Was ist es und wofür wird es verwendet?

Sinuben ist ein Arzneimittel zur örtlichen Behandlung des Schnupfens. Das Einsprühen der Lösung in beide Nasenlöcher bewirkt:

  • Abschwellen der entzündeten Nasenschleimhaut,
  • Verminderung der übermäßigen Sekretabsonderung,
  • freie Atmung durch die Nase,
  • Freihaltung der Ohrtrompeten und
  • Abschwellung der Rachenschleimhaut.
Darüber hinaus besitzt der Wirkstoff Eigenschaften, die die Bekämpfung der Viren erleichtern und das Immunsystem günstig beeinflussen. Ebenso wurden entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen nachgewiesen.

Die Wirkung von Sinuben setzt innerhalb weniger Sekunden ein und hält durchschnittlich 6-8 Stunden lang an.

Die Behandlung mit Sinuben führt zu einer Verkürzung der Schnupfendauer von durchschnittlich 6 Tagen auf 4 Tage im Vergleich zur Anwendung einer physiologischen Kochsalzlösung.

Wenn Sie sich nach 7 Tagen nicht besser oder gar schlechter fühlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Sinuben wird angewendet bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren

  • bei akutem Schnupfen (Rhinitis acuta), allergischem Schnupfen (Rhinitis allergica) und anfallsweise auftretendem Fließschnupfen (Rhinitis vasomotorica).
  • zur Erleichterung des Sekretabflusses bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen sowie bei Tubenkatarrh in Verbindung mit Schnupfen.
  • zur diagnostischen Schleimhautabschwellung.
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Sinuben 0,05 % - Nasenspray

Inhaltsverzeichnis
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Wie wird es angewendet?
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie soll es aufbewahrt werden?
Weitere Informationen

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sinuben darf nicht angewendet werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Oxymetazolinhydrochlorid, Imidazoline oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei trockener Entzündung der Nasenschleimhaut mit Krusten- und Borkenbildung (Rhinitis sicca).
  • nach operativer Entfernung der Hirnanhangsdrüse durch die Nase (transsphenoidaler Hypophysektomie) oder anderen durch Mund/Nase durchgeführten chirurgischen Eingriffen, die die Hirnhaut (Dura mater) freilegen.
  • bei Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom, „grüner Star“).
  • bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (sogenannte MAO-Hemmer, auch wenn Sie diese innerhalb der letzten 2 Wochen eingenommen haben).
  • bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern unter 6 Jahren. Für diese Altergruppe stehen Präparate mit entsprechend geringerer Wirkstoffkonzentration zur Verfügung.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Sinuben anwenden, insbesondere bei

  • schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Angina pectoris, Bluthochdruck).
  • einer Erkrankung der Nebenniere (Phäochromozytom).
  • Stoffwechselerkrankungen (wie Diabetes mellitus oder Schilddrüsenüberfunktion).
  • Prostatavergrößerung.
  • gleichzeitiger Einnahme von blutdrucksteigernden Medikamenten.
Eine Anwendungsdauer von 7 Tagen darf nicht überschritten werden, da bei längerem Gebrauch eine Schwellung der Nasenschleimhaut nach Beendigung der Behandlung auftreten kann. Darüber hinaus kann es bei Langzeitanwendung zu Gewöhnungseffekten und Schädigung der Nasenschleimhaut kommen.

Anwendung von Sinuben zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Wenn Sie Sinuben vorschriftsmäßig anwenden sind keine Wechselwirkungen zu erwarten.

Nach missbräuchlicher Langzeitanwendung, Überdosierung oder Verschlucken sind Wechselwirkungen mit Arzneimitteln gegen

  • Depressionen (sogenannte MAO-Hemmer, auch wenn Sie diese innerhalb der letzten 2 Wochen eingenommen haben),
  • hohen Blutdruck und
  • Narkosemittel
möglich.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Sinuben sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden.

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Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden, da eine Überdosierung die Blutversorgung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen oder die Milchproduktion vermindern kann.

Verkehrstüchtigkeit und ähigkeit zum Bedienen von Maschinen

Bei Einhaltung der empfohlenen Dosierung und Anwendungsdauer kommt es zu keiner Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit, bei Überdosierung und/oder Langzeitanwendung ist dies jedoch nicht auszuschließen.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung:

Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 6 Jahren:

2-3mal täglich 1 Sprühstoß in jede Nasenöffnung.

Kinder unter 6 Jahren:

Sinuben darf in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden (siehe auch Abschnitt „Sinuben darf nicht angewendet werden“).

ür Kinder unter 6 Jahren stehen Präparate mit entsprechend geringerer Wirkstoffkonzentration zur Verfügung.

Art der Anwendung:

Zur nasalen Anwendung.

Beim erstmaligen Gebrauch

  1. Schutzkappe abnehmen,
  2. Sprayflasche mit dem Sprühkopf nach oben halten und mehrmals pumpen, bis ein gleichmäßiger Sprühnebel austritt. Der Sprühmechanismus funktioniert durch Druck auf die Fingerauflage [Abbildung 1].
  3. Die Sprühöffnung jeweils in ein Nasenloch einführen und einmal sprühen.
  4. Nach dem Gebrauch Sprühöffnung säubern und die Schutzkappe wieder aufsetzen.
Dauer der Anwendung:

Die Behandlung mit Sinuben sollte so kurz wie möglich sein und darf bei kontinuierlicher Anwendung einen Zeitraum von 7 Tagen nicht überschreiten.

Falls nach 7-tägiger Anwendung von Sinuben die Krankheitsbeschwerden nicht abgeklungen sind, suchen Sie vor Fortsetzung der Behandlung unbedingt einen Arzt auf.

Wenn Sie eine größere Menge von Sinuben angewendet haben, als Sie sollten

Nach Überdosierung oder versehentlichem Verschlucken größerer Mengen von Sinuben können Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber und schwerere Nebenwirkungen von Seiten Herz- Kreislauf, Nervensystem und Atmung auftreten.

Besonders bei Kindern sind schwere, unter Umständen auch lebensbedrohliche Komplikationen nicht auszuschließen. In diesem Fall wenden Sie sich bitte umgehend an einen Arzt.

Wenn Sie die Anwendung von Sinuben vergessen haben

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Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Nachfolgend sind die Nebenwirkungen nach Organsystemen und Häufigkeit eingeteilt. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufig

betrifft mehr als 1 Behandelten von 10

häufig

betrifft 1 bis 10

Behandelte von 100

gelegentlich

betrifft 1 bis 10

Behandelte von 1.000

selten

betrifft 1 bis 10

Behandelte von 10.000

sehr selten

betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000

nicht bekannt

Häufigkeit aufgrund der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Nervensystems:

Sehr selten: Unruhe, Schlaflosigkeit, Müdigkeit (Schläfrigkeit, Sedierung), Kopfschmerzen, Halluzinationen (vorrangig bei Kindern)

Herzerkrankungen:

Selten: Herzklopfen, beschleunigte Herztätigkeit (Tachykardie), Blutdruckerhöhung Sehr selten: Herzrhythmusstörungen

Erkrankungen der Atemwege und des Brustraums:

Häufig: Brennen und Trockenheit der Nasenschleimhaut, Niesen

Gelegentlich: nach Abklingen der Wirkung stärkeres Gefühl einer verschnupften Nase, Nasenbluten. Sehr selten: Atemstillstand bei jungen Säuglingen und Neugeborenen

Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen:

Sehr selten: Krämpfe (insbesondere bei Kindern)

Erkrankungen des Immunsystems:

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen (Schwellung von Haut und Schleimhaut, Hautausschlag, Juckreiz)

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem anzeigen:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

ür dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.

Nach Öffnen des Fläschchens nicht länger als 12 Monate verwenden.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Weitere Informationen

Was Sinuben enthält:

  • Der Wirkstoff ist: Oxymetazolinhydrochlorid. 1 ml Lösung enthält 0,5 mg Oxymetazolinhydrochlorid. Ein Sprühstoß enthält ca. 45 Mikroliter Lösung = 22 Mikrogramm Oxymetazolinhydrochlorid.
  • Die sonstigen Bestandteile sind: Citronensäure-Monohydrat, Natriumcitrat, Glycerol, gereinigtes Wasser.
Wie Sinuben aussieht und Inhalt der Packung

Nasenspray, klare und farblose Lösung.

Flasche zu 10 ml und 15 ml aus Polyethylen mit Dosierpumpe.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer:

Merck GmbH, A-1147 Wien

Hersteller:

Merck Selbstmedikation GmbH, 64293 Darmstadt, Deutschland

Merck KGaA & Co., Werk Spittal, Österreich

Famar Healthcare Services Madrid, S. A. U, Avda. Leganés 62, Alcorcón 28923 (Madrid), Spain

Sofarimex – Indústria Quimica e Farmacéutica, S.A., Av. das Indústrias – Alto do Colaride, 2735- 213 Cacém, Portugal

Z.Nr.: 136508

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Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juli 2017.

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Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:

Maßnahmen bei Überdosierung:

Bei schwerer Überdosierung ist eine stationäre Intensivtherapie angezeigt. Die Gabe von medizinischer Kohle (Absorbens), Natriumsulfat (Laxans) oder eine Magenspülung (bei großen Mengen) sollte unverzüglich erfolgen, da die Resorption von Oxymetatzolin schnell erfolgen kann.

Vasopressoren sind kontraindiziert. Als Antidot kann ein nicht selektiver α-Blocker gegeben werden. Gegebenenfalls Fiebersenkung, antikonvulsive Therapie und Sauerstoffbeatmung.

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