ECALTA 100 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrats zur Herstellung einer Infusionslösung | Deutschland

ECALTA 100 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrats zur Herstellung einer Infusionslösung

Hersteller: Cephalon

Nasenspray, Lösung
Wirkstoff(e)
Anidulafungin
Betäubungsmittel
Nein
Zulassungsland Deutschland
Pharmakologische Gruppe Antimykotika zur systemischen Anwendung

Alle Informationen

Zulassungsinhaber

Cephalon

Was ist es und wofür wird es verwendet?

ECALTA wird zur Behandlung einer Pilzinfektion im Blut, einer sogenannten Candidämie, verordnet. Diese Infektion wird durch Pilzzellen (Hefen) verursacht, die als Candidabezeichnet werden.

ECALTA gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Echinocandine genannt werden. Mit diesen Arzneimitteln werden schwerwiegende Pilzinfektionen behandelt.

ECALTA verhindert eine normale Ausbildung der Zellwand von Pilzen. Bei Kontakt mit ECALTA haben die Pilzzellen unvollständige oder fehlerhafte Zellwände, die sie zerbrechlich machen oder am Wachstum hindern.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sie dürfen nicht mit ECALTA behandelt werden,
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Anidulafungin, andere Echinocandine (z. B. CANCIDAS) oder einen der sonstigen Bestandteile von ECALTA sind.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von ECALTA ist erforderlich,
  • wenn es bei Ihnen während der Behandlung zu Leberproblemen kommt. In diesem Fall kann sich Ihr Arzt dazu entschließen, Ihre Leberfunktion genauer zu kontrollieren.
  • wenn Sie während der Behandlung mit ECALTA Anästhetika erhalten.
Kinder

ECALTA sollte nicht an Patienten unter 18 Jahren verabreicht werden.

Bei Anwendung von ECALTA mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Beginnen oder beenden Sie keine andere Arzneimittelbehandlung ohne Zustimmung Ihres Arztes oder Apothekers.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Auswirkungen von ECALTA bei schwangeren Frauen sind nicht bekannt. Daher wird die Anwendung von ECALTA während der Schwangerschaft nicht empfohlen. Frauen im gebärfähigen Alter müssen eine wirksame Verhütungsmethode anwenden. Nehmen Sie umgehend Kontakt mit Ihrem Arzt auf, wenn Sie während der Anwendung von ECALTA schwanger werden.

Die Auswirkungen von ECALTA bei stillenden Frauen sind nicht bekannt. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie ECALTA in der Stillzeit anwenden.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von ECALTA

Dieses Arzneimittel enthält Fructose (ein Zucker). Bitte wenden Sie es erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt an, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

ECALTA wird stets von einem Arzt oder von medizinischem Fachpersonal zubereitet und Ihnen verabreicht (am Ende der Gebrauchsinformation befinden sich im Abschnitt, der nur für Ärzte und medizinisches Fachpersonal bestimmt ist, weitere Informationen zur Zubereitung).

Die Behandlung beginnt mit 200 mg am ersten Tag (Anfangsdosis). Anschließend beträgt die Tagesdosis dann 100 mg (Erhaltungsdosis).

ECALTA wird Ihnen einmal täglich als langsame Infusion (tröpfchenweise) in eine Vene verabreicht. Dies wird mindestens 1,5 Stunden bei der Erhaltungsdosis und drei Stunden bei der Anfangsdosis dauern.

Ihr Arzt wird festlegen, wie lange die Behandlung dauern wird und wie viel ECALTA Sie täglich erhalten. Er wird Ihr Ansprechen und Ihren Gesundheitszustand kontrollieren.

Generell muss die Behandlung noch für mindestens 14 Tage über den Termin hinaus fortgesetzt werden, an dem zum letzten Mal Candidabei Ihnen im Blut festgestellt wurde.

Wenn Sie eine größere Menge von ECALTA erhalten haben, als Sie sollten

Wenn Sie befürchten, dass man Ihnen zu viel ECALTA gegeben hat, sprechen Sie umgehend Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal darauf an.

Wenn die Anwendung von ECALTA vergessen wurde

Da Sie dieses Arzneimittel unter genauer medizinischer Beobachtung erhalten, ist es unwahrscheinlich, dass eine Dosis ausgelassen wird. Sprechen Sie dennoch mit Ihren Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie meinen, dass eine Dosis vergessen wurde.

Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn die vorherige Anwendung vergessen wurde.
Wenn die Anwendung von ECALTA abgebrochen wird

Wenn Ihr Arzt die Behandlung mit ECALTA beendet, sollte dies für Sie keine spürbaren Auswirkungen haben.

Möglicherweise wird Ihr Arzt Ihnen nach der Behandlung mit ECALTA ein anderes Arzneimittel verschreiben, um Ihre Pilzinfektion weiterzubehandeln oder eine Rückkehr der Pilzinfektion zu verhindern.

Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal umgehend, wenn Ihre ursprünglichen Beschwerden wieder auftreten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann ECALTA Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von 10 Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Häufige Nebenwirkungen

Störungen der Blutgerinnung

Niedrige Kaliumwerte im Blut (Hypokaliämie) Krämpfe (epileptische Anfälle) Kopfschmerzen

Hautrötung

Durchfall, Erbrechen, Übelkeit Veränderung der Leberfunktionswerte Hautausschlag, Juckreiz

Veränderung der Nierenfunktionswerte

Gelegentliche Nebenwirkungen
  • Erhöhte Blutzuckerwerte
  • Bluthochdruck
  • Hitzewallungen
  • Magenschmerzen
  • Verminderter Gallenfluss aus der Gallenblase in den Darm (Cholestase)
  • Nesselfieber
  • Schmerzen an der Injektionsstelle
Häufigkeit nicht bekannt
  • Niedriger Blutdruck
  • Plötzliche Anspannung der Muskeln rund um die Atemwege, was zu keuchendem Atmen oder Husten führt
  • Atemnot

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen ECALTA nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Die rekonstituierte Lösung kann bei maximal 25 °C für bis zu 24 Stunden aufbewahrt werden. Die Infusionslösung kann bei 25 °C (Raumtemperatur) über 48 Stunden oder eingefroren über

mindestens 72 Stunden aufbewahrt werden und sollte bei 25 °C (Raumtemperatur) innerhalb von 48 Stunden angewendet werden.

Arzneimittel dürfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden.

Weitere Informationen

Was ECALTA enthält
  • Der Wirkstoff ist Anidulafungin. Eine Durchstechflasche mit Pulver enthält 100 mg Anidulafungin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind Fructose (Ph.Eur.), Mannitol (Ph.Eur.), Polysorbat 80, Weinsäure (Ph.Eur.), Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Wertes), Salzsäure 36 % (zur Einstellung des pH-Wertes).
Wie ECALTA aussieht und Inhalt der Packung

ECALTA ist erhältlich in einer Packung mit 1 Durchstechflasche mit 100 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrats zur Herstellung einer Infusionslösung.

Das Pulver ist weißlich bis weiß.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Der Pharmazeutische Unternehmer von ECALTA ist:

Pfizer Limited, Ramsgate Rd, Sandwich, Kent, CT13 9NJ, Vereinigtes Königreich.

Hersteller

Pfizer Manufacturing Belgium NV, Rijksweg 12, 2870 Puurs, Belgien.

Falls weitere Informationen über das Arzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

België /Belgique/Belgien

Pfizer S.A./N.V.

Tél/Tel: +32 (0)2 554 62 11

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??????? ?????????? ????, ???? ???????? ???.: +359 2 970 4333

Ceská republika

Pfizer s.r.o.

Tel: +420-283-004-111

Danmark

Pfizer ApS

Tlf: +45 44 20 11 00

Deutschland

Pfizer Pharma GmbH

Tel: +49 (0)30 550055-51000

Eesti

Pfizer Luxembourg SARL Eesti filiaal Tel: +372 6 405 328

????da

Pfizer Hellas A.E.

???: +30 210 6785 800

España

Pfizer S.A.

Tel: +34 91 490 99 00

France

Pfizer

Tél: +33 (0)1 58 07 34 40

Ireland

Pfizer Healthcare Ireland

Tel: 1800 633 363 (toll free)

Tel: +44 (0)1304 616161

Ísland

Icepharma hf.,

Sími: + 354 540 8000

Luxembourg/Luxemburg

Pfizer S.A.

Tél: +32 (0)2 554 62 11

Magyarország

Pfizer Kft.

Tel. + 36 1 488 37 00

Malta

V.J. Salomone Pharma Ltd.

Tel: +356 21 22 01 74

Nederland

Pfizer bv

Tel: +31 (0)10 406 43 01

Norge

Pfizer AS

Tlf: +47 67 52 61 00

Österreich

Pfizer Corporation Austria Ges.m.b.H. Tel: +43 (0)1 521 15-0

Polska

Pfizer Polska Sp. z o.o.,

Tel.: +48 22 335 61 00

Portugal

Laboratórios Pfizer, Lda.

Tel: + 351 214 235 500

România

Pfizer România S.R.L

Tel: +40 (0)21 207 28 00

Slovenija

Pfizer Luxembourg SARL

Pfizer, podru?nica za svetovanje s podrocja farmacevtske dejavnosti, Ljubljana

Tel: +386 (0)1 52 11 400

Slovenská republika

Pfizer Luxembourg SARL, organizacná zlo?ka Tel: +421?2?3355 5500

Italia Suomi/Finland
Pfizer Italia S.r.l. Pfizer Oy
Tel: +39 06 33 18 21 Puh/Tel: +358(0)9 43 00 40
??p??? Sverige
GEO. PAVLIDES & ARAOUZOS LTD, Pfizer AB
???: +35722818087 Tel: +46 (0)8 5505 2000
Latvija United Kingdom
Pfizer Luxembourg SARL Pfizer Limited
Filiale Latvija  
Tel: +371 670 35 775 Tel: +44 (0)1304 616161
Lietuva  
Pfizer Luxembourg SARL  
filialas Lietuvoje  
Tel. +3705 2514000  

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im{MM/JJJJ}.

Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) http://www.ema.europa.eu/verfügbar.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt und gelten ausschließlich für die ECALTA-Packung mit einer Durchstechflasche mit 100 mg Pulver zur Herstellung eines Konzentrats zur Herstellung einer Infusionslösung:

Der Inhalt der Durchstechflasche muss mit Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert werden und darf anschließend NUR mit 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Infusionslösung oder 50 mg/ml (5 %) Glucose-Infusionslösung verdünnt werden. Die Kompatibilität von rekonstituiertem ECALTA mit intravenösen Substanzen, Additiva oder anderen Arzneimitteln außer mit 9 mg/ml (0,9 %)

Natriumchlorid-Infusionslösung oder 50 mg/ml (5 % ) Glucose-Infusionslösung ist nicht nachgewiesen.

Rekonstitution

Rekonstituieren Sie jede Durchstechflasche unter aseptischen Bedingungen mit 30 ml Wasser für Injektionszwecke, um eine Konzentration von 3,33 mg/ml zu erhalten. Die Rekonstitution kann bis zu fünf Minuten dauern. Nach der anschließenden Verdünnung muss die Lösung verworfen werden, wenn sich Partikel oder eine Verfärbung zeigen.

Vor der weiteren Verdünnung kann die rekonstituierte Lösung bei maximal 25 °C für bis zu 24 Stunden aufbewahrt werden.

Verdünnung und Infusion

Überführen Sie den Inhalt der rekonstituierten Durchstechflasche(n) in einen Infusionsbeutel (oder eine Infusionsflasche), die entweder 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Infusionslösung oder 50 mg/ml (5 %) Glucose-Infusionslösung enthalten, um eine Anidulafungin-Konzentration von 0,77 mg/ml zu erhalten. Die Tabelle zeigt die Volumina, die für die einzelnen Dosierungen benötigt werden.

Verdünnung von ECALTA        
Dosis Anzahl Re- Infusions- Gesamtes Infusions- Mindest-
  Durch- konstituiertes volumenA Infusions- geschwindig dauer der
  stech- Volumen   volumenB -keit Infusion
  flaschen          
  mit Pulver          
100 mg 1 30 ml 100 ml 130 ml 1,4 ml/min 90 Minuten
200 mg 2 60 ml 200 ml 260 ml 1,4 ml/min 180 Minuten
  1. Entweder 9 mg/ml (0,9 %) Natriumchlorid-Infusionslösung oder 50 mg/ml (5 %) Glucose-Infusionslösung
  2. Die Konzentration der Infusionslösung beträgt 0,77 mg/ml

Die Infusionsgeschwindigkeit sollte 1,1 mg/Minute nicht überschreiten (dies entspricht 1,4 ml/Minute bei ordnungsgemäßer Rekonstitution und Verdünnung entsprechend der Anweisung).

Falls die Lösung und der Behälter dies zulassen, müssen parenterale Arzneimittelzubereitungen vor der Applikation optisch auf eventuelle Partikel und Verfärbungen überprüft werden. Wenn Partikel oder eine Verfärbung festgestellt werden, ist die Lösung zu verwerfen.

Nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt. Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.