Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung

Abbildung Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung
Wirkstoff(e) Pegaspargase
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Les Laboratoires Servier
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.11.1994
ATC Code L01XX24
Pharmakologische Gruppe Andere antineoplastische Mittel

Zulassungsinhaber

Les Laboratoires Servier

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Oncaspar Pegaspargase Medac Gesellschaft fĂŒr klinische SpezialprĂ€parate mbH
Oncaspar 750 E/ml Injektions-/Infusionslösung Pegaspargase Les Laboratoires Servier
Oncaspar 750 E/ml Pulver zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung Pegaspargase Les Laboratoires Servier

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofĂŒr wird es verwendet?

Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung ist ein Arzneimittel (Zytostatikum), das den L- Asparagin-Spiegel in den Tumorzellen absenkt, so dass die Proteinsynthese in diesen Zellen zum Erliegen kommt.

Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung wird angewendet als Bestandteil einer antineoplastischen Kombinationstherapie zur Reinduktion bei akuter lymphatischer LeukĂ€mie (ALL) im Kindes- und Erwachsenenalter bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit auf „native“ L- Asparaginasen.

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Was mĂŒssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ein posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (charakterisiert durch Kopfschmerz, Verwirrtheit, KrampfanfÀlle und Sehverlust) kann die Gabe von blutdrucksenkenden Arzneimitteln und -- bei Auftreten yon KrampfanfÀllen -- eine Epjlepsie-Therapie erforderlich machen.

Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Pegaspargase oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Be- standteile dieses Arzneimittels sind (wenn Sie bereits frĂŒher schwere allergische Reaktionen, wie z. B. Nesselsucht, BronchialkrĂ€mpfe, niedrigen Blutdruck, Kehlkopfödem oder andere schwere Nebenwirkungen nach der Verabreichung von Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung gezeigt haben);
  • wenn Sie eine EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse haben oder in der Vergangenheit hatten;
  • wenn Sie im Zusammenhang mit einer frĂŒheren L-Asparaginase-Therapie akute Blutungen hatten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker,bevor Sie Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung anwenden.

  • wenn Sie gleichzeitig andere Arzneimittel mit gerinnungshemmenden Eigenschaften wie Ace- tylsalicylsĂ€ure und nicht-steroidale entzĂŒndungshemmende Mittel anwenden (siehe Anwendung von Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung zusammen mit anderen Arzneimitteln). Sie unterliegen einem höheren Risiko auf Blutungsstörungen als gewöhnlich.
  • falls Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung aufgrund möglicher immunsuppressiver AktivitĂ€t bei Ihnen Infektionen begĂŒnstigt.
  • wenn Sie eine Kombinationschemotherapie erhalten, die Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung einschließt. Es kann eine schwere hepatische ToxizitĂ€t und eine ToxizitĂ€t am zentralen Nervensystem folgen. Vorsicht ist geboten, wenn Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung in Kombination mit anderen hepatotoxischen Wirkstoffen gegeben wird, besonders bei vorliegender Leberdysfunktion.

Anwendung von Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kĂŒrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob unter diesen UmstĂ€nden mit UnvertrĂ€glichkeiten zu rechnen ist oder ob besondere Maßnahmen, wie z. B. eine neue Dosisfestsetzung, erforderlich sind, wenn die-ses Arzneimittel bei Ihnen angewendet wird.

Die Verminderung von Serum-Protein durch Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung kann die ToxizitÀt anderer, an Protein gebundener Arzneimittel erhöhen.

ZusÀtzlich kann Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung durch die Hemmung der Proteinsynthese und Zellteilung den Wirkungsmechanismus anderer Substanzen wie z. B. Methotrexat, die die Zellteilung zur Entfaltung ihrer Wirkung benötigen, stören.

Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung kann die enzymatische Entgiftung anderer Arzneimittel stören, insbesondere in der Leber.

Die Anwendung von Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung kann zu schwankenden Koagulationsfaktoren fĂŒhren. Dieses kann die Veranlagung zu Blutungen und/oder Thrombose fördern. Vorsicht ist daher geboten bei gleichzeitiger Gabe von Antikoagulantien wie Cumarin, Heparin, Dipyridamol, AcetylsalicylsĂ€ure oder nicht-steroidalen Antirheumatika.

Unmittelbar vorausgehende oder gleichzeitige Behandlung mit Vincristin kann dessen ToxizitÀt verstÀrken und erhöht das Risiko anaphylaktischer Reaktionen.

Bei gleichzeitiger Gabe von Prednison und Pegaspargase kann eine VerÀnderung von Gerinnungsparametern (z. B. Fibrinogen- und ATIII-Senkung) verstÀrkt vorkommen.

Methotrexat und Cytarabin können unterschiedlich interferieren: Eine vorausgehende Applikation dieser Substanzen kann die Pegaspargase-Wirkung synergistisch steigern. Bei nachfolgender Applikation dieser Substanzen kann die Pegaspargase-Wirkung antagonistisch abgeschwÀcht werden.

Pegaspargase kann die ToxizitÀt anderer Medikamente durch Beeinflussung der Leberfunktion erhö- hen.

Bedingt durch die Gesamtsituation mit BerĂŒcksichtigung der meist durchgefĂŒhrten Kombinationsche- motherapie und der Grundkrankheit erhöht eine gleichzeitige Vakzinierung mit Lebendimpfstoffen das Risiko fĂŒr schwere Infektionen. Eine Vakzinierung mit Lebendimpfstoffen sollte daher frĂŒhestens 3 Monate nach Abschluss der gesamten antileukĂ€mischen Behandlung durchgefĂŒhrt werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichti- gen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.

Reproduktionsstudien an Tieren wurden mit Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung nicht durchgefĂŒhrt. Es ist daher nicht bekannt, ob Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung bei schwangeren Frauen den Fötus schĂ€digen oder die ReproduktionsfĂ€higkeit beeinflussen kann. Jedoch fĂŒhrten Tierstudien mit dem Wirkstoff L-Asparaginase zu Fehlbildungen und embryoletalen Wirkungen. Deshalb darf Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung nicht wĂ€hrend der Schwangerschaft angewendet werden. Unter der Behandlung muss ein sicherer EmpfĂ€ngnisschutz gewĂ€hrleistet sein.

Es ist nicht bekannt, ob Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung in die Muttermilch ĂŒbertritt. Da viele Arzneistoffe in die Mutter-milch ĂŒbertreten können und folglich das Risiko ernsthafter unerwĂŒnschter Reaktionen auf Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung beim gestillten SĂ€ugling besteht, sollte entweder abgestillt oder das Arzneimittel abgesetzt werden, wobei die Bedeutung des Arzneimittels fĂŒr die Mutter zu berĂŒcksichtigen ist.

VerkehrstĂŒchtigkeit und FĂ€higkeit zum Bedienen von Maschinen

Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemĂ€ĂŸem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verĂ€ndern (SchlĂ€frigkeit, MĂŒdigkeit und Verwirrung), dass die FĂ€higkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintrĂ€chtigt wird. Dies gilt in verstĂ€rktem Maße im Zusammenhang mit Alkohol.

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Wie wird es angewendet?

Die empfohlene Dosis betrÀgt:

Alter (KörperoberflÀche)Einzeldosis
Kinder K 0,6 mÂČ)82,5 I.E. (entsprechend 0,1 ml Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung) /kg Körpergewicht
Kinder ( 0,6 mÂČ)2500 I.E. (entsprechend 3,3 ml Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung) /mÂČ KörperoberflĂ€che alle 14 Tage
Jugendliche und Erwachsene2500 I.E. (entsprechend 3,3 ml Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung) /mÂČ KörperoberflĂ€che alle 14 Tage

Art und Dauer der Anwendung

Als Bestandteil einer Kombinationstherapie kann Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung entweder intravenös oder intramuskulÀr zur Einleitung, Konsolidierung oder Erhaltungstherapie gegeben werden.

Die bevorzugte Art der Anwendung ist die intramuskulÀre Injektion, da im Vergleich zur intravenösen Injektion die HÀufigkeit von LebertoxizitÀt, Koagulopathie, gastrointestinalen Beschwerden und Nie- renbeeintrÀchtigung geringer ist.

Die intravenöse Verabreichung von Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung soll ĂŒber einen Zeitraum von 1-2 Stunden in 100 ml physiologischer Kochsalzlösung oder 5 %iger Dextrose-Lösung zusammen mit einer bereits laufenden Infusion erfolgen.

Bei intramuskulÀrer Verabreichung von Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung sollte das an einer Stelle injizierte Volumen bei Kindern maximal 2 ml, bei Erwachsenen maximal 3 ml betragen. Sollen mehr als 2 ml verabreicht werden, ist die Dosis auf mehrere Injektionsstellen zu verteilen.

Es wird empfohlen, dass Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung in Kombinationsschemata nur von Ärzten angewendet wird, die die Wirkungen und Risiken des entsprechenden Schemas gut kennen.

Die alleinige Gabe von Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung zur Induktion sollte nur in außergewöhnlichen FĂ€llen erfolgen, nĂ€m-lich dann, wenn eine Kombinationstherapie mit Chemotherapeutika wie Vincristin, Methotrexat, Cy-tarabin, Daunorubicin oder Doxorubicin aufgrund von ToxizitĂ€t oder anderer patientenspezifischer Faktoren nicht angezeigt ist.

Bei Eintritt der Remission muss eine geeignete Erhaltungstherapie begonnen werden. Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung kann als Teil der Erhaltungstherapie eingesetzt werden.

Wenn Ihnen eine zu große Menge von Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung verabreicht wurde

Ein klinisch relevantes Antidot existiert nicht. Im Falle von anaphylaktischen Reaktionen muss sofort mit Epinephrin, Sauerstoff, intravenöser Steroidgabe und Antihistaminika behandelt werden.

Erfahrungen mit Überdosierungen liegen bisher nur bei drei Patienten vor, die alle 10.000 I.E./mÂČ KörperoberflĂ€che Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung als intravenöse Infusion erhielten.

Ein Patient entwickelte einen leichten Anstieg der Leberenzymwerte; der zweite Patient entwickelte 10 Minuten nach Beginn der Infusion einen Ausschlag, der durch Gabe eines Antihistaminikums und Verringerung der Infusionsgeschwindigkeit kontrolliert wurde. Der dritte Patient zeigte keinerlei Ne- benwirkungen.

Laborkontrollen

Die Erniedrigung der Anzahl zirkulierender Krebszellen im Blut (Lymphoblasten) ist oft recht ausge- prĂ€gt; in den ersten Tagen nach Therapiebeginn werden hĂ€ufig normale oder zu niedrige Leukozyten- werte beobachtet. Dies kann mit einer ausgeprĂ€gten Erhöhung der HarnsĂ€urekonzentration im Serum einhergehen. Die Entwicklung einer HarnsĂ€ure-Nephropathie ist möglich. Als Kontrolle der therapeu- tischen Wirkung sollten die Konzentrationen der Blutkörperchen (peripheres Blutbild) und das Kno- chenmark des Patienten eng ĂŒberwacht werden.

Enzymbestimmungen im Blut (Serum-Amylase) sollten hĂ€ufig durchgefĂŒhrt werden, um frĂŒhe Anzei- chen einer EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse zu erkennen. Beim Auftreten einer EntzĂŒndung der BauchspeicheldrĂŒse ist die Behandlung abzubrechen und darf nicht wieder aufgenommen werden.

Die Blutzuckerwerte sollten wĂ€hrend der Behandlung mit Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung wegen eines möglichen Anstiegs ĂŒberwacht werden.

Sollte Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung in Verbindung mit einer hepatotoxischen Chemotherapie angewendet werden, sollten die Patienten auf eine Leberdysfunktion hin ĂŒberwacht werden.

Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung kann sich auf eine Reihe von Serum-Proteinen auswirken. Daher sollten regelmĂ€ĂŸig Fibrinogen, F und PTT untersucht werden.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mĂŒssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende HĂ€ufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr hÀufig: mehr als 1 Behandelter von 10

HĂ€ufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: HĂ€ufigkeit auf Grundlage der verfĂŒgbaren Daten nicht abschĂ€tzbar

SystemorganklasseHĂ€ufigkeit
Infektionen und parasitÀre ErkrankungenNicht bekannt: Infektionen
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsHÀufig: Milde bis moderate Myelosuppression aller drei Zelllinien; Gerinnungsstörungen durch BeeintrÀchtigung der Proteinsynthese: Blutungen, disseminierte intravaskulÀre Gerinnung (DIC) bzw. Thrombosen; bei cerebraler Manifestation Apoplex, KrampfanfÀlle, Kopfschmerzen oder Bewusstlosigkeit Sehr selten: HÀmolytische AnÀmie
Erkrankungen des ImmunsystemsHÀufig: Allergische Reaktionen (lokales Erythem, Urtikaria, Pruri- tus, Angioödem, Fieber, Myalgie, Dyspnoe, Bronchospasmus, Tachykardie, Blutdruckabfall, bis hin zum anaphylaktischen Schock)
Endokrine ErkrankungenHÀufig: Störungen der endokrinen Pankreasfunktion mit diabeti- scher Ketoazidose, hyperosmolarer HyperglykÀmie Sehr selten: Passagerer sekundÀrer Hypothyreoidismus, Abfall von Thyroxin-bindendem Globulin, Hypoparathyreoidismus
Stoffwechsel-und ErnÀhrungsstörungenSehr hÀufig: VerÀnderung der Lipidwerte im Blut (z. B. Chole- sterinsenkung oder -erhöhung, Triglyceriderhöhung, Anstieg der VLDL-Fraktion und LDL-Senkung, erhöhte Lipoproteinlipaseakti- vitÀt), meist ohne klinische Symptome; Anstieg des Harnstoffes im Blut durch prÀrenale Stoffwechselimbalanz Gelegentlich: Erhöhte HarnsÀurewerte im Blut (HyperurikÀmie), HyperammonÀmie
Erkrankungen des NervensystemsHÀufig: ZNS-Funktionsstörungen in Form von Agitiertheit, De- pression, Halluzination, Verwirrtheit und Somnolenz (leichte Be- wusstseinsstörung); EEG-VerÀnderungen (verminderte Alphawel- lenaktivitÀt, vermehrte Theta- und DeltawellenaktivitÀt), evtl. durch HyperammonÀmie Selten: KrampfanfÀlle und schwere Bewusstseinsstörung, bis hin zum Koma, können auftreten. Reversibles Posteriores Leukoenze- phalopathie-Syndrom (RPLS) Sehr selten: FeinschlÀgiger Tremor der Finger
Erkrankungen des GastrointestinaltraktesSehr hÀufig: Milde bis moderate gastrointestinale Reaktionen wie Appetitverlust, Erbrechen, abdominale KrÀmpfe, Diarrhö und Gewichtsverlust HÀufig: Akute Pankreatitis, Störungen der exokrinen Pankreas- funktion mit Diarrhö Gelegentlich: Parotitis Selten: HÀmorrhagische oder nekrotisierende Pankreatitis
Sehr selten: Pseudozysten des Pankreas, letale Pankreatitiden, Pankreatitis mit gleichzeitiger akuter Parotitis
Leber- und GallenerkrankungenHĂ€ufig: VerĂ€nderungen der Leberparameter (z. B. Alkalische Phosphatase, Transaminasen im Serum, LDH, Bilirubin im Serum), fettige VerĂ€nderung der Leber, HypoalbuminĂ€mie, die unter anderem zu Odemen fĂŒhren kann Selten: Cholestase, Ikterus, Leberzellnekrosen und Leberversagen mit z. T. tödlichem Ausgang
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesHĂ€ufig: Allergische Reaktionen der Haut Sehr selten: Toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
Erkrankungen der Niere und HarnwegeSelten: Akutes Nierenversagen
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am VerabreichungsortSehr hĂ€ufig: Schmerz an der Injektionsstelle, Ödeme HĂ€ufig: Fieber, Schmerzen (RĂŒckenschmerzen, Gelenkschmerzen, abdominale Schmerzen) Selten: Lebensbedrohlich hohes Fieber (Hyperpyrexie)
UntersuchungenHĂ€ufig: Anstieg der Amylase im Blut

Infektionen und parasitÀre Erkrankungen

Bei der Therapie mit Pegaspargase können Infektionen auftreten. Eine Abgrenzung vom Einfluss der Grunderkrankung und der Begleitmedikation ist oftmals schwierig.

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

Die Pegaspargase kann eine milde bis moderate Myelosuppression hervorrufen, wobei alle drei Zellli- nien betroffen sein können. Therapeutische Konsequenzen ergeben sich daraus im Allgemeinen nicht. Eine hÀmolytische AnÀmie wurde im Zusammenhang mit Pegaspargase in einzelnen FÀllen beobach- tet.

Durch BeeintrĂ€chtigung der Proteinsynthese kann es zu Gerinnungsstörungen kommen, die sich so- wohl als Blutungen als auch als disseminierte intravaskulĂ€re Gerinnung (DIC) bzw. Thrombosen Ă€u- ßern können, wobei mit zunehmender Dauer nach Absetzen der Therapie das Thromboserisiko im Vordergrund zu stehen scheint.

Neben der Pegaspargase können jedoch auch die gleichzeitige Therapie mit anderen myelosuppressi- ven Medikamenten bzw. die Grunderkrankung selbst fĂŒr diese Nebenwirkungen verantwortlich sein.

Etwa die HĂ€lfte aller schweren Blutungen und Thrombosen betreffen cerebrale GefĂ€ĂŸe und können z. B. zu einem Apoplex, KrampfanfĂ€llen, Kopfschmerzen oder Bewusstlosigkeit fĂŒhren.

Ein erhöhtes Thromboserisiko wurde im Rahmen der ALL-BFM 95-Studie fĂŒr Kinder beschrieben, die unter nativer Asparaginase Faktor V-Mutationen, APC-Resistenz bzw. verminderte Serum-Spiegel an Protein S, Antithrombin III oder Protein C aufwiesen. Bei diesen Patienten sollte nach Möglichkeit auf die Verwendung zentralvenöser Katheter verzichtet werden, da hierdurch das Risiko thromboem- bolischer Komplikationen weiter verstĂ€rkt werden kann. Im Rahmen der Induktionstherapie der ALL sollte nach Möglichkeit ein zentralvenöser Zugang erst nach Beendigung der Pegaspargase-Behand- lung gelegt werden.

Die Störungen von Blutgerinnung und Fibrinolyse können sich laborchemisch z. B. als Abfall des Fi- brinogens, des Faktor IX, des Faktor XI, des Antithrombin III, des Protein C und des Plasminogens als auch als Anstieg des von Willebrand-Faktors, des Plasminogenaktivator-1-Inhibitors, des Prothrom- binfragment 1 und 2 und von Fibrinogenspaltprodukten (D-Dimere) manifestieren.

Thrombozytopenie oder Sepsis erhöhen das Blutungsrisiko.

Eine regelmĂ€ĂŸige Kontrolle des Blutgerinnungsprofils ist erforderlich. Fibrinogen kann als Parameter des pro- und antikoagulatorischen Systems angesehen werden. Wenn ĂŒberhaupt, dann erscheint bei ei- nem ausgeprĂ€gten Abfall von Fibrinogen oder ATIII eine gezielte Substitution denkbar. AT III wird als Infusion verabreicht, Dosierung: 100 minus aktueller Wert in % x kg KG. Fibrinogen wird als fresh frozen plasma (FFP) in der Dosierung 10 – 15 ml/kg KG verabreicht.

Erkrankungen des Immunsystems

Es können spezifische Antikörper gegen das Fremdprotein Pegaspargase gebildet werden, die einer- seits gelegentlich zu klinischen HypersensitivitĂ€tsreaktionen fĂŒhren können und andererseits in der Lage sind, die Pegaspargase zu inaktivieren.

Allergische Reaktionen werden nach Verabreichung von Pegaspargase hĂ€ufig im Therapieverlauf be- obachtet und können sich als lokales Erythem, Urtikaria, Pruritus, Angioödem, Schmerz an der Injek- tionsstelle, Fieber, Myalgie, Dyspnoe, Bronchospasmus, Tachykardie, Blutdruckabfall, bis hin zum a- naphylaktischen Schock Ă€ußern.

Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von HypersensitivitÀtsreaktionen steigt mit der Anzahl verab- reichter Dosen, jedoch können in seltenen FÀllen allergische Reaktionen bereits bei der ersten Pegas- pargase-Applikation auftreten.

Bei einem Teil der Patienten können neutralisierende Antikörper gegen Pegaspargase auftreten, ohne dass eine klinische HypersensitivitĂ€tssymptomatik beobachtet wird. Diese Antikörper können jedoch zu einer mehr oder weniger schnellen Inaktivierung und damit beschleunigten Elimination der Pegas- pargase fĂŒhren („silent inactivation“). Eine Messung des Asparaginase-Spiegels erscheint daher em- pfehlenswert (Einzelheiten siehe Boos, J. et al.; Eur. J. Cancer 32A: 1544-50 (1996) oder alternativ Produktinformation medac Asparaginase-AktivitĂ€ts-Test (MAAT)).

Eine vorhergehende intrakutane Testung schließt allergische Reaktionen nicht aus.

Beim Auftreten allergischer Symptome ist das Medikament sofort abzusetzen. Je nach Schwere des Krankheitsbildes ist als Gegenmaßnahme die Gabe von Antihistaminika, Cortison und eventuell kreis- laufstabilisierenden Substanzen indiziert.

Endokrine Erkrankungen

VerĂ€nderungen der endokrinen Pankreasfunktion werden hĂ€ufig beobachtet, und Ă€ußern sich vorwie- gend in Form eines gestörten Glukosestoffwechsels. Sowohl diabetische Ketoazidosen als auch hyper- osmolare HyperglykĂ€mien sind beschrieben worden, die im Allgemeinen auf eine exogene Insulinzu- fuhr ansprechen.

Als Ursache hierfĂŒr wird einerseits eine verminderte Insulinsynthese als Folge der Pegaspargase-be- dingten Proteinsynthesehemmung, andererseits eine gestörte Insulinsekretion bzw. Reduzierung der Anzahl der Insulinrezeptoren diskutiert.

Risikofaktoren fĂŒr eine HyperglykĂ€mie sind Alter > 10 Jahre, Übergewicht und das Down-Syndrom.

Unter Pegaspargase-Behandlung sind daher regelmĂ€ĂŸige Urin- und Blutzuckerkontrollen angezeigt.

Vereinzelt ist es nach Asparaginase-Anwendung zu passagerem und sekundĂ€rem Hypothyreodismus und Abfall von Thyroxinbindendem Globulin gekommen. Des Weiteren wurde ĂŒber Hypoparathyreo- dismus berichtet.

Stoffwechsel- und ErnÀhrungsstörungen

Eine VerÀnderung der Lipidwerte im Blut (z. B. Cholesterinsenkung oder -erhöhung, Triglyceriderhö- hung, Anstieg der VLDL-Fraktion und LDL-Senkung, erhöhte LipoproteinlipaseaktivitÀt) wurde beo- bachtet, die in den meisten FÀllen ohne klinische Symptome verlÀuft und keine Therapieumstellung erfordert. Die VerÀnderungen könnten auch im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Glukokortiko- idgabe stehen.

Bei stark erhöhten Werten (z. B. Triglyceride >2000 mg/dl) sind aufgrund des erhöhten Pankreatitis- risikos engmaschige Kontrollen empfehlenswert.

Ein Anstieg des Harnstoffes im Blut kommt sehr hÀufig vor, ist dosisunabhÀngig und ist fast immer ein Ausdruck einer prÀrenalen Stoffwechselimbalanz.

Es kann zu erhöhten HarnsÀurewerten im Blut (HyperurikÀmie) und zu HyperammonÀmie kommen.

Erkrankungen des Nervensystems

Pegaspargase kann in einzelnen FĂ€llen zu ZNS-Funktionsstörungen fĂŒhren, die sich hĂ€ufig in Form von Agitiertheit, Depression, Halluzinationen, Verwirrtheit und Somnolenz (leichte Bewusstseins- störung) und selten in Form von KrampfanfĂ€llen und schwerer Bewusstseinsstörung bis hin zum Ko- ma Ă€ußern können. EEG-VerĂ€nderungen, die sich als verminderte AlphawellenaktivitĂ€t und vermehrte Theta- und DeltawellenaktivitĂ€t zeigen, können auftreten. Als mögliche Ursache sollte eine Hyperam- moniĂ€mie ausgeschlossen werden.

Sehr selten wurde ein feinschlÀgiger Tremor der Finger beschrieben.

Selten kann ein reversibles posteriores Leukoenzephalopathie-Syndrom (RPLS) auftreten. Dieses ist im MRT durch umkehrbare (wenige Tage bis hin zu Monaten) SchĂ€den/Ödeme vor allem im poste- rioren Bereich des Gehirns gekennzeichnet. Symptome des RPLS sind im Wesentlichen Bluthoch- druck, KrampfanfĂ€lle, Kopfschmerzen, verĂ€nderter seelischer Zustand sowie akute Sehstörungen. Selten: Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (eine Erkrankung, die durch Kopfschmerz, Verwirrtheit, KrampfanfĂ€lle und Sehverlust gekennzeichnet ist).

Es wurde von Patienten berichtet, die ein RPLS unter Kombinationschemotherapie mit unter anderem L-Asparaginase entwickelten. Dabei ist unklar, ob RPLS durch L-Asparaginase, durch die Begleitme- dikation oder zugrunde liegende Erkrankungen verursacht wurde.

RPLS wird symptomatisch behandelt. Im Vordergrund stehen hierbei eine antihypertone Therapie und die Behandlung der KrampfanfÀlle mit Antiepileptika. Auch wird das Absetzen bzw. eine Dosisreduk- tion von immunsupprimierenden Medikamenten empfohlen.

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes

Etwa die HĂ€lfte der Patienten entwickeln milde bis moderate gastrointestinale Reaktionen, wie Appe- titverlust, Übelkeit, Erbrechen, abdominale KrĂ€mpfe, Diarrhö und Gewichtsverlust.

Eine akute Pankreatitis kann hĂ€ufig auftreten. In EinzelfĂ€llen wurde ĂŒber die Bildung von Pseudozys- ten (mit bis zu vier Monaten Verzögerung nach der letzten Behandlung) berichtet. Daher sollten bis zu vier Monate nach Abschluss der Pegaspargase-Therapie geeignete Untersuchungen (z. B. Ultra-schall) durchgefĂŒhrt werden. Da die genaue Pathogenese unbekannt ist, können nur supportive Maß-nahmen empfohlen werden.

Selten kommt es zu einer hÀmorrhagischen oder nekrotisierenden Pankreatitis. Ein Fall einer Pankrea- titis mit gleichzeitiger akuter Parotitis ist bei Asparaginase-Behandlung beschrieben worden.

Über hĂ€morrhagische oder nekrotisierende Pankreatitis mit tödlichem Verlauf ist in EinzelfĂ€llen be- richtet worden.

In der Literatur sind Fallberichte einer Parotitis ohne Zusammenhang mit einer Pankreatitis beschrie- ben, die gelegentlich auftritt. Nach Absetzen von L-Asparaginase bildete sich diese innerhalb von Ta- gen zurĂŒck.

Durch Störungen der exokrinen Pankreasfunktion kann es zu einer Diarrhö kommen.

WĂ€hrend oder auch nach Beendigung der Pegaspargase-Therapie kann die Amylase im Serum anstei- gen. In diesen FĂ€llen sollte Pegaspargase nicht weiter verabreicht werden.

Leber- und Gallenerkrankungen

VerÀnderungen der Leberparameter sind sehr hÀufig. Eine dosisunabhÀngige Erhöhung der Alkali- schen Phosphatase und der Transaminasen im Serum, der LDH und des Bilirubins im Serum werden hÀufig beobachtet. Eine fettige VerÀnderung der Leber kann sehr hÀufig festgestellt werden.

Selten können Cholestase, Ikterus und Leberzellnekrosen und Leberversagen mit z. T. tödlichem Ausgang auftreten.

Durch die beeintrÀchtigte Proteinsynthese kann es zu einem Absinken der Serum-Proteine kommen.

Das Albumin im Serum sinkt dosisunabhÀngig unter der Behandlung bei der Mehrzahl der Patienten.

Offenbar ist die α2- und ÎČ-Fraktion am meisten betroffen, wĂ€hrend die α 1-Fraktion unverĂ€ndert ist. Da das Albumin im Serum fĂŒr die Bindung und die Transportfunktion von einigen Arzneistoffen wichtig ist, sollte der Serum-Spiegel des Albumins besonders bei der Anwendung von Kombinationstherapien beobachtet werden. Als Folge der HypoalbuminĂ€mie können Ödeme auftreten.

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Allergische Reaktionen können sich an der Haut manifestieren. Es wurde ein Fall von toxischer epi- dermaler Nekrolyse (Lyell-Syndrom) unter L-Asparaginase beschrieben.

Erkrankungen der Niere und Harnwege

Über ein akutes Nierenversagen wurde in seltenen FĂ€llen berichtet.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

2 – 5 Stunden nach der Injektion tritt hĂ€ufig Fieber auf, das meistens spontan abklingt. HĂ€ufig wurden Schmerzen (Gelenkschmerzen, RĂŒckenschmerzen und abdominale Schmerzen) im Zusammenhang mit allergischen Reaktionen und Pankreatitis beobachtet. Selten wurde ein lebensbedrohlich hohes Fieber (Hyperpyrexie) beobachtet.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fĂŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ĂŒber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfĂŒgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel fĂŒr Kinder unzugĂ€nglich auf.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nach dem auf dem BehĂ€ltnis und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Sie dĂŒrfen Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: TrĂŒbung der Lösung oder Bildung eines Niederschlags.

Im KĂŒhlschrank lagern (2 °C – 8 °C). Nicht einfrieren.

Sie dĂŒrfen das Arzneimittel nicht anwenden, wenn es lĂ€nger als 48 Stunden bei Raumtemperatur aufbewahrt wurde.

Nicht schĂŒtteln! Restmenge verwerfen.

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Weitere Informationen

Was Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung enthÀlt

  • Der Wirkstoff ist: Pegaspargase. 5 ml Injektionslösung enthalten Pegaspargase entsprechend 3750 I.E. L-Asparaginase. (Eine I.E. L-Asparaginase ist als die Menge Enzym definiert, die benötigt wird, um bei pH 7,3 und 37 °C 1 ”mol Ammoniak pro Minute freizusetzen.)
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Natriumdihydrogenphosphat x 1 H2O, Natriummonohydrogenphosphat x 7 H2O, Natriumchlorid, Wasser fĂŒr Injektionszwecke.

Wie Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung aussieht und Inhalt der Packung

Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung ist in Packungen mit

1 Durchstechflasche mit 5 ml gebrauchsfertiger Injektionslösung (deutsche Kennzeichnung) oder

1 Durchstechflasche mit 5 ml gebrauchsfertiger Injektionslösung (deutsch-englische Kennzeichnung) erhÀltlich.

Es werden möglicherweise nicht alle PackungsgrĂ¶ĂŸen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Les Laboratoires Servier 50, rue Carnot

92284 Suresnes cedex Frankreich

Örtlicher Vertreter:

Servier Deutschland GmbH Elsenheimerstr. 53

80687 MĂŒnchen

Telefon: (089) 5 70 95-01 Telefax: (089) 5 70 95-126

Hersteller

Shire Pharmaceuticals Ireland Limited

Block 2 & 3 Miesian Plaza

50-58 Baggot Street Lower

Dublin 2, D02 Y754

Irland

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ĂŒberarbeitet im Oktober 2018.

Die folgenden Informationen sind nur fĂŒr Ärzte bzw. medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Angesichts der Unvorhersehbarkeit von unerwĂŒnschten Reaktionen auf Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung soll Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung nur von einer in der Anwendung von Krebs-Chemotherapeutika erfahrenen Person verabreicht werden.

Besonders bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit auf die anderen Formen von L- Asparaginase können wĂ€hrend der Therapie Überempfindlichkeitsreaktionen auf Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung, z. B. lebensbedrohende Anaphylaxie, auftreten. Eine Routinevorsichtsmaßnahme sollte darin bestehen, die Patienten eine Stunde unter Bereithaltung von WiederbelebungsausrĂŒstung und sonstigen Mitteln, die zur Behandlung einer Anaphylaxie erforderlich sind (Epinephrin, Sauerstoff, intravenöse Steroide etc.), zu beobachten.

Patienten sollten ĂŒber mögliche Überempfindlichkeitsreaktionen auf Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung, einschließlich sofor-tiger Anaphylaxie, informiert werden. Patienten, die Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung erhalten, unterliegen einem erhöhten Risiko auf Blutungsstörungen. Patienten sollten aufgeklĂ€rt werden, dass Pegaspargase Shire 750 I.E./ ml Injektionslösung nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln mit erhöhtem Blutungsrisiko verabreicht werden sollte (siehe Wechselwirkungen).

Dieses Arzneimittel kann bei BerĂŒhrung Reizungen hervorrufen. Die Lösung muss daher mit besonderer Vorsicht gehandhabt und verabreicht werden. Einatmen der DĂ€mpfe sowie BerĂŒhrung mit Haut und Schleimhaut, insbesondere den Augen, sind zu vermeiden. Im Falle eines Kontaktes ist mindestens 15 Minuten lang mit reichlich Wasser zu spĂŒlen.

Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

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Wirkstoff(e) Pegaspargase
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Les Laboratoires Servier
BetÀubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 14.11.1994
ATC Code L01XX24
Pharmakologische Gruppe Andere antineoplastische Mittel

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können fĂŒr die Korrektheit der Daten keine Haftung ĂŒbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. FĂŒr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden