Wirkstoff(e) Dimethylfumarat
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Biogen GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 19.08.1994
ATC Code D05BX51
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antipsoriatika zur systemischen Anwendung

Zulassungsinhaber

Biogen GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Fumaderm initial enthält Fumarsäureester und ist ein Arzneimittel zur Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis).

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fumaderm initial darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Dimethylfumarat, Ethylhydrogenfumarat Calcium-, Magnesium- oder Zink-Salz oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei schweren Magen-Darm-Erkrankungen wie Magen- und Zw√∂lffingerdarmgeschw√ľr (Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni).
  • bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen.
  • wegen des Behandlungsrisikos (Nutzen-Risiko-Relation) bei leichten Formen der Psoriasis vulgaris, wie z. B. die umschriebene Plaque Psoriasis oder die chronisch station√§re Plaque Psoriasis bei einer Ausdehnung von weniger als 10% der K√∂rperoberfl√§che.
  • wegen fehlender ausreichender klinischer Erfahrung bei der pustul√∂sen Schuppenflechte (Psoriasis pustulosa).
  • von Personen unter 18 Jahren.
  • bei Schwangerschaft und Stillzeit.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Fumaderm initial einnehmen.

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Laborkontrollen

Blutbild: Vor der Behandlung mit Fumaderm initial ist das Blutbild (einschlie√ülich des Differentialblutbildes sowie der Blutpl√§ttchenzahl) zu kontrollieren. Bei Werten au√üerhalb des Normbereiches darf keine Behandlung mit Fumaderm initial erfolgen. W√§hrend der Behandlung sind regelm√§√üige Blutbildkontrollen (Leukozytenzahl und Differentialblutbild) alle 4 Wochen durchzuf√ľhren.

Blut- und Urinwerte: Ebenso sind vor Beginn und im Verlauf der Behandlung dann alle 4 Wochen die Aktivität von Aspartat-Aminotransferase (AST [SGOT]), Alanin-Aminotransferase (ALT [SGPT]), Gamma-Glutamyltransferase (Gamma-GT) und der Alkalischen Phosphatase (AP), die Konzentrationen des Nierenfunktionswertes Kreatinin und des Abbauproduktes Bilirubin im Blut sowie Eiweiß und Glukose im Urin und Harnsediment zur Kontrolle möglicher schädlicher Wirkungen an Leber und Nieren alle zu bestimmen.

Arzneimittelbedingter Leberschaden: Die Behandlung mit Fumaderm initial kann zu einem arzneimittelbedingten Leberschaden (erh√∂hte Leberwerte) f√ľhren.

Fanconi-Syndrom: Das Fanconi-Syndrom ist eine seltene St√∂rung der Nierenfunktion, bei der die R√ľckaufnahme bestimmter Substanzen (z. B. Glukose, anorganisches Phosphat, Aminos√§uren) in der Niere gest√∂rt ist.

Eine fr√ľhzeitige Diagnosestellung des Fanconi-Syndroms und das Absetzen der Fumaderm initial- Therapie sind wichtig, um die Entstehung eines Nierenversagens und weitere Folgen des Fanconi- Syndroms zu verhindern.

Die wichtigsten Anzeichen des Fanconi-Syndroms sind typischerweise Auffälligkeiten im Urin wie Eiweißausscheidung (Proteinurie), Zuckerausscheidung (Glykosurie, bei normalen Blutzuckerwerten), vermehrte Ausscheidung von Aminosäuren (Hyperaminoazidurie), Phosphatausscheidung (Phosphaturie), möglicherweise mit niedrigen Phosphatspiegeln im Blut (Hypophosphatämie) einhergehend.

Im Fall eines unbehandelten Fanconi-Syndroms k√∂nnen Symptome wie verst√§rkte Harnausscheidung (Polyurie), √ľberm√§√üiger Durst und eine erh√∂hte Trinkmenge (Polydipsie) und Muskelschw√§che auftreten. In seltenen F√§llen kann es aufgrund des Phosphatverlusts √ľber den Urin zu einer Erweichung der Knochen (hypophosphat√§mische Osteomalazie) kommen, verbunden mit unspezifischen Knochenschmerzen, einer Erh√∂hung eines bestimmten Enzyms (alkalische Phosphatase) im Blut und Knochenbr√ľche, die bei normaler Belastung ohne erkennbare Ursache entstehen (Stressfrakturen). Diese St√∂rungen und die Ver√§nderungen der Laborwerte bilden sich nach Absetzen der Therapie in der Regel zur√ľck.

Im Fall von unklaren Symptomen, wie sie oben beschrieben werden, sollte ein Fanconi-Syndrom in Betracht gezogen werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, damit dieser entsprechende weiterf√ľhrende Untersuchungen veranlassen kann.

Kriterien zum Beenden der Therapie

Leukopenie (Verminderung der wei√üen Blutk√∂rperchen): Bei starker Abnahme der Leukozytenzahl ‚Äď insbesondere bei Werten unter 3.000/¬Ķl ‚Äď ist die Behandlung mit Fumaderm initial sofort abzubrechen.

Lymphopenie (Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen): Beim Absinken der Lymphozytenzahl unter 500/őľl ist die Therapie sofort abzubrechen.

Beim Absinken der Lymphozytenzahl unter 700/őľl muss die Dosis halbiert werden. Wenn bei erneuter

Kontrolle nach 4 Wochen die absolute Lymphozytenzahl unter 700/őľl bleibt, muss die Behandlung beendet werden. Alternative Ursachen f√ľr die Lymphopenie sollten ausgeschlossen werden.

Das Risiko einer opportunistischen Infektion einschließlich einer progressiven multifokalen

Leukenzephalopathie kann nicht ausgeschlossen werden, wenn die Therapie im Falle einer Lymphopenie mit einer Lymphozytenzahl unter 700/őľl weitergef√ľhrt wird.

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Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML)/opportunistische Infektionen (Infektionen, die nur bei einem geschw√§chten Immunsystem zu einer Erkrankung f√ľhren k√∂nnen): F√§lle von opportunistischen Infektionen, insbesondere von progressiver multifokaler Leukenzephalopathie (PML), wurden berichtet (siehe Abschnitt 4). PML ist eine durch das John-Cunningham Virus (JCV) hervorgerufene seltene Gehirninfektion, die t√∂dlich verlaufen oder zu einer schweren Behinderung f√ľhren kann. Anzeichen einer PML k√∂nnen sein: eine neu auftretende Schw√§che einer K√∂rperh√§lfte; Ungeschicklichkeit; Ver√§nderungen des Sehverm√∂gens, des Denkens oder des Ged√§chtnisses; Verwirrung oder Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen, die √ľber mehrere Tage andauern.

PML wird wahrscheinlich durch eine Kombination von Faktoren verursacht. Eine vorherige Infektion mit JCV gilt als Voraussetzung, um eine PML entwickeln zu können. Risikofaktoren können eine vorherige Behandlung mit Arzneimitteln, die das Immunsystem schwächen (immunsuppressive Therapien) und das Vorhandensein von bestimmten Begleiterkrankungen (wie z. B. einige Erkrankungen des Immunsystems, bei denen die Immunzellen körpereigenes Gewebe angreifen (Autoimmunerkrankungen) oder bösartige Erkrankungen des Blutes (maligne hämatologische Erkrankungen)) umfassen. Ein verändertes oder geschwächtes Immunsystem sowie genetische oder Umweltfaktoren können auch Risikofaktoren darstellen.

Eine anhaltende schwere oder moderate Verminderung bestimmter wei√üer Blutk√∂rperchen (Lymphopenie) w√§hrend der Therapie mit Fumaderm gilt als Risikofaktor f√ľr eine PML. Sollten Sie eine Lymphopenie entwickeln, sollte Ihr Arzt Sie auf Anzeichen und Symptome von opportunistischen Infektionen √ľberwachen und ggf. die Therapie mit Fumaderm initial abbrechen.

Andere Erkrankungen des Blutes: Die Therapie sollte sofort abgebrochen werden und Vorsicht ist geboten, wenn andere krankhafte Veränderungen des Blutbildes vorliegen.

In allen Fällen sollte das Blutbild bis zur Normalisierung kontrolliert werden.

Andere Laboranomalien: Bei jedem Anstieg des Nierenfunktionswertes Kreatinin im Blut √ľber der Norm ist die Therapie abzubrechen, siehe Abschnitt 4.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Obwohl aufgrund pr√§klinischer Untersuchungen keine Anhaltspunkte f√ľr eine teratogene (fehlbildende) Wirkung bestehen, sollte Fumaderm initial in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da f√ľr

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Schwangere bisher keine Erfahrungen vorliegen. Frauen, die w√§hrend der Behandlung schwanger werden, sollen unverz√ľglich den behandelnden Arzt benachrichtigen.

Stillzeit

Es ist nicht bekannt, ob die Bestandteile von Fumaderm initial in die Muttermilch √ľbergehen. Deshalb sollte Fumaderm initial w√§hrend der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Unter der Behandlung mit den f√ľr Fumaderm initial empfohlenen Dosen ist keine Beeintr√§chtigung zu erwarten.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Fumaderm initial einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die folgenden Anweisungen gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Fumaderm initial nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Fumaderm initial sonst nicht richtig wirken kann.

Um ein optimales Wirkungs- und Verträglichkeitsprofil zu erreichen, empfiehlt sich eine einschleichende Dosierung. In der ersten Behandlungswoche wird täglich 1 magensaftresistente Tablette Fumaderm initial abends eingenommen.

In der zweiten Behandlungswoche wird morgens und abends je 1 magensaftresistente Tablette Fumaderm initial eingenommen. Während der dritten Behandlungswoche (tägliche Einnahme von

3 x 1 magensaftresistenten Tablette Fumaderm initial) wird diese Behandlung nach Aufbrauchen der Packung beendet und unmittelbar mit Fumaderm (tägliche anfängliche Einnahme von 1 x 1 magensaftresistenten Tablette Fumaderm abends) fortgesetzt.

Woche   Dosierung  
       
  Morgens Mittags Abends
       
‚Äē ‚Äē
‚Äē

Die magensaftresistenten Tabletten m√ľssen unzerkaut und mit reichlich Fl√ľssigkeit zu oder unmittelbar nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Generell ist darauf zu achten, dass √ľber den Tag gen√ľgend Fl√ľssigkeit (1¬Ĺ bis 2 Liter) aufgenommen wird.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Fumaderm initial zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Fumaderm initial eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie zu viele magensaftresistente Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich sofort an

Ihren Arzt.

Neben allgemeinen Maßnahmen zur Entfernung der schädigenden Stoffe und Verminderung der Aufnahme im Magen-Darm-Trakt ist eine symptomatische Behandlung angezeigt. Ein spezifisches Gegengift ist nicht bekannt, siehe Abschnitt 4.

Wenn Sie die Einnahme von Fumaderm initial vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

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Setzen Sie die Einnahme genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt getroffenen Absprache fort. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wenn Sie die Einnahme von Fumaderm initial abbrechen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie die Einnahme dieses Arzneimittels abbrechen oder beabsichtigen abzubrechen.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Einnahme von Fumaderm initial zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen.

Die nachfolgend genannten Arzneistoffe d√ľrfen nicht gleichzeitig mit Fumaderm initial eingenommen werden:

  • W√§hrend der Behandlung mit Fumaderm initial muss eine gleichzeitige √§u√üerliche Anwendung von Fumars√§urederivaten, z. B. in Form von Salben und/oder B√§dern vermieden werden. Die zus√§tzliche Aufnahme von Fumars√§urederivaten aus B√§dern und/oder Salben durch die Haut k√∂nnte zu Unvertr√§glichkeiten f√ľhren, da die h√∂chste vertr√§gliche Dosis √ľberschritten werden k√∂nnte.
  • Methotrexat, Retinoide, Psoralene und Cyclosporine d√ľrfen nicht gleichzeitig mit Fumaderm initial angewendet werden. Pharmakologische Wirkstoffe, die zur Unterdr√ľckung oder Abschw√§chung der Reaktivit√§t des Immunsystems f√ľhren (Immunsuppression), Arzneimittel zur chemotherapeutischen Behandlung des Krebses (Zytostatika) und Medikamente mit bekanntem sch√§dlichen Einfluss auf die Nieren d√ľrfen nicht gleichzeitig mit Fumaderm initial verabreicht werden.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten

Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten

Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1.000 Behandelten

Selten: weniger als 1 von 1.000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten

Sehr selten: weniger als 1 von 10.000 Behandelten, oder unbekannt

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Sehr h√§ufig: Gesichtsr√∂tung und Hitzegef√ľhl (FLUSH)

Diese Beschwerden treten sehr h√§ufig zu Beginn der Therapie auf und werden in der Regel im Verlauf der Behandlung geringer. Bei starker Auspr√§gung k√∂nnen sie aber auch zum Abbruch der Behandlung f√ľhren.

Selten: allergische Hautreaktionen

Nach Absetzen der Therapie sind diese Beschwerden r√ľckbildungsf√§hig.

Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

Sehr häufig: Durchfall (DIARRHOE)

H√§ufig: V√∂llegef√ľhl, Oberbauchkr√§mpfe, Bl√§hungen Gelegentlich: √úbelkeit

Diese Nebenwirkungen treten sehr h√§ufig zu Beginn der Therapie auf und gehen im Laufe der Behandlung in der Regel zur√ľck.

Meist kann eine Verringerung der Dosis die Beschwerden mildern. Sollten jedoch diese Nebenwirkungen nicht abklingen, so muss der behandelnde Arzt √ľber die Fortf√ľhrung der Therapie entscheiden.

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: M√ľdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen

Im Laufe der Behandlung gehen diese Nebenwirkungen in der Regel zur√ľck. Meist kann eine Verringerung der Dosis die Beschwerden mildern.

Sollten jedoch diese Nebenwirkungen nicht abklingen, so muss der behandelnde Arzt √ľber die Fortf√ľhrung der Therapie entscheiden.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Es treten Blutbildveränderungen wie Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen) und Lymphopenie (Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen) sowie Eosinophilie (Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen) unterschiedlicher Ausprägung auf:

Sehr h√§ufig: Lymphopenie (ca. 50% der Patienten), leichte Leukopenie (ca. 11% der Patienten) H√§ufig: schwere Formen von Lymphopenie (unter 500/¬Ķl), vor√ľbergehende Eosinophilie

Sehr selten: persistierende Eosinophilie

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Nach Absetzen der Therapie sind o.g. Blutbildveränderungen reversibel.

Sehr selten: Akute Lymphatische Leukämie (ALL)

Einzelfall: irreversible Panzytopenie (Verminderung aller Blutkörperchen)

Bei starker Abnahme der Leukozytenzahl ‚Äď insbesondere bei Werten unter 3.000/őľl ‚Äď und beim

Absinken der Lymphozytenzahl unter 500/őľl ist die Behandlung mit Fumaderm initial sofort abzubrechen (beachten Sie diesbez√ľglich auch die weiteren Hinweise im Abschnitt 2).

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Eiwei√üausscheidung im Urin, Erh√∂hung des Nierenfunktionswertes Kreatinin im Blut Bei jedem Kreatininanstieg √ľber die Norm ist die Therapie abzubrechen.

Leber- und Gallenerkrankungen

Gelegentlich: Erhöhung der Leberwerte (SGOT [AST], SGPT [ALT], Gamma-GT)

Sonstige Nebenwirkungen:

Erfahrungen nach Markteinf√ľhrung Gelegentlich:

- Verminderte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

Häufigkeit unbekannt:

  • Nierenversagen
  • Es wurden F√§lle von Fanconi-Syndrom (St√∂rung der Wiederaufnahme bestimmter Substanzen in den Nieren) berichtet. Anzeichen hierf√ľr k√∂nnen neben Auff√§lligkeiten im Urin eine verst√§rkte Harnausscheidung, √ľberm√§√üiger Durst und eine erh√∂hte Trinkmenge, Muskelschw√§che und unspezifische Knochenschmerzen sein, siehe Abschnitt 2.
  • Es wurden F√§lle von opportunistischen Infektionen, insbesondere von progressiver multifokaler
    Leukenzephalopathie (PML), im Rahmen einer anhaltenden Verminderung der
    Lymphozytenzahlen unter 700/őľl berichtet, siehe Abschnitt 2.
  • Erbrechen

Kinder und Jugendliche

In einer relativ kleinen (n= 134), doppel-blinden, placebo-kontrollierten klinischen Studie mit 10- bis 17-jährigen Kindern und Jugendlichen mit mittelschwerer und schwerer Psoriasis vulgaris traten zusätzlich folgende Nebenwirkungen auf:

  • Gelegentlich: Ein Fall eines arzneimittelbedingten Leberschadens, einschlie√ülich eines signifikanten Anstiegs der Leberenzyme (AST, ALT, Laktatdehydrogenase), des Bilirubins, der alkalischen Phosphatase und Splenomegalie, wurde berichtet.
  • Sehr h√§ufig: Erbrechen

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

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Nicht √ľber 25¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z. B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.

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Weitere Informationen

Was Fumaderm initial enthält

Die Wirkstoffe sind: Dimethylfumarat; Ethylhydrogenfumarat, Calciumsalz; Ethylhydrogenfumarat, Magnesiumsalz und Ethylhydrogenfumarat, Zinksalz.

Eine magensaftresistente Tablette enthält 30 mg Dimethylfumarat, 67 mg Ethylhydrogenfumarat, Calciumsalz, 5 mg Ethylhydrogenfumarat, Magnesiumsalz und 3 mg Ethylhydrogenfumarat, Zinksalz.

Die sonstigen Bestandteile sind: Croscarmellose-Natrium, Talkum, Magnesiumstearat, Titandioxid (E 171), Methacrylsäure-Methylmethacrylat-Copolymer (1:1), Methacrylsäure-Ethylacrylat- Copolymer (1:1), Macrogol 6000, Simeticon, Povidon, Triethylcitrat, mikrokristalline Cellulose und hochdisperses Siliciumdioxid.

Wie Fumaderm initial aussieht und Inhalt der Packung

Fumaderm initial ist in einer Packung mit 40 magensaftresistenten Tabletten erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer

Biogen GmbH

Riedenburger Str. 7

81677 M√ľnchen

Tel.: 089 / 99617-0 Hotline: 0800 3636 400

Fax: 089 / 99617-199

Hersteller

FUJIFILM Diosynth Biotechnologies Denmark ApS

Biotek Allé 1

DK-3400 Hiller√łd

Dänemark

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im 02.2021.

Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

neben dem Text der Gebrauchsinformation ist es dem pharmazeutischen Unternehmer m√∂glich, weitere allgemein verst√§ndliche Erl√§uterungen zu dem entsprechenden Arzneimittel oder zur Therapiedurchf√ľhrung abzugeben. Viele Patienten erleben w√§hrend einer Fumaderm initial- bzw.

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Fumaderm-Therapie Nebenwirkungen. Dies sind z. B. Blutbildver√§nderungen und / oder Vertr√§glichkeitsst√∂rungen im Magen-Darm-Bereich. Daher wollen wir versuchen, einige der Nebenwirkungen, die w√§hrend der Fumaderm initial- bzw. Fumaderm-Einnahme auftreten k√∂nnen, zu erkl√§ren oder zu kommentieren. Sollten Sie zus√§tzliche Fragen zur Therapie mit Fumaderm initial bzw. Fumaderm haben, k√∂nnen Sie uns unter der geb√ľhrenfreien Telefonnummer 0800-3636400 kontaktieren oder uns eine E-Mail an: fumaderm@biogen.com senden.

Dosierung und Nebenwirkungen

Die Therapie Ihrer Psoriasis mit den Pr√§paraten Fumaderm initial und Fumaderm erfolgt nach einem bestimmten Dosierungsschema. Dieses Dosierungsschema gibt an, wann Sie Ihre Fumaderm initial- bzw. Fumaderm-Dosis erh√∂hen sollen und zu welcher Tageszeit Sie Ihre Tabletten einnehmen sollen. Es hat sich gezeigt, dass dieses Schema f√ľr die meisten Patienten gut geeignet ist, eine Fumaderm initial- bzw. Fumaderm-Therapie durchzuf√ľhren. Sollten Sie jedoch im Laufe einer Fumaderm initial- bzw. Fumaderm-Therapie schwere Nebenwirkungen (z. B. Magenschmerzen, Durchfall, √úbelkeit, Kr√§mpfe im Magen-Darm-Trakt) erleben, sollten Sie unbedingt Kontakt zu Ihrem behandelnden Arzt aufnehmen. Dieser kann das vorgeschlagene Dosierungsschema √§ndern, da sonst die Fortsetzung der Therapie gef√§hrdet ist.

Therapiebeginn mit Fumaderm initial

Zunächst sollten Sie unbedingt Ihre Fumaderm-Therapie mit dem Arzneimittel Fumaderm initial beginnen. Dieses Medikament soll die Verträglichkeit der Therapie verbessern und gewöhnt Ihren Organismus an die Wirkstoffe des Fumaderm. Sollten Sie im Verlauf der Fumaderm-Therapie, z. B. beim Übergang von Fumaderm initial auf Fumaderm Beeinträchtigungen wie Magenschmerzen oder Durchfall erleben, sollten Sie Ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Der Arzt kann dann zusammen mit Ihnen eine individuelle Dosierungssteigerung festlegen, um die möglichen Beschwerden zu lindern und die weitere Therapie zu sichern.

Therapiefortf√ľhrung mit Fumaderm (blaue Tablette)

Jeder Patient nimmt die Wirkstoffe des Fumaderm unterschiedlich gut auf. Diese Resorption (Wirkstoffaufnahme) erfolgt im D√ľnndarm ca. 5 - 6 Stunden nach Einnahme der Tabletten. Dieser zeitliche Abstand zwischen der Einnahme der Tabletten und der Aufnahme der Wirkstoffe durch den K√∂rper ist wichtig, damit Sie eventuelle Nebenwirkungen mit der Tabletteneinnahme in Verbindung bringen k√∂nnen.

Sowohl die Besserung Ihrer Psoriasis als auch die Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich sind Auswirkungen der Fumaderm-Therapie auf Ihren Organismus. Ausgepr√§gte Nebenwirkungen deuten daher auf eine gew√ľnschte, aber im Moment zu starke Beeinflussung Ihres Organismus hin. Wenn Sie bereits bei 1 oder 2 Fumaderm-Tabletten t√§glich starke Nebenwirkungen erleben, kann dies bedeuten, dass Sie die Wirkstoffe besonders gut aufnehmen k√∂nnen. Daher sollten Sie in diesem Fall Kontakt zu Ihrem behandelnden Arzt aufnehmen. Dieser kann das vorgeschlagene Dosierungsschema √§ndern. Der Erfolg der Therapie wird dadurch nicht verhindert.

Bitte beachten Sie, dass die Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich häufig vor den ersten Verbesserungen des Hautzustandes auftreten.

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Zuletzt aktualisiert: 18.08.2022

Quelle: Fumaderm initial - Beipackzettel

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Zulassungsdatum 19.08.1994
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden