Tetrazepam-MIP 50 mg Tabletten

Abbildung Tetrazepam-MIP 50 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Tetrazepam
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller MIP Pharma
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code M03BX07
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Muskelrelaxanzien, zentral wirkende Mittel

Zulassungsinhaber

MIP Pharma

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Myolastan 50 mg - Filmtabletten Tetrazepam Sanofi

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Tetrazepam-MIP 50 mg ist ein Arzneimittel gegen erhöhte Muskelspannung aus der Gruppe der Benzo- diazepine.

Tetrazepam-MIP 50 mg wird angewendet bei

  • durch Schmerzen hervorgerufene Muskelverspannungen, insbesondere als Folge von Erkrankungen der Wirbels√§ule und der achsennahen Gelenke
  • Zust√§nden mit krankhaft gesteigerter Muskelspannung (spastischen Syndromen) unterschiedlicher Ursache.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Tetrazepam-MIP 50 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Tetrazepam, andere Benzodiazepine oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
  • bei schwerer Beeintr√§chtigung der Atmung
  • Atemfunktionsst√∂rungen im Schlaf (Schlafapnoe-Syndrom)
  • von Kindern unter 1 Jahr

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg ist erforderlich,

  • bei bestimmten Formen schwerer, krankhafter Muskelschw√§che (Myasthenia gravis): die Behandlung mit Benzodiazepinen f√ľhrt zu einer neuerlichen Verschlimmerung der Beschwerden
  • bei St√∂rungen der Gang- und Bewegungskoordination (spinalen und zerebellaren Ataxien)
  • bei Vergiftung mit Alkohol, Schlaf- oder Schmerzmitteln sowie Arzneimitteln zur Behandlung geistig- seelischer St√∂rungen (Neuroleptika, Antidepressiva und Lithium)
  • bei schweren Lebersch√§den, z. B. Gelbsucht mit Gallenstauung (cholestatischem Ikterus); bei Leberfunktionsst√∂rung kann die Einnahme von Benzodiazepinen eine Hirnver√§nderung (Enzephalopathie) verursachen (siehe Abschnitt 3. ‚ÄěWie ist Tetrazepam-MIP 50 mg einzunehmen?‚Äú)
  • bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion (siehe Abschnitt 3. ‚ÄěWie ist Tetrazepam-MIP 50 mg einzunehmen?‚Äú)

‚ąí bei Atemschw√§che. Hier sollte die atemd√§mpfende Wirkung der Benzodiazepine ber√ľcksichtigt werden.

Sie d√ľrfen Tetrazepam-MIP 50 mg nicht einnehmen, wenn Sie derzeit oder fr√ľher einmal abh√§ngig von Alkohol, Arzneimitteln oder Drogen sind bzw. waren, ausgenommen in seltenen, nur vom Arzt zu beurteilenden Situationen. Machen Sie Ihren Arzt auf diesen Umstand aufmerksam.

Bei geschwächten Patienten sowie Patienten mit Erkrankungen des Gehirns, Kreislauf- und Atemschwäche sowie eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion ist Tetrazepam-MIP 50 mg vorsichtig zu dosieren.

Tetrazepam-MIP 50 mg soll nur in Ausnahmef√§llen und dann nur √ľber kurze Zeit bei einer Abh√§ngig- keitserkrankung in der Vorgeschichte (Abh√§ngigkeit von z. B. Alkohol, Arzneimitteln, Drogen) angewendet werden.

Toleranzentwicklung

Nach wiederholter Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg √ľber wenige Wochen kann es zu einem Verlust an Wirksamkeit (Toleranz) kommen. Erh√∂hen Sie in diesem Fall keinesfalls die vom Arzt verordnete Dosierung. Durch eigenm√§chtige Dosissteigerung wird die gezielte Behandlung erschwert.

Abhängigkeit / Absetzerscheinungen

Bei mehrw√∂chiger t√§glicher Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg besteht die Gefahr einer psychischen und k√∂rperlichen Abh√§ngigkeitsentwicklung. Dies gilt nicht nur f√ľr besonders hohe Dosen, sondern auch f√ľr den therapeutischen Dosisbereich. Sp√§testens nach vierw√∂chiger Anwendung sollte der Arzt deshalb pr√ľfen, ob die Behandlung weiterhin erforderlich ist.

Dauerbehandlungen sollten nur bei spastischen Syndromen durchgef√ľhrt werden, wobei die Notwendigkeit der Weiterbehandlung vom Arzt regelm√§√üig zu √ľberpr√ľfen ist.

Beim pl√∂tzlichen Absetzen insbesondere nach l√§ngerer Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg kann es zu Absetzerscheinungen kommen, die auch mit Verz√∂gerung von einigen Tagen auftreten k√∂nnen. Sie k√∂nnen sich in Unruhe, Angstzust√§nden und Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Spannungszust√§nden, Verwirrtheit und Reizbarkeit √§u√üern. Au√üerdem k√∂nnen Zittern und Schwitzen auftreten. In schweren F√§llen kann es auch zu bedrohlichen k√∂rperlichen und seelischen Reaktionen kommen, wie z.B. Entzugsdelir, Halluzinationen, Depressionen. Au√üerdem k√∂nnen Krampfanf√§lle, Empfindungsst√∂rungen in Armen und Beinen, √úberempfindlichkeit gegen√ľber Licht, Ger√§uschen und k√∂rperlichem Kontakt auftreten. Deshalb wird empfohlen, die Behandlung durch schrittweise Verringerung der Dosis √ľber mehrere Wochen zu beenden.

Gedächtnisstörungen

Wie andere Benzodiazepine kann auch Tetrazepam, vor allem bei h√∂herer Dosierung, zeitlich begrenzte Ged√§chtnisl√ľcken (anterograde Amnesien) verursachen. Das bedeutet, dass (meist einige Stunden) nach Arzneimitteleinnahme unter Umst√§nden Handlungen ausgef√ľhrt werden, an die sich der Patient sp√§ter nicht erinnern kann.

Depressionen

Während der Behandlung mit Benzodiazepinen kann eine bis dahin möglicherweise unerkannte Depression zutage treten.

Kinder:

Bei Kindern unter 1 Jahr darf Tetrazepam-MIP 50 mg nicht angewendet werden.

Kinder √ľber einem Jahr und Jugendliche d√ľrfen Tetrazepam-MIP 50 mg nur dann erhalten, wenn dies zur Behandlung schwerer spastischer Syndrome unbedingt erforderlich ist.

√Ąltere Patienten:

Bei älteren Patienten ist Tetrazepam-MIP 50 mg vorsichtig zu dosieren.

Bei Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gleichzeitiger Anwendung anderer auf das Nervensystem einwirkender Arzneimittel (z.B. Psy- chopharmaka [Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Störungen], Schlafmittel, bestimmte Schmerzmittel, Hustenmittel [Antitussiva] und Arzneimittel gegen Krampfanfälle [Barbiturate], Narkosemittel oder auch bestimmte Arzneimittel gegen Allergien [sedierende Antihistaminika]) kann es zu einer gegenseitigen Verstärkung der Wirkungen kommen.

Bei gleichzeitiger Gabe von anderen muskelerschlaffenden Arzneimitteln (Muskelrelaxantien) kann deren Wirkung verstärkt werden - insbesondere bei älteren Patienten und bei höherer Dosierung (Sturzgefahr!).

Tetrazepam-MIP 50 mg sollte nicht mit anderen Benzodiazepinen kombiniert werden, da dadurch das Risiko von Abhängigkeitsentwicklung und Entzugserscheinungen weiter erhöht wird.

Bei Patienten, die unter Dauerbehandlung mit anderen Arzneimitteln stehen, wie z.B. Arzneimitteln gegen zu hohen Blutdruck oder blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln, sind Art und Umfang von Wech- selwirkungen nicht vorhersehbar. Der behandelnde Arzt sollte daher vor der Anwendung von Tetrazepam- MIP 50 mg klären, ob solche Behandlungen bestehen. In solchen Fällen ist, insbesondere zu Beginn der Behandlung, besondere Vorsicht geboten.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Cisaprid, Cimetidin oder Omeprazol (Arzneimittel zur Behandlung von z.B. Magengeschw√ľren) kann die Wirkung von Tetrazepam-MIP 50 mg verst√§rkt und verl√§ngert werden.

Die gleichzeitige Gabe von Clozapin und einem Benzodiazepin erhöht das Risiko eines Atem- und/oder Herz-Kreislauf-Versagens.

Bei Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

W√§hrend der Behandlung mit Tetrazepam-MIP 50 mg sollten Sie Alkohol meiden, da durch Alkohol die Wirkung von Tetrazepam-MIP 50 mg in nicht vorhersehbarer Weise ver√§ndert und verst√§rkt wird (z. B. Verst√§rkung beruhigender Effekte). Daher sollte w√§hrend der Behandlung mit Tetrazepam-MIP 50 mg auf alkoholische Getr√§nke verzichtet werden. Dies gilt ebenso f√ľr alkoholhaltige Arzneimittel.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft:

Tetrazepam-MIP 50 mg darf während der Schwangerschaft nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den behandelnden Arzt verordnet werden, da bislang keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vorliegen. Wenn Sie während der Behandlung mit Tetrazepam-MIP 50 mg schwanger werden möchten oder vermuten, dass Sie schwanger sind, teilen Sie dies bitte umgehend Ihrem Arzt mit, damit er Sie auf ein anderes Arzneimittel umstellen kann.

Bei l√§ngerer Einnahme von anderen Arzneimitteln derselben Gruppe (Benzodiazepine) w√§hrend der Schwangerschaft k√∂nnen beim Neugeborenen Entzugserscheinungen und k√∂rperliche Abh√§ngigkeit auftreten. Eine Einnahme hoher Dosen Tetrazepam-MIP 50 mg gegen Ende der Schwangerschaft oder w√§hrend der Geburt kann beim Neugeborenen zu erniedrigter K√∂rpertemperatur, Atemd√§mpfung, herabgesetzter Muskelspannung und Trinkschw√§che sowie Entzugserscheinungen f√ľhren.

Stillzeit:

Tetrazepam-MIP 50 mg sollte w√§hrend der Stillzeit nicht eingenommen werden, da der Wirkstoff Tetrazepam wahrscheinlich in die Muttermilch √ľbergeht. Ist eine l√§ngerfristige Behandlung mit Tetrazepam- MIP 50 mg in der Stillperiode unvermeidlich, muss abgestillt werden. Bei einer Behandlung √ľber ein bis zwei Tage muss das Stillen bis ca. 48 Stunden nach der letzten Dosis unterbrochen, die Milch abgepumpt und verworfen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgem√§√üem Gebrauch das Reaktionsverm√∂gen so weit ver√§ndern, dass die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt unabh√§ngig von der zu behandelnden Erkrankung beeintr√§chtigt wird. Dies gilt in verst√§rktem Ma√üe im Zusammenwirken mit Alkohol oder mit anderen zentral wirksamen Azeimitteln (siehe unter Abschnitt 2. ‚ÄěBei Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Unterlassen Sie daher das Lenken von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle T√§tigkeiten ganz, zumindest jedoch w√§hrend der ersten Tage der Behandlung. Die Entscheidung trifft der behandelnde Arzt in jedem Einzelfall unter Ber√ľcksichtigung Ihrer individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Tetrazepam-MIP 50 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

Im Allgemeinen wird die Dosierung zu Beginn schrittweise gesteigert, um die f√ľr Sie g√ľnstigste Dosis ermitteln zu k√∂nnen.

Die Hauptdosis kann je nach tageszeitlicher Abhängigkeit Ihrer Beschwerden morgens, mittags oder abends eingenommen werden.

Zu Beginn der Behandlung nehmen Sie 1 Tablette Tetrazepam-MIP 50 mg (entsprechend 50 mg Tetrazepam) pro Tag ein.

Wenn bei dieser Dosierung die gew√ľnschten Wirkungen nicht erzielt werden k√∂nnen, kann die Dosis vom Arzt t√§glich um ¬Ĺ Tablette (entsprechend 25 mg Tetrazepam) gesteigert werden. Die mittleren Tagesdosen liegen zwischen 1 und 4 Tabletten Tetrazepam-MIP 50 mg (entsprechend 50 bis 200 mg Tetrazepam).

Bei der Behandlung schwerer spastischer Syndrome können im Einzelfall Dosen bis 8 Tabletten Tetrazepam- MIP 50 mg (entsprechend 400 mg Tetrazepam) pro Tag erforderlich sein.

F√ľr Dosierungen, die mit Tetrazepam-MIP 50 mg nicht realisierbar/praktikabel sind, stehen andere St√§rken dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung.

Kinder ab 1 Jahr und Jugendliche erhalten bei schweren spastischen Syndromen als Tagesdosis im Allgemeinen nicht mehr als 4 mg Tetrazepam pro Kilogramm K√∂rpergewicht, auf drei Einzelgaben √ľber den Tag verteilt.

Bei älteren oder geschwächten Patienten kann z. B. die Hälfte der Standarddosis ausreichend sein. Bei Patienten mit Erkrankungen des Gehirns, Kreislauf- und Atemschwäche (chronisch obstruktiver Ateminsuffizienz) sowie eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion kann eine Dosisverringerung erforderlich sein.

Art der Anwendung:

Die Tabletten k√∂nnen in gleiche H√§lften geteilt werden. Nehmen Sie Tetrazepam-MIP 50 mg unzerkaut mit ausreichend Fl√ľssigkeit ein.

Dauer der Anwendung:

Über die Dauer der Einnahme entscheidet der Arzt je nach Art und Schwere des Krankheitsbildes. Sie sollte, insbesondere bei schmerzhaften Muskelverspannungen, so kurz wie möglich sein. Dauerbehandlungen

sollten nur bei spastischen Syndromen durchgef√ľhrt werden, wobei die Notwendigkeit der Weiterbehandlung vom Arzt regelm√§√üig zu √ľberpr√ľfen ist.

Bei l√§ngerer Anwendungsdauer (l√§nger als eine Woche) sollte beim Absetzen von Tetrazepam-MIP 50 mg die Dosis schrittweise √ľber mehrere Wochen verringert werden, um Absetzerscheinungen zu vermeiden (siehe auch "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg ist erforderlich").

Wenn Sie eine größere Menge von Tetrazepam-MIP 50 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Im Falle einer √úberdosierung oder Vergiftung mit Tetrazepam-MIP 50 mg ist in jedem Fall unverz√ľglich ein Arzt (z. B. Vergiftungsnotruf) um Rat zu fragen, der den Schweregrad der Vergiftung beurteilt und die erforderlichen Ma√ünahmen festlegt.

Anzeichen einer (leichten) √úberdosierung k√∂nnen Schl√§frigkeit, Benommenheit, Sehst√∂rungen, undeutliches Sprechen, geistige Verwirrung, Blutdruckabfall, Gang- und Bewegungsunsicherheit und Muskelschw√§che sein. Auch sogenannte "paradoxe Reaktionen" (Unruhezust√§nde, Halluzinationen) sind m√∂glich. In F√§llen hochgradiger Vergiftungen kann es dar√ľber hinaus zu Tiefschlaf bis Bewusstlosigkeit, Atemst√∂rungen und Kreislaufkollaps und Koma kommen. Eine Intensiv√ľberwachung ist unbedingt notwendig!

Wenn Sie die Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg vergessen haben

Bitte holen Sie die versäumte Dosis nicht nach, sondern setzen Sie die Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg , wie von Ihrem Arzt verordnet, fort.

Wenn Sie die Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg abbrechen

Sollten Sie die Behandlung unterbrechen wollen, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt. Beenden Sie nicht eigenmächtig ohne ärztliche Beratung die medikamentöse Behandlung, Sie können damit den Therapieerfolg gefährden.

Ein pl√∂tzliches Absetzen einer Behandlung mit Tetrazepam-MIP 50 mg sollte vermieden werden, da hier mit Absetzsymptomen wie Unruhe, Schwei√üausbr√ľchen, √úbelkeit, Erbrechen und Schlafst√∂rungen zu rechnen ist.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Tetrazepam-MIP 50 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zu Grunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Die im Folgenden in der Kategorie ‚ÄěH√§ufig‚Äú genannten Begleiterscheinungen klingen im Verlauf der Therapie meistens ab.

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen, die manchmal schwer verlaufen können bis hin zum allergischen Schock, anhaltende Schwellungen von Haut und Schleimhäuten (Angioödeme) und Nesselausschlag (Urtikaria).

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: √úberm√§√üig gesteigertes Durstgef√ľhl (Polydipsie).

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten: Abnehmendes geschlechtliches Bed√ľrfnis.

Nicht bekannt: Verlangsamung aller psychischer Abl√§ufe (Bradyphrenie), Sinnesst√∂rungen (Halluzinationen) oder eine Wirkungsumkehr (‚Äěparadoxe Reaktionen‚Äú, wie z. B. Schlafst√∂rungen, Verwirrtheits- oder Erregungszust√§nde, Wutanf√§lle, Angst oder erh√∂hte Selbstmordneigung).

Erkrankungen des Nervensystems

H√§ufig: Verlangsamtes oder undeutliches Sprechen (Artikulationsst√∂rungen), Bewegungs- und Gangunsicherheit, Schwindelgef√ľhl, Benommenheit.

Gelegentlich: Schläfrigkeit (besonders bei älteren Menschen).

Nicht bekannt: Vor allem bei h√∂herer Dosierung k√∂nnen Benzodiazepine zeitlich begrenzte Ged√§chtnisl√ľcken (anterograde Amnesien) verursachen (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Einnahme von Tetrazepam-MIP 50 mg ist erforderlich‚Äú unter ‚ÄěGed√§chtnisst√∂rungen‚Äú).

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts (Magen-Darm-Trakt)

Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung.

Sehr selten: Übermäßiger Speichelfluss, Mundtrockenheit.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Allergische Hautreaktionen (z. B. Juckreiz, Hautrötung, Gesichtsschwellung), Ekzeme, Ausschläge mit Knötchenbildung, Hautrötung und Juckreiz.

Sehr selten: Schwere Hautreaktionen (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom oder toxische epidermale Nekrolyse [auch als Lyell-Syndrom bezeichnet]). Dabei bestand fast immer eine gleichzeitige Behandlung mit Wirkstoffen, die schwere Hautreaktionen auslösen können.

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

Gelegentlich: Muskelschwäche.

Nicht bekannt: Vermehrte Muskelkr√§mpfe (sog. ‚Äěparadoxe Reaktion‚Äú).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Sehr selten: Störungen beim Wasserlassen.

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse

Sehr selten: Regelblutungsstörungen.

Allgemeine Erkrankungen

Gelegentlich: Schnelle Erm√ľdung (besonders bei √§lteren Menschen).

Nicht bekannt: Je nach verabreichter Dosis und abh√§ngig von Ihrer pers√∂nlichen Reaktion auf Tetrazepam-MIP 50 mg k√∂nnen vermehrt M√ľdigkeit, Mattigkeit und eine verlangsamte Reaktionszeit (z. B. beim Bedienen von Maschinen oder F√ľhren von Kraftfahrzeugen) auftreten.

Beim Auftreten ‚Äěparadoxer Reaktionen‚Äú sollte die Behandlung mit Tetrazepam-MIP 50 mg beendet werden.

Die Anwendung von Benzodiazepinen kann (auch in therapeutischen Dosen) zur Entwicklung einer k√∂rperlichen und seelischen Abh√§ngigkeit f√ľhren; beim pl√∂tzlichen Beenden der Behandlung k√∂nnen Absetzerscheinungen auftreten (siehe Abschnitt 2. ‚ÄěBesondere Vorsicht bei der Einnahme von Tetrazepam- MIP 50 mg ist erforderlich‚Äú unter ‚ÄěAbh√§ngigkeit/Absetzerscheinungen‚Äú).

Sollten Sie eine oder mehrere der oben genannten Nebenwirkungen bei sich beobachten, benachrichtigen Sie bitte Ihren Arzt, damit er √ľber die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Ma√ünahmen entscheiden kann. Nebenwirkungen bilden sich im Allgemeinen nach Verringerung der Dosis zur√ľck und lassen sich in der Regel durch sorgf√§ltige und individuelle Einstellung der Tagesdosen vermeiden.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung (nach "verw. bis") und der Faltschachtel (nach "verwendbar bis") angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Tetrazepam-MIP 50 mg enthält

Der Wirkstoff ist Tetrazepam.

1 Tablette enthält 50 mg Tetrazepam.

Die sonstigen Bestandteile sind Mannitol, Mikrokristalline Cellulose, Crospovidon, Talkum, Magne- siumstearat.

Wie Tetrazepam-MIP 50 mg aussieht und Inhalt der Packung

Bei Tetrazepam-MIP 50 mg handelt es sich um runde, weiße Tabletten mit einer Bruchrille. Die Tabletten können in gleiche Hälften geteilt werden.

Tetrazepam-MIP 50 mg ist in Packungen mit 10, 20, 30, 50 und 100 Tabletten sowie Klinikpackungen zu 200 und 500 Tabletten erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

MIP Pharma GmbH

Kirkeler Str. 41

D-66440 Blieskastel

Deutschland

Hersteller:

Chephasaar

Chem.-pharm. Fabrik GmbH

M√ľhlstr. 50

D-66386 St. Ingbert

Deutschland

Z.Nr.: 1-26648

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Deutschland: Tetrazepam-MIP 50 mg Tabletten √Ėsterreich: Tetrazepam-MIP 50 mg Tabletten

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im April 2010.

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Wirkstoff(e) Tetrazepam
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller MIP Pharma
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code M03BX07
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden