Targocid 400 mg - Trockenstechampullen mit Lösungsmittel

Abbildung Targocid 400 mg - Trockenstechampullen mit Lösungsmittel
Wirkstoff(e) Teicoplanin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller sanofi-aventis GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 30.03.1992
ATC Code J01XA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Andere Antibiotika

Zulassungsinhaber

sanofi-aventis GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Targocid ist ein Antibiotikum. Es enthält einen Wirkstoff namens Teicoplanin. Dieser bewirkt eine Abtötung von Bakterien, die Infektionen in Ihrem Körper verursachen.

Targocid wird bei Erwachsenen und Kindern (einschließlich Neugeborenen) angewendet zur Behandlung von bakteriellen Infektionen:

  • der Haut und des Unterhautzellgewebes, manchmal auch ‚ÄěWeichteilgewebe‚Äú genannt,
  • der Knochen und Gelenke,
  • der Lungen,
  • der Harnwege,
  • des Herzens, manchmal auch ‚ÄěEndokarditis‚Äú genannt,
  • des Bauchfells (Peritonitis),
  • des Blutes, wenn diese durch eine der oben aufgelisteten Infektionen verursacht werden.

Targocid kann auch zur Behandlung von Darminfektionen durch Clostridium difficile-Bakterien angewendet werden. Zu diesem Zweck wird die Targocid-Lösung eingenommen (oral).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Targocid darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Teicoplanin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Targocid erhalten,

  • wenn Sie allergisch gegen das Antibiotikum Vancomycin sind,
  • wenn Ihr Oberk√∂rper schon einmal ger√∂tet war (Red-man-Syndrom),
  • wenn Ihre Blutpl√§ttchenzahl vermindert ist (Thrombozytopenie),
  • wenn Sie Nierenprobleme haben,
  • wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, die zu St√∂rungen des Geh√∂rs und/oder Nierenproblemen f√ľhren k√∂nnen. Es ist m√∂glich, dass regelm√§√üig Ihre Nieren- und

Leberfunktion √ľberpr√ľft werden sollen (siehe Abschnitt ‚ÄěAnwendung von Targocid zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú).

Wenn eine der oben genannten Situationen auf Sie zutrifft oder Sie nicht sicher sind, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, bevor Targocid angewendet wird.

Schwerwiegende Hautreaktionen, einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) und akut generalisierendes pustulöses Exanthem (AGEP), wurden unter der Anwendung von Teicoplanin berichtet. Wenn Sie einen schwerwiegenden Hautausschlag oder andere Hautsymptome, wie in Abschnitt 4 beschrieben, entwickeln, beenden Sie die Anwendung von Targocid und wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Kontrollen

W√§hrend der Behandlung kann Ihr Arzt Blut-, Nieren-, Leber- und/oder H√∂rtests f√ľr erforderlich halten, insbesondere wenn:

  • Ihre Behandlung l√§nger dauert,
  • bei Ihnen eine Behandlung mit hohen Anfangsdosen (12 mg/kg zweimal t√§glich) erforderlich ist,
  • Sie Nierenprobleme haben,
  • Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder einnehmen/anwenden k√∂nnten, die m√∂glicherweise Ihre Nerven, Ihre Nieren und/oder Ihr Geh√∂r sch√§digen k√∂nnten.

Die l√§ngere Anwendung von Targocid kann zu einer √ľberm√§√üigen Vermehrung nicht empfindlicher Bakterien f√ľhren; daher wird Ihr Arzt Sie diesbez√ľglich √ľberwachen.

Anwendung von Targocid zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies ist wichtig, da Targocid die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen kann. Aber auch einige andere Arzneimittel k√∂nnen die Wirkung von Targocid beeinflussen.

Sprechen Sie insbesondere mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:

  • Aminoglykoside, da sie nicht mit Targocid in derselben Injektionsl√∂sung gemischt werden d√ľrfen. Sie k√∂nnen zudem ebenfalls Sch√§digungen des Geh√∂rs und/oder der Nieren verursachen.
  • Amphotericin B, ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen, das zu Sch√§digungen des Geh√∂rs und/oder der Nieren f√ľhren kann.
  • Ciclosporin, ein Arzneimittel, welches das Immunsystem unterdr√ľckt, das Sch√§digungen des Geh√∂rs und/oder der Nieren verursachen kann.
  • Cisplatin, ein Arzneimittel zur Behandlung b√∂sartiger Tumoren, das Sch√§digungen des Geh√∂rs und/oder der Nieren verursachen kann.
  • Wassertabletten (wie z. B. Furosemid), sogenannte ‚ÄěDiuretika‚Äú, die Sch√§digungen des Geh√∂rs und/oder der Nieren verursachen k√∂nnen.

Wenn eine der oben genannten Situationen auf Sie zutrifft (oder Sie nicht sicher sind), wenden Sie sich vor der Anwendung von Targocid an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat. Es muss entschieden werden, ob Sie dieses Arzneimittel in der Schwangerschaft anwenden sollen. Es k√∂nnte ein potenzielles Risiko f√ľr Sch√§digungen des Innenohrs und der Nieren beim ungeborenen Kind bestehen.

Wenn Sie stillen, informieren Sie Ihren Arzt, bevor Targocid angewendet wird. Es muss eine Entscheidung getroffen werden, ob Sie weiter stillen oder mit Targocid behandelt werden sollen.

In Tierstudien gab es keine Hinweise auf Auswirkungen von Targocid auf die Fruchtbarkeit.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

W√§hrend der Behandlung mit Targocid k√∂nnen Sie unter Kopfschmerzen oder Schwindelgef√ľhl leiden. Wenn dies zutrifft, fahren Sie kein Auto oder bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen.

Targocid enthält Natrium.

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Durchstechflasche, d. h., es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene und Jugendliche (ab einem Alter von 12 Jahren) ohne Nierenprobleme

Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes, der Lungen und der Harnwege

  • Anfangsdosis (f√ľr die ersten drei Anwendungen): 6 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht alle 12 Stunden als Injektion in eine Vene oder in einen Muskel.
  • Erhaltungsdosis: 6 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht einmal t√§glich als Injektion in eine Vene oder in einen Muskel.

Infektionen der Knochen, der Gelenke und des Herzens

  • Anfangsdosis (f√ľr die ersten drei bis f√ľnf Anwendungen): 12 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht alle 12 Stunden als Injektion in eine Vene.
  • Erhaltungsdosis: 12 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht einmal t√§glich als Injektion in eine Vene oder in einen Muskel.

Infektion durch Clostridium-difficile-Bakterien

Es wird empfohlen, zweimal t√§glich 100 bis 200 mg √ľber einen Zeitraum von 7 bis 14 Tagen einzunehmen (oral).

Erwachsene und ältere Patienten mit Nierenproblemen

Wenn Sie Nierenprobleme haben, wird Ihre Dosis in der Regel nach dem vierten Behandlungstag angepasst:

  • F√ľr Patienten mit leichten bis mittelschweren Nierenproblemen: Die Erhaltungsdosis wird einmal an jedem zweiten Tag oder die H√§lfte der Erhaltungsdosis wird einmal t√§glich gegeben.
  • F√ľr Patienten mit schweren Nierenproblemen oder H√§modialysepatienten: Die Erhaltungsdosis wird einmal an jedem dritten Tag oder ein Drittel der Dosis wird einmal t√§glich gegeben.

Peritonitis im Rahmen einer Peritonealdialyse

Die Anfangsdosis beträgt 6 mg pro Kilogramm Körpergewicht als einmalige Injektion in eine Vene, gefolgt von:

  • Woche 1: 20 mg/l in jeden Dialysebeutel,
  • Woche 2: 20 mg/l in jeden zweiten Dialysebeutel,
  • Woche 3: 20 mg/l in den n√§chtlichen Dialysebeutel.

Säuglinge (ab Geburt bis zu einem Alter von 2 Monaten)

  • Anfangsdosis (am ersten Tag): 16 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht als Tropfinfusion in eine Vene.
  • Erhaltungsdosis: 8 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht einmal t√§glich als Tropfinfusion in eine Vene.

Kinder (ab 2 Monate bis 12 Jahre)

  • Anfangsdosis (f√ľr die ersten drei Anwendungen): 10 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht alle 12 Stunden als Injektion in eine Vene.
  • Erhaltungsdosis: 6 bis 10 mg pro Kilogramm K√∂rpergewicht einmal t√§glich als Injektion in eine Vene.

Wie sollte Targocid angewendet werden?

Dieses Arzneimittel wird Ihnen √ľblicherweise von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal gegeben.

  • Es wird √ľblicherweise als Injektion in eine Vene (intraven√∂s) oder einen Muskel (intramuskul√§r) angewendet.
  • Es kann auch als Tropfinfusion in eine Vene angewendet werden.

Bei Säuglingen bis zu einem Alter von 2 Monaten sollte das Arzneimittel nur als Tropfinfusion angewendet werden.

Zur Behandlung bestimmter Infektionen soll die Arzneimittellösung eingenommen werden (oral).

Wenn Ihnen eine größere Menge von Targocid gegeben wurde, als Sie bekommen sollten

Es ist unwahrscheinlich, dass Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal Ihnen eine zu gro√üe MENGE des Arzneimittels gibt. Informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie dennoch vermuten, dass Ihnen zu viel Targocid gegeben wurde oder Sie sich unruhig f√ľhlen.

Wenn die Anwendung von Targocid vergessen wurde

Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal haben Anweisungen, wann Ihnen Targocid gegeben werden soll. Es ist unwahrscheinlich, dass Ihr Arzt oder das medizinische Fachpersonal Ihnen das Arzneimittel nicht wie verordnet geben. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie besorgt sind.

Wenn die Anwendung von Targocid abgebrochen wird

Die Anwendung sollte nicht ohne R√ľcksprache mit dem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal abgebrochen werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Schwerwiegende Nebenwirkungen

Brechen Sie die Anwendung ab und sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken, möglicherweise benötigen Sie dringende ärztliche Behandlung.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Pl√∂tzliche lebensbedrohliche allergische Reaktion, Anzeichen k√∂nnen sein: Atemnot oder keuchende Atmung, Schwellungen, Ausschlag, Juckreiz, Fieber, Sch√ľttelfrost.

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

  • R√∂tung des Oberk√∂rpers

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

Blasenbildung der Haut, im Mund, an den Augen oder Genitalien ‚Äď dies k√∂nnen Anzeichen eines sogenannten ‚ÄěStevens-Johnson-Syndroms‚Äú oder einer sogenannten ‚Äětoxischen epidermalen Nekrolyse‚Äú sein.

  • Roter, schuppiger, gro√üfl√§chiger Ausschlag mit Pusteln unter der Haut (einschlie√ülich in Hautfalten, am Brustkorb, Bauch [einschlie√ülich Magenregion], R√ľcken und an den Armen) und Blasen, begleitet von Fieber - dies k√∂nnen Symptome eines sogenannten ‚Äěakut generalisierenden pustul√∂sen Exanthems‚Äú (AGEP) sein.
  • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom). DRESS tritt zun√§chst mit grippe√§hnlichen Symptomen und Ausschlag im Gesicht auf, gefolgt von gro√üfl√§chigem Ausschlag, hohem Fieber, erh√∂hten Leberenzymwerten, die bei Blutuntersuchungen festgestellt werden, und einem Anstieg bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Eosinophilie) sowie vergr√∂√üerten Lymphknoten.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bemerken.

Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken - möglicherweise benötigen Sie dringende ärztliche Behandlung.

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Schwellung und Blutgerinnselbildung in Venen
  • Atemnot oder keuchende Atmung (Bronchospasmus)
  • Vermehrtes Auftreten von Infektionen, m√∂glicherweise ein Anzeichen f√ľr eine Abnahme der Anzahl bestimmter Blutzellen

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • Stark verminderte Anzahl wei√üer Blutk√∂rperchen (Agranulozytose), m√∂gliche Anzeichen hierf√ľr k√∂nnen sein: Fieber, starker Sch√ľttelfrost, Halsschmerzen oder Geschw√ľre im Mundraum.
  • Niedrige Werte aller Arten von Blutzellen.
  • Nierenprobleme oder ver√§nderte Nierenwerte in Kontrolluntersuchungen. Die H√§ufigkeit oder der Schweregrad von Nierenproblemen kann h√∂her sein, wenn Sie h√∂here Dosen erhalten.
  • Epileptische Anf√§lle

Informieren Sie sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der oben genannten Nebenwirkungen bemerken.

Andere mögliche Nebenwirkungen

Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Ausschlag, Hautr√∂tung, Juckreiz
  • Schmerzen
  • Fieber

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Verminderte Anzahl Blutpl√§ttchen
  • Anstieg der Leberwerte im Blut
  • Anstieg des Serumkreatinins (Kontrollwert f√ľr die Nierenfunktion)
  • H√∂rverlust, Klingeln in den Ohren oder ein Gef√ľhl, als ob Sie sich selbst oder als ob sich Dinge in Ihrer Umgebung bewegen
  • Krankheitsgef√ľhl oder Unwohlsein (Erbrechen), Durchfall
  • Schwindelgef√ľhl (Benommenheit) oder Kopfschmerz

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Infektion (Abszess)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • Probleme an der Einstichstelle, wie R√∂tungen der Haut, Schmerzen, Schwellungen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 Wien √Ėsterreich

Fax: +43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton bzw. dem Etikett nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Informationen √ľber Bedingungen und Dauer der Aufbewahrung nach Zubereitung der gebrauchsfertigen L√∂sung sind im Abschnitt ‚ÄěPraktische Informationen f√ľr medizinisches Fachpersonal zur Zubereitung und Handhabung von Targocid‚Äú beschrieben.

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Weitere Informationen

Was Targocid enthält

Der Wirkstoff ist Teicoplanin.

Jede Durchstechflasche enthält 400 mg Teicoplanin.

Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumchlorid, Natriumhydroxid im Pulver, Wasser f√ľr Injektions- zwecke als L√∂sungsmittel.

Wie Targocid aussieht und Inhalt der Packung

Targocid ist ein Pulver mit einem Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung oder einer Lösung zum Einnehmen. Das Pulver ist eine lockere, elfenbeinfarbene, gleichförmige Masse. Das Lösungsmittel ist eine klare und farblose Lösung.

Das Pulver ist abgef√ľllt in Durchstechflaschen aus farblosem Typ-I-Glas mit einem Nennvolumen von 22 ml f√ľr 400 mg, verschlossen mit einem Butyl-Gummistopfen und einer gr√ľnen Aluminium- B√∂rdelkappe mit einem Plastik-Abrei√üdeckel.

Das L√∂sungsmittel ist in farblosen Glasampullen (Typ I) abgef√ľllt.

Packungsgrößen:

  • 1 Durchstechflasche mit Pulver und 1 Ampulle mit L√∂sungsmittel,
  • 5 x 1 Durchstechflasche mit Pulver und 5 x 1 Ampulle mit L√∂sungsmittel,
  • 10 x 1 Durchstechflasche mit Pulver und 10 x 1 Ampulle mit L√∂sungsmittel,
  • 25 x 1 Durchstechflasche mit Pulver und 25 x 1 Ampulle mit L√∂sungsmittel.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

sanofi-aventis GmbH, Turm A, 29. OG, Wienerbergstra√üe 11, 1100 Wien, √Ėsterreich

Hersteller

Sanofi S.r.l., Via Valcanello 4, 03012 Anagni (Frosinone), Italien

Z. Nr.: 1-19653

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Belgien, Bulgarien, D√§nemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Luxemburg, Malta, Niederlande, √Ėsterreich, Polen, Rum√§nien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes K√∂nigreich: Targocid.

Italien, Portugal: Targosid.

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2022.

Die folgenden Informationen sind f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Praktische Informationen f√ľr medizinisches Fachpersonal zur Zubereitung und Handhabung von Targocid

Dieses Arzneimittel ist nur zur einmaligen Anwendung geeignet.

Art der Anwendung

Die zubereitete L√∂sung kann direkt injiziert oder auch weiter verd√ľnnt werden.

Die Injektion wird entweder als Bolus innerhalb von 3 bis 5 Minuten oder als 30-min√ľtige Infusion gegeben.

F√ľr S√§uglinge nach der Geburt bis zu einem Alter von 2 Monaten sollte das Arzneimittel nur als Infusion angewendet werden.

Die zubereitete Lösung kann auch eingenommen werden (oral).

Herstellung der gebrauchsfertigen Lösung

Das gesamte Lösungsmittel langsam in die Flasche mit dem Pulver injizieren.

Vorsichtig zwischen den Händen rollen, bis das Pulver vollständig gelöst ist. Wenn die Lösung schäumt, etwa 15 Minuten stehen lassen.

Die rekonstituierte Lösung enthält 100 mg Teicoplanin in 1,5 ml, 200 mg Teicoplanin in 3,0 ml und 400 mg Teicoplanin in 3,0 ml Lösung.

Nur klare Lösungen sollten verwendet werden. Die Farbe der Lösung kann von gelblich bis dunkelgelb variieren.

Die Lösung ist isotonisch zu Plasma und besitzt einen pH-Wert von 7,2 bis 7,8.

Nominelle Teicoplanin-Menge in der Durchstechflasche 100 mg 200 mg 400 mg
Nennvolumen der Durchstechflasche 8 ml 10 ml 22 ml
Aus der Lösungsmittelampulle entnehmbares Volumen 1,7 ml 3,14 ml 3,14 ml
Volumen, das die nominelle Teicoplanin-Menge enthält 1,5 ml 3,0 ml 3,0 ml
(entnommen mit einer 5-ml-Spritze und einer 23-G-      
Kan√ľle) ¬† ¬† ¬†
Zubereitung der verd√ľnnten L√∂sung zur Infusion ¬† ¬† ¬†

Targocid kann in folgenden Infusionsl√∂sungen verd√ľnnt angewendet werden:

  • isotone Natriumchlorid-L√∂sung 0,9 % (9 mg/ml),
  • Ringer-L√∂sung,
  • Ringer-Lactat-L√∂sung,
  • 5%ige Glukose-L√∂sung,
  • 10%ige Glukose-L√∂sung,
  • L√∂sungen mit 0,18 % Natriumchlorid und 4 % Glukose,
  • L√∂sungen mit 0,45 % Natriumchlorid und 5 % Glukose,
  • Peritonealdialyse-L√∂sungen mit 1,36 % oder 3,86 % Glukose.

Haltbarkeit der gebrauchsfertigen Lösung

Die chemische und physikalische Stabilit√§t der gebrauchsfertigen L√∂sung wurde f√ľr 24 Stunden bei 2 bis 8 ¬įC nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender f√ľr die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht l√§nger als 24 Stunden bei 2 bis 8 ¬įC aufzubewahren. Eine Aufbewahrung √ľber den Zeitraum der nachgewiesenen chemischen und physikalischen Stabilit√§t hinaus ist zu vermeiden.

Haltbarkeit der verd√ľnnten L√∂sung

Die chemische und physikalische Stabilit√§t der gebrauchsfertigen L√∂sung wurde f√ľr 24 Stunden bei 2 bis 8 ¬įC nachgewiesen.

Aus mikrobiologischer Sicht sollte die gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwendet werden. Wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort eingesetzt wird, ist der Anwender f√ľr die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.

Sofern die Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, ist diese nicht l√§nger als 24 Stunden bei 2 bis 8 ¬įC aufzubewahren. Eine Aufbewahrung √ľber den Zeitraum der nachgewiesenen chemischen und physikalischen Stabilit√§t hinaus ist zu vermeiden.

Entsorgung

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

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Hersteller sanofi-aventis GmbH
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Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 30.03.1992
ATC Code J01XA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden