Wirkstoff(e) Tisagenlecleucel
Zulassungsland Europ√§ische Union (√Ėsterreich)
Hersteller Novartis Europharm Limited
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 22.08.2018
ATC Code L01XX71
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere antineoplastische Mittel

Zulassungsinhaber

Novartis Europharm Limited

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Was ist Kymriah?

Kymriah, auch bekannt als Tisagenlecleucel, wird aus einigen Ihrer eigenen wei√üen Blutzellen hergestellt, die T-Zellen genannt werden. T-Zellen sind wichtig f√ľr Ihr Immunsystem (das Abwehrsystem des K√∂rpers), damit es richtig arbeitet.

Wie funktioniert Kymriah?

T-Zellen werden aus Ihrem Blut entnommen. Ein neues Gen wird in die T-Zellen eingebaut, damit diese die Krebszellen in Ihrem Körper angreifen können. Wenn Kymriah als Infusion in Ihr Blut gelangt, finden die veränderten T-Zellen die Krebszellen und töten diese ab.

Wof√ľr wird Kymriah angewendet?

Kymriah wird zur Behandlung der folgenden Erkrankungen angewendet:

  • Akute lymphatische B-Zell-Leuk√§mie (B-Zell-ALL) - eine Krebsart, die einige andere Arten der wei√üen Blutzellen betrifft. Das Arzneimittel kann bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter bis einschlie√ülich 25 Jahren angewendet werden, die an dieser Krebsform erkrankt sind.
  • Diffus gro√üzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL) - eine Krebsart, die haupts√§chlich in den Lymphknoten auftritt und einige Arten der wei√üen Blutzellen betrifft. Das Arzneimittel kann bei Erwachsenen (18 Jahre und √§lter) angewendet werden, die an dieser Krebsform erkrankt sind.
  • Follikul√§res Lymphom (FL) - eine Krebsart, die einige Arten der wei√üen Blutzellen, die sogenannten Lymphozyten, betrifft und haupts√§chlich in den Lymphknoten auftritt. Das Arzneimittel kann bei Erwachsenen (18 Jahre und √§lter) angewendet werden, die an dieser Krebsform erkrankt sind.

Wenn Sie Fragen haben, wie Kymriah wirkt oder wissen möchten, warum Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben wurde, fragen Sie Ihren Arzt.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Kymriah darf Ihnen nicht verabreicht werden,

wenn Sie allergisch gegen einen der in Abschnitt 6. genannten Bestandteile dieses Arzneimittels sind. Wenn Sie denken, dass Sie allergisch sind, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Kymriah wird aus Ihren eigenen weißen Blutzellen hergestellt und darf nur Ihnen verabreicht werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Ihnen Kymriah verabreicht wird, wenn:

  • Sie in den letzten 4 Monaten eine Stammzelltransplantation erhalten haben. Ihr Arzt wird √ľberpr√ľfen, ob Sie Anzeichen oder Symptome einer Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion (graft-versus-host disease) aufweisen. Dazu kommt es, wenn transplantierte Zellen Ihren K√∂rper angreifen und zu Symptomen wie Ausschlag, √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall und blutigem Stuhl f√ľhren.
  • Sie Probleme mit der Lunge, dem Herz oder Blutdruck (zu niedrig oder erh√∂ht) haben.
  • Sie bemerken, dass sich die Symptome Ihrer Krebserkrankung verschlimmern. Wenn Sie eine Leuk√§mie haben, kann dies Fieber, Schw√§chegef√ľhl, Zahnfleischbluten oder blaue Flecken einschlie√üen. Wenn Sie ein Lymphom haben, kann dies unerkl√§rliches Fieber, Schw√§chegef√ľhl, Nachtschwei√ü oder pl√∂tzlichen Gewichtsverlust einschlie√üen.
  • Sie eine Infektion haben. Vor der Infusion von Kymriah wird die Infektion behandelt.
  • Sie einmal eine Infektion mit Hepatitis B, Hepatitis C oder mit dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV) hatten.
  • Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden (siehe Abschnitte ‚ÄěSchwangerschaft und Stillzeit‚Äú und ‚ÄěVerh√ľtung bei
    Frauen und Männern“ weiter unten).
  • Sie in den letzen 6 Wochen eine Impfung erhalten haben oder in den n√§chsten Monaten eine

Impfung geplant ist.

Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Ihnen Kymriah verabreicht wird.

Tests und Untersuchungen

Bevor Sie Kymriah erhalten, wird Ihr Arzt:

  • Ihre Lunge, Ihr Herz und Ihren Blutdruck untersuchen.
  • Sie auf Anzeichen einer Infektion untersuchen. Jede Infektion wird behandelt, bevor Ihnen Kymriah verabreicht wird.
  • untersuchen, ob sich Ihr Lymphom oder Ihre Leuk√§mie verschlimmert.
  • Sie auf Anzeichen einer Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion (graft-versus-host disease) untersuchen, die nach einer Transplantation auftreten kann.
  • Ihr Blut auf Harns√§ure untersuchen und die Anzahl der Krebszellen in Ihrem Blut messen. Dadurch kann festgestellt werden, ob ein Auftreten einer Erkrankung namens Tumor-Lyse-Syndrom bei Ihnen m√∂glich ist. Sie k√∂nnen Arzneimittel erhalten, die dies verhindern.
  • Sie auf eine Hepatitis B-, Hepatitis C- oder HIV-Infektion untersuchen.

Nachdem Sie Kymriah erhalten haben

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn bei Ihnen Folgendes auftritt:

  • Fieber, das ein Symptom einer Infektion sein kann. Ihr Arzt wird regelm√§√üig Ihr Blut untersuchen, da es zu einer Abnahme der Anzahl der Blutzellen und anderer Blutbestandteile kommen kann.
  • Messen Sie √ľber 3 bis 4 Wochen nach der Anwendung von Kymriah zweimal pro Tag Ihre K√∂rpertemperatur. Bei erh√∂hter K√∂rpertemperatur suchen Sie sofort Ihren Arzt auf.
  • Extreme M√ľdigkeit, Schw√§che und Kurzatmigkeit, die Symptome eines Mangels an roten Blutk√∂rperchen sein k√∂nnen.
  • Wenn Sie leichter Blutungen oder blaue Flecken bekommen, was Symptome f√ľr einen Mangel an Zellen im Blut sein k√∂nnen, die Blutpl√§ttchen genannt werden.

Die Behandlung kann das Ergebnis einiger HIV-Tests beeinflussen ‚Äď fragen Sie Ihren Arzt danach.

Nachdem Sie Kymriah erhalten haben, wird Ihr Arzt die Anzahl Ihrer Blutzellen regelmäßig untersuchen, da sich die Menge der Blutzellen und anderer Blutbestandteile bei Ihnen verringern kann.

Sie d√ľrfen weder Blut, Organe, Gewebe noch Zellen spenden.

Kinder und Jugendliche

  • Es liegen nur begrenzte Erfahrungen zur Anwendung von Kymriah bei Kindern unter 3 Jahren vor.
  • Es wird nicht empfohlen, Kymriah bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren zur Behandlung von DLBCL anzuwenden. Der Grund daf√ľr ist, dass nur begrenzte Erfahrungen bei der Behandlung von Non-Hodgkin-Lymphomen in dieser Altersgruppe vorliegen.
  • Kymriah sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht zur Behandlung von FL angewendet werden. Der Grund daf√ľr ist, dass die Anwendung von Kymriah bei dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Anwendung von Kymriah zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Der Grund daf√ľr ist, dass andere Arzneimittel einen Einfluss auf die Wirkung von Kymriah haben k√∂nnen.

Insbesondere d√ľrfen Ihnen bestimmte Impfstoffe, sogenannte Lebendimpfstoffe, nicht gegeben werden:

  • in den 6 Wochen vor der kurzen Chemotherapie-Behandlung (Chemotherapie zur Lymphozytendepletion genannt), um Ihren K√∂rper auf die Kymriah-Zellen vorzubereiten.
  • w√§hrend der Behandlung mit Kymriah.
  • nach der Behandlung, w√§hrend sich das Immunsystem wieder erholt.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine Impfung benötigen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, bevor Sie Kymriah erhalten, wenn Sie Arzneimittel nehmen, die Ihr Immunsystem schwächen, wie z. B. Kortikosteroide, da diese Arzneimittel die Wirksamkeit von Kymriah beeinträchtigen können.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Verabreichung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Der Grund daf√ľr ist, dass die Auswirkungen von Kymriah bei schwangeren oder stillenden Frauen nicht bekannt sind und eine Sch√§digung Ihres ungeborenen Kindes oder Ihres Neugeborenen/S√§uglings m√∂glich sein kann.

  • Wenn Sie nach der Behandlung mit Kymriah schwanger werden oder vermuten, schwanger zu sein, sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt.
  • Vor Behandlungsbeginn wird bei Ihnen ein Schwangerschaftstest durchgef√ľhrt. Kymriah sollte nur dann verabreicht werden, wenn das Ergebnis zeigt, dass Sie nicht schwanger sind.

Verh√ľtung bei Frauen und M√§nnern

Besprechen Sie eine Schwangerschaft mit Ihrem Arzt, wenn Sie Kymriah erhalten haben.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Nach der Verabreichung von Kymriah d√ľrfen Sie nicht aktiv am Stra√üenverkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen oder an Aktivit√§ten teilnehmen, die Aufmerksamkeit erfordern. Kymriah kann in den ersten 8 Wochen nach der Infusion zu Problemen f√ľhren, wie etwa ver√§ndertes oder getr√ľbtes Bewusstsein, Verwirrtheit und Krampfanf√§lle (Anf√§lle).

Kymriah enthält Natrium, Dimethylsulfoxid (DMSO) und Dextran 40.

Dieses Arzneimittel enth√§lt 24,3 bis 121,5 mg Natrium pro Dosis. Dies entspricht 1 bis 6 % der f√ľr einen Erwachsenen empfohlenen maximalen t√§glichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g. Sie sollten w√§hrend der Dauer der Infusion genau beobachtet werden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen nach der Infusion von Kymriah bekommen. Üblicherweise treten sie während der ersten 8 Wochen nach der Infusion auf, eventuell aber auch erst später:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Hohes Fieber und Sch√ľttelfrost. Dies k√∂nnen Symptome einer schwerwiegenden Erkrankung namens Zytokin-Freisetzungssyndrom (cytokine release syndrome) sein, die lebensbedrohlich oder t√∂dlich sein kann. Andere Anzeichen des Zytokin-Freisetzungssyndroms sind:
    Schwierigkeiten beim Atmen, √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitverlust, M√ľdigkeit, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwellungen, niedriger Blutdruck, schneller Herzschlag, Kopfschmerzen, Herzversagen, Lungenversagen und Nierenversagen sowie Lebersch√§digung. Diese Symptome treten fast immer innerhalb der ersten 14 Tage nach der Infusion auf.
  • Probleme wie ver√§ndertes Denkverm√∂gen oder getr√ľbtes Bewusstsein, Realit√§tsverlust, Verwirrtheit, k√∂rperliche Unruhe, Krampfanf√§lle, Schwierigkeiten beim Sprechen und beim Verstehen von Gesprochenem, Schwierigkeiten beim Gehen. Dies k√∂nnen Symptome einer Erkrankung namens Immuneffektorzell-assoziiertes Neurotoxizit√§tssyndrom (ICANS) sein.
  • W√§rmegef√ľhl, Fieber, Sch√ľttelfrost oder Zittern, Halsschmerzen oder Mundgeschw√ľre k√∂nnen Anzeichen einer Infektion sein. Manche Infektionen k√∂nnen lebensbedrohlich oder t√∂dlich sein.

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

Schneller Abbau von Tumorzellen, wobei deren Inhalt in das Blut abgegeben wird. Dies kann die Funktion verschiedener Organe des Körpers, besonders der Nieren, des Herzens und des Nervensystems beeinflussen (Tumor-Lyse-Syndrom).

Weitere mögliche Nebenwirkungen

Weitere m√∂gliche Nebenwirkungen sind nachfolgend aufgef√ľhrt. Wenn diese Nebenwirkungen schwerwiegend oder ernsthaft werden, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt.

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Blasse Haut, Schw√§che, Atemnot infolge einer niedrigen Anzahl von roten Blutzellen oder niedrigem H√§moglobinwert
  • Starke oder verl√§ngert auftretende Blutungen oder blaue Flecken infolge einer niedrigen Anzahl von Blutpl√§ttchen
  • Fieber bei gleichzeitig gef√§hrlich niedriger Anzahl von wei√üen Blutzellen
  • Erh√∂htes Infektionsrisiko infolge einer ungew√∂hnlich niedrigen Anzahl von wei√üen Blutzellen
  • H√§ufig auftretende und anhaltende Infektionen infolge einer verringerten Anzahl von Antik√∂rpern in Ihrem Blut
  • Schw√§che, Herzrhythmusst√∂rungen infolge anormal niedriger Werte von Salzen im Blut, einschlie√ülich Phosphat, Kalium
  • Hohe Werte an Leberenzymen oder Kreatinin im Blut, was anzeigt, dass Ihre Leber oder Nieren nicht richtig arbeiten
  • Schneller oder unregelm√§√üiger Herzschlag
  • Erh√∂hter Blutdruck
  • Kurzatmigkeit, schweres Atmen, schnelles Atmen, Fl√ľssigkeit in den Lungen
  • Husten
  • Bauchschmerzen, Verstopfung
  • Knochen- und R√ľckenschmerzen
  • Hautausschlag
  • Schwellungen an Kn√∂cheln, Gliedma√üen und im Gesicht

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Fieber, Unwohlsein, vergr√∂√üerte Leber, Gelbf√§rbung der Haut und Augen, niedrige Anzahl von Blutzellen infolge starker Immunaktivierung
  • Schwindelgef√ľhl oder Bewusstlosigkeit, Hitzewallungen, Ausschlag, Juckreiz, Fieber, Kurzatmigkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall als Reaktion im Zusammenhang mit einer Infusion
  • Ausschlag, √úbelkeit, Erbrechen, Durchfall einschlie√ülich blutigem Stuhl (m√∂glicherweise Symptome einer Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion [graft-versus-host disease], bei der transplantierte Zellen Ihre eigenen Zellen angreifen)
  • Gelenkschmerzen aufgrund hoher Werte von Harns√§ure
  • Anormale Ergebnisse aus Blutuntersuchungen (hohe Werte an: Phosphat, Kalium, Kalzium und Natrium, einem Enzyms namens alkalischer Phosphatase, das hilft, Lebererkrankungen festzustellen, Fibrin D-Dimer, Serumferritin; niedrige Werte an: Blutprotein namens Albumin, Natrium, Magnesium)
  • Krampfanf√§lle
  • Muskelkr√§mpfe/Verkrampfungen infolge anormal niedriger Werte von Salzen im Blut, einschlie√ülich Kalzium
  • Unwillk√ľrliche oder unkontrollierbare Bewegungen
  • Unwillk√ľrliches Zittern des K√∂rpers, Schwierigkeiten beim Schreiben, Schwierigkeiten, Gedanken m√ľndlich zum Ausdruck zu bringen, Aufmerksamkeitsst√∂rung, Schl√§frigkeit
  • Kribbeln oder Taubheit, Bewegungsprobleme infolge von Nervensch√§den
  • Sehst√∂rungen
  • Durst
  • Gewichtsabnahme
  • Nervenschmerzen
  • Angst, Reizbarkeit
  • Schwerer Verwirrtheitszustand
  • Schlafst√∂rungen
  • Atemnot, Atembeschwerden in liegender Position, Anschwellen von F√ľ√üen oder Beinen (m√∂gliche Symptome von Herzversagen), ausbleibender Herzschlag
  • Schwellungen und Schmerzen infolge von Blutgerinnseln
  • Schwellungen infolge von Fl√ľssigkeit, die aus Blutgef√§√üen in das umliegende Gewebe austritt.
  • Bl√§hungen und Unbehagen infolge einer Ansammlung von Fl√ľssigkeit im Bauchbereich
  • Trockener Mund, wunder Mund, Blutungen im Mund, Entz√ľndung des Zahnfleisches
  • Gelbf√§rbung von Haut und Augen infolge ungew√∂hnlich hoher Werte von Bilirubin im Blut
  • Juckreiz
  • Starkes Schwitzen, Nachtschwei√ü
  • Grippe√§hnliche Erkrankung
  • Versagen mehrerer Organe

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • Anormale Ergebnisse aus Blutuntersuchungen (hohe Werte an Magnesium)
  • Schw√§che oder L√§hmung von Gliedma√üen oder Gesicht, Sprachschwierigkeiten (m√∂gliche Symptome eines Schlaganfalls infolge einer verringerten Blutzufuhr)
  • Warme oder schnell err√∂tende Haut
  • Husten, bei dem Schleim oder manchmal Blut hochkommt, Fieber, Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden
  • Schwierigkeiten, Bewegungen zu kontrollieren

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

  • Atembeschwerden oder Schwindel (m√∂gliche Symptome einer allergischen Reaktion)
  • Schw√§che oder Taubheit in Armen oder Beinen, Verschlechterung oder Verlust des Sehverm√∂gens, fixe oder irrationale Gedanken, die von anderen nicht geteilt werden, Kopfschmerzen, Ged√§chtnis- oder Denkst√∂rungen, ungew√∂hnliches Verhalten

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das in Anhang V aufgef√ľhrte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Die folgenden Informationen sind f√ľr √Ąrzte bestimmt

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett des Infusionsbeutels nach ‚Äěverw.bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Unter -120 ¬įC aufbewahren und transportieren. Das Arzneimittel bis unmittelbar vor Anwendung nicht auftauen.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nicht verwenden, wenn der Infusionsbeutel eine Besch√§digung aufweist oder undicht ist.

Dieses Arzneimittel enth√§lt genetisch ver√§nderte Blutzellen. F√ľr nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterialien sind die lokal geltende Bestimmungen zum Umgang mit biologischen Abf√§llen zu beachten.

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Weitere Informationen

Was Kymriah enthält

  • Der Wirkstoff von Kymriah hei√üt Tisagenlecleucel. Jeder Infusionsbeutel mit Kymriah enth√§lt die Tisagenlecleucel-Zelldispersion mit einer chargenabh√§ngigen Konzentration autologer T-Zellen, die genetisch ver√§ndert wurden und einen gegen CD19 gerichteten chim√§ren Antigenrezeptor tragen (CAR-positive lebensf√§hige T-Zellen). 1 oder mehrere Beutel enthalten insgesamt 1,2 x 106 bis 6 x 108 CAR+ lebensf√§hige T-Zellen.
  • Die sonstigen Bestandteil sind: Glucose, Natriumchlorid, Humanalbumin-L√∂sung,
    Dextran 40 zur Injektion, Dimethylsulfoxid, Natriumgluconat, Natriumacetat, Kaliumchlorid,
    Magnesiumchlorid, Natrium-N-Acetyltryptophanat, Natriumcaprylat, Aluminium und Wasser f√ľr Injektionszwecke. Siehe Abschnitt 2: ‚ÄěKymriah enth√§lt Natrium, Dimethylsulfoxid (DMSO) und Dextran 40‚Äú.

Wie Kymriah aussieht und Inhalt der Packung

Kymriah ist eine Zelldispersion zur Infusion. Es wird in einem Infusionsbeutel geliefert, der eine tr√ľbe bis klare, farblose bis leicht gelbliche Zelldispersion enth√§lt. Jeder Beutel enth√§lt 10 ml bis 50 ml Dispersion.

Pharmazeutischer Unternehmer

Novartis Europharm Limited

Vista Building

Elm Park, Merrion Road

Dublin 4

Irland

Hersteller

Novartis Pharma GmbH

Roonstraße 25

90429 N√ľrnberg

Deutschland

CELLFORCURE

ZA de CourtabŇďuf

11 avenue des Tropiques

91940 Les Ulis

Frankreich

Falls Sie weitere Informationen √ľber das Arzneimittel w√ľnschen, setzen Sie sich bitte mit dem √∂rtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

Belgie/Belgique/BelgienLietuva
Novartis Pharma N.V.SIA Novartis Baltics Lietuvos filialas
Tél/Tel: +32 2 246 16 11Tel: +370 5 269 16 50
Ebjraphs Novartis Bulgaria EOOD Te.I: +359 2 489 98 28Luxembourg/Luxemburg Novartis Pharma N.V. Tél/Tel: +32 2 246 16 11
Cesk√° republika Novartis s.r.o. Tel: +420 225 775 111Magyarorsz√°g Novartis Hung√°ria Kft. Tel.: +36 1 457 65 00
DanmarkMalta
Novartis Healthcare A/S Tlf: +45 39 16 84 00Novartis Pharma Services Inc. Tel: +356 2122 2872
DeutschlandNederland
Novartis Pharma GmbH Tel: +49 911 273 0Novartis Pharma B.V. Tel: +31 88 04 52 555
EestiNorge
SIA Novartis Baltics Eesti filiaal Tel: +372 66 30 810Novartis Norge AS Tlf: +47 23 05 20 00
√Ėsterreich
Novartis (Hellas) A.E.B.E. Tna: +30Novartis Pharma GmbH Tel: +43 1 86 6570
Espa√Īa Novartis Farmac√©utica, S.A. Tel: +34 93 306 42 00Polska Novartis Poland Sp. Z o.o. Tel.: +48 22 375 4888
FrancePortugal
Novartis Pharma S.A.S. Tél: +33 1 55 47 66 00Novartis Farma - Produtos Farmacêuticos, S.A. Tel: +351 21 000 8600
HrvatskaRom√Ęnia
Novartis Hrvatska d.o.o. Tel.+385 16274 220Novartis Pharma Services Romania SRL Tel: +40 21 31299 01
IrelandSlovenija
Novartis Ireland Limited Tel: +353 1 260 12 55Novartis Pharma Services Inc. Tel: +386 1 300 75 50
√ćslandSlovensk√° republika
Vistor hf. Sími: +354 535 7000Novartis Slovakia s.r.o. Tel: +421 2 5542 5439
ItaliaSuomi/Finland
Novartis Farma S.p.A. Tel: +39 02 96 54 1Novartis Finland Oy Puh/Tel: +358 (0) 10 6133 200
KómposSverige
Novartis Pharma Services Inc. Tnt: +357 22 690 690Novartis Sverige AB Tel: +46 8 732 32 00
Latvija SIA Novartis Baltics Tel: +371 67 887 070United Kingdom (Northern Ireland) Novartis Ireland Limited Tel: +44 1276 698370

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im

Weitere Informationsquellen

Ausf√ľhrliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europ√§ischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verf√ľgbar.

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Zuletzt aktualisiert: 14.11.2022

Quelle: Kymriah 1,2 x 10 - Beipackzettel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden