Mycophenolatmofetil AL 250 mg Hartkapseln

Abbildung Mycophenolatmofetil AL 250 mg Hartkapseln
Wirkstoff(e) Mycophenolsäure
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 05.10.2010
ATC Code L04AA06
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Immunsuppressiva

Zulassungsinhaber

ALIUD PHARMA GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der vollständige Name Ihres Arzneimittels lautet Mycophenolatmofetil AL 250 mg Hartkapseln.

In dieser Packungsbeilage wird der k√ľrzere Name Mycophenolatmofetil AL verwendet.

Mycophenolatmofetil AL enthält Mycophenolatmofetil.

  • Es geh√∂rt zur Arzneimittelgruppe der sogenannten ‚ÄěImmunsuppressiva‚Äú.

Mycophenolatmofetil AL wird verwendet, um zu verhindern, dass Ihr Körper ein verpflanztes Organ abstößt.

Eine Niere, ein Herz oder eine Leber.

Mycophenolatmofetil AL soll in Verbindung mit anderen Arzneimitteln verwendet werden:

  • Ciclosporin und Corticosteroide.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

WARNUNG

Mycophenolat f√ľhrt zu Missbildungen und Fehlgeburt. Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden k√∂nnte, m√ľssen Sie vor Beginn der Behandlung einen negativen Schwangerschaftstest vorweisen und die Anweisungen Ihres Arztes zur Verh√ľtung befolgen.

Ihr Arzt wird Sie m√ľndlich informieren, insbesondere √ľber die Wirkungen von Mycophenolat auf ungeborene Babys. Halten Sie sich an die Anweisungen. Wenn Sie die Anweisungen nicht vollst√§ndig verstehen, bitten Sie Ihren Arzt, Ihnen diese erneut zu erkl√§ren, bevor Sie mit der Einnahme von Mycophenolat beginnen. Beachten Sie ebenfalls die Informationen in diesem Abschnitt unter ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú und ‚ÄěSchwangerschaft, Verh√ľtung und Stillzeit‚Äú.

Mycophenolatmofetil AL darf NICHT eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Mycophenolatmofetil, Mycophenols√§ure oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • wenn Sie eine Frau sind, die schwanger sein k√∂nnte, und Sie keinen negativen Schwangerschaftstest vor Ihrer ersten Verschreibung vorgewiesen haben, da Mycophenolat zu Missbildungen und fetalem Tod f√ľhrt,
  • wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder glauben, schwanger zu sein,
  • wenn Sie keine wirksame Empf√§ngnisverh√ľtung verwenden (siehe Schwangerschaft, Verh√ľtung und Stillzeit),
  • wenn Sie stillen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn einer der oben aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft. Fragen Sie vor der Einnahme von Mycophenolatmofetil AL bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Mycophenolatmofetil AL einnehmen:

  • wenn Sie Anzeichen einer Infektion, wie z.B. Fieber oder Halsschmerzen, haben,
  • wenn Sie unerwartete blaue Flecken oder Blutungen haben,
  • wenn Sie bereits einmal Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, wie z.B. Magengeschw√ľre, hatten,
  • wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder w√§hrend der Anwendung von Mycophenolatmofetil AL schwanger werden.

Fragen Sie vor der Einnahme von Mycophenolatmofetil AL sofort bei Ihrem Arzt nach, wenn einer der oben aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind).

Die Auswirkungen von Sonnenlicht

Mycophenolatmofetil AL schr√§nkt Ihre k√∂rpereigene Abwehrkraft ein. Aus diesem Grund besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Entwicklung von Hautkrebs. Sie sollten sich daher vor zu viel Sonnenlicht und UV-Strahlung sch√ľtzen. Das k√∂nnen Sie machen, indem Sie:

  • sch√ľtzende Kleidung tragen, die auch Ihren Kopf, Ihren Hals und Ihre Arme und Beine bedeckt,
  • Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden.

Einnahme von Mycophenolatmofetil AL zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden. Der Grund hierf√ľr ist, dass Mycophenolatmofetil AL die Wirkungsweise von einigen anderen Arzneimitteln beeinflussen kann. Ebenso k√∂nnen andere Arzneimittel die Wirkungsweise von Mycophenolatmofetil AL beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie mit der Einnahme von Mycophenolatmofetil AL beginnen, insbesondere, wenn Sie eines der nachfolgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Azathioprin oder andere Arzneimittel, die Ihr Immunsystem unterdr√ľcken ‚Äď diese werden nach einer Organtransplantation verabreicht,
  • Colestyramin ‚Äď angewendet zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels,
  • Rifampicin ‚Äď ein Antibiotikum, das zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen, wie z.B. Tuberkulose (TB) angewendet wird,
  • Antazida oder Protonenpumpenhemmer ‚Äď angewendet bei S√§ureproblemen im Magen, wie z.B. Verdauungsst√∂rungen,
  • Phosphatbinder ‚Äď angewendet bei Personen mit chronischer Niereninsuffizienz, um die Aufnahme von Phosphaten in Ihr Blut zu vermindern.

Impfungen

Wenn Sie während der Einnahme von Mycophenolatmofetil AL eine Impfung (Lebend-Impfstoff) benötigen, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Ihr Arzt wird Ihnen raten, welche Impfungen Sie erhalten können.

Sie d√ľrfen w√§hrend und f√ľr mindestens 6 Wochen nach Beendigung einer Behandlung mit Mycophenolatmofetil AL kein Blut spenden. M√§nner d√ľrfen w√§hrend und f√ľr mindestens 90 Tage nach Beendigung einer Behandlung mit Mycophenolatmofetil AL keinen Samen spenden.

Einnahme von Mycophenolatmofetil AL zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Einnahme von Nahrungsmitteln und Getränken hat keinen Einfluss auf Ihre Behandlung mit Mycophenolatmofetil.

Schwangerschaft, Verh√ľtung und Stillzeit

Verh√ľtung bei Frauen, die Mycophenolatmofetil AL einnehmen

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden k√∂nnte, m√ľssen Sie w√§hrend der Einnahme von Mycophenolatmofetil AL eine wirksame Methode zur Empf√§ngnisverh√ľtung anwenden. Das bedeutet:

  • bevor Sie mit der Einnahme von Mycophenolatmofetil AL beginnen,
  • w√§hrend Ihrer gesamten Behandlung mit Mycophenolatmofetil AL,
  • f√ľr 6 Wochen, nachdem Sie die Einnahme von Mycophenolatmofetil AL beendet haben.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber die Verh√ľtungsmethode, die f√ľr Sie am besten geeignet ist. Dies h√§ngt von Ihrer individuellen Situation ab. Wenden Sie vorzugsweise zwei Formen der Empf√§ngnisverh√ľtung an, um das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft zu verringern. Informieren Sie so schnell wie m√∂glich Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass Ihre Verh√ľtungsmethode nicht wirksam war oder Sie die Einnahme der Pille zur Verh√ľtung vergessen haben.

Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, sind Sie eine Frau, die nicht schwanger werden kann:

  • Sie sind postmenopausal, d.h. mindestens 50 Jahre alt und Ihre letzte Periode liegt l√§nger als ein Jahr zur√ľck (wenn Ihre Periode ausgeblieben ist, weil Sie sich einer Behandlung gegen Krebs unterzogen haben, besteht immer noch die M√∂glichkeit, dass Sie schwanger werden k√∂nnten),
  • Ihre Eileiter und beide Eierst√∂cke wurden operativ entfernt (bilaterale Salpingo-Ovariektomie),
  • Ihre Geb√§rmutter wurde operativ entfernt (Hysterektomie),
  • Ihre Eierst√∂cke sind nicht mehr funktionsf√§hig (vorzeitiges Versagen der Eierst√∂cke, was durch einen Facharzt f√ľr Gyn√§kologie best√§tigt wurde),
  • Sie wurden mit einem der folgenden, seltenen, angeborenen Zust√§nde, die das Eintreten einer Schwangerschaft ausschlie√üen, geboren: XY- Gonadendysgenesie, Turner-Syndrom oder Uterusagenesie,
  • Sie sind ein Kind oder Teenager, dessen Periode noch nicht eingetreten ist.

Verh√ľtung bei M√§nnern, die Mycophenolatmofetil AL einnehmen

Die verf√ľgbaren Daten deuten nicht darauf hin, dass ein erh√∂htes Risiko f√ľr Missbildungen oder Fehlgeburten besteht, wenn der Vater Mycophenolat einnimmt. Jedoch kann das Risiko nicht v√∂llig ausgeschlossen werden. Als Vorsichtsma√ünahme wird empfohlen, dass Sie oder Ihre Partnerin w√§hrend der Behandlung und noch 90 Tage, nachdem Sie die Einnahme von Mycophenolatmofetil AL beendet haben, eine wirksame Verh√ľtungsmethode

anwenden. Wenn Sie beabsichtigen, ein Kind zu bekommen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber die m√∂glichen Risiken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Ihr Arzt wird mit Ihnen √ľber die Risiken im Falle einer Schwangerschaft und die alternativen Behandlungsm√∂glichkeiten sprechen, die Ihnen zur Verf√ľgung stehen, um eine Absto√üung Ihres verpflanzten Organs zu verhindern, wenn:

  • Sie planen, schwanger zu werden,
  • bei Ihnen eine Monatsblutung ausgeblieben ist oder Sie glauben, dass eine Monatsblutung ausgeblieben ist, Sie unregelm√§√üige Blutungen haben oder glauben, schwanger zu sein,
  • Sie Sex haben, ohne eine wirksame Methode zur Empf√§ngnisverh√ľtung anzuwenden.

Wenn Sie während der Behandlung mit Mycophenolat schwanger werden, informieren Sie sofort Ihren Arzt. Nehmen Sie Mycophenolatmofetil AL trotzdem noch so lange ein, bis Sie Ihren Arzt aufgesucht haben.

Schwangerschaft

Mycophenolat f√ľhrt sehr h√§ufig zu Fehlgeburten (in 50% der F√§lle) und zu schweren Missbildungen (in 23% - 27% der F√§lle) beim ungeborenen Baby. Berichtete Missbildungen schlie√üen Anomalien der Ohren, Augen, des Gesichts (Lippenspalte/Gaumenspalte), der Entwicklung der Finger, des Herzens, der Speiser√∂hre, der Nieren und des Nervensystems ein (z.B. Spina bifida [Missbildung, bei der die Knochen der Wirbels√§ule nicht richtig entwickelt sind]). Ihr Baby kann von einer oder mehreren Missbildungen betroffen sein.

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden k√∂nnte, m√ľssen Sie vor Beginn der Behandlung einen negativen Schwangerschaftstest vorweisen und die Anweisungen Ihres Arztes zur Verh√ľtung befolgen. Ihr Arzt kann mehr als einen Schwangerschaftstest verlangen, um sicherzugehen, dass Sie vor Beginn der Behandlung nicht schwanger sind.

Stillzeit

Nehmen Sie Mycophenolatmofetil AL nicht ein, wenn Sie stillen, da kleine Mengen des Arzneimittels in die Muttermilch gelangen können.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Mycophenolatmofetil AL wird wahrscheinlich keine Auswirkungen auf Ihre Verkehrst√ľchtigkeit oder Ihre F√§higkeit zur Benutzung von Werkzeugen oder zum Bedienen von Maschinen haben.

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Wie wird es angewendet?

Wie ist Mycophenolatmofetil AL einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wie viel ist einzunehmen?

Die einzunehmende Menge h√§ngt von der Art Ihres Transplantats ab. Die √ľblichen Dosierungen sind unten aufgef√ľhrt. Die Behandlung wird so lange fortgef√ľhrt, wie verhindert werden muss, dass Ihr K√∂rper das verpflanzte Organ abst√∂√üt.

Nierentransplantation

Erwachsene

  • Die erste Dosis wird Ihnen innerhalb von 3 Tagen nach der Transplantation verabreicht.
  • Die Tagesdosis betr√§gt 8 Hartkapseln (2 g des Arzneimittels), die auf 2 Anwendungen verteilt eingenommen wird.
  • Nehmen Sie morgens 4 Hartkapseln und abends 4 Hartkapseln ein.

Kinder (im Alter von 2 bis 18 Jahren)

  • Die verabreichte Dosis h√§ngt von der Gr√∂√üe des Kindes ab.
  • Ihr Arzt wird aufgrund von Gr√∂√üe und Gewicht Ihres Kindes (K√∂rperoberfl√§che gemessen in Quadratmetern oder ‚Äěm2‚Äú) entscheiden, welche Dosis die geeignetste ist. Die empfohlene Dosis betr√§gt 2-mal t√§glich 600 mg/m2.

Herztransplantation

Erwachsene

  • Die erste Dosis wird Ihnen innerhalb von 5 Tagen nach der Transplantation verabreicht.
  • Die Tagesdosis betr√§gt 12 Hartkapseln (3 g des Arzneimittels), die auf 2 Anwendungen verteilt eingenommen wird.
  • Nehmen Sie morgens 6 Hartkapseln und abends 6 Hartkapseln ein.

Kinder

Es liegen keine Informationen f√ľr eine Anwendung von Mycophenolatmofetil AL bei Kindern mit einem Herztransplantat vor.

Lebertransplantation

Erwachsene

  • Die erste Dosis orales Mycophenolatmofetil AL wird Ihnen fr√ľhestens 4 Tage nach der Transplantation verabreicht, und zwar dann, wenn es Ihnen m√∂glich ist, orale Arzneimittel zu schlucken.
  • Die Tagesdosis betr√§gt 12 Hartkapseln (3 g des Arzneimittels), die auf 2 Anwendungen verteilt eingenommen wird.

Nehmen Sie morgens 6 Hartkapseln und abends 6 Hartkapseln ein.

Kinder

  • Es liegen keine Informationen f√ľr eine Anwendung von Mycophenolatmofetil AL bei Kindern mit einem Lebertransplantat vor.

Wie ist Mycophenolatmofetil AL einzunehmen?

Nehmen Sie Ihre Kapseln unzerkaut mit einem Glas Wasser ein.

  • Brechen oder zersto√üen Sie sie nicht.
  • Nehmen Sie keine Kapseln ein, die zerbrochen oder besch√§digt sind.

Passen Sie auf, dass kein Pulver aus dem Inneren einer zerbrochenen Kapsel in Ihre Augen oder in Ihren Mund gelangt.

Sollte dies passieren, sp√ľlen Sie mit viel Leitungswasser.

Passen Sie auf, dass kein Pulver aus dem Inneren einer zerbrochenen Kapsel in Kontakt mit Ihrer Haut kommt.

  • Sollte dies passieren, waschen Sie die Stelle gr√ľndlich mit Wasser und Seife.

Wenn Sie eine größere Menge von Mycophenolatmofetil AL eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine gr√∂√üere Menge von Mycophenolatmofetil AL eingenommen haben, als Sie sollten, suchen Sie unverz√ľglich einen Arzt oder ein Krankenhaus auf. Suchen Sie ebenfalls unverz√ľglich einen Arzt oder ein Krankenhaus auf, wenn ein anderer versehentlich Ihr Arzneimittel eingenommen hat. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit.

Wenn Sie die Einnahme von Mycophenolatmofetil AL vergessen haben

Falls Sie einmal vergessen, das Arzneimittel einzunehmen, nehmen Sie es ein, sobald Sie sich daran erinnern. Nehmen Sie es anschließend wieder zu den gewohnten Zeiten ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Mycophenolatmofetil AL abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Mycophenolatmofetil AL nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt fordert Sie dazu auf. Ein Abbruch der Behandlung mit Mycophenolatmofetil AL kann das Risiko einer Abstoßung des Ihnen verpflanzten Organes erhöhen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bei sich bemerken - Sie benötigen möglicherweise eine medizinische Notfallbehandlung:

  • Anzeichen einer Infektion, wie z.B. Fieber oder Halsschmerzen,
  • unerwartete blaue Flecken oder Blutungen,
  • Ausschlag, Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals mit Atemschwierigkeiten ‚Äď Sie haben m√∂glicherweise eine schwere allergische Reaktion auf das Arzneimittel (wie z.B. Anaphylaxie, Angio√∂dem).

√úbliche Probleme

Zu den h√§ufigeren Problemen geh√∂ren Durchfall, Verminderung der wei√üen oder roten Blutk√∂rperchen, Infektionen und Erbrechen. Ihr Arzt wird regelm√§√üige Blutuntersuchungen durchf√ľhren, um folgende Ver√§nderungen zu √ľberpr√ľfen:

  • die Zahl Ihrer Blutzellen,
  • die Menge anderer Bestandteile Ihres Blutes, wie z.B. Zucker, Fett oder Cholesterin.

Kinder haben möglicherweise häufiger als Erwachsene Nebenwirkungen. Dazu gehören Durchfall, Infektionen, weniger weiße Blutkörperchen und weniger rote Blutkörperchen.

Infektionen abwehren

Mycophenolatmofetil AL schränkt Ihre körpereigene Abwehrkraft ein. Dadurch wird verhindert, dass der Organismus Ihr verpflanztes Organ abstößt. Infolgedessen ist Ihr Körper aber auch nicht mehr in der Lage, Infektionen so wirksam wie sonst abzuwehren. Es ist daher möglich, dass Sie mehr Infektionen bekommen als gewöhnlich. Dazu gehören Infektionen des Gehirns, der Haut, des Mundes, des Magens und des Darmes, der Lungen und des Harntraktes.

Lymph- und Hautkrebs

Wie es bei Patienten, die mit dieser Art von Arzneimitteln (Immunsuppressiva) behandelt werden, vorkommen kann, ist eine kleine Anzahl der Mycophenolatmofetil Patienten an Krebs des Lymphgewebes oder der Haut erkrankt.

Allgemeine Nebenwirkungen

Es k√∂nnen Nebenwirkungen, die den K√∂rper allgemein betreffen, bei Ihnen auftreten. Dazu geh√∂ren schwere allergische Reaktionen (wie z.B. Anaphylaxie, Angio√∂dem), Fieber, starke M√ľdigkeit, Schlafst√∂rungen, Schmerzen (wie z.B.

Magenschmerzen, Schmerzen im Brustkorb, Gelenk-/Muskelschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen), Kopfschmerzen, grippeartige Symptome und Schwellungen.

Des Weiteren können folgende Nebenwirkungen auftreten:

Hautprobleme wie:

Akne, Fieberbl√§schen, G√ľrtelrose, Hautwachstum, Haarausfall, Hautausschlag, Juckreiz.

Probleme des Harntrakts wie:

Probleme des Verdauungstrakts und des Mundes wie:

  • Zahnfleischschwellung und Geschw√ľre im Mund,
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse, des Dickdarms oder des Magens,
  • Darmprobleme, einschlie√ülich Blutungen, Leberprobleme,
  • Verstopfung, √úbelkeit, Verdauungsst√∂rungen, Appetitverlust, Bl√§hungen.

Probleme des Nervensystems wie:

  • Schwindel, Schl√§frigkeit oder Taubheitsgef√ľhl,
  • Zittern, Muskelkr√§mpfe, Krampfanf√§lle,
  • Gef√ľhl der Angst oder Niedergeschlagenheit, Gem√ľtsschwankungen und Ver√§nderungen im Denken.

Probleme des Herzens und der Blutgefäße wie:

Blutdruckveränderungen, ungewöhnlicher Herzschlag, Erweiterung der Blutgefäße.

Probleme der Lunge wie:

  • Lungenentz√ľndung, Bronchitis,
  • Kurzatmigkeit, Husten, m√∂glicherweise aufgrund von Bronchiektasie (eine Erkrankung, bei der die Atemwege der Lunge ungew√∂hnlich erweitert sind) oder Lungenfibrose (verst√§rkte Bildung von Bindegewebe in der Lunge).
    Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie unter anhaltendem Husten oder Atemlosigkeit leiden.
  • Fl√ľssigkeit in der Lunge oder im Brustkorb,
  • Probleme mit den Nebenh√∂hlen.

Andere Probleme wie:

Gewichtsabnahme, Gicht, hoher Blutzucker, Blutungen, blaue Flecken.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Nicht √ľber +25¬įC lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen Mycophenolatmofetil AL nicht verwenden, wenn Sie sichtbare Anzeichen einer Nichtverwendbarkeit bemerken.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Mycophenolatmofetil AL 250 mg Hartkapseln enthält

Der Wirkstoff ist: Mycophenolatmofetil.

Jede Hartkapsel enthält 250 mg Mycophenolatmofetil.

Die sonstigen Bestandteile sind

Kapselinhalt: Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]. Kapselh√ľlle: Gelatine, Gereinigtes Wasser, Natriumdodecylsulfat, Eisen(III)-oxid (E 172), Indigocarmin (E 132), Titandioxid (E 171), Druckfarbe (Schellack, Propylenglycol, Eisen(II,III)-oxid (E 172), Kaliumhydroxid).

Wie Mycophenolatmofetil AL 250 mg Hartkapseln aussieht und Inhalt der Packung

Hartgelatinekapsel mit einem opaken blauen Kapseloberteil und einem opaken pink-farbenen Kapselunterteil, die in schwarzer Farbe den Aufdruck ‚ÄěAPO‚Äú und ‚ÄěM250‚Äú tragen und ein wei√ües bis fast wei√ües Pulver enth√§lt.

Mycophenolatmofetil AL 250 mg Hartkapseln ist in Packungen mit 50, 100 und 300 Hartkapseln erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

ALIUD PHARMA¬ģ GmbH

Gottlieb-Daimler-Straße 19 D-89150 Laichingen info@aliud.de

Hersteller

STADA Arzneimittel AG, Stadastraße 2-18, 61118 Bad Vilbel

Apotex Nederland B.V., Archimedesweg 2, 2333 CN Leiden, Niederlande S.A. Eurogenerics B.V., Heizel Esplanade Heysel b 22, 1020 Brussel, Belgien Clonmel Healthcare Ltd., Waterford Road, Clonmel, Co. Tipperary, Irland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Dänemark: Mycophenolatmofetil STADA

Frankreich: MYCOPHENOLATE MOFETIL EG 250 mg, gélule Deutschland: Mycophenolatmofetil AL 250 mg Hartkapseln Irland: Mycophenolate mofetil Clonmel 250 mg capsules Island: Mycophenolatmofetil Stada 250 mg Hart hylki Portugal: Micofenolato de Mofetil Stada

Rumänien: Micofenolat mofetil Stada 250 mg capsule

Niederlande: Mycofenolaat mofetil STADA 250 mg, capsules, hard

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im M√§rz 2018.

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Zuletzt aktualisiert: 22.08.2022

Quelle: Mycophenolatmofetil AL 250 mg Hartkapseln - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Mycophenolsäure
Zulassungsland Deutschland
Hersteller ALIUD PHARMA GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 05.10.2010
ATC Code L04AA06
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden