Mycophenolatmofetil Tillomed 500 mg Filmtabletten

Abbildung Mycophenolatmofetil Tillomed 500 mg Filmtabletten
Wirkstoff(e) Mycophenolsäure
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Tillomed Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.08.2018
ATC Code L04AA06
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Immunsuppressiva

Zulassungsinhaber

Tillomed Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Mycophenolatmofetil Tillomed 500 mg Filmtabletten enth√§lt Mycophenolatmofetil. Es geh√∂rt zur Arzneimittelgruppe der sogenannten ‚ÄěImmunsuppressiva‚Äú.

Mycophenolatmofetil wird verwendet, um zu verhindern, dass Ihr Körper eine verpflanzte Niere, ein Herz oder eine Leber abstößt. Dieses Arzneimittel sollte in Verbindung mit anderen Arzneimitteln wie Ciclosporin und Corticosteroiden verwendet werden.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

WARNUNG

Mycophenolat f√ľhrt zu Missbildungen und Fehlgeburten. Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden k√∂nnte, m√ľssen Sie vor Beginn der Behandlung einen negativen Schwangerschaftstest vorweisen und die Anweisungen Ihres Arztes zur Verh√ľtung befolgen.

Ihr Arzt wird Sie m√ľndlich informieren und Ihnen eine gedruckte Informationsbrosch√ľre mitgeben, die insbesondere auf die Wirkungen von Mycophenolat auf ungeborene Babys eingeht. Lesen Sie die Informationen sorgf√§ltig durch und halten Sie sich an die Anweisungen.

Gebrauchsinformation Mycophenolatmofetil Filmtabletten

Stand 11/2020

Wenn Sie die Anweisungen nicht vollst√§ndig verstehen, bitten Sie Ihren Arzt, Ihnen diese erneut zu erkl√§ren, bevor Sie mit der Einnahme von Mycophenolat beginnen. Beachten Sie ebenfalls die Informationen in diesem Abschnitt unter ‚ÄěWarnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen‚Äú und ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú.

Mycophenolatmofetil darf nicht eingenommen werden, wenn

  • Sie allergisch gegen Mycophenolatmofetil, Mycophenols√§ure oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
  • Sie eine Frau sind, die schwanger sein k√∂nnte und Sie keinen negativen Schwangerschaftstest vor Ihrer ersten Verschreibung vorgewiesen haben, da Mycophenolat zu Missbildungen und Fehlgeburten f√ľhrt,
  • Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder glauben, schwanger zu sein,
  • Sie keine wirksame Empf√§ngnisverh√ľtung verwenden,
  • Sie stillen.
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn einer der oben aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft. Fragen Sie vor der Einnahme von Mycophenolatmofetil bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, bevor Sie Mycophenolatmofetil einnehmen:

  • wenn Sie Anzeichen einer Infektion, wie z. B. Fieber oder Halsschmerzen, haben,
  • wenn Sie unerwartete blaue Flecken oder Blutungen haben,
  • wenn Sie bereits einmal Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, wie z. B. Magengeschw√ľre, hatten,
  • wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder w√§hrend der Anwendung dieses Arzneimittels

schwanger werden.

Fragen Sie vor der Einnahme von Mycophenolatmofetil sofort bei Ihrem Arzt nach, wenn einer der oben aufgef√ľhrten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind).

Die Auswirkungen von Sonnenlicht

Mycophenolatmofetil schr√§nkt Ihre k√∂rpereigene Abwehrkraft ein. Aus diesem Grund besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr die Entwicklung von Hautkrebs. Sie sollten sich daher vor zu viel Sonnenlicht und UV- Strahlung sch√ľtzen. Das k√∂nnen Sie machen, indem Sie:

  • sch√ľtzende Kleidung tragen, die auch Ihren Kopf, Ihren Hals und Ihre Arme und Beine bedeckt,
  • Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden.

Einnahme von Mycophenolatmofetil zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, einschlie√ülich pflanzliche Arzneimittel, handelt. Der Grund hierf√ľr ist, dass Mycophenolatmofetil die Wirkungsweise von einigen anderen Arzneimitteln beeinflussen kann. Ebenso k√∂nnen andere Arzneimittel die Wirkungsweise dieses Arzneimittels beeinflussen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie mit der Einnahme von Mycophenolatmofetil beginnen, insbesondere, wenn Sie eines der nachfolgenden Arzneimittel einnehmen:

  • Azathioprin oder andere Arzneimittel, die Ihr Immunsystem unterdr√ľcken ‚Äď diese werden nach einer Organtransplantation verabreicht,
  • Colestyramin ‚Äď angewendet zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels,

Gebrauchsinformation Mycophenolatmofetil Filmtabletten

Stand 11/2020

  • Rifampicin - ein Antibiotikum, das zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen, wie z. B. Tuberkulose (TB), angewendet wird,
  • Antazida oder Protonenpumpenhemmer - angewendet bei S√§ureproblemen im Magen, wie z. B. Verdauungsst√∂rungen,
  • Phosphatbinder ‚Äď angewendet bei Personen mit chronischer Niereninsuffizienz, um die Aufnahme von Phosphaten in Ihr Blut zu vermindern.

Impfungen

Wenn Sie während der Einnahme von Mycophenolatmofetil eine Impfung (Lebendimpfstoff) benötigen, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Ihr Arzt wird Ihnen raten, welche Impfungen Sie erhalten können.

Sie d√ľrfen w√§hrend und f√ľr mindestens 6 Wochen nach Beendigung einer Behandlung mit Mycophenolatmofetil kein Blut spenden. M√§nner d√ľrfen w√§hrend und f√ľr mindestens 90 Tage nach Beendigung einer Behandlung mit diesem Arzneimittel keinen Samen spenden.

Einnahme von Mycophenolatmofetil zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Die Einnahme von Nahrungsmitteln und Getränken hat keine Auswirkung auf Ihre Behandlung mit diesem Arzneimittel.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Verh√ľtung bei Frauen, die Mycophenolatmofetil einnehmen

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden k√∂nnte, m√ľssen Sie w√§hrend der Einnahme von Mycophenolatmofetil eine wirksame Methode zur Empf√§ngnisverh√ľtung anwenden. Das bedeutet:

  • bevor Sie mit der Einnahme von Mycophenolatmofetil beginnen,
  • w√§hrend Ihrer gesamten Behandlung mit Mycophenolatmofetil,
  • f√ľr 6 Wochen, nachdem Sie die Einnahme von Mycophenolatmofetil beendet haben.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber die Verh√ľtungsmethode, die f√ľr Sie am besten geeignet ist. Dies h√§ngt von Ihrer individuellen Situation ab. Wenden Sie vorzugsweise zwei Formen der Empf√§ngnisverh√ľtung an, um das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft zu verringern.
    Informieren Sie so schnell wie m√∂glich Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass Ihre Verh√ľtungsmethode nicht wirksam war oder Sie die Einnahme der Pille zur Verh√ľtung vergessen haben.

Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, sind Sie eine Frau, die nicht schwanger werden kann:

  • Sie sind postmenopausal, d. h. mindestens 50 Jahre alt und Ihre letzte Periode liegt l√§nger als ein Jahr zur√ľck (wenn Ihre Periode ausgeblieben ist, weil Sie sich einer Behandlung gegen Krebs unterzogen haben, besteht immer noch die M√∂glichkeit, dass Sie schwanger werden k√∂nnten),
  • Ihre Eileiter und beide Eierst√∂cke wurden operativ entfernt (bilaterale Salpingo-Ovariektomie),
  • Ihre Geb√§rmutter wurde operativ entfernt (Hysterektomie),
  • Ihre Eierst√∂cke sind nicht mehr funktionsf√§hig (vorzeitiges Versagen der Eierst√∂cke, was durch einen Facharzt f√ľr Gyn√§kologie best√§tigt wurde),
  • Sie wurden mit einem der folgenden, seltenen, angeborenen Zust√§nde, die das Eintreten einer Schwangerschaft ausschlie√üen, geboren: XY-Gonadendysgenesie, Turner-Syndrom oder Uterusagenesie,
  • Sie sind ein Kind oder Teenager, dessen Periode noch nicht eingetreten ist.

Verh√ľtung bei M√§nnern, die Mycophenolatmofetil einnehmen

Die verf√ľgbaren Daten deuten nicht darauf hin, dass ein erh√∂htes Risiko f√ľr Missbildungen oder

Gebrauchsinformation Mycophenolatmofetil Filmtabletten

Stand 11/2020

Fehlgeburten besteht, wenn der Vater Mycophenolat einnimmt. Jedoch das Risiko kann nicht v√∂llig ausgeschlossen werden. Als Vorsichtsma√ünahme wird empfohlen, dass Sie oder Ihre Partnerin w√§hrend der Behandlung und noch 90 Tage, nachdem Sie die Einnahme von Mycophenolatmofetil beendet haben, eine wirksame Verh√ľtungsmethode anwenden.

Wenn Sie beabsichtigen, ein Kind zu bekommen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber die m√∂glichen Risiken.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, glauben schwanger zu sein oder planen schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen. Ihr Arzt wird mit Ihnen √ľber die Risiken im Falle einer Schwangerschaft und die alternativen Behandlungsm√∂glichkeiten sprechen, die Ihnen zur Verf√ľgung stehen, um eine Absto√üung Ihres verpflanzten Organs zu verhindern, wenn:

  • Sie planen schwanger zu werden,
  • bei Ihnen eine Monatsblutung ausgeblieben ist oder Sie glauben, dass eine Monatsblutung ausgeblieben ist, Sie unregelm√§√üige Blutungen haben oder glauben schwanger zu sein,
  • Sie Sex haben, ohne eine wirksame Methode zur Empf√§ngnisverh√ľtung anzuwenden.

Wenn sie während der Behandlung mit Mycophenolat schwanger werden, informieren Sie sofort Ihren Arzt. Nehmen Sie Mycophenolatmofetil trotzdem noch so lange ein, bis Sie Ihren Arzt aufgesucht haben.

Schwangerschaft

Mycophenolatmofetil f√ľhrt sehr h√§ufig zu Fehlgeburten (in 50 % der F√§lle) und zu schweren Missbildungen (in 23 % - 27 % der F√§lle) beim ungeborenen Baby. Berichtete Missbildungen schlie√üen Anomalien der Ohren, Augen, des Gesichts (Lippenspalte/Gaumenspalte), der Entwicklung der Finger, des Herzens, der Speiser√∂hre, der Nieren und des Nervensystems ein (z. B. Spina bifida [Missbildung, bei der die Knochen der Wirbels√§ule nicht richtig entwickelt sind]). Ihr Baby kann von einer oder mehreren Missbildungen betroffen sein.

Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden k√∂nnte, m√ľssen Sie vor Beginn der Behandlung einen negativen Schwangerschaftstest vorweisen und die Anweisungen Ihres Arztes zur Verh√ľtung befolgen. Ihr Arzt kann mehr als einen Schwangerschaftstest verlangen, um sicherzugehen, dass Sie vor Beginn der Behandlung nicht schwanger sind.

Stillzeit

Nehmen Sie Mycophenolatmofetil nicht ein, wenn Sie stillen, da kleine Mengen des Arzneimittels in die Muttermilch gelangen können.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Mycophenolatmofetil wird wahrscheinlich keine Auswirkungen auf Ihre Verkehrst√ľchtigkeit oder Ihre F√§higkeit zur Benutzung von Werkzeugen oder zum Bedienen von Maschinen haben.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Wie viel ist einzunehmen?

Gebrauchsinformation Mycophenolatmofetil Filmtabletten

Stand 11/2020

Die einzunehmende Menge h√§ngt von der Art Ihres Transplantats ab. Die √ľblichen Dosierungen sind unten aufgef√ľhrt. Die Behandlung wird so lange fortgef√ľhrt, wie verhindert werden muss, dass Ihr K√∂rper das verpflanzte Organ abst√∂√üt.

Nierentransplantation

ERWACHSENE

  • Die erste Dosis wird Ihnen innerhalb von 3 Tagen nach der Transplantation gegeben.
  • Die Tagesdosis betr√§gt 4 Tabletten (2 g des Arzneimittels), die auf zwei Anwendungen verteilt eingenommen wird.
  • Nehmen Sie morgens 2 Tabletten und abends 2 Tabletten ein.

KINDER (IM ALTER VON 2 BIS 18 JAHREN)

  • Die gegebene Dosis h√§ngt von der Gr√∂√üe des Kindes ab.
  • Ihr Arzt wird aufgrund von Gr√∂√üe und Gewicht Ihres Kindes (K√∂rperoberfl√§che gemessen in Quadratmetern oder ‚Äěm¬≤‚Äú) entscheiden, welche Dosis die geeignetste ist. Die empfohlene Dosis betr√§gt zweimal t√§glich 600 mg/m¬≤.

Herztransplantation

ERWACHSENE

  • Die erste Dosis wird Ihnen innerhalb von 5 Tagen nach der Transplantation gegeben.
  • Die Tagesdosis betr√§gt 6 Tabletten (3 g des Arzneimittels), die auf zwei Anwendungen verteilt eingenommen wird.
  • Nehmen Sie morgens 3 Tabletten und abends 3 Tabletten ein.

KINDER

Es liegen keine Informationen zur Anwendung von Mycophenolatmofetil bei Kindern mit einem Herztransplantat vor.

Lebertransplantation

ERWACHSENE

  • Die erste Dosis orales Mycophenolatmofetil wird Ihnen fr√ľhestens 4 Tage nach der Transplantation gegeben, und zwar dann, wenn es Ihnen m√∂glich ist, orale Arzneimittel zu schlucken.
  • Die Tagesdosis betr√§gt 6 Tabletten (3 g des Arzneimittels), die auf zwei Anwendungen verteilt eingenommen wird.
  • Nehmen Sie morgens 3 Tabletten und abends 3 Tabletten ein.

KINDER

Es liegen keine Informationen zur Anwendung von Mycophenolatmofetil bei Kindern mit einem Lebertransplantat vor.

Wie ist Mycophenolatmofetil einzunehmen?

  • Nehmen Sie Ihre Tabletten unzerkaut mit einem Glas Wasser ein.
  • Sie d√ľrfen die Tabletten nicht zerbrechen oder zersto√üen. Damit verhindern Sie ein Einatmen des Pulvers oder dessen direkten Kontakt mit der Haut oder den Schleimh√§uten. Kommt es zu einem solchen Kontakt, waschen Sie die betroffene Stelle gr√ľndlich mit Seife und Wasser bzw. sp√ľlen Sie Ihre Augen mit Leitungswasser.

Wenn Sie eine größere Menge von Mycophenolatmofetil eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie eine größere Menge von Mycophenolatmofetil eingenommen haben, als Sie sollten, suchen Sie

Gebrauchsinformation Mycophenolatmofetil Filmtabletten

Stand 11/2020

bitte unverz√ľglich einen Arzt oder ein Krankenhaus auf. Suchen Sie ebenfalls unverz√ľglich einen Arzt oder ein Krankenhaus auf, wenn ein anderer versehentlich Ihr Arzneimittel eingenommen hat. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit.

Wenn Sie die Einnahme von Mycophenolatmofetil vergessen haben

Falls Sie einmal vergessen, das Arzneimittel einzunehmen, nehmen Sie es ein, sobald Sie sich daran erinnern. Nehmen Sie es anschließend wieder zu den gewohnten Zeiten ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Mycophenolatmofetil abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Mycophenolatmofetil nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt fordert Sie dazu auf. Ein Abbruch der Behandlung kann das Risiko einer Abstoßung des Ihnen verpflanzten Organs erhöhen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Informieren Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bei sich bemerken ‚Äď Sie ben√∂tigen m√∂glicherweise eine medizinische Notfallbehandlung:

  • Anzeichen einer Infektion, wie z. B. Fieber oder Halsschmerzen,
  • unerwartete blaue Flecken oder Blutungen,
  • Ausschlag, Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge oder Hals mit Atemschwierigkeiten ‚Äď Sie haben m√∂glicherweise eine schwere allergische Reaktion auf das Arzneimittel (wie z. B. Anaphylaxie, Angio√∂dem).

√úbliche Probleme

Zu den h√§ufigeren Problemen geh√∂ren Durchfall, Verminderung der wei√üen oder roten Blutk√∂rperchen, Infektionen und Erbrechen. Ihr Arzt wird regelm√§√üige Blutuntersuchungen durchf√ľhren, um folgende Ver√§nderungen zu √ľberpr√ľfen:

  • die Anzahl Ihrer Blutzellen,
  • die Menge anderer Bestandteile Ihres Blutes, wie z. B. Zucker, Fett oder Cholesterin. Kinder haben m√∂glicherweise h√§ufiger als Erwachsene Nebenwirkungen. Dazu geh√∂ren Durchfall, Infektionen, weniger wei√üe Blutk√∂rperchen und weniger rote Blutk√∂rperchen.

Infektionen abwehren

Mycophenolatmofetil schränkt Ihre körpereigene Abwehrkraft ein. Dadurch wird verhindert, dass der Organismus Ihr verpflanztes Organ abstößt. Infolgedessen ist Ihr Körper aber auch nicht mehr in der Lage, Infektionen so wirksam wie sonst abzuwehren. Es ist daher möglich, dass Sie mehr Infektionen bekommen als gewöhnlich. Dazu gehören Infektionen des Gehirns, der Haut, des Mundes, des Magens und des Darms, der Lungen und des Harntrakts.

Lymph- und Hautkrebs

Wie es bei Patienten, die mit dieser Art von Arzneimitteln (Immunsuppressiva) behandelt werden, vorkommen kann, ist eine kleine Anzahl der Patienten, die Mycophenolatmofetil einnehmen, an Krebs des Lymphgewebes oder der Haut erkrankt.

Gebrauchsinformation Mycophenolatmofetil Filmtabletten

Stand 11/2020

Allgemeine Nebenwirkungen

Es k√∂nnen Nebenwirkungen, die den K√∂rper allgemein betreffen, bei Ihnen auftreten. Dazu geh√∂ren schwere allergische Reaktionen (wie z. B. Anaphylaxie, Angio√∂dem), Fieber, starke M√ľdigkeit, Schlafst√∂rungen, Schmerzen (wie z. B. Magenschmerzen, Schmerzen im Brustkorb, Gelenk- /Muskelschmerzen oder Schmerzen beim Wasserlassen), Kopfschmerzen, grippeartige Symptome und Schwellungen.

Des Weiteren können folgende Nebenwirkungen auftreten:

Hautprobleme wie:

Akne, Fieberbl√§schen, G√ľrtelrose, Hautwachstum, Haarausfall, Hautausschlag, Juckreiz.

Probleme des Harntrakts wie:

Probleme des Verdauungstrakts und des Mundes wie:

  • Zahnfleischschwellung und Geschw√ľre im Mund,
  • Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse, des Dickdarms oder des Magens,
  • Darmprobleme, einschlie√ülich Blutungen, Leberprobleme,
  • Verstopfung, √úbelkeit, Verdauungsst√∂rungen, Appetitverlust, Bl√§hungen.

Probleme des Nervensystems wie:

  • Schwindel, Schl√§frigkeit oder Taubheitsgef√ľhl,
  • Zittern, Muskelkr√§mpfe, Krampfanf√§lle,
  • Gef√ľhl der Angst oder Niedergeschlagenheit, Gem√ľtsschwankungen und Ver√§nderungen im Denken.

Probleme des Herzens und der Blutgefäße wie:

Blutdruckveränderungen, ungewöhnlicher Herzschlag, Erweiterung der Blutgefäße.

Probleme der Lunge wie:

  • Lungenentz√ľndung, Bronchitis,
  • Kurzatmigkeit, Husten, m√∂glicherweise aufgrund von Bronchiektasie (eine Erkrankung, bei der die Atemwege der Lunge ungew√∂hnlich erweitert sind) oder Lungenfibrose (verst√§rkte Bildung von Bindegewebe in der Lunge). Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie unter anhaltendem Husten oder Atemlosigkeit leiden.
  • Fl√ľssigkeit in der Lunge oder im Brustkorb, Probleme mit den Nebenh√∂hlen.

Andere Probleme wie:

Gewichtsabnahme, Gicht, hoher Blutzucker, Blutungen, blaue Flecken.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber dem Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt- Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Gebrauchsinformation Mycophenolatmofetil Filmtabletten

Stand 11/2020

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach ‚ÄěVerwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

F√ľr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Mycophenolatmofetil Tillomed 500 mg Filmtabletten enthält

  • Der Wirkstoff ist: Mycophenolatmofetil. Jede Tablette enth√§lt 500 mg Mycophenolatmofetil.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: mikrokristalline Cellulose, Povidon, Croscarmellose-Natrium, Talkum, Magnesiumstearat (Ph.Eur). Der Tabletten√ľberzug enth√§lt: Hypromellose, Titandioxid (E 171), Macrogol 400, Eisen (III)-oxid (E 172), Eisen (II, III)-oxid (E 172) und Eisen (III)- hydroxid-oxid x H2O (E 172).

Wie Mycophenolatmofetil Tillomed 500 mg Filmtabletten aussieht und Inhalt der Packung

Mycophenolatmofetil Tillomed 500 mg Filmtabletten sind violettfarbene Filmtabletten in Kapselform, auf beiden Seiten ohne Prägung.

Die Tabletten sind in PVC-Aluminium-Einzeldosis-Blistern mit 50, 150 und 250 Filmtabletten erhältlich. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Tillomed Pharma GmbH

Mittelstraße 5/5A

12529 Schönefeld

Deutschland

Hersteller1

Emcure Pharma UK Ltd

Basepoint Business Centre

110 Butterfield, Great Marlings

Luton, LU2 8DL

Vereinigtes Königreich

1 In der Druckversion der Packungsbeilage ist jeweils nur der Hersteller aufzuf√ľhren, der f√ľr die Freigabe der jeweiligen Charge verantwortlich ist.

Gebrauchsinformation Mycophenolatmofetil Filmtabletten

Stand 11/2020

Tillomed Laboratories Ltd

220 Butterfield, Great Marlings

Luton, LU2 8DL

Vereinigtes Königreich

MIAS Pharma Limited

Suite 2, Stafford House, Strand Road

Portmarnock, Co.

Dublin

Irland

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Vereinigtes Königreich Mycophenolate mofetil Tillomed 500 mg film-coated tablets
Deutschland Mycophenolatmofetil Tillomed 500 mg Filmtabletten
Spanien MICOFENOLATO DE MOFETILO TILLOMED 500 MG
  COMPRIMIDOS RECUBIERTOS CON PELICULA EFG
Italien Micofenolato mofetile Tillomed
Frankreich Mycophenolate mofetil Tillomed 500 mg comprimés pelliculés

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2020.

Gebrauchsinformation Mycophenolatmofetil Filmtabletten

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Wirkstoff(e) Mycophenolsäure
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Tillomed Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.08.2018
ATC Code L04AA06
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden