Wirkstoff(e) Mycophenolsäure
Zulassungsland Europäische Union (Deutschland)
Hersteller Teva B.V.
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 21.02.2008
ATC Code L04AA06
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Immunsuppressiva

Zulassungsinhaber

Teva B.V.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Myfenax ist ein Arzneimittel, das angewendet wird, um die Reaktionen des Immunsystems zu unterdr√ľcken.

Der Wirkstoff in diesem Arzneimittel wird Mycophenolatmofetil genannt.

Myfenax wird verwendet, um zu verhindern, dass Ihr Körper nach einer Nieren-, Herz- oder Lebertransplantation das verpflanzte Organ abstößt. Es wird in Kombination mit anderen Arzneimitteln mit ähnlicher Wirkung (z.B. Ciclosporin und Corticosteroide) verwendet.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

WARNUNG

Mycophenolat f√ľhrt zu Missbildungen und Fehlgeburten. Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden k√∂nnte, m√ľssen Sie vor Beginn der Behandlung einen negativen Schwangerschaftstest vorweisen und die Anweisungen Ihres Arztes zur Verh√ľtung befolgen.

Ihr Arzt wird Sie m√ľndlich informieren und Ihnen eine gedruckte Informationsbrosch√ľre mitgeben, die insbesondere auf die Wirkungen von Mycophenolat auf ungeborene Babys eingeht. Lesen Sie die Informationen sorgf√§ltig durch und halten Sie sich an die Anweisungen.

Wenn Sie die Anweisungen nicht vollst√§ndig verstehen, bitten Sie Ihren Arzt, Ihnen diese erneut zu erkl√§ren, bevor Sie mit der Einnahme von Mycophenolat beginnen. Beachten Sie ebenfalls die Informationen in diesem Abschnitt unter ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú und ‚ÄěSchwangerschaft, Verh√ľtung und Stillzeit‚Äú.

Myfenax darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Mycophenolatmofetil, Mycophenols√§ure oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • wenn Sie eine Frau sind, die schwanger sein k√∂nnte und Sie keinen negativen Schwangerschaftstest vor Ihrer ersten Verschreibung vorgewiesen haben, da Mycophenolat zu Missbildungen und Fehlgeburten f√ľhrt.
  • wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder glauben, schwanger zu sein.
  • wenn Sie keine wirksame Empf√§ngnisverh√ľtung verwenden (siehe Schwangerschaft, Verh√ľtung und Stillzeit).
  • wenn Sie stillen.

Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn einer der oben aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft. Fragen Sie vor der Einnahme von Myfenax bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Behandlung mit Myfenax beginnen:

  • wenn Sie √§lter als 65 Jahre sind, da Sie im Vergleich zu j√ľngeren Patienten ein erh√∂htes Risiko f√ľr das Auftreten von unerw√ľnschten Ereignissen, wie z. B. bestimmten Virusinfektionen, gastrointestinalen Blutungen und Lungen√∂demen haben k√∂nnen.
  • wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion (z. B. Fieber oder Halsschmerzen), unerwartet blaue Flecken und/oder Blutungen bemerken,
  • wenn Sie gegenw√§rtig oder fr√ľher Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, z. B. Magengeschw√ľre, haben oder hatten.
  • wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder schwanger werden, w√§hrend Sie oder Ihr Partner Myfenax einnehmen.
  • wenn Sie einen erblich bedingten Enzymmangel wie das Lesch-Nyhan- und das Kelley- Seegmiller-Syndrom haben.

Myfenax schr√§nkt Ihre k√∂rpereigene Abwehrkraft ein. Aus diesem Grund besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Entwicklung von Hautkrebs. Sie sollten sich daher vor Sonnenlicht und ultravioletter (UV) Strahlung sch√ľtzen, indem Sie entsprechend sch√ľtzende Kleidung tragen und Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden.

Sie d√ľrfen w√§hrend und f√ľr mindestens 6 Wochen nach Beendigung einer Behandlung mit Myfenax kein Blut spenden. M√§nner d√ľrfen w√§hrend und f√ľr mindestens 90 Tage nach Beendigung einer Behandlung mit Myfenax keinen Samen spenden.

Kinder und Jugendliche

Myfenax wird bei Kindern und Jugendlichen (im Alter von 2 bis 18 Jahren) verwendet, um zu verhindern, dass der Körper nach einer Nierentransplantation das verpflanzte Organ abstößt. Myfenax sollte bei Kindern und Jugendlichen (im Alter von 2 bis 18 Jahren) bei Herz- oder Lebertransplantationen nicht angewendet werden.

Myfenax sollte bei Kindern unter 2 Jahren √ľberhaupt nicht angewendet werden, da auf Grundlage der begrenzten Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten zu dieser Altersgruppe keine Dosierungsempfehlungen gegeben werden k√∂nnen.

Einnahme von Myfenax zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen.

Falls Sie eine der folgenden Fragen mit ‚Äěja‚Äú beantworten k√∂nnen, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von Myfenax beginnen:

Nehmen Sie Medikamente ein, die einen der folgenden Wirkstoffe enthalten: O Azathioprin oder andere immunsupprimierende Substanzen (die manchmal Patienten nach einer Organverpflanzung verabreicht werden), O Colestyramin (zur Behandlung von Patienten mit hohen Blutcholesterinwerten), O Rifampicin (Antibiotikum), O Antazida oder Protonenpumpenhemmer (angewendet bei Säureproblemen im Magen, wie z. B.

Verdauungsstörungen),

1. Phosphatbinder (angewandt bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz, um die Aufnahme von Phosphaten zu vermindern),

O Antibiotika (angewandt zur Behandlung bakterieller Infektionen),

O Isavuconazol (angewandt zur Behandlung von Pilzinfektionen),

O Telmisartan (angewandt zur Behandlung von Bluthochdruck),

  1. oder andere Medikamente (auch solche, die Sie ohne Rezept erhalten), √ľber die Ihr Arzt nicht informiert ist?

Ben√∂tigen Sie eine Impfung (Lebend-Impfstoffe)? Ihr Arzt wird Ihnen raten, was f√ľr Sie geeignet ist.

Schwangerschaft, Verh√ľtung und Stillzeit

Verh√ľtung bei Frauen, die Myfenax anwenden

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden k√∂nnte, m√ľssen Sie w√§hrend der Anwendung von Myfenax eine wirksame Methode zur Empf√§ngnisverh√ľtung anwenden. Das bedeutet:

  • bevor Sie mit der Anwendung von Myfenax beginnen,
  • w√§hrend Ihrer gesamten Behandlung mit Myfenax,
  • w√§hrend der 6 Wochen, die auf die Beendigung der Behandlung mit Myfenax folgen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber die Verh√ľtungsmethode, die f√ľr Sie am besten geeignet ist. Dies h√§ngt von Ihrer individuellen Situation ab. Wenden Sie vorzugsweise zwei Formen der Empf√§ngnisverh√ľtung an, um das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft zu verringern.
    Informieren Sie so schnell wie m√∂glich Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass Ihre Verh√ľtungsmethode nicht wirksam war oder Sie die Einnahme der Pille zur Verh√ľtung vergessen haben.

Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, können Sie nicht schwanger werden:

  • Sie sind postmenopausal, d. h. mindestens 50 Jahre alt und Ihre letzte Periode liegt l√§nger als ein Jahr zur√ľck (wenn Ihre Periode ausgeblieben ist, weil Sie sich einer Behandlung gegen Krebs unterzogen haben, besteht immer noch die M√∂glichkeit, dass Sie schwanger werden k√∂nnten).
  • Ihre Eileiter und beide Eierst√∂cke wurden operativ entfernt (bilaterale Salpingo-Ovariektomie).
  • Ihre Geb√§rmutter wurde operativ entfernt (Hysterektomie).
  • Ihre Eierst√∂cke sind nicht mehr funktionsf√§hig (vorzeitiges Versagen der Eierst√∂cke, was durch einen Facharzt f√ľr Gyn√§kologie best√§tigt wurde).
  • Sie wurden mit einem der folgenden, seltenen, angeborenen Zust√§nde, die das Eintreten einer Schwangerschaft ausschlie√üen, geboren: XY-Gonadendysgenesie, Turner-Syndrom oder Uterusagenesie.
  • Sie sind ein Kind oder Teenager, dessen Periode noch nicht eingetreten ist.

Verh√ľtung bei M√§nnern, die Myfenax einnehmen

Die verf√ľgbaren Daten deuten nicht darauf hin, dass ein erh√∂htes Risiko f√ľr Missbildungen oder Fehlgeburten besteht, wenn der Vater Mycophenolat einnimmt. Jedoch kann das Risiko nicht v√∂llig ausgeschlossen werden. Als Vorsichtsma√ünahme wird empfohlen, dass Sie oder Ihre Partnerin w√§hrend der Behandlung und noch 90 Tage, nachdem Sie die Einnahme von Myfenax beendet haben, eine wirksame Verh√ľtungsmethode anwenden.

Wenn Sie beabsichtigen, ein Kind zu bekommen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber die m√∂glichen Risiken und alternativen Therapien.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Ihr Arzt wird mit Ihnen √ľber die Risiken im Falle einer Schwangerschaft und die alternativen Behandlungsm√∂glichkeiten sprechen, die Ihnen zur Verf√ľgung stehen, um eine Absto√üung Ihres verpflanzten Organs zu verhindern, wenn:

  • Sie planen schwanger zu werden.
  • bei Ihnen eine Monatsblutung ausgeblieben ist oder Sie glauben, dass eine Monatsblutung ausgeblieben ist, Sie unregelm√§√üige Blutungen haben oder glauben schwanger zu sein.
  • Sie Sex haben, ohne wirksame Methoden zur Empf√§ngnisverh√ľtung anzuwenden.

Wenn Sie während der Behandlung mit Mycophenolat schwanger werden, informieren Sie sofort Ihren Arzt. Nehmen Sie Myfenax trotzdem noch so lange ein, bis Sie Ihren Arzt aufgesucht haben.

Schwangerschaft

Mycophenolat f√ľhrt sehr h√§ufig zu Fehlgeburten (in 50 % der F√§lle) und zu schweren Missbildungen (in 23 % - 27 % der F√§lle) beim ungeborenen Baby. Berichtete Missbildungen schlie√üen Anomalien der Ohren, Augen, des Gesichts (Lippenspalte/Gaumenspalte), der Entwicklung der Finger, des Herzens, der Speiser√∂hre, der Nieren und des Nervensystems ein (z. B. Spina bifida [Missbildung, bei der die Knochen der Wirbels√§ule nicht richtig entwickelt sind]). Ihr Baby kann von einer oder mehreren Missbildungen betroffen sein.

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden k√∂nnte, m√ľssen Sie vor Beginn der Behandlung einen negativen Schwangerschaftstest vorweisen und die Anweisungen Ihres Arztes zur Verh√ľtung befolgen. Ihr Arzt kann mehr als einen Schwangerschaftstest verlangen, um sicherzugehen, dass Sie vor Beginn der Behandlung nicht schwanger sind.

Stillzeit

Nehmen Sie Myfenax nicht ein, wenn Sie stillen, da kleine Mengen des Arzneimittels in die Muttermilch gelangen können.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Myfenax hat m√§√üigen Einfluss auf Ihre Verkehrst√ľchtigkeit oder Ihre F√§higkeit zur Benutzung von Werkzeugen oder zum Bedienen von Maschinen. Wenn Sie sich schwindelig, benommen oder verwirrt f√ľhlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal und f√ľhren Sie kein Fahrzeug und benutzen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, bis es Ihnen besser geht.

Myfenax enthält Natrium

Dieses Arzneimittel enth√§lt weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Hartkapsel, d. h. es ist nahezu ‚Äěnatriumfrei‚Äú.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Ihre Behandlung wird durch einen Arzt, der auf Transplantationen spezialisiert ist, begonnen und √ľberwacht.

Im Allgemeinen wird Myfenax wie folgt eingenommen:

Nierentransplantation

Erwachsene

Die erste Dosis wird Ihnen innerhalb von 72 Stunden nach der Transplantation verabreicht werden. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 8 Kapseln (2 g des Wirkstoffs), die auf zwei Verabreichungen verteilt eingenommen werden, so dass morgens 4 Kapseln und abends 4 Kapseln einzunehmen sind.

Kinder und Jugendliche (im Alter von 2 bis 18 Jahren)

Die verabreichte Dosis hängt von der Größe des Kindes ab. Ihr Arzt wird aufgrund der Körperoberfläche (Größe und Gewicht) entscheiden, welche Dosis die geeignetste ist. Die empfohlene Dosis beträgt zweimal täglich 600 mg/m2.

Herztransplantation

Erwachsene

Die erste Dosis wird Ihnen innerhalb von 5 Tagen nach der Transplantation verabreicht werden. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 12 Kapseln (3 g des Wirkstoffs), die auf zwei Verabreichungen verteilt eingenommen werden, so dass morgens 6 Kapseln und abends 6 Kapseln einzunehmen sind.

Kinder

Es liegen keine Informationen f√ľr eine Anwendung von Myfenax bei Kindern mit einem Herztransplantat vor.

Lebertransplantation

Erwachsene

Die erste Dosis orales Myfenax wird Ihnen fr√ľhestens 4 Tage nach der Transplantation verabreicht werden, und zwar dann, wenn es Ihnen m√∂glich ist, das orale Arzneimittel zu schlucken. Die empfohlene Tagesdosis betr√§gt 12 Kapseln (3 g des Wirkstoffs), die auf zwei Verabreichungen verteilt eingenommen werden, so dass morgens 6 Kapseln und abends 6 Kapseln einzunehmen sind.

Kinder

Es liegen keine Informationen f√ľr eine Anwendung von Myfenax bei Kindern mit einem Lebertransplantat vor.

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Kapseln unzerkaut mit einem Glas Wasser ein. Sie k√∂nnen sie mit oder ohne Nahrung einnehmen. Brechen oder zersto√üen Sie sie nicht, und nehmen Sie keine Kapseln ein, die zerbrochen oder besch√§digt sind. Vermeiden Sie den Kontakt mit jeglichem Pulver, das aus einer besch√§digten Kapsel austritt. Falls eine Kapsel versehentlich ge√∂ffnet wird, waschen Sie jegliches Pulver von Ihrer Haut mit Wasser und Seife ab. Gelangt Pulver in Ihre Augen oder in den Mund, sp√ľlen Sie gr√ľndlich mit viel frischem Leitungswasser.

Die Behandlung wird so lange fortgesetzt, wie Sie Immunsuppressiva benötigen, um eine Abstoßung Ihres transplantierten Organes zu verhindern.

Wenn Sie eine größere Menge von Myfenax eingenommen haben, als Sie sollten

Es ist wichtig, dass Sie nicht zu viele Kapseln einnehmen. Fragen Sie die Notfallabteilung Ihres nächstgelegenen Krankenhauses oder Ihren Arzt um Rat, wenn Sie mehr Kapseln eingenommen haben als Sie sollten oder wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Kind welche eingenommen hat.

Wenn Sie die Einnahme von Myfenax vergessen haben

Falls Sie einmal vergessen, das Medikament einzunehmen, nehmen Sie es ein, sobald Sie sich daran erinnern. Nehmen Sie es anschließend wieder zu den gewohnten Zeiten ein.

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Myfenax abbrechen

Beenden Sie die Behandlung mit Myfenax nicht weil Sie sich besser f√ľhlen. Es ist wichtig, dass Sie das Arzneimittel so lange weiter einnehmen, wie Ihnen Ihr Arzt dies verordnet hat. Ein Abbruch der Behandlung mit Myfenax kann das Risiko einer Absto√üung des Ihnen verpflanzten Organes erh√∂hen. H√∂ren Sie nicht auf, das Medikament einzunehmen, bis der Arzt Sie dazu auffordert.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Wenden Sie sich umgehend an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken ‚Äď m√∂glicherweise m√ľssen Sie dringend medizinisch behandelt werden:

  • Anzeichen einer Infektion wie etwa Fieber oder Halsschmerzen.
  • Unerwartete blaue Flecken oder Blutungen.
  • Ausschlag, Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen, mit Atembeschwerden - m√∂glicherweise leiden Sie an einer schwerwiegenden allergischen Reaktion auf das Arzneimittel (wie etwa Anaphylaxie, Angio√∂dem).
  • Schwarzer oder blutiger Stuhl oder Erbrechen von Blut oder dunklen Teilchen, die wie Kaffeesatz aussehen. Dies k√∂nnen Anzeichen von Blutungen im Magen oder Darm sein.

Wie häufig bestimmte Nebenwirkungen auftreten, ist abhängig von dem transplantierten Organ; d. h., abhängig davon, ob dieses Arzneimittel eingenommen wird, um der Abstoßung eines Herz- oder Nierentransplantats vorzubeugen, können manche Nebenwirkungen häufiger oder seltener auftreten. Der Übersichtlichkeit halber wird jede Nebenwirkung grundsätzlich unter der Häufigkeit gelistet, die dem häufigsten Auftreten entspricht.

Andere Nebenwirkungen

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Patienten betreffen)

  • Bakterielle Infektionen, Virus- und/oder Pilzinfektionen
  • Schwerwiegende Infektion, die den ganzen K√∂rper betreffen kann
  • Verminderung der Anzahl wei√üer Blutzellen, roter Blutzellen oder Blutpl√§ttchen, was zu einem erh√∂hten Risiko f√ľr Infektionen, Bluterg√ľsse, Blutungen, Atemlosigkeit und Schw√§che f√ľhren kann
  • Blutung unter der Haut
  • Anstieg der Anzahl der wei√üen Blutzellen
  • S√§ure√ľberschuss im K√∂rper
  • Hoher Cholesterin- und/oder Fettwert im Blut
  • Hoher Blutzuckerspiegel
  • Hohe Kaliumwerte im Blut, niedrige Kalium-, Magnesium-, Kalzium- und/oder Phosphatwerte im Blut
  • Hoher Harns√§urewert im Blut, Gicht
  • Innere Unruhe, Anomalien des Denkens, der Wahrnehmung und der Bewusstseinsstufen, Depression, √Ąngstlichkeit, Schlafst√∂rungen
  • Erh√∂hte Muskelspannung, Zittern, Schl√§frigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Kribbeln, Prickeln oder Taubheitsgef√ľhl
  • Beschleunigter Herzschlag
  • Niedriger/hoher Blutdruck, Erweiterung der Blutgef√§√üe
  • Fl√ľssigkeitsansammlung in der Lunge, Kurzatmigkeit, Husten
  • Aufgebl√§hter Bauch
  • Erbrechen, Magenschmerzen, Durchfall, √úbelkeit
  • Verstopfung, Verdauungsst√∂rungen, Bl√§hungen
  • Verminderter Appetit
  • Ver√§nderungen verschiedener Laborwerte
  • Leberentz√ľndung, Gelbf√§rbung der Haut und der wei√üen Bereiche der Augen
  • Hautwucherungen, Ausschlag, Akne
  • Muskelschw√§che
  • Gelenkschmerzen
  • Nierenprobleme
  • Blut im Urin
  • Fieber, K√§ltegef√ľhl, Lethargie und Schw√§che
  • Fl√ľssigkeitsansammlungen im K√∂rper
  • Vorw√∂lbung eines Teils eines inneren Organs oder von Gewebe durch eine Schwachstelle in der Bauchmuskulatur

Muskelschmerzen, Nacken- oder R√ľckenschmerzen

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Patienten betreffen)

  • Hautkrebs, nicht b√∂sartige Hautwucherungen
  • Anomales und √ľberm√§√üiges Wachstum von Gewebe
  • Verminderung der Anzahl aller Blutzellen
  • Gutartige Vergr√∂√üerung der Lymphknoten, entz√ľndliche Ver√§nderungen der Haut (Pseudolymphom)
  • Gewichtsverlust
  • Anomales Denken
  • Krampfanfall
  • Ver√§nderung des Geschmackssinns
  • Bildung eines Blutgerinnsel in einer Vene
  • Entz√ľndung des Gewebes, das die Bauchinnenwand auskleidet und die meisten Bauchorgane umschlie√üt
  • Darmverschluss
  • Dickdarmentz√ľndung, die zu Bauchschmerzen oder Durchfall f√ľhrt (gelegentlich verursacht durch Zytomegalievirus), Mund- und/oder Magen- und/oder Zw√∂lffingerdarmgeschw√ľr, Entz√ľndung des Magens, der Speiser√∂hre und/oder von Mund und Lippen
  • Aufsto√üen
  • Haarausfall
  • Unwohlsein
  • Verdickung des Zahnfleischs
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse, die starke Schmerzen in Bauch und R√ľcken verursacht

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Patienten betreffen)

  • Protozoeninfektionen
  • Entartung des lymphatischen Gewebes einschlie√ülich b√∂sartiger Tumore
  • Unzureichende Produktion roter Blutzellen
  • Schwerwiegende Erkrankungen des Knochenmarks
  • Ansammlung von Lymphfl√ľssigkeit im K√∂rper
  • Kurzatmigkeit, Husten, m√∂glicherweise aufgrund von Bronchiektasie (eine Erkrankung, bei der die Atemwege der Lunge ungew√∂hnlich erweitert sind) oder Lungenfibrose (verst√§rkte Bildung von Bindegewebe in der Lunge). Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie unter anhaltendem Husten oder Atemlosigkeit leiden
  • Verminderung der Menge von Antik√∂rpern im Blut
  • Starke Verminderung der Anzahl bestimmter wei√üer Blutzellen (m√∂gliche Symptome sind Fieber, Halsschmerzen, h√§ufige Infektionen) (Agranulozytose)

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Ver√§nderungen der Innenwand des D√ľnndarms (intestinale vill√∂se Atrophie)
  • Schwerwiegende Entz√ľndung der Membran, die Gehirn und R√ľckenmark umschlie√üt
  • Schwerwiegende Entz√ľndung des Herzens und der Herzklappen
  • Bakterielle Infektionen, die gew√∂hnlich zu einer schwerwiegenden Lungenerkrankung f√ľhren (Tuberkulose, atypische mykobakterielle Infektion)
  • Schwerwiegende Nierenerkrankung (durch BK-Virus hervorgerufene Nephropathie)
  • Schwerwiegende Erkrankung des Zentralnervensystems (durch JC-Virus hervorgerufene progressive multifokale Leukenzephalopathie)
  • Verminderung der Anzahl bestimmter wei√üer Blutzellen (Neutropenie)
  • Ver√§nderung der Form bestimmter wei√üer Blutzellen

Beenden Sie die Einnahme Ihres Arzneimittels nicht ohne dies vorher mit Ihrem Arzt besprochen zu haben.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das in Anhang V aufgef√ľhrte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Myfenax enthält

  • Der Wirkstoff ist: Mycophenolatmofetil.
    Jede Kapsel enthält 250 mg Mycophenolatmofetil.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Kapselinhalt
    vorverkleisterte St√§rke (Mais) Povidon (K30) Croscarmellose-Natrium Magnesiumstearat Kapselh√ľllen
    Oberteil
    Indigocarmin (E132) Titandioxid (E171) Gelatine
    Unterteil
    Eisen(III)-oxid (E172) Eisen(III)-hydroxid-oxid x H2O (E172) Titandioxid (E171)
    Gelatine
    Schwarze Tinte, bestehend aus: Schellack, Eisen(II,III)-oxid (E172), Propylenglycol und Kaliumhydroxid

Wie Myfenax aussieht und Inhalt der Packung

Hartkapseln

Unterteil: opaque, karamellfarben mit Aufdruck ‚Äě250‚ÄĚ in schwarzer Drucktinte in L√§ngsrichtung

Kapseloberteil: opaque, hellblau mit Aufdruck ‚ÄěM‚Äú in schwarzer Drucktinte in L√§ngsrichtung

Myfenax 250 mg Hartkapseln sind in PVC/PVdC-Aluminium-Blisterpackungen in Packungsgr√∂√üen mit je 100 oder 300 Kapseln oder 100 x 1 Kapsel sowie in B√ľndelpackungen mit 300 (3 Packungen mit je 100) Kapseln erh√§ltlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Teva B.V.

Swensweg 5

2031GA Haarlem

Niederlande

Hersteller

Teva Pharmaceutical Works Private Limited Company

Pallagi √ļt 13.

Debrecen H-4042

Ungarn

Teva Operations Poland Sp. Z.o.o.

Mogilska 80 Str.

31-546 Krakow

Polen

Pharmachemie B.V.

Swensweg 5

2031 GA Haarlem

Niederlande

Falls Sie weitere Informationen √ľber das Arzneimittel w√ľnschen, setzen Sie sich bitte mit dem √∂rtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.

Belgie/Belgique/BelgienLietuva
Teva Pharma Belgium N.V./S.A./AGUAB Teva Baltics
Tél/Tel: +32 38207373Tel: +370 52660203
Luxembourg/Luxemburg
Teba Dapma EAIITeva Pharma Belgium N.V./S.A./AG
Te.I: -359 24899585Belgique/Belgien Tél/Tel: +32 38207373
Cesk√° republikaMagyarorsz√°g
Teva Pharmaceuticals CR, s.r.o. Tel: +420 251007111Teva Gyógyszergyár Zrt. Tel: +36 12886400
DanmarkMalta
Teva Denmark A/S Tlf: +45 44985511Teva Pharmaceuticals Ireland L-Irlanda Tel: +44 2075407117
DeutschlandNederland
TEVA GmbHTeva Nederland B.V.
Tel: +49 73140208Tel: +31 8000228400
EestiNorge
UAB Teva Baltics Eesti filiaal Tel: +372 6610801Teva Norway AS Tlf: +47 66775590
√Ėsterreich
Specifar A.B.E.E.ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH
Tnt: +30 2118805000Tel: +43 1970070
Espa√ĪaPolska
Teva Pharma, S.L.U. Tel: +34 913873280Teva Pharmaceuticals Polska Sp. Z o.o. Tel: +48 223459300
FrancePortugal
Teva Santé Tél: +33 155917800Teva Pharma - Produtos Farmacêuticos, Lda. Tel: +351 214767550
HrvatskaRom√Ęnia
Pliva Hrvatska d.o.o. Tel: +385 13720000Teva Pharmaceuticals S.R.L. Tel: +40 212306524
IrelandSlovenija
Teva Pharmaceuticals Ireland Tel: +44 2075407117Pliva Ljubljana d.o.o. Tel: +386 15890390
√ćslandSlovensk√° republika
Alvogen ehf. Sími: +354 5222900TEVA Pharmaceuticals Slovakia s.r.o. Tel: +421 257267911
ItaliaSuomi/Finland
Teva Italia S.r.l.Teva Finland Oy
Tel: +39 028917981Puh/Tel: +358 201805900
Kózpos Specifar A.B.E.E. Tnt: +30 2118805000Sverige Teva Sweden AB Tel: +46 42121100
Latvija UAB Teva Baltics filiale Latvij√£ Tel: +371 67323666United Kingdom (Northern Ireland) Teva Pharmaceuticals Ireland Ireland Tel: +44 2075407117

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im <{MM.JJJJ}> <{Monat JJJJ}>.

Ausf√ľhrliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf den Internetseiten der Europ√§ischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/ verf√ľgbar.

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Zuletzt aktualisiert: 15.07.2023

Quelle: Myfenax 250 mg Hartkapseln - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Mycophenolsäure
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Hersteller Teva B.V.
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden