Rocaltrol "Roche" 0,5 Mikrogramm - Kapseln

Rocaltrol "Roche" 0,5 Mikrogramm - Kapseln
Wirkstoff(e) Calcitriol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Roche
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code A11CC04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Vitamin A und D, inkl. deren Kombinationen

Zulassungsinhaber

Roche

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Calcijex 1 Mikrogramm - Ampullen Calcitriol AbbVie
Rocaltrol "Roche" 0,25 Mikrogramm - Kapseln Calcitriol Roche
Rocaltrol 0,25 Mikrogramm - Kapseln Calcitriol Atnahs Pharma Netherlands B.V.
Rocaltrol 0,5 Mikrogramm - Kapseln Calcitriol Atnahs Pharma Netherlands B.V.
Decostriol 0,25 Mikrogramm Weichkapseln Calcitriol Dermapharm GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Calcitriol, der Wirkstoff von Rocaltrol, ist die eigentlich wirksame Form des Vitamin D. Es ist mit dem im menschlichen Organismus gebildeten Vitamin D identisch.

Calcitriol f√∂rdert die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung und f√ľhrt zu einer Erh√∂hung der Kalzium- und Phosphatmenge im Blut. Die Kalzium- und Phosphatmenge ist notwendig f√ľr die Stabilit√§t des Knochensystems. Rocaltrol f√∂rdert somit das Knochenwachstum und die Knochenstabilit√§t.

Bei Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion ist die Bildung von Calcitriol im Organismus vermindert bis aufgehoben. Dieser Mangel beg√ľnstigt die Entstehung von krankhaften Knochenver√§nderungen, wie sie bei schweren Nierenerkrankungen auftreten. Durch Einnahme von Rocaltrol k√∂nnen derartige Folgesch√§den vermieden werden.

Rocaltrol wird angewendet

  • bei St√∂rungen des Knochenwachstums und des Knochenstoffwechsels bei eingeschr√§nkter Nierenfunktion mit Funktionsst√∂rungen der Nebenschilddr√ľsen (sekund√§rer Hyperparathyreoidismus);
  • bei Unterfunktion der Nebenschilddr√ľse mit einer verminderten oder fehlenden Bildung von Parathormon (Hypoparathyreoidismus). Eine Unterfunktion der Nebenschilddr√ľse kann auftreten nach einer Operation (postoperativer Hypoparathyreoidismus), ohne erkennbare Ursache (idiopathischer Hypoparathyreoidismus) oder durch eine St√∂rung im Phosphat-Stoffwechsel (Pseudohypoparathyreoidismus);
  • bei verschiedenen Formen der Rachitis (eine Erkrankung, die durch St√∂rungen des Vitamin-D- Stoffwechsels hervorgerufen wird und verbunden ist mit St√∂rungen des Knochenwachstums und Skelettver√§nderungen);
  • bei Verminderung der Knochendichte (Osteoporose) bei Patienten mit chronischer St√∂rung der Nierenfunktion, wenn andere Behandlungsm√∂glichkeiten versagen bzw. f√ľr Sie nicht geeignet sind.

27. November 2013

Anzeige

Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Rocaltrol darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Calcitriol, andere √§hnliche Stoffe (Vitamin D oder dessen Abk√∂mmlinge) oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • wenn der Kalziumgehalt im Blut erh√∂ht ist;
  • wenn eine Vitamin-D-√úberdosierung bzw. auch der Verdacht auf diese besteht.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Rocaltrol einnehmen.

Durch die Einnahme von Rocaltrol kann es zu einer Erh√∂hung des Kalziumgehaltes im Blut (Hyperkalz√§mie) kommen. Die Wirkung von Rocaltrol ist sehr eng mit der Ern√§hrung, insbesondere mit ihrem Gehalt an Kalzium verkn√ľpft. Eine Erh√∂hung des Kalziumgehaltes im Blut kann z.B. auch ausgel√∂st werden, wenn Sie Ihre Ern√§hrungsgewohnheiten (erh√∂hter Konsum von Milchprodukten) √§ndern oder wenn Sie Kalziumpr√§parate unkontrolliert einnehmen.

Sie m√ľssen deshalb eine vom Arzt vorgeschriebene Di√§t gewissenhaft einhalten und nur die vom Arzt empfohlenen Kalziumpr√§parate einnehmen.

Da der Wirkstoff von Rocaltrol das wirksamste Stoffwechselprodukt von Vitamin D ist, d√ľrfen Sie w√§hrend der Behandlung mit Rocaltrol keine sonstigen Vitamin D Pr√§parate einnehmen, da sonst die Gefahr einer Vitamin D √úberdosierung und eines erh√∂hten Kalziumgehaltes im Blut besteht.

Es ist wichtig, die vom Arzt angeordneten Laborkontrollen zur Bestimmung des Kalziumgehaltes im Blut einzuhalten. Wenn es bei Ihnen zu einer Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut kommt, wird Ihr Arzt das Arzneimittel absetzen.

Erscheinungen, wie sie bei einer Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut auftreten, sind im Abschnitt 4. "Welche Nebenwirkungen sind möglich" beschrieben. Wenn bei Ihnen solche Nebenwirkungen auftreten, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung.

Besonders f√ľr Patienten, die z.B. nach einer Operation nicht mobil sind, besteht ein erh√∂htes Risiko f√ľr eine Erh√∂hung des Kalziumgehaltes im Blut.

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einer Erhöhung des Phosphatgehaltes im Blut kommen, wodurch die Gefahr von Kalkablagerungen erhöht ist. Um den Phosphatgehalt im Blut im Normbereich zu halten, wird Ihnen Ihr Arzt, zusätzlich zu einer phosphatarmen Diät, bestimmte Arzneimittel als Phosphatbinder verordnen.

W√§hrend der Behandlung mit Rocaltrol sollten Sie t√§glich mindestens 2 l Fl√ľssigkeit (Wasser, Tee oder Fruchtsaft) trinken, um die Funktion Ihrer Nieren zu unterst√ľtzen und um das Risiko f√ľr eine Erh√∂hung des Kalziumgehaltes im Blut zu verringern.

Wenn Ihnen Ihr Arzt

  • eine bestimmte Di√§t,
  • eine zus√§tzliche Behandlung,
  • Laboruntersuchungen und/oder
  • Kontrolluntersuchungen

verordnet, sollten Sie diese unbedingt einhalten.

Einnahme von Rocaltrol zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beachsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

27. November 2013

Beachten Sie bitte die vom Arzt empfohlenen Di√§tvorschriften und die Dosierungsempfehlungen bez√ľglich einer Kalzium-Einnahme. Sie sollten unbedingt darauf achten, dass Sie, au√üer den vom Arzt verordneten Kalziumpr√§paraten, keine zus√§tzlichen Kalzium-haltigen Arzneimittel einnehmen.

Des Weiteren kann es mit folgenden Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen:

  • bestimmte Herzmittel (Digitalispr√§parate, harntreibende Mittel): es kann zu einer Erh√∂hung des Kalziumgehaltes im Blut kommen.
  • bestimmte entz√ľndungshemmende Substanzen (Cortisol, Glukokortikoide) k√∂nnen die Wirkung von Rocaltrol vermindern.
  • Patienten mit eingeschr√§nkter Nierenfunktion sollten Arzneimittel gegen eine √úbers√§uerung des Magens (Antazida) nicht einnehmen, da diese zu einer Erh√∂hung des Magnesiumgehaltes im Blut f√ľhren k√∂nnen.
  • bestimmte Arzneimittel zur Senkung des Cholesterinspiegels (Colestyramin) und der sog. Phosphatbinder Sevelamer k√∂nnen die Wirkung von Rocaltrol vermindern.

Wenn Ihr Arzt die Einnahme von sogenannten Phosphatbindern verordnet, wird er die Dosierung von Ihrem Phosphatgehalt im Blut abhängig machen.

Einnahme von Rocaltrol zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Eine √Ąnderung der Ern√§hrungsgewohnheiten, wie z.B. ein erh√∂hter Konsum von Milchprodukten oder die unkontrollierte Einnahme von Kalziumpr√§paraten, kann zu einer Erh√∂hung des Kalziumgehaltes im Blut f√ľhren. Sie sollten die vom Arzt empfohlenen Di√§tma√ünahmen unbedingt einhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Ihr Arzt muss entscheiden, ob Sie Rocaltrol w√§hrend der Schwangerschaft und in der Stillzeit einnehmen d√ľrfen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Ihre Fähigkeit, ein Auto zu lenken oder eine Maschine zu bedienen, wird durch die Einnahme von Rocaltrol normalerweise nicht beeinflusst.

Rocaltrol enthält Sorbitol

Bitte nehmen Sie Rocaltrol erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

Anzeige

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Er wird die Behandlung auf die Art Ihrer Erkrankung, den Kalziumgehalt im Blut und Ihr persönliches Ansprechen auf Rocaltrol abstimmen.

Die Behandlung mit Rocaltrol wird durch die Verordnung von Kalziumpräparaten ergänzt. Um eine Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut zu vermeiden, sollten Sie sich unbedingt an die ärztlichen Dosierungsanweisungen zur begleitenden Kalziumeinnahme halten.

Die Behandlung mit Rocaltrol wird mit der kleinstmöglichen Dosis begonnen (1 Kapsel Rocaltrol 0,25 Mikrogramm) und erst in weiterer Folge wird die Dosis unter Kontrolle des Kalziumgehaltes im Blut erhöht.

Während der Behandlung mit Rocaltrol wird Ihr Arzt den Kalziumgehalt im Blut in regelmäßigen Abständen bestimmen und bei erhöhten Werten die Behandlung absetzen.

27. November 2013

Wenn Sie an Verminderung der Knochendichte (Osteoporose) leiden, wird Ihnen Ihr Arzt die √ľbliche Dosis von 1 Kapsel Rocaltrol zu 0,25 Mikrogramm zweimal t√§glich (= 1 Kapsel morgens und 1 Kapsel abends) verordnen.

Bei allen anderen Erkrankungen, die oben genannt sind, wird Ihnen Ihr Arzt zu Beginn der Behandlung eine Kapsel Rocaltrol zu 0,25 Mikrogramm pro Tag verschreiben. Danach wird er laufend Laboruntersuchungen durchf√ľhren lassen, um festzulegen, welche St√§rke von Rocaltrol (0,25 Mikrogramm oder 0,5 Mikrogramm) und wie viele Kapseln Sie pro Tag einnehmen m√ľssen. In der Regel ist die t√§gliche Einnahme von 0,5 bis 1,0 Mikrogramm Calcitriol ausreichend, um den gew√ľnschten Behandlungserfolg zu erzielen.

Zum Einnehmen.

Schlucken Sie die Kapseln unzerkaut, am besten nach dem Essen, mit Wasser oder einem anderen nichtalkoholischen Getränk. Erhöhte Tagesdosen werden 2- bis 3-mal täglich nach den Mahlzeiten eingenommen (d.h. die Gesamttagesmenge wird auf 2 bis 3 Teilmengen aufgeteilt).

F√ľr Kinder ab 3 Jahren und f√ľr Jugendliche wird der Arzt die optimale t√§gliche Dosis von Rocaltrol in Abh√§ngigkeit vom Kalziumgehalt im Blut sorgf√§ltig ermitteln.

Wenn Sie eine größere Menge von Rocaltrol eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie oder eine andere Person eine Überdosis Rocaltrol geschluckt haben, nehmen Sie sofort Kontakt mit einem Arzt oder einem Apotheker oder dem nächstgelegenen Spital auf.

Anzeichen einer akuten Überdosierung können folgende sein: Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, metallischer Geschmack, Erbrechen, Verstopfung, Herzrhythmusstörungen, Muskel- und Knochenschmerzen, Bewusstseinsstörungen und psychische Erscheinungen.

Hinweis f√ľr das medizinische Fachpersonal

Informationen zur √úberdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Rocaltrol vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben; setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort.

Wenn Sie die Einnahme von Rocaltrol abbrechen

Die Dauer der Behandlung ist von Patient zu Patient sehr unterschiedlich und wird daher von Ihrem Arzt festgelegt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie das Medikament nicht länger einnehmen möchten, da bei plötzlichem Einnahmestopp Ihr Kalziumspiegel zu schnell und zu stark abfallen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme des Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Anzeige

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die folgenden Nebenwirkungen zeigen jene, die in klinischen Studien mit Rocaltrol und nach der Markteinf√ľhrung beobachtet wurden.

Die am häufigsten auftretende Nebenwirkung ist eine Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut.

Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Rocaltrol sehr häufig auftreten (d.h. bei mehr als 10 von 100 Patienten):

27. November 2013

  • Erh√∂hung des Kalziumgehaltes im Blut

Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Rocaltrol häufig auftreten (d.h. bei mehr als 1 von 100 Patienten):

Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Rocaltrol gelegentlich auftreten (d.h. bei mehr als 1 von 1.000 Patienten):

  • verminderter Appetit
  • Erbrechen
  • Erh√∂hung von einem bestimmten Nierenwert im Blut (erh√∂hter Blutkreatininspiegel)

Nebenwirkungen mit nicht bekannter H√§ufigkeit (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar):

  • √úberempfindlichkeitsreaktionen, Nesselsucht
  • √ľberm√§√üige Fl√ľssigkeitsaufnahme, Fl√ľssigkeitsmangel
  • Apathie
  • Muskelschw√§che, Sensibilit√§tsst√∂rungen
  • Verstopfung, Oberbauchschmerzen
  • Hauterkrankungen verbunden mit Hautr√∂tungen, Juckreiz
  • Wachstumsverz√∂gerung
  • vermehrter Harndrang
  • Kalkablagerungen in den Weichteilen, Fieber, Durst
  • Gewichtsabnahme

Besonders bei zu hoch gewählter Dosierung können Nebenwirkungen auftreten, die durch eine Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut ausgelöst werden.

Akut können Erscheinungen wie Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauch- oder Oberbauchschmerzen und Verstopfung auftreten.

In weiterer Folge k√∂nnen Muskelschw√§che und Gewichtsabnahme, Empfindungsst√∂rungen, gesteigertes Durstgef√ľhl mit √ľberm√§√üiger Fl√ľssigkeitsaufnahme, Fieber, vermehrter Harndrang und Harnwegsinfekte, Fl√ľssigkeitsmangel, Apathie und Wachstumsverz√∂gerung auftreten.

Bei empfindlichen Patienten können Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Hautausschlag, Hauterkrankungen verbunden mit Hautrötungen, Juckreiz und Nesselsucht vorkommen.

Bei gleichzeitiger Überhöhung des Kalzium- und Phosphatgehaltes im Blut kann es zu Kalkablagerungen in den Weichteilen kommen.

Wenn eine √úberh√∂hung des Kalziumgehaltes im Blut f√ľr l√§ngere Zeit besteht, kann es zu einer Erh√∂hung von einem bestimmten Nierenwert im Blut kommen (erh√∂hter Blutkreatininspiegel).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5

27. November 2013

1200 WIEN √ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Anzeige

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern.

Die Blisterpackungen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Anzeige

Weitere Informationen

Was Rocaltrol enthält

  • Der Wirkstoff ist: Calcitriol. Eine Kapsel enth√§lt 0,5 Mikrogramm Calcitriol.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapsel-Inhalt: Butylhydroxyanisol, Butylhydroxytoluol, mittelkettige Triglyceride. Kapsel-H√ľlle: Gelatine, Glycerin, Karion 83 (bestehend aus Sorbitol, Mannitol, Hydrierungsprodukt hydrolysierter St√§rke), Titandioxid (E 171), rotes und gelbes Eisenoxid (E 172).

Wie Rocaltrol aussieht und Inhalt der Packung

Die Kapseln sind braun-orange bis rot-orange und undurchsichtig.

Sie erhalten die Kapseln in Blisterpackungen aus PVC-Folie und Deckfolie aus Aluminium beschichtet mit Vinyl-Acryl-Harz zu 30 und 100 St√ľck.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

Roche Austria GmbH, Engelhorngasse 3, 1211 Wien, √Ėsterreich

Hersteller

Roche Pharma AG, Emil-Barell-Straße 1, 79639 Grenzach-Wyhlen, Deutschland

Z.Nr.: 16.768

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im November 2013.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die folgenden Informationen sind nur f√ľr medizinisches Fachpersonal bestimmt:

27. November 2013

Hinweis f√ľr den Arzt bei √úberdosierung

Da Calcitriol ein Vitamin-D-Derivat ist, sind die Symptome einer √úberdosierung gleich wie f√ľr Vitamin D.

Einnahmen hoher Dosen von Kalzium und Phosphat zusammen mit Calcitriol k√∂nnen √§hnliche Symptome hervorrufen. Das Serumkalzium-Phosphat-Produkt (Ca x P) sollte einen Wert von 70 mg2/dl2 nicht √ľberschreiten. Ein hoher Kalziumspiegel im Dialysat kann zur Entwicklung einer Hyperkalz√§mie beitragen.

Symptome

  • einer akuten Vitamin-D-Intoxikation: Anorexie, Kopfschmerz, metallischer Geschmack, Erbrechen, Obstipation, Herzrhythmusst√∂rungen, Muskel- und Knochenschmerzen, Bewusstseinsst√∂rungen und psychische Symptome.
  • einer chronischen Vitamin-D-Intoxikation: Dystrophie (Schw√§che, Gewichtsverlust), Sensibilit√§tsst√∂rungen, m√∂glicherweise Fieber mit Durst, Polyurie, Dehydration, Apathie, Wachstumshemmung und Harnwegsinfekte. In der Folge kommt es zu einer Hyperkalz√§mie mit metastatischer Kalzifizierung von Kreislauforganen (Gef√§√üverkalkungen, auch mit Hypertonie, Herzrhythmusst√∂rungen, Myokardinsuffizienz) und Organen des Gastrointestinaltrakts, der Nierenrinde, der Lungen und des Pankreas.

Therapie

Folgende Maßnahmen sollten bei einer akzidentellen Überdosierung in Betracht gezogen werden:

  • Sofortige Magensp√ľlung oder Induktion von Erbrechen zur Verhinderung einer weiteren Resorption.
  • Verabreichung von Paraffin√∂l zur F√∂rderung der f√§kalen Ausscheidung.
  • Calcitriol und, soweit gegeben, jedes Kalzium-, Magnesium-, Vitamin-A- und Vitamin-D-haltige Medikament sofort absetzen.
  • Phosphatbindende Therapie anpassen, z.B. mit Aluminiumhydroxid, phosphatarme Ern√§hrung bzw. kalziumarme Di√§t verordnen (Meiden von Milchprodukten).
  • Bilanzierung einschlie√ülich Dialyse gegen ein kalziumreduziertes Dialysat.
  • Die Behandlung mit Calcitonin kann zur Senkung des Kalziumspiegels beitragen (Calcitonin hemmt die Mobilisierung von Kalzium aus dem Knochen).
  • Wiederholte Serumkalziumbestimmungen sind angezeigt. Sollten erh√∂hte Serumkalziumspiegel persistieren, k√∂nnen Phosphate und Kortikosteroide (vermindern die intestinale Kalziumresorption) verabreicht sowie Ma√ünahmen zur Erreichung einer ad√§quaten forcierten Diurese eingeleitet werden.

Eine Hyperkalz√§mie mit hohen Werten (√ľber 3,2 mmol/l) kann zu renaler Insuffizienz f√ľhren, besonders wenn der Blutphosphatspiegel normal oder aufgrund einer eingeschr√§nkten Nierenfunktion erh√∂ht ist.

Anzeige

Wirkstoff(e) Calcitriol
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Roche
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
ATC Code A11CC04
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Vitamin A und D, inkl. deren Kombinationen

Teilen

Anzeige

Ihr persönlicher Arzneimittel-Assistent

afgis-Qualit√§tslogo mit Ablauf Jahr/Monat: Mit einem Klick auf das Logo √∂ffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen √ľber medikamio GmbH & Co KG und sein/ihr Internet-Angebot: medikamio.com/ This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify.
Medikamente

Durchsuche hier unsere umfangreiche Datenbank zu Medikamenten von A-Z, mit Wirkung und Inhaltsstoffen.

Wirkstoffe

Alle Wirkstoffe mit ihrer Anwendung, chemischen Zusammensetzung und Arzneien, in denen sie enthalten sind.

Krankheiten

Ursachen, Symptome und Behandlungsm√∂glichkeiten f√ľr h√§ufige Krankheiten und Verletzungen.

Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden