Wirkstoff(e) Ergoloidmesylat
Zulassungsland Österreich
Hersteller sigma-tau
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C04AE01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Periphere Vasodilatatoren

Zulassungsinhaber

sigma-tau

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Hydergin 1 mg/ml - Tropfen Ergoloidmesylat sigma-tau
Hydergin - Fas 4,5 mg - Filmtabletten Ergoloidmesylat Defiante FarmacĂȘutica
Hydergin 3 mg/ml - Tropfen Ergoloidmesylat Defiante FarmacĂȘutica
Hydergin 2 mg - Tabletten Ergoloidmesylat ALFASIGMA S.P.A.
Ergomed retard - Kapseln Ergoloidmesylat Wabosan

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Der in Hydergin enthaltene Wirkstoff Co-Dergocrinmesilat gehört zur Wirkstoffgruppe der Mutterkornalkaloide. Co-Dergocrinmesilat kann den Stoffwechsel (die Zuckerverwertung) im Gehirn verbessern und dadurch unter anderem die AktivitÀt von bestimmten Botenstoffen (cholinerge Neurotransmitter) im Gehirn steigern.

Hydergin wird angewendet bei Patienten mit Demenzerkrankungen (primĂ€r degenerative Demenz, Multiinfarktdemenz) als unterstĂŒtzende Maßnahme bei Hirnleistungsstörungen im Alter, wenn Arzneimittel der ersten Wahl (Cholinesterasehemmer, in weiterer Folge Memantin) nicht wirksam sind bzw. nicht vertragen werden und Störungen der geistigen LeistungsfĂ€higkeit, der Motivation (Mangel an Eigeninitiative) und der sozialen Interaktion (ZurĂŒckgezogenheit, Isolation) vorliegen.

Hinweis:

Bevor die Behandlung mit Hydergin 1 mg Tabletten begonnen wird, wird Ihr Arzt abklÀren, ob die Krankheitserscheinungen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung (internistischer und psychiatrisch-neurologischer Natur) beruhen.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Hydergin 1 mg Tabletten dĂŒrfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Co-Dergocrinmesilat, gegen andere Mutterkornalkaloide oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn bei Ihnen eine Herzklappenerkrankung vorliegt.
  • wenn bei Ihnen krankhaft vermehrtes Bindegewebe im Bereich des Herzens, der Lunge oder hinter dem Bauchfell bekannt ist (kardiale, pulmonale oder retroperitoneale Fibrose)
  • wenn Sie an GefĂ€ĂŸerkrankungen (Durchblutungsstörungen im Gehirn, Durchblutungsstörungen im Bereich der Finger und/oder Zehen [Raynaud-Syndrom]) leiden.
  • wenn Sie an einer Autoimmunerkrankung leiden, die mit einer GefĂ€ĂŸentzĂŒndung der großen und mittelgroßen Arterien des Kopfes, vor allem der SchlĂ€fenarterie, einhergeht (Arteriitis temporalis).
  • Wenn Sie an Erkrankungen der HerzkranzgefĂ€ĂŸe leiden (koronare Herzkrankheit).
  • wenn Sie eine schwere Leberfunktionsstörung haben.
  • wenn Sie unter einer Blutvergiftung (Sepsis) leiden.
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Hydergin 1 mg Tabletten einnehmen. Besondere Vorsicht ist geboten

  • bei starker Verlangsamung der HerztĂ€tigkeit (Bradykardie).
  • bei erniedrigtem Blutdruck.
  • Ihr Arzt wird den Blutdruck in den ersten Wochen der Behandlung und bei Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln regelmĂ€ĂŸig kontrollieren.
  • bei nicht körperlich begrĂŒndbaren seelisch-geistigen Erkrankungen (Psychosen).
  • bei gering bis mĂ€ĂŸig eingeschrĂ€nkter Leberfunktion. Ihr Arzt wird unter UmstĂ€nden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in ErwĂ€gung ziehen und entsprechende Kontrolluntersuchungen durchfĂŒhren. Bei schwerer Leberfunktionsstörung darf Hydergin nicht eingenommen werden. bei schwerer Nierenfunktionsstörung. Ihr Arzt wird unter UmstĂ€nden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in ErwĂ€gung ziehen und entsprechende Kontrolluntersuchungen durchfĂŒhren.
  • wenn Sie unter ungeklĂ€rten Erkrankungen des Herzens, der Lungen oder des Lungenfells leiden. Vor allem unter langfristiger und hochdosierter Therapie mit Mutterkornalkaloiden (zu denen auch Hydergin gehört) haben einzelne Patienten Herz- und Lungenprobleme (Pleura-, PerikardergĂŒsse, Pleura-, Lungenfibrose, konstriktive Perikarditis, Herzklappenerkrankungen) entwickelt. Deshalb wird Ihr Arzt vor Behandlungsbeginn eine Herzerkrankung mittels EKG und Herzultraschall ausschließen und Ihre Lungen grĂŒndlich untersuchen.
  • wenn bei Ihnen Symptome auftreten wie RĂŒckenschmerzen, Schwellungen an den Beinen, oder NierenfunktionseinschrĂ€nkung, die eventuell auch auf eine krankhafte Bindegewebsvermehrung im Bereich hinter dem Bauchfell (Retroperitonealfibrose) hinweisen können.. Falls eine Retroperitonealfibrose vermutet wird, ist die Behandlung sofort abzubrechen.

Wenn Sie gleichzeitig Medikamente, welche die Verklumpung der BlutplĂ€ttchen (Thrombozyten- aggregationshemmer) oder Medikamente, die die Blutgerinnung (Antikoagulantien) hemmen einnehmen, wird Ihr Arzt die Gerinnungsparameter hĂ€ufiger ĂŒberprĂŒfen.

Hydergin kann eventuell zu krankhafter Spielsucht und zwanghaftem Sexualtrieb fĂŒhren.

Die zu hĂ€ufige Einnahme von Mutterkornalkaloiden (wie z.B. Hydergin) kann zu einem Arzneimittel- bedingten Kopfschmerz fĂŒhren. Sollte dieser auftreten ist die Beendigung der Behandlung angezeigt. Beim Auftreten von Kopfschmerzen informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Nach lĂ€ngerer und/oder hochdosierter Einnahme von Mutterkornalkaloiden (wie z.B. Hydergin) kann es zu Durchblutungsstörungen kommen. Falls bei Ihnen die Haut im Bereich der Finger und/oder Zehen blass bzw. blau verfĂ€rbt und berĂŒhrungsempfindlich ist, sich kĂŒhl anfĂŒhlt, falls TaubheitsgefĂŒhl, Kribbeln oder Muskelschmerzen/-krĂ€mpfe im Bereich der Gliedmaßen auftreten, unterbrechen Sie die Einnahme von und Hydergin kontaktieren Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt.

Kinder und Jugendliche

FĂŒr Hydergin gibt es kein Anwendungsgebiet bei Kindern und Jugendlichen. Zudem liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Hydergin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vor.

Einnahme von Hydergin 1 mg Tabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Sie sollten auch Ihren Arzt informieren, wenn Sie Hydergin zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen, die den Abbau des Wirkstoffs beeinflussen, z.B. bestimmte Antibiotika (z.B. Troleandomycin, Erythromycin, Clarithromycin), bestimmte Arzneimittel gegen AIDS (z.B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir, Delavirdin) oder bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol). Es kann dadurch zu einer Erhöhung der Plasmaspiegel von Hydergin und dadurch zu vermehrten Nebenwirkungen kommen.

Produkte wie Cimetidin (zur Behandlung von Sodbrennen), Clotrimazol bzw. Fluconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen), Quinupristin/Dalfopristin (zur Behandlung von bakteriellen Infektionen) und Zileuton (zur Behandlung von Asthma) können die Wirkung von Hydergin erhöhen.

Arzneimittel wie Nevirapin (zur Behandlung von AIDS) und Rifampizin (zur Behandlung von bakteriellen Infektionen) können zu einer Abnahme der Wirkung von Hydergin fĂŒhren.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, welche die Blutgerinnung hemmen (Arzneimittel zur BlutverdĂŒnnung), sollen hĂ€ufigere Kontrollen der Blutgerinnung vorgenommen werden.

Hydergin soll nicht gleichzeitig mit anderen Mutterkornalkaloiden angewendet werden (Gefahr der unkontrollierten WirkungsverstÀrkung).

Die Wirkung von Blutdruck senkenden Arzneimitteln, kann verstĂ€rkt, die Wirkung von Blutdruck steigernden PrĂ€paraten, kann durch Hydergin abgeschwĂ€cht werden. Bei der gleichzeitigen Anwendung solcher Arzneimittel mit Hydergin soll Ihr Blutdruck regelmĂ€ĂŸig kontrolliert werden.

Einnahme von Hydergin 1 mg Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, GetrÀnken und Alkohol

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol mit Hydergin 1 mg Tabletten soll unterlassen werden, da die Wirkung nicht vorhersehbar ist.

Bei gleichzeitiger Einnahme mit Grapefruitsaft kann dieser die Wirkung von Hydergin erhöhen und somit zu vermehrten Nebenwirkungen fĂŒhren.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie dĂŒrfen Hydergin wĂ€hrend der Schwangerschaft nicht einnehmen, da das Arzneimittel GebĂ€rmutterkrĂ€mpfe bewirken und eine gefĂ€ĂŸverengende Wirkung haben kann und damit die Gefahr einer verminderten Plazentadurchblutung und der Auslösung vorzeitiger Wehen besteht.

Stillzeit

Mutterkornalkaloide hemmen die Milchproduktion.

Da Co-Dergocrinmesilat, der Wirkstoff von Hydergin, mit der Muttermilch ausgeschieden wird und beim SĂ€ugling unerwĂŒnschte Wirkungen verursachen kann, dĂŒrfen Sie Hydergin wĂ€hrend der Stillzeit nicht einnehmen.

FortpflanzungsfÀhigkeit

Es liegt keine Information zur Auswirkung von Hydergin auf die FortpflanzungsfÀhigkeit beim Menschen vor.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfÀhigkeit und

VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

Die Behandlung mit Hydergin erfordert eine regelmĂ€ĂŸige Ă€rztliche Kontrolle. Halten Sie sich daher bitte an die Anordnungen Ihres Arztes. Durch individuelle Reaktionen kann die FĂ€higkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeintrĂ€chtigt werden. Dies gilt vor allem bei Behandlungsbeginn, PrĂ€paratewechsel und im Zusammenwirken mit Alkohol.

Hydergin 1 mg Tabletten enthalten Milchzucker (Lactose). Bitte nehmen Sie Hydergin 1 mg Tabletten erst nach RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer ZuckerunvertrĂ€glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, werden 3 x tÀglich 1 bis 2 Tabletten eingenommen.

Ältere Patienten (65 Jahre und Ă€lter)

Weil Àltere Patienten Wirkstoffe manchmal langsamer ausscheiden, wird unter UmstÀnden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in ErwÀgung gezogen.

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit gering bis mĂ€ĂŸig eingeschrĂ€nkter Leberfunktion wird unter UmstĂ€nden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in ErwĂ€gung gezogen werden. Bei schwerer Leberfunktionsstörung darf Hydergin nicht eingenommen werden.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit schwerer EinschrÀnkung der Nierenfunktion wird unter UmstÀnden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in ErwÀgung gezogen werden.

Art und Dauer der Anwendung

Die Kapseln werden unzerkaut mit ausreichend FlĂŒssigkeit vor der Mahlzeit eingenommen. Eine Einnahme mit einer Mahlzeit sollte nur ausnahmsweise erfolgen (z.B. bei besonders magenempfindlichen Patienten).

In geeigneten AbstĂ€nden, mindestens jedoch alle 6 Monate, wird Ihr Arzt ĂŒberprĂŒfen, ob die Behandlung mit Hydergin 1 mg Tabletten weiterhin angezeigt ist.

Hinweis: FĂŒr Patienten mit einem Tagesbedarf von bis zu 6 mg Co-Dergocrinmesilat stehen folgende Darreichungsformen und StĂ€rken zur VerfĂŒgung: Hydergin 2 mg Tabletten oder Hydergin SRO 6 mg Kapseln.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Hydergin 1 mg Tabletten eingenommen haben als Sie sollten

Im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung mit Hydergin 1 mg Tabletten ist in jedem Fall unverzĂŒglich ein Arzt (z.B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen. Nehmen Sie die restlichen Tabletten oder die Verpackung mit, damit sich der Arzt ĂŒber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Die Anzeichen einer Überdosierung von Hydergin 1 mg Tabletten können sehr vielfĂ€ltig und unter UmstĂ€nden widersprĂŒchlich sein. Von Patient zu Patient unterschiedlich können die unter Punkt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ aufgefĂŒhrten Erscheinungen verstĂ€rkt auftreten. Weiters

können Sehstörungen, Angst, Atemnot, ErregungszustĂ€nde, Verwirrtheit, KrĂ€mpfe, Verlangsamung oder Beschleunigung der HerztĂ€tigkeit und Blutdrucksenkung bis hin zum Kreislaufkollaps und AtemlĂ€hmung auftreten. Auch ein Auftreten von GefĂ€ĂŸkrĂ€mpfen mit Blutdrucksteigerung und nachfolgendem KĂ€ltegefĂŒhl, Empfindungsstörungen (KribbelgefĂŒhl) sowie Schmerzen in den Gliedmaßen ist möglich.

Die Beurteilung des Schweregrades der Vergiftung und die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt durch den Arzt.

FĂŒr den Arzt:

Zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Hydergin 1 mg Tabletten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Einnahme von Hydergin, wie von Ihrem Arzt verordnet, fort.

Wenn Sie die Einnahme von Hydergin 1 mg Tabletten abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht ohne RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ab.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfĂŒr gibt und ob andere Arzneimittel fĂŒr die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Die folgende Einteilung wurde fĂŒr die HĂ€ufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet: Sehr hĂ€ufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

HĂ€ufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Nasenverstopfung, Kopfschmerzen, vorĂŒbergehende Übelkeit und Magenverstimmungen kommen vor, können aber im Allgemeinen vermieden werden, wenn das Arzneimittel mit den Mahlzeiten eingenommen wird. In den meisten FĂ€llen gehen diese unerwĂŒnschten Wirkungen zurĂŒck, ohne dass besondere Maßnahmen ergriffen werden mĂŒssen.

Aufgrund einer blutdrucksenkenden Wirkung von Hydergin kann es, insbesondere bei Patienten mit niedrigem Blutdruck, zu Gangunsicherheit, SchwindelgefĂŒhl, Schwarzwerden vor den Augen beim Aufstehen (orthostatischen Kreislaufstörungen) und leichten Kopfschmerzen kommen.

Besonders bei empfindlichen Patienten können Beschwerden auftreten (markiert mit „*“), die unter anderem auch auf eine gefĂ€hrliche Nebenwirkung von Mutterkornalkaloiden (=Ergotismus) hinweisen können. (Ergotismus ist dadurch gekennzeichnet, dass es zur massiven Verengung der BlutgefĂ€ĂŸe kommt, was zu einer Minderdurchblutung von Gliedmaßen, Herz und Nieren und auch von anderen Organen fĂŒhrt.)

Gelegentlich:

Empfindungsstörungen der Haut (Kribbeln oder TaubheitsgefĂŒhl)*.

Selten:

Schwindel, Kopfschmerzen*, verlangsamte HerztĂ€tigkeit, Herzrhythmusstörungen, VerstĂ€rkung oder Auftreten von Beschwerden einer „Angina pectoris“ (Enge in der Brust; nach lĂ€ngerer Behandlungsdauer)*, niedriger Blutdruck, arterielle Durchblutungsstörungen*, Behinderung der Nasenatmung, Nasenverstopfung, Appetitlosigkeit, Übelkeit*, Magen-Darm-Beschwerden*, Erbrechen*, Durchfall*, Hautausschlag, -reaktionen.

Sehr selten:

Schlafstörung, gesteigerter TĂ€tigkeitsdrang, HerzklappenverĂ€nderungen und andere Herzerkrankungen, z. B. Herzbeutel-entzĂŒndung (Perikarditis) oder Erguss von FlĂŒssigkeit im Herzbeutel (Perikarderguss). [Als FrĂŒhsymptome können eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten: erschwertes Atmen, Kurzatmigkeit, Brust- oder RĂŒckenschmerzen und Beinschwellungen. Wenn bei Ihnen eines dieser Symptome auftritt, mĂŒssen Sie sofort Ihren Arzt informieren.] Vermehrung des Bindegewebes in der hinteren Bauchhöhle (Beschwerden: RĂŒckenschmerzen, Schmerzen im Unterbauch oder Verengung der ableitenden Harnwege bzw. Schmerzen beim Harnlassen).

Nicht bekannt:

HypoĂ€sthesie (TaubheitsgefĂŒhl der Haut)*, schwere Erkrankungen der Lunge einschließlich LungenentzĂŒndung und Vernarbung des Bindegewebes der Lunge (Lungenfibrose, interstitielle Pneumonie, akute Pneumopathie), Hyperhidrose (ĂŒbermĂ€ĂŸiges Schwitzen), KrankheitsgefĂŒhl, Erschöpfung.

Bei Patienten, die mit Hydergin behandelt wurden, wurde insbesondere bei hohen Dosen ein Auftreten von Anzeichen eines ungewöhnlichen Drangs zu GlĂŒcksspielen (Spielsucht) oder ein gesteigerter Sexualdrang und/oder gesteigertes Sexualverhalten berichtet, die im Allgemeinen bei Verminderung der Dosis oder bei Abbruch der Behandlung wieder zurĂŒckgehen.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt ĂŒber das nationale Meldesystem anzeigen:

Österreich

Bundesamt fĂŒr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

A-1200 WIEN

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Nicht ĂŒber 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

Sie dĂŒrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis:“ bzw. „Verw. bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Hydergin 1 mg Tabletten enthalten

  • Der Wirkstoff ist: Co-Dergocrinmesilat (Dihydroergotoxinmethansulfonat)*.
    • 1 Tablette enthĂ€lt 1 mg Co-Dergocrinmesilat.
    • Co-Dergocrin besteht aus den hydrierten Mutterkornalkaloiden Dihydroergocornin, Dihydroergocristin, Dihydroergokryptin (Dihydro-α-ergokryptin und Dihydro-ÎČ-ergokryptin im VerhĂ€ltnis 2:1) in gleichen Mengenanteilen.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose, Magnesiumstearat, Povidon, Talkum, MaisstĂ€rke

Wie Hydergin 1 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Weißliche, runde, flache, an den Ecken abgeflachte Tabletten mit Bruchkerbe und der PrĂ€gung „VJ“ auf einer Seite und „SANDOZ“ auf der anderen Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette fĂŒr ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Hydergin 1 mg Tabletten sind in Blisterpackungen zu 20, 50 und 250 StĂŒck erhĂ€ltlich.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Sigma-Tau Industrie Farmaceutiche Riunite S.p.A.

Viale Shakespeare, 47

00144 Rom, Italien

Hersteller

Mipharm S.p.A.

Via Bernardo Quaranta 12

Mailand, Italien

Z. Nr.: 13393

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im JĂ€nner 2016.

Die folgenden Informationen sind fĂŒr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Die Anzeichen einer Überdosierung von Hydergin 1 mg Tabletten können sehr vielfĂ€ltig und unter UmstĂ€nden widersprĂŒchlich sein. Individuell unterschiedlich können die unter Nebenwirkungen (siehe Punkt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?) aufgefĂŒhrten Symptome verstĂ€rkt auftreten, sowie Sehstörungen, Angst, Dyspnoe, ErregungszustĂ€nde, Verwirrtheit, KrĂ€mpfe, Brady- oder Tachykardie und Blutdrucksenkung bis hin zu Koma und AtemlĂ€hmung. Je nach Ausgangslage des GefĂ€ĂŸsystems ist auch ein Auftreten von GefĂ€ĂŸspasmen mit Blutdrucksteigerung und nachfolgendem KĂ€ltegefĂŒhl, ParĂ€sthesien sowie Schmerzen in den ExtremitĂ€ten möglich.

Therapie einer Überdosierung

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Bei erhaltenem Bewusstsein sollte möglichst frĂŒhzeitig Erbrechen ausgelöst werden. Weitere Maßnahmen zur Verringerung der Resorption sind MagenspĂŒlung, Gabe von Aktivkohle und Beschleunigung der Magen-Darm-Passage (Natriumsulfat). Bei Blutdruckabfall sind Volumensubstitution, indirekte, ggf. auch direkte α-Sympathomimetika, bei GefĂ€ĂŸspasmen gefĂ€ĂŸerweiternde Mittel (je nach Situation und Befund ÎČ-Blocker, Kalzium- Antagonisten, Theophyllin) angezeigt. In jedem Falle sind regelmĂ€ĂŸige Kreislaufkontrollen erforderlich.

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Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C04AE01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe gegen besondere aerztliche Verschreibung, Suchtgifte
Pharmakologische Gruppe Periphere Vasodilatatoren

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden