Videx 250 mg - magensaftresistente Hartkapseln

Videx 250 mg - magensaftresistente Hartkapseln
Wirkstoff(e) Didanosin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Bristol-Myers Squibb GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.10.2000
ATC Code J05AF02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Direkt wirkende antivirale Mittel

Zulassungsinhaber

Bristol-Myers Squibb GmbH

Medikamente mit gleichem Wirkstoff

Medikament Wirkstoff(e) Zulassungsinhaber
Videx 200 mg - magensaftresistente Hartkapseln Didanosin Bristol-Myers Squibb
Videx 400 mg - magensaftresistente Hartkapseln Didanosin Bristol-Myers Squibb GmbH

Gebrauchsinformation

Was ist es und wof√ľr wird es verwendet?

Videx ist ein antivirales (oder antiretrovirales) Arzneimittel, das zur Behandlung von Infektionen mit dem Humanen Immundefizienzvirus (HIV) eingesetzt wird. Videx gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) bezeichnet werden. Normalerweise wird es in Kombination mit anderen HIV-Arzneimitteln angewendet.

Videx kann eine HIV-Infektion nicht heilen. Es kann bei Ihnen auch weiterhin zu Infektionen oder anderen Erkrankungen aufgrund Ihrer HIV-Infektion kommen. Auch w√§hrend der Einnahme dieses Arzneimittels k√∂nnen Sie HIV auf andere √ľbertragen, obwohl das Risiko durch eine effektive antiretrovirale Therapie verringert ist. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt √ľber die Vorsichtsma√ünahmen, die notwendig sind, um die Infizierung anderer Menschen zu verhindern.

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Was m√ľssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Videx wird Ihnen nur von einem Arzt verschrieben, der Erfahrung mit Arzneimitteln zur Behandlung der HIV-Infektion hat.

Videx darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Didanosin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
  • bei Kindern unter 6 Jahren: Videx magensaftresistente Hartkapseln d√ľrfen von dieser Altersgruppe nicht angewendet werden. Es gibt daf√ľr andere besser geeignete Darreichungsformen von Didanosin.
    wenn Sie Stavudin einnehmen (zur Behandlung einer HIV-Infektion).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Videx einnehmen.

k√∂nnen Anzeichen einer beginnenden Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung sein. Unbehandelt kann diese lebensbedrohlich werden.

  • wenn Sie ein Taubheitsgef√ľhl, Kribbeln und Schmerzen in Armen und Beinen bemerken, informieren Sie Ihren Arzt. Dies kann ein Anzeichen f√ľr eine toxische periphere Neuropathie sein.
  • Die Einnahme von Videx kann in seltenen F√§llen zu Ver√§nderungen der Netzhaut im Auge (Retina) oder des Sehnervs f√ľhren. Ihr Arzt wird m√∂glicherweise in j√§hrlichen Abst√§nden, oder wenn eine Ver√§nderung Ihres Sehverm√∂gens auftritt, eine augen√§rztliche Untersuchung durchf√ľhren.
  • Videx kann zu einer Lactatazidose (√úberschuss an Milchs√§ure im Blut) genannten St√∂rung mit manchmal t√∂dlichem Verlauf und einer Lebervergr√∂√üerung f√ľhren. Beschwerden wie √úbelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen k√∂nnen Anzeichen einer beginnenden Lactatazidose sein. Diese seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung tritt h√§ufiger bei Frauen, insbesondere mit starkem √úbergewicht, sowie bei Patienten mit Lebererkrankungen auf. Ihr Arzt wird Sie w√§hrend Ihrer Therapie mit Videx regelm√§√üig √ľberwachen.
  • Wenn Sie Nierenprobleme haben oder hatten, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Dies ist wichtig, weil Videx √ľber die Nieren aus Ihrem K√∂rper ausgeschieden wird und Sie deshalb eventuell eine verringerte Dosis bekommen sollten.
  • Wenn Sie eine Lebererkrankung, insbesondere chronische Hepatitis B oder C, haben oder hatten, informieren Sie bitte Ihren Arzt. Einige Patienten (darunter auch Schwangere), die Videx eingenommen haben, bekamen ernste Lebererkrankungen. Diese Erkrankungen waren unter anderem Hepatomegalie (Lebervergr√∂√üerung), Steatose (Fettablagerungen in der Leber), Leberversagen und Pfortaderhochdruck (Bluthochdruck in der gro√üen Lebervene). Sie k√∂nnten ein erh√∂htes Risiko f√ľr eine schwere und potenziell t√∂dlich verlaufende Lebererkrankung haben. In seltenen F√§llen kann es auch bei Patienten, die in ihrer Krankengeschichte noch keine Lebererkrankung hatten, zu einem Leberversagen kommen. Ihr behandelnder Arzt wird Ihre Leberfunktion w√§hrend der Einnahme von Videx kontrollieren. Sie sollten besonders vorsichtig sein, wenn Sie fr√ľher einen hohen Alkoholkonsum oder Lebererkrankungen hatten.
  • Bei einigen Patienten mit fortgeschrittener HIV-Infektion (AIDS) und bereits fr√ľher aufgetretenen Begleitinfektionen k√∂nnen kurz nach Beginn der HIV-Therapie Anzeichen und Beschwerden einer Entz√ľndung von zur√ľckliegenden Infektionen auftreten. Es wird angenommen, dass diese Beschwerden auf eine Verbesserung der k√∂rpereigenen Immunantwort zur√ľckzuf√ľhren sind, die es dem K√∂rper erm√∂glicht, Infektionen zu bek√§mpfen, die m√∂glicherweise ohne erkennbare Beschwerden vorhanden waren. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion bemerken, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt. Zus√§tzlich zu den Begleitinfektionen k√∂nnen nach Beginn der Einnahme von Arzneimitteln zur Behandlung Ihrer HIV-Infektion auch Autoimmunerkrankungen auftreten (ein Zustand, bei dem das Immunsystem gesundes K√∂rpergewebe angreift). Autoimmunerkrankungen k√∂nnen viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten. Wenn Sie irgendwelche Anzeichen einer Infektion oder andere Symptome, wie z. B. Muskelschw√§che, eine Schw√§che, die in den H√§nden und F√ľ√üen beginnt und sich in Richtung Rumpf fortsetzt, Herzklopfen, Zittern oder Hyperaktivit√§t bemerken, informieren Sie bitte unverz√ľglich Ihren Arzt, um die notwendige Behandlung zu erhalten.
  • Bei Patienten, die eine antiretrovirale Therapie erhalten, kann eine Umverteilung, eine Ansammlung oder ein Verlust von K√∂rperfett auftreten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie Ver√§nderungen des K√∂rperfetts feststellen.
  • W√§hrend der Behandlung mit Videx kommt es oft zu einem allm√§hlichen Abbau von subkutanem Fettgewebe (Fett, das sich unter der Haut befindet), den man insbesondere im

Gesicht und an den Beinen und Armen erkennen kann. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie solche Veränderungen an sich feststellen.

  • Bei einigen Patienten, die mit einer antiretroviralen Kombinationstherapie behandelt werden, kann sich eine als Osteonekrose (Absterben von Knochengewebe aufgrund einer Durchblutungsst√∂rung des Knochens) bezeichnete Knochenerkrankung entwickeln. Zu den vielen Risikofaktoren f√ľr die Entwicklung dieser Krankheit k√∂nnen unter anderem die Dauer der antiretroviralen Kombinationstherapie, die Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, eine starke Immunsuppression und ein erh√∂hter Body-Mass-Index (Ma√üzahl zur Beurteilung des K√∂rpergewichts im Verh√§ltnis zur K√∂rpergr√∂√üe) geh√∂ren. Anzeichen einer Osteonekrose sind Gelenksteifigkeit und -schmerzen (insbesondere in H√ľfte, Knie und Schulter) sowie St√∂rungen des Bewegungsablaufes. Wenn Sie eine dieser Beschwerden feststellen, informieren Sie bitte Ihren Arzt.
  • Wechselwirkungen: Es wird nicht empfohlen, Videx in Kombination mit Tenofovirdisoproxilfumarat, Hydroxyurea, Xanthinoxidasehemmern (z. B. Allopurinol) oder Ribavirin einzunehmen. Dadurch k√∂nnte sich das Risiko von Nebenwirkungen erh√∂hen.
  • Setzen Sie Videx nicht ohne Anraten Ihres Arztes ab, denn Ihre HIV-Infektion k√∂nnte sich nach Abbruch der Therapie verschlimmern.

Einnahme von Videx zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden, k√ľrzlich andere Arzneimittel eingenommen / angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen / anzuwenden. Es ist besonders wichtig, dass Sie Ihren Arzt informieren, wenn Sie bereits mit Ganciclovir oder Valganciclovir behandelt werden.

Eine gleichzeitige Einnahme dieser Arzneimittel mit Videx kann das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.

Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Methadon einnehmen, da es zu einer Beeinflussung der Wirkung von Videx f√ľhren kann.

Die gleichzeitige Anwendung von Videx und Tenofovirdisoproxilfumarat, Hydroxyurea, Xanthinoxidasehemmern (z. B. Allopurinol) oder Ribavirin wird nicht empfohlen.

Die gleichzeitige Anwendung von Videx mit Arzneimitteln, die eine periphere Neuropathie oder eine Pankreatitis verursachen k√∂nnen, kann das Risiko dieser sch√§dlichen Wirkungen (Toxizit√§ten) erh√∂hen. Wenn Sie diese Arzneimittel einnehmen, muss Ihr Gesundheitszustand sorgf√§ltig √ľberwacht werden.

Einnahme von Videx zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Wenn sich Essen im Magen befindet, kann der K√∂rper Videx nicht gut aufnehmen. Nehmen Sie Videx daher auf n√ľchternen Magen mindestens 2 Stunden vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit ein.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arzt in Verbindung, um mit ihm den Nutzen und die Risiken Ihrer antiretroviralen Behandlung f√ľr Sie und Ihr Kind zu besprechen. Es ist nicht bekannt, ob Videx in der Schwangerschaft gefahrlos angewendet werden kann.

Die gleichzeitige Anwendung von Didanosin und Stavudin erhöht bei Schwangeren das Risiko einer Lactatazidose.

Vom Stillen während der Behandlung mit Videx wird abgeraten. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie stillen.

Verkehrst√ľchtigkeit und √§higkeit zum Bedienen von Maschinen

Es sind keine Auswirkungen auf die Verkehrst√ľchtigkeit und das Bedienen von Maschinen bekannt.

Videx Hartkapseln enthalten Natrium.

Jede Kapsel enth√§lt 1,0 mg Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Di√§t einhalten m√ľssen, sollten Sie dies ber√ľcksichtigen. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

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Wie wird es angewendet?

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Die Kapseln m√ľssen im
    Ganzen mit einem vollen Glas Wasser eingenommen werden.
  • Videx-Hartkapseln nicht √∂ffnen oder zerbrechen.

Ôāß Nehmen Sie die Videx-Hartkapseln auf n√ľchternen Magen mindestens 2 Stunden vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit ein. Wenn sich Essen im Magen befindet, kann der K√∂rper Videx nicht gut aufnehmen.

Wie viel Sie einnehmen m√ľssen

Nicht alle Patienten ben√∂tigen dieselbe Dosis Videx. Die √ľbliche Dosis f√ľr Erwachsene h√§ngt von Ihrem K√∂rpergewicht ab und betr√§gt:

Ihr Körpergewicht Tages-Gesamtdosis
Unter 60 kg 250 mg, entweder einmal pro Tag oder in zwei Dosen zu je 125 mg
  (einzunehmen im Abstand von ca. 12 Stunden).
   
60 kg oder mehr 400 mg, entweder einmal pro Tag oder in zwei Dosen zu je 200 mg
  (einzunehmen im Abstand von ca. 12 Stunden).

Je nachdem, welche Nebenwirkungen Sie vielleicht entwickeln und an welchen Erkrankungen Sie bereits zu Beginn der Behandlung leiden (z. B. eingeschränkte Nierenfunktion), kann Ihnen Ihr Arzt möglicherweise eine andere Dosierung verschreiben.

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen

Die Dosierung bei Kindern √ľber 6 Jahren wird vom Arzt in Abh√§ngigkeit von der K√∂rperoberfl√§che berechnet. Gew√∂hnlich liegt die Dosis zwischen 120 und 360 mg, einmal pro Tag. Videx-Hartkapseln d√ľrfen bei Kindern unter 6 Jahren nicht angewendet werden. √ľr Kinder in dieser Altersgruppe gibt es andere besser geeignete Darreichungsformen.

Wenn Sie eine größere Menge von Videx eingenommen haben, als Sie sollten

Wenn Sie mehr Videx eingenommen haben, als Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat, oder wenn jemand Videx versehentlich eingenommen hat, setzen Sie sich bitte unverz√ľglich mit Ihrem Arzt oder dem n√§chstgelegenen Krankenhaus in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von Videx vergessen haben

Es ist wichtig, dass Sie keine Dosis auslassen. Wenn Sie eine Videx-Dosis vergessen haben, nehmen Sie sie so bald wie m√∂glich ein, aber auf n√ľchternen Magen mindestens 2 Stunden vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit. Nehmen Sie dann die n√§chste Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt ein. Wenn es jedoch schon beinahe Zeit f√ľr Ihre n√§chste Dosis ist, nehmen Sie die vers√§umte Dosis nicht ein, sondern warten Sie und nehmen Sie die n√§chste Dosis zum vorgesehenen Zeitpunkt ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Videx abbrechen

Unterbrechen Sie die Einnahme von Videx nicht ohne R√ľcksprache mit Ihrem Arzt. Dies ist √§u√üerst wichtig, denn die Viruslast k√∂nnte auch dann ansteigen, wenn das Arzneimittel nur f√ľr kurze Zeit abgesetzt wird. Dadurch kann die Virusinfektion m√∂glicherweise schwerer zu behandeln sein.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m√ľssen.

Verst√§ndigen Sie sofort Ihren Arzt, wenn Sie Magen- oder Bauchschmerzen haben. Der Grund daf√ľr kann eine Entz√ľndung der Bauchspeicheldr√ľse sein, die lebensbedrohlich werden kann, wenn sie nicht behandelt wird (siehe Warnhinweise und Vorsichtsma√ünahmen).

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen bemerken:

Sehr häufige Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich mehr als 1 von 10 Patienten)

  • Erkrankungen des Verdauungssystems: Durchfall

Häufige Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich 1 bis 10 von 100 Patienten)

  • Lebererkrankungen: Hepatitis (Entz√ľndung der Leber)
  • Erkrankungen des Nervensystems: periphere neurologische Beschwerden (Taubheitsgef√ľhl, Schw√§che, Kribbeln oder Schmerzen in Armen und Beinen), Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Verdauungssystems: √úbelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Bl√§hungen, trockener Mund
  • Erkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde: Hautausschlag
  • St√∂rungen des Allgemeinbefindens: ungew√∂hnliche M√ľdigkeit oder Schw√§che, Sch√ľttelfrost und Fieber, Schmerzen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdr√ľse: Brustvergr√∂√üerung beim Mann
  • Stoffwechsel und Ern√§hrungsst√∂rungen: Appetitlosigkeit
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates: Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen
  • Untersuchungsergebnisse: Erh√∂hung der Harns√§urewerte, Erh√∂hung des Bilirubinspiegels, erh√∂hte oder abweichende Werte einiger Enzyme einschlie√ülich der Leberwerte im Blut

Gelegentliche Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich 1 bis 10 von 1.000 Patienten)

  • Erkrankungen des Verdauungssystems: Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung (Pankreatitis)
  • Lebererkrankungen: Fettablagerung in der Leber, Leberversagen
  • Stoffwechsel und Ern√§hrungsst√∂rungen: Laktatazidose (erh√∂hte Milchs√§urewerte im Blut), (beginnender oder sich verschlechternder) Diabetes, erniedrigte oder erh√∂hte Blutzuckerwerte
  • Blutbild: verringerte Anzahl an roten Blutk√∂rperchen, verringerte Anzahl an Blutpl√§ttchen, Mangel an wei√üen Blutk√∂rperchen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates: Muskelschmerzen oder Muskelschw√§che, vor√ľbergehende L√§hmung oder Muskelschw√§che mit Nierenversagen und Notwendigkeit einer Blutw√§sche (H√§modialyse)
  • Augenerkrankungen: trockene Augen, Farbver√§nderung der Netzhaut, Erkrankung des Sehnervs mit nachfolgender Erblindung
  • Infektionen: Speicheldr√ľsenentz√ľndung
  • Erkrankungen des Immunsystems: pl√∂tzlich auftretende, lebensbedrohliche allergische Reaktion
  • Erkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde: ungew√∂hnlicher Haarausfall oder d√ľnner werdendes Haar (Alopezie)

Seltene Nebenwirkungen (Diese betreffen wahrscheinlich 1 bis 10 von 10.000 Patienten)

  • Lebererkrankungen: Pfortaderhochdruck (Bluthochdruck in der gro√üen Lebervene)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates: Erkrankung der Muskeln
  • Erkrankungen des Verdauungssystems: Vergr√∂√üerung der Ohrspeicheldr√ľse

Die Behandlung mit Didanosin (Videx) verursacht oft einen Verlust von Fettgewebe an den Beinen, Armen und im Gesicht (Lipoatrophie). Es hat sich gezeigt, dass dieser Verlust an Körperfett nach dem Absetzen von Didanosin nicht vollständig reversibel ist. Ihr Arzt sollte Sie auf Anzeichen einer Lipoatrophie untersuchen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie einen Verlust von Fettgewebe an Ihren Beinen, Armen und im Gesicht bemerken. Wenn diese Anzeichen auftreten, sollte Videx abgesetzt und Ihre HIV-Behandlung geändert werden.

Während einer HIV-Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutfett- und Blutzuckerwerte auftreten. Dies hängt teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammen; bei den Blutfetten manchmal mit den HIV-Arzneimitteln selbst. Ihr Arzt wird Sie auf diese Veränderungen hin untersuchen.

Bei p√§diatrischen Patienten sind √§hnliche Nebenwirkungen wie bei Erwachsenen beobachtet worden. Bei einer Behandlung in Kombination mit Zidovudin wurden st√§rkere Blutbildver√§nderungen berichtet. Ver√§nderungen der Netzhaut oder des Sehnervs wurden bei einer geringen Anzahl von p√§diatrischen Patienten beobachtet, √ľblicherweise bei h√∂heren als den gegenw√§rtigen empfohlenen Dosierungen. Ihr Arzt k√∂nnte entscheiden, eine Netzhautuntersuchung bei Ihnen durchzuf√ľhren.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f√ľr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k√∂nnen Nebenwirkungen auch direkt anzeigen (Kontaktinformation siehe unten). Indem Sie Nebenwirkungen melden, k√∂nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen √ľber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf√ľgung gestellt werden.

Bundesamt f√ľr Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN

√ĖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel f√ľr Kinder unzug√§nglich auf.

Sie d√ľrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Blisterstreifen oder der Faltschachtel nach Verwendbar bis: angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Videx-Hartkapseln nicht √ľber 25¬įC lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

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Weitere Informationen

Was Videx enthält

  • Der Wirkstoff ist Didanosin. Jede Kapsel enth√§lt 250 mg Didanosin.
  • Die sonstigen Bestandteile sind:

Kapselinhalt: Carmellose-Natrium, Diethylphthalat, 30% Methacrylsäure-Ethylacrylat- Copolymer Dispersion (EUDRAGIT L30D-55), Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Talkum und Natriumhydroxid.

Kapselh√ľlle: Gelatine, Natriumdodecylsulfat und Titandioxid (E171).

Pr√§gung auf der Kapselh√ľlle (essbare Tinte): Schellack, Propylenglycol und Indigocarmin-Lack (E132).

Wie Videx aussieht und Inhalt der Packung

Die magensaftresistenten Hartkapseln sind opak weiß und weisen eine Prägung in blauer Farbe von "BMS 250 mg" auf der einen Hälfte und "6673" auf der anderen Hälfte auf.

Videx 250 mg magensaftresistente Hartkapseln sind in Packungen mit 30 oder 60 magensaftresistenten Hartkapseln erhältlich (mit 10 Hartkapseln pro Blisterstreifen).

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer

Bristol-Myers Squibb GesmbH

1200 Wien

Hersteller

Bristol-Myers Squibb, S.r.l. Contrada Fontana del Ceraso 03012 Anagni-Frosinone Italien

Aesica Queenborough Limited

North Road, Queenborough,

Kent, ME11 5EL

Großbritannien

Z.Nr. 1-23 828

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im Jänner 2016.

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Wirkstoff(e) Didanosin
Zulassungsland √Ėsterreich
Hersteller Bristol-Myers Squibb GmbH
Suchtgift Nein
Psychotrop Nein
Zulassungsdatum 27.10.2000
ATC Code J05AF02
Abgabestatus Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur einmaligen Abgabe auf aerztliche Verschreibung
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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir k√∂nnen f√ľr die Korrektheit der Daten keine Haftung √ľbernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. F√ľr Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden