Wirkstoff(e) Pyridostigmin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Mylan √Ėsterreich GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 02.06.1955
ATC Code N07AA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Parasympathomimetika

Zulassungsinhaber

Mylan √Ėsterreich GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Der Wirkstoff von Mestinon-Dragees, Pyridostigminbromid, geh√∂rt zur Familie der Cholinesterasehemmer. Diese Wirkstoffe hemmen den Abbau von Acetylcholin, einem nat√ľrlichen √úbertr√§gerstoff von Nervenimpulsen auf die Muskulatur. Dadurch wird die Wirkung von Acetylcholin verst√§rkt, was eine Aktivierung der Muskulatur bestimmter innerer Organe, wie des Darms, sowie eine Leistungsverbesserung im Falle von krankhafter Muskelschw√§che bewirkt.

Mestinon-Dragees werden bei Kindern ab 6 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bei krankhafter Muskelschwäche (Myasthenia gravis) angewendet.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Mestinon-Dragees d√ľrfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Pyridostigminbromid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Vorliegen mechanischer Verschl√ľsse der Verdauungs- oder Harnwege.
  • bei allen Krankheitszust√§nden, die von einem erh√∂hten Spannungszustand der Bronchialmuskulatur begleitet sind, wie z. B. spastische Bronchitis und Asthma bronchiale.
  • in der Stillzeit (siehe Abschnitt ‚ÄěSchwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsf√§higkeit‚Äú).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Mestinon-Dragees einnehmen.

Wenn Sie an Herzerkrankungen wie dekompensierter Herzinsuffizienz (Beschwerden im Ruhezustand), Erregungsleitungsst√∂rungen (AV-Block), Herzrhythmusst√∂rungen wie verlangsamtem Herzschlag leiden oder k√ľrzlich einen Herzinfarkt hatten, ist vom Arzt das Risiko sorgf√§ltig gegen den Nutzen einer Behandlung mit Mestinon-Dragees abzuw√§gen. √Ąltere Patienten k√∂nnen h√§ufiger von Rhythmusst√∂rungen betroffen sein als junge Erwachsene.

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Bei folgenden Erkrankungen sind Mestinon-Dragees mit Vorsicht anzuwenden:

Patienten, die an einer Nierenerkrankung leiden

Mestinon-Dragees werden haupts√§chlich unver√§ndert √ľber die Nieren ausgeschieden. F√ľr Patienten mit Nierenerkrankungen k√∂nnen deshalb niedrigere Dosierungen erforderlich sein. Die ben√∂tigte Dosis sollte nach Wirkung individuell bestimmt werden.

Bei √úberdosierung von Mestinon-Dragees kann es zur cholinergen Krise kommen, die sich unter anderem in ausgepr√§gter Muskelschw√§che √§u√üert. Wird eine solche Situation verkannt, so besteht wegen muskul√§rer Ateml√§hmung Lebensgefahr. Verlangsamter Herzschlag, unerw√ľnschte kardiovaskul√§re Reaktionen, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie) und verminderter Blutdruck (Hypotonie) k√∂nnen weitere Begleiterscheinungen sein.

Nach einer operativen Entfernung der Thymusdr√ľse (Thymektomie) kann m√∂glicherweise eine Verringerung der vom Arzt verschriebenen Dosis notwendig sein.

Vorsicht bei Diabetikern: Der Zuckergehalt beträgt 0,162 g pro Dragee. Dies entspricht ca. 0, 014 BE.

Einnahme von Mestinon-Dragees zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden.

Arzneimittel, die die Funktion des Immunsystems vermindern (Immunsuppressiva)

Bei zeitgleicher Behandlung mit Kortikosteroiden oder mit Arzneimitteln, die die Funktion des Immunsystems vermindern, kann eine Verringerung der vom Arzt verschriebenen Dosis notwendig sein. Die Beschwerden der Myasthenia gravis können sich anfänglich durch die Gabe von Kortikosteroiden verschlechtern.

Methylcellulose

Methylcellulose kann die Resorption dieses Arzneimittels verhindern. Die gleichzeitige Verabreichung von Arzneimitteln, die Methylcellulose als Hilfsstoff enthalten, sollte daher vermieden werden.

Anticholinergika

Atropin, atropinartig wirkende Substanzen und Scopolamin können durch die Verringerung der Magen-Darm- Tätigkeit die Aufnahme von Pyridostigminbromid, dem Wirkstoff von Mestinon-Dragees, beeinträchtigen und so die Wirkung von Mestinon Dragees verringern.

Arzneimittel, die eine vor√ľbergehende Entspannung der Skelettmuskulatur bewirken (Muskelrelaxanzien)

Pyridostigminbromid kann die Wirkung mancher Muskelrelaxanzien verringern (z. B. Pancuronium, Vecuronium) bzw. verstärken (z. B. Suxamethonium). Die blockierende Wirkung von Succinylcholin kann verlängert werden.

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Sonstige Arzneimittel

  • Einige Narkosemittel (Allgemeinan√§sthetika), Arzneimittel gegen Herzrhythmusst√∂rungen und andere Substanzen mit √§hnlichem Wirkmechanismus, k√∂nnen die Wirkung von Pyridostigminbromid beeinflussen.
  • Die gleichzeitige Gabe von Mestinon-Dragees mit Arzneimitteln zur √∂rtlichen Bet√§ubung (z. B. Tetracain) kann zu hohen Serumkonzentrationen dieser Arzneimittel f√ľhren und dadurch m√∂gliche allgemeine Wirkungen (arrhythmische Herzaktion und ZNS-Intoxikation) hervorrufen.
  • Einige Antibiotika, insbesondere Aminoglykoside (z. B. Streptomycin, Kanamycin, Neomycin) k√∂nnen die Wirkung von Mestinon-Dragees vermindern.
  • Bestimmte Narkosemittel, Herzmittel (Chinidin, Procainamid) und andere Arzneimittel, die die Erregungs√ľbertragung beeinflussen, k√∂nnen die Wirkung von Mestinon-Dragees beeinflussen. Parasympathomimetika (Arzneimittel, die die Wirkung des Parasympathikus, eine Komponente des vegetativen Nervensystems, nachahmen, z. B. Atropin, Hyoscin) k√∂nnen die Wirkung von Mestinon- Dragees aufheben.
  • Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen und Erregungszust√§nden (einige Psychopharmaka, wie trizyklische und tetrazyklische Antidepressiva, sowie Neuroleptika, Lithium) und Antihistaminika (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien), k√∂nnen die Wirkung von Mestinon-Dragees beeinflussen.
  • Mestinon-Dragees k√∂nnen die Wirkung bestimmter Schlaf- und Schmerzmittel (Barbiturate, Opiate) verst√§rken.
  • Orale Kontrazeptiva (Pille) k√∂nnen die Wirkung von Mestinon-Dragees vermindern.

Die gleichzeitige Verabreichung von Mestinon-Dragees und eine großflächige, äußerliche Anwendung von N,N-diethyl-m-toluamid (DEET), das u. a. in Insektenschutzmitteln enthalten ist, sollte vermieden werden.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft

Der Wirkstoff von Mestinon-Dragees passiert die Plazentaschranke. Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel deshalb w√§hrend der Schwangerschaft nur einnehmen, wenn Ihr Arzt dies f√ľr eindeutig erforderlich h√§lt. Insbesondere sind hohe Dosierungen zu vermeiden. Mestinon-Dragees beeintr√§chtigen die Geburt 1 Stunde vor Beendigung der Austreibungsphase, die St√§rke der Wehent√§tigkeit und die damit verbundene unmittelbare Situation nach der Geburt. Das Neugeborene einer Myasthenie-Patientin hat vor√ľbergehende Probleme mit dem Stillen, mit dem Schlucken und mit der Atmung. Das Neugeborene ist daher auf m√∂gliche Auswirkungen zu √ľberwachen.

Die Verabreichung von Cholinesterasehemmern, die Substanzgruppe, zu der die Mestinon-Dragees geh√∂ren, in eine Vene kann in der Schwangerschaft zur Ausl√∂sung vorzeitiger Wehen f√ľhren. Die Gefahr vorzeitiger Wehen besteht dabei insbesondere zum Ende der Schwangerschaft. Ob die Gefahr der Ausl√∂sung vorzeitiger Wehen auch bei Einnahme von Mestinon-Dragees besteht, ist nicht bekannt.

Stillzeit

Da der Wirkstoff von Mestinon-Dragees in geringen Mengen in die Muttermilch √ľbergeht, d√ľrfen Sie w√§hrend einer Behandlung mit Mestinon-Dragees nicht stillen. Ist eine Behandlung mit Mestinon -Dragees erforderlich, m√ľssen Sie abstillen (siehe Abschnitt ‚ÄěMestinon-Dragees d√ľrfen nicht eingenommen werden‚Äú).

Fortpflanzungsfähigkeit

Tierexperimentell wurde kein Effekt von Mestinon-Dragees auf die männliche und weibliche Fruchtbarkeit nachgewiesen.

Verkehrst√ľchtigkeit und F√§higkeit zum Bedienen von Maschinen:

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsf√§higkeit und Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

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Die Einnahme dieses Arzneimittels kann zu Anpassungsst√∂rungen des Auges an das Nah-/Fern-Sehen oder Verengungen der Pupillen f√ľhren und die Verkehrst√ľchtigkeit beeintr√§chtigen.

Bei einer nicht ausreichenden Kompensation der Grundkrankheit oder cholinergen Effekten nach relativer √úberdosierung von Mestinon-Dragees (siehe Abschnitt ‚ÄěWenn Sie eine gr√∂√üere Menge Mestinon-Dragees eingenommen haben, als Sie sollten‚Äú) k√∂nnen die F√§higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra√üenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeintr√§chtigt sein.

Vom Lenken von Fahrzeugen sowie vom Bedienen von Maschinen wird daher abgeraten.

Mestinon-Dragees enthalten Saccharose

Bitte nehmen Sie Mestinon-Dragees erst nach R√ľcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunvertr√§glichkeit leiden.

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Wie wird es angewendet?

Wie sind Mestinon-Dragees einzunehmen?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Mestinon-Dragees nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Mestinon-Dragees sonst nicht richtig wirken können. Der Schweregrad der Erkrankung ist von Patient zu Patient verschieden und kann sich bei ein und demselben Patienten häufig ändern. Die Ansprechbarkeit auf Mestinon-Dragees kann ebenfalls von Patient zu Patient verschieden sein. Die Dosierungsanleitung muss deshalb streng individuell gestaltet werden. Die Dosierungsempfehlungen sind daher nur als Anhaltspunkte gedacht.

Erwachsene: 1 bis 3 Dragees zu 60 mg zwei- bis viermal täglich.

√Ąltere Patienten

Bei √§lteren Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich, aber der im Alter m√∂glicherweise auftretende langsame Herzschlag ohne erkennbarem Rhythmus (Bradyarrhythmie, z. B. AV-Block II. und III. Grades, Sinusknotensyndrom) ist bei der Behandlung zu ber√ľcksichtigen.

Daher gilt es, dies mittels eines EKGs zu diagnostizieren, bevor mit der Behandlung begonnen wird und nach Beginn der Behandlung in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Die klinische Erfahrung zeigt, dass auch höhere Dosen bei älteren Patienten erforderlich sein können

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Behandlung mit Mestinon-Dragees bei Kindern unter 6 Jahren kann nicht empfohlen werden, da eine geringere Dosierung als 60 mg Pyridostigminbromid nicht möglich ist.

Kinder von 6 ‚Äď 12 Jahren erhalten als Anfangsdosis ein Dragee (60 mg) zwei- bis viermal t√§glich.

F√ľr die Behandlung von Jugendlichen √ľber 12 Jahren gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie f√ľr Erwachsene.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion können niedrigere Dosierungen erforderlich sein. Die benötigte Dosis ist deshalb nach Wirkung individuell zu bestimmen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion

Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion ist keine Dosisanpassung erforderlich.

Art der Anwendung

Zum Einnehmen.

Die Dragees werden mit etwas Fl√ľssigkeit eingenommen.

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Dauer der Anwendung

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Verlauf der Erkrankung und wird individuell festgelegt. √úber die Behandlungsdauer entscheidet der behandelnde Arzt. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Mestinon-Dragees zu stark oder zu schwach ist. Mestinon- Dragees sind prinzipiell zur Langzeittherapie geeignet.

Wenn Sie eine größere Menge Mestinon-Dragees eingenommen haben, als Sie sollten

In jedem Fall ist sofort ein Arzt zu verst√§ndigen, da der Patient einer intensivmedizinischen station√§ren Behandlung zugef√ľhrt werden muss.

Die Einnahme zu gro√üer Mengen (√úberdosierung) dieses Arzneimittels kann eine sogenannte cholinerge Krise verursachen, die unter anderem zu einer ausgepr√§gten oder gesteigerten Muskelschw√§che bis hin zur L√§hmung f√ľhren kann. Wird eine solche Situation verkannt, so besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Ateml√§hmung, die in besonders schweren F√§llen zu Atemstillstand und zu einem Sauerstoffmangel im Gehirn f√ľhren kann.

Weitere Begleiterscheinungen k√∂nnen sich √§u√üern in extremer Verlangsamung des Herzschlags bis zum Herzstillstand, in einer periodischen Beschleunigung des Herzschlags, Blutdruckabfall bis zum Kreislaufkollaps, Schwindel, √úbelkeit und Erbrechen, unwillk√ľrlichem Harnabgang, Stuhlentleerung mit Kr√§mpfen, Durchfall, vermehrter Bronchialsekretion, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur mit einer m√∂glichen Verengung der Atemwege, verst√§rktem Tr√§nen- und Speichelfluss, verst√§rkter Nasensekretion, leichtem bis starkem Schwitzen, Hautr√∂tung, Verengung der Augenpupillen und einer St√∂rung der Sehsch√§rfe, gelegentlichen Muskelkr√§mpfen, unwillk√ľrlichem Muskelzucken und einer generellen Schw√§che.

Als zentralnerv√∂se Beschwerden k√∂nnen Unruhe, Verwirrtheit, verwaschene Sprache, Nervosit√§t, Gereiztheit und bildhafte Halluzinationen sowie Krampfanf√§lle und Koma auftreten (siehe Abschnitt 4. ‚ÄěWelche Nebenwirkungen sind m√∂glich?‚Äú).

Wenn Sie die Einnahme von Mestinon-Dragees vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Mestinon-Dragees abbrechen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Behandlung mit Mestinon-Dragees abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Die Nebenwirkungen von Mestinon-Dragees sind dosisabh√§ngig. Die aufgef√ľhrten Nebenwirkungen k√∂nnen auch Zeichen einer √úberdosierung bzw. einer cholinergen Krise sein. Kl√§ren Sie die Ursache der Nebenwirkungen unbedingt mit Ihrem Arzt ab.

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Durchfall, √úbelkeit, Erbrechen, Schluckbeschwerden
  • Schwei√üausbr√ľche
  • verlangsamter Herzschlag (kann in Einzelf√§llen zum Herzstillstand f√ľhren)

Unerw√ľnschte Reaktionen wie beschleunigter Puls oder erh√∂hter Blutdruck k√∂nnen auftreten.

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Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • verengte Pupillen, Tr√§nenfluss, Doppeltsehen
  • verst√§rkter Speichelfluss

Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • niedriger Blutdruck
  • vermehrte Bronchialsekretion
  • Bauchkr√§mpfe, erh√∂hte Magen-Darmaktivit√§t Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
  • krankhaft gesteigerte Sekretabgabe in den Bronchien, verbunden mit einer Verengung der Atemwege
  • Hautausschlag (klingt gew√∂hnlich nach Absetzen der Medikation ab. Es sollten keine bromidhaltigen Arzneimittel verwendet werden)
  • unwillk√ľrliches Muskelzucken, Muskelkr√§mpfe, Muskelschw√§che (im Extremfall L√§hmungen)

Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):

Reizbarkeit, ängstliche Unruhe, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, geistige Verwirrung, Krampfanfälle

Beim Vorliegen hirnorganischer Veränderungen können unter der Behandlung mit Mestinon-Dragees psychopathologische Symptome bis hin zur Psychose auftreten; bereits bestehende Symptome können verstärkt werden.

Nicht bekannt (H√§ufigkeit auf Grundlage der verf√ľgbaren Daten nicht absch√§tzbar)

  • Arzneimittel√ľberempfindlichkeit (Allergien)
  • Kreislaufkollaps (Synkope)
  • Anpassungsst√∂rungen des Auges an das Nah-/Fern-Sehen (z. B. verschwommenes Sehen)
  • Herzrhythmusst√∂rungen (z. B. Herzrasen), Erregungsleitungsst√∂rungen (atrioventrikul√§rer Block), Verkrampfungen der Herzkranzgef√§√üe (Prinzmetal-Angina)
  • Hitzegef√ľhl
  • bei Asthmatikern k√∂nnen Atemwegsbeschwerden auftreten
  • Beschwerden im Bauchraum (Unwohlsein, Schmerzen, Kr√§mpfe)
  • Urtikaria
  • Muskelzittern, verminderter Muskeltonus
  • verst√§rkter Harndrang

Da die Beschwerden Zeichen einer cholinergen Krise sein k√∂nnen, sollte der Arzt unverz√ľglich zu Rate gezogen werden, damit die Ursache der Erscheinungen abgekl√§rt werden kann (siehe Abschnitt ‚ÄěWenn Sie eine gr√∂√üere Menge Mestinon-Dragees eingenommen haben, als Sie sollten‚Äú).

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt √ľber das Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien, Fax: +43 (0) 50555 36207, Website: http://www.basg.gv.at anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie sind Mestinon-Dragees aufzubewahren?

Nicht √ľber 25 ¬įC lagern!

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu sch√ľtzen.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch

Mestinon-Dragees sind nach Anbruch 3 Monate haltbar.

Pyridostigminbromid hat die Eigenschaft, extrem hygroskopisch zu sein (zieht gerne (Luft-)Feuchtigkeit an). Darum ist es von großer Wichtigkeit, dass das Tablettengefäß nach der Entnahme der Tabletten unmittelbar wieder verschlossen wird, um die Aufnahme von Luftfeuchtigkeit unbedingt zu vermeiden.

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Weitere Informationen

Inhalt der Packung und weitere Informationen

Was Mestinon-Dragees enthalten

Der Wirkstoff ist Pyridostigminbromid.

Ein Dragee enthält 60 mg Pyridostigminbromid.

Die sonstigen Bestandteile sind:

Tablettenh√ľlle: 161,57 mg/Dragee Saccharose, Hartparaffin, dickfl√ľssiges Paraffin, Reisst√§rke, Talkum, arabisches Gummi, Eisenoxid rot und gelb (E 172)

Tablettenkern: hochdisperses Siliciumdioxid, Maisstärke, Povidon K 30, Talkum, Kartoffelstärke kaltquellend, Magnesiumstearat.

Wie Mestinon-Dragees aussehen und Inhalt der Packung

Hellorange bis orangefarbene, runde, √ľberzogene Tablette

Braunglasflasche mit Polyethylen-Schraubverschluss zu 20 und 150 Dragees.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Mylan √Ėsterreich GmbH, 1110 Wien

Hersteller:

Meda Pharma GmbH & Co KG, Bad Homburg, Deutschland

Z.Nr.: 8485

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt √ľberarbeitet im September 2020.

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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2023

Quelle: Mestinon - Dragees - Beipackzettel

Wirkstoff(e) Pyridostigmin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Mylan √Ėsterreich GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 02.06.1955
ATC Code N07AA02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur wiederholten Abgabe gegen aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden