehr, Bluterg√ľsse oder unerkl√§rliche Blutungen sein. Leberfunktionstests k√∂nnen gest√∂rt werden (sehr h√§ufig). Auch Entz√ľndungen der Leber wurden berichtet (gelegentlich). Wenn Sie Symptome bemerken, die auf eine Leberfunktionsst√∂rung hinweisen, wie z.B. Appetitverlust in Kombination mit anderen Symptomen, wie √úbelkeit,

Erbrechen oder Gelbsucht, wenden Sie sich bitte unverz√ľglich an Ihren Arzt (siehe oben

‚ÄěInformieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt‚Äú).

  • Eine Schilddr√ľsenfunktionsst√∂rung tritt gelegentlich auf. Die Schilddr√ľse kann entweder zu stark oder unzureichend arbeiten. Diese Ver√§nderungen der Schilddr√ľsenfunktion werden meist nicht vom Patienten als Symptome wahrgenommen, Ihr Arzt kann jedoch, falls angezeigt, eine Testung empfehlen.
  • Scheinbarer MS-R√ľckfall (H√§ufigkeit unbekannt): Es besteht die M√∂glichkeit, dass zu Beginn Ihrer Behandlung mit Rebif bei Ihnen Symptome auftreten, die denen eines Multiple Sklerose- R√ľckfalls √§hneln. Zum Beispiel k√∂nnen sich Ihre Muskeln sehr empfindlich oder schwach anf√ľhlen, was Sie daran hindert, sich zu bewegen, wie Sie wollen. In einigen F√§llen treten solche Symptome zusammen mit Fieber oder grippe√§hnlichen Symptomen, wie oben beschrieben, auf. Wenn Sie solche Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Andere mögliche Nebenwirkungen beinhalten:

Sehr häufig (können bei mehr als 1 von 10 Behandelten auftreten):

Kopfschmerzen

Häufig (können bei bis zu 1 von 10 Behandelten auftreten):

Gelegentlich (können bei bis zu 1 von 100 Behandelten auftreten):

Selten (können bei bis zu 1 von 1.000 Behandelten auftreten):

  • Suizidversuch
  • Schwerwiegende Hautreaktionen ‚Äď einige mit Schleimhautsch√§digung
  • Blutgerinnsel in den kleinen Blutgef√§√üen, die Auswirkungen auf Ihre Nieren haben k√∂nnen (thrombotisch-thrombozytopenische Purpura oder h√§molytisch-ur√§misches Syndrom). Die Symptome k√∂nnen vermehrte Bluterg√ľsse, Blutungen, Fieber, extremes Schw√§chegef√ľhl, Kopfschmerzen, Schwindelgef√ľhl oder Benommenheit umfassen. Ihr Arzt wird m√∂glicherweise Ver√§nderungen in Ihrem Blut und Ihrer Nierenfunktion feststellen.
  • Arzneimittelinduzierter Lupus erythematodes: eine Nebenwirkung, die nach Langzeitbehandlung mit Rebif auftreten kann. Symptome k√∂nnen sich √§u√üern als Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen und -schwellung sowie Hautausschlag. Es k√∂nnen sich auch andere Anzeichen wie Fieber, Gewichtsverlust und M√ľdigkeit entwickeln. √úblicherweise

klingen die Symptome innerhalb von einer oder zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung wieder ab.

  • Nierenprobleme einschlie√ülich Narbenbildung, was zu einer Verringerung der Nierenfunktion f√ľhren kann.

    • Wenn Sie einige oder alle der folgenden Symptome an sich bemerken:
    • schaumiger Urin
    • M√ľdigkeit
    • Schwellungen, vor allem im Bereich der Kn√∂chel und Augenlider, sowie Gewichtszunahme, informieren Sie bitte Ihren Arzt, da es sich hierbei um Anzeichen eines m√∂glichen Nierenproblems handeln k√∂nnte.

Die folgenden Nebenwirkungen wurden im Zusammenhang mit der Gabe von Interferon-beta berichtet (Häufigkeit nicht bekannt)

  • Schwindel
  • Nervosit√§t
  • Appetitverlust
  • Erweiterung der Blutgef√§√üe und Herzklopfen
  • Unregelm√§√üigkeiten und/oder Ver√§nderungen der Menstruationsblutung
  • Pulmonale arterielle Hypertonie ‚Äď eine Krankheit, bei der eine schwerwiegende Verengung der Blutgef√§√üe in den Lungen vorliegt, die zu hohem Blutdruck in den Blutgef√§√üen f√ľhrt, die das Blut vom Herz zu den Lungen transportieren. Pulmonale arterielle Hypertonie wurde zu verschiedenen Zeitpunkten w√§hrend der Behandlung beobachtet, unter anderem bis zu einige Jahre nach Beginn der Behandlung mit Rebif.
  • Entz√ľndung des Fettgewebes unter der Haut (Pannikulitis), wodurch sich die Haut hart anf√ľhlen kann und sich m√∂glicherweise schmerzhafte rote Knoten oder Flecken bilden.

Beenden Sie oder verändern Sie die Arzneimittelanwendung nicht ohne Anweisung Ihres Arztes.

Kinder und Jugendliche

Die Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen ähneln den bei Erwachsenen beobachteten Nebenwirkungen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das in Anhang V aufgef√ľhrte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen

Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Im K√ľhlschrank lagern (2¬ļC - 8¬ļC).

Nicht einfrieren. (Um ein versehentliches Einfrieren zu verhindern, lagern Sie die Packung nicht in der Nähe des Gefrierfaches.)

Zur Anwendung unterwegs k√∂nnen Sie Rebif aus dem K√ľhlschrank entnehmen und bei maximal 25¬įC √ľber einen einmaligen Zeitraum bis zu 14 Tagen aufbewahren. Rebif muss danach wieder in den K√ľhlschrank zur√ľckgelegt und vor Ablauf des Verfalldatums verbraucht werden.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: Sichtbare Anzeichen von Zersetzung, z.B. wenn die L√∂sung nicht mehr klar ist oder Schwebeteilchen enth√§lt.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Rebif enthält

  • Der Wirkstoff ist: Interferon beta-1a.
    • Jede 8,8 Mikrogramm Fertigspritze enth√§lt 8,8 Mikrogramm Interferon beta-1a entsprechend 2,4 Millionen internationaler Einheiten (I.E.).
    • Jede 22 Mikrogramm Fertigspritze enth√§lt 22 Mikrogramm Interferon beta-1a entsprechend 6 Millionen internationaler Einheiten (I.E.).
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Mannitol, Poloxamer 188, L-Methionin, Benzylalkohol, Natriumacetat, Essigs√§ure, Natriumhydroxid und Wasser f√ľr Injektionszwecke.

Wie Rebif aussieht und Inhalt der Packung

Rebif 8,8 Mikrogramm ist als Injektionslösung in einer Fertigspritze mit feststehender Nadel erhältlich und kann selbst verabreicht werden. Die Fertigspritze ist gebrauchsfertig und enthält 0,2 ml Injektionslösung.

Rebif 22 Mikrogramm ist als Injektionslösung in einer Fertigspritze mit feststehender Nadel erhältlich und kann selbst verabreicht werden. Die Fertigspritze ist gebrauchsfertig und enthält 0,5 ml Injektionslösung.

Die Rebif-Lösung ist klar bis opaleszent.

Rebif 8,8 Mikrogramm und Rebif 22 Mikrogramm sind in einer Starterpackung erh√§ltlich, die f√ľr die ersten 4 Behandlungswochen vorgesehen ist; w√§hrend dieser Zeit wird eine allm√§hliche Steigerung der Rebif-Dosis empfohlen.

Diese Monatsstarterpackung enthält sechs Fertigspritzen Rebif 8,8 Mikrogramm und sechs Fertigspritzen Rebif 22 Mikrogramm.

Pharmazeutischer Unternehmer

Merck Europe B.V.

Gustav Mahlerplein 102

1082 MA Amsterdam

Niederlande

Hersteller

Merck Serono S.p.A. Via delle Magnolie 15 70026 Modugno (Bari), Italien

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Wirkstoff(e) Interferon beta-1a
Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller Merck Europe B.V.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 03.05.1998
ATC Code L03AB07
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden