Methaddict 40 mg Tabletten

Abbildung Methaddict 40 mg Tabletten
Wirkstoff(e) Methadon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Ja
Zulassungsdatum 19.04.1999
ATC Code N07BC02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus Betäubungsmittel
Pharmakologische Gruppe Mittel zur Behandlung von Suchterkrankungen

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Hexal Aktiengesellschaft

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Eptadone 5 mg/ml Lösung, 20 ml Einzeldosisflasche Methadon L.Molteni & C.dei F.lli Alitti Societa di Esercizio S.p.A.
Methadon-neuraxpharm 20 mg Tabletten Methadon neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Methasan 5 mg Tabletten Methadon G.L. Pharma GmbH
Eptadone 5 mg/ml Lösung, Mehrdosenflasche Methadon L.Molteni & C.dei F.lli Alitti Societa di Esercizio S.p.A.
Methadon-neuraxpharm 10 mg Tabletten Methadon neuraxpharm Arzneimittel GmbH

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Methaddict enth√§lt den Wirkstoff Methadonhydrochlorid, der zur Gruppe der Opioide geh√∂rt. Methaddict unterdr√ľckt Entzugserscheinungen nach Beendigung von Opiat-Missbrauch.

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Falls einer der Punkte aus dieser Liste auf Sie zutrifft, d√ľrfen Sie das Arzneimittel nicht einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie die von Ihrem Arzt verordnete Dosis 1-mal täglich ein.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf. Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Die Kurzinformation

Alle f√ľr die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen √úberblick √ľber ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gr√ľnden der Lesbarkeit bewusst verk√ľrzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Methaddict enthält den Wirkstoff Methadonhydrochlorid, der zur Gruppe der Opioide gehört.

Methaddict unterdr√ľckt Entzugserscheinungen nach Beendigung von Opiat-Missbrauch.

Methaddict wird angewendet im Rahmen eines integrierten Behandlungskonzeptes in der Substitutionstherapie bei Opiat-/Opioidabhängigkeit bei Erwachsenen, welches die medizinische, soziale und psychologische Versorgung einbezieht.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Methaddict darf nicht eingenommen werden, wenn Sie

  • allergisch gegen Methadonhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • gleichzeitig Monoaminoxidasehemmer (MAO-Hemmer, Arzneimittel gegen die Parkinson-Krankheit oder Depressionen) anwenden oder diese vor weniger als 2 Wochen abgesetzt haben
  • Arzneimittel anwenden, die die Wirkung von Methaddict aufheben oder beeinflussen k√∂nnen, wie Pentazocin und Buprenorphin. Jedoch d√ľrfen diese Arzneimittel zur Behandlung einer √úberdosierung von Methaddict angewendet werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Methaddict einnehmen, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft. Ihr Arzt wird die Behandlung nur dann vornehmen, wenn sie unerlässlich ist. Dies gilt besonders bei

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Bewusstseinsst√∂rungen
  • gleichzeitiger Anwendung von anderen Arzneimitteln, die bestimmte Hirnfunktionen (z. B. die Kontrolle der Atmung) d√§mpfen (siehe auch ‚ÄěEinnahme von Methaddict zusammen mit anderen Arzneimitteln‚Äú und ‚ÄěEinnahme von Methaddict zusammen mit Alkohol‚Äú)
  • gleichzeitiger Anwendung von bestimmten Beruhigungs- und Schlafmitteln (sogenannten Benzodiazepinen):
    Es kann zum Auftreten von Benommenheit, flacher und geschw√§chter Atmung sowie Koma, auch mit t√∂dlichem Ausgang, kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle Beruhigungs- und Schlafmittel, die Sie anwenden, und halten Sie sich bitte genau an die Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes.
  • Krankheiten, bei denen eine Beeintr√§chtigung Ihrer Atmung vermieden werden muss, wie bei
    - Asthma
    - Lungenerkrankungen mit chronisch verengten Atemwegen
    - Herzschwäche, bedingt durch eine schwere Lungenerkrankung
    - mittlerer bis schwerer Beeinträchtigung der Atmung und Atemnot
    - zu niedrigem Sauerstoffgehalt im Blut
    - erhöhtem Kohlendioxidgehalt im Blut.
    Bei diesen Erkrankungen kann bereits bei √ľblichen Dosen von Methaddict das Atmen erschwert werden bis hin zum Atemstillstand. Besonders wenn Sie zu Allergien neigen, sind Verschlechterungen eines bereits bestehenden Asthmas oder von Hautausschl√§gen und Blutbildver√§nderungen m√∂glich.
  • erh√∂htem Hirndruck: Dieser kann verst√§rkt werden.
  • niedrigem Blutdruck bei Fl√ľssigkeitsmangel
  • Prostatavergr√∂√üerung mit unvollst√§ndiger Entleerung der Harnblase
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse
  • Gallenwegserkrankungen
  • Darmerkrankungen mit Verengungen und Entz√ľndungen des Darms
  • Ph√§ochromozytom (ein hormonbildender Tumor der Nebenniere)
  • Unterfunktion der Schilddr√ľse
  • Suizidgef√§hrdung:
    Suizidversuche mit Opiaten, vor allem in Verbindung mit bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (Antidepressiva), Alkohol und weiteren Substanzen, wie z. B. Benzodiazepinen, gehören zum Krankheitsbild der Substanzabhängigkeit. Suchen Sie Ihren Arzt oder eine spezialisierte Beratungsstelle auf, wenn Sie mit einem Beikonsum solcher Mittel nicht aufhören können.
  • schweren Erkrankungen des Bauchraums:
    Die Behandlung mit Methaddict kann schwere Krankheitszust√§nde im Bauchraum verschleiern. Bei ersten Anzeichen einer Erkrankung des Bauchraums m√ľssen Sie sich bis zur genauen Ursachenkl√§rung regelm√§√üig √§rztlich √ľberwachen lassen.
  • Patienten mit Herzrhythmusst√∂rungen oder einer verl√§ngerten Herzkammeraktivit√§t, die als Verl√§ngerung des QT-Intervalls bezeichnet wird, oder Unregelm√§√üigkeiten im Mineralhaushalt, insbesondere bei erniedrigtem Kaliumgehalt im Blut.
    Bestimmte Opiate, wie auch Methadon, k√∂nnen die Herzreizleitung beeinflussen (Verl√§ngerung des QT-Intervalls im EKG). Das kann eine gef√§hrliche Herzrhythmusst√∂rung (zu rascher, unrhythmischer Herzschlag, ‚ÄěTorsade de pointes‚Äú) zur Folge haben. Bei unregelm√§√üigem Herzschlag oder Ohnmachtsanf√§llen informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.
  • Behandlung mit Arzneimitteln gegen Herzrhythmusst√∂rungen der Klassen I und III
  • verlangsamtem Herzschlag

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Methaddict einnehmen, wenn Sie an einer Funktionsstörung der Nebenniere leiden. Ihre Behandlung sollte mit Vorsicht erfolgen.

Weitere Hinweise
Vermeiden Sie Drogen- und Arzneimittelmissbrauch w√§hrend der Behandlung, da dies zu lebensbedrohlichen Zwischenf√§llen f√ľhren kann. Ihr Arzt kann Urinuntersuchungen durchf√ľhren, um einen eventuellen Drogenbeikonsum festzustellen.
Methaddict kann bei längerer und wiederholter Anwendung eine körperliche und geistige Abhängigkeit sowie eine Gewöhnung mit Wirkungsverlust, sogenannte Toleranz, verursachen.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung des Arzneimittels Methaddict kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen f√ľhren. Eine missbr√§uchliche Anwendung von Methaddict zu Dopingzwecken kann zu einer Gef√§hrdung Ihrer Gesundheit f√ľhren.

Einnahme von Methaddict zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Der tägliche Bedarf an Methaddict kann sich durch die Einnahme von anderen Arzneimitteln verändern. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Anzeichen einer verstärkten Wirkung oder Entzugserscheinungen von Methaddict bemerken.

Folgende Arzneimittel d√ľrfen nicht gleichzeitig mit Methaddict eingenommen werden:

  • Monoaminoxidase-Hemmstoffe (Arzneimittel gegen Depressionen oder die Parkinson-Krankheit)
    Diese Arzneimittel m√ľssen mindestens 14 Tage vor der Behandlung mit Methaddict abgesetzt werden. Ansonsten k√∂nnen lebensbedrohliche d√§mpfende oder erregende Wirkungen auf Atmung und Kreislauf auftreten.
  • Pentazocin, Buprenorphin (Arzneimittel gegen starke Schmerzen)
    Bei gleichzeitiger Anwendung mit Methaddict sind Entzugserscheinungen m√∂glich. Buprenorphin darf fr√ľhestens 20 Stunden nach Absetzen von Methaddict angewendet werden. Ausnahmsweise d√ľrfen diese Arzneimittel gleichzeitig mit Methaddict angewendet werden, wenn sie zur Behandlung einer Methaddict-√úberdosierung dienen.
    Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, da sie die Wirkung von Methaddict beeinflussen können:
  • Andere Arzneimittel, die bestimmte Hirnfunktionen (z. B. die Kontrolle der Atmung) d√§mpfen, wie
    - starke Schmerzmittel einschließlich Opioide
    - bestimmte Arzneimittel gegen psychiatrische Beschwerden, deren Wirkstoffe meist auf ‚Äě-azin‚Äú enden, wie Phenothiazin
    - Beruhigungs- und Schlafmittel, sogenannte Benzodiazepine, die meist auf ‚Äě-zepam‚Äú enden, wie Diazepam, Flunitrazepam und andere Schlafmittel
    - Arzneimittel gegen Epilepsie, sogenannte Barbiturate, deren Wirkstoffe meist auf ‚Äě-tal‚Äú enden, wie Phenobarbital
    - Narkosemittel
    - bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen, sogenannte trizyklische Antidepressiva (z. B. Trimipramin und Doxepin)

Die gleichzeitige Anwendung von Methaddict und Beruhigungs-/Schlafmitteln, wie Benzodiazepine oder verwandte Substanzen, erh√∂ht das Risiko von Benommenheit, Schwierigkeiten beim Atmen (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung nur in Betracht gezogen werden, wenn andere Behandlungsm√∂glichkeiten nicht m√∂glich sind. Wenn Ihr Arzt jedoch Methaddict zusammen mit Beruhigungs-/Schlafmitteln verschreibt, sollte die Dosis und Dauer der begleitenden Behandlung von Ihrem Arzt begrenzt werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt √ľber alle sedierenden Medikamente, die Sie einnehmen, und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Es k√∂nnte hilfreich sein, Freunde oder Verwandte auf die oben genannten Anzeichen und Symptome aufmerksam zu machen. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie solche Symptome bemerken.

  • bestimmte Arzneimittel gegen Depressionen, sogenannte selektive Serotoninwiederaufnahmehemmer (‚ÄěSSRI‚Äú, z. B. Sertralin, Fluvoxamin, Fluoxetin und Paroxetin)
  • Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruck (z. B. Reserpin, Clonidin, Urapidil und Prazosin)
  • Cimetidin (ein Arzneimittel zur Verringerung der Magens√§urebildung)
  • Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (z. B. Itraconazol, Ketoconazol, Voriconazol, Fluconazol)
  • Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen (z. B. der Klassen I und III wie Amiodaron)
  • Antibabypille
  • Carbamazepin und Phenytoin (Arzneimittel gegen Epilepsie)
  • Arzneimittel gegen bestimmte bakterielle Erkrankungen, wie Rifampicin, sogenannte Makrolid-Antibiotika, Ciprofloxacin, Fusidins√§ure
  • Johanniskrautpr√§parate
  • Spironolacton (Entw√§sserungsmittel [Diuretikum])
  • Arzneimittel, die die Vermehrung von HI-Viren hemmen (z. B. Efavirenz, Nevirapin, Nelfinavir, Ritonavir, Amprenavir, Didanosin, Stavudin und Zidovudin)

Einnahme von Methaddict zusammen mit Alkohol
Trinken Sie w√§hrend der Einnahme von Methaddict keinen Alkohol. Alkohol kann die Wirkung unvorhersehbar verst√§rken und zu einer schwerwiegenden Vergiftung mit Anzeichen wie Benommenheit, flacher und geschw√§chter Atmung sowie Koma, auch mit t√∂dlichem Ausgang, f√ľhren.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten schwanger zu sein oder beabsichtigen schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Methadon passiert die Plazenta und geht in das Blut des ungeborenen Kindes √ľber. Methaddict kann w√§hrend der Schwangerschaft nach sorgf√§ltiger Nutzen-Risiko-Abw√§gung durch einen Arzt angewendet werden, vorzugsweise unter Aufsicht in einem darauf spezialisierten medizinischen Zentrum.
Aufgrund von Stoffwechselver√§nderungen im Verlauf der Schwangerschaft kann eine Dosiserh√∂hung notwendig sein, um die Wirksamkeit der Behandlung aufrechtzuerhalten. Mit R√ľcksicht auf das ungeborene Kind kann Ihr Arzt auch eine Teilung der Tagesdosis empfehlen.

Die Langzeitanwendung w√§hrend der Schwangerschaft kann zu Gew√∂hnung und Abh√§ngigkeit des ungeborenen Kindes sowie zu Entzugserscheinungen nach der Geburt f√ľhren, die h√§ufig eine station√§re Behandlung erfordern. Des Weiteren kann Methadon - vor oder w√§hrend der Geburt gegeben - beim Neugeborenen zu Atemproblemen f√ľhren.

Stillzeit
Methadon tritt in die Muttermilch √ľber. Ob Sie w√§hrend der Substitutionsbehandlung stillen d√ľrfen, entscheidet Ihr Arzt. Bei √§rztlicher Empfehlung f√ľr das Stillen, sollten Sie Ihr Kind auf Anzeichen einer flachen und geschw√§chten Atmung oder verst√§rkter Schl√§frigkeit √ľberwachen.

Fortpflanzungsfähigkeit
Es wurde berichtet, dass Methadon bei m√§nnlichen Patienten unter Erhaltungstherapie zu sexuellen Funktionsst√∂rungen f√ľhren kann.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen
Methaddict kann Ihr Reaktionsvermögen verändern, sodass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird.

Ihr Arzt entscheidet, ob Sie Kraftfahrzeuge f√ľhren, Maschinen bedienen oder andere gefahrvolle T√§tigkeiten ausf√ľhren d√ľrfen. Er wird dabei Ihr Reaktionsverm√∂gen und Ihre Dosierung von Methaddict ber√ľcksichtigen.

Methaddict enthält Lactose und Sucrose (Zucker)
Bitte nehmen Sie Methaddict daher erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die Substitutionsbehandlung mit Methadon sollte von einem in der Behandlung Opiat-/ Opioidabhängiger erfahrenen Arzt vorzugsweise in Zentren erfolgen, die sich auf die Behandlung der Opiat-/Opioidabhängigkeit spezialisiert haben.

Die empfohlene Dosis beträgt
Nehmen Sie die von Ihrem Arzt verordnete Dosis 1-mal täglich ein.
Ihr Arzt bestimmt die f√ľr Sie am besten geeignete Dosis. W√§hrend Ihrer Behandlung wird der Arzt - unabh√§ngig von Ihrem Ansprechen - m√∂glicherweise die Dosierung anpassen.

Sollte Ihr Verlangen nach Drogen nicht vollst√§ndig unterdr√ľckt sein, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Die geeignete Dosis ist diejenige, bei der keine Entzugserscheinungen auftreten. Zu hohe Dosen f√ľhren jedoch zu Sedierung oder Benommenheit.

Therapiebeendigung
Die Beendigung der Behandlung muss √ľber mehrere Wochen bis Monate erfolgen. Dabei wird die Dosis
in möglichst kleinen Schritten reduziert. Falls erforderlich, kann zum Ausschleichen der Therapie auch
auf eine Methadonlösung umgestellt werden.

√Ąltere Menschen und Patienten mit Nierenerkrankungen oder schweren chronischen Lebererkrankungen
Ihr Arzt wird eine verringerte Dosis verordnen.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Eine Einnahme von Methaddict ist wegen mangelnder Erkenntnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit nicht empfohlen.

Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Nehmen Sie die verordnete Dosis sofort nach Erhalt mit einem Glas Wasser ein.
Methaddict darf nur geschluckt werden. Das missbr√§uchliche Spritzen von Methaddict in eine Vene nach Aufl√∂sen der Tablette f√ľhrt zu √úberdosierung und lebensbedrohenden Nebenwirkungen, wie

  • Blutvergiftung
  • Venenentz√ľndungen
  • Verschluss der Blutgef√§√üe in der Lunge durch ein Blutgerinnsel.

Nehmen Sie die Tabletten genau nach Anweisung des Arztes ein.
Wenn Sie die Anweisungen Ihres Arztes nicht befolgen, gef√§hrden Sie die Weiterf√ľhrung Ihrer Behandlung.

Dauer der Anwendung
Der Arzt bestimmt Ihre Behandlungsdauer. Diese richtet sich nach dem Therapieverlauf und Ihrem Empfinden und ist daher zeitlich nicht begrenzt. Ziel Ihrer Behandlung ist es aber, dass Sie vollständig auf Drogen verzichten.

Wenn Sie eine größere Menge von Methaddict eingenommen haben als Sie sollten
Rufen Sie bereits bei einem Verdacht auf eine √úberdosierung sofort einen Arzt! Halten Sie zur Information des Arztes diese Gebrauchsinformation bereit. Der Arzt wird unverz√ľglich notfallmedizinische Ma√ünahmen ergreifen.
Zeichen einer √úberdosierung sind:

  • ‚Äěsich komisch f√ľhlen‚Äú
  • schlechte Konzentrationsf√§higkeit
  • Schl√§frigkeit
  • Schwindelgef√ľhl im Stehen
  • feuchtkalte Haut
  • verminderte Atmung bis hin zur Blauf√§rbung der Lippen
  • verlangsamter Herzschlag und niedriger Blutdruck
  • stecknadelf√∂rmige Pupillen
  • Erschlaffung der Skelettmuskulatur
  • extreme Schl√§frigkeit mit Bewusstseinsst√∂rungen bis hin zum Koma.

Massive Vergiftungen k√∂nnen zu Atemstillstand, Kreislaufversagen, Herzstillstand und zum Tod f√ľhren.

Die Einnahme von Methaddict durch Personen, die nicht daran gew√∂hnt sind, kann zum Tod durch Atemstillstand f√ľhren. Dies gilt f√ľr

  • Kinder bis 5 Jahre ab einer Dosis von 1 mg Methadonhydrochlorid
  • √§ltere Kinder ab einer Dosis von 3 mg Methadonhydrochlorid
  • nicht an Opioide gew√∂hnte Erwachsene ab einer Dosis von 20 mg Methadonhydrochlorid.

Geben Sie Methaddict deshalb nie an andere Personen weiter!

Wenn Sie die Einnahme von Methaddict vergessen haben
Holen Sie die Einnahme nur am gleichen Tag nach, wenn Sie weniger Methaddict als verordnet eingenommen haben und Entzugserscheinungen auftreten. Erhöhen Sie unter keinen Umständen Ihre Tagesdosis! Informieren Sie Ihren Arzt, wenn nach Einnahme einer geringeren Menge Methaddict keine Entzugssymptome aufgetreten sind, damit Ihre Tagesdosis angepasst werden kann.

Wenn Sie die Einnahme von Methaddict abbrechen
Sie d√ľrfen die Behandlung nach l√§nger dauernder Einnahme nicht pl√∂tzlich unterbrechen oder abbrechen. Pl√∂tzliches Absetzen von Methaddict kann zu schwerwiegenden bis lebensbedrohlichen Entzugserscheinungen f√ľhren. Eine l√§ngerfristige Behandlung muss langsam beendet werden.

Bitte sprechen Sie jede gew√ľnschte √Ąnderung der Behandlung mit Ihrem Arzt ab.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Folgende Entzugserscheinungen treten zu Beginn der Therapie häufig auf (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)

  • Angstzust√§nde
  • Appetitlosigkeit
  • unwillk√ľrliches Muskelzucken
  • Depression
  • Darmkr√§mpfe, Unterleibskr√§mpfe
  • √úbelkeit, Erbrechen
  • Durchfall
  • Fieber, wechselweise Fr√∂steln und Hitzewallungen
  • G√§hnen
  • G√§nsehaut
  • Gewichtsverlust
  • beschleunigter Herzschlag
  • laufende Nase, Niesen
  • erweiterte Pupillen
  • Reizbarkeit
  • Schl√§frigkeit
  • k√∂rperliche Schmerzen
  • Schw√§cheanf√§lle
  • starkes Schwitzen
  • verst√§rkter Tr√§nenfluss
  • Unruhe und Zittern

Mögliche Nebenwirkungen treten mit folgenden Häufigkeiten auf:

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen) bis gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)

  • flache und geschw√§chte Atmung
  • √úbelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Gallenwegskr√§mpfe
  • Herzklopfen, verlangsamter Herzschlag
  • Verwirrtheit, Desorientiertheit
  • Benommenheit, D√§mpfung
  • Schwindel
  • Nesselausschlag und andere Hautausschl√§ge, Juckreiz
  • vermindertes sexuelles Verlangen und/oder Impotenz
  • verminderte Harnmenge, St√∂rungen der Blasenentleerung
  • Wasseransammlungen im Gewebe
  • Schlaflosigkeit, Unruhe
  • Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Schw√§cheanf√§lle
  • gehobene und gedr√ľckte Stimmung
  • Halluzinationen
  • Schwei√üausbr√ľche, Mundtrockenheit
  • Sehst√∂rungen
  • Kopfschmerzen

Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen) bis sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen)

  • Hautr√∂tung mit Hitzegef√ľhl
  • Atemstillstand
  • Herzstillstand
  • Blutdruckabfall beim Aufstehen
  • St√∂rungen der Kreislauffunktion
  • kurz andauernde Ohnmachten durch unregelm√§√üigen Herzschlag
  • Schock
  • Blutungen

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Methadon kann, wie auch andere Opioide, Spasmen der Niereng√§nge verursachen.

Hinweis
Nach Erreichen der regelmäßigen Tagesdosis können sich in einigen Wochen die Nebenwirkungen vermindern. Verstopfung und verstärktes Schwitzen bleiben oft bestehen und können durch geeignete Maßnahmen gemildert werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt.

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem
Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte
Abt. Pharmakovigilanz
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
D-53175 Bonn
Website: www.bfarm.de
anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Blisterpackung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen
Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Die Tabletten können bei Raumtemperatur bis zu 10 Tage außerhalb der Blisterpackung aufbewahrt werden.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Methaddict enthält
Der Wirkstoff ist Methadonhydrochlorid.
Methaddict 5 mg
1 Tablette enthält 5 mg Methadonhydrochlorid.
Methaddict 10 mg
1 Tablette enthält 10 mg Methadonhydrochlorid.
Methaddict 40 mg
1 Tablette enthält 40 mg Methadonhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Maisstärke, Sucrose

Wie Methaddict aussieht und Inhalt der Packung
Methaddict 5 mg
Methaddict 5 mg sind wei√üe, runde Tabletten mit der Pr√§gung ‚Äě5‚Äú auf einer Seite und einer Bruchkerbe auf der anderen Seite. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Methaddict 10 mg
Methaddict 10 mg sind wei√üe, runde Tabletten mit der Pr√§gung ‚Äě10‚Äú auf einer Seite und einer Bruchkerbe auf der anderen Seite. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Methaddict 40 mg
Methaddict 40 mg sind wei√üe, runde Tabletten mit der Pr√§gung ‚Äě40‚Äú auf einer Seite und einer Kreuzbruchkerbe auf der anderen Seite. Die Tablette kann in gleiche Viertel geteilt werden.
Methaddict ist in Blisterpackungen mit 20, 50 und 75 Tabletten bzw. in Blisterpackungen zur Abgabe von Einzeldosen mit 20x1, 50x1 und 75x1 Tabletten erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer
Hexal AG
Industriestraße 25
83607 Holzkirchen
Telefon: (08024) 908-0
Telefax: (08024) 908-1290
E-Mail: service@hexal.com

Hersteller
Salutas Pharma GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Januar 2019.

 

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Zuletzt aktualisiert: 01.03.2023

Quelle: Methaddict 40 mg Tabletten - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Methadon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Hexal Aktiengesellschaft
Betäubungsmittel Ja
Zulassungsdatum 19.04.1999
ATC Code N07BC02
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus Betäubungsmittel
Pharmakologische Gruppe Mittel zur Behandlung von Suchterkrankungen

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden