Myolastan 50 mg - Filmtabletten

Abbildung Myolastan 50 mg - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Tetrazepam
Zulassungsland Österreich
Hersteller Sanofi
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code M03BX07
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Muskelrelaxanzien, zentral wirkende Mittel

Zulassungsinhaber

Sanofi

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Tetrazepam-MIP 50 mg Tabletten Tetrazepam MIP Pharma

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Myolastan ist ein Mittel gegen erhöhte Muskelspannung. Der Wirkstoff Tetrazepam gehört zur Gruppe der sog. „Benzodiazepine“.

Myolastan wird angewendet bei

  • durch Schmerzen hervorgerufenen Muskelverspannungen, insbesondere als Folge von Erkrankungen der WirbelsĂ€ule und der wirbelsĂ€ulennahen Gelenke,
  • ZustĂ€nden mit krankhaft gesteigerter Muskelspannung (sog. „spastische Syndrome“) unterschiedlicher Ursache.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Myolastan darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Tetrazepam, andere Benzodiazepine oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteil dieses Arzneimittels sind,
  • bei schwerer BeeintrĂ€chtigung der Atmung,
  • bei einer bestimmten Form der MuskelschwĂ€che (sog. Myasthenia gravis),
  • bei schwerer Störung der Leberfunktion,
  • Atemfunktionsstörungen im Schlaf (sog. „Schlafapnoe-Syndrom“),
  • von Kindern unter 1 Jahr.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Myolastan einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Behandlung, wenn Sie an einer der folgenden Erkrankungen leiden:

  • Nervenerkrankungen mit Gangunsicherheit, Gleichgewichts- oder Sprechstörungen (sog. „spinale und zerebellare Ataxien“),

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  • Vergiftung mit Alkohol, Schlaf- oder Schmerzmitteln sowie Arzneimitteln zur Behandlung geistig-seelischer Störungen (Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium),
  • eingeschrĂ€nkter Leberfunktion (eine Behandlung mit Benzodiazepinen kann zu einer SchĂ€digung des Gehirns fĂŒhren),
  • eingeschrĂ€nkte Nierenfunktion,
  • AtemschwĂ€che.

Bitte sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen (siehe

Abschnitt „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Myolastan soll nur in AusnahmefĂ€llen und dann nur ĂŒber kurze Zeit angewendet werden, wenn Sie frĂŒher eine AbhĂ€ngigkeitserkrankung hatten (AbhĂ€ngigkeit von z. B. Alkohol, Arzneimitteln, Drogen).

Der Arzt wird in diesen FĂ€llen den Nutzen der Behandlung streng gegenĂŒber dem Risiko abwĂ€gen und bei Bedarf die Dosis entsprechend Ă€ndern. ZusĂ€tzlich wird der Arzt Ihre Behandlung entsprechend ĂŒberwachen.

Bei folgenden Patienten kann der Arzt die Dosierung bei Bedarf ebenfalls verringern:

  • Ă€ltere oder geschwĂ€chte Patienten (aufgrund einer erhöhten Sturzgefahr, ausgelöst durch Benommenheit, Schwindel, niedrigen Blutdruck oder geringe Muskelspannung),
  • Patienten mit organischen VerĂ€nderungen im Gehirn,
  • Patienten mit Kreislaufstörungen.

Wenn Sie unter einer starken BeeintrĂ€chtigung der Atmung leiden, kann eine Behandlung mit Benzodiazepinen den Sauerstoffgehalt im Blut senken; das kann zu AngstzustĂ€nden fĂŒhren, die unter UmstĂ€nden im Spital behandelt werden mĂŒssen.

Der Arzt wird Kindern nach dem ersten Lebensjahr und Jugendlichen Myolastan nur bei zwingenden UmstĂ€nden verschreiben, und zwar wenn sie an schweren „spastischen Syndromen“ leiden.

Nachlassen der Wirkung

Nach ununterbrochener Einnahme von Myolastan ĂŒber wenige Wochen kann es zu einem Nachlassen der Wirkung kommen. Erhöhen Sie in diesem Fall keinesfalls die vom Arzt verordnete Dosierung. Durch eigenmĂ€chtige Dosissteigerung wird die gezielte Behandlung erschwert.

AbhÀngigkeit/Entzugserscheinungen

Bei mehrwöchiger tĂ€glicher Einnahme von Myolastan besteht die Gefahr, eine AbhĂ€ngigkeit gegenĂŒber diesem Arzneimittel zu entwickeln (dies gilt nicht nur fĂŒr besonders hohe Dosen, sondern auch fĂŒr den therapeutischen Bereich!). Das Risiko einer AbhĂ€ngigkeit steigt mit der Höhe der Dosis, der Dauer der Behandlung, bei einer gleichzeitigen Einnahme von Arzneimitteln wie angstlösenden Arzneimittel und Schlafmitteln und ist grĂ¶ĂŸer bei Alkohol- und Arzneimittelmissbrauch.

SpĂ€testens nach vierwöchiger Anwendung sollte der Arzt deshalb prĂŒfen, ob die Behandlung mit Myolastan noch erforderlich ist.

LĂ€ngerfristige Behandlungen sollten nur bei spastischen Syndromen durchgefĂŒhrt werden, wobei die Notwendigkeit der Weiterbehandlung vom Arzt regelmĂ€ĂŸig zu ĂŒberprĂŒfen ist.

Beim plötzlichen Absetzen von Myolastan nach lĂ€ngerer Anwendung können, oft mit Verzögerung von einigen Tagen, Kopfschmerzen, Unruhe, AngstzustĂ€nde, Schlaflosigkeit, Muskelschmerzen, Muskelverspannungen, gelegentliche Erregung und Verwirrtheit auftreten. Die Symptomatik kann sich außerdem in Zittern und Schwitzen Ă€ußern und sich bis zu starken körperlichen und seelischen Reaktionen wie verfremdeter Wahrnehmung der

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Umwelt, „Ich“-Störung, hohe Empfindlichkeit gegenĂŒber Schall, Taubheit und Kribbeln in den Beinen und Armen, erhöhter SensibilitĂ€t gegenĂŒber Licht, GerĂ€uschen und Körperkontakt, Zittern, KrampfanfĂ€llen, insbesondere bei epileptischen Patienten, Halluzinationen und Psychosen (z. B. Entzugsdelir, Depressionen) steigern. Deshalb wird Ihnen Ihr Arzt zu Beginn Ihrer Behandlung erklĂ€ren, dass die Behandlung nur von begrenzter Dauer sein wird und nur durch eine schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden ist.

Psychische und paradoxe Reaktionen

Reaktionen wie Ruhelosigkeit, Erregung, Reizbarkeit, AggressivitÀt, Wahnvorstellung, Wut, AlptrÀume, Halluzinationen, seelische Störungen, unangemessenes Verhalten und andere negative Verhaltensweisen sind bekannt, dass sie wÀhrend einer Behandlung mit Benzodiazepinen auftreten. Wenn diese Reaktionen, die eher bei Kindern und Àlteren Patienten vorkommen, bei Ihnen auftreten, sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, der die Einnahme dieses Arzneimittels beendet wird.

ErinnerungslĂŒcken

Wie andere Benzodiazepine kann auch Tetrazepam, vor allem bei höherer Dosierung, zeitlich begrenzte GedĂ€chtnislĂŒcken verursachen (sog. „anterograde Amnesien“: Das bedeutet, dass (meist einige Stunden) nach Arzneimitteleinnahme unter UmstĂ€nden Handlungen ausgefĂŒhrt werden, an die sich der Patient spĂ€ter nicht erinnern kann).

Diese GedĂ€chtnislĂŒcken können insbesondere bei Einnahme des Arzneimittels vor dem Schlafengehen, jedoch zu kurzer Schlafdauer, auftreten. Deshalb ist auf einen ausreichend langen Schlaf zu achten.

Depression

WÀhrend der Behandlung mit Benzodiazepinen kann eine bis dahin möglicherweise unerkannte Depression zu Tage treten.

Wenn Sie unter Depressionen oder AngstzustĂ€nden in Verbindung mit Depressionen leiden, wird Ihr Arzt eine zusĂ€tzliche unterstĂŒtzende Behandlung veranlassen.

Einnahme von Myolastan zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Die gleichzeitige Anwendung von Myolastan mit folgenden Arzneimitteln wird nicht empfohlen:

  • andere Arzneimittel aus der Gruppe der „Benzodiazepine“ (verschiedene Beruhigungsmittel und Schlafmittel): Eine gemeinsame Anwendung erhöht das Risiko von Entzugserscheinungen.
  • alkoholhaltige Arzneimittel: Eine gemeinsame Anwendung verstĂ€rkt die MĂŒdigkeit auslösende Wirkung.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Myolastan mit folgenden Arzneimitteln oder Wirkstoffen können Wirkungen und Nebenwirkungen verstÀrkt werden:

  • morphinhaltige Schmerz- und hustenhemmende Mittel, Beruhigungsmittel aus der Gruppe der Barbiturate, bestimmte Mittel gegen Depressionen, bestimmte Mittel gegen Allergien oder Reisekrankheit (sog. H1-sedierende Antihistaminika), Schlafmittel, krampflösende Arzneimittel, bestimmte Narkosemittel, angst-lösende Arzneimittel (solche, die nicht aus der Gruppe der Benzodiazepine stammen), dĂ€mpfende Arzneimittel (z. B. Neuroleptika) und bestimmte Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (z. B. Clonidin): Sie fĂŒhren zur VerstĂ€rkung der SchlĂ€frigkeit.
  • Arzneimittel zur Muskelentspannung, Schmerzmittel, bestimmte Narkosemittel: Die Wirkung dieser Arzneimittel wird verstĂ€rkt.
  • Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cisaprid (gegen Übelkeit), Cimetidin und Omeprazol (zur Behandlung von z. B. MagengeschwĂŒren): WirkungsverstĂ€rkung von Myolastan.
  • Arzneimittel mit dem Wirkstoff Clozapin (gegen verschiedene seelische Störungen): erhöhtes Risiko fĂŒr einen Kollaps mit Atem- und/oder Herzstillstand.

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‱ Der Wirkstoff Prostigmin kann die Wirkung von Myolastan deutlich verstĂ€rken. Diese Arzneimittel können das Risiko im Hinblick auf eine Benommenheit, einen Sturz und eine Abflachung der Atmung verstĂ€rken.

Informieren Sie Ihren Arzt vor Beginn der Myolastan-Behandlung, wenn Sie bereits andere Arzneimittel einnehmen, und zwar:

  • bestimmte (zentral wirksame) Blutdrucksenker,
  • sog. „Betablocker“ (gegen Bluthochdruck und bestimmte Herzerkrankungen),
  • bestimmte herzstĂ€rkende Arzneimittel (sog. „Herzglykoside“),
  • Arzneimittel gegen Blutgerinnung,
  • Arzneimittel gegen Zuckerkrankheit,
  • bestimmte Arzneimittel gegen Allergien oder Übelkeit (sog. H2-Rezeptorblocker),
  • empfĂ€ngnisverhĂŒtende Arzneimittel (die „Pille“).

Der Arzt wird Sie insbesondere bei Beginn der Myolastan-Behandlung entsprechend ĂŒberwachen, um möglicherweise auftretende Wechselwirkungen zu erkennen.

Einnahme von Myolastan zusammen mit Nahrungsmitteln, GetrÀnken und Alkohol

WĂ€hrend einer Behandlung mit Myolastan ist Alkoholkonsum zu vermeiden. Alkohol verstĂ€rkt den mĂŒde machenden Effekt und erhöht das Risiko, dass Sie eine AbhĂ€ngigkeit gegenĂŒber dem Arzneimittel entwickeln.

Dies gilt auf fĂŒr die Verwendung anderer alkoholhaltiger GetrĂ€nke.

Schwangerschaft und Stillzeit

Schwangerschaft:

Da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, darf Myolastan wÀhrend der Schwangerschaft nur nach strenger AbwÀgung von Nutzen und Risiko durch den behandelnden Arzt verordnet werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einen Kinderwunsch haben oder eine Schwangerschaft vermuten. Der Arzt wird Sie dann gegebenenfalls auf ein anderes Arzneimittel umstellen.

Stillzeit:

Da Tetrazepam in die Muttermilch ĂŒbertritt, darf Myolastan wĂ€hrend der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wenn der Arzt wĂ€hrend der Stillzeit eine Behandlung mit Myolastan verordnet, mĂŒssen Sie folgendes beachten:

  • Behandlungsdauer lĂ€nger als 2 Tage: Sie mĂŒssen abstillen.
  • Behandlungsdauer nicht lĂ€nger als 2 Tage: Unterbrechen Sie das Stillen, solange Sie Myolastan einnehmen und beginnen Sie das Stillen erst 2 Tage, nachdem Sie die letzte Myolastan-Dosis eingenommen haben (pumpen Sie die Milch ab, verwenden Sie sie aber nicht).

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die ReaktionsfĂ€higkeit und VerkehrstĂŒchtigkeit beeintrĂ€chtigen!

Das gilt insbesondere, wenn Sie zugleich Alkohol konsumieren oder Arzneimittel einnehmen, die ebenfalls eine MĂŒdigkeit auslösende Wirkung haben.

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Wie wird es angewendet?

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Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Im Allgemeinen wird die Dosierung zu Beginn schrittweise gesteigert, um die fĂŒr Sie gĂŒnstigste Dosis ermitteln zu können.

Die Hauptdosis kann je nach tageszeitlicher AbhÀngigkeit Ihrer Beschwerden morgens, mittags oder abends eingenommen werden.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ĂŒbliche Dosis bei Erwachsenen:

Zu Beginn der Behandlung 1 Filmtablette (50 mg Tetrazepam) pro Tag.

Wenn bei dieser Dosierung die gewĂŒnschten Wirkungen nicht erzielt werden können, kann die Dosis vom Arzt tĂ€glich um eine halbe Tablette (entsprechen 25 mg Tetrazepam) gesteigert werden. Die mittleren Tagesdosen liegen zwischen 1 und 4 Filmtabletten (entsprechen 50 bis 200 mg Tetrazepam).

Bei der Behandlung schwerer spastischer Syndrome (KrÀmpfe mit krankhaft gesteigerter Muskelspannung) können im Einzelfall Dosen bis 8 Filmtabletten (entsprechend 400 mg Tetrazepam) pro Tag erforderlich sein.

FĂŒr Dosierungen, die mit Myolastan 50 mg Filmtabletten alleine nicht möglich sind, stehen andere WirkstoffstĂ€rken zur VerfĂŒgung.

Kinder und Jugendliche

Kinder ab 1 Jahr und Jugendliche erhalten bei schweren spastischen Syndromen als Tagesdosis im Allgemeinen 4 mg Tetrazepam pro Kilogramm Körpergewicht, auf drei Einzelgaben ĂŒber den Tag verteilt.

Besondere Patientengruppen

Bei Àlteren oder geschwÀchten Patienten sowie Patienten mit Erkrankungen des Gehirns, Kreislauf- und AtemschwÀche sowie eingeschrÀnkter Nieren- oder Leberfunktion ist Myolastan vorsichtig zu dosieren.

Myolastan darf bei patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung nicht angewendet werden (siehe Abschnitt 2).

Art und Dauer der Anwendung

Myolastan Filmtabletten sind unzerkaut mit ausreichend FlĂŒssigkeit (z. B. einem Glas Wasser) einzunehmen.

Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Ihr Arzt wird die Myolastan-Behandlung nur so kurz wie möglich durchfĂŒhren. Wenn die Therapie lĂ€nger als eine Woche dauert, dĂŒrfen Sie die Behandlung nicht abrupt beenden, da

Entzugserscheinungen auftreten könnten (siehe weiter oben „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“). Ihr Arzt wird Sie ĂŒber die korrekte Dosierung am Ende der

Behandlung informieren.

Die Dauer der Behandlung ist individuell verschieden. LĂ€ngerfristige Behandlungen (maximal 3 Monate) sollten nur bei spastischen Syndromen (KrĂ€mpfe mit krankhaft gesteigerter Muskelspannung) durchgefĂŒhrt werden.

Wenn Sie eine grĂ¶ĂŸere Menge von Myolastan eingenommen haben, als Sie sollten

Bei Überdosierung kann es zu Bewusstseinsstörungen, Störung von BewegungsablĂ€ufen und anderen Zeichen einer zentralen DĂ€mpfung kommen. Bei starker Überdosierung kommt es vor allem zu tiefem Schlaf. Er kann, abhĂ€ngig von der eingenommenen Dosis, in ein Koma ĂŒbergehen.

Hinweise fĂŒr den Arzt befinden sich am Ende dieser Gebrauchsinformation.

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Wenn Sie die Einnahme von Myolastan vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von Myolastan abbrechen

Wenn Sie eine lÀngere Behandlung mit Myolastan abrupt beenden, kann es zu

Entzugserscheinungen kommen (siehe „Warnhinweise und Vorsichtmaßnahmen“).

Um diese Beschwerden zu vermeiden, wird der Arzt die Behandlung gegebenenfalls nicht abrupt, sondern durch ein schrittweises Verringern der Dosis ĂŒber mehrere Tage oder Wochen beenden.

Wenn die Behandlung vorzeitig abgebrochen wird, können außerdem die ursprĂŒnglichen Beschwerden wiederum auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

HĂ€ufig (1 bis 10 Behandelte von 100):

  • Störungen der Sprech- und Bewegungskoordination,
  • Übelkeit,
  • Erbrechen.

Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000):

  • allergische Hautreaktionen und HautausschlĂ€ge (z. B. Juckreiz, Hautrötung, Gesichtsschwellung).

Selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000):

‱ Durchfall oder Verstopfung.

Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10.000):

  • starker Speichelfluss,
  • Mundtrockenheit,
  • vermehrter Durst,
  • Störungen beim Harnlassen,
  • Störungen der Regelblutung,
  • verminderter Sexualtrieb.

HĂ€ufigkeit nicht bekannt (HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar):

  • ErinnerungslĂŒcken (vor allen bei höherer Dosierung; siehe Abschnitt „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“),
  • verlangsamtes Denken oder Reaktionsvermögen,
  • Schwindel,
  • MĂŒdigkeit,
  • Muskelerschlaffung,

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  • niedriger Blutdruck bei anfĂ€lligen/Ă€lteren Patienten oder ausgelöst durch andere Arzneimittel,
  • LeberzellschĂ€digung,
  • Gallenstauung,
  • Überempfindlichkeitsreaktionen, manchmal schwerwiegend, einschließlich allergischer Reaktionen, Schwellungen von Lippen, Zunge und Kehlkopf (mit oder ohne Atemnot), Nesselsucht,
  • schwere Haut- und Schleimhautreaktionen (sog. DRESS-Syndrom, exfoliative Dermatitia, Erythema multiforme, Stevens-Johnson Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse). Derartige Reaktionen traten vor allem bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln auf, die selbst schwere Hautreaktionen auslösen können.

Besonders bei Àlteren Patienten: Kraftlosigkeit, Benommenheit, wodurch es zum Sturz kommen kann.

Insbesondere bei Kindern und Àlteren Patienten können Reaktionen wie z. B. Reizbarkeit, AggressivitÀt, akute ErregungszustÀnde, Ein- und Durchschlafstörungen, traumÀhnliche VerwirrungszustÀnde und Halluzinationen auftreten (sollte es zu derartigen Reaktionen kommen, wird der Arzt die Behandlung mit Myolastan beenden).

ZusĂ€tzlich wurden bei einer Behandlung mit Benzodiazepinen von folgende Nebenwirkungen berichtet: Emotionslosigkeit, reduzierte Aufmerksamkeit, Kopfschmerzen, unkoordinierte Bewegungen, Doppelt-Sehen, psychische Reaktionen mit Ruhelosigkeit, Wahnvorstellungen, WutanfĂ€llen, AlptrĂ€umen, seelischen Störungen, unangemessenem Verhalten und anderen ungĂŒnstigen Verhaltenseffekten.

Eine bereits bestehende Depression kann wÀhrend einer Benzodiazepin-Behandlung wieder auftreten.

Die Anwendung von Benzodiazepinen wie Myolastan kann zur Entwicklung einer psychischen oder körperlichen AbhĂ€ngigkeit fĂŒhren. Bei Beenden der Therapie können

Entzugserscheinungen auftreten (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht ĂŒber 25 °C lagern.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Myolastan 50 mg Filmtabletten enthalten:

Der Wirkstoff ist: Tetrazepam.

1 Filmtablette enthÀlt 50 mg Tetrazepam.

Die sonstigen Bestandteile sind:

mikrokristalline Cellulose, MaisstÀrke (gelatiniert), Magnesiumstearat, Copolyvidon, Hypromellose, Talcum, Triacetin, Titandioxid (E 171).

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Wie Myolastan 50 mg Filmtabletten aussehen und Inhalt der Packung

Myolastan 50 mg Filmtabletten sind runde, weiße Filmtabletten mit einer Bruchrille auf beiden Seiten. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.

Eine Packung enthÀlt Blister mit 10 oder 20 Filmtabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer sanofi-aventis GmbH Leonard-Bernstein-Straße 10 A-1220 Wien

Hersteller

Sanofi Winthrop Industrie 1 rue de la Vierge AmbarĂšs & Lagrave

F-33565 Carbon Blanc Cedex Frankreich

oder

Sanofi-Aventis, S.A.

Ctra. La Batlloria- Hostalric, km. 63,09 (C-35)

E-17404 Riells i Viabrea (Girona)

Spanien

Z. Nr.: 1–20655

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im September 2012.

Die folgenden Informationen sind nur fĂŒr Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Es ist zu berĂŒcksichtigen, dass es sich bei Überdosierungen auch um eine Mischintoxikation handeln kann.

Behandlung einer Überdosierung

Patienten mit leichteren Vergiftungserscheinungen sollten unter Atem- und Kreislaufkontrolle ausschlafen. In schweren FĂ€llen können weitere Maßnahmen (MagenspĂŒlung, Gabe von Aktivkohle, Kreislaufstabilisierung, IntensivĂŒberwachung) erforderlich werden.

Die Verabreichung von Flumazenil als spezifischem Benzodiazepin-Antagonisten kann sinnvoll sein, vorausgesetzt es handelt sich um keine Mischintoxikation mit tri- oder tetrazyklischen Antidepressiva.

Aufgrund des großen Verteilungsvolumens dĂŒrften forcierte Diurese oder HĂ€modialyse bei reinen Tetrazepam-Vergiftungen nur von geringem Nutzen sein.

11.09.2012

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Wirkstoff(e) Tetrazepam
Zulassungsland Österreich
Hersteller Sanofi
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code M03BX07
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden