Selecturon - Filmtabletten

Abbildung Selecturon - Filmtabletten
Wirkstoff(e) Celiprolol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sanofi
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C07AB08
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Zulassungsinhaber

Sanofi

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Selectol 100 mg - Tabletten Celiprolol Sanofi
Selectol 200 mg - Tabletten Celiprolol Sanofi

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Selecturon ist ein Arzneimittel zur Behandlung des hohen Blutdrucks.

Es enth√§lt zwei Arzneistoffe, die einander in ihrer blutdrucksenkenden Wirksamkeit erg√§nzen: Celiprolol, ein herzspezifischer Beta-Blocker, wirkt blutdrucksenkend √ľber Stressabschirmung am Herzen.

Chlortalidon, ein Sulfonamid-Diuretikum, entw√§ssert den K√∂rper durch vermehrte Harnausscheidung und unterst√ľtzt somit die Wirkung von Celiprolol.

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Selecturon darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Celiprolol, Chlortalidon oder einen der sonstigen Bestandteile von Selecturon sind;
  • wenn Sie an bestimmten Herz√ľberleitungsst√∂rungen (AV-Block 2. und 3. Grades) leiden, einen in Ruhe deutlich verlangsamten Puls (unter 50 Schl√§ge/Minute) haben oder an dekompensierter (nicht ausgeglichener) Herzmuskelschw√§che leiden;
  • bei durch Herzerkrankung verursachtem Schockzustand;
  • wenn Sie Herzrhythmusst√∂rungen infolge Erkrankung der Reizbildungsstelle im Herzen (Sick-Sinus-Syndrom) haben und keinen Herzschrittmacher tragen;
  • wenn Sie an Bluthochdruck im Lungenkreislauf leiden;
  • bei akutem Asthmaanfall; bei Status asthmaticus (sehr h√§ufige akute, schwere und lang anhaltende Asthmaanf√§lle);
  • wenn Sie an schwerem Nierenleiden oder Nierenversagen leiden oder schwere Leberfunktionsst√∂rungen haben;
  • bei Koma verursacht durch Leberversagen (hepatisches Koma);
  • bei √úberempfindlichkeit gegen Sulfonamide;
  • bei schweren Gehirngef√§√üverkalkungen;
  • bei Verminderung des Kaliumgehalts im Blut, wenn diese auf eine medikament√∂se Behandlung nicht anspricht;
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit MAO-Hemmern (bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen);
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Selecturon ist erforderlich,

  • wenn Sie an Leber- und Nierenfunktionsst√∂rungen leiden;
  • wenn Sie an vermehrtem Auftreten von sauren Stoffwechselprodukten im Organismus (metabolischer Azidose), einer bestimmten Herz√ľberleitungsst√∂rung (AV-Block 1. Grades), Herzschw√§che, langsamem Herzschlag, Tumor der Nebenniere (Ph√§ochromozytom) oder schweren Durchblutungsst√∂rungen in Armen und Beinen leiden. In diesen F√§llen darf die Behandlung mit Selecturon nur mit besonderer Vorsicht und h√§ufigen Kontrollen durch den Arzt erfolgen.
  • wenn Sie an Herzschw√§che leiden. Es muss vor Beginn und w√§hrend der Therapie eine ausreichende Behandlung gew√§hrleistet sein.
  • wenn Sie an Asthma (auch in der Krankenvorgeschichte) oder anderen Lungenerkrankungen mit Einschr√§nkung der Atemfunktion leiden: Wegen der M√∂glichkeit der Ausl√∂sung oder Verst√§rkung einer Verengung der Bronchien ist besondere Vorsicht geboten, obwohl dieses Risiko aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften von Selecturon besonders gering ist. Selecturon sollte bei den genannten Erkrankungen der Lunge gleichzeitig mit einem bronchienerweiternden Asthmamittel angewendet werden.
  • wenn Sie an Erbrechen oder Durchfall leiden, oder kaliumarme Kost zu sich nehmen. Hierbei ist der Kaliumspiegel im Blut zu kontrollieren und eventuell eine kaliumreiche Kost zu geben.
  • wenn Sie selbst oder enge Verwandte an Schuppenflechte (Psoriasis) erkrankt sind oder waren: Die Anwendung von Selecturon sollte nur erfolgen, wenn der Arzt der Ansicht ist, dass der erwartete Nutzen gr√∂√üer ist als das m√∂gliche Risiko.
  • falls Sie in der Vergangenheit schwere √úberempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) hatten oder sich derzeit einer Behandlung zur Desensibilisierung unterziehen: Informieren Sie unbedingt Ihren Arzt dar√ľber. Wegen der Gefahr schwerer Symptome einer √úberempfindlichkeit, die durch Betablocker noch verst√§rkt werden k√∂nnen, darf die Anwendung von Selecturon nur unter strenger √§rztlicher √úberwachung erfolgen.
  • wenn Sie sich einer Operation unterziehen m√ľssen: Informieren Sie den Narkosearzt dar√ľber, dass Sie Selecturon einnehmen.
  • falls Sie zuckerkrank (Diabetiker) sind: Die Blutzuckerwerte sind in k√ľrzeren Abst√§nden zu kontrollieren.

Die Anwendung von Selecturon kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren.

Bei Einnahme von Selecturon mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Selecturon kann die Wirkung von Insulin oder oralen Pr√§paraten gegen Zuckerkrankheit verst√§rken oder verl√§ngern. In seltenen F√§llen kann es zur Verschleierung der Anzeichen einer Unterzuckerung (schneller Puls, Schw√§chegef√ľhl, Schwei√üausbr√ľche, Zittern) kommen. Regelm√§√üige Blutzuckerkontrollen sind daher erforderlich.

Andere blutdrucksenkende Präparate, harntreibende Mittel, bestimmte Beruhigungs- und Schlafmittel, gefäßerweiterende Medikamente sowie Medikamente gegen Depressionen verstärken die blutdrucksenkende Wirkung von Selecturon.

Bestimmte Arzneimittel gegen hohen Blutdruck (z.B. Reserpin, bestimmte Alpha-Rezeptor- antagonisten und herzwirksame Glykoside) k√∂nnen ein st√§rkeres Absinken der Herzfrequenz und √úberleitungsst√∂rungen im Herzen bewirken. Wenn eine gleichzeitige Behandlung mit Clonidin (einem Alpha-Rezeptorantagonisten) pl√∂tzlich beendet wird, kann der Blutdruck √ľberm√§√üig ansteigen. Eine Behandlung mit diesen beiden Arzneimitteln muss daher in Absprache mit dem Arzt abgestuft mit einer mehrt√§gigen √úbergangsfrist begonnen bzw. beendet werden.

Bestimmte Arzneimittel gegen hohen Blutdruck oder gegen Rhythmusst√∂rungen (z.B. Kalziumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp, Disopyramid) k√∂nnen bei gemeinsamer Verabreichung mit Selecturon die unerw√ľnschten Wirkungen (stark erniedrigter Blutdruck, sehr langsamer Puls oder andere Rhythmusst√∂rungen) verst√§rken. Eine besonders sorgf√§ltige √§rztliche √úberwachung kann erforderlich sein. Die gleichzeitige Anwendung mit Kalziumantagonisten vom Nifedipintyp f√ľhrte gelegentlich zu Herzschw√§che.

Die gleichzeitige Anwendung von Indometacin (entz√ľndungshemmendes Arzneimittel) kann die blutdrucksenkende Wirkung von Selecturon verringern. Substanzen wie Adrenalin und Noradrenalin k√∂nnen zu einem betr√§chtlichen Blutdruckanstieg f√ľhren.

Eine bestimmte Gruppe von Arzneimitteln gegen Depressionen (so genannte MAO-Hemmer) d√ľrfen nicht gleichzeitig mit Selecturon angewendet werden, da dies einen √ľberm√§√üigen Anstieg des Blutdrucks bewirken k√∂nnte.

Cimetidin (gegen Magengeschw√ľre) kann die Wirkung von Selecturon verst√§rken.

Die möglichen Nebenwirkungen von Lithium auf Herz und Nervensystem können durch Selecturon verstärkt werden.

Wenn gleichzeitig Glukokortikoide (Hormone der Nebennierenrinde) angewendet werden, kann dies zu vermehrter Kaliumausscheidung f√ľhren. Bei Patienten, die diese Kombination erhalten, sind regelm√§√üige Laborkontrollen der Elektrolyte (Natrium und Kalium) erforderlich.

Die mögliche nierenschädigende Wirkung von Aminoglykosid-Antibiotika oder Cephalosporin- Antibiotika kann durch Selecturon verstärkt werden.

Die Wirkung bestimmter Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen (Dicumarine), kann verstärkt werden. Häufigere Kontrollen der Blutgerinnung können erforderlich sein.

Bei Einnahme von Selecturon zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Bei gleichzeitiger Einnahme mit Alkohol kann es zu einer gegenseitigen Verst√§rkung der Wirkung kommen (Gefahr eines √ľberm√§√üigen Blutdruckabfalls).

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Während der Schwangerschaft und Stillzeit soll Selecturon nicht angewendet werden, weil das Auftreten von Nebenwirkungen wie z. B. langsamer Herzschlag, Unterzuckerung, Störungen im Wasser- und Salzhaushalt, Verminderung der Blutplättchen oder Gelbsucht beim Fetus und beim Säugling nicht ausgeschlossen werden kann.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie während der Behandlung mit Selecturon schwanger werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen. Dies gilt besonders zu Beginn der Behandlung, wenn die Dosis erh√∂ht wird, wenn andere Arzneimittel zus√§tzlich eingenommen oder abgesetzt werden sowie bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Selecturon immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosierung wie folgt:

1 Selecturon-Filmtablette täglich.

Art der Anwendung:

Die Filmtabletten sollen vor dem Fr√ľhst√ľck unzerkaut mit etwas Fl√ľssigkeit eingenommen werden.

Die Dauer der Anwendung ist zeitlich nicht begrenzt. Die Anwendungsdauer wird vom Arzt festgelegt und richtet sich nach dem Krankheitsverlauf.

Wenn Sie eine größere Menge von Selecturon eingenommen haben als Sie sollten

Bei einer √úberdosierung kann es zu Herz-Kreislauf-Beschwerden und Symptomen seitens des Zentralnervensystems kommen, z.B. √ľberm√§√üige Blutdrucksenkung, stark verlangsamter Herzschlag, Atembeschwerden, Erbrechen, Bewusstseinsst√∂rungen, gelegentlich auch Krampfanf√§lle. In schweren F√§llen Herzschw√§che oder Herzstillstand und durch Herzerkrankung verursachter Schockzustand, schwere Beeintr√§chtigung der Atemfunktion (Bronchospasmus).

Hinweise f√ľr den Arzt:

Neben allgemeinen Ma√ünahmen der prim√§ren Giftelimination m√ľssen unter intensivmedizini- schen Bedingungen die vitalen Parameter √ľberwacht und gegebenenfalls korrigiert werden. Als Gegenmittel k√∂nnen gegeben werden:

Atropin 0,5 - 2 mg i.v. als Bolus.

Glucagon initial 1 - 10 mg i.v., anschließend 2 - 2,5 mg/h als Dauerinfusion. Sympathomimetika in Abhängigkeit vom Körpergewicht und Effekt: Dopamin, Dobutamin, Isoprenalin, Orciprenalin und Adrenalin.

Bei therapierefrakt√§rer Bradykardie sollte eine tempor√§re Schrittmachertherapie durchgef√ľhrt werden. Elektrolytst√∂rungen sind entsprechend zu korrigieren. Ein Bronchospasmus soll mit Beta2-Sympathomimetika oder Theophyllin behandelt werden. Bei generalisierten Krampfanf√§llen empfiehlt sich die langsame intraven√∂se Gabe von Diazepam.

Wenn Sie die Einnahme von Selecturon vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Selecturon abbrechen

Beenden Sie die Behandlung mit Selecturon nicht eigenm√§chtig, sondern nur nach R√ľcksprache mit dem Arzt. Die Behandlung sollte langsam durch schrittweise Dosisverminderung und nicht abrupt beendet werden, da es sonst zu einer Verschlechterung Ihres Zustandes kommen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Selecturon Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die Häufigkeit von Nebenwirkungen wird entsprechend der folgenden Einteilung angegeben: Sehr häufig: bei mehr als 1 von 10 Behandelten aufgetreten

Häufig: bei weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten aufgetreten Gelegentlich: bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten aufgetreten Selten: bei weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten aufgetreten Sehr selten: bei weniger als 1 von 10.000 Behandelten bzw. nur in Einzelfällen aufgetreten

Blut und Lymphsystem:

Gelegentlich: Verminderung der Zahl der Blutplättchen oder Hautblutungen.

Immunsystem:

Sehr selten kann es zu √úberempfindlichkeitsreaktionen (z.B. juckende Hautausschl√§ge, √úberempfindlichkeit gegen Sonnenlicht) kommen, in Einzelf√§llen auch zu Sch√§digungen des Blutbildes (Anzeichen: eventuell Hautausschlag, starke M√ľdigkeit, Halsschmerzen, Geschw√ľre im Mund, Fieber, Haut- und Schleimhautblutungen).

Stoffwechsel:

Sehr selten kann eine bisher noch nicht erkannte Zuckerkrankheit während einer Behandlung mit Selecturon offenkundig werden, ein bestehender Diabetes kann sich verschlechtern.

Bei Patienten mit Schilddr√ľsen√ľberfunktion k√∂nnen damit zusammenh√§ngende Symptome (z.B. Herzrasen, Zittern) durch Anwendung von Selecturon verschleiert werden.

√Ąhnliche Warnzeichen im Zusammenhang mit einer Unterzuckerung k√∂nnen ebenfalls verschleiert werden, auch nach l√§ngerem strengen Fasten oder schwerer k√∂rperlicher Belastung. Es kann zu St√∂rungen im Fettstoffwechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurde eine Verminderung des HDL-Cholesterins und eine Erh√∂hung der Triglyceride im Plasma beobachtet.

Psychische Beschwerden:

Häufig: Besonders zu Beginn der Behandlung kann es zu depressiven Verstimmungen, Albträumen, seelischen Störungen (Psychosen) oder Sinnestäuschungen (Halluzinationen) kommen.

Nervensystem:

H√§ufig: Insbesondere zu Behandlungsbeginn k√∂nnen M√ľdigkeit, Schwindelgef√ľhl, Benommenheit, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Nervosit√§t, Schwitzen oder Schlafst√∂rungen auftreten. Auch Empfindungsst√∂rungen wie Kribbeln und K√§ltegef√ľhl in Armen oder Beinen wurden beobachtet.

Augen:

Gelegentlich: trockene Augen (dies ist beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten), Bindehautentz√ľndung (Konjunktivitis).

Sehr selten: Entz√ľndung der Horn- und Bindehaut des Auges (Keratokonjunktivitis), Sehst√∂rungen.

Herz:

Häufig: Pulsverlangsamung, kurzdauernder Bewusstseinsverlust (Synkopen), Herzklopfen, Überleitungsstörungen, Verstärkung einer Herzschwäche.

Sehr selten: Bei Patienten mit Angina pectoris ist eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen.

Gefäße:

Häufig: Verstärkter Blutdruckabfall.

Sehr selten: Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen (einschließlich zeitweiligem Hinken bzw. Gefäßkrämpfen im Bereich der Finger oder Zehen) wurde beobachtet.

Atemwege:

Atemnot, besonders bei Patienten mit Atemwegserkrankungen mit Einschränkung der Atemfunktion.

Magen-Darm-Trakt:

H√§ufig: Vor√ľbergehend kann es zu Magen-Darm-Beschwerden (√úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall) kommen.

Gelegentlich: Mundtrockenheit.

In Einzelf√§llen wurde von einer Sch√§digung der Bauchspeicheldr√ľse berichtet (Anzeichen: meist heftige Oberbauchschmerzen).

Haut:

Häufig: Allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Ausschlag).

Sehr selten: Wie andere Beta-Rezeptorenblocker kann Selecturon eine Schuppenflechte (Psoriasis) ausl√∂sen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu Schuppenflechte- √§hnlichen (psoriasiformen) Hautausschl√§gen f√ľhren. Der Behandlungszeitraum bis zum Auftreten derartiger Hauterscheinungen kann von wenigen Wochen bis zu Jahren betragen.

Muskulatur, Bindegewebe und Knochen:

Gelegentlich: Muskelschwäche, Muskelkrämpfe (Wadenkrämpfe).

Sehr selten: Verstärkung eines bestehenden Muskelleidens (Myasthenia gravis). Bei Langzeitanwendung degenerative Gelenkserkrankung (Mono- und Polyarthritis).

Nieren und Harnwege:

Sehr selten: Bei Patienten mit schweren St√∂rungen der Nierenfunktion wurde √ľber eine weitere Verschlechterung der Nierenfunktion berichtet. Deshalb sollte w√§hrend der Behandlung mit Selecturon die Nierenfunktion entsprechend √ľberwacht werden.

Geschlechtsorgane:

Sehr selten: Störungen des Sexualtriebs (Libido) und der Potenz.

Untersuchungen:

Sehr selten: Erhöhung bestimmter Laborwerte (GOT, GPT).

Allgemeine Erkrankungen:

Bei längerer Einnahme von Selecturon kann es zur Verringerung der Mineralstoffe im Blut, insbesondere des Kaliums, kommen (Anzeichen: Muskelschwäche, starker Durst).

Durch den Bestandteil Chlortalidon kann der Harnsäurespiegel erhöht werden, wodurch eine bisher noch nicht merkbare Gicht deutlich werden kann. Dies ist allerdings bei der empfohlenen Dosis eher unwahrscheinlich.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht √ľber 25¬įC lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Karton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Selecturon enthält

  • Die Wirkstoffe sind: Celiprolol-hydrochlorid und Chlortalidon. 1 Filmtablette enth√§lt 200 mg Celiprolol-hydrochlorid und 12,5 mg Chlortalidon.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Magnesiumstearat, Polyvidon, mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose Natrium, Titandioxid, Poly√§thylenglykol 6000, Polysorbat 80, Hydroxypropylmethylcellulose

Wie Selecturon aussieht und Inhalt der Packung

Wei√üe bis schwach cremefarbene Filmtabletten mit Pr√§gung ‚ÄěSU2‚Äú auf einer Seite und

Bruchkerbe auf der anderen Seite. 20 bzw. 50 Filmtabletten.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Zulassungsinhaber:

Sanofi-aventis GmbH, Leonard-Bernstein-Straße 10, 1220 Wien

Hersteller:

Gerot Pharmazeutika Ges.m.b.H., Arnethgasse 3, 1160 Wien

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Juni 2012.

Z.Nr.: 1-18001

Anzeige

Wirkstoff(e) Celiprolol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Sanofi
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code C07AB08
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Beta-Adrenozeptorantagonisten

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden