Grippostad C Stickpack Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Grippostad C Stickpack Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Hersteller: Steierl-Pharma

Zulassungsland: Deutschland

Betäubungsmittel
Nein

Alle Informationen

Zulassungsinhaber

Steierl-Pharma

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Grippostad C ist ein Arzneimittel gegen einfache Erkältungskrankheiten mit bestimmten Beschwerden. Es enthält als Wirkstoffe Paracetamol, Ascorbinsäure, Coffein und Chlorphenaminmaleat.

Paracetamol ist schmerzlindernd und fiebersenkend.

Chlorphenaminmaleat gehört zur Gruppe der Antihistaminika (Arzneimittel gegen Aller- gien), unterstützt das Abschwellen der Nasenschleimhaut und die Verminderung der Schleimproduktion und fördert so die ungehinderte Nasenatmung

Coffein wirkt leicht anregend und verstärkt die schmerzlindernde Wirkung des Parace- tamols. Es ermöglicht somit eine Reduktion der Paracetamol-Dosis, wodurch der Kör- per mit geringeren Schmerzmittelmengen belastet wird.

Vitamin C (Ascorbinsäure) unterstützt das Immunsystem und steigert die Abwehrkräfte.

Grippostad C wird angewendet

zur symptomatischen Behandlung von gemeinsam auftretenden Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen und Reizhusten im Rahmen einer einfachen Erkältungskrankheit. Bei gleichzeitigem Fieber oder erhöhter Körpertemperatur wirkt Grippostad C fiebersenkend.

Durch die fixe Kombination der Wirkstoffe in Grippostad C kann bei Beschwerden, die überwiegend eines der genannten Symptome betreffen, keine individuelle Dosisanpas- sung vorgenommen werden. In solchen Situationen sind Arzneimittel in anderer Zu- sammensetzung vorzuziehen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Grippostad C darf NICHT eingenommen werden
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Paracetamol, Ascorbinsäure, Coffein, Chlorphenaminmaleat, Dexchlorphenamin oder einen der sonstigen Bestandteile von Grippostad C sind
  • wenn Sie an einer bestimmten erblich bedingten Stoffwechselerkrankung leiden (Mangel an Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase)
  • falls Sie unter schweren Nierenfunktionsstörungen leiden
  • wenn Sie an einer schweren Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden
  • wenn Sie unter einer Erhöhung des Augeninnendrucks (Engwinkelglaukom) leiden
  • bei Prostataadenom mit Restharnbildung
  • wenn Sie einen Tumor des Nebennierenmarks haben
  • bei gleichzeitiger Einnahme eines Antibiotikums mit dem Wirkstoff Chloramphenicol ( siehe Abschnitt 2: ?Bei Einnahme von Grippostad C mit anderen Arzneimitteln?)
  • bei übermäßigem bzw. regelmäßigem Alkoholgenuss
  • wenn Sie unter Herzrhythmusstörungen leiden
  • wenn Sie Magen-Darm-Geschwüre haben
  • wenn Sie unter Nierensteinen (Oxalatsteinen) leiden
  • wenn Sie unter bestimmten Erkrankungen, bei denen zu viel Eisen im Körper ge- speichert wird (?Thalassämie?, ?Hämochromatose?, ?sideroblastische Anämie?), lei- den
  • von Kindern unter 12 Jahren
  • wenn Sie schwanger sind
  • wenn Sie stillen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Grippostad C ist erforderlich

Grippostad C sollte nur mit besonderer Vorsichtbzw. nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden:

  • wenn bei Ihnen eine Nierenfunktionsstörung vorliegt
  • wenn Sie an einer Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden, wie zum Beispiel Le- berentzündung oder einer angeborenen Erkrankung mit Gelbsucht(Gilbert- Syndrom oder Meulengracht-Krankheit)
  • wenn bei Ihnen eine Verengung des Magenausgangs und/oder eine Verengung des Harnblasenausgangs vorliegen
  • wenn bei Ihnen eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) vorliegt (Gefahr der Coffein-Nebenwirkungen)
  • bei Angststörungen (Gefahr der Verstärkung).
Mögliche Begleiterkrankungen

Bei Weiterbestehen von Fieber, Anzeichen einer (Zweit-)Infektion, Anhalten der Be- schwerden über mehr als drei Tage, Verschlimmerung der Beschwerden oder hinzu- kommen von weiteren Beschwerden, muss der Arzt aufgesucht werden.

Ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat sollen Sie Paracetamol-haltige Arzneimittel (wie z.B. Grippostad C) allgemein nicht länger als 3 Tage und nicht in erhöhter Menge einnehmen.

Schmerzmittelkopfschmerz

Bei längerem und hoch dosiertem, außerhalb der empfohlenen Dosierung und der empfohlenen Dauer der Anwendung liegendem Gebrauch von Arzneimitteln, die

Schmerzmittel enthalten (wie z.B. Grippostad C), können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen.

Nierenschädigung

Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbe- sondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe zur dauerhaften Nie- renschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens führen.

Absetzen von Schmerzmitteln

Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosiertem (nicht bestimmungsgemäßem) Gebrauch von Arzneimitteln, die Schmerzmittel enthalten (wie z.B. Grippostad C), kön- nen Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und weitere Be- schwerden wie z. B. Schwitzen, Schwindelgefühl, Zittern, Herzklopfen auftreten. Diese Beschwerden klingen nach Absetzen des Arzneimittels meist binnen weniger Tage wieder ab. Anderenfalls kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt. Bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme soll nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen

Warnhinweise

Eine Überschreitung der empfohlenen Dosis kann, wie bei allen Arzneimitteln, die Pa- racetamol enthalten (wie z.B. Grippostad C), zu Nierenschäden und sehr schweren Leberschäden führen. Die Gabe eines Gegenmittels muss dann so rasch wie möglich erfolgen (siehe Abschnitt 3). In diesem Fall ist eine umgehende ärztliche Behandlung erforderlich.

Um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, muss sichergestellt werden, dass gleichzeitig eingenommene Medikamente kein Paracetamol enthalten.Bitte fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob es sich bei den von Ihnen gleichzeitig einge- nommenen Arzneimitteln um Paracetamol-haltige Arzneimittel handelt und ob die Do- sierung angepasst werden muss.

Bei der Einnahme hoher Dosen von Grippostad C können durch die enthaltene Ascor- binsäure (Vitamin C) bei Patienten mit sog. ?erythrozytärem Glucose-6-phosphat- Dehydrogenase-Mangel? (eine erbliche Störung des Stoffwechsels der roten Blutzel- len) in Einzelfällen z.T. ?schwere Hämolysen? (Auflösung der roten Blutzellen) auftre- ten. Daher ist die Einnahme von Grippostad C bei dieser bestimmten erblich bedingten Stoffwechselerkrankung (Mangel an Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase) nicht er- laubt. Und allgemein darf die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden.

Wenn Sie zu Nierensteinbildung neigen, besteht bei Einnahme großer Mengen von Grippostad C durch die enthaltene Ascorbinsäure (Vitamin C) die Gefahr, dass sich Nierensteine (Calciumoxalatsteine) bilden. Patienten mit wiederkehrender Nierenstein- bildung wird empfohlen, eine tägliche Aufnahme von 100 bis 200 mg Vitamin C nicht zu überschreiten. Grippostad C enthält 300 mg Vitamin C pro Stickpack.

Verkehrstüchtigkeit

Grippostad C kann auch bei Anwendung im empfohlenen Dosisbereich das Reaktions- vermögen stark beeinträchtigen (siehe ?Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von

Maschinen?)
Bei Einnahme von Grippostad C mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einneh- men/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Wechselwirkungen der in Grippostad C enthaltenen Wirkstoffe sind möglich mit:

  • Arzneimitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerungführen (z.B. Propanthelin). Solche Arzneimittel können die Aufnahme von Paracetamol in den Körper verzögern und zu einem langsameren Wirkungseintritt von Grippostad C führen.
  • Arzneimitteln, die zu einer Beschleunigung der Magenentleerungführen (z.B. Metoclopramid). Diese Arzneimittel können die Aufnahme von Paracetamol in den Körper beschleunigen und zu einem schnelleren Wirkungseintritt von Grippostad C führen.
  • Bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung einer HIV-Infektion(Zidovudin). Die Neigung zur Verminderung der weißen Blutkörperchen (Neutropenie) wird ver- stärkt. Grippostad C soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit Zidovu- din angewendet werden
  • Bestimmten Arzneimitteln gegen Gicht(Probenecid). Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid wird Ihr Arzt die Dosis von Grippostad C gegebenenfalls verrin- gern, da der Abbau von Grippostad C im Körper verlangsamt sein kann.
  • Bestimmten Mittel gegen Schmerzen und Fieber(Salicylamide). Bei gleichzeitiger Anwendung von Salicylamiden kann der Abbau von Grippostad C verlängert sein.
  • Arzneimitteln, die bestimmte Stoffwechselenzyme in der Leber aktivieren, die am Abbau von Arzneimitteln im Körper beteiligt sind. Hierzu zählen beispielsweise be- stimmte Schlafmittel(Barbiturate), Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie(Phenytoin, Carbamazepin) oder Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose(Rifampicin). Die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel kann die leberschä- digende Wirkung von Grippostad C verstärken.
  • Alkohol: Auch der gleichzeitige Alkoholgenuss verstärkt die leberschädigende Wir- kung von Grippostad C.
  • Bestimmten Antibiotika= Arzneimittel gegen Infektionen (Chloramphenicol): die Kombination mit Grippostad C erhöht die schädliche Wirkung aufgrund von ver- langsamter Ausscheidung des Antibiotikums (verstärkte Nebenwirkungen möglich).
  • Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung(?Antikoagulanzien?). Die wieder- holte Einnahme von Grippostad C über mehr als eine Woche kann die Wirkung der blutgerinnungshemmenden Arzneimittel, durch den enthaltenen Wirkstoff Parace- tamol, verstärken.
  • Bestimmten Arzneimitteln zur Senkung erhöhter Blutfettwerte(Colestyramin). Bei gleichzeitiger Anwendung mit Colestyramin können die Aufnahme und die Wirkung von Grippostad C verringert sein.
  • Arzneimitteln mit schlaffördernder Wirkung, wie z.B. Schlafmittel(Barbiturate), Arzneimitteln zur Behandlung von Allergien(Antihistaminika), oder Arzneimitteln zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen(Psychopharmaka) oder Alko- hol. Bei gleichzeitiger Anwendung kann die schlaffördernde Wirkung dieser Arz- neimittel durch Grippostad C verstärkt sein.
  • Arzneimitteln mit herzfrequenzsteigernder Wirkung, wie z.B. Sympathomimetika (blutdrucksteigernde Arzneimittel) und Schilddrüsenhormone(Thyroxin). Die herzfrequenzsteigernde Wirkung dieser Arzneimittel kann bei gleichzeitiger An- wendung mit Grippostad C verstärkt sein.
  • Bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Bronchialasthma(Theophyllin). Die Ausscheidung von Theophyllin aus dem Körper kann bei gleichzeitiger Anwen- dung mit Grippostad C herabgesetzt sein und die Wirkung von Theophyllin mögli- cherweise verstärkt werden.
  • Ephedrinund verwandte Substanzen (z.B. in einigen Erkältungsmitteln und Arz- neimitteln gegen Heuschnupfen). Die gleichzeitige Anwendung mit Grippostad C erhöht die Gefahr für mögliche unerwünschte Wechselwirkungen und sollen daher nicht gleichzeitig angewendet werden.
  • Arzneimitteln mit breitem Wirkungsbereich, wie z.B. Schlaf ? und Beruhigungs- mittel vom Benzodiazepinen-Typ. Bei Kombination mit Grippostad C können un- terschiedliche und nicht voraussehbare Wechselwirkungen auftreten. Wenn Sie bei gleichzeitiger Einnahme solcher Arzneimittel Wechselwirkungen bemerken, infor- mieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt.
  • bestimmten Antibiotika(Gyrasehemmer des Chinoloncarbonsäure-Typs). Diese Arzneimittel können die Ausscheidung von Grippostad C aus dem Körper verzö- gern.
  • Bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Migräne(Ergotamin).Grippostad C kann die Aufnahme von Ergotamin in den Körper beschleunigen.
  • Eisen und Aluminium. Grippostad C kann die Aufnahme von Eisen und Aluminium aus dem Verdauungstrakt erhöhen. Dies ist besonders zu beachten bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, bei Einnahme von Eisenpräparatenund alu- miniumhaltigen Magenschutzmittel(Mittel zur Neutralisierung der Magensäure).
  • Arzneimitteln zur Hemmung der Blutgerinnung.Grippostad C beeinflusst auch, durch das enthaltene Vitamin C, die Wirkung von Mittel zur Hemmung der Blutge- rinnung, wie z.B. Warfarin.
  • Bestimmten Arzneimitteln gegen Magen-Darm-Geschwüre(Nitazidin): führt zu er- höhtem Plasmaspiegel von Paracetamol.
  • Bestimmten Arzneimitteln gegen Magen-Darm-Beschwerden(Cisaprid): steigert die Aufnahme von Paracetamol in den Körper.
  • Lamotrigin: Gleichzeitige Gabe von Paracetamol und Lamotrigin (bestimmtes Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie) führt zu einer verminderten Verfüg- barkeit von Lamotrigin.
  • Ethinylöstradiol: Grippostad C kann durch das enthaltene Vitamin C die Blutspiegel von Ethinylöstradiol (Bestandteil einiger oraler Empfängnisverhütungsmittel = ?Antibabypillen?) erhöhen und in seltenen Fällen zu Schmierblutungen führen.
  • Bestimmten Schmerzmitteln(Acetylsalicylsäure): vermindern die Aufnahme von Vitamin C in den Körper.
  • bestimmten Arzneimitteln gegen zu viel Eisen im Blut(Deferoxamin). Bei gleich- zeitiger Einnahme von Deferoxamin mit Grippostad C, kann es zu einer
  • Beeinträchtigung der Herzfunktion kommen, die sich nach Absetzen von Grip- postad C wieder normalisiert.
  • einem bestimmten Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen(Fluphenazin).
  • bestimmten Arzneimitteln zur Behandlung von Magengeschwürenwie Cimetidin, Verhütungsmittel zum Einnehmen (die ?Pille?) und bestimmten Alkoholentwöh- nungsmittelnwie Disulfiram: vermindern den Abbau von Grippostad C.
  • bestimmten Schlaf- und Beruhigungsmittelnwie Barbiturate und Rauchen: be- schleunigen den Abbau von Grippostad C.
  • Vitamin B12: Das im Grippostad C enthaltene Vitamin C kann die Wirkung von Vi- tamin B12herabsetzen, weshalb diese Präparate zeitlich versetzt angewendet werden sollen.
Bei Einnahme von Grippostad C zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Grippostad C darf nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden, da Alkohol die Wirkung und die Nebenwirkungen (speziell Leberschäden) von Grippostad C beein- flussen kann.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Grippostad C nicht einnehmen.

Stillzeit

Wenn Sie stillen, dürfen Sie Grippostad C nicht einnehmen, da die Bestandteile von Grippostad C in die Muttermilch übergehen können.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Dieses Arzneimittel kann auch bei Anwendung im empfohlenen Dosisbereich das Re- aktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und/oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße in Zusammenwirken mit Alkohol.

Daher sollen Sie keine Fahrzeuge lenken bzw. Maschinen bedienen oder sonstige Tä- tigkeiten mit potenziell gefährlichen Auswirkungen ausüben.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Grippostad C

Dieses Arzneimittel enthält 5.6 mmol (128 mg) Natrium pro Beutel. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Grippostad C immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeila- ge ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren nehmen 3-mal täglich im Abstand von mindestens 6 Stunden den Inhalt eines Beutels ein.

Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion

Bei Patienten mit Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen sowie einer angeborenen Erkrankung mit Gelbsucht (?Gilbert-Syndrom? oder ?Meulengracht-Krankheit?) muss die Dosis vermindert bzw. das Dosisintervall verlängert werden. Bitte sprechen Sie diesbe- züglich mit Ihrem Arzt.

Bei schwerer Einschränkung der Leber- und/oder Nierenfunktion dürfen Sie Grippostad C nicht einnehmen (siehe unter 2. Grippostad C darf NICHT eingenommen werden).

Ältere Patienten (ab 65 Jahren)

Es ist keine spezielle Dosisanpassung auf Grund des Alters erforderlich. Im Fall von Untergewicht und/oder Organfunktionsstörungen bitte entsprechende Hinweise beach- ten.

Art und Dauer der Anwendung
Zum Einnehmen.

Geben Sie bitte den Inhalt eines Beutels in ein Glas Trinkwasser. Die Auflösung des Granulats erfolgt nach etwa einer Minute, ohne umzurühren. Trinken Sie anschließend den Inhalt des Glases vollständig aus.

Die Anwendungsdauer soll auf die Erkrankungsdauer beschränkt werden.

Grippostad C dürfen Sie ohne ärztliche Konsultation nicht länger als 3 Tage einneh- men, falls die Beschwerden länger als 3 Tage anhalten, muss ein Arzt aufgesucht wer- den.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Grippostad C zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge Grippostad C eingenommen haben, als Sie sollten

Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Grippostad C soforteinen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Dieser wird, je nach- dem wie lange die Einnahme zurückliegt, die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Zei- gen Sie dem Arzt Ihre Tablettenpackung.

Folgende Zeichen können auf eine Überdosierung mit Grippostad C hindeuten, welche sich aus Zeichen von Vergiftungen mit den Einzelsubstanzen (Paracetamol, Chlorphe- naminmaleat, Coffein und Ascorbinsäure (Vitamin C)) zusammensetzen:

  • Paracetamol: Bei Überdosierung kann es anfangs (am 1. Tag) zu Übelkeit, Erbre- chen, Appetitverlust, Blässe und Bauchschmerzen kommen. Trotz Besserung des Allgemeinbefindens am 2. Tag kann es zu einer fortschreitenden Schädigung der Leber kommen.
  • Chlorphenaminmaleat: Bei Überdosierung können Rötung des Gesichts, Bewe- gungs- und Koordinationsstörungen, Erregung, Sinnestäuschungen, Muskelzittern, Krämpfe, starre und weite Pupillen, Mundtrockenheit, Verstopfung und sehr ho- hem Fieber auftreten. Es kann bis zu Koma, Atemlähmung und Herz-Kreislauf- Kollaps kommen. Weiterhin können insbesondere bei Kindern eine Erregung oder Dämpfung des Zentralnervensystems auftreten.
  • Coffein: Bei Überdosierung können Zittern, Störungen des zentralen Nervensys- tems wie Krampfanfälle und Herz-Kreislauf-Störungen auftreten.
  • Ascorbinsäure (Vitamin C): In hohen Dosen kann vorübergehender Durchfall auf- treten, Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit. Bei Patienten mit Neigung zu Nieren- steinen besteht die Gefahr, dass sich Nierensteine bilden.

Die Gefahren bei Überdosierung erhöhen sich insbesondere bei älteren Menschen, kleinen Kindern, Personen mit Lebererkrankungen, regelmäßigem Alkoholmissbrauch, regelmäßiger Fehl- bzw. Unterernährung und bei gleichzeitiger Einnahme von Arznei- mitteln, die zu einer verstärkten Wirkung bestimmter Leberenzyme führen. In diesen

Fällen kann eine Überdosierung zum Tod führen.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Grippostad C Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei je- dem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden üblicherweise folgende Häufigkeits- angaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: betrifft mehr als 1 Behandelten von 10 Häufig: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100 Gelegentlich: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000 Selten: betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Herzerkrankungen

Häufigkeit nicht bekannt: unregelmäßiger Herztätigkeit, wie z.B. Beschleunigung der Herztätigkeit

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Sehr selten: Veränderungen des Blutbildes wie Verminderung der weißen Blutzellen, verminderte Anzahl an Blutplättchen und dadurch verursachte punktförmige bis klein- fleckige Hautblutungen, Verringerung der Anzahl aller Zellen des Blutes, verminderte Blutzellbildung im Knochenmark sowie bei hoher Dosierung veränderter Blutfarbstoff (kann zu Sauerstoffmangel im Gewebe führen).

Erkrankungen des Nervensystems

Gelegentlich: Kopfschmerzen, Ermüdung und Schlaflosigkeit

Sehr selten: Unwillkürliche Bewegungen.

Häufigkeit nicht bekannt: Müdigkeit, Benommenheit.

Augenerkrankungen

Sehr selten: Glaukomauslösung (grüner Star) (Engwinkelglaukom; Augenkrankheit mit erhöhtem Augeninnendruck), Sehstörungen.

Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums

Sehr selten: Die Atemwege betreffende Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellung, bei vorbelasteten Personen kann durch Grippostad C eine Verkrampfung der Atemmuskulatur (Bronchospasmus) ausgelöst werden.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Häufig: Mundtrockenheit.

Sehr selten: Magen-Darm-Beschwerden.

Die Einnahme hoher Mengen an Grippostad C führt häufig zu Durchfall. Vereinzelt wurden Übelkeit und sehr selten eine Entzündung der Speiseröhre beobachtet.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: kann die Einnahme von hohen Dosen von Grippostad C zu verstärktem Harn- drang führen.

Sehr selten: Beschwerden beim Wasserlassen, nach längerer Einnahme höherer Do- sen kann es zu Nierenschäden kommen.

Bei Patienten mit Nierenschäden oder bestehenden Nierensteinen aus Oxalat ist das Risiko der Nierensteinbildung erhöht.

Bei längerem Gebrauch, hoher Dosierung oder regelmäßiger Anwendung von Grip- postad C können Nierenschädigungen auftreten.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Gelegentlich: Allergische Hautreaktionen (einfacher Hautausschlag oder Nesselaus- schlag), unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg (Arzneimittelfieber) und Schleimhautschädigungen.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Sehr selten: Appetitsteigerung.

Erkrankungen des Immunsystems

Sehr selten: Für den Wirkstoff Paracetamol (ein Bestandteil von Grippostad C) sind von einfachen Überempfindlichkeitsreaktionen (einfacher Hautrötung, Quaddeln) bis hin zu schweren Überempfindlichkeitsreaktionen (Haut u. Schleimhautschwellungen, Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufversagen und Schock) beschrieben worden.

Sehr selten: schweren Hautreaktionen mit Blasenbildung (Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom) sind im zeitlichen Zusammenhang mit Grippostad C aufgetreten.

Leber- und Gallenerkrankungen

Selten: Anstieg der Leberwerte .

Sehr selten: Bei längerem Gebrauch, hoher Dosierung oder regelmäßiger Anwendung von Grippostad C können schwere Leberschädigungen auftreten.

Psychiatrische Erkrankungen

Sehr selten: Psychotische Reaktionen.

Häufigkeit nicht bekannt: Innere Unruhe, Schlaflosigkeit.

Untersuchungen

Häufigkeit nicht bekannt: Grippostad C kann verschiedene Laboruntersuchungen durch die enthaltenen Wirkstoffe beeinflussen:

Paracetamol kann Laboruntersuchungen, wie die Harnsäurebestimmung, sowie die Blutzuckerbestimmung beeinflussen.

Vitamin C kann verschiedene Laborwerte (beispielsweise Zuckernachweis

im Harn, Harnsäure, Kreatinin, anorganisches Phosphat) verfälschen. Vitamin C kann auch die Ergebnisse von anderen Labortests verfälschen, z.B. können Tests für Spuren von Blut im Stuhl nach hohen Dosen Vitamin C falsch negativ ausfallen.

Daher wird empfohlen Grippostad C 2-3 Tage vor solchen Tests abzusetzen.

Chlorphenamin schwächt die Reaktion von Haut-Allergietests ab. Grippostad C sollte deshalb 4 Tage vor Durchführung des Tests abgesetzt werden.

Bitte fragen Sie vor Laboruntersuchungen Ihren Arzt.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maß- nahmen, wenn Sie betroffen sind

Bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion (z.B. Atembeschwerden, Hautreaktion, usw.) dürfen Grippostad C nicht nochmals eingenommen werden, und es ist sofort ein Arzt um Rat zu fragen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwir- kungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerbedingungen erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Stickpack nach ?Verw. bis? angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum be- zieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr be- nötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Weitere Informationen

Was Grippostad C enthält

Die Wirkstoffe sind: Paracetamol, Ascorbinsäure (Vitamin C), Coffein und Chlorphe- naminmaleat.

1 Stickpack mit 2,02 g Granulat enthält 400 mg Paracetamol, 300 mg Ascorbinsäure, 50 mg Coffein, 5 mg Chlorphenaminmaleat.

Die sonstigen Bestandteile sind

Wasserfreie Citronensäure (Ph.Eur.), Natriumhydrogencarbonat, Natriumcyclamat, Saccharin-Natrium, Povidon, Riboflavinphosphat-Natrium (Ph.Eur.), Talkum, Zitronen- aroma.

Wie Grippostad C aussieht und Inhalt der Packung

Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen

Weißes oder fast weißes Granulat. Grippostad C ist in Packungen mit 12 Beuteln er- hältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

STADA Arzneimittel GmbH, 1190 Wien

Z. Nr.:

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im November 2011.

Die folgenden Informationen sind nur für Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Die Symptome einer Überdosierungmit Grippostad C Stickpack setzen sich aus den Symptomen der Intoxikationen mit den Einzelsubstanzen zusammen.

Paracetamol

Ein Intoxikationsrisiko besteht insbesondere bei älteren Menschen, kleinen Kindern, Personen mit Lebererkrankungen, chronischem Alkoholmissbrauch, chronischer Fehl- bzw. Unterernährung und bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die zu einer Enzyminduktion führen. In diesen Fällen kann eine Überdosierung zum Tod führen.

In der Regel treten Symptome innerhalb von 24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen, Anorexie, Blässe und Bauchschmerzen. Danach kann es zu einer Besserung des sub- jektiven Befindens kommen, es bleiben jedoch leichte Leibschmerzen als Hinweis auf eine Leberschädigung.

Eine Überdosierung mit ca. 6 g oder mehr Paracetamol als Einzeldosis bei Erwachse- nen oder mit 140 mg/kg Körpergewicht als Einzeldosis bei Kindern führt zu Leberzell- nekrosen, die zu einer totalen irreversiblen Nekrose und später zu hepatozellulärer In- suffizienz, metabolischer Azidose und Enzephalopathie führen können. Diese wieder- um können zu Koma, auch mit tödlichem Ausgang, führen. Gleichzeitig wurden erhöh- te Konzentrationen der Lebertransaminasen (AST, ALT), Laktatdehydrogenase und des Bilirubins in Kombination mit einer erhöhten Prothrombinzeit beobachtet, die 12-48 Stunden nach der Anwendung auftreten können. Klinische Symptome der Leberschä- den werden in der Regel nach 2 Tagen sichtbar und erreichen nach 4-6 Tagen ein Ma- ximum.

Auch wenn keine schweren Leberschäden vorliegen, kann es zu akutem Nierenversa- gen mit akuter Tubulusnekrose kommen. Zu anderen, leberunabhängigen Symptomen, die nach einer Überdosierung mit Paracetamol beobachtet wurden, zählen Myokard- anomalien und Pankreatitis.

Chlorphenaminmaleat

Bei Überdosierung kann es zu einem anticholinergen Syndrom mit Rötung des Ge- sichts, Ataxie, Erregung, Halluzinationen, Muskeltremor, Konvulsionen, starren und er- weiterten Pupillen, trockenem Mund, Obstipation und abnorm hohem Fieber kommen. Daneben können auch zentralnervöse Zeichen einer Vergiftung (Halluzination, Koordi- nationsstörungen, Krämpfe) auftreten. Finale Symptome sind Koma, Atemlähmung und Herz-Kreislauf-Kollaps. Weiterhin können insbesondere bei Kindern ZNS-Stimulation oder ZNS-Depression auftreten.

Coffein

Bei Aufnahme von 1 g Coffein oder mehr in kurzer Zeit können folgende Vergiftungs- symptome auftreten: Tremor, zentralnervöse Symptome wie Krampfanfälle und Herz- Kreislauf-Reaktionen (Tachykardie, Myokardschäden).

Ascorbinsäure

Gefahr von Hämolysen und Nierensteinen (siehe Pkt. 4.4). Nach Einzeldosen ab 3 g treten gelegentlich, ab 10 g fast immer osmotische Diarrhöen und gastrointestinale Be- schwerden wie Übelkeit oder Gastritis auf.