Decostriol 0,5 Mikrogramm Weichkapseln

Decostriol 0,5 Mikrogramm Weichkapseln
Wirkstoff(e) Calcitriol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Dermapharm GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 25.08.2022
ATC Code A11CC04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Vitamin A und D, inkl. deren Kombinationen

Zulassungsinhaber

Dermapharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Calcitriol, der Wirkstoff von Decostriol, ist ein Vitamin-D3-Metabolit. Hierbei handelt es sich um die biologisch aktive Form von Vitamin D3, die auch als D-Hormon (Regulator des Calciumstoffwechsels) bezeichnet wird.

Decostriol wird angewendet zur

Behandlung von erwachsenen Patienten mit

  • schwerem oder fortschreitendem sekund√§rem Hyperparathyreoidismus (√úberfunktion der Nebenschilddr√ľse), der zu einer renalen Osteodystrophie (Knochenver√§nderungen) mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Nierenfunktionsst√∂rung f√ľhrt
  • Hypokalz√§mie (niedriger Calciumspiegel) aufgrund einer Unterfunktion der Nebenschilddr√ľse. Eine Unterfunktion der Nebenschilddr√ľse kann auftreten
    • nach einer Operation (postoperativer Hypoparathyreoidismus)
    • ohne erkennbare Ursache (idiopathischer Hypoparathyreoidismus) oder
    • infolge einer St√∂rung des Phosphatstoffwechsels (Pseudohypoparathyreoidismus).
  • angeborener (oder famili√§rer) hypophosphat√§mischer Rachitis, einer Form von Rachitis, die nicht auf Vitamin D anspricht.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Decostriol darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Calcitriol, andere Stoffe aus derselben Substanzklasse (Vitamin D oder dessen Metaboliten), Erdnuss oder Soja oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • wenn Sie an einer Erkrankung leiden, die mit einem erh√∂hten Calciumspiegel im Blut oder Urin verbunden ist (Hyperkalz√§mie oder Hyperkalzurie)
  • wenn Sie an famili√§rer hypophosphat√§mischer Rachitis in Verbindung mit erh√∂hten Calciumspiegeln im Urin leiden
  • wenn bei Ihnen ein Verdacht auf eine Hypervitaminose D besteht
  • wenn bei Ihnen eine metastatische Kalzinose (Weichgewebsverkalkung) vorliegt
  • wenn Sie an Nierenverkalkung (Nephrokalzinose) oder Nierensteinen (Nephrolithiasis) leiden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Decostriol einnehmen.

Die Einnahme von Decostriol kann zu einem Anstieg der Calciumspiegel im Blut (Hyperkalz√§mie) f√ľhren. Die Wirkung von Decostriol ist sehr eng mit der Ern√§hrung verbunden, insbesondere mit Ihrem Calciumspiegel. Ein Anstieg Ihrer Calciumspiegel im Blut kann z.B. auch durch ver√§nderte Ern√§hrungsgewohnheiten (erh√∂hter Verzehr von Milchprodukten) oder durch eine unkontrollierte Anwendung von Calciumerg√§nzungsmitteln ausgel√∂st werden.

Sie m√ľssen daher die von Ihrem Arzt verschriebene Di√§t strikt einhalten und d√ľrfen Calciumerg√§nzungsmittel nur auf Empfehlung Ihres Arztes einnehmen.

Da der Wirkstoff von Decostriol das aktivste Stoffwechselprodukt von Vitamin D ist, d√ľrfen Sie w√§hrend der Behandlung mit Decostriol keine anderen Vitamin-D-Erg√§nzungsmittel (einschlie√ülich Analoga oder Stoffwechselprodukte von Vitamin D) oder mit Vitamin D angereicherte Nahrungsmittel einnehmen, da anderenfalls das Risiko einer √úberdosierung von Vitamin D und erh√∂hter Calciumspiegel im Blut besteht.

W√§hrend der Behandlung mit Decostriol wird bei Ihnen regelm√§√üig der Serumcalciumspiegel ermittelt, um falschen Dosierungen und einer erh√∂hten Calciumkonzentration im Blut (Hyperkalz√§mie) oder Urin (Hyperkalzurie) vorzubeugen (siehe Abschnitt 3, ‚ÄěWie ist Decostriol einzunehmen?‚Äú).

Zu den erforderlichen regelmäßigen Laboruntersuchungen zählt auch die Bestimmung der Blutspiegel von Phosphat, Magnesium, alkalischer Phosphatase und des Phosphatgehalts im Urin.

  • W√§hrend einer Behandlung mit Thiaziden (bestimmte harntreibende Arzneimittel), bei Sarkoidose, bei Nierensteinen in der Vorgeschichte oder bei Immobilisation (z. B. nach einer Operation) ist besondere Vorsicht geboten, da das Risiko einer erh√∂hten Calciumkonzentration im Blut (Hyperkalz√§mie) und Urin (Hyperkalzurie) erh√∂ht ist.
  • Eine chronische Hyperkalz√§mie kann zu Verkalkung der Blutgef√§√üe im ganzen K√∂rper, einer Verkalkung der Niere und anderer Weichgewebe f√ľhren, weshalb die Behandlung in diesem Fall beendet werden muss.
  • Calcitriol erh√∂ht den Serumspiegel von anorganischem Phosphat. W√§hrend dies bei Patienten mit verminderter Phosphatkonzentration im Blut (Hypophosphat√§mie) erw√ľnscht ist, ist bei Patienten mit chronisch eingeschr√§nkter Nierenfunktion wegen der Gefahr ektopischer Verkalkung Vorsicht geboten.
    In diesen Fällen muss der Serumphosphatspiegel durch Einnahme von Phosphatbindern und eine phosphatarme Diät im Normbereich gehalten werden.
  • Bei einer famili√§ren hypophosphat√§mischen Rachitis und gleichzeitig erniedrigter Phosphatkonzentration im Blut sollen Sie Ihre orale Phosphattherapie fortsetzen. M√∂glicherweise kann aber der Bedarf an einzunehmendem Phosphat reduziert sein, da Decostriol auch die Aufnahme von Phosphat aus dem Darm in das Blut anregt.
  • Sollten Sie von einer Ergocalciferol-Behandlung (Vitamin D2) auf eine Calcitriol-Behandlung umgestellt werden, kann es einige Monate dauern, bis der Ergocalciferolspiegel im Blut wieder auf seinen Ausgangswert zur√ľckkehrt.
  • Bei normaler Nierenfunktion achten Sie w√§hrend der Behandlung mit Decostriol auf eine ausreichende Fl√ľssigkeitszufuhr.

Es ist auf die fr√ľhzeitige Diagnose und Behandlung einer St√∂rung des Magnesiumhaushalts zu achten, da dieser gro√üe Bedeutung f√ľr die Regulierung der Calciumkonzentrationen im Blut und Urin hat.

Kinder und Jugendliche

Die Anwendung von Decostriol wird nicht empfohlen.

Einnahme von Decostriol zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Thiazid-Diuretika (bestimmte harntreibende Arzneimittel) ist das Risiko einer erh√∂hten Calciumkonzentration im Blut (Hyperkalz√§mie) gegeben.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Digitalis-Pr√§paraten (herzwirksame Arzneimittel) ist Decostriol vorsichtig zu dosieren, da bei diesen Patienten Herzrhythmusst√∂rungen durch die erh√∂hte Calciumkonzentration im Blut auftreten k√∂nnen.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung mit Glucocorticoiden kann die Wirkung von Decostriol vermindert sein. Glucocorticoide hemmen die Calciumaufnahme.
  • Wenn Sie dialysepflichtig sind, d√ľrfen Sie w√§hrend der Behandlung mit Decostriol keine magnesiumhaltigen Arzneimittel (z.B. magens√§urebindende Arzneimittel, sogenannte Antazida) einnehmen, da diese zu einem erh√∂hten Magnesiumspiegel im Blut f√ľhren k√∂nnen.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Phosphatbindern (z.B. Arzneimittel, die Aluminiumhydroxid oder Aluminiumcarbonat enthalten) soll sich die Dosis nach der Serumphosphatkonzentration richten.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von sogenannten Enzyminduktoren wie Phenobarbital (Wirkstoff in Schlafmitteln) oder Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Krampfanf√§llen) kann die Wirkung von Decostriol vermindert sein. Enzyminduktoren beschleunigen den Abbau von Calcitriol, daher k√∂nnen h√∂here Dosen von Decostriol erforderlich werden.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung zusammen mit Wirkstoffen, die Komplexe mit Gallens√§ure bilden, wie z.B. Colestyramin oder Sevelamer, kann die Wirkung von Decostriol vermindert sein, da die Aufnahme fettl√∂slicher Vitamine aus dem Darm eingeschr√§nkt und auch die Aufnahme von Calcitriol aus dem Darm gest√∂rt werden kann.
  • Wenn Sie Orlistat (Arzneimittel gegen Fettleibigkeit), paraffin√∂lhaltige Abf√ľhrmittel oder Colestyramin (Arzneimittel zur Senkung von hohen Cholesterinspiegeln) einnehmen, kann die Aufnahme von Vitamin D aus dem Magen-Darm-Trakt vermindert sein.

Einnahme von Decostriol zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Halten Sie sich bitte jederzeit strikt an die Ihnen verschriebene Calcium-Di√§t. Eine abrupte Zunahme der Calciumzufuhr aufgrund einer √Ąnderung der Ern√§hrungsgewohnheiten (z.B. erh√∂hter Verzehr von Milchprodukten) oder unkontrollierter Anwendung von Calciumerg√§nzungsmitteln ist zu vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Es gibt keine Erfahrungen mit der Anwendung von Decostriol während der Schwangerschaft und Stillzeit.

Schwangerschaft

W√§hrend der Schwangerschaft soll Decostriol nur angewendet werden, wenn der Arzt dies ausdr√ľcklich anordnet.

Eine √úberdosierung von Decostriol kann Ihr Kind sch√§digen (Risiko f√ľr k√∂rperliche und geistige Behinderung sowie Herz- und Augenerkrankungen).

W√§hrend der Behandlung von schwangeren Frauen mit Decostriol ist der Serumcalciumspiegel engmaschig zu kontrollieren. Dies muss auch noch im Wochenbett erfolgen (siehe Abschnitt 3, ‚ÄěWie ist Decostriol einzunehmen?‚Äú).

Stillzeit

Es ist davon auszugehen, dass Calcitriol in die Muttermilch √ľbergeht. W√§hrend der Behandlung von stillenden Frauen mit Decostriol sind die Serumcalciumspiegel der Mutter und des S√§uglings regelm√§√üig zu kontrollieren.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Decostriol hat keinen oder einen zu vernachl√§ssigenden Einfluss auf die Verkehrst√ľchtigkeit und die F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen. Es wurden keine Untersuchungen durchgef√ľhrt.

Decostriol enthält Alkohol und Sorbitol

Dieses Arzneimittel enthält 0,869 mg Alkohol (Ethanol) pro Weichkapsel. Die Menge in einer Weichkapsel dieses Arzneimittels entspricht weniger als 1 ml Bier oder 1 ml Wein. Die geringe Alkoholmenge in diesem Arzneimittel hat keine wahrnehmbaren Auswirkungen.

Dieses Arzneimittel enthält 6 mg Sorbitol pro Weichkapsel, entsprechend 2 mg Fructose im Körper.

Decostriol enthält Erdnussöl.

Es darf nicht eingenommen/angewendet werden, wenn Sie √ľberempfindlich (allergisch) gegen√ľber Erdnuss oder Soja sind.

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Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Besonderer Hinweis:

Die optimale t√§gliche Dosis f√ľr Decostriol muss f√ľr jeden Patienten in Abh√§ngigkeit vom Serumcalciumspiegel sorgf√§ltig ermittelt werden. Die Behandlung mit Decostriol wird ggf. durch die Verschreibung von Calciumerg√§nzungsmitteln verst√§rkt. Um einen Anstieg der Calciumspiegel im Blut zu vermeiden, m√ľssen Sie unbedingt jederzeit die √§rztlichen Dosierungsanweisungen zur Einnahme Ihres Calciumerg√§nzungsmittels befolgen.

Decostriol 0,5 Mikrogramm ist nur f√ľr Patienten geeignet, deren Erhaltungsdosis 0,5 Mikrogramm pro Tag oder mehr betr√§gt. Zu Beginn der Behandlung m√ľssen Sie immer mit 1 Weichkapsel Decostriol 0,25 Mikrogramm anfangen.

W√§hrend der Behandlung m√ľssen die Calciumkonzentrationen im Blut und Urin regelm√§√üig kontrolliert werden. Bei einem Anstieg der Calciumspiegel im Blut (Hyperkalz√§mie) oder Urin (Hyperkalzurie) √ľber den Normbereich muss Decostriol unverz√ľglich abgesetzt werden, bis ein normaler Calciumgehalt im Blut erreicht wird. Eine Senkung der Calciumzufuhr mit der Nahrung ist ebenfalls in Erw√§gung zu ziehen.

Schwerer oder fortschreitender sekund√§rer Hyperparathyreoidismus (√úberfunktion der Nebenschilddr√ľse), der zu einer renalen Osteodystrophie (Knochenver√§nderungen) mit mittelschwerer bis schwerer chronischer Nierenfunktionsst√∂rung f√ľhrt

Zu Beginn der Behandlung betr√§gt die t√§gliche Dosis 1 Weichkapsel Decostriol 0,25 Mikrogramm. Bei Patienten mit normalem oder nur gering vermindertem Calciumgehalt im Blut gen√ľgt

1 Weichkapsel Decostriol 0,25 Mikrogramm jeden zweiten Tag.

Falls innerhalb von 2 bis 4 Wochen keine befriedigende Beeinflussung der klinischen und der biochemischen Untersuchungsergebnisse beobachtet wird, kann die Dosis in 2- bis 4-wöchigen Abständen jeweils um 0,25 Mikrogramm Calcitriol (1 Weichkapsel Decostriol 0,25 Mikrogramm) pro Tag erhöht werden.

Die meisten Patienten sprechen auf eine Dosis zwischen 0,5 Mikrogramm und 1,0 Mikrogramm Calcitriol pro Tag an.

Eine maximale Dosis von 12 Mikrogramm/Woche darf nicht √ľberschritten werden.

Hypokalz√§mie (niedriger Calciumspiegel) aufgrund einer Unterfunktion der Nebenschilddr√ľse Die empfohlene Anfangsdosis betr√§gt 1 Weichkapsel Decostriol 0,25 Mikrogramm pro Tag.

Wird keine Besserung der klinischen Beschwerden und der zu bestimmenden biochemischen Laborwerte gefunden, kann die Dosis in 2- bis 4‚ÄĎw√∂chigen Abst√§nden um jeweils 0,25 Mikrogramm Calcitriol erh√∂ht werden.

Angeborene (oder familiäre) hypophosphatämische Rachitis

Die Behandlung wird mit 0,25 Mikrogramm Calcitriol pro Tag eingeleitet und muss √ľberwacht werden.

√Ąltere Patienten

Bei älteren Patienten ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich.

Eingeschränkte Leberfunktion

Es liegen keine Daten vor.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Calcitriol wurden nicht ausreichend untersucht, um Dosierungsempfehlungen geben zu können. Bei Kindern unter 6 Jahren besteht aufgrund der Darreichungsform als Weichkapsel Erstickungsgefahr.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Weichkapseln sind als Ganzes (unzerkaut) mit etwas Fl√ľssigkeit morgens zum Fr√ľhst√ľck einzunehmen. Patienten, die eine h√∂here Dosierung ben√∂tigen, nehmen die Gesamttagesmenge verteilt auf 2 bis 3 Einzelgaben jeweils zu einer Mahlzeit ein.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild der Erkrankung und den Laborwerten. Sie muss deshalb vom behandelnden Arzt f√ľr jeden Patienten individuell bestimmt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Decostriol eingenommen haben, als Sie sollten

Akute Vergiftungen mit Decostriol sind bisher nicht bekannt geworden. Aus theoretischen √úberlegungen f√ľhrt die einmalige √úberdosierung wahrscheinlich nicht zu Krankheitssymptomen. Bei Anzeichen einer √úberdosierung (siehe Abschnitt 4, ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú) suchen Sie unverz√ľglich ein Arzt auf.

Wenn Sie die Einnahme von Decostriol vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Fahren Sie mit der Einnahme Ihres Arzneimittels wie in den Dosierungsanweisungen beschrieben fort.

Wenn Sie die Einnahme von Decostriol abbrechen

Sie d√ľrfen die Behandlung nicht unterbrechen oder vorzeitig beenden, ohne dies vorher mit Ihrem Arzt besprochen zu haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die am häufigsten berichtete Nebenwirkung war eine erhöhte Calciumkonzentration im Blut (Hyperkalzämie).

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Erhöhte Calciumkonzentration im Blut (Hyperkalzämie)

Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, √úbelkeit, Ausschlag, Harnwegsinfektionen

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Verminderter Appetit, Erbrechen, erhöhte Kreatininwerte im Blut

Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):

Schwere allergische Reaktionen auf Erdnussöl

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar): √úberempfindlichkeit, Nesselausschlag, gesteigertes Durstempfinden, Austrocknung (Dehydratation), Gewichtsverlust, Teilnahmslosigkeit (Apathie), psychiatrische Symptome, Muskelschw√§che, Empfindungsst√∂rungen, Schl√§frigkeit, Herzrhythmusst√∂rungen, Verstopfung, Darmverschluss aufgrund einer L√§hmung der Darmmuskulatur (paralytischer Ileus), Hautr√∂tung (Erythem), Jucken, Wachstumsverz√∂gerung, erh√∂htes Harnvolumen, n√§chtlicher Harndrang, krankhafte Ablagerung von Calciumsalzen in Haut und K√∂rperorganen (Kalzinose), Fieber, Durst.

Da Calcitriol eine Vitamin-D-Wirkung aus√ľbt, sind m√∂gliche Nebenwirkungen vergleichbar mit Symptomen einer Vitamin-D-√úberdosierung, d.h. es k√∂nnen mehrere Anzeichen einer erh√∂hten Calciumkonzentration im Blut (Hyperkalz√§miesyndrom) oder einer Calciumvergiftung (abh√§ngig von der Schwere und Dauer der erh√∂hten Calciumkonzentration im Blut) auftreten.

Wegen der kurzen biologischen Halbwertszeit von Calcitriol haben pharmakokinetische Studien eine Normalisierung eines erhöhten Serumcalciums innerhalb weniger Tage nach Absetzen oder Dosisreduktion gezeigt, also viel rascher als bei der Behandlung mit Vitamin-D3-Präparaten.

Als chronische Nebenwirkungen können Muskelschwäche, Gewichtsverlust, Empfindungsstörungen, Fieber, Durst oder gesteigertes Durstempfinden, erhöhtes Harnvolumen, Austrocknung (Dehydratation), Teilnahmslosigkeit, Wachstumsverzögerung und Harnwegsinfekte auftreten.

Das gleichzeitige Auftreten einer erh√∂hten Calcium- und Phosphatkonzentration im Blut kann zu einer Weichteilverkalkung f√ľhren, die im R√∂ntgenbild zu sehen ist.

Bei empfindlichen Patienten k√∂nnen allergische Reaktionen (Juckreiz, Ausschlag, Nesselsucht und ‚Äď sehr selten ‚Äď schwere mit Hautr√∂tung einhergehende Hauterkrankungen) auftreten.

Bei Patienten mit einer normalen Nierenfunktion kann eine andauernde Erhöhung der Calciumkonzentration im Blut (chronische Hyperkalzämie) mit einem erhöhten Serumkreatinin einhergehen.

Klinisch relevante Unterschiede in der Art der Nebenwirkungen sind bei besonderen Patientengruppen, z.B. älteren Patienten, nicht zu erwarten.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Flasche nach ‚Äěverwendbar bis‚Äú angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Die Flasche fest verschlossen halten und im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu sch√ľtzen.

Die Dauer der Haltbarkeit nach Anbruch beträgt 4 Monate.

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Weitere Informationen

Was Decostriol enthält

  • Der Wirkstoff ist: Calcitriol
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Kapselinhalt:
    raffiniertes Erdnussöl, Ethanol 100 %, Butylhydroxytoluol (Ph. Eur.) (E 321), Butylhydroxyanisol (Ph. Eur.) (E 320).

Kapselh√ľlle:

Gelatine, Glycerol 85 %, Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend) (Ph. Eur.), Titandioxid (E 171), Eisenoxid rot (E 172).

Decostriol enthält Erdnussöl, Sorbitol und Alkohol (Ethanol) (siehe Abschnitt 2).

Wie Decostriol aussieht und Inhalt der Packung

Decostriol 0,5 Mikrogramm sind opake, rote, ovale Weichkapseln.

Decostriol ist in Packungen zu 20 Weichkapseln, 30 Weichkapseln, 50 Weichkapseln und 100 Weichkapseln erhältlich.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller Pharmazeutischer Unternehmer

Dermapharm GmbH

Kleeblattgasse 4/13 1010 Wien

E-Mail: office@dermapharm.at

Hersteller

mibe GmbH Arzneimittel M√ľnchener Stra√üe 15 06796 Brehna

Deutschland

Z.Nr.:

Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen

√Ėsterreich: Decostriol 0,5 Mikrogramm Weichkapseln Deutschland: Calcitriol mibe 0,5 Mikrogramm Weichkapseln Polen: Detriol

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im Juni 2022.

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Zuletzt aktualisiert: 11.10.2022

Quelle: Decostriol 0,5 Mikrogramm Weichkapseln - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Calcitriol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Dermapharm GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 25.08.2022
ATC Code A11CC04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Vitamin A und D, inkl. deren Kombinationen

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden