Wirkstoff(e) Ergoloidmesylat
Zulassungsland Österreich
Hersteller Defiante FarmacĂȘutica
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C04AE01
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Periphere Vasodilatatoren

Zulassungsinhaber

Defiante FarmacĂȘutica

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Ergomed retard - Kapseln Ergoloidmesylat Wabosan
Hydergin 1 mg - Tabletten Ergoloidmesylat sigma-tau
Ergomed - Tropfen Ergoloidmesylat WABOSAN Arzneimittelvertriebs GmbH
Hydergin - Fas 4,5 mg - Filmtabletten Ergoloidmesylat Defiante FarmacĂȘutica
Hydergin 2 mg - Tabletten Ergoloidmesylat ALFASIGMA S.P.A.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Der in Hydergin 3 mg/ml Tropfen enthaltene Wirkstoff Co-Dergocrinmesilat gehört zur Wirkstoffgruppe der Mutterkornalkaloide und wirkt unterstĂŒtzend, um die altersbedingte BeeintrĂ€chtigung der Funktion der Gehirnzellen zu verbessern.

Der Wirkstoff Co-Dergocrinmesilat besetzt bestimmte Bindungsstellen verschiedener körpereigener Botenstoffe, die ImpulsĂŒbertragungen zwischen Nervenzellen beeinflussen. Besteht ein Ungleichgewicht zwischen diesen Botenstoffen, so treten Störungen auf. Durch Hydergin 3 mg/ml Tropfen werden die Wirkungen an den Nervenzellen teilweise gehemmt und zum anderen Teil verstĂ€rkt, sodass wieder ein Gleichgewicht hergestellt wird. Dadurch kommt es unter anderem zu einer Verbesserung der Stoffwechselleistung der Gehirnzellen.

Hydergin 3 mg/ml Tropfen werden angewendet

  • als unterstĂŒtzende Maßnahme bei Hirnleistungsstörungen im Alter, wenn andere Arzneimittel nicht wirksam sind bzw. nicht vertragen werden. Typische Beschwerden, bei denen die Anwendung von Hydergin 3 mg/ml Tropfen hilfreich sein kann, sind Störungen der geistigen LeistungsfĂ€higkeit (KonzentrationsschwĂ€che), Befindlichkeit, Motivation (Mangel an Eigeninitiative) und sozialen Interaktion (ZurĂŒckgezogenheit, Isolation). Die Bedingungen, unter denen gĂŒnstige Wirkungen erwartet werden können, sind jedoch nicht vorhersehbar; es ist auch nicht sicher, welche Krankheitserscheinungen beim einzelnen Patienten gĂŒnstig zu beeinflussen sind. Hinweis: Bevor die Behandlung mit Hydergin 3 mg/ml Tropfen begonnen wird, wird Ihr Arzt abklĂ€ren, ob

die Krankheitserscheinungen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung (internistischer und psychiatrisch-neurologischer Natur) beruhen.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Hydergin 3 mg/ml Tropfen dĂŒrfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie ĂŒberempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Co-Dergocrinmesilat, gegen andere Mutterkornalkaloide oder einen der sonstigen Bestandteile von Hydergin 3 mg/ml Tropfen sind.
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen.
  • wenn Sie ĂŒber lĂ€ngere Zeit hinweg mit Hydergin 3 mg/ml Tropfen behandelt werden sollen und eine Herzklappenerkrankung vorhanden war oder ist.
  • wenn Sie an GefĂ€ĂŸerkrankungen (Durchblutungsstörungen im Gehirn in Ihrer Krankengeschichte, „Raynaud-Syndrom“ (Durchblutungsstörung im Bereich der Finger und/oder Zehen aufgrund von GefĂ€ĂŸkrĂ€mpfen)) leiden.
  • wenn Sie unter einem Krankheitsbild leiden, welches durch das Auftreten einer GefĂ€ĂŸwandentzĂŒndung speziell großer Arterien im Kopfbereich gekennzeichnet ist („Arteriitis temporalis“).
  • Wenn Sie an koronaren Herzerkrankungen leiden (Erkrankung der HerzkranzgefĂ€ĂŸe wie „Angina pectoris“).
  • wenn Sie eine schwere Leberfunktionsstörung haben.
  • wenn Sie unter einer Blutvergiftung (Sepsis) leiden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Hydergin 3 mg/ml Tropfen ist erforderlich,

  • bei erniedrigtem Blutdruck. Ihr Arzt wird den Blutdruck in den ersten Wochen der Behandlung und bei Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln regelmĂ€ĂŸig kontrollieren.
  • bei starker Verlangsamung der HerztĂ€tigkeit.
  • bei nicht körperlich begrĂŒndbaren seelisch-geistigen Erkrankungen.
  • bei eingeschrĂ€nkter Leberfunktion. Ihr Arzt wird unter UmstĂ€nden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in ErwĂ€gung ziehen und entsprechende Kontrolluntersuchungen durchfĂŒhren.
  • bei schwerer Nierenfunktionsstörung. Ihr Arzt wird unter UmstĂ€nden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in ErwĂ€gung ziehen und entsprechende Kontrolluntersuchungen durchfĂŒhren.
  • wenn bei Ihnen Narbengewebe vorhanden war oder ist, die Ihr Herz, Ihre Lunge oder Ihren Bauchraum betrafen bzw. betreffen. Falls Sie Hydergin 3 mg/ml Tropfen ĂŒber lĂ€ngere Zeit erhalten, untersucht Ihr Arzt vor Beginn der Behandlung Ihr Herz, Ihre Lunge und Ihre Nieren. WĂ€hrend der Behandlung achtet Ihr Arzt besonders auf alle Anzeichen, die mit Bindegewebsreaktionen in Verbindung stehen könnten und erstellt gegebenenfalls ein EKG. Sollten Bindegewebsreaktionen auftreten, muss die Behandlung abgebrochen werden.

Wenn Sie gleichzeitig Medikamente, welche die Verklumpung der BlutplĂ€ttchen (Thrombozyten- aggregationshemmer) oder Medikamente, die die Blutgerinnung (Antikoagulantien) hemmen einnehmen, wird Ihr Arzt die Gerinnungsparameter hĂ€ufiger ĂŒberprĂŒfen.

Besondere Vorsicht mit Hydergin 3 mg/ml Tropfen ist erforderlich, wenn es Hinweise gibt, dass Sie von krankhafter Spielsucht und zwanghaftem Sexualtrieb besessen sind.

Die zu hĂ€ufige Einnahme von Mutterkornalkaloiden (wie z.B. Hydergin 3 mg/ml Tropfen) kann zu einem Kopfschmerz bei ArzneimittelĂŒbergebrauch fĂŒhren (Arzneimittel-bedingter Kopfschmerz). Sollte dies auftreten ist zu ĂŒberlegen, die HĂ€ufigkeit der Einnahmen zu verringern oder niedriger dosierte Arzneimittel (wie z.B. Hydergin 1 mg und 2 mg Tabletten oder Hydergin 1 mg/ml Tropfen) zu wĂ€hlen. Unter UmstĂ€nden ist auch eine Beendigung der Behandlung in Betracht zu ziehen. Bei Auftreten von Kopfschmerzen informieren Sie bitte Ihren Arzt.

Nach lĂ€ngerer und/oder hochdosierter Einnahme von Mutterkornalkaloiden (wie z.B. Hydergin 3 mg/ml Tropfen) kann es zu peripheren Durchblutungsstörungen kommen. Falls bei Ihnen die Haut im Bereich der Finger und/oder Zehen blass bzw. blau verfĂ€rbt und berĂŒhrungsempfindlich ist, sich kĂŒhl anfĂŒhlt, falls TaubheitsgefĂŒhl, Kribbeln oder Muskelschmerzen/-krĂ€mpfe im Bereich der Gliedmaßen auftreten, unterbrechen Sie bitte die Einnahme von Hydergin 3 mg/ml Tropfen und kontaktieren Sie unverzĂŒglich Ihren Arzt.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Zu Wirksamkeit und VertrÀglichkeit von Hydergin 3 mg/ ml Tropfen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Deshalb wird die Anwendung von Hydergin 3 mg/ml Tropfen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Bei Einnahme von Hydergin 3 mg/ml Tropfen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Sie sollten auch Ihren Arzt informieren, wenn Sie Hydergin 3 mg/ml Tropfen zusammen mit anderen Arzneimitteln einnehmen, die den Abbau des Wirkstoffs beeinflussen, z.B. bestimmte Antibiotika (z.B. Troleandomycin, Erythromycin, Clarithromycin), bestimmte Arzneimittel gegen AIDS (z.B. Ritonavir, Indinavir, Nelfinavir, Delavirdin) oder bestimmte Mittel gegen Pilzinfektionen (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol). Wenn mehrere Arzneimittel eingenommen werden, kann es zu einer AbschwÀchung oder VerstÀrkung der Wirkung (oder auch der Nebenwirkungen) kommen.

Wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, welche die Blutgerinnung hemmen (Arzneimittel zur BlutverdĂŒnnung), sollen hĂ€ufigere Kontrollen der Blutgerinnung vorgenommen werden.

Hydergin 3 mg/ml Tropfen soll nicht gleichzeitig mit anderen Mutterkornalkaloiden angewendet werden (Gefahr der unkontrollierten WirkungsverstÀrkung).

Die Wirkung von Arzneimittel, die ihrerseits den Blutdruck senken, kann verstĂ€rkt, die von PrĂ€paraten, die den Blutdruck steigern, kann abgeschwĂ€cht werden. Bei der gleichzeitigen Anwendung solcher Arzneimittel mit Hydergin 3 mg/ml Tropfen soll regelmĂ€ĂŸig Ihr Blutdruck kontrolliert werden.

Bei Einnahme von Hydergin 3 mg/ml Tropfen zusammen mit Nahrungsmitteln und GetrÀnken

Die gleichzeitige Einnahme von Alkohol mit Hydergin 3 mg/ml Tropfen soll unterlassen werden, da die Wirkung nicht vorhersehbar ist.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Sie dĂŒrfen Hydergin 3 mg/ml Tropfen wĂ€hrend der Schwangerschaft nicht einnehmen, da das Arzneimittel GebĂ€rmutterkrĂ€mpfe bewirken und eine gefĂ€ĂŸverengende Wirkung haben kann und damit die Gefahr einer verminderten Plazentadurchblutung und der Auslösung vorzeitiger Wehen besteht.

Es liegen keine ausreichenden Untersuchungen zur Sicherheit in der Schwangerschaft beim Menschen vor.

Stillzeit

Mutterkornalkaloide hemmen die Milchproduktion.

Da Co-Dergocrinmesilat, der Wirkstoff von Hydergin 3 mg/ml Tropfen, mit der Muttermilch ausgeschieden wird und beim SĂ€ugling unerwĂŒnschte Wirkungen verursachen kann, dĂŒrfen Sie Hydergin 3 mg/ml Tropfen wĂ€hrend der Stillzeit nicht einnehmen.

VerkehrstĂŒchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfÀhigkeit und

VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen.

Die Behandlung mit Hydergin 3 mg/ml Tropfen erfordert eine regelmĂ€ĂŸige Ă€rztliche Kontrolle. Halten Sie sich daher bitte an die Anordnungen Ihres Arztes. Durch individuelle Reaktionen kann die FĂ€higkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeintrĂ€chtigt werden. Dies gilt vor allem bei Behandlungsbeginn, PrĂ€paratewechsel und im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wichtige Informationen ĂŒber bestimmte sonstige Bestandteile von Hydergin 3 mg/ml Tropfen

Dieses Arzneimittel enthÀlt 25,3 vol % Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 140 mg pro Dosis, entsprechend 3,5 ml Bier, 1,4 ml Wein pro Dosis.

Es besteht ein gesundheitliches Risiko fĂŒr Patienten, die unter Alkoholismus leiden.

Dieser Alkoholgehalt ist bei Schwangeren bzw. Stillenden sowie bei Kindern und Patienten mit erhöhtem Risiko auf Grund einer Lebererkrankung oder Epilepsie zu berĂŒcksichtigen.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Hydergin 3 mg/ml Tropfen immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, werden 3 x tÀglich 7 bis 14 Tropfen eingenommen.

Ältere Patienten

FĂŒr Ă€ltere Patienten gilt die oben angefĂŒhrte Dosierung von 3 x tĂ€glich 7 bis 14 Tropfen. Möglicherweise wird Ihnen Ihr Arzt eine geringere Dosis verschreiben - bei Ă€lteren Patienten kann unter UmstĂ€nden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in ErwĂ€gung gezogen werden.

Patienten mit eingeschrÀnkter Leberfunktion

Ihr Arzt wird die fĂŒr Sie richtige Dosierung verschreiben. Bei Patienten mit eingeschrĂ€nkter Leberfunktion wird unter UmstĂ€nden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in ErwĂ€gung gezogen werden.

Patienten mit eingeschrÀnkter Nierenfunktion

Ihr Arzt wird die fĂŒr Sie richtige Dosierung verschreiben. Bei Patienten mit schwerer EinschrĂ€nkung der Nierenfunktion wird unter UmstĂ€nden eine niedrigere Start- und Erhaltungsdosis in ErwĂ€gung gezogen werden.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die Anwendung von Hydergin 3 mg/ml Tropfen bei diesen Patientengruppen wird nicht empfohlen, da keine ausreichenden Studien zu Wirksamkeit und VertrÀglichkeit vorliegen.

Art und Dauer der Anwendung

Die Tropfen sind mit ausreichend FlĂŒssigkeit vor, nur ausnahmsweise (z.B. bei magenempfindlichen Patienten) mit einer Mahlzeit einzunehmen.

Die Anwendungsdauer von Hydergin 3 mg/ml Tropfen ist bei bestimmungsgemĂ€ĂŸer Dosierung zeitlich nicht begrenzt. In geeigneten AbstĂ€nden, mindestens jedoch alle 6 Monate, wird Ihr Arzt ĂŒberprĂŒfen, ob die Behandlung mit Hydergin 3 mg/ml Tropfen weiterhin angezeigt ist.

Hinweis: FĂŒr Patienten mit einem Tagesbedarf von bis zu 6 mg Co-Dergocrinmesilat stehen folgende Darreichungsformen und StĂ€rken zur VerfĂŒgung: Hydergin Fas 4,5 mg Filmtabletten oder Hydergin SRO 6 mg Kapseln. FĂŒr Patienten mit geringem Co-Dergocrin-Bedarf stehen folgende Darreichungsformen und StĂ€rken zur VerfĂŒgung: Hydergin 1 mg und 2 mg Tabletten oder Hydergin 1 mg/ml Tropfen.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Hydergin 3 mg/ml Tropfen eingenommen haben, als Sie sollten

Im Falle einer Überdosierung oder Vergiftung mit Hydergin 3 mg/ml Tropfen ist in jedem Fall unverzĂŒglich ein Arzt (z.B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen. Nehmen Sie die restliche Tropflösung bzw. die Verpackung mit, damit sich der Arzt ĂŒber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.

Die Anzeichen einer Überdosierung von Hydergin 3 mg/ml Tropfen können sehr vielfĂ€ltig und unter UmstĂ€nden widersprĂŒchlich sein. Von Patient zu Patient unterschiedlich können die unter Punkt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“ aufgefĂŒhrten Erscheinungen verstĂ€rkt auftreten. Weiters können Sehstörungen, Angst, Atemstörungen, ErregungszustĂ€nde, Verwirrtheit, KrĂ€mpfe, Verlangsamung oder Beschleunigung der HerztĂ€tigkeit und Blutdrucksenkung bis hin zum Kreislaufkollaps und AtemlĂ€hmung auftreten.

Auch ein Auftreten von GefĂ€ĂŸkrĂ€mpfen mit Blutdrucksteigerung und nachfolgendem KĂ€ltegefĂŒhl, Empfindungsstörungen (KribbelgefĂŒhl) sowie Schmerzen in den Gliedmaßen ist möglich.

Die Beurteilung des Schweregrades der Vergiftung und die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen erfolgt durch den Arzt.

FĂŒr den Arzt:

Zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!

Wenn Sie die Einnahme von Hydergin 3 mg/ml Tropfen vergessen haben

Bitte holen Sie die versÀumte Dosis nicht nach bzw. nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Einnahme von Hydergin 3 mg/ml - Tropfen, wie von Ihrem Arzt verordnet, fort.

Wenn Sie die Einnahme von Hydergin 3 mg/ml Tropfen abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne RĂŒcksprache mit Ihrem Arzt ab.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfĂŒr gibt und ob andere Arzneimittel fĂŒr die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Hydergin 3 mg/ml Tropfen Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Die folgende Einteilung wurde fĂŒr die HĂ€ufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet: Sehr hĂ€ufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

HĂ€ufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

Mögliche Nebenwirkungen:

Nasenverstopfung, Kopfschmerzen, vorĂŒbergehende Übelkeit und Magenverstimmungen kommen vor, können aber im Allgemeinen vermieden werden, wenn das Arzneimittel mit den Mahlzeiten eingenommen wird. In den meisten FĂ€llen gehen diese unerwĂŒnschten Wirkungen zurĂŒck, ohne dass besondere Maßnahmen ergriffen werden mĂŒssen.

Aufgrund der blutdrucksenkenden Wirkung von Hydergin 3 mg/ml Tropfen kann es, insbesondere bei Patienten mit niedrigem Blutdruck, zu Gangunsicherheit, SchwindelgefĂŒhl, Schwarzwerden vor den Augen beim Aufstehen (orthostatischen Kreislaufstörungen) und leichten Kopfschmerzen kommen. Erforderlichenfalls wird Ihr Arzt deshalb regelmĂ€ĂŸige Kreislaufkontrollen durchfĂŒhren.

Besonders bei empfindlichen Patienten können folgende Beschwerden auftreten.

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten: Schlafstörung, gesteigerter TÀtigkeitsdrang

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Empfindungsstörungen (KribbelgefĂŒhl)

Selten: Schwindel, Kopfschmerzen

Herzerkrankungen

Selten: verlangsamte HerztĂ€tigkeit, Herzrhythmusstörungen, VerstĂ€rkung oder Auftreten von Beschwerden einer ‚Angina pectoris’ (Enge in der Brust; nach lĂ€ngerer Behandlungsdauer)

Sehr selten: HerzklappenverĂ€nderungen und andere Herzerkrankungen, z. B. Herzbeutel- entzĂŒndung (Perikarditis) oder Erguss von FlĂŒssigkeit im Herzbeutel (Perikarderguss).

Als FrĂŒhsymptome können eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten: erschwertes Atmen, Kurzatmigkeit, Brust- oder RĂŒckenschmerzen und Beinschwellungen. Wenn bei Ihnen eines dieser Symptome auftritt, mĂŒssen Sie sofort Ihren Arzt informieren.

GefĂ€ĂŸerkrankungen

Selten: niedriger Blutdruck (vor allem bei Verabreichung ĂŒber die Vene), arterielle Durchblutungsstörungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und der Brusthöhle

Selten: Behinderung der Nasenatmung, Nasenverstopfung

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Selten: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen, Durchfall

Sehr selten: Vermehrung des Bindegewebes in der hinteren Bauchhöhle (Beschwerden: RĂŒckenschmerzen, Schmerzen im Unterbauch oder Verengung der ableitenden Harnwege bzw. Schmerzen beim Harnlassen)

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Hautausschlag, -reaktionen

Bei Patienten, die mit Hydergin 3 mg/ml Tropfen behandelt wurden, wurde insbesondere bei hohen Dosen ein Auftreten von Anzeichen eines ungewöhnlichen Drangs zu GlĂŒcksspielen (Spielsucht) oder ein gesteigerter Sexualdrang und/oder gesteigertes Sexualverhalten berichtet, die im Allgemeinen bei Verminderung der Dosis oder bei Abbruch der Behandlung wieder zurĂŒckgehen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgefĂŒhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrĂ€chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchs- information angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht ĂŒber 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schĂŒtzen.

Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich aufbewahren.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Flasche nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schĂŒtzen.

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Weitere Informationen

Was Hydergin 3 mg/ml Tropfen enthalten

  • Der Wirkstoff ist Co-Dergocrinmesilat (Dihydroergotoxinmethansulfonat)*. 1 ml Tropflösung (entspricht 20 Tropfen) Hydergin enthĂ€lt 3 mg Co-Dergocrinmesilat.

* Co-Dergocrin besteht aus den hydrierten Mutterkornalkaloiden Dihydroergocornin, Dihydroergocristin, Dihydroergokryptin (Dihydro-α-ergokryptin und Dihydro-ÎČ-ergokryptin im VerhĂ€ltnis 2:1) in gleichen Mengenanteilen.

- Die sonstigen Bestandteile sind: Propyl-4-hydroxybenzoat, Methyl-4-hydroxybenzoat, Natriumacetat Trihydrat, EssigsÀure 99 %, wasserfreies Ethanol, Propylenglycol, gereinigtes Wasser

Wie Hydergin 3 mg/ml Tropfen aussehen und Inhalt der Packung

Hydergin 3 mg/ml Tropfen ist eine klare, farblose bis schwach gelbe Lösung zum Einnehmen.

Hydergin 3 mg/ml Tropfen sind in PackungsgrĂ¶ĂŸen zu 15 ml und 50 ml erhĂ€ltlich.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Defiante Farmaceutica S.A. Rua dos Ferreiros 260 9000-082 Funchal/Madeira Portugal

Tel.: +351 291 214 090

Fax: +351 291 214 095 E-mail: info@defiante.com

Hersteller

Novartis Pharma GmbH

90429 NĂŒrnberg

Deutschland

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im September 2010.

Die folgenden Informationen sind nur fĂŒr Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Überdosierung

Symptome einer Überdosierung

Die Anzeichen einer Überdosierung von Hydergin 3 mg/ml Tropfen können sehr vielfĂ€ltig und unter UmstĂ€nden widersprĂŒchlich sein. Individuell unterschiedlich können die unter Nebenwirkungen (siehe Punkt 4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?) aufgefĂŒhrten Symptome verstĂ€rkt auftreten, sowie Sehstörungen, Angst, Dyspnoe, ErregungszustĂ€nde, Verwirrtheit, KrĂ€mpfe, Brady- oder Tachykardie und Blutdrucksenkung bis hin zu Koma und AtemlĂ€hmung. Je nach Ausgangslage des GefĂ€ĂŸsystems ist auch ein Auftreten von GefĂ€ĂŸspasmen mit Blutdrucksteigerung und nachfolgendem KĂ€ltegefĂŒhl, ParĂ€sthesien sowie Schmerzen in den ExtremitĂ€ten möglich.

Therapie einer Überdosierung

Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. Bei erhaltenem Bewusstsein sollte möglichst frĂŒhzeitig Erbrechen ausgelöst werden. Weitere Maßnahmen zur Verringerung der Resorption sind MagenspĂŒlung, Gabe von Aktivkohle und Beschleunigung der Magen-Darm-Passage (Natriumsulfat). Bei Blutdruckabfall sind Volumensubstitution, indirekte, ggf. auch direkte α-Sympathomimetika, bei GefĂ€ĂŸspasmen gefĂ€ĂŸerweiternde Mittel (je nach Situation und Befund ÎČ-Blocker, Kalzium- Antagonisten, Theophyllin) angezeigt. In jedem Falle sind regelmĂ€ĂŸige Kreislaufkontrollen erforderlich.

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Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden