Asicor 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Abbildung Asicor 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoff(e) Milrinon
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Pharmaselect International Beteiligungs GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 26.02.2013
ATC Code C01CE02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Kardiostimulanzien, exkl. Herzglykoside

Zulassungsinhaber

Pharmaselect International Beteiligungs GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Milrinon Hikma 1 mg/ml Injektionslösung Milrinon Hikma Farmaceutica (Portugal) S.A.
Milrinon Carino 1 mg/ml Injektions- oder Infusionslösung Milrinon Carinopharm GmbH
Corotrop 10 mg Ampullen Milrinon sanofi-aventis GmbH
Milrinon Tillomed 1 mg/ml Injektions-/Infusionslösung Milrinon Tillomed Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der Name Ihres Arzneimittels lautet Asicor.

Asicor enthält den Wirkstoff Milrinon (als Lactat). Dieser gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Phosphodiesterase-Hemmer bezeichnet werden.

Milrinon bewirkt eine Steigerung der Kontraktionsleistung des Herzmuskels und eine Erweiterung der Blutgefäße. Das Blut kann besser fließen und somit kann auch das Herz das Blut erfolgreicher pumpen.

Asicor wird bei Erwachsenen angewendet f√ľr:

Kurzzeitige Behandlung (bis zu 48 Stunden) von schwerer kongestiver Herzinsuffizienz (das Herz kann nicht genug Blut in den Körper pumpen), wenn andere Arzneimittel keine Wirkung gezeigt haben.

Asicor wird bei Kindern angewendet f√ľr die kurzzeitige Behandlung (bis zu 35 Stunden) von: - Kurzzeitbehandlung (bis zu 35 Stunden) einer schweren Herzleistungsschw√§che (wenn das Herz nicht gen√ľgend Blut in den √ľbrigen K√∂rper pumpen kann), sofern andere Arzneimittel nicht geholfen haben,

- Kurzzeitbehandlung (bis zu 35 Stunden) einer akuten Herzleistungsschwäche, z. B. nach einer Herzoperation, d.h., wenn das Herz Schwierigkeiten hat, das Blut durch den Köper zu pumpen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Asicor darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Milrinon oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie an einem niedrigen Blutvolumen (Hypovol√§mie) leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Asicor bei Ihnen angewendet wird,

  • wenn Sie einen akuten Herzinfarkt (Myokardinfarkt) erlitten haben.
  • wenn Sie an einer schweren Erkrankung der Herzklappen, wie einer Verengung,Verdickung oder einer Blockade Ihrer Herzklappen leiden
  • wenn Ihr Herzschlag unregelm√§√üig oder unkontrolliert schnell ist. Es kann auch zu einem Pochen im Brustbereich, Benommenheit, Ohnmacht und Kurzatmigkeit kommen
  • wenn Sie einen niedrigen Blutdruck haben, der zu Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht f√ľhrt
  • wenn Ihr Blut einen niedrigen Kaliumwert aufweist. Ihr Arzt kann dies mittels Bluttest √ľberpr√ľfen
  • wenn die Anzahl der zur Blutgerinnung erforderlichen Blutzellen in ungew√∂hnlichem Ma√üe abf√§llt (Thrombopenie) und/oder die H√§moglobinkonzentration verringert ist
  • wenn Sie Probleme mit den Nieren haben
  • wenn Sie Probleme mit der Leber haben

Kinder

√úber die Vorsichtsma√ünahmen und Warnhinweise f√ľr Erwachsene hinaus sollte bei Kindern Folgendes ber√ľcksichtigt werden:

Vor der Gabe von Asicor wird der Arzt verschiedene Kontrollen wie z. B. des Herzrhythmus und des Blutdrucks vornehmen sowie Blutuntersuchungen veranlassen. Die Gabe von Asicor wird nicht erfolgen, wenn Herzrhythmus und Blutdruck Ihres Kindes nicht stabil sind.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn

  • Ihr Kind Nierenbeschwerden hat,
  • Ihr Kind zu fr√ľh geboren wurde oder ein niedriges Geburtsgewicht hat,
  • Ihr Kind einen bestimmten Herzfehler hat, einen sogenannten offenen Ductus arteriosus: eine Verbindung zwischen zwei gro√üen Blutgef√§√üen (der K√∂perschlagader und der Lungenschlagader), die offen bleibt, obwohl sie verschlossen sein sollte.
    In diesen Fällen wird Ihr Arzt entscheiden, ob Ihr Kind mit Asicor behandelt werden kann.

Anwendung von Asicor zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel

einzunehmen/anzuwenden.

Dies ist besonders wichtig, da Milrinon die Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinträchtigen kann. Außerdem können einige Arzneimittel auch die Wirkung von Milrinon beeinträchtigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal insbesondere, wenn Sie Folgendes einnehmen:

  • Digoxin (bei Herzproblemen)
  • Andere Herzmedikamente, die sich auf die Kontraktionen des Herzmuskels auswirken (inotrope Mittel)
  • Wassertabletten (Diuretika)

- Arzneimittel, die zur Behandlung von Bluthochdruck oder Angina pectoris (anfallsartiger Schmerz in der Brust) eingesetzt werden, wie Amlodipin, Nifedipin oder Felodipin.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Üblicherweise ist Asicor zur Verabreichung in einem Krankenhaus vorgesehen, da eine sorgfältige klinische Überwachung der Therapie empfohlen wird. Daher ist eine Auswirkung auf die Verkehrstätigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen nicht bekannt.

Asicor enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enh√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, das hei√üt es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

Die Anwendung des Arzneimittels Asicor kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Gegenanzeigen

  • √úberempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Schwere Hypovol√§mie

√úberdosierung

Symptome:

Hohe Dosen von Milrinon k√∂nnen zu einer Hypotonie (aufgrund der vasodilatorischen Wirkung) und Herzarrhythmien f√ľhren.

Behandlung:

Anwendung von Milrinon sollte unterbrochen werden, bis sich der Zustand des Patienten stabilisiert hat. Ein spezifisches Gegenmittel f√ľr Milrinon ist nicht bekannt, sodass sich die Behandlung auf allgemeine Ma√ünahmen zur Kreislaufstabilisierung beschr√§nkt.

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Wie wird es angewendet?

Asicor wird Ihnen immer von Ihrem Arzt verabreicht, da es in Form einer Infusion angewendet wird. Die Lösung wird in eine Vene gegeben. Auf der Grundlage Ihrer Beschwerden wird Ihr Arzt die richtige Dosierung auswählen. Asicor ist nur zur Verabreichung in einem Krankenhaus vorgesehen.

Tests:

W√§hrend die Infusion angewendet wird, wird Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal mit einem Elektrokardiogramm (EKG) Ihre Herzfunktion √ľberpr√ľfen. Dar√ľber hinaus werden Bluttests durchgef√ľhrt, der Blutdruck und der Puls werden gemessen.

Wie wird dieses Arzneimittel bei Ihnen angewendet?

  • Dieses Arzneimittel wird √ľblicherweise in einem ‚ÄěTropf‚Äú angewendet, nachdem es mit einer Zucker- oder Salzl√∂sung verd√ľnnt wurde
  • Wenn Sie das Gef√ľhl haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu schwach oder zu stark ausf√§llt, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Die empfohlene Dosis beträgt

Erwachsene

  • Anhand Ihres K√∂rpergewichts wird Ihr Arzt die richtige Dosis bestimmen.
  • Wenn Sie an einer Nierenfunktionsst√∂rung leiden kann es erforderlich sein, die Dosis zu verringern.
    Infusionen mit Asicor werden nicht √ľber eine l√§ngere Zeit als 48 Stunden verabreicht.

Kinder und Jugendliche

Als Erstdosis sollte der Arzt Ihrem Kind 50 bis 75 Mikrogramm pro Kilogramm K√∂rpergewicht √ľber 30 bis 60 Minuten verabreichen.

Danach beträgt die Dosis 0,25 bis 0,75 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute, abhängig von dem Ansprechen Ihres Kindes auf die Behandlung und dem Auftreten von Nebenwirkungen. Asicor kann bis zu 35 Stunden gegeben werden.

W√§hrend der Infusion wird Ihr Kind eng √ľberwacht: Der Arzt wird verschiedene Kontrollen, wie z. B. des Herzrhythmus und des Blutdrucks, sowie Blutentnahmen vornehmen, um das Ansprechen auf die Behandlung und das Auftreten von Nebenwirkungen zu √ľberwachen.

Wenn Ihnen eine größere Menge Asicor verabreicht wurde, als Sie erhalten sollten

Fragen Sie immer nach, wenn Sie nicht sicher sind, warum Sie eine bestimmte Dosis des Arzneimittels bekommen.

Wenn Sie zu viel Asicor bekommen haben, kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen: Schwindel, Benommenheit und Ohnmacht (aufgrund von niedrigem Blutdruck) sowie unregelmäßigem Herzschlag.

Wenn die Anwendung von Asicor vergessen wurde

Wenn Sie denken, dass eine Dosis ausgelassen wurde, informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Vorbereitung und sonstige Hinweise f√ľr die Handhabung

L√∂sungen f√ľr Infusionen, die wie empfohlen mit Natriumchlorid 4,5 mg/ml (0,45%), Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9%) oder Glukose 50 mg/ml (5%) verd√ľnnt werden, sollten vor Gebrauch frisch zubereitet werden.

Nur zum Einmalgebrauch.

Die verd√ľnnte L√∂sung sollte vor der Verabreichung optisch auf enthaltene Partikel und Verf√§rbung √ľberpr√ľft werden.

Dauer der Haltbarkeit

3 Jahre in ungeöffnetem Zustand.

Die chemische und physikalische Stabilit√§t der gebrauchsfertigen L√∂sung wurde f√ľr 72 Stunden bei Raumtemperatur (15-25 ¬įC) oder K√ľhlschranktemperatur (2-8 ¬įC) nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die Infusionsl√∂sung sofort verwendet werden. Wenn sie nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender f√ľr die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich. Hat die Herstellung nicht unter kontrollierten und nachweislich antiseptischen Bedingungen stattgefunden, ist diese maximal 24 Stunden bei (2 ¬įC bis 8 ¬įC) haltbar.

Sicherheitsinformationen

W√§hrend der Therapie mit Milrinon sollte der Zustand des Patienten sorgf√§ltig √ľberwacht werden (Blutdruck, Herzfrequenz, klinischer Zustand, EKG, Fl√ľssigkeitshaushalt, Elektrolyte und Nierenfunktion (Serumkreatinin)).

Inkompatibilitäten

Furosemid und Bumetanid d√ľrfen nicht zusammen mit Milrinon √ľber den gleichen intraven√∂sen Zugang verabreicht werden, da es sonst zu Ausf√§llungen kommen kann.

Zur Verd√ľnnung von Milrinon darf keine Natriumbikarbonat-Infusionsl√∂sung verwendet werden. Asicor darf nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden, bevor weitere Kompatibilit√§tsdaten zur Verf√ľgung stehen.

Anwendung

Nur zur intravenösen Anwendung.

Die extraven√∂se Gabe muss vermieden werden. Es sollte eine m√∂glichst gro√üe Vene verwendet werden, um lokalen Irritationen vorzubeugen. W√§hrend der Therapie mit Milrinon sollte der Zustand des Patienten sorgf√§ltig √ľberwacht werden (Blutdruck, Herzfrequenz, klinischer Zustand, EKG, Fl√ľssigkeitshaushalt, Elektrolyte und Nierenfunktion (Serumkreatinin)). Einrichtungen zur sofortigen Behandlung m√∂glicher kardialer Nebenwirkungen (z. B. lebensbedrohliche ventrikul√§re Arrythmien) m√ľssen verf√ľgbar sein. Die Infusionsgeschwindigkeit sollte der h√§modynamischen Reaktion entsprechend angepasst werden.

Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem klinischen Ansprechen. Die Infusionsdauer soll 48 Stunden nicht √ľberschreiten, da Sicherheit und Wirksamkeit bei der Langzeitbehandlung einer kongestiven Herzinsuffizienz nicht hinreichend belegt sind.

Erwachsene:

Es wird empfohlen, Asicor mit einer Initialdosis von 50 ¬Ķg/kg √ľber einen Zeitraum von 10 Minuten zu verabreichen, gefolgt von einer Dauerinfusion mit einer Dosistitration zwischen 0,375 ¬Ķg/kg/min und 0,75 ¬Ķg/kg/min (Standard: 0,5 ¬Ķg/kg/min) je nach h√§modynamischer Reaktion und dem m√∂glichen Einsetzen unerw√ľnschter Nebenwirkungen wie Hypotonie und Arrhythmien.

Die Gesamtdosierung sollte 1,13 mg/kg/Tag nicht √ľberschreiten.

Im Folgenden finden Sie Hinweise zur Verabreichungsgeschwindigkeit bei einer Dauerinfusion. Die Angaben basieren auf einer L√∂sung mit 200 ¬Ķg/ml Milrinon, die durch die Zugabe von 400 ml Verd√ľnnungsmittel pro 100 ml Infusionsl√∂sung hergestellt wird (40 ml Verd√ľnnungsmittel pro 10-ml- Ampulle bzw. 80 ml pro 20-ml-Ampulle).

Erhaltungsdosis Dauerinfusion 200 ¬Ķg/ml

(Mikrogramm /kg/min)

(Mikrogramm /kg/h)

Infusionsrate (ml/kg/h)
0.375 22.5 0.11
0.400 24.0 0.12
0.500 30.0 0.15
0.600 36.0 0.18
0.700 42.0 0.21
0.750 45.0 0.22

Je nach Fl√ľssigkeitsbedarf des Patienten k√∂nnen L√∂sungen mit unterschiedlicher Konzentration verwendet werden. Die Dauer der Therapie h√§ngt von der Reaktion des Patienten ab.

√Ąltere Patienten:

Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass bei Patienten mit normaler Nierenfunktion keine besonderen Dosierungsempfehlungen erforderlich sind. Bei älteren Patienten kann jedoch die renale Clearance eingeschränkt sein. In diesen Fällen ist möglicherweise eine geringere Dosierung von Asicor angezeigt.

Nierenfunktionstörungen:

Eine Anpassung der Dosierung ist erforderlich. Die Dosierungsanpassung bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen basiert auf den Daten von Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, aber ohne kongestive Herzinsuffizienz, die einen signifikanten Anstieg der terminalen Eliminationshalbwertszeit bei Milrinon zeigen. Die Initialdosis ist davon nicht betroffen. Je nach Schwere (Kreatinin-Clearance) der Nierenfunktionsstörung kann jedoch eine Reduzierung der Dauerinfusionsrate erforderlich sein (siehe Tabelle unten):

Kreatinin-Clearance Erhaltungsdosis 200 ¬Ķg/ml
(ml/min/1,73 m2)

(Mikrogramm/kg/min)

Dauerinfusionsrate
    (ml/kg/h)
0.20 0.06
0.23 0.07
0.28 0.08
0.33 0.10
0.38 0.11
0.43 0.13

Kinder

In ver√∂ffentlichten Studien waren die gew√§hlten Dosierungen f√ľr Kleinkinder und Kinder:

  • Intraven√∂se Initialdosis: 50 bis 75 őľg/kg √ľber 30 bis 60 Minuten
  • Kontinuierliche intraven√∂se Infusion: die Einleitung erfolgt unter Ber√ľcksichtigung des h√§modynamischen Ansprechens und dem m√∂glichen Einsetzen von Nebenwirkungen; die Infusionsrate betr√§gt 0,25 bis 0,75 őľg/kg/min √ľber einen Zeitraum von bis zu 35 Stunden.

In klinischen Studien zum Low-Cardiac-Output-Syndrom bei Kleinkindern und Kindern unter 6 Jahren nach der operativen Korrektur von angeborenen Herzfehlern konnte mit einer Initialdosis von 75 őľg/kg √ľber 60 Minuten und nachfolgender Dauerinfusion mit 0,75 őľg/kg/min √ľber 35 Stunden das Risiko eines Low-Cardiac-Output-Syndrom signifikant gesenkt werden.

Die Ergebnisse pharmakokinetischer Studien m√ľssen ber√ľcksichtigt werden.

Niereninsuffizienz

Aufgrund fehlender Daten wird die Verwendung von Milrinon bei Kindern und Jugendlichen mit Nierenfunktionsstörungen nicht empfohlen.

Persistierender Ductus Arteriosus

Wenn die Verwendung von Milrinon bei fr√ľh- und neugeborenen Kindern mit persistierendem Ductus arteriosus oder diesbez√ľglichem Risiko w√ľnschenswert ist, muss der therapeutische Nutzen gegen die potenziellen Risiken abgewogen werden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

H√∂ren Sie mit der Anwendung von Asicor auf und informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt, wenn Sie eine allergische Reaktion haben. Anzeichen daf√ľr k√∂nnen sein: ein Ausschlag, Schluck- oder Atembeschwerden, Anschwellen der Lippen, des Gesichts, des Rachens oder der Zunge. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies passiert, ist sehr gering.

Informieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen an sich bemerken:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Unregelm√§√üiger, erh√∂hter oder schneller Herzschlag. Es kann auch zu einem Pochen im Brustbereich, Benommenheit, Ohnmacht oder Kurzatmigkeit kommen
  • Milde bis m√§√üig starke Kopfschmerzen
  • Niedriger Blutdruck (Hypotonie).: Anzeichen daf√ľr sind u.a. Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht. Wenn Sie zus√§tzliche Anzeichen wie schnellen oder unregelm√§√üigen Herzschlag oder Schmerzen im Brustbereich bemerken, k√∂nnte es sich um eine ernstere Nebenwirkung handeln (siehe oben)

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • Kammerflimmern ‚Äď eine ernste Herzrhythmusst√∂rung. Anzeichen daf√ľr sind u.a. sehr schneller, unregelm√§√üiger oder kr√§ftiger Herzschlag (Herzrasen), Schwindel und Bewusstseinsverlust. Es k√∂nnen auch √úbelkeit, kalter Schwei√ü, Kurzatmigkeit und Schmerzen im Brustbereich auftreten
  • St√∂rungen im Blutbild (Verlust an Blutpl√§ttchen) die zu Bluterg√ľssen und erh√∂hter Blutungsneigung f√ľhren k√∂nnen (Thrombozytopenie).
  • Schmerzen im Brustbereich
  • Muskelkr√§mpfe und Muskelschw√§che in Verbindung mit M√ľdigkeit und Verwirrtheit aufgrund erniedrigter Kaliumspiegel im Blut (Hypokali√§mie).
  • Sch√ľtteln und Zittern (Tremor).
  • Ein Bluttest kann eine ver√§nderte Funktion Ihrer Leber aufweisen

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Torsades-de-Pointes-Tachykardie ‚Äď eine ernste Herzrhythmusst√∂rung. Anzeichen daf√ľr sind unter anderem sehr schneller, unregelm√§√üiger oder kr√§ftiger Herzschlag (Herzrasen), Schwindel und Bewusstseinsverlust. Es k√∂nnen auch √úbelkeit, kalter Schwei√ü, Kurzatmigkeit, ungew√∂hnlich blasse Gesichtsfarbe und Schmerzen im Brustbereich auftreten
  • Schwierigkeiten beim Atmen, Keuchen oder Engegef√ľhl in der Brust
  • Hautreaktionen.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Verminderung der roten Blutzellen und/oder der H√§moglobin-Konzentration.
  • Reizung an der Einstichstelle.

Zusätzliche Nebenwirkungen bei Kindern

Zusätzlich zu den Nebenwirkungen bei Erwachsenen wurden bei Kindern beobachtet: Die Häufigkeit ist nicht bekannt.

  • Blutungen in fl√ľssigkeitsgef√ľllte R√§ume (Ventrikel), die vom Gehirn umschlossen sind (intraventrikul√§re Blutungen),
  • ein Herzleiden, bekannt als offener Ductus arteriosus: eine Verbindung zwischen zwei gro√üen Blutgef√§√üen (der K√∂perschlagader und der Lungenschlagader), die offen bleibt, obwohl sie verschlossen sein sollte. Dies kann zu einer √ľberm√§√üigen Fl√ľssigkeitsbelastung der Lungen und zu Blutungen f√ľhren oder zu Sch√§digungen des Darms oder von Darmabschnitten und kann t√∂dlich sein.

Auch scheint es bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen häufiger zu einer Verminderung der Blutplättchenzahl zu kommen. Dieses Risiko steigt mit der Dauer der Anwendung von Asicor. Herzrhythmusstörungen scheinen bei Kindern seltener aufzutreten als bei Erwachsenen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Dieses Arzneimittel wird von Ihrem Arzt und dem medizinischen Fachpersonal an einem sicheren Ort aufbewahrt, der f√ľr Kinder unzug√§nglich ist.

Dieses Arzneimittel darf nach dem auf der Ampulle und dem Umkarton nach EXP angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Nicht einfrieren.

Nur zum Einmalgebrauch.

Die chemische und physikalische Stabilit√§t nach dem √Ėffnen wurde f√ľr einen Zeitraum von 72 Stunden bei Zimmertemperatur (15-25 ¬įC) oder unter K√ľhlbedingungen (2-8 ¬įC) nachgewiesen.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

  • Asicor ist eine sterile Milrinonlaktat-L√∂sung, die 1 mg Milrinon pro ml enth√§lt.
  • Die sonstigen Bestandteile sind Milchs√§ure, wasserfreie Glucose, Wasser f√ľr Injektionszwecke und Natriumhydroxid (f√ľr die pH-Wert-Anpassung).

Wie Asicor aussieht und Inhalt der Packung

Asicor ist eine klare, farblose bis blass-gelbe Fl√ľssigkeit.

Asicor ist in Kartons zu 10 Glasampullen à 10 ml oder 20 ml erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmaselect International Beteiligungs GmbH

Ernst-Melchior-Gasse 20

1020 Wien

Z. Nr.: 1-31816

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den

folgenden Bezeichnungen zugelassen:  
√Ėsterreich, Polen: Asicor
Ungarn, Rumänien: Unacor
Tschechische Republik, Slowakei: Asicord
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar ¬†
2018.  

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Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Asicor 1mg /ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung

Vollständige Informationen finden Sie in der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels

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Wirkstoff(e) Milrinon
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Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 26.02.2013
ATC Code C01CE02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Kardiostimulanzien, exkl. Herzglykoside

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden