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Medikamente

Hydroxycarbamid Devatis 500 mg Hartkapseln

Hydroxycarbamid Devatis 500 mg Hartkapseln
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Hydroxycarbamid Devatis enthält den Wirkstoff Hydroxycarbamid und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die bei bestimmten Bluterkrankungen eingesetzt werden und das Wachstum von Krebszellen beeinflussen.

Wirkstoff(e)
Hydroxycarbamid
Zulassungsinhaber
Devatis GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
L01XX05

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Hydroxycarbamid Devatis 500 mg Hartkapseln angewendet?

Hydroxycarbamid Devatis enthält den Wirkstoff Hydroxycarbamid und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die bei bestimmten Bluterkrankungen eingesetzt werden und das Wachstum von Krebszellen beeinflussen.

Hydroxycarbamid Devatis wird eingesetzt zur Behandlung von erwachsenen Patienten:

  • mit einer Krebserkrankung der weißen Blutzellen, die im Knochenmark entsteht (chronische myeloische Leukämie).
  • mit einem Überschuss von bestimmten Blutzellen (essentielle Thrombozythämie oder Polycythaemia vera), die ein hohes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln haben (thromboembolische Komplikationen).

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Was ist vor der Einnahme von Hydroxycarbamid Devatis 500 mg Hartkapseln zu beachten?

Hydroxycarbamid Devatis darf nicht eingenommen werden, wenn Sie

  • allergisch gegen Hydroxycarbamid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Sollte eine Überempfindlichkeit während der Behandlung auftreten, unterbrechen Sie bitte die Therapie und benachrichtigen Sie Ihren Arzt.
  • eine stark eingeschränkte Knochenmarkfunktion (Knochenmarkdepression) haben.
  • eine verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder weißen Blutkörperchen (Leukopenie) im Blut haben.
  • an einer schwerer Blutarmut (Anämie) leiden.
  • eine Impfung mit Lebendimpfstoff erhalten sollten (siehe auch Einnahme von Hydroxycarbamid Devatis zusammen mit anderen Arzneimitteln).
  • schwanger sind oder stillen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Hydroxycarbamid Devatis einnehmen.

Zytostatika (Chemotherapeutika) dürfen nur mit besonderer Vorsicht gehandhabt werden.

Vermeiden Sie unbedingt einen unbeabsichtigten Kontakt. Menschen, die Hydroxycarbamid Devatis nicht einnehmen, sollen auch nicht mit Hydroxycarbamid Devatis in Berührung kommen. Beim Kontakt mit Hydroxycarbamid Devatis sollen Einmalhandschuhe getragen werden, um eine Exposition zu vermeiden.

Waschen Sie sich vor und nach jedem Kontakt mit den Hydroxycarbamid Devatis Hartkapseln die Hände. Sollte das in der Kapsel befindliche Pulver verschüttet werden, soll es sofort mit einem Wegwerftuch aufgewischt werden und mit der leeren Kapsel in einem verschlossenen Behältnis (z.B. Plastikbeutel) getrennt entsorgt werden.

Beachten Sie die Hinweise für die Handhabung und Entsorgung von Zytostatika.

Bewahren Sie Hydroxycarbamid Devatis für Kinder unzugänglich auf.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Hydroxycarbamid Devatis ist erforderlich,

  • wenn Sie an einer Nieren- oder Leberfunktionsstörung leiden.
  • wenn Sie an einer HIV-Infektion oder an AIDS leiden.
  • wenn Sie an Blutarmut (Anämie) oder Knochenmarkschäden leiden.
  • bei älteren Patienten.

Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Beschwerden wie die folgenden auftreten:

Fieber, Husten oder Atemprobleme; diese können Anzeichen für eine schwerwiegende Lungenerkrankung sein.

Wenn Sie während der Einnahme von Hydroxycarbamid anhaltende Augensymptome wie Rötung und Schmerzen der Augen, Lichtempfindlichkeit und/oder Sehverschlechterung bemerken, suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf, da dies Anzeichen für eine seltene, aber schwerwiegende Augenerkrankung namens Mangel an limbalen Stammzellen sein können. Siehe auch Abschnitt 4.

Die Behandlung mit Hydroxycarbamid Devatis bedarf einer strengen ärztlichen Kontrolle und Überwachung. Ihr Arzt wird Ihnen Laboruntersuchungen (Blutabnahmen) anordnen. Bitte befolgen Sie seine Anordnungen.

Wenn eine hämolytische Anämie (Erkrankung, bei der die Erythrozyten schneller zerstört werden, als sie neu gebildet werden können) mithilfe der Blutuntersuchungen erkannt wird, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Hydroxycarbamid Devatis beenden.

Im Falle einer Blutarmut vor oder während der Behandlung können die roten Blutzellen bei Bedarf ersetzt werden.

Falls Sie Nieren- und/oder Leberbeschwerden haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, bevor Sie mit der Einnahme von Hydroxycarbamid Devatis beginnen.

Während der Therapie mit Hydroxycarbamid Devatis trinken Sie ausreichend viel.

Wenn Sie vor Behandlungsbeginn ähnliche Arzneimittel oder Bestrahlung erhalten haben oder während der Behandlung erhalten, können Nebenwirkungen häufiger und stärker auftreten. Diese Nebenwirkungen sind vor allem eine verminderte Knochenmarkfunktion (Abnahme der Anzahl der Blutzellen), Entzündung der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt und Rötung der Haut.

Sie können Beingeschwüre bekommen. In diesem Fall entscheidet Ihr Arzt, ob Sie Hydroxycarbamid Devatis weiterhin einnehmen sollten. Die Geschwüre heilen im Allgemeinen innerhalb einiger Wochen nach Absetzen der Behandlung langsam wieder ab.

Wenn Sie langfristig mit Hydroxycarbamid behandelt werden, können Sie an einer bösartigen Reifungsstörung der weißen Blutzellen, einer sogenannten Sekundärleukämie, erkranken. Es ist nicht bekannt, ob dies mit der Grunderkrankung oder mit der Einnahme von Hydroxycarbamid zusammenhängt.

Bei vorheriger oder gleichzeitiger Bestrahlung können Hautrötungen und -reizungen auftreten.

Bei langfristig mit Hydroxycarbamid behandelten Patienten wurde über Hautkrebs berichtet. Während der Behandlung und nach Absetzen der Therapie mit Hydroxycarbamid sollten Sie Ihre Haut vor Sonne schützen und regelmäßig selbst untersuchen. Ihr Arzt wird Ihre Haut im Rahmen routinemäßiger Kontrolltermine ebenfalls untersuchen.

Frauen, die schwanger werden könnten, müssen während einer Behandlung mit Hydroxycarbamid Devatis eine zuverlässige empfängnisverhütende Methode anwenden (siehe Fortpflanzungsfähigkeit).

Da der Wirkstoff von Hydroxycarbamid Devatis möglicherweise das Erbgut schädigt, müssen auch Männer, die mit Hydroxycarbamid Devatis behandelt werden, geeignete Verhütungsmaßnahmen ergreifen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor sie Hydroxycarbamid Devatis einnehmen, wenn Sie an Diabetes leiden und ein kontinuierliches Blutzuckermessgerät (Continuous Glucose Monitor, CGM) zur Überwachung Ihres Blutzuckers verwenden.

Hydroxycarbamid kann bei bestimmten Sensoren zu fälschlicherweise hohen Sensormesswerten führen. Dies könnte dazu führen, dass mehr Insulin als nötig verwendet wird, was zu einem niedrigen Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) führen kann.

Sprechen Sie mit dem Arzt, der Ihnen das CGM verschrieben hat, ob die Anwendung während der Einnahme von Hydroxycarbamid Devatis unbedenklich ist.

Einnahme von Hydroxycarbamid Devatis zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Da es unter einer Behandlung mit Hydroxycarbamid Devatis zu einem Anstieg der Harnsäure-Werte im Blut kommen kann, wird Ihr Arzt erforderlichenfalls die Dosis Ihres harnsäuresenkenden Arzneimittels anpassen.

Die gleichzeitige Anwendung von Hydroxycarbamid Devatis mit anderen Substanzen, welche wirksam gegen bösartige Tumoren sind, oder Strahlentherapie steigert die Möglichkeit einer Knochenmarksschädigung oder anderer Nebenwirkungen.

Die gemeinsame Einnahme mit Arzneimitteln, die in der Therapie der HIV-Infektion eingesetzt werden (z. B. Didanosin, Stavudin), kann zu einer schweren Leberschädigung, zu Entzündung der Bauchspeicheldrüse sowie zu schweren Nervenschäden führen. Die gleichzeitige Einnahme dieser Arzneimittel mit Hydroxycarbamid Devatis ist daher zu vermeiden.

Die gleichzeitige Anwendung von Hydroxycarbamid Devatis und Lebendimpfstoffen kann möglicherweise die Nebenwirkungen des Lebendvirus verstärken, da Ihre natürlichen Abwehrkräfte durch Hydroxycarbamid Devatis unterdrückt sein können. Die Impfung mit einem Lebendvirus kann als Folge der Einnahme von Hydroxycarbamid Devatis zu schweren Infektionen führen. Ihre Immunantwort gegen Impfungen ist möglicherweise vermindert. Sie müssen daher die Verwendung von Lebendimpfstoffen vermeiden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Hydroxycarbamid Devatis darf während einer Schwangerschaft wegen der Möglichkeit einer schweren Schädigung des ungeborenen Kindes nicht eingenommen werden.

Patienten im geschlechtsreifen Alter (Frauen und Männer) müssen während der Behandlung auf eine zuverlässige Empfängnisverhütung achten. Wenn Sie vor Behandlungsbeginn schwanger sind oder während der Behandlung schwanger werden, müssen Sie dies sofort dem Arzt melden.

Da Hydroxycarbamid Devatis Schäden am Ungeborenen hervorrufen kann, suchen Sie, wenn Sie einen Kinderwunsch haben, möglichst schon vor dem geplanten Behandlungsbeginn eine genetische Beratungsstelle auf.

Stillzeit

Da Hydroxycarbamid Devatis in die Muttermilch übergeht, dürfen Sie während der Behandlung nicht stillen. Hält Ihr behandelnder Arzt eine Behandlung mit Hydroxycarbamid Devatis in der Stillzeit für unbedingt erforderlich, müssen Sie abstillen.

Fortpflanzungsfähigkeit

Hydroxycarbamid Devatis kann erbgutverändernd sein, daher ist eine genetische Beratung ratsam, falls eine Patientin nach Beendigung einer Therapie mit Hydroxycarbamid Devatis schwanger werden möchte.

Männer, die in Behandlung sind, sollen sichere Verhütungsmaßnahmen während und mindestens 6 Monate nach der Behandlung anwenden. Hydroxycarbamid Devatis kann die Spermien von männlichen Patienten verändern. Sie sollen vor Behandlungsbeginn über die Möglichkeit der Spermakonservierung aufgeklärt werden.

Patientinnen im gebärfähigen Alter sollen während der Therapie und für mindestens 6 Monate nach der Therapie eine wirksame Empfängnisverhütungsmethode anwenden.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Ihre Reaktionsfähigkeit kann während der Behandlung mit Hydroxycarbamid Devatis beeinträchtigt sein. Dies sollte Ihnen in Situationen bewusst sein, in denen erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist, z. B. beim Lenken eines Fahrzeugs und beim Bedienen von Maschinen.

Hydroxycarbamid Devatis enthält Lactose (Milchzucker)

Bitte nehmen Sie Hydroxycarbamid Devatis erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Hydroxycarbamid Devatis enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Hartkapsel, d.h. es ist nahezu „natriumfrei“.

Wie wird Hydroxycarbamid Devatis 500 mg Hartkapseln angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Therapie darf nur von erfahrenen Ärzten für Onkologie (Krebskrankheiten) oder Hämatologie (Bluterkrankungen) durchgeführt werden.

Erwachsene

Bei Krebserkrankung der weißen Blutzellen (chronisch myeloischer Leukämie) beträgt die Anfangsdosis für gewöhnlich 40 mg/kg Körpergewicht täglich. Die Dosis wird dann individuell angepasst, in Abhängigkeit von der Anzahl der weißen Blutzellen.

Bei Überschuss von roten Blutkörperchen (Polycythämia vera) beträgt die Anfangsdosis für gewöhnlich 15 – 20 mg/kg Körpergewicht täglich. Die Dosis wird dann in Abhängigkeit von der Anzahl der Blutzellen individuell angepasst, üblicherweise auf 1 – 2 Kapseln (500 – 1 000 mg) täglich.

Bei Überschuss von Blutzellen (Blutplättchen) (essentieller Thrombocythämie) beträgt die Anfangsdosis für gewöhnlich 15 mg/kg Körpergewicht täglich. Die Dosis wird dann in Abhängigkeit von der Anzahl der Blutzellen individuell angepasst.

Ältere Patienten

Ältere Patienten können ausgeprägter auf die Wirkung von Hydroxycarbamid reagieren und benötigen möglicherweise eine niedrigere Dosierung.

Patienten mit Nierenfunktionsstörung

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird eine Dosisreduktion empfohlen. Es ist eine engmaschige Kontrolle von Blutbild und Nierenwerten notwendig.

Patienten mit Leberfunktionsstörung

Für Patienten mit Leberfunktionsstörung kann keine bestimmte Dosierungsempfehlung gegeben werden. Es ist eine engmaschige Kontrolle des Blutbildes notwendig.

Kinder und Jugendliche

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Hydroxycarbamid Devatis bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen, unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit.

Schlucken Sie die Hartkapseln im Ganzen; die Hartkapseln dürfen sich nicht im Mund auflösen.

Dauer der Anwendung

Als angemessener Zeitraum, in dem sich der behandelnde Arzt ein Bild von der Wirksamkeit von Hydroxycarbamid Devatis machen kann, gelten 6 Wochen.

Hat sich Hydroxycarbamid als wirksam erwiesen, soll die Therapie zeitlich unbeschränkt weitergeführt werden. Bei Fortschreiten der Erkrankung oder Hinweisen auf Unverträglichkeit ist die Therapie abzubrechen.

Wenn Sie eine größere Menge von Hydroxycarbamid Devatis eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung (das heißt, wenn Sie zu viele Kapseln eingenommen haben) ist mit einer Verstärkung der Nebenwirkungen von Hydroxycarbamid Devatis zu rechnen.

Wundsein, violette Hautrötungen, Wassereinlagerungen (Ödeme) an den Handflächen und Fußsohlen mit nachfolgendem Abschuppen, ausgeprägte generalisierte verstärkte Färbung der Haut und schwere akute Entzündung der Mundschleimhaut wurden beobachtet.

Wenn Sie mehr Kapseln eingenommen haben, als Ihnen verordnet wurden, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt oder ein Krankenhaus.

Der behandelnde Arzt wird entsprechend der Schwere der Vergiftung über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden.

Die Sofortbehandlung besteht aus einer Magenspülung, gefolgt von unterstützenden Maßnahmen und Kontrollen des Blutbildungsystems.

Wenn Sie die Einnahme von Hydroxycarbamid Devatis vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Falls Sie die Einnahme einmal vergessen haben, nehmen Sie die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Hydroxycarbamid Devatis abbrechen

Ihr Arzt hat Ihnen eine Dosis verschrieben, die Ihren Bedürfnissen genau angepasst ist. Befolgen Sie daher seine Anweisungen genau, ändern Sie die Dosis nicht eigenmächtig und hören Sie nicht mit der Einnahme auf, ohne Ihren Arzt zu befragen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Welche Nebenwirkungen hat Hydroxycarbamid Devatis 500 mg Hartkapseln?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nebenwirkungen sind u.a. abhängig von der Dosierung, Anwendungsart und -dauer von Hydroxycarbamid Devatis. Ihr Arzt wird diese mit Ihnen besprechen und Ihnen die Risken und den Nutzen Ihrer Behandlung erklären. Magen-Darm-Beschwerden (wie Durchfall, Verstopfung) treten sehr häufig auf, jedoch ist nur selten eine Verminderung der Dosis oder ein Abbruch der Behandlung erforderlich.

Folgende Nebenwirkungen traten unter Anwendung von Hydroxycarbamid auf:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Funktionsstörung des Knochenmarks (Knochenmarkdepression); Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) sowie der Blutplättchen (Thrombozytopenie); große, unreife rote Blutkörperchen (Megaloblastose); Blutarmut (Anämie); verminderte Anzahl an CD4- Lymphozyten (sog. T-Helferzellen, wichtig für die Immunabwehr)
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Entzündung der Schleimhaut (Mukositis)
  • Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis)
  • Magenbeschwerden
  • Ausschlag mit Flecken und Knoten; entzündliche Rötung der Gesichtshaut (Erythem); Rötung und Schuppung der Haut insbesondere an den Fingern und Zehen (akrales Erythem); Haarausfall (Alopezie), Entzündung der Blutgefäße in der Haut (kutane Vaskulitis); entzündliche Reaktionen der Haut (Dermatomyositis-ähnliche Hautveränderungen); verstärkte Verfärbung der Haut und der Nägel (Hyperpigmentierung); Rückbildung und Wachstumsstörung der Haut und der Nägel (Atrophie); Unterschenkelgeschwüre; Juckreiz; Hautverdickung (aktinische Keratosis); violette Papeln; Schuppung, Schälen der Haut; Hauttumore
  • erschwerte (schmerzhafte) Blasenentleerung; Nierenprobleme mit Erhöhung der Nierenwerte im Blut (Harnsäure, Harnstoff, Kreatinin),
  • verminderte Anzahl oder komplettes Fehlen von Spermien in der Samenflüssigkeit
  • von Arzeimitteln ausgelöstes Fieber1); Schüttelfrost, Unwohlsein, Überempfindlichkeitsreaktionen; Schwächegefühl

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Halluzinationen, Orientierungsschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen; Schwindelgefühl; Krampfanfälle; Störungen des peripheren Nervensystems (periphere Neuropathie), z.B. Kribbeln, Taubheit oder Brennen in Händen und Füßen; bei hohen Dosen leichte Benommenheit
  • akute Lungenreaktionen, bestehend aus Veränderungen im Lungengewebe aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen (Lungeninfiltrationen und -fibrose) und Atemnot; Überempfindlichkeitsreaktionen der Lunge (allergische Alveolitis)
  • erhöhte Leberenzyme; erhöhtes Bilirubin; Leberschädigung; Störung der Gallenausscheidung (Cholestase); Entzündung der Leber (Hepatitis)
  • Hautkrebs

Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen)

  • Absterben von Gewebe (Gangrän)
  • lebensbedrohlicher Zustand aufgrund Anhäufung von Abbauprodukten aus zerstörten Krebszellen nach der Krebstherapie (Tumorlysesyndrom)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):

entzündlich-rheumatische Autoimmunerkrankung in verschiedenen Organen wie Haut, Gelenken, Nieren, Herz und Lunge (systemischer und kutaner Lupus erythematodes)

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • verschiedene Lungenerkrankungen (interstitielle Lungenerkrankungen)
  • Fingernagelpigmentierung
  • Erkrankung, bei der die Erythrozyten schneller zerstört werden, als sie neu gebildet werden können (hämolytische Anämie)
  • Augenerkrankung, die zu Rötungen und Schmerzen der Augen, Lichtempfindlichkeit und/oder Sehverschlechterung führt (Mangel an limbalen Stammzellen). Siehe auch Abschnitt 2.

1)Über einige Fälle von hohem Fieber (> 39°C) bei gleichzeitigem Auftreten von Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, den Atemwegen, dem Bewegungsapparat, in der Leber und den Gallenwegen, auf der Haut und im Herzkreislaufsystem, die eine Hospitalisierung erforderten, wurde berichtet. Diese Symptome traten typischerweise innerhalb von 6 Wochen nach Therapiebeginn auf und verschwanden unmittelbar nach Abbruch der Hydroxycarbamid-Therapie. Nach Wiederaufnahme der Therapie trat das Fieber innerhalb von 24 Stunden erneut auf.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist Hydroxycarbamid Devatis 500 mg Hartkapseln aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen zu Hydroxycarbamid Devatis 500 mg Hartkapseln

Was Hydroxycarbamid Devatis enthält

  • Der Wirkstoff ist: Hydroxycarbamid
    Jede Hartkapsel enthält 500 mg Hydroxycarbamid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:
    Kapselinhalt: Lactose-Monohydrat, Zitronensäure, Natriumhydrogenphosphat, Magnesiumstearat Kapselhülle: Gelatine, Titandioxid (E171), Erythrosin (E127), Indigotin (E132), Chinolingelb (E104)

Wie Hydroxycarbamid Devatis aussieht und Inhalt der Packung

Hydroxycarbamid Devatis sind Hartgelatinekapseln der Größe 0 mit einem undurchsichtigen pinkfarbenen Unterteil und einem undurchsichtigen hellgrünen Oberteil, die ein weißes bis cremefarbenes homogenes Pulver enthalten.

Hydroxycarbamid Devatis Hartkapseln sind in Blisterpackungen zu 30, 50 oder 100 Hartkapseln erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Devatis GmbH

Spitalstr. 22

79539 Lörrach

Deutschland

Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung:

Devatis GmbH

Tel: +43 (1) 3586869

E-Mail: info@devatis.at

Z.Nr.: 143294

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2026.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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