Amoxicillin "ratiopharm" 250 mg/5 ml - Trockensaft

Abbildung Amoxicillin "ratiopharm" 250 mg/5 ml - Trockensaft
Zulassungsland Deutschland
Hersteller CIS bio
Betäubungsmittel Nein

Zulassungsinhaber

CIS bio

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der in Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml enthaltene Wirkstoff Amoxicillin ist ein keimtötend wirkendes Antibiotikum aus der Gruppe der Aminopenicilline. Seine Wirkung beruht auf der Hemmung des Zellwandaufbaues von Bakterien.

Aufgrund seines breiten Wirkungsfeldes kann Amoxicillin bei vielen Infektionskrankheiten eingesetzt werden. Amoxicillin ist s√§uerlich und wird daher vom Magensaft nicht angegriffen und aus dem D√ľnndarm gut in das Blut aufgenommen.

Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml ist zur Behandlung folgender bakterieller Infektionen geeignet, die durch Amoxicillin-empfindliche Erreger verursacht sind:

  • Infektionen der Atemwege, der Lunge und des Hals-Nasen-Ohren-Bereiches
  • Infektionen der Nieren, der ableitenden Harnwege und der Geschlechtsorgane
  • Infektionen des Magen-Darm-Traktes einschlie√ülich Typhus, der Gallenblase und der Galleng√§nge, Behandlung von Salmonellendauerausscheidern
  • Infektionen der Haut und Weichteile
  • Verh√ľtung von bakterieller Streuung bei instrumentellen Untersuchungen, Operationen im Hals-Nasen-Ohrenbreich oder zahn√§rztlichen Eingriffen bei bestimmten Risikopatienten
  • Vorbeugung im Fr√ľhstadium des Keuchhustens

Bei schweren Infektionen oder schwer erreichbaren Infektionsherden (z.B. im Herz, Gehirn, Knochen), wird Ihnen Ihr Arzt Injektionen oder Infusionen verabreichen.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml darf nicht eingenommen werden,
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Amoxicillin oder einen der sonstigen Bestandteile von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml sind
  • wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen Penicillin sind oder eine Penicillinallergie bei Ihnen vermutet wird
  • wenn Sie an Pfeiffer?schem Dr√ľsenfieber oder an lymphatischer Leuk√§mie (b√∂sartige Erkrankung der wei√üen Blutzellen) leiden: Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml sollte aufgrund verst√§rkter Nebenwirkungen (Hautausschl√§ge) nicht eingesetzt werden.
  • falls Sie an schweren Magen-Darm-St√∂rungen mit Erbrechen und Durchfall leiden: eine ausreichende Aufnahme von Amoxicillin √ľber den Darm ist nicht mehr gew√§hrleistet. In diesem Fall wird Ihnen Ihr Arzt ein Antibiotikum per Injektion verabreichen.

Geringf√ľgige Infektionen sind kein Anlass f√ľr eine Antibiotikabehandlung.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml ist erforderlich

Bei √úberempfindlichkeit gegen bestimmte andere Antibiotika (andere √ü-Lactam-Antibiotika und Cephalosporine) ist auch eine √úberempfindlichkeit gegen√ľber Amoxicillin m√∂glich.

Mit besonderer Vorsicht sollen diese Arzneimittel bei Personen angewendet werden, bei denen eine Infektion durch Pilze festgestellt wurde. Es besteht die Möglichkeit des Auftretens allergischer Reaktionen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn bei Ihnen schon einmal eine Arzneimittel√ľberempfindlichkeitsreaktion oder andere Allergien (wie Asthma bronchiale, Heuschnupfen) festgestellt worden sind.

Bitte melden sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen, insbesondere schwere Durchf√§lle, √úberempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschl√§ge, Pulsjagen, Atemnot oder eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes (z. B. verst√§rkte Halsschmerzen), unverz√ľglich Ihrem Arzt.

Bei pl√∂tzlich auftretenden Kreislaufst√∂rungen, Juckreiz, Bl√§sse, Schwei√üausbruch, eventuell Lid-, Gesichts√∂dem (abnorme Ansammlung von Fl√ľssigkeit) ist umgehend √§rztliche Hilfe erforderlich.

Sollten w√§hrend oder nach der Behandlung schwere w√§ssrige Durchf√§lle auftreten, verst√§ndigen Sie sofort Ihren Arzt, der unverz√ľglich eine entsprechende Behandlung verordnen wird.

Besondere Vorsicht ist bei Fr√ľhgeborenen und Neugeborenen geboten; Kontrollen der Nieren- und Leberfunktion sowie Blutbildkontrollen werden empfohlen.

W√§hrend der Behandlung mit Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml sollten Sie viel Fl√ľssigkeit trinken, um eine ausreichende Harnmenge zu gew√§hrleisten.

Die gleichzeitige Einnahme von Amoxicillin und Gichtmitteln (Allopurinol) erhöht das Risiko des Auftretens von Hautausschlägen.

Wie bei anderen Antibiotika kann w√§hrend der Verabreichung von Amoxicillin m√∂glicherweise die Sicherheit von oralen Empf√§ngnisverh√ľtungsmitteln (?Antibabypille?) beeintr√§chtigt werden.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird Ihr behandelnder Arzt abhängig vom Schweregrad der Nierenfunktionsstörung die Dosierungsintervalle verlängern bzw. die Dosierung anpassen.

Bei Langzeittherapien werden Blutbild-, Leber und Nierenfunktionskontrollen empfohlen. Halten Sie daher bitte die vom Arzt angeordneten Untersuchungstermine unbedingt ein.

Bei Nichtansprechen der Behandlung bzw. Langzeittherapie kann es zu √úberwucherung nichtempfindlicher Keime kommen.

Zahnverfärbungen bei Kindern kann durch intensive Mundhygiene wie z. B. regelmäßiges Zähneputzen während der Behandlung vorgebeugt werden.

Auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder eine Beschwerdefreiheit eintritt, darf die Behandlung mit Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml keinesfalls ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden, um eine erneute Verschlechterung bzw. das Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden.

Ein Aufbewahren der Restmenge f√ľr sp√§tere Erkrankungen ist nicht zu empfehlen.

Bei Einnahme von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen können auftreten mit:

Sie andere Arzneimittel einnehmen / haben, auch wenn es sich um nicht

  • Allopurinol, Probenicid (Mittel zur Behandlung von Gicht),
  • anderen Antibiotika, die das Bakterienwachstum hemmen (Tetracycline, Makrolide Erythromycin, Sulfonamide, Chloramphenicol),
  • Cumarinen (blutgerinnungshemmende Arzneimittel),
  • entz√ľndungshemmenden Schmerzmitteln (Acetylsalicyls√§ure, Indometacin, Phenylbutazon),
  • harntreibenden Mitteln,
  • Digoxin (herzst√§rkendes Mittel),
  • oralen Empf√§ngnisverh√ľtungsmitteln (?Antibabypille?)

Amoxicillin kann die Ergebnisse bestimmter Laboruntersuchungen beeinflussen. Informieren Sie daher bitte Ihren Arzt √ľber die Einnahme von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml, wenn bei Ihnen Laboruntersuchungen durchgef√ľhrt werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme / Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sollte das Arzneimittel von Frauen im gebärfähigen Alter eingenommen werden, ist folgendes zu beachten:

Sie m√ľssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Ihr Arzt wird dann entscheiden, ob Sie Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml einnehmen d√ľrfen.

Da Amoxicillin in die Muttermilch √ľbertreten kann, sollte f√ľr die Dauer der Behandlung nicht gestillt werden oder die Milch abgepumpt und verworfen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Nach bisherigen Erfahrungen hat Amoxicillin im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen kann jedoch gegebenenfalls das Reaktionsvermögen verändert und die Fähigkeit zum Lenken von Fahrzeugen und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol (siehe auch Abschnitt 4 ?Welche Nebenwirkungen sind möglich??).

Wichtige Informationen √ľber bestimmte sonstige Bestandteile von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml

Dieses Arzneimittel enth√§lt Aspartam als Quelle f√ľr Phenylalanin und kann sch√§dlich sein, wenn Sie eine Phenylketonurie haben.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die Dosierung wird von Ihrem Arzt sorgfältig individuell bestimmt, je nach Empfindlichkeit des Erregers sowie nach Schwere, Art und Ort der Infektion.

In der Regel wird die empfohlene Tagesdosis auf 3 - 4 Einzelgaben aufgeteilt. Ein Messl√∂ffel f√ľr die genaue Dosierung des Saftes liegt bei.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die √ľbliche Dosis:

  • Kinder mit einem K√∂rpergewicht von 40 kg und dar√ľber und gegebenenfalls Erwachsene
(eventuell mit Schluckbeschwerden):

0,5 ? 3 g/Tag entsprechend 2 ? 4mal täglich 2-3 Messlöffel. Eine Steigerung auf 4 - 6 g Amoxicillin/Tag ist möglich.

  • Spezielle Dosierungen:
Akute, unkomplizierte Infektionen der Harnwege, Infektionen der oberen Atemwege bzw. des Hals/Nasen/Ohren-Bereichs, Haut- und Weichteilinfektionen:

Tagesdosen von 750 bis 1500 mg, aufgeteilt auf 3?4 Einzelgaben.

Infektionen der tiefen Atemwege sowie der oberen Harnwege:

1500?3000 mg, aufgeteilt auf 3?4 Einzelgaben pro Tag.

Bei oraler Behandlung schwerer, durch amoxicillinempfindliche Erreger hervorgerufene Erkrankungen, kann die Dosis auf bis zu 6000 mg/Tag gesteigert werden.

Akute fieberhafte Infektionen des Verdauungstraktes (Typhus, Paratyphus) bzw. der Gallenwege oder Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane:

3mal 1500?2000 mg/Tag oder 4mal 1000 bis 1500 mg/Tag.

Bestimmte Infektionskrankheiten:
Leptospirosen:

4mal 500?750 mg/Tag (√ľber 6?12 Tage).

Fr√ľhstadium der Borreliose (Lyme Erkrankung) mit typischer kreisf√∂rmiger Hautr√∂tung, sogenanntem Erythema migrans):

4 g/Tag (maximal 6 g).

Salmonellen-Dauerausscheider:

3mal 1500?2000 mg/Tag (√ľber 2?4 Wochen).

Bei unkomplizierten, akuten Harnwegsinfektionen bei Frauenist die einmalige Einnahme von 3 g Amoxicillin möglich.

Bei unkomplizierter Gonorrhoe (Tripper):zusammen mit Probenecid (harnsäure-senkendes Mittel) ist ebenfalls eine einmalige Einnahme von 3 g Amoxicillin erfolgreich.

Zur Vorbeugung der Endokarditis (Herzinnenhautentz√ľndung) bei zahn√§rztlichen Eingriffenwird die Dosierung von 1mal 3 g Amoxicillin 1 Stunde vor dem Eingriff empfohlen.

  • Kinder mit einem K√∂rpergewicht unter 40 kg

Die Tagesdosis f√ľr Kinder betr√§gt 40 ? 90 mg/kg/Tag, aufgeteilt auf 2 bis 4 Einzelgaben (3 g/Tag d√ľrfen nicht √ľberschritten werden).

Die folgende Tabelle gibt eine Richtlinie f√ľr die Dosierung:

5,0 kg (ca. 3 Monate) 2 x ¬Ĺ Messl√∂ffel (entspr. 250 mg Amoxicillin)
7,5 kg (ca. 9 Monate) 3 x ¬Ĺ Messl√∂ffel (entspr. 375 mg Amoxicillin)
10,0 kg (ca. 2 Jahre) 4 x ¬Ĺ Messl√∂ffel (entspr. 500 mg Amoxicillin)
15,0 kg (ca. 4 Jahre) 3 x 1 Messlöffel (entspr. 750 mg Amoxicillin)
20,0 kg (ca. 6 Jahre) 4 x 1 Messlöffel (entspr. 1000 mg Amoxicillin)
√ľber 6 Jahre 2 x 1 bis 3 x 4 Messl√∂ffel (entspr. 0,5?3 g
  Amoxicillin)

Kinder mit einem K√∂rpergewicht von 40 kg und dar√ľber sollten die √ľbliche Erwachsenendosierung erhalten.

  • Spezielle Dosierungen:

Mandelentz√ľndung:50 mg/kg/Tag, aufgeteilt auf 2 Einzelgaben

Akute Mittelohrentz√ľndung:in Gebieten mit verst√§rktem Vorkommen von Pneumokokken mit verminderter Antibiotika(Penicillin)empfindlichkeit, wird sich der Arzt an die nationalen/lokalen Dosierungsrichtlinien halten.

Fr√ľhstadium der Borreliose (Lyme Erkrankung) mit typischer kreisf√∂rmiger Hautr√∂tung, sogenanntem Erythema migrans):50 mg/kg/Tag, aufgeteilt auf 3 Einzelgaben, √ľber 14 bis 21 Tage

Zur Vorbeugung der Endokarditis (Herzinnenhautentz√ľndung) bei zahn√§rztlichen Eingriffen: 50 mg Amoxicillin/kg K√∂rpergewicht 1 Stunde vor dem Eingriff.

Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:

Bei eingeschränkter Nierenfunktion wird der Arzt die Dosis dem Schweregrad der Funktionsstörung entsprechend anpassen, indem der Dosierungsabstand verlängert bzw. die Dosis vermindert wird.

Dosierung bei Hämo- und Peritonealdialyse (Blutwäsche):

Dialysepatienten erhalten eine Normaldosierung 1mal täglich oder eine halbe Normal-dosierung 2mal täglich und zusätzlich während bzw. nach einer Dialyse eine weitere Normaldosierung alle 24 Stunden oder eine halbe Normaldosierung alle 12 Stunden.

Dosierung bei eingeschränkter Leberfunktion:

Bei Patienten mit Zeichen einer Leberschädigung sind die Leberfunktionswerte in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Halten Sie daher bitte die vom Arzt angeordneten Kontrollen unbedingt

ein. Falls sich die Werte während der Behandlung verschlechtern, wird Ihr Arzt unter Umständen die Behandlung abbrechen.

Dosierung bei älteren Patienten:

Es werden die √ľblichen Erwachsenendosierungen empfohlen. Es gilt jedoch zu beachten, dass bei √§lteren Patienten die Leber- und Nierenfunktion eingeschr√§nkt sein kann und der Arzt daher gegebenenfalls die Dosierung entsprechend anpassen muss.

Zur genauen Dosierung stehen auch Amoxicillin "ratiopharm" 500 mg-Filmtabletten und Amoxicillin "ratiopharm" 1000 mg-Filmtabletten zur Verf√ľgung.

Art der Anwendung

Die fertige Suspension mit dem beiliegenden Messlöffel vor, während oder nach den Mahlzeiten einnehmen.

Die Einnahme während der Mahlzeiten hat keinen Einfluss auf die Aufnahme des Wirkstoffs in die Blutbahn.

Bei magenempfindlichen Patienten wird die Einnahme nach dem Essen empfohlen.

Zubereitung der Suspension

Die Zubereitung der Suspension hat durch den Apotheker oder Arzt zu erfolgen. Flasche mit Granulat bis zur Markierung mit Wasser auff√ľllen und gut sch√ľtteln.

Nach dem Sch√ľtteln bei Bedarf nochmals Wasser bis zur Markierung auff√ľllen (insgesamt zugegebene Wassermenge: 55 ml f√ľr 60 ml fertige Suspension bzw. 92 ml f√ľr 100 ml fertige Suspension).

Die Flasche sollte vor jedem Gebrauch erneut gut gesch√ľttelt werden.

Hinweis:

Amoxicillin besitzt einen wirkstoffspezifischen Eigengeruch, der unterschiedlich stark in Erscheinung treten kann und keinen Einfluss auf die Wirksamkeit hat.

Amoxicillin-Präparate können einen produktspezifischen Eigengeschmack besitzen, der unterschiedlich in Erscheinung treten kann und keinen Einfluss auf die Wirksamkeit hat.

Dauer der Anwendung

Falls vom Arzt nicht anders festgelegt, richtet sich die Behandlungsdauer nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung.

Auch nach Abklingen der Beschwerden (Fieber, Husten etc.) sollte die Behandlung mit Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml noch zwei bis drei Tage fortgesetzt werden. In den meisten Fällen ist bei akuten Infektionen eine Behandlungsdauer von 7 bis 10 Tagen ausreichend.

Falls Infektionen durch betahämolysierende Streptokokken behandelt werden, muss die Behandlung mindestens 10 Tage lang erfolgen, um Spätschäden, wie z.B. rheumatisches Fieber, zu vemeiden.

Bei Borreliose wird eine Behandlungsdauer von 12 Tagen empfohlen.

√úber die Anwendungsdauer entscheidet in jedem Fall der behandelnde Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml eingenommen haben, als Sie sollten

Amoxicillin ist ein Wirkstoff von sehr geringer Schädlichkeit (Toxizität). Vergiftungen im strengen Sinn sind unbekannt. Auch bei beabsichtigter oder unbeabsichtigter Verabreichung/Einnahme extrem hoher Einzeldosen (bis 250 mg pro kg KG) kommt es zu keinen speziellen toxischen Nebenwirkungen.

Bei Einnahme von sehr hohen Dosen können Erregungszustände, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfälle, Nierenversagen, Muskelzuckungen und Krämpfe auftreten.

Bei Verdacht einer √úberdosierung, vor allem, wenn Sie unter eingeschr√§nkter Nierenfunktion, Epilepsie oder Hirnhautentz√ľndung leiden, informieren Sie unbedingt einen Arzt/Notarzt, damit dieser √ľber das weitere Vorgehen entscheiden kann. Nehmen Sie die Reste der Suspension oder die Verpackung mit, damit sich der Arzt √ľber den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann

F√ľr den Arzt:

Zur Therapie bei √úberdosierung finden Sie Hinweise am Ende dieser Gebrauchsinformation!
Wenn Sie die Einnahme von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml vergessen haben

Eine vers√§umte Anwendung von Amoxicillin ?ratiopharm? sollten Sie unverz√ľglich nachholen. Nehmen Sie jedoch bei der n√§chsten Gabe nicht mehr als die √ľbliche empfohlene Menge ein. Beachten Sie bitte, dass Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml nur dann sicher und ausreichend wirken kann, wenn es regelm√§√üig eingenommen wird.

Wenn Sie die Einnahme von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml abbrechen

Um eine erneute Verschlechterung beziehungsweise das Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden, ist die Behandlungsdauer - entsprechend den Empfehlungen Ihres Arztes - auch nach Abklingen der Krankheitserscheinungen, d.h. auch wenn eine Besserung der Krankheitszeichen oder Beschwerdefreiheit eintritt, einzuhalten. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange die Behandlung mit Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml dauert. √Ąndern Sie keinesfalls die Behandlung ohne √§rztliche Anweisung, h√∂ren Sie ohne √§rztliche Anweisung keinesfalls vorzeitig mit der Behandlung auf, weil die Wirkung sonst nicht ausreicht.

Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenma√ünahmen es hierf√ľr gibt und ob andere Arzneimittel f√ľr die Behandlung in Frage kommen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig:betrifft mehr als 1 Behandelten von 10 Häufig:betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich:betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten:betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten:betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt:H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Folgende Nebenwirkungen wurden während der Behandlung mit Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/ 5 ml beobachtet:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr seltensind Blutbildver√§nderungen (Anzeichen: M√ľdigkeit, Halsschmerzen und Entz√ľndungen im Mund, flohstichartige Haut- und Schleimhautblutungen) sowie ver√§nderte Blutgerinnungswerte (Blutungs- und Prothrombinzeit) beobachtet worden. Diese Erscheinungen sind vor√ľbergehend.

Erkrankungen des Nervensystems

Übererregbarkeit oder Benommenheit, Angst, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfälle.

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts

Gelegentlichk√∂nnen St√∂rungen in Form von Magendr√ľcken, √úbelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bl√§hungen, weichen St√ľhlen oder Durchfall auftreten, die meist leichter Natur sind und h√§ufig w√§hrend, sonst nach Absetzen der Behandlung abklingen. Bei Auftreten von schweren, anhaltenden Durchf√§llen w√§hrend oder nach der Behandlung ist an eine ernstzunehmende Darmerkrankung (pseudomembran√∂se Enterokolitis oder h√§morrhagische Kolitis) zu denken (siehe Abschnitt 2 unter ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml ist erforderlich?).

Sehr seltenkann es zur Ausbildung einer schwarzen Haarzunge kommen.

Erkrankungen der Niere und Harnwege

Selten:es kann es zu einer Entz√ľndung des Nierenbindegewebes oder akutem Nierenversagen mit Ausf√§llung von Kristallen im Harn kommen; Nierenfunktionsst√∂rungen mit Erh√∂hung bestimmter Nierenwerte (BUN- und Kreatinin-Konzentration) im Blut wurden beobachtet.

Erkrankungen des Haut- und Unterhautzellgewebes (siehe auch ?Erkrankungen des Immunsystems?)

Gelegentlichk√∂nnen Hautausschl√§ge und Schleimhautentz√ľndungen, besonders im Bereich des Mundes auftreten. Vor√ľbergehend kann es zu trockenem Mund und Geschmacksver√§nderungen kommen.

Allgemeine Erkrankungen

Die langfristige und wiederholte Anwendung eines Antibiotikums kann zu schweren Infektionen mit nichtempfindlichen Bakterien und Sprosspilzen f√ľhren.

Sehr seltenkann es bei Kindern zu vor√ľbergehenden Zahnverf√§rbungen kommen (siehe Abschnitt 2 unter ?Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml ist erforderlich?).

Erkrankungen des Immunsystems

Häufigsind Hautreaktionen, die durch Hautausschläge, -rötungen, -schwellungen und Juckreiz gekennzeichnet sind.

Eine urtikarielle Sofortreaktion in Form eines Nesselauschlags (Urtikaria) deutet meist auf eine echte Penicillinallergie hin. In diesem Fall unterbrechen Sie sofort die Einnahme von Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml und kontaktieren Sie Ihren Arzt.

Wenn unmittelbar nach Einnahme von Amoxicillin eine Allergie auftritt, ist die Behandlung sofort abzubrechen.

Seltenwerden schwerwiegende allergische Reaktionen als Folge einer Sensibilisierung, z.B. in Form von Arzneimittelfieber, Erh√∂hung bestimmter wei√üer Blutzellen (Eosinophilie), pl√∂tzlichen Schwellungen v.a. im Gesichtsbereich, bei Beteiligung von Zunge und Kehlkopf unter Umst√§nden mit Schluckbeschwerden und Atemnot (sogenanntes angioneurotisches √Ėdem), Kehlkopfschwellung, Serumkrankheit, Blutarmut infolge Zerfall der roten Blutzellen, allergisch bedingter Entz√ľndung der kleinen Gef√§√üe (Vaskulitis) oder der Nieren beobachtet. Im zeitlichen Zusammenhang mit der Amoxicillin-Behandlung ist √ľber schwere Hauterscheinungen mit lebensbedrohlichen Allgemeinreaktionen (wie z.B. exfoliative Dermatitis, Lyell-Syndrom) berichtet worden. Ein urs√§chlicher Zusammenhang ist bisher nicht bewiesen.

Auch bei bestehenden Pilzerkrankungen kann es durch die Behandlung mit Amoxicillin zu Allergien kommen.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlichwurde ein leichter vor√ľbergehender Anstieg einiger Leberwerte beschrieben.

Seltenwurden Gelbsucht infolge Gallestau sowie Hepatitis beobachtet. In den meisten Fällen heilten diese jedoch spontan ab.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgef√ľhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr√§chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Granulat: Das Beh√§ltnis fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Feuchtigkeit sch√ľtzen. Nicht √ľber 25¬įC lagern.

Fertige Suspension: Nicht √ľber 25¬įC lagern und innerhalb von 14 Tagen verbrauchen.

Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich aufbewahren.

Sie d√ľrfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ?Verwendbar bis:? angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben√∂tigen. Diese Ma√ünahme hilft die Umwelt zu sch√ľtzen.

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Weitere Informationen

Was Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml enthält
  • Der Wirkstoff ist: Amoxicillin

5 ml fertige Suspension (entspr. 1 Messlöffel) enthalten 250 mg Amoxicillin (als Amoxicillin- Trihydrat).

  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Zitronensäure, wasserfrei; Natriumbenzoat, Aspartam, Talkum, Natriumcitrat, wasserfrei; Guar, Siliciumdioxid, ausgefällt; Zitronenaroma, pulverisiert; Orangenaroma, pulverisiert; Pfirsich- Aprikosenaroma, pulverisiert.

Wie Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml aussieht und Inhalt der Packung

Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml ist ein wei√ües bis leicht gelbliches Granulat mit bitter-s√ľ√üem Geschmack und fruchtigem Geruch.

Die fertige Suspension ist wei√ü bis leicht gelblich mit bitter-s√ľ√üem Geschmack und fruchtigem Geruch.

Amoxicillin ?ratiopharm? 250 mg/5 ml ist in Braunglasflaschen mit einem kindergesicherten Kunststoffverschluss und Kunststoffqualit√§tsring mit 6,6 g Granulat f√ľr 60 ml fertige Suspension und 11,0 g Granulat f√ľr 100 ml fertige Suspension erh√§ltlich.

Zum √Ėffnen Verschluss nach unten dr√ľcken und gleichzeitig in Pfeilrichtung drehen (siehe Abbildung). Nach Gebrauch muss der Verschluss wieder fest zugedreht werden, damit die Kindersicherung erneut gew√§hrleistet ist.

Ein Kunststoff-Messlöffel ist beigepackt.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmerratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH Albert-Schweitzer-Gasse 3

A-1140 Wien

Tel.-Nr.: +4/97007-0

Fax-Nr.:+4/97007-66 e-mail: info@ratiopharm.at

Hersteller

Merckle GmbH

Ludwig-Merckle Straße 3

89143 Blaubeuren

Deutschland

Z.Nr.:1-19793

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Oktober 2011.
Die folgenden Informationen sind nur f√ľr √Ąrzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Therapie bei √úberdosierung

Bei Überdosierung gibt es kein spezifisches Antidot. Die Behandlung besteht aus symptomatischen Maßnahmen.

Beim Auftreten von Kr√§mpfen durch √úberdosierung empfiehlt sich die Sedierung mit Diazepam. Bei anaphylaktischen Reaktionen sind die √ľblichen Sofortma√ünahmen, m√∂glichst mit den ersten Anzeichen des Schocks einzuleiten.

Die Elimination von Amoxicillin kann mittels Hämodialyse erzielt werden.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden