Wirkstoff(e) Ergoloidmesylat
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller ALFASIGMA S.P.A.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 05.05.1978
ATC Code C04AE01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Periphere Vasodilatatoren

Zulassungsinhaber

ALFASIGMA S.P.A.

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Ergomed - Tropfen Ergoloidmesylat WABOSAN Arzneimittelvertriebs GmbH
Ergomed retard - Kapseln Ergoloidmesylat Wabosan
Hydergin - Fas 4,5 mg - Filmtabletten Ergoloidmesylat Defiante Farmacêutica
Hydergin 1 mg - Tabletten Ergoloidmesylat sigma-tau
Hydergin 1 mg/ml - Tropfen Ergoloidmesylat sigma-tau

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der in Hydergin enthaltene Wirkstoff Co-Dergocrinmesilat gehört zur Wirkstoffgruppe der Mutterkornalkaloide. Co-Dergocrinmesilat kann den Stoffwechsel (die Zuckerverwertung) im Gehirn verbessern und dadurch unter anderem die Aktivität von bestimmten Botenstoffen (cholinerge Neurotransmitter) im Gehirn steigern.

Hydergin wird angewendet bei Patienten mit Demenzerkrankungen (prim√§r degenerative Demenz, Multiinfarktdemenz) als unterst√ľtzende Ma√ünahme bei Hirnleistungsst√∂rungen im Alter, wenn Arzneimittel der ersten Wahl (Cholinesterasehemmer, in weiterer Folge Memantin) nicht wirksam sind bzw. nicht vertragen werden und St√∂rungen der geistigen Leistungsf√§higkeit, der Motivation (Mangel an Eigeninitiative) und der sozialen Interaktion (Zur√ľckgezogenheit, Isolation) vorliegen.

Hinweis:

Bevor die Behandlung mit Hydergin 2 mg Tabletten begonnen wird, wird Ihr Arzt abklären, ob die Krankheitserscheinungen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung (internistischer und psychiatrisch-neurologischer Natur) beruhen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Hydergin 2 mg Tabletten d√ľrfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Co-Dergocrinmesilat, gegen andere Mutterkornalkaloide oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn bei Ihnen eine Herzklappenerkrankung vorliegt.
  • wenn bei Ihnen krankhaft vermehrtes Bindegewebe im Bereich des Herzens, der Lunge oder hinter dem Bauchfell bekannt ist (kardiale, pulmonale oder retroperitoneale Fibrose).
  • wenn Sie an Gef√§√üerkrankungen (Durchblutungsst√∂rungen im Gehirn, Durchblutungsst√∂rungen im Bereich der Finger und/oder Zehen [Raynaud-Syndrom]) leiden.
  • wenn Sie an einer Autoimmunerkrankung leiden, die mit einer Gef√§√üentz√ľndung der gro√üen und mittelgro√üen Arterien des Kopfes, vor allem der Schl√§fenarterie, einhergeht (Arteriitis temporalis).
  • wenn Sie an Erkrankungen der Herzkranzgef√§√üe leiden (koronare Herzkrankheit).

Hydergin 2 mg Tabletten PIL_AT_0001

  • wenn Sie eine schwere Leberfunktionsst√∂rung haben.
  • wenn Sie unter einer Blutvergiftung (Sepsis) leiden.
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Hydergin 2 mg Tabletten einnehmen. Besondere Vorsicht ist geboten

  • bei starker Verlangsamung der Herzt√§tigkeit (Bradykardie).
  • bei erniedrigtem Blutdruck.
  • Ihr Arzt wird den Blutdruck in den ersten Wochen der Behandlung und bei Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln regelm√§√üig kontrollieren.
  • bei nicht k√∂rperlich begr√ľndbaren seelisch-geistigen Erkrankungen (Psychosen).
  • bei gering bis m√§√üig eingeschr√§nkter Leberfunktion. Ihr Arzt wird unter Umst√§nden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in Erw√§gung ziehen und entsprechende Kontrolluntersuchungen durchf√ľhren. Bei schwerer Leberfunktionsst√∂rung darf Hydergin nicht eingenommen werden.
  • bei schwerer Nierenfunktionsst√∂rung. Ihr Arzt wird unter Umst√§nden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in Erw√§gung ziehen und entsprechende Kontrolluntersuchungen durchf√ľhren.
  • wenn Sie unter ungekl√§rten Erkrankungen des Herzens, der Lungen oder des Lungenfells leiden. Vor allem unter langfristiger und hochdosierter Therapie mit Mutterkornalkaloiden (zu denen auch Hydergin geh√∂rt) haben einzelne Patienten Herz- und Lungenprobleme (Pleura-, Perikarderg√ľsse, Pleura-, Lungenfibrose, konstriktive Perikarditis, Herzklappenerkrankungen) entwickelt. Deshalb wird Ihr Arzt vor Behandlungsbeginn eine Herzerkrankung mittels EKG und Herzultraschall ausschlie√üen und Ihre Lungen gr√ľndlich untersuchen.
  • wenn bei Ihnen Symptome auftreten wie R√ľckenschmerzen, Schwellungen an den Beinen, oder Nierenfunktionseinschr√§nkung, die eventuell auch auf eine krankhafte Bindegewebsvermehrung im Bereich hinter dem Bauchfell (Retroperitonealfibrose) hinweisen k√∂nnen. Falls eine Retroperitonealfibrose vermutet wird, ist die Behandlung sofort abzubrechen.

Wenn Sie gleichzeitig Medikamente, welche die Verklumpung der Blutpl√§ttchen (Thrombozyten- aggregationshemmer) oder Medikamente, die die Blutgerinnung (Antikoagulantien) hemmen einnehmen, wird Ihr Arzt die Gerinnungsparameter h√§ufiger √ľberpr√ľfen.

Hydergin kann eventuell zu krankhafter Spielsucht und zwanghaftem Sexualtrieb f√ľhren.

Die zu h√§ufige Einnahme von Mutterkornalkaloiden (wie z.B. Hydergin) kann zu einem Arzneimittel bedingten Kopfschmerz f√ľhren. Sollte dieser auftreten, ist die Beendigung der Behandlung angezeigt. Beim Auftreten von Kopfschmerzen informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Nach l√§ngerer und/oder hochdosierter Einnahme von Mutterkornalkaloiden (wie z.B. Hydergin) kann es zu Durchblutungsst√∂rungen kommen. Falls bei Ihnen die Haut im Bereich der Finger und/oder Zehen blass bzw. blau verf√§rbt und ber√ľhrungsempfindlich ist, sich k√ľhl anf√ľhlt, falls Taubheitsgef√ľhl, Kribbeln oder Muskelschmerzen/-kr√§mpfe im Bereich der Gliedma√üen auftreten, unterbrechen Sie die Einnahme von Hydergin und kontaktieren Sie unverz√ľglich Ihren Arzt.

Kinder und Jugendliche

√ľr Hydergin gibt es kein Anwendungsgebiet bei Kindern und Jugendlichen. Zudem liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Hydergin bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren vor.

Einnahme von Hydergin 2 mg Tabletten zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Sie sollten auch Ihren Arzt informieren, wenn Sie Hydergin zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen, die den Abbau des Wirkstoffs beeinflussen, z.B. bestimmte Antibiotika (z.B.

Troleandomycin, Erythromycin, Clarithromycin), bestimmte Arzneimittel gegen AIDS (z.B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir, Delavirdin) oder bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol). Es kann dadurch zu einer Erhöhung der Plasmaspiegel von Hydergin und dadurch zu vermehrten Nebenwirkungen kommen.

Produkte wie Cimetidin (zur Behandlung von Sodbrennen), Clotrimazol bzw. Fluconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen), Quinupristin/Dalfopristin (zur Behandlung von bakteriellen Infektionen) und Zileuton (zur Behandlung von Asthma) können die Wirkung von Hydergin erhöhen.

Arzneimittel wie Nevirapin (zur Behandlung von AIDS) und Rifampizin (zur Behandlung von bakteriellen Infektionen) k√∂nnen zu einer Abnahme der Wirkung von Hydergin f√ľhren.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, welche die Blutgerinnung hemmen (Arzneimittel zur Blutverd√ľnnung), sollen h√§ufigere Kontrollen der Blutgerinnung vorgenommen werden.

Hydergin soll nicht gleichzeitig mit anderen Mutterkornalkaloiden angewendet werden (Gefahr der unkontrollierten Wirkungsverstärkung).

Die Wirkung von Blutdruck senkenden Arzneimitteln kann verstärkt, die Wirkung von Blutdruck steigernden Präparaten kann durch Hydergin abgeschwächt werden. Bei der gleichzeitigen Anwendung solcher Arzneimittel mit Hydergin soll Ihr Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden.

Einnahme von Hydergin 2 mg Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol mit Hydergin 2 mg Tabletten soll unterlassen werden, da die Wirkung nicht vorhersehbar ist.

Bei gleichzeitiger Einnahme mit Grapefruitsaft kann dieser die Wirkung von Hydergin erh√∂hen und somit zu vermehrten Nebenwirkungen f√ľhren.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie d√ľrfen Hydergin w√§hrend der Schwangerschaft nicht einnehmen, da das Arzneimittel Geb√§rmutterkr√§mpfe bewirken und eine gef√§√üverengende Wirkung haben kann und damit die Gefahr einer verminderten Plazentadurchblutung und der Ausl√∂sung vorzeitiger Wehen besteht.

Stillzeit

Mutterkornalkaloide hemmen die Milchproduktion.

Da Co-Dergocrinmesilat, der Wirkstoff von Hydergin, mit der Muttermilch ausgeschieden wird und beim S√§ugling unerw√ľnschte Wirkungen verursachen kann, d√ľrfen Sie Hydergin w√§hrend der Stillzeit nicht einnehmen.

Fortpflanzungsfähigkeit

Es liegt keine Information zur Auswirkung von Hydergin auf die Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen vor.

Verkehrst√ľchtigkeit und √§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und

Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Die Behandlung mit Hydergin erfordert eine regelmäßige ärztliche Kontrolle. Halten Sie sich daher bitte an die Anordnungen Ihres Arztes. Durch individuelle Reaktionen kann die ähigkeit zur aktiven

Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt werden. Dies gilt vor allem bei Behandlungsbeginn, Präparatewechsel und im Zusammenwirken mit Alkohol.

Hydergin 2 mg Tabletten enthalten Milchzucker (Lactose). Bitte nehmen Sie Hydergin 2 mg Tabletten erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Erwachsene

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, wird 1 bis 3 x täglich 1 Tablette eingenommen.

√Ąltere Patienten (65 Jahre und √§lter)

Weil ältere Patienten Wirkstoffe manchmal langsamer ausscheiden, wird unter Umständen eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in Erwägung gezogen.

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Bei Patienten mit gering bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion wird unter Umständen eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in Erwägung gezogen werden. Bei schwerer Leberfunktionsstörung darf Hydergin nicht eingenommen werden.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Bei Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion wird unter Umständen eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in Erwägung gezogen werden.

Art und Dauer der Anwendung

Die Kapseln werden unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit vor der Mahlzeit eingenommen. Eine Einnahme mit einer Mahlzeit sollte nur ausnahmsweise erfolgen (z.B. bei besonders magenempfindlichen Patienten).

In geeigneten Abst√§nden, mindestens jedoch alle 6 Monate, wird Ihr Arzt √ľberpr√ľfen, ob die Behandlung mit Hydergin 2 mg Tabletten weiterhin angezeigt ist.

Hinweis: √ľr Patienten mit einem Tagesbedarf von bis zu 6 mg Co-Dergocrinmesilat stehen folgende Darreichungsformen und St√§rken zur Verf√ľgung: Hydergin SRO 6 mg Kapseln. F√ľr Patienten mit geringem Co-Dergocrin-Bedarf stehen niedriger dosierte Formulierungen (Hydergin 1 mg Tabletten, Hydergin 1 mg/ml Tropfen) zur Verf√ľgung.

Wenn Sie eine größere Menge von Hydergin 2 mg Tabletten eingenommen haben als Sie sollten

Im Falle einer √úberdosierung oder Vergiftung mit Hydergin 2 mg Tabletten ist in jedem Fall unverz√ľglich ein Arzt (z.B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen. Nehmen Sie die restlichen Tabletten oder die Verpackung mit, damit sich der Arzt √ľber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Die Anzeichen einer √úberdosierung von Hydergin 2 mg Tabletten k√∂nnen sehr vielf√§ltig und unter Umst√§nden widerspr√ľchlich sein. Von Patient zu Patient unterschiedlich k√∂nnen die unter Punkt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú aufgef√ľhrten Erscheinungen verst√§rkt auftreten. Weiters k√∂nnen Sehst√∂rungen, Angst, Atemnot, Erregungszust√§nde, Verwirrtheit, Kr√§mpfe, Verlangsamung oder Beschleunigung der Herzt√§tigkeit und Blutdrucksenkung bis hin zum Kreislaufkollaps und Ateml√§hmung auftreten.

Auch ein Auftreten von Gef√§√ükr√§mpfen mit Blutdrucksteigerung und nachfolgendem K√§ltegef√ľhl, Empfindungsst√∂rungen (Kribbelgef√ľhl) sowie Schmerzen in den Gliedma√üen ist m√∂glich.

Die Beurteilung des Schweregrads der Vergiftung und die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt durch den Arzt.

√ľr den Arzt:

Zu Symptomen und Therapie bei √úberdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Hydergin 2 mg Tabletten vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Einnahme von Hydergin, wie von Ihrem Arzt verordnet, fort.

Wenn Sie die Einnahme von Hydergin 2 mg Tabletten abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ab.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenma√ünahmen es hierf√ľr gibt und ob andere Arzneimittel f√ľr die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die folgende Einteilung wurde f√ľr die H√§ufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet: Sehr h√§ufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Nasenverstopfung, Kopfschmerzen, vor√ľbergehende √úbelkeit und Magenverstimmungen kommen vor, k√∂nnen aber im Allgemeinen vermieden werden, wenn das Arzneimittel mit den Mahlzeiten eingenommen wird. In den meisten √§llen gehen diese unerw√ľnschten Wirkungen zur√ľck, ohne dass besondere Ma√ünahmen ergriffen werden m√ľssen.

Aufgrund einer blutdrucksenkenden Wirkung von Hydergin kann es, insbesondere bei Patienten mit niedrigem Blutdruck, zu Gangunsicherheit, Schwindelgef√ľhl, Schwarzwerden vor den Augen beim Aufstehen (orthostatischen Kreislaufst√∂rungen) und leichten Kopfschmerzen kommen.

Besonders bei empfindlichen Patienten k√∂nnen Beschwerden auftreten (markiert mit ‚Äě*‚Äú), die unter anderem auch auf eine gef√§hrliche Nebenwirkung von Mutterkornalkaloiden (=Ergotismus) hinweisen k√∂nnen. (Ergotismus ist dadurch gekennzeichnet, dass es zur massiven Verengung der Blutgef√§√üe kommt, was zu einer Minderdurchblutung von Gliedma√üen, Herz und Nieren und auch von anderen Organen f√ľhrt.)

Gelegentlich:

Empfindungsst√∂rungen der Haut (Kribbeln oder Taubheitsgef√ľhl)*.

Selten:

Schwindel, Kopfschmerzen*, verlangsamte Herzt√§tigkeit, Herzrhythmusst√∂rungen, Verst√§rkung oder Auftreten von Beschwerden einer ‚ÄěAngina pectoris‚Äú (Enge in der Brust; nach l√§ngerer Behandlungsdauer)*, niedriger Blutdruck, arterielle Durchblutungsst√∂rungen*, Behinderung der Nasenatmung, Nasenverstopfung, Appetitlosigkeit, √úbelkeit*, Magen-Darm-Beschwerden*, Erbrechen*, Durchfall*, Hautausschlag, -reaktionen.

Sehr selten:

Schlafst√∂rung, gesteigerter T√§tigkeitsdrang, Herzklappenver√§nderungen und andere Herzerkrankungen, z. B. Herzbeutelentz√ľndung (Perikarditis) oder Erguss von Fl√ľssigkeit im Herzbeutel (Perikarderguss). [Als Fr√ľhsymptome k√∂nnen eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten: erschwertes Atmen, Kurzatmigkeit, Brust- oder R√ľckenschmerzen und Beinschwellungen. Wenn bei Ihnen eines dieser Symptome auftritt, m√ľssen Sie sofort Ihren Arzt informieren.] Vermehrung des Bindegewebes in der hinteren Bauchh√∂hle (Beschwerden: R√ľckenschmerzen, Schmerzen im Unterbauch oder Verengung der ableitenden Harnwege bzw. Schmerzen beim Harnlassen).

Nicht bekannt:

Hypo√§sthesie (Taubheitsgef√ľhl der Haut)*, schwere Erkrankungen der Lunge einschlie√ülich Lungenentz√ľndung und Vernarbung des Bindegewebes der Lunge (Lungenfibrose, interstitielle Pneumonie, akute Pneumopathie), Hyperhidrose (√ľberm√§√üiges Schwitzen), Krankheitsgef√ľhl, Ersch√∂pfung.

Bei Patienten, die mit Hydergin behandelt wurden, wurde, insbesondere bei hohen Dosen, ein Auftreten von Anzeichen eines ungew√∂hnlichen Drangs zu Gl√ľcksspielen (Spielsucht) oder ein gesteigerter Sexualdrang und/oder gesteigertes Sexualverhalten berichtet, die im Allgemeinen bei Verminderung der Dosis oder bei Abbruch der Behandlung wieder zur√ľckgehen.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis:‚Äú bzw. ‚ÄěVerw. bis:‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Hydergin 2 mg Tabletten enthalten

  • Der Wirkstoff ist: Co-Dergocrinmesilat (Dihydroergotoxinmethansulfonat)*.

    • 1 Tablette enth√§lt 2 mg Co-Dergocrinmesilat.
    • Co-Dergocrin besteht aus den hydrierten Mutterkornalkaloiden Dihydroergocornin, Dihydroergocristin, Dihydroergokryptin (Dihydro-őĪ-ergokryptin und Dihydro-ő≤-ergokryptin im Verh√§ltnis 2:1) in gleichen Mengenanteilen.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Lactose, Magnesiumstearat, Povidon, Talkum, Maisst√§rke

Wie Hydergin 2 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung

Wei√üliche, runde, flache, an den Ecken abgeflachte Tabletten mit Bruchkerbe auf beiden Seiten und der Pr√§gung ‚ÄěH/G‚Äú auf einer Seite und ‚ÄěNV‚Äú auf der anderen Seite.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tablette f√ľr ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

Hydergin 2 mg Tabletten sind in Blisterpackungen zu 20 und 50 St√ľck erh√§ltlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer Alfasigma S.p.A.

Via Ragazzi del ¬ī99 n. 5 40133 Bologna, Italien

Hersteller

Mipharm S.p.A.

Via Bernardo Quaranta 12

Mailand

Italien

Z. Nr.: 16244

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juni 2018.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

√úberdosierung

Symptome einer √úberdosierung

Die Anzeichen einer √úberdosierung von Hydergin 2 mg Tabletten k√∂nnen sehr vielf√§ltig und unter Umst√§nden widerspr√ľchlich sein. Individuell unterschiedlich k√∂nnen die unter Nebenwirkungen (siehe Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind m√∂glich?) aufgef√ľhrten Symptome verst√§rkt auftreten, sowie Sehst√∂rungen, Angst, Dyspnoe, Erregungszust√§nde, Verwirrtheit, Kr√§mpfe, Brady- oder Tachykardie und Blutdrucksenkung bis hin zu Koma und Ateml√§hmung. Je nach Ausgangslage des Gef√§√üsystems ist auch ein Auftreten von Gef√§√üspasmen mit Blutdrucksteigerung und nachfolgendem K√§ltegef√ľhl, Par√§sthesien sowie Schmerzen in den Extremit√§ten m√∂glich.

Therapie einer √úberdosierung

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Bei erhaltenem Bewusstsein sollte m√∂glichst fr√ľhzeitig Erbrechen ausgel√∂st werden. Weitere Ma√ünahmen zur Verringerung der Resorption sind Magensp√ľlung, Gabe von Aktivkohle und Beschleunigung der Magen-Darm-Passage (Natriumsulfat). Bei Blutdruckabfall sind Volumensubstitution, indirekte, ggf. auch direkte őĪ-Sympathomimetika, bei Gef√§√üspasmen gef√§√üerweiternde Mittel (je nach Situation und Befund ő≤-Blocker, Kalzium- Antagonisten, Theophyllin) angezeigt. In jedem Falle sind regelm√§√üige Kreislaufkontrollen erforderlich.

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Wirkstoff(e) Ergoloidmesylat
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller ALFASIGMA S.P.A.
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 05.05.1978
ATC Code C04AE01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden