Wirkstoff(e) Amfepramon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Temmler Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.09.1996
ATC Code A08AA03
Abgabestatus Apothekenpflichtig
Verschreibungsstatus verschreibungspflichtig
Pharmakologische Gruppe Antiadiposita, exkl. Diätetika

Zulassungsinhaber

Temmler Pharma GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Regenon retard 60mg Amfepramon Temmler Pharma GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Regenon ist ein Appetitz√ľgler

Regenon wird angewendet zur unterst√ľtzenden Behandlung von Patienten mit √úbergewicht und einem K√∂rper-Masse-Index (KMI) von mindestens 30 kg pro m¬≤, die auf geeignete gewichtsreduzierende Ma√ünahmen alleine nicht angesprochen haben.

Der Körper-Masse-Index wird berechnet aus dem Quotienten von Körpergewicht in Kilogramm und der Körpergröße in Metern zum Quadrat:

Körpergewicht in kg KMI = --------------------------

(Körpergröße in m)²

Hinweis:

Es wurde lediglich eine kurz anhaltende Wirksamkeit im Hinblick auf eine Gewichtsreduktion nachgewiesen. Signifikante Daten √ľber Ver√§nderungen der Morbidit√§t und Mortalit√§t stehen noch nicht zur Verf√ľgung.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Regenon darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie allergisch gegen Amfepramonhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind,
  • bei anfallsweise auftretender Beschleunigung des Herzschlages (paroxysmaler Tachykardie),
  • bei beschleunigtem, unregelm√§√üigem Herzschlag (tachykarden Arrhythmien),
  • bei Nebennierenmarkstumor (Ph√§ochromozytom),
  • bei Schilddr√ľsen√ľberfunktion (Hyperthyreose),
  • bei Verengung der Herzkranzgef√§√üe (schweren Formen der Angina pectoris),
  • bei gr√ľnem Star (Engwinkelglaukom),
  • bei Lungenhochdruck (pulmonaler Hypertonie),
  • bei schwerem Bluthochdruck (schwerer arterieller Hypertonie),
  • bei aktuellen oder aus der Vorgeschichte bekannten Gef√§√üerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder des Gehirns (kardiovaskul√§re oder zerebrovaskul√§re Erkrankungen),
  • bei aktuellen oder fr√ľher aufgetretenen psychischen Erkrankungen einschlie√ülich Magersucht (Anorexia nervosa) und Depressionen,
  • bei Neigung zu Arzneimittelmi√übrauch, bestehende Medikamenten-, Drogen- oder Alkoholabh√§ngigkeit,
  • bei fortgeschrittener Arteriosklerose (Arterienverkalkung),
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit,
  • von Kindern unter 12 Jahren.

Eine gleichzeitige Behandlung mit anderen zentral wirksamen Appetitz√ľglern darf wegen des erh√∂hten Risikos f√ľr das Auftreten eines m√∂glicherweise t√∂dlich verlaufenden Lungenhochdrucks nicht erfolgen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Regenon einnehmen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Regenon ist erforderlich

  • bei Prostataerkrankungen mit Restharnbildung,
  • bei Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus),
  • bei Hypertonie (Bluthochdruck),
  • bei Herzkrankheiten.

Bei längerer Behandlungsdauer kann es zur Ausbildung von Gewöhnung und Arzneimittelabhängigkeit, in seltenen Fällen bei entsprechend veranlagten Patienten zu schweren psychischen Störungen kommen.

Ein abruptes Absetzen von Amfepramon nach l√§ngerem hochdosierten Gebrauch kann zu Ersch√∂pfungszust√§nden und depressiven Erscheinungen f√ľhren; Ver√§nderungen des Schlaf-EEG¬īs sind beschrieben. Chronische Vergiftungen mit Appetitz√ľglern k√∂nnen sich in schweren Dermatosen (Hautver√§nderungen), ausgepr√§gter Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Hyperaktivit√§t und Pers√∂nlichkeitsver√§nderungen √§u√üern. Die schwerste Manifestation einer chronischen Vergiftung ist die Psychose, h√§ufig klinisch nicht unterscheidbar von einer Schizophrenie.

Bei nachlassender Wirkung von Amfepramon (Toleranz) sollte die empfohlene Dosis nicht erhöht, sondern die Therapie unterbrochen werden.

In seltenen F√§llen wurde von kardialen oder zerebrovaskul√§ren Zwischenf√§llen berichtet, die h√§ufig bei schneller Gewichtsabnahme auftraten. Bei √ľbergewichtigen Patienten sollte auf eine allm√§hliche und kontrollierte Gewichtsabnahme geachtet werden, wenn das Risiko einer Gef√§√üerkrankung besteht. Das Arzneimittel sollte Patienten mit akuten oder aus der Vorgeschichte bekannten Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems oder des Gehirns nicht verordnet werden.

Das Arzneimittel ist bei Patienten mit Epilepsie mit Vorsicht einzusetzen.

Es gibt Berichte, dass Amfepramon bei manchen Patienten mit Epilepsie zu einem Anstieg der Zahl der Krampfanf√§lle f√ľhren kann. Deshalb sollten Patienten mit Epilepsie, die Regenon erhalten, sorgf√§ltig √ľberwacht werden. Eine Dosistitration (langsame Steigerung der Dosierung) oder das Absetzen des Medikamentes kann erforderlich sein.

Besondere Warnhinweise

Es wurden F√§lle von schwerem, oft t√∂dlich verlaufendem Lungenhochdruck (pulmonaler arterieller Hochdruck) bei Patienten berichtet, die einen Appetitz√ľgler, wie er in diesem Arzneimittel enthalten ist, eingenommen hatten. Eine epidemiologische Untersuchung hat gezeigt, dass die Einnahme von Appetitz√ľglern ein Risikofaktor f√ľr die Entstehung eines Lungenhochdrucks ist, und dass der Einsatz von Appetitz√ľglern in einem engen Zusammenhang mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr das Auftreten dieser unerw√ľnschten Wirkung stand. In Anbetracht des seltenen, aber schwerwiegenden Risikos sind folgende Hinweise angebracht:

Die Angaben zum Anwendungsgebiet und zur Behandlungsdauer m√ľssen genau beachtet werden.

Sowohl die Behandlungsdauer von mehr als drei Monaten als auch ein K√∂rper-Masse-Index von 30 kg pro m¬≤ oder mehr erh√∂hen das Risiko f√ľr das Auftreten eines Lungenhochdrucks.Das Auftreten oder die Verschlimmerung einer Atemnot bei Belastung (Belastungsdyspnoe) l√§sst auf die M√∂glichkeit eines Lungenhochdrucks schlie√üen.In diesen F√§llen sollte die Behandlung sofort abgebrochen und der Patient einer fach√§rztlichen Untersuchung unterzogen werden.

Hinweise:

Die Einnahme von Regenon kann bei nicht bestimmungsgem√§√üem Gebrauch zu Missbrauch und zur Entwicklung einer Abh√§ngigkeit f√ľhren. Dabei k√∂nnen, in h√∂heren Dosen und √ľber l√§ngere Zeit angewendet, psychische St√∂rungen (halluzinatorische Erlebnisse und Psychosen) auftreten.

Einnahme von Regenon zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/ angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/ anzuwenden.

Die Wirkung von Regenon kann durch die gleichzeitige Einnahme von adrenerg wirksamen Aminen, Antidepressiva, Amantadin und Monoaminoxidase-Hemmstoffen in gef√§hrlicher Weise verst√§rkt werden. F√ľr die Monoaminoxidase-Hemmstoffe gilt dies auch noch in den ersten 14 Tagen nach der letzten Anwendung dieser Arzneimittel.

Die zentralstimulierende und appetithemmende Wirkung wird durch Neuroleptika (Psychopharmaka) wie Phenothiazine und Butyrophenone ganz oder teilweise aufgehoben.

Der Bedarf an blutzuckersenkenden Mitteln (z.B. Insulin) kann beeinflusst werden. Bei gleichzeitiger Anwendung von Anaesthetika können Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) ausgelöst werden. Die Wirkung von blutdrucksenkenden Mitteln, insbesondere vom Typ des Guanethidin bzw. a-Methyldopa, wird abgeschwächt.

Einnahme von Regenon zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Eine Wirkungsverstärkung von Regenon und eine Erhöhung des Missbrauchpotentials durch gleichzeitige Einnahme hoher Dosen Coffein (Kaffee, Cola-Getränke) kann nicht sicher ausgeschlossen werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Zeugungs-/Gebärfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Regenon darf w√§hrend der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden. Vor Beginn der Behandlung mit Regenon ist eine Schwangerschaft auszuschlie√üen. Der Eintritt einer Schwangerschaft w√§hrend der Behandlung mit Regenon ist mit geeigneten Mitteln der Empf√§ngnisverh√ľtung zu vermeiden.

Da der Wirkstoff und seine Abbauprodukte in die Muttermilch √ľbergehen, darf Regenon in der Stillzeit nicht angewendet werden. Die missbr√§uchliche Anwendung von Amfepramon w√§hrend der Schwangerschaft kann zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen f√ľhren.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen
Das Reaktionsverm√∂gen kann auch bei bestimmungsgem√§√üem Gebrauch von Regenon so weit ver√§ndert werden, dass die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen erheblich beeintr√§chtigt wird. Dies gilt im verst√§rkten Ma√üe im Zusammenwirken mit Alkohol. Daher sollten das F√ľhren von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle T√§tigkeiten ganz, zumindest jedoch w√§hrend der ersten Tage der Behandlung, unterbleiben. Die Entscheidung trifft in jedem Einzelfall der behandelnde Arzt unter Ber√ľcksichtigung der individuellen Reaktion und der jeweiligen Dosierung.

Dieses Arzneimittel enth√§lt 4 mg Sorbitol pro Kapsel. Bitte nehmen Sie Regenon erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr√§glichkeit gegen√ľber bestimmten Zuckern leiden.

Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
Die Anwendung von Regenon kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen und dar√ľber hinaus zu einer Gef√§hrdung der Gesundheit f√ľhren.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis beträgt:
Erwachsene und Kinder √ľber 12 Jahre nehmen bis zu 3 x t√§glich 1 Kapsel Regenon ein.

Die Tagesgesamtdosis sollte 3 Kapseln Regenon nicht √ľberschreiten.

Art der Anwendung
Die Weichkapseln sind zum Einnehmen.

Regenon Kapseln sollen jeweils vor den Hauptmahlzeiten unzerkaut mit Fl√ľssigkeit eingenommen werden.

Die Verabreichung am Abend ist zu vermeiden, da das Arzneimittel Nervosität und Schlaflosigkeit hervorrufen kann. Die letzte Einnahme soll nicht später als 4 Stunden vor dem Schlafengehen erfolgen.

Es wird empfohlen, die Behandlung unter der Aufsicht von √Ąrzten durchzuf√ľhren, die Erfahrung in der Behandlung von √úbergewichtigen haben.

Andere organische Erkrankungen als Ursache des Übergewichts sind vor der Verordnung dieses Arzneimittels diagnostisch auszuschließen.

Bei der Behandlung von Übergewichtigen sollte ein umfassendes Konzept verfolgt werden, das diätetische, medizinische und psychotherapeutische Methoden einschließt.

Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer betr√§gt 4 bis 6 Wochen und sollte drei Monate nicht √ľbersteigen.

Falls nach 3-4 Wochen keine Gewichtsabnahme festgestellt wird, sollte die Behandlung abgebrochen werden. Hält aber die Gewichtsabnahme während dieser Zeit an, soll das Präparat auch dann insgesamt nicht länger als 12 Wochen eingenommen werden. Über die Dauer der Anwendung entscheidet der behandelnde Arzt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Regenon zu stark oder zu schwach ist.

Wenn Sie eine größere Menge von Regenon eingenommen haben als Sie sollten:
Die Gefahr bei einer Überdosierung besteht in Blutdruckkrisen, Herzrhythmusstörungen und in akuten psychischen Reaktionen.

Manifestationen einer akuten Überdosierung zeigen sich in Ruhelosigkeit, Tremor (Zittern), Hyperreflexie (gesteigerte Reflexe), beschleunigter Atmung, Verwirrtheitszuständen, Gereiztheit, Halluzinationen (Trugwahrnehmungen), Angstzuständen u.a. Der zentralen Übererregung können Erschöpfungszustände und Depressionen folgen. An kardiovaskulären Wirkungen können Arrhythmien (unregelmäßiger Herzschlag), Hypertonie (Bluthochdruck) und Kreislaufkollaps auftreten.

Gastrointestinale Symptome können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe sein.

Bei Verdacht auf eine √úberdosierung mit Regenon ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser sollte, je nachdem wie lange die Einnahme zur√ľckliegt, folgende Ma√ünahmen ergreifen:

  • Magensp√ľlung, salinische Laxantien. Atem- und Kreislaufunterst√ľtzung, 10-20 mg Diazepam i.v., eventuell
    Wiederholung nach 10 Minuten.
    Gleichzeitig őĪ-Rezeptoren-Blocker wie Tolazolin, Glyceroltrinitrat oder Isosorbiddinitrat.
  • Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen mit H√§mofiltration oder Peritonealdialyse vor, um ad√§quate Behandlungshinweise geben zu k√∂nnen.
  • Regelm√§√üige Kontrollen des Blutdrucks, des EKG, der Nierenfunktion und Blutelektrolyte sowie psychiatrische Konsultationen sind angeraten.
  • Patienten k√ľhl und ruhig halten.

Die weiteren Möglichkeiten zur Behandlung einer Vergiftung mit Regenon richten sich nach dem Ausmaß und Verlauf der Vergiftungserscheinungen.

Wenn Sie die Einnahme von Regenon vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Regenon abbrechen:
Hier sind bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Regenon Weichkapseln keine Besonderheiten zu beachten (s. hierzu auch unter "Warnhinweise").

Bei nachlassender Wirkung von Amfepramon (Toleranz) sollte die empfohlene Dosis nicht erhöht, sondern die Therapie unterbrochen werden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt: Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

Häufig: kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen Selten: kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen Sehr selten: kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen

Nicht bekannt: H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar

Eine epidemiologische Studie ergab Hinweise, dass die Einnahme von Appetitz√ľglern ein Risikofaktor f√ľr die Entstehung eines Lungenhochdrucks (pulmonaler arterieller Hochdruck) ist und dass die Anwendung von Appetitz√ľglern in einem engen Zusammenhang mit einem erh√∂hten Risiko f√ľr diese unerw√ľnschte Arzneimittelwirkung steht. Es wurde √ľber das Auftreten von Lungenhochdruck bei Patienten berichtet, die mit diesem Wirkstoff behandelt worden waren. Ein Lungenhochdruck ist eine seltene, aber schwere und oft t√∂dlich verlaufende Erkrankung. Das Auftreten oder die Verschlimmerung einer Belastungsatemnot sind normalerweise die ersten Anzeichen daf√ľr und erfordern den Abbruch der Behandlung sowie eine fach√§rztliche Untersuchung (s. Besondere Warnhinweise).

Häufig:

Mundtrockenheit

Gelegentlich:

Sehr selten:

  • Diarrhoe (Durchfall)
  • Oberbauchbeschwerden
  • Unangenehmer Geschmack
  • Andere gastrointestinale St√∂rungen
  • Dyskinesien (Bewegungsst√∂rungen)
  • Sehst√∂rungen
  • Antriebssteigerung
  • Angstzust√§nde
  • Euphorie
  • Dysphorie (bedr√ľckte, gereizte Stimmung)
  • Tremor (Zittern)
  • Mydriasis (Pupillenerweiterung)
  • Somnolenz (Benommenheit)
  • Unwohlsein
  • Kardiale und zerebrovaskul√§re Zwischenf√§lle - insbesondere Schlaganfall, Angina pectoris, Herzinfarkt, Herzmuskelschw√§che und Herzstillstand
  • Arrhythmien (Herzrhythmusst√∂rungen)
  • EKG-Ver√§nderungen
  • Blutdrucksenkung
  • Impotenz
  • Libidover√§nderungen
  • Gyn√§komastie (Vergr√∂√üerung der m√§nnlichen Brustdr√ľse)
  • Menstruationsst√∂rungen
  • Blutbildungsst√∂rungen in Form einer Knochenmarksdepression (hochgradige Verminderung der zellul√§ren Bestandteile des Blutes)
  • Agranulozytose (hochgradige Verminderung der Granulozyten)
  • Leukopenie (Verminderung der Leukozyten)
  • Thrombozytopenie (Verminderung der Blutpl√§ttchen)
  • Allergische bzw. pseudoallergische Hautreaktionen in Form von Exanthemen (Ausschlag), Erythemen (R√∂tungen), Urtikaria (Nesselsucht) und/oder Purpura (punktf√∂rmigen Hautblutungen). In diesen F√§llen ist das Medikament sofort abzusetzen und der Arzt zu benachrichtigen.

Psychiatrische Erkrankungen

Die am h√§ufigsten berichteten Nebenwirkungen sind psychische Reaktionen oder Psychosen, Depressionen, Nervosit√§t, Unruhe, Schlafst√∂rungen und Schwindelgef√ľhle.

Herzerkrankungen

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Herzrasen, Herzklopfen, Bluthochdruck und Schmerzen im Brustkorb.

Erkrankungen des Nervensystems

Es wurde √ľber das Auftreten von Krampfanf√§llen berichtet.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Bei längerer Behandlung mit diesem Arzneimittel kann es zur Ausbildung von Gewöhnung, Abhängigkeit und Entzugserscheinungen kommen.

Vereinzelt wurde in der Literatur √ľber verschiedene Nebenwirkungen berichtet, wie z.B. Dysurie (erschwertes Wasserlassen), Dyspnoe (Atemnot), Haarausfall, Muskelschmerzen, Schwitzen und gesteigerte Diurese (Harndrang).

Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber

Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinprodukte Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3 D-53175 Bonn

Website: http://www.bfarm.de

anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blister (Durchdr√ľckpackung) und der Faltschachtel nach "verwendbar bis" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Aufbewahrungsbedingungen
Nicht √ľber 30 ¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals √ľber das Abwasser (z.B. nicht √ľber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung

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Weitere Informationen

Was Regenon enthält
Der Wirkstoff ist Amfepramonhydrochlorid.

Jede Weichkapsel enthält 25 mg Amfepramonhydrochlorid

Die sonstigen Bestandteile sind:
Weins√§ure (Ph.Eur.), Paraffin (F 69-73¬įC), d√ľnnfl√ľssiges Paraffin, Aluminiumstearat, Glutamins√§urehydrochlorid, hochdisperses Siliciumdioxid, Gelatine, Glycerol 85 %, Karion 83 [bestehend aus: Mannitol, Sorbitol (Ph.Eur.) und hydriertem St√§rkehydrolysat], Eisen(III)-oxid (E 172), 3-Ethoxy-4- hydroxybenzaldehyd, Phosphors√§ure 85 %.

Wie Regenon aussieht und Inhalt der Packung:
Ovale r√∂tlichbraune Weichgelatinekapseln mit cremig wei√üer F√ľllung und Vanillegeruch.

Regenon ist in Blisterpackungen mit 30 und 60 Weichkapseln erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller Temmler Pharma GmbH

Temmlerstraße 2

35039 Marburg Telefon: (06421) 494-0

Telefax: (06421) 494-202

Mitvertrieb
Hormosan Pharma GmbH Hanauer Landstraße 139-143 60314 Frankfurt am Main Tel.: 069 47 87 30

Fax: 069 47 87 316

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt √ľberarbeitet im April 2021.

Hinweis f√ľr Patienten

Liebe Patientin, lieber Patient,

Ihr Arzt hat Ihnen zur Behandlung Ihres √úbergewichts Regenon verschrieben. Da Sie bestimmt mehr √ľber Ihre Erkrankung und deren Behandlung erfahren m√∂chten, geben wir Ihnen an dieser Stelle einige Informationen.

Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung. Ab einem gewissen Maß an Übergewicht wird die Lebenserwartung der Betroffenen merklich reduziert.

Durch √úbergewicht wird die Bildung von Ablagerungen (Arteriosklerose) in den Blutgef√§√üen gef√∂rdert. Dies f√ľhrt zur h√§ufigeren Entstehung von Herzinfarkten oder Schlaganf√§llen. √úbergewichtige haben in der Regel auch einen h√∂heren Blutdruck als Normalgewichtige; au√üerdem beg√ľnstigt das √úbergewicht die Entstehung von Diabetes mellitus.

Die oben beschriebenen negativen Auswirkungen des √úbergewichts sind aber kein unver√§nderliches Schicksal, denn durch Gewichtsabnahme kann man die ung√ľnstigen Gesundheitsfolgen wieder in einem gewissen Ma√üe abbauen. Daher ist eine Gewichtsreduktion in jedem Falle dringend zu empfehlen.

Das Pr√§parat Regenon erleichtert Ihnen den Beginn einer Di√§t. √úber den Verordnungszeitraum eingenommen f√ľhrt es in Kombination mit einer Ern√§hrungsumstellung zur leichteren Gewichtsabnahme. Denken Sie aber bitte daran, dass nur eine langfristige Umstellung Ihrer Lebensgewohnheiten zu einem dauerhaften Erfolg f√ľhren kann.

TA002021324165410005

03.05.2021

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Zuletzt aktualisiert: 24.08.2022

Quelle: Regenon - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Amfepramon
Zulassungsland Deutschland
Hersteller Temmler Pharma GmbH
Betäubungsmittel Nein
Zulassungsdatum 27.09.1996
ATC Code A08AA03
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden